[go: up one dir, main page]

DE2459971A1 - Loetlegierung - Google Patents

Loetlegierung

Info

Publication number
DE2459971A1
DE2459971A1 DE19742459971 DE2459971A DE2459971A1 DE 2459971 A1 DE2459971 A1 DE 2459971A1 DE 19742459971 DE19742459971 DE 19742459971 DE 2459971 A DE2459971 A DE 2459971A DE 2459971 A1 DE2459971 A1 DE 2459971A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
soldering
weight
solder
alloy
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19742459971
Other languages
English (en)
Inventor
Paul J Cascone
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Johnson & Co A
Original Assignee
Johnson & Co A
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Johnson & Co A filed Critical Johnson & Co A
Publication of DE2459971A1 publication Critical patent/DE2459971A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K35/00Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting
    • B23K35/22Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting characterised by the composition or nature of the material
    • B23K35/24Selection of soldering or welding materials proper
    • B23K35/30Selection of soldering or welding materials proper with the principal constituent melting at less than 1550 degrees C
    • B23K35/302Cu as the principal constituent

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ceramic Products (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

PATENTANWÄLTE
Dr.-lng. Wolff
O / C Q Q 7 1 H.Bartels
4 Qg ς)/ I Dipl.-Chem. Dr. Brandes
Dr.-lng. Held
Dipl.-Phys. Wolff
8 München 22,Thierschstraße
Tel.(089)293297
Telex 0523325 (patwod)
Telegrammadresse:
wolffpatent, münchen
Postscheckkonto Stuttgart 7211
(BLZ 60010070)
Deutsche Bank AG, 14/28630
(BLZ 60070070)
Bürozeit: 8-12 Uhr, 13-16.30 Uhr
außer samstags
17. Dez. 1974 25/93 Reg.Nr. 124
A. Johnson & Co., Inc., a Corporation of the State of Delaware, Thomas Road South, Hawthorne, New Jersey, U.S.A.
Lötlegie.rung
509827/0637
Lötlegierung.
Die Erfindung betrifft eine Lötlegierung, ihre Verwendung sowie ein Verfahren zum Verlöten von Teilen, von denen mindestens eines aus einem Eisenmetall besteht.
Beim Verlöten (brazing) werden bekanntlich Metallteile durch interatomische Anziehungskräfte, die über die Lötstelle wirken, d.h. die aufeinander auftreffenden Oberflächen der zu verlötenden Teile, miteinander verbunden. Das Verlöten von Teilen erfolgt dabei unter Verwendung einer Lötlegierung, welche zwischen saubere Oberflächen der zu verlötenden Teile gebracht wird, und zwar unter Verwendung eines Flußmittels, z.B. eines Halogenidsalzes, Borax, Borsäure und dergleichen, worauf die zu verlötenden Teile auf eine Temperatur oberhalb des Schmelzpunktes der Lötlegierung erhitzt werden, so daß die Legierung zum Fließen kommt und die miteinander zu verbindenden Oberflächen benetzt, so daß bei der Verfestigung der Lötstelle eine feste Verbindung erhalten wird. Die Art der im Einzelfalle verwendeten Lötlegierung hängt dabei von den zu verlötenden Teilen ab und dem Verwendungszweck der verlöteten Teile. Werden die verlöteten Teile beispielsweise hohen oder höheren Temperaturen ausgesetzt, beispielweise im Falle von Wärmekraftmaschinen, z.B. Umlauf-Verbrennungsmotoren, so muß die Lötfuge einen ausreichend hohen Schmelzpunkt aufweisen und des weiteren die erforderliche Festigkeit bei derart erhöhten Temperaturen.
Ein Fall, in dem Lötlegierungen hohen Temperaturen und hohen Beanspruchungen ausgesetzt werden, ist das Verlöten von duktilen Eisenteilen im Falle von Umlauf-Verbrennungsmotoren.
Duktiles Eisen ist bekanntlich eine andere Bezeichnung für Gußeisen, in welchem freies Graphit in knotiger oder kugelartiger oder sphäroider Form im gegossenen Zustand vorliegt. Das Verlöten von duktilem Eisen ist deshalb in gewisser Hinsicht kritisch, weil die Temperatur während des Lötprozesses nicht über 955°C und vorzugsweise nicht über 93O°C liegen soll, da sonst, wenn die Temperatur zu hoch ist, eine Diffusion von Kohlenstoff in die umgebenden Fer-
