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Ablenkeinheit für einen Parbfernsehempfänger mit einer inline-
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Farbbildröhre Bei der sogenannten inline-Farbbildröhre liegen die
drei Elektronenkanonen-für die Farben Rot, Grün und Blau in einer waagerechten Ebene.
Bei einer solchen Röhre werden gegenüber der sogenannten Deltaröhre die Mittel zur
Erzielung der Konvergenz vereinfacht. Die inline-Röhre ist im wesentlichen selbstkonvergierened.
Es sind lediglich vier einen toroidförmigen Kern umgebende Korrekturspulen vorgesehen,
die zum Ausgleich von Restfehlern von einem Korrekturstrom durchflossen werden.
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Bei einer inline-Farbbildröhre kann folgender Fehler auftreten: Durch
Fertigungstoleranzen bei der Bildröhre liegen die drei Elektronenkanonen für R,G,B
bei waagerecht eingebauter Bildröhre bei einigen Röhren nicht genau in einer- waagerechten
Ebenes Sie sind gegenüber dieser Ebene um kleine statistisch in beide Richtungen
gerichtete Winkel + x geneigt. Die Elektronenkanonen sind also innerhalb der Bildröhre
nicht richtig justiert. Durch diese Abweichung entstehen Konvergenzfehler. Diese
wirken sich so aus, daß z.B. in Bildschirrnmitte die waagerechte Linie G gerade
bleibt,-während die Linien-R und B parabelförmig entge--gengesetzt gegenüber der
Linie G gekrümmt sind. Dadurch ist
die Konvergenz der drei Elektronenstrahlen
R,G,B über einen Teil des Bildschirmes nicht mehr gegeben. Gleiche Fehler können
auch durch Unsymmetrien in der Ablenkspule verursacht werden.
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Solche Konvergenzfehler können an sich dadurch beseitigt werden,
daß dem Ablenkstrom ein parabelförmiger Korrekturstrom überlagert wird. Solche Schaltungen
erfordern aber einen zusätzlichen Aufwand für die Erzeugung des parabelförmigen
Xorrekturstromes. Außerdem wäre diese Schaltung für diejenigen Empfänger, bei denen
die Kanonen richtig justiert sind und keine Korrektur notwendig ist, überflüssig.
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Der Erfindung liegt die Auf gabe zugrunde, den beschriebenen Konvergenzfehler
ohne Verwendung einer zusätzlichen Schaltung durch vereinfachte Mittel zu beseitigen,
die gegebenenfalls auc nur im Bedarfsfalle nachrüstbar sind.
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Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 beschriebene Erfindung.gelPst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
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Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß lediglicn durch ein
zusätzliches Magnetfeld am hinteren Ende der Ablenkeinheit der genannte Konvergenzfehler
ausreichend gut beseitigt werden kann. Da das Maximum der statistischen Verteilungskurve6
also die größte Zahl von BildröhrenJbeim Fehler null liegt und außerdem ein bestimmter
Fehler noch zulässig ist, ist der Magnet nur bei einem Teil der Ablenkeinheiten
erforderlich, bei denen der noch zulässige Restfehler überschritten wird. Der genannte
Konvergenzfehler kann in zwei Richtungen erfolgen. Zur Anpassung ist es dabei lediglich
notwendig, den Magneten in der Polarisationsrichtung umzukehren. Der Magnet kann
grundsätzlich links oder rechts am Bildröhrenhals vorgesehen sein. Die Wirkung ist
in beiden Fällen etwa gleich, da die Kanonen relativ zum Durchmesser des Röhrenhalses
nur einen geringen gegenseitigen Abstand haben. Bei besonders großen Fehlern kann
der Magnet
links oder rechts am Bildröhrenhals angeordnet werden.
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Die erfindungsgemäße Lösung läßt sich auch für folgenden Fall besonders
vorteilhaft anwenden. Zum Ausgleich von Unsymmetrien der Ablenkeinheit ist es bekannt,
das inline-System innerhalb der Bildröhre absichtlich gegenüber der Waagerechten
um einen kleinen Winkel +C von ca. 1-2° und stets gleicher Richtung geneigt anzuordnen.
Dann kann eine Unsymmetrie in der Ablenkeinheit, die durch das Wickelverfahren bedingt
ist, durch eine entsprechend angepaßte schräge Lage der Ebene der Elektronenkanonen
ausgeglichen werden.
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Wenn jedoch eine solche Farbbildröhre mit einer absichtlich schrägen
Lage der Ebene der Elektronenkanonen mit einer symmetrischen Ablenkeinheit vereinigt
wird, so verschiebt sich natürlich die statistische Fehlerkurve derart, daß ihr
Maximum nicht mehr beim Fehler null liegt, sondern demgegenüber verschoben ist.
