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Einrichtung zur Einstellung der statischen Konvergenz in einem Frbfernsehempfänger
Bei einer Farbbildröhre mit mehreren Elektronenstrahlen sind zusätzliche Mittel
vorgesehen, die die Konvergenz der Elektronenstrahlen über den ganzen Bildschirm
bewirken. Die Forderung nach der Konvergenz bedeutet, daß über die gesamte Fläche
des Bildschirmes alle Strahlen in einem Punkt zusammentreffen und somit denselben
Bildpunkt bzw. die Farbpunkte desselben Farbtripels oder derselben Gruppe verschieden
farbiger Farbstreifen erregen.
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Man unterscheidet hierbei die statische Konvergenz und die dynamische
Konvergenz. Die statische Konvergenz, d.h. das Zusammentreffen der Elektronenstrahlen
auf dem Bildschirm in der Bildmitte, wird meist durch auf dem Röhrenhals angeordnete,
verdrehbare Permanentmagnete eingestellt, die jeweils über Polschuhe auf einen Elektronenstrahl
in der Bildröhre einwirken. Die dynamische Konvergenz wird durch Konvergenzmagnete
erreicht, die an dem Bildröhrenhals anliegen und mit Wicklungen versehen sind.
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Diese Wicklungen werden mit horizontalfrequenten und vertikalfrequenten
Korrektur spannungen gespeist.
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Es sind Farbbildröhren bekannt, bei denen die drei Elektronen--kanonen
in einer Ebene liegen. Solche Röhren werden als inline-Bildröhren bezeichnet. Bei
einer solchen Röhre sind für die Einstellung der statischen Konvergenz nur zwei
Magnetsysteme linke und rechts des Röhrenhalses erforderlich.
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Bei einer bekannten Einrichtung dieser Art (Funktechnik 1973, Nr.
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17 Seite 607) sind jeweils an der linken und rechten Seite des Bildröhrenhalses
drei übereinander liegende, etwa radial zum Röhrenhals gerichtete Pol schuhe vorgesehen.
Zwischen dem oberen und dem mittleren und zwischen dem mittleren und dem unteren
Polschuh liegt jeweils ein diametral magnetisierter, zylinderförmiger Permanentmagnet.
Mit diesen beiden verdrehbaren Magneten kann die statische Konvergenz eingestellt
werden. Bei dieser Einrichtung beeinflußt jeder der Magnete im Bildröhrenhals das
Magnetfeld in Horizontalrichtung und in Vertikalrichtung. Eine getrennte Einstellung
der Konvergenz in Horizontalrichtung und Vertikalrichtung ist dabei nicht möglich.
In der Praxis besteht jedoch der Wunsch, die Konvergenz in Horizontalrichtung und
Vertikal richtung getrennt einzustellen, weil dadurch die Einstellung vereinfacht
wird.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die zuletzt beschriebene
Einrichtung mit drei Polschuhen und zwei Permanentmagneten so weiterzubilden, daß
die statische Konvergenz in Horizontalrichtung und Vertikalrichtung getrennt einstellbar
ist.
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Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 beschriebene Erfindung
gelöst. Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Durch die erfindungsgemäße Zuordnung der Pol schuhe zu den Magneter
wird erreicht, daß mit dem ersten Magnet im wesentlichen nur das Magnetfeld in Vertikalrichtung,
also die Konvergenz in. Horizontalrichtung und mit dem zweiten Magnet im wesentlichen
nur das Magnetfeld in Horizontalrichtung, also die Konvergenz in Vertikalrichtung
einstellbar ist. Durch diese getrennte Einstellmöglichkeit
wird
die Einstellung der statischen KonVergenz vereinfacht.
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Es kann dann z.B. zuerst nur die Horizontalkonvergenz ohne Beeinflussung
der Vertikalkonvergenz und anschließend die Vertikalkonvergenz ohne nachträgliche
Beeinflussung der Horizontalkonvergenz eingestellt werden. Der Aufwand vergrößert
sich gegenüber der bekannten Anordnung nicht, weil weder die Zahl der Pol schuhe
noch die Zahl der Magnete erhöht wird.
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Die Erfindung wird anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel
erläutert. Darin zeigen Figur 1 die erfindungsgemäße Anordnung der Pol schuhe und
der Magnete zum Bildröhrenhals, Figur 2 eine Draufsicht auf die Figur 1, Figur 3
das Magnetfeld für die Horizontalkonvergenz, Figur 4 das Magnetfeld für die Vertikalkonvergenz
und Figur 5 verschiedene Stellungen eines Magneten innerhalb der Pol schuhe.
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Figur 1 zeigt den Röhrenhals 1 einer Farbbildröhre, in der die -drei
Elektronenstrahlen R,G,B nach dem inline-Prinzip in einer waagerechten Ebene liegen.