509827/06 3 7
ritkörner oder Ferritteilchen erfolgen kann, wodurch der knotige oder kugelartige Graphit durch Austenit ersetzt wird. Diese Um-Wandlung beeinträchtigt die Eigenschaften des duktilen Eisenteiles in nachteiliger Weise.
Hat andererseits die Lötlegierung einen niedrigen Schmelzpunkt, beispielsweise von 760 C, so wird die Festigkeit der Lötstelle bei erhöhten Temperaturen vermindert.
Aufgabe der Erfindung war es daher, eine Lötlegierung'(brazing alloy) anzugeben, die einen Schmelzpunkt von unter 955°C, vorzugsweise von etwa 815 bis 93O0C aufweist und welche.ein Verlöten von Teilen oberhalb des Schmelzpunktes der Legierung, beispielsweise bei 9000G ermöglicht.
Der Erfindung lag die Erkenntnis zugrunde, daß man zum Verlöten von Teilen, von denen mindestens eines aus einem Eisenmetall besteht, in vorteilhafter Weise eine Lötlegierung verwenden kann, die aus Mangan, Zink und Kupfer sowie gegebenenfalls Nickel besteht und einen Schmelzpunkt von unter 9550C aufweist.
Gegenstand der Erfindung ist demzufolge eine Lötlegierung, bestehend zu:
10 bis 35 Gew.-% Mangan,
5 bis 30 Gew.-% Zink,
0 bis 10 Gew.-I Nickel sowie zum Rest zu
40 bis 80. Gew."-% Kupfer
mit einem Schmelzpunkt von unter 9550C.
Gegenstand der Erfindung ist des weiteren die Verwendung einer solchen Legierung zum Verlöten von Teilen, von denen mindestens eines aus einem Eisenmetall besteht.
Gegenstand der Erfindung ist schließlich des weiteren ein Verfahren zum Verlöten von Teilen, von denen mindestens eines aus einem Eisenmetall besteht, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Lötle-
5 0 9827/0637
gierung zwischen die zu verlötenden Teile bringt und die zu verlötenden Teile mit der Lötlegierung auf eine Temperatur von 845 bis 9820C erhitzt.
Die Erfindung eignet sich insbesondere zum Verlöten von Teilen aus duktilem Eisen, ohne daß dabei die metallographische Struktur der Eisenteile nachteilig beeinflußt wird.
Eine erfindungsgemäße Lötlegierung eignet sich jedoch nicht nur zum Verlöten von Eisenmetallteilen, z.B. Teilen aus duktilem Eisen, sondern vielmehr auch zum Verlöten von Eisenteilen mit nicht-metallischen Teilen.
Die Zeichnungen dienen der näheren Erläuterung der Erfindung. Im einzelnen sind dargestellt in:
Fig. 1 bis 4 vergrößerte Querschnitte von miteinander verlöteten
Teilen im Schema;
Fig. 5 eine Photomikrographie von 100-facher Vergrößerung einer Lötstelle von zwei miteinander verlöteten Teilen
aus duktilem Eisen;
Fig. 6 und 7 Lötelemente zum Verlöten, und zwar gemäß Fig. 6 in Form eines Drahtes oder Stabes und im Falle der Fig. in Form eines Lötmetallstreifens.
Eine erfindungsgemäße Legierung besteht somit im wesentlichen aus den Elementen Kupfer-Mangan-Zink sowie gegebenenfalls Nickel, wobei das Verhältnis der einzelnen Komponenten derart zueinander ausgewählt wird, daß der Schmelzpunkt der Legierung unterhalb 9550C, vorzugsweise bei 815 bis 93O0C liegt.
Eine besonders vorteilhafte Lötlegierung nach der Erfindung weist folgende Zusammensetzung auf:
15 bis 30 Gew.-I Mangan;
10 bis 30 Gew.-I Zink;
509827/0637
0,5 bis 10 Gew.-9o Nickel, z.B. 1 bis 8 Gew.-0* und 45 bis 65 Gew.-°s Kupfer,
wobei das Verhältnis der einzelnen Legierungskomponenten zueinander derart ausgewählt wird, daß die Schmelztemperatur der Legierung bei 815 bis 93O0C liegt.
Die erfindungsgemäßen Legierungen benetzen gußeiserne Teile und andere zu verlötende Teile im aufgeschmolzenen Zustand sehr leicht und führen zu Lötstellen großer Festigkeit.
Ternäre Kupfer-Mangan-Zink-Legierungen sind an sich aus der US-PS 2 479 596 bekannt, und zwar zur Herstellung von guß- oder schmiedeeisernen Metallformen. Die Verwendbarkeit von Kupfer-Mangan-Zink-Legierungen als Lötlegierung zum Verlöten von Eisenmetallteilen, beispielsweise Teilen aus duktilem gegossenem Eisen und anderen Teilen war jedoch bisher nicht bekannt.