Der gleiche Fehler tritt auf, wenn die Ebene der Elektronenkanonen waagerecht und
die Ablenkeinheit unsymmetrisch ist. Es ist ersichtlich, daß jetzt der oben beschriebene
Korrekturmagnet bei einer wesentlich größeren Zahl von Ablenkeinheiten eingesetzt
werden muß. Hier bietet der erfindungsgemäße Magnet die Möglichkeit, den genannten
Grundfehler +C zunächst bei sämtlichen Bildröhren dieser Art zu kompensieren. Der
Magnet wird dann in seiner Stärke so gewählt oder in seiner Lage sQ angeordnet,
daß der genannte, stets gleiche Richtung habende Grundfehler +C beseitigt wird und
die Verteilungskurve wieder mit ihrem Maximum etwa beim Fehler null liegt. In diesem
Fall ist zwar-ein Magnet bei sämtlichen Ablenkeinheiten erforderlich. Dieser Magnet
zum Ausgleich des konstanten Fehlers +C läßt sich aber fertigungstechnisch leicht
anbringen, da er bei jeder Ablenkeinheit angebracht und z.B. einfach auf den Spulenträger
aufgeklebt werden kann. Die Kosten für einen Magneten sind mit etwa 3 Dpf nur gering.
-Bei dieser Anwendung der Erfindung für die Beseitigung des Grundfehlers +C verbleiben
natürlich die Fehler + x aufgrund
von Fertigungstoleranzen. Diese
Fehler können nun wiederum durch einen im Bedarfsfalle nachrüstbaren Magneten gemäß
der ersten Anwendungsform beseitigt werden. Da aber gemäß der zweiten Ausführungsform
der Grundfehler +C durch einen stets vorhandenen Magneten bereits beseitigt ist,
ist der konstruktiv aufwendigere nachrüstbare Magnet zur Beseitigung des Fehlers
+ x nur noch in wenigen Fällen, zlB. bei 5% aller Bildröhren notwendig.
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Es ist zwar bekannt (DT-PS 24 60 816), bei einer A>lenkeinheit
für eine inline-Farbbildröhre zur Einstellung der Konvergenz links und rechts an
dem rückwärtigen Teil der Ablenkeinheit in Aussparungen des Kerns je einen Magne-ten
anzuordnen. -Diese Lösung dient aber nicht zum Ausgleich vertikaler Konvergenzfehler
aufgrund einer schrägen Lage der Ebene der Kanonen, sondern zur Einstellung der
dynamischen Horizontalkonvergenz, also zur Beseitigung von Restfehlern der inline-Ablenkeinheit.
Deshalb sind dort die Magnete auch anders als bei der Erfindung magnetisiert, nämlich
tangential zum Bildröhrenhals. Diese bekannte Lösung und die vorliegende Erfindung
können bei einer Ablenkeinheit unabhängig voneinander zur Lösung verschiedener Aufgaben
gleichzeitig angewendet werden.
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Die Erfindung wird anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel
erläutert. Darin zeigen Figur 1 die Bildröhre mit der Ablenkeinheit und demerfindungsgemäBen
Magneten in einem durch die Bildröhrenachse verlaufenden waagerechten Schnitt, also
von oben, Figur 2 eine Ansicht der Figur 1 von links, Figur 3 eine besondere Anordnung
der Magnete in einer Aussparung des Kerns, Figur 4,5 eine konstruktive Ausbildung
eines nur im Bedarfsfall nachrüstbaren Magneten und Figur 6 im Prinzip den Konvergenzfehler
und seine Beseitigung.
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Figur 1 zeigt eine inline-Farbbildröhre 1 mit dem Röhrenhals 2, dem
konusförmigen Röhrentrichter 3, drei in einer waagerechten Ebene liegenden Elektronenkanonen
4, Sattelspulen 5 für die Horizontalablenkung, Sattelspulen 6 für die Vertikalablenkung,
den die Bildröhre ringförmig umgebenden Kern 7 und einen die Spulen tragenden Spulenträger
8.
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An dem Spulenträger 8 ist am rückwärtigen, dem Röhrenhals 2 zugewandten
Ende der Ablenkeinheit ein Permanentmagnet 9 fest angeordnet, der radial zur Bildröhrenachse
10 magnetisiert ist.
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Der Magnet ist fest auf den Spulenträger angeklebt. Er befindet sich
also vorn Röhrenhals aus betrachtet links an der Ablenkeinheit etwa in Höhe der
Bildröhrenachse 10. Der Magnet 9 -kann auch rechts neben der Ablenkeinheit angeordnet
sein, wie in Figur 1 und 2 gestrichelt dargestellt ist. Bei besonders großem Fehler
können auch zwei Magnete, je einer links und rechts vorgesehen sein. Diese Lösung,
bei der der Magnet am Spulenträger fest angeklebt ist, ist insbesondere für die
genannte zweite Anwendungsform der Erfindung zur Beseitigung des beschriebenen Fehlers
-+C-beiinerarbbildröhre mit--absichtlich immer in derselben Richtung geneigten Ebene
der Elektronenkanonen anwendbar. Die Stärke des Magneten 9 ist relativ unkritisch
und braucht nicht unbedingt einen bestimmten Wert zu haben. Die optimale Wirkung
des Magneten für die Konvergenzkorrektur kann durch Änderung der Lage des Magneten,
also insbesondere durch Änderung des Abstandes vom Röhrenhals 2 erreicht werden.
