DE2456030A1 - Verfahren zur herstellung von citronensaeureestern, citronensaeure oder salzen der citronensaeure - Google Patents
Verfahren zur herstellung von citronensaeureestern, citronensaeure oder salzen der citronensaeureInfo
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Description
245603Q
A3KU21473
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Citronensäure oder Salzen der Citronensäure
Akzo GmbH
Wuppertal
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von Citronensäureestern, Citronensäure oder von Salzen der Citronensäure.
Ein Verfahren zur Herstellung von Citronensäure oder von Salzen
der Citronensäure ist aus der NL-OS 7302863 bekannt. Hiernach . werden ein Dialky!ester dar Aceiondiearbonsäure der Cyanhydrinsynthese unterworfen, anschließend das hierbei erhaltene
l,3-Dicarboxyalkyl-2-cyano-2-hydroxy-propan abgetrennt, mittels
einer Mineralsäure zu Citronensäure hydrolysiert und dies® schließlich als solche oder in Form eines Salzes isoliert«
Nach Beispiel IV der genannten Offenlegungsschrift wird das
erhaltene Cyanhydrin ohne vorherige Abtrennung mittels konzentrierter Salzsäure direkt zu Citronensäure hydrolysiert. Das
Verfahren ist insofern nachteilig, als die Hydrolyse außergewöhnlich langsam verläuft. Außerdem entsteht als Beiprodukt
Ammoniumchlorid, welches sich nur schwer von der Citronensäure
abtrennen läßt. Da Citronensäure hauptsächlich in der Lebensmittelindustrie verwendet und somit hohe Anforderungen an seine
Reinheit gestellt werden, ist es somit erforderlich, das nach diesem bekannten Verfahren erhältliche Produkt durch mehrfaches
Umkristallisieren %u reinigen. .
Es wäre dankbar, die nach dem obengenannten Verfahren erhältlich«
roh« Citronensäure statt durch Umkristallisieren einer anderen
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bekannten und in der Regel auch vorteilhaften Methode der Reinigung von Carbonsäuren zu unterwerfen. Diese Methode
besteht darin, die Carbonsäure in einen Ester zu überführen, diesen fraktioniert zu destillieren oder zu kristallisieren
und den reinen Ester anschließend mit Salzsäure zu hydrolysieren; die hierbei anfallende Carbonsäure enthält nun kein
Beiprodukt mehr 'Und kann dann beispielsweise durch einmaliges
Umkristallisieren bereits marktfähig gemacht werden. Für die Reinigung von Citronensäure wäre diese Methode jedoch zu aufwendig,
da die Synthese von Trialkylestern der Citronensäure
durch Direktveresterung nur dann vollständig verläuft, wenn das bei der Veresterung entstehende Wasser kontinuierlich
aus dem Reaktlonsgemisch entfernt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren überwindet die obengenannten
Nachteile und eignet sich insbesondere für die industrielle Herstellung von Citronensäure sowie deren Salze und Ester.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Citronensäureestern, von Citronensäure oder von
Citronensäureealzen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man
das Cyanhydrin eines Acetondicarbonsäuredlesters in Gegenwart
eines inerten halogenierten Kohlenwasserstoffs bei Temperaturen von nicht mehr als 50 0C mit 1 bis 3 Moläquivalenten eines
aliphatischen Alkohole, der 1 bis 4 Kohlenstoffatome besitzt,
sowie mit mindestens 2 Moläquivalenten wasserfreiem Chlorwasserstoff umsetzt, anschließend überschüssigen Chlorwasserstoff
entfernt, dann soviel Wasser zufügt, daß eich zwei Schichten ausbilden, dieses Gemisch erhitzt und danach aus der organischen
Phase den Citronensäuretriester abtrennt bzw. diesen anschließend
In saurem oder alkalischen Medium in Citronensäure bzw. in ein SaIs der Citronensäure überführt.
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Bei der Umsetzung des Cyanhydrine mit Alkohol und Chlorwasserstoff
bildet sich zunächst ein Iminoäther (Iraidoester). Diese Reaktion ist als "Pinner-Synthese" bekannt, sie wird in
Chemical Reviews 63. (1961) Seite 181 ff ausführlich beschriebe.»
Auf Seite 191 dieser !Publikation wird die Zersetzung des
Iminoäthers auf seine Reaktion mit Wasser zurückgeführt.
Ebenso wie die direkte Hydrolyse eines Cyanhydrine durch Kochen
in Gegenwart von Chlorwasserstoff, erfordert die Hydrolyse
Über die Stufe des Iminoäthers sehr viel Zeit. Folglich werden bei der Herstellung der hier in Rede stehenden Iminoäther
unter den üblichen Bedingungen sowohl hinsichtlich Reaktionszeit als auch hinsichtlich Ausbeute schlechte Ergebnisse
erzielt. Andererseits hat sich Überraschenderweise gezeigt« daß die Anwendung bestimmter Maßnahmen, die bei der Herstellung
von Iminoäthern im allgemeinen die Ergebnisse verschlechtert., sich im Falle der Herstellung der anmeldungsgemäßen Iminoäther
sehr günstig auswirkt. Beispielsweise werden beim vorliegenden Verfahren nur dann zufriedenstellende Ergebnisse erhalten,
wenn man erfindungsgemäß halogenierte Kohlenwasserstoffe als Lösungsmittel anwendet.,Demgegenüber wird auf Seite 181 der
zitierten Publikation ausgeführt, daß die Anwendung eines Lösungsmittels die Verschlechterung der Ausbeute zur Folge hat.
Als weiteres Beispiel sei angeführt, daß es vorteilhaft ist, erfindungsgemäß mindestens zwei Moläquivalente Chlorwasserstoff
anzuwenden, wohingegen nach den Ausführungen der zitierten Publikation auf Seite 188 normalerweise nur wenig mehr als die
äquivalente Menge empfohlen wird, weil ein Überschuß an Chloridionen die Bildung von Säureamideη begünstige.
Die Bildung des Säureamids machteich nicht nur bei der Esterausbeute
negativ bemerkbar, Nachteilig ist weiterhin, daß bei der anschließenden Hydrolyse aus dem Amid äquivalente
Mengen Ammoniumchlorid entstehen, welches sich nur schwer von
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der Citronensäure abtrennen läßt. Somit mußte angenommen werden,
daß ein Überschuß an Chloridionen/ d. h. an Chlorwasserstoff, jedenfalls zu vermeiden ist. . *
Es ist zwar aus der GB-PS 1 260 594 bereits bekannt/ bei der
überführung eines Nitrile mittels eines aliphatischen Alkohols
in den entsprechenden Ester sowohl einen halogenierten Kohlenwasserstoff als Lösungsmittel als auch einen ein- bis mehr
als zweifachen Überschuß an Chlorwasserstoff anzuwenden. Bei
diesem bekannten Verfahren handelt es sich jedoch speziell um die Herstellung von Estern der Thio- und Oxy-dipropionsäure
aus den entsprechenden Nitrilen. Die in den AusfUhrungsbeispielen
der Patentschrift genannten langen Reaktionszeiten von 12 und mehr Stunden konnten dem Fachmann sicherlich nicht nahelegen,
die dort beschriebene Methode bei einem für die industrielle Herstellung von Citronensäure oder deren Derivate bestimmten
Verfahren anzuwenden. Abgesehen davon werden die halogenierten Kohlenwasserstoffe in der britischen Patentschrift gleichrangig
mit Lösungsmitteln wie Benzol und Toluol genannt/ die letzteren sind jedoch für das vorliegende Verfahren völlig ungeeignet.
Auch die Reaktivität der in der britischen Patentschrift beschriebenen Ester unterscheidet sich völlig von jener der
Cltronensäureestert Beim Eintragen des nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren erhältlichen iminoätherhaltigen Reaktionsgemische« in heißes Wasser würden die Triester unerwünschtermaßen sofort
hydrolysieren/ wenn der überschüssige Chlorwasserstoff nicht zuvor entfernt worden war. Außerdem würden hierbei größere
Mengen Säureamid entstehen.
Schließlich sei in diesem Zusammenhang auch die DT-PS 562 erwähnt. Sie betrifft die Herstellung von ~C -Hydroxy-carbonsäureestern aus Aldehyden und Ketonen ohne zwischenzeitliche
Abtrennung dee intermediären Nitrile. Die Umsetzung erfolgt
-s-
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in Gegenwart eines Lösungsmittels, wobei auch halogenierte
Kohlenwasserstoffe in Betracht gezogen werden. Da jedoch
das bei der Bildung des Nitrile entstandene Wasser im Reaktionsgemisch verbleibt, wäre die Anwendung dieses bekannten Verfahrens
bei der Herstellung der Citronensäure mit der Bildung größerer Mengen Säurθamid verbunden und somit ebenfalls unzweckmäßig.
Ausgangsstoff des arfindungsgemäßen Verfahrens ist das Cyanhydrin
eines Acetondicarbonsäurediesters. Die Alkohole, aus welchen diese Ester aufgebaut sind, können aliphatische, cycloaliphatische
oder aromatische sein. Sie können 1 bis 20 Kohlenstoffatome enthalten, und substituiert oder unsubstituiert
sein. Beispiele für aliphatische Alkohole sindt Methanol,
t-Butanol, t-Amylalkohol und Steärylalkohol. Als Beispiel
eines cycloaliphatischen Alkohols sei Cyclohexanol und als Beispiel eines aromatischen Alkohols Benzylalkohol genannt.
Wenn das gewünschte Endprodukt Citronensäure oder ein SaIx
derselben ist, wird als Ausgangsstoff vorzugsweise ein Cyanhydrin eingesetzt, dessen Estergruppen bei der Verseifung
einen Alkohol ergeben, der in einfacher Weise aus dem
Reaktionsgemisch abgetrennt werden kann. Beispiele hierfür
sind aliphatische Alkohole mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen wie
Methanol, Isopropanol und n-Butanol. In diesem Falle ist es
vorteilhaft, denselben Alkohol, welcher dem Cyanhydrin zugrunde liegt, bei der Herstellung des Iminoäthere anzuwenden, da er aus dem Reaktionsgemisch abgetrennt und im
Kreislauf geführt werden kann.
Wenn das gewünschte Endprodukt der Citronensäureester eines
höheren Alkohole ist, wird zweckmäßigerweise ein Iminoäther
aus einem niederen Alkohol eingesetzt, anschließend in den
Triestar Überführt und dieser schließlich mit dem gewünschten
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höheren Alkohol umgeestert, wobei der niedere Alkohol durch
Abdestillieren entfernt wird.
Die Bildung des Iminoäthers erfolgt erfindungsgemäß in Gegenwart eines halogenierten Kohlenwasserstoffs als Lösungsmittel·
Geeignete Lösungsmittel für das erfindungsgemäße Verfahren sind alle halogenierten aliphatischen und cycloaliphatischen
. Kohlenwasserstoffe, welche eine gute Löslichkeit für Citronensäuretrialkylester aufweisen und aus welchen sich nach Bildung
des Iminoäthers der Chlorwasserstoff leicht''entfernen läßt.
Da es aus praktischen Gründen vorteilhaft ist, die Umsetzung unter Normaldruck auszuführen, werden vorzugsweise Lösungsmittel mit einem Siedepunkt oberhalb 30 0C verwendet. Aus
dem gleichen Grunde ergibt sich bei der Auswahl geeigneter Lösungsmittel auch eine obere Grenze der Siedepunkte: Ein
Lösungsmittel mit einem Siedepunkt über 200 0C kann nur unter
vermindertem Druck vom Triester getrennt werden und ist daher
aus ökonomischen Gründen unvorteilhaft. Als Beispiele geeigneter Lösungsmittel seien folgende genannt: Methylenchlorid,
Methylenbromid, Chloroform, Bromoform, Äthylendibromid,
1.1-Dibromäthan, Trichloräthylen, 1.1.1-Trichloräthan, s-Dichloräthylen, Trimethylenbromid, Pentamethylenbromid sowie
fluorhaltige Verbindungen wie das 1,2-Difluortrichloräthan.
Es können auch Lösungsmittelgemlache eingesetzt werden.
Bei der industriellen Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird vorzugsweise ein Lösungsmittel eingesetzt, welches einen günstigen Siedepunkt besitzt, im System mit Wasser sehr unterschiedliche Verteilungskoeffizienten für den Triester und für
das Diesteramid aufweist und zudem hydrolysebeständig ist. Darüberhinaus darf der Preis dee Lösungsmittels nicht übermäßig
hoch sein. Diesen Bedingungen wird das 1.2-Dichloräthan in
besonderem Maße gerecht, es wird daher bevorzugt verwendet.
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Der Bereich für die anzuwendende Lösungsmittelmenge ist sehr
breit. Die erforderliche Menge hängt im allgemeinen vom Lösungsmittel ab. Sie muß so bemessen sein, daß nach dem
Entfernen des Chlorwasserstoffs durch Verdampfen und nach dem Eintragen der organischen Phase in Wasser die optimale
Extraktion des Triesters gewährleistet ist. Einem Fachmann
fällt es nicht schwer, für ein gegebenes Lösungsmittel das optimale Verhältnis zur eingesetzten Cyanhydrinmenge zu ermitteln.
Die Menge des Alkohols, welcher für die Herstellung des Iminoäthers
benötigt wird, muß selbstverständlich für die quantitative Umsetzung ausreichen. Hinsichtlich der Reaktionsgeschwindigkeit
wird vorzugsweise eine größere als die äquivalente Menge eingesetzt. Wegen der starken Wechselwirkung zwischen dem Alkohol
und dem Chlorwasserstoff sollten nicht mehr als 3 Moläquivalente Alkohol angewendet werden. Vorzugsweise wird der Alkohol in
Mengen von 1,1 bis 1,5 Moläquivalenten eingesetzt.
Zwecks Vermeidung zu langer Reaktionszeiten wird beim erfindungagemäßen
Verfahren die Herstellung des Iminoäthers in Gegenwart
von mindestens 2 Moläquivalenten trockenen Chlorwasserstoffs durchgeführt. Sehr gute Resultate werden mit 6 Moläquivalenten
Chlorwasserstoff erzielt. In diesem Falle beträgt bei einer Reaktionstemperatur von 10 °C und einer Reaktionszeit von 20
Minuten die Ausbeute ah Iminoäther 90 % d. Th.
Die Lösungsmittelmenge muß selbstverständlich für die Lösung des Chlorwasserstoffs ausreichen. Da die Konzentration des
Chlorwasserstoffs im Reaktionsgemisch druckabhängig ist und bereits mit geringem überdruck eine beträchtliche Erhöhung
der Chlorwasserstoffkonzentration erzielt werden kann, erfolgt
beim erfindungsgemäßen Verfahren die Umsetzung des Cyanhydrine mit dem Chlorwasserstoff aus Gründen der Lösungsmittelerspasni·
vorzugsweise unter wenig erhöhtem Druck. Allerdings besteht
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bei zu hoher Konzentration des Chlorwasserstoffs im Reaktionsgemisch die Gefahr der Amidbildung* Die Lösungsmittelemenge
darf demzufolge auch nicht zu knapp bemessen sein.
Bei der Ermittlung der optimalen Verfahrensbedingungen der Cyanhydrin-Umsetzung ist ferner in Betracht zu ziehen, daß
die Amidbildung auch durch zu hohe Reaktionstemperaturen begünstigt wird. Aus diesem Grunde darf die Reaktionstemperatur
während der Iminoäther-Bildung 50 0C nicht überschreiten.
Reaktionstemperaturen unter O 0C sind wegen der hiermit verbundenen
langen Reaktionszeiten ungünstig. Wie gefunden wurde, liegt die optimale Reaktionstemperatur im Bereich von 0 bis
15 ° C.
Die Bildung der Triester erfolgt durch Hydrolyse der entsprechenden
Iminoäther. Das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhältliche iminoätherhaItige Reaktionsgemisch enthält große
Mengen Chlorwasserstoff. Da die Anwesenheit des Chlorwasserstoffs
während der Hydrolyse des Iminoäthers die Bildung von unerwünschtem Amid und dessen weitere Hydrolyse zu Citronensäure,
deren Mono- oder Diestern begünstigt, sollte der \ >SS
Chlorwasserstoff möglichst weitgehend entfernt werden. Dies wird im allgemeinen erreicht, wenn man das Reaktionsgemisch
einem leichten Vakuum aussetzt. '
Obgleich bei der Reaktion des Cyanhydrine mit dem aliphatischen
Alkohol und dem trockenen Chlorwasserstoff in Gegenwart, eines halogenierten Kohlenwasserstoffs unter den genannten optimalen
Bedingungen, also z.B. in 1.2-Dichloräthan bei 20 0C, bereits
nach 20 Minuten ein Umsetzungsgrad von 90 % erreicht ist,, würde die 100 %ige Umsetzung beträchtlich mehr Zelt erfordern.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens geht man daher so vor, daß man die Umsetzung ab- '"'
bricht, bevor alles Cyanhydrin umgesetzt ist, nach dem Entfernen des überschüssigen Chlorwasserstoffe das Reaktionsgemisch mit
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kaltem Wasser extrahiert/ die das nicht umgesetzte Cyanhydrin
enthaltende organische Phase im Kreislauf führt und die wäßrige Phase mit demselben Lösungsmittel/ welches bei der
Umsetzung des Cyanhydrine angewendet wurde/, erhitzt und dann
extrahiert. Der Triester wird hierbei vom Lösungsmittel aufgenommen,
während das gesamte Ammoniumchlorid und ggf. entstandenes Amid und Halbester der Citronensäure in der wäßrigen
Phase verbleiben. Das Ammoniumchlorid kann gewünschtenfalls gereinigt werden, beispielsweise durch Extraktion mit Aceton.
Der Triester kann auf verschiedene Weise gereinigt werden. Beispielsweise kann man das Lösungsmittel abdampfen und den
rohen Ester destillieren oder aus Wasser Umkristallisieren.
Falls die Herstellung reiner Citronensäure beabsichtigt ist, wird der nach dem Abdampfen des Lösungsmittels erhaltene rohe
Triester oder das durch Umkristallisieren oder Destillieren gereinigte Produkt in möglichst konzentrierter Form in Gegenwart
von beispielsweise 6 η wäßriger Salzsäure gekocht. Erforder™
lichenfalls wird die hierbei erhaltene Lösung eingeengte
Nach dem Abkühlen kristallisiert Citronensäure frei von organischen
Beiprodukten aus der salzsauren Lösung aus. Vorzugsweise wird der Citronensäuretriester mit konzentrierter
Salzsäure hydrolysiert und nach dem Abdampfen des Alkohols und Abkühlen des Gemisches die Citronensäure aus der Salz»
säure kristallisiert.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, in
etwa 70 Minuten aus dem Cyanhydrin eines Aoetondlcarbonsäurediesters mit einer Ausbeute von 97 % Citronensäure herzustellen.
Die für die Herstellung des Triesters benötigte Zeit 1st
selbstverständlich kürssr«
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~Ί
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10 g Cyanhydrin des Acetondicarbonsäuredimethylesters wurden in 50 ml Methanol gelöst. In diese Lösung wurden 2 Moläquivalente trockener Chlorwasserstoff eingeleitet. Die Reaktion
verlief selbst beim Erhitzen des Gemisches auf 65 0C entweder
sehr langsam oder kam überhaupt nicht in Gang. Nachdem insgesamt 7,3 Moläquivalente Chlorwasserstoff eingeleitet und das
Gemisch eine Stunde bei 20 0C gestanden hatte, war das Cyanhydrin
vollständig umgesetzt. Bei einem anderen Versuch wurde das gleiche Reaktionsgemisch bei 0 °C belassen, hierbei verlief die
Reaktion so langsam, daß selbst nach 17 Stunden noch viel unumgesetztes Cyanhydrin vorlag.
Die Reaktionsgemische wurden getrennt aufgearbeitet. Nach dem Entfernen des überschüssigen Chlorwasserstoffs und der Hydrolyse
mittels Wasser wurde in allen Fällen festgestellt, daß die Ausbeute an Trialkylester relativ gering war und sich beträcht**
liehe Mengen Amid gebildet hatten.
9,6 g Cyanhydrin des Acetondicarbonsäuredimethylesters wurden
in 50 ml Methanol gelöst. In diese Lösung wurden nach Zusatz einer geringen Menge Wasser (0,94 g - 1,1 Moläquivalent)
trockener Chlorwasserstoff (8,2 g - 4,7 Moläquivalent) eingeleitet. Die erhaltene Mischung wurde 24 Stunden bei 20 0C
belassen. Danach hatte sich praktisch alles Cyanhydrin umgesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde durch Verdampfen eingeengt und der
Rückstand mit Aceton extrahiert. Der Extrakt enthielt 8,29 g Amid und 1,48 g Ester, somit wurden 80 % des Cyanhydrine in
Amid und nur 13 % desselben in den gewünschten Ester überführt. Der Rest (0,40 g) bestand aus Ammoniumchlorid.
Der 'Vergleichsversuch zeigt deutlich, daß sich bei der Herstellung von Citronensäure-triestern über die Stufe des
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Iminoäthers die Gegenwart selbst geringer Mengen Wasser
dahingehend auswirkt, daß größere Mengen Säureamid gebildet
werden. Dies steht im Widerspruch zu dSn allgemeinen Ergebnissen bei der Herstellung von cd -Hydroxycarbonsäuren nach
dem Verfahren der zitierten DT-PS 562 390,
Beispiel 3 (Vergleichsbeispiel)
IO g Cyanhydrin des Acetondicarbonsäuredimethylesters wurden
in 50 ml Methylacetat, welche 3,5 ml Methanol enthielt,
gelöst. Ein Versuch, bei welchem 3,4 Moläquivalente Chlorwasserstoff bei 20 °C zugeführt wurden, mußte wegen zu geringer
Reaktionsgeschwindigkeit abgebrochen werden. Als jedoch der Versuch mit 5 Moläquivalenten Chlorwasserstoff bei 20 0C
wiederholt wurde, war die Umsetzung bereits nach zwei Stunden beendet. Nach dem Entfernen des überschüssigen Chlorwasserstoffs
zeigte sich, daß nur 38 % des Cyanhydrine in den Triester überführt waren und die Ausbeute an Amid 54 % betrug.
Beispiel 4 (Vergleichsbeispiel)
10 g Cyanhydrin des Acetondicarbonsäuredimethylesters und
3 ml (1,3 Moläquivalente) Methanol wurden in 50 ml 1.2-Dichloräthan
gelöst. In diese Lösung wurden bei 0 0C 4 g (2,3 Moläquivalente)
trockener Chlorwasserstoff eingeleitet. Nach drei Stunden waren bereits 96 % des Ausgangsstoffes in den Iminoäther
überführt, nach 24 Stunden war die Umsetzung abgeschlossen.
Dann wurde das erhaltene Reaktionsgemisch nach dem Verfahren der GB-PS 1 260 594 in 100 ml Wasser von 90 0C
eingegossen. Nach dem Abdampfen des Dichloräthans (10 Minuten) wurde das Gemisch abgekühlt und mit Dichloräthan extrahiert.
Die stark saure wäßrige Phase wurde mit n-Butanol extrahiert und dann zur Trockne gebracht. Es verblieben 1,53 g Ammoniumchlorid.
Die organische Phase wurde chromatographisch analysiert, Sie enthielt} -
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21,2 Gew.-% Trimethylcitrat
21,8 Gew.-% Citronensäureamid-dimethylester
1,8 Gew.-% Citronensäureamid und dessen Monomethylester
36,8 Gew.~% Mono- und Dimethylcitrat
Wie dieser Vergleichsversuch,zeigt, erhält man dann größere
Mengen Amid, wenn man den Überschüssigen Chlorwasserstoff nicht vor der Wasserzugabe entfernt. Außerdem bewirkt das
saure Reaktionsmedium die Bildung beträchtlicher Mengen des Halbesters.
Beispiel 5 (Herstellung von Trimethylcitrat) 10 g Cyanhydrin des Acetondicarbonsäuredimethylesters und 3 ml
(1,3 Moläquivalente) Methanol wurden in 50 ml Dlchlormethan gelöst. In diese Lösung wurden bei 0 °C bis zur Sättigung
trockener Chlorwasserstoff eingeleitet. Das Reaktionsgemisch wurde über Nacht bei dieser Temperatur belassen. Am nächsten
Morgen wurde der überschüssige Chlorwasserstoff bei 0 C
abgesaugt und 10 ml Wasser zugesetzt. Danach wurde das Reaktionsgemisch 5 Stunden bei 20 0C gerührt. Anschließend
wurde die organische Phase abgetrennt und durch Verdampfen eingeengt. Der Rückstand bestand aus 10,67 g Trimethylcitrat,
dies entspricht einer Ausbeute von 91 % d. Th. Die wäßrige Phase enthielt 0,45 g Amid (4 % d. Th.) und 2,45 g
Ammoniumchlorid.
Beispiel 6(Herstellung von Trimethylcitrat) 10 g Cyanhydrin des Acetondlcarbonsäuredimethylesters und
3,5 ml (1,5 Moläguivalente) Methanol wurden in 50 ml 1.2-Dichloräthan
gelöst. In diese Lösung wurden bei 0 0C 7 g (4 Moläquivalente) trockener Chlorwasserstoff eingeleitet.
Nach. 100 Minuten wurde der überschüssige Chlorwasserstoff
abgesaugt und der entstandene Iminoäther mittels kaltem Wasser aus der organischen Phase extrahiert. Der wäßrige Extrakt
enthielt den Iminoäther in einer Ausbeute von 90 %, bezogen
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auf Cyanhydrin. Der wäßrige Extrakt wurde mit dem gleichen
Volumen frischem 1.2-Dichloräthan versetzt und unter starkem
Rühren bei 50 0C erhitzt. Nach 20 Minuten wurde die wäßrige
Phase, welche die Beiprodukte enthält, abgetrennt und die organische Phase durch Verdampfen eingeengt. Hierbei wurde
reines Trimethylcitrat in einer Ausbeute von 95 % d. Th. bezogen auf umgesetztes Cyanhydrin erhalten. Nichtumgesetztes
Cyanhydrin (ca. 10 %) wurde aus der organischen Phase der
ersten Extraktion.zurückgewonnen.
Beispiel 7 (Herstellung von Trimethylcitrat und Citronensäure)
Es wurde wie bei Beispiel 6 verfahren