Die vielseitige Verwendbarkeit von erfindungsgemäßen Lötlegierungen ergibt sich aus den Fig. 1 bis 4.
Fig. 1 zeigt im Schema eine Lötstelle aus einem Eisenmetallteil 10 aus einfachem Kohlenstoffstahl (Stahl vom Typ 1040), der Lötfuge 11 und einem keramischen Sinterteil aus hitzebeständigem Oxyd oder hitzebeständigen Oxyden (sintered refractory oxide ceramic) 12 aus Al-O,, z.B. Alundum, wobei die Lötlegierung beispielsweise besteht zu 50 Gew.-0S Kupfer, 23 Gew.-°& Mangan, 22 Gew.-°s Zink und 5 Gew.-°s Nickel.
Im Falle der Fig. 2 besteht die Lötstelle aus einem Eisenmetall 13 (z.B. Stahl vom Typ 1040) der Lötfuge 14 (beispielsweise aus einer Lötlegierung aus 58 Gew.-°& Kupfer, 20 Gew.-I Mangan, 16 Gew.-? 0. Zink und 6 Gew.^-I Nickel) und dem Eisenmetallteil 15 (ebenfalls aus Stahl vom Typ 1040).
Ein Vorteil einer erfindungsgemäßen Lötlegierung besteht darin, daß
509827/0637
eines der zu verlötenden Eisenmetallteile beispielsweise aus einem pulvermetallurgischen Stahl-Sinterteil bestehen kann. So kann beispielsweise das pulvermetallurgische Teil mit einem Eisenmetallteil, z.B. aus Schmiedestahl oder Schweißstahl miteinander verlötet werden. Auf Grund der Natur der Lötlegierung erfolgt kein oder praktisch kein Eindringen, der Lötlegierung in das pulvermetallurgische Teil beim Verlöten.
In Fig. 3 ist im Schema eine Lötstelle dargestellt zwischen einem Schmiedestahlteil 16 und einem Sinterstahlteil mittels der Lötfuge 17 aus einer Lötlegierung von beispielsweise 50 Gew.-% Kupfer, 23 Gew.-I Mangan, 22 Gew.-% Zink und 5 Gew.-0* Nickel.
Eine besonders vorteilhafte Lötlegierung nach der Erfindung besteht zu:
50 Gew.-I Kupfer,
24,5 Gew.-I Zink,
24,5 Gew.-I Mangan und
1 Gew.-I Nickel.
In Fig. 4 ist eine Lötstelle aus einem Teil 19 aus Gußeisen und einem anderen Teil 21 aus Gußeisen und der Lötfuge 20 dargestellt.
Die metallurgische Struktur einer Lötstelle zwischen zwei Teilen aus duktilem Gußeisen ergibt sich aus Fig. 5, bei der es sich um eine Photomikrographie von 100-facher Vergrößerung handelt. Wie sich aus Fig. 5 ergibt, sind beide miteinander verlöteten Teile 22 und 23 metallographisch gekennzeichnet durch eine Verteilung von knotigen oder sphäroidalen Graphitteilchen 25, die von Sphärit 26 umhüllt sind, wobei die beiden Teile fest miteinander über die Lötfuge 24 verbunden sind, wobei die Lötfuge beispielsweise zu 50 Gew.-0S Cu, 23 Gew.-I Mangan, 22 Gew.-% Zink und 5 Gew.-% Nickel bestehen kann.
Eine Lötlegierung nach der Erfindung kann in verschiedenen Formen als Lötmaterial verwendet werden, beispielsweise in Form von Drähten
50 98 27/0637
oder Stäben 30 gemäß Fig. 6 oder in Streifenform 31, gemäß Fig.
Obwohl vorteilhafte Lötlegierungen nach der Erfindung zu 10 bis 35 Gew.-% Mangan, zu 5 bis 30 Gew.-0« Zink, zu 0 bis 10 Gew.-% Nickel und zum Rest zu 40 bis 80 Gew.-I Kupfer bestehen können, haben sich als besonders vorteilhafte Lötlegierungen solche erwiesen, die bestehen zu 15 bis 30 Gew.-% Mangan, 10 bis 30 Gew.-I Zink, 0,5 bis 10 Gew.-I Nickel, insbesondere 1 bis 8 Gew.-I Nickel und zum Rest im wesentlichen zu 45 bis 65 Gew.-I aus Kupfer.
Das Vorhandensein von Nickel fördert die Festigkeit der Bindung und macht im übrigen die Legierung auch besonders verträglich gegenüber Eisenmetallsubstraten.
Wie bereits dargelegt, können die erfindungsgemäßen Legierungen ganz allgemein zum Verlöten der verschiedensten Eisenteile miteinander verwendet werden oder zum Verlöten eines Eisenmetallteiles mit einem nicht-metallischen Sinterteil, z.B. einem keramischen Sinterteil aus einem oder mehreren hitzebeständigen Oxyden, z.B. gesintertem Al9O, oder gesinterten Boriden, Siliciden und Carbiden der hitzebeständigen Metalle Zirkon, Titan, Wolfram, Molybdän und Chrom.
Das Verlöten von Teilen der zuletzt genannten Zusammensetzung, d.h. von Boriden, Silicden und Carbiden, ist besonders vorteilhaft, wenn es gilt, ein Eisenmetallteil mit einer abriebfesten Oberfläche zu versehen.
Es ist beispielsweise bekannt, einen Boridstab als Elektrode in aufgeschmolzenen Salzbädern zu verwenden. Ein Teil einer solchen Elektrode, der nicht in das Bad taucht, kann beispielsweise aus einem Stahlstab bestehen, wobei der Teil der Elektrode, der in das Bad taucht, mit dem Ende des Stahlstabes mittels einer erfindungsgemäßen Lötlegierung verlötet sein kann. Eine solche Maßnahme ist insbesondere aus ökonomischen Gründen von Vorteil, da Sinterelektroden aus gesinterten Boriden, Siliciden und Carbiden sehr kostspielig sind.
509827/0637
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher veranschaulichen.
Beispiel 1
Zwei Teile aus duktilem gegossenem Eisen wurden miteinander überlappend mit einem Streifen Lötmetall, das zwischen die beiden Berührungsflächen der Teile gebracht wurde, verlötet. Das Legierungsmetall bestand zu 50 Gew.-% aus Kupfer, zu 23 Gew.-I aus Mangan, zu 22 Gew.-I aus Zink und zu 5 Gew.-I aus Nickel.
An den überlappten Stoß wurde ein Flußmittel aus Borax, Borsäure, Boraten und bekannten Netzmitteln (beispielsweise vom Typ AWS 5, beschrieben auf Seite 687 des ASTM-Handbuches "Welding and Brazing", Band 8, 1971) gebracht, worauf das Ganze durch einen Lötofen mit einer eingestellten Temperatur von 9000C geführt wurde. Das Endo-Gas des Ofens war reduzierend und bestand zu 40 % aus No, 40 % PU und 20 % CO mit einem Taupunkt von -1°C bis 1,70C. Die Lötlegierung wurde dabei aufgeschmolzen und benetzte die miteinander zu verbindenden Teile unter Erzeugung einer sauberen festen Lötstelle.
.Die Lötstelle wurde einer Scherbeanspruchung von 1476 kg/cm unterworfen, ohne daß sie brach.
Ein Zugfestigkeitsprüfling aus zwei Teilen aus gegossenem Eisen, die an ihren Enden miteinander mit der Legierung verlötet wurden, wurde einem Zugfestigkeitstest unterworfen, wobei ein Bruch bei 5200 kg/cm2 erfolgte. Die Bruchstelle lag dabei in einem der verlöteten Metallteile und verlief nicht durch die Lötstelle.
Ein weiterer Versuch wurde unter Verwendung einer Legierung durchgeführt, die bestand zu 58,3 Gew.-% Cu, 20,2 Gew.-I Mn, 15,7 Gew.-I Zn und 5,8 Gew.-I Ni.
Die ermittelte Scherfestigkeit lag bei über 1035 kg/cm2 und die Zugfestigkeit bei etwa 3590 kg/cm2.
509827/0637
Beispiel 2
Ein Vorteil einer erfindungsgemäßen Legierung beruht darauf, daß man mit ihr einen pulvermetallurgischen· Stahlteil mit einem Stahlteil oder Stahlsubstrat verlöten kann.
Zunächst wurde eine Stahl-bildende Mischung aus Carbonyleisenpulver mit 0,5 Gew.-°s Kohlenstoff hergestellt. Das Pulver wurde in einer zylindrischen Form eines Durchmessers von 2,54 cm und einer Höhe von 2,54 cm unter einem Druck von 3520 kg/cm zu einem zylindrischen Pressling verpresst. Der Pressling wurde dann auf ein Stahlteil (Stahltyp 1040) gebracht, wobei ein Streifen einer Lötlegierung zwischen die aneinander stoßenden Oberflächen gebracht wurde und ein Flußmittel. Das Lötmetall bestand zu 55 Gew.-% aus Kupfer, zu 25 Gew.-I aus Mangan, 14 Gew.-% aus Zink und 6 Gew.-I aus Nickel. Das Flußmittel bestand aus dem bereits erwähnten Typ AWS Type 5.
Die aneinandergefügten Teile wurden dann in einer Atmosphäre von gespaltetem Ammoniak auf 9550C erhitzt, bis die Lötlegierung aufschmolz und in die Lötfuge floss. Daraufhin wurde das Ganze noch weiter erhitzt, um eine Sinterung des Presslings zu bewirken. Nach dem Abkühlen wurde eine feste Bindung erhalten. Der Vorteil der verwendeten Legierung bestand darin, daß nur eine sehr geringe Einsickerung der Lötlegierung in das pulvermetallurgische Teil erfolgte.
Beispiel 5 " = ·
Eine kleine Alundum-Platte (gesintertes Al2O-) wurde auf ein Teil aus Stahl vom Typ 1040 gebracht, wobei ein Streifen Lötlegierung zwischen die beiden Teile eingefügt wurde. Die verwendete Lötlegierung bestand zu 60 Gew.-% aus Kupfer, 20 Gew.-% aus Mangan und zu 20 Gew.-0S aus Zink. An die Verbindungsstelle wurde des weiteren ein Fluorid-Flußmittel vom Typ AWS 3 (vergl, Seite 687 des bereits zitierten ASM-Handbuches) gebracht, das bestand aus Fluoriden, Fluoroboraten, Borsäure und Boraten, worauf das Ganze in einer Atmosphäre von gespaltenem Ammoniak auf eine Temperatur von 93O0C
509827/0637
erhitzt wurde, bis die Lötlegierung aufschmolz und sich über die Lötstelle ausgebreitet hatte. Auf diese Weise wurde eine vorteilhafte Verbindung des Metallteiles mit dem Nichtmetallteil erreicht.
Beispiel 4
Eine Platte aus duktilem gegossenem Eisen wurde auf eine Platte aus Stahl vom Typ 1040 gebracht. Zwischen die beiden Platten wurde ein Streifen Lötlegierung sowie ein geeignetes Flußmittel gebracht. Die Lötlegierung bestand zu 45 Gew.-% aus Kupfer, zu 20 Gew.-% aus Mangan, zu 29 Gew.-I aus Zink und zu 6 Gew.-I aus Nickel. Das Ganze wurde dann durch einen Lötofen, wie in Beispiel 1 beschrieben, geführt, dessen Temperatur auf 9000C eingestellt worden war. Die Atmosphäre bestand aus dem gleichen Endo-Gas, wie im Beispiel 1 angegeben. Auf diese Weise wurde eine gute Verbindung erhalten, wobei die metallographische Struktur des duktilen Eisens praktisch nicht verändert wurde.
Wie bereits dargelegt, besteht einer der Vorteile der Verwendung einer erfindungsgemäßen Legierung darin, daß sie einen Schmelzpunkt von unter 9550C aufweist, beispielsweise einen Schmelzpunkt, der in einen Temperaturbereich von 815 bis 9300C fällt.
Je nach den zu verlötenden Materialien, kann die Löttemperatur innerhalb eines Bereiches von 845°C bis 98'20C, z.B. bei 87O0C bis 9820C, insbesondere bei 870 bis 93O0C liegen. Der besonders bevorzugte Temperaturbereich von 870 bis 93O0C eignet sich insbesondere zum Verlöten von Teilen aus duktilem Eisen und zwar entweder zum Verlöten von solchen Teilen oder zum Verlöten solcher Teile mit anderen Eisenmetallteilen oder anderen Nichteisenmetallteilen.
Beispiel 5
Eine Partie Titandiborid (TiB2)-Pulver wurde in üblicher bekannter Weise in einer Form zu einem Sinterteil einer Dichte von etwa 90 % der wirklichen Dichte verpresst. Das Sinterstück würde dann auf ein Eisenmetallteil aus Stahl vom Typ 1040 gebracht, worauf
50 98277063 7
I*
ein Streifen.Lötlegierung zwischen die beiden Teile eingeführt wurde. Die Lötlegierung bestand zu 55 Gew.-I aus Kupfer, 15 Gew.-% aus Mangan, 23 Gew.-I aus Zink und zu 7 Gew.-I aus Nickel. Die zusammengefügten Teile wurden dann gemeinsam mit einem üblichen Fluorid-Flußmittel durch einen Lötofen unter nicht-oxydierenden Bedingungen und einer Temperatur von 93O0C geführt, wobei die Temperatureinwirkdauer bei etwa 10 Minuten lag. Auf diese Weise wurde eine feste Bindung erzielt.
Beispiel 6
Eine Charge von Molybdandisilicidpulver (MoSi2) wurde in üblicher bekannter Weise zu einem Sinterteil einer Dichte von 88 bis 92 % der theoretischen Dichte heiß verpresst. Das Sinterstück wurde dann auf ein Eisenmetallstück, wie in Beispiel 5 beschrieben, aufgebracht, worauf ein Streifen Lötlegierung zwischen die beiden zu verlötenden Stücke gebracht wurde. Die Lötlegierung bestand zu 60 Gew.-% aus Kupfer, 18 Gew.-I Mangan, 15 Gew.-% Zink und 7 Gew.-I Nickel. Die zusammengefügten Teile wurden dann unter Verwendung eines üblichen bekannten Flußmittels durch einen Lötofen geführt, der, wie in Beispiel 5 angegeben, auf eine Temperatur von 9000C eingestellt worden war. Die Temperatureinwirkdauer betrug 6 Minuten, Nach dem Abkühlen wurde eine feste Verbindung erhalten.
Beispiel 7
Ein Ansatz Wolframcarbidpulver wurde mit etwa 5 Gew.-I Cobaltpulver vermischt, worauf die Mischung unter einem Druck von 3520 kg/cm kalt verpresst wurde. Das Preßstück wurde dann in einem Ofen in einer Wasserstoffatmosphäre bei einer Temperatur von 145O0C gesintert, unter Erzeugung eines Sinterteiles hoher Dichte.
Das Wolframcarbidsinterstück wurde dann mit einem Stahlstück aus Stahl der Type 1080, wie in Beispiel 6 beschrieben, verlötet und zwar unter Verwendung einer Lötlegierung, die zu 65siGew.-$ Kupfer, 20 Gew.-%. Mangan, 10 Gew.-% Zink und 5 Gew.-9» Nickel bestand.
509827/0637

Claims (11)

Patentansprüche
1. Lötlegierung, bestehend zu
Ί0 bis 35 Gew.-°s Mangan,
5 bis 30 Gew.-I Zink,
0 bis 10 Gew.-% Nickel sowie zum Rest zu
40 bis 80 Gew.-I Kupfer
mit einem Schmelzpunkt von unter 9 550C.
2. Lötlegierung nach Anspruch 1, bestehend zu
15 bis 30 Gew.-% Mangan, , 10 bis 30 Gew.-I Zink, 0,5 bis 10 Gew.-I Nickel sowie zum Rest zu 45 bis 65 Gew.-% Kupfer mit einem Schmelzpunkt von etwa 815 bis 93O0C.
3. Lötlegierung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie 1 bis 8 Gew.-°ö Nickel enthält.
4. Lötlegierung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie besteht zu 23 Gew.-°6 Mangan, 22 Gew.-9» Zink, 5 Gew.-I Nickel und 50 Gew.-I Kupfer.
5. Verwendung einer Lötlegierung gemäß Ansprüchen 1 bis 4 zum Verlöten von Teilen, von denen mindestens eines aus einem Eisenmetall besteht.
6. Verwendung einer Lötlegierung nach Anspruch 5 zum Verlöten von zwei Eisenmetallteilen.
7. Verwendung einer Lötlegierung nach Anspruch 5, zum Verlöten eines pulvermetallurgischen Sintereisenteiles mit einem Gußeisenteil.
8. Verwendung einer Lötlegierung gemäß Ansprüchen 1 bis 4 zum Verlöten von zwei Gußeisenteilen.
5 0 9827/063
9. Verwendung einer Lötlegierung gemäß Ansprüchen 1 bis 4 zum Verlöten von zwei Teilen aus duktilem Gußeisen.
10. Verwendung einer Lötlegierung gemäß Ansprüchen 1 bis 4 zum Verlöten eines Eisenmetallteiles mit einem Teil aus keramischem Material.
11. Verfahren zum Verlöten von Teilen, von denen mindestens eines aus einem Eisenmetall besteht unter Verwendung einer Lötlegierung gemäß Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Lötlegierung zwischen die zu verlötenden Teile bringt und die zu verlötenden Teile mit der Lötlegierung auf eine Temperatur von 845 bis 9820C erhitzt.
5098 2 7/0637
Le
erseite
DE19742459971 1973-12-21 1974-12-18 Loetlegierung Pending DE2459971A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US42732673A 1973-12-21 1973-12-21

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2459971A1 true DE2459971A1 (de) 1975-07-03

Family

ID=23694384

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19742459971 Pending DE2459971A1 (de) 1973-12-21 1974-12-18 Loetlegierung

Country Status (5)

Country Link
CA (1) CA1022363A (de)
DE (1) DE2459971A1 (de)
FR (1) FR2255138B3 (de)
GB (1) GB1444521A (de)
SE (1) SE7415608L (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20180056452A1 (en) * 2016-08-31 2018-03-01 Faurecia Emissions Control Technologies, Germany Gmbh Copper-based brazing material and use of the brazing material

Families Citing this family (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
IT1137724B (it) * 1981-07-10 1986-09-10 Mec Montorfano Di Montorfano V Unita' di curvatura per tubi e fili in metallo e procedimento di messa in esercizio dell'unita
AU602778B2 (en) * 1987-07-14 1990-10-25 De Beers Industrial Diamond Division (Proprietary) Limited Tool component
IE63857B1 (en) * 1987-07-14 1995-06-14 De Beers Ind Diamond Method of brazing
CN111014693B (zh) * 2019-11-07 2022-07-01 西安理工大学 一种93W-4.9Ni-2.1Fe/20钢双金属材料的制备方法
CN114592141B (zh) * 2022-03-10 2023-05-23 中国机械总院集团宁波智能机床研究院有限公司 一种钻头胎体用浸渍合金及其制备方法和应用
CN116921920A (zh) * 2023-08-31 2023-10-24 中国机械总院集团宁波智能机床研究院有限公司 一种用于硬质合金钎焊的铜基合金及其制备方法和应用
CN119141062A (zh) * 2024-11-21 2024-12-17 纳百川(泰顺)新能源有限公司 一种铝基钎料及其制备方法

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20180056452A1 (en) * 2016-08-31 2018-03-01 Faurecia Emissions Control Technologies, Germany Gmbh Copper-based brazing material and use of the brazing material
US11123825B2 (en) * 2016-08-31 2021-09-21 Faurecia Emissions Control Technologies, Germany Gmbh Copper-based brazing material and use of the brazing material
US11267082B2 (en) 2016-08-31 2022-03-08 Faurecia Emissions Control Technologies, Germany Gmbh Copper-based brazing material and use of the brazing material

Also Published As

Publication number Publication date
CA1022363A (en) 1977-12-13
FR2255138A1 (de) 1975-07-18
SE7415608L (de) 1975-06-23
FR2255138B3 (de) 1977-09-23
GB1444521A (en) 1976-08-04

Similar Documents

Publication Publication Date Title
US4003715A (en) Copper-manganese-zinc brazing alloy
DE2144156B2 (de) Hochwarmfeste Cermet-Legierung und deren Verwendung
DE69222611T2 (de) Lot für oxidschichtbildendes metall und legierungen
DE1521369B2 (de) Pulverfoermige, selbstfliessende flammspritzmasse
DE69227480T2 (de) Hartauftraglegierung mit präzipitierte Metallkarbiden und Verfahren
DE69703947T2 (de) Verbindung siliciumcarbidhaltiger keramischer Materialien durch Hartlötung
DE2357231C2 (de) Verfahren zum Verbinden von magnetisch-keramischen und metallischen Bauteilen
DE2123381A1 (de) Schweißlegierung, Verfahren zum Verbessern der Standzeit von Formteilen, Schweißkonstruktion, Schweißstab und Verfahren zu dessen Herstellung
DE616840C (de)
DE2459971A1 (de) Loetlegierung
DE3221884C2 (de) Verschleißbeständiges Bauteil zur Verwendung in Brennkraftmaschinen
DE1172099B (de) Hartlot und Verfahren zum Loeten von Graphit mit ??
DE2356640C3 (de) Seelenelektrode
DE1245685B (de) Verfahren zum Schweissloeten von Teilen aus Werkstoffen auf Kohlenstoffbasis miteinander oder mit Metallen und Lotpaste zur Durchfuehrung des Verfahrens
EP1897650A2 (de) Hartlot auf Nickel-Eisen-Basis sowie Verfahren zum Hartlöten
DE1209756B (de) Eisenlegierung zum Aufschweissen, Aufspritzen oder Aufgiessen
DE69613025T2 (de) Verwendung von Hartlotlegierung zum Verbinden von kohlenstoffhaltigen Formkörper und kohlenstoffhaltiger Formkörper mit Hartstoffschicht
CH617850A5 (de)
DE2757986A1 (de) Nickel-mangan-loetlegierung
DE968557C (de) Verfahren zum Verbinden keramischer Gegenstaende miteinander oder mit Metallgegenstaenden
DE1508323C3 (de) Hartlotpulvermischung zum Löten von Teilen aus Nickellegierungen
AT235102B (de) Verfahren zum Verbinden von Teilen aus Keramiken, Cermets, Legierungen und Metallen mit voneinander verschiedenen Ausdehnungskoeffizienten
DE1608633C (de) Verfahren zur Herstellung einer kor rosionsbestandigen Eisen Chromlegierung
DE4404406A1 (de) Hartlot auf Kupferbasis zum Verlöten von porösen Sinterstählen
AT159899B (de) Verfahren zur Verbindung von keramischen Körpern mit Metallkörpern.