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Figur 3 zeigt einen Kern 7, der links und rechts neben dem Bildröhrenhals
2 jeweils mit einer Aussparung 12 versehen ist.
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Die Aussparungen dienen dazu, zur Verbesserung der Konvergenz das
Vertikalablenkfeld an dieser Stelle zu schwächen und das dort tonnenförmige Ablenkfeld
zu beeinflussen. Eine Ablenkeinheit mit einem derartigen Kern ist beschrieben in
der DT-OS 24 11 084. - Der Magnet 9 ist in der Aussparung 12 angeordnet.
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In Figur 3 ist nur der Nordpol sichtbar, da der Südpol wie in Figur
1 zum Röhrenhals 2 hin gerichtet ist. Auch hierbei kann
der Magnet
9 zu beiden Seiten des Halses jeweils in der Aussparung 12 vorgesehen sein.
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Figur 4,5 zeigen eine konstruktive Ausführung für die Anbringung
des Magneten gemäß Figur 3. Der Spulenträger 8 ist mit einem Aufnahmefach 13 versehen,
das durch zwei längliche, hakenförmige Vorsprünge 14 gebildet ist. Der Magnet 9
ist in einen schubladenartigen Kunststoffeinschub 15 eingebettet, der an seinem
Ende mit dem Griff 16 versehen ist. Der Einschub 15 ist mit seinem linken Ende in
das Fach 13 in Radialrichtung zur Achse 10 einschiebbar. Der Einschub 15 sitzt in
dem Fach 13 derart stramm, daß er sich darin selbsttätig und kraftschlüssig hält
und somit keine weiteren Befestigungsmittel notwendig sind.
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Das läßt sich durch genaue Einhaltung der Maße und durch eine federnde
Nachgiebigkeit der Vorsprünge 14 erreichen.
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Bei einem anders gerichteten Fehler müßte an sich der Magnet umgepolt
werden, so daß also nicht der Südpol wie in Figur 3, sondern der Nordpol zum Röhrenhals
2 gerichtet ist. Da der Einschub 15 aber nur in einer Richtung und in das Fach 13
einschiebbar ist, sind zwei Sorten von Einschüben 15 vorgesehen, in denen die Magnete
unterschiedlich gelagert sind. Außer dem Einschub 15 gemäß Figur 5 gibt es also
noch einen Einschub, bei dem der Nordpol links, also am eingeschobenen Ende liegt
und somit beim Einschieben des Einschubes 15 in das Fach 13 auf den Röhrenhals 2
gerichtet ist. Diese beiden unterschiedlichen Sorten von Einschüben gemäß Figur
5 sind durch unterschiedliche Farben gekennzeichnet. Die eine Farbe wird z.B. verwendet,
wenn Konvergenzfehler der einen Richtung vorliegen und die andere Sorte, wenn Konvergenzfehler
der anderen Richtung vorliegen.
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Die konstruktive Lösung gemäß den Figuren 3-5 ist vorzugsweise zur
Beseitigung der Fehler # x durch Toleranzen geeignet, wo der Einschub 15 nur in
wenigen Fällen, z.B. 5% benötigt wird.
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Wenn der Fehler + x genügend klein ist, wird überhaupt kein Einschub
15 in eines der Fächer 13 eingeschoben Bei einer Farbbildröhre der eingangs beschriebenen
Art mit einer absichtlich um +C geneigten Ebene der Elektronenkanonen und einem
zusätzlichen Toleranzfehler + x kann also bei einer Ablenkeinheit ein fest auf den
Spulenträger 8 gemäß Figur 1 angeklebter Magnet 9 zur Beseitigung des Fehlers C
und zusätzlich ein Einschub 15 gemäß Figur 3-5 zur Beseitigung des Fehlers + x vorgesehen
sein Wenn der Fehler + x genügend klein ist, ist bei einer solchen Röhre nur der
Magnet 9 gemäß Figur 1 zur BeseItigung des Fehlers fC vorhanden, während der Magnet
gemäß Figur 3-5 zur Beseitigung des Fehlers + x entfällt Figur 6a zeigt die Konvergenzfehler,
wie sie durch die absichtliche Schräglage +C oder durch die Toleranzfehler + = auftreten,
in vergröberter Darstellung Die in Bildschirmmitte geschriebene Linie G ist gerade,
während die Linien R und B entgegengesetzt parabelförmig gekrümmt sindDurch den
Magneten 9 werden diese Fehler beseitigt, so daß die drei Linien R,G,B gemäß Figur
6b alle eine Gerade bilden Durch den fest angeordneten Magneten 9 gemäß Figur 1
zur Beseitigung des Fehlers +C oder durch den Magneten 9 gemäß Figur 3-5 zur Beseitigung
beider Fehler wird also die Darstellung gemäß Figur 6a in ausreichendem Maße in
die nach Figur 6b umgewandelt Dabei sind verbleibende Abweichungen zwischen den
Linien R und B am linken und rechten Bildrand bis zu einem Maß von caO 0,3 mm zwischen
den Enden dieser Linien zulässig.
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L e e r s e i t e