Von der rechten Seite sind auf den Röhrenhals 1 drei Pol schuhe gerichtet. Der obere
Pol schuh -2. ist mit einem ersten Schenkel zum Bildröhrenhals gerichtet und umfaßt
mit seinem rechtwinklig dazu stehenden zweiten Schenkel den ersten zylinderförmigen,
diametral magnetisierten Kern 5 halbkreisförmig von der Vorderseite. Der Polschuh
2 umfaßt den zweiten, dem ersten Magneten 5 gleichen Magneten 6 halbkreisförmig
von der Hinterseite Der untere Polschuh 3 ist mit seinen ersten Schenkel ebenfalls
gegen den Röhrenhals 1 gerichtet und umfaßt mit seinem zweiten Schenkel den Kern
5 von der Hinterseite und den Kern 6 ebenfalls von der Hinterseite. Der mittlere
Polschuh 4 ist T-förmig ausgebildet
und mit einem Schenkel ebenfalls
gegen den Röhrenhals 1 gerichtet. Mit'dem anderen Schenkel umfaßt der Pol schuh
4 den Kern 6 von der Vorderseite. Alle drei Polschuhe 2,3,4 umfassen die Kerne 5,6
über ihre gesamte Länge. Die in der Zeichnung senkrecht gezeichneten Schenkel der
Polschuhe 2,3,4 sind gleich lang.
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Die Kerne 5,6 sind an nichtmagnetischen Wellen 1-1,12 aus Kunststoff
befestigt, an deren Ende Drehknöpfte 13,14 sitzen. Mit den Drehknöpfen 13,14 sind
die zwischen den Polschuhen eingefaßten Kerne 5,6 verdrehbar. An der linken Seite
des Röhrenhalses 1 ist das gleiche Magnetsystem vorgesehen.
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Figur 2 zeigt die Anordnung nach Figur 1 von oben und die diametral
gerichtete Magnetisierung der Kerne 5,6.
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Figur 3 zeigt das Magnetfeld zwischen den Polschuhen 2,3. Dieses Magnetfeld
ist praktisch nur durch den Magneten 5 bestimmt und im Röhrenhals 1 senkrecht gerichtet.
Durch Verdrehen des Magneten 5 wird das im Röhrenhals 1 senkrechte Magnetfeld verändert
und damit eine Einstellung der statischen Konvergenz in Horizontalrichtung 15 ermöglicht.
Mit dem Drehknopf 13 kann daher die statische Horizontalkonvergenz für sich eingestellt
werden.
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Figur 4 zeigt das Magnetfeld zwischen dem oberen Pol schuh 2 und dem
mittleren Pol schuh 4. Im Bildröhrenhals 1 ist dieses Magnetfeld im Bereich des
rechten Elektronenstrahles B im wesentlichen horizontal gerichtet. Dieses Magnetfeld
ist durch den Magneten 6 bestimmt. Durch Verdrehen dieses.Magneten wird daher nur
das horizontal gerichtete Magnetfeld eingestellt und damit die statische Konvergenz
in Vertikalrichtung 16. Mit dem Drehknopf 14 kann daher die statische Konvergenz
in Vertikalrichtung für sich allein eingestellt werden. Zwischen dem Pol schuh 4
und dem unteren nicht
dargestellten Pol schuh 3 bildet sich entsprechend
ein Magnetfeld aus. Im Röhrenhals 1 ergibt sich nun eine Überlagerung der Magnetfelder
gemäß Figur 3, 4, wobei die beiden Magnetfeldkomponenten für die Horizontalkonvergenz
und die Vertikalkonvergenz getrennt für sich einstellbar sind.
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In Figur 5a ist der Kern 5 zwischen den Polschuhen 2,3 so eingestellt,
daß sich ein senkrecht gerichtetes Magnetfeld in dem Röhrenhals 1 ergibt.
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0 In Figur 5b ist der Kern 5 gegenüber Figur 5a um 180° gedreht,
so daß nunmehr das Magnetfeld im Röhrenhals 1 senkrecht nach oben gerichtet ist.
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0 In Figur 5c ist der Kern 5 um 90 gedreht, so daß Nordpol und Südpol
des Magneten 5 symmetrisch zwischen den Pol schuhen liegen.
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Zwischen den Polschuhen entsteht jetzt praktisch kein Magnetfeld,
weil sich die Kraftlinien in den Polschuhen schließen. Es ist ersichtlich, daß durch
Verdrehen des Magneten 5 das Magnetfeld im Röhrenhals 1 in seiner Größe und Richtung
einstellbar ist.
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Entsprechend erfolgt die Einstellung des Magnetfeldes zwischen dem
mittleren Polschuh 4 und dem oberen und unteren Polschuh 2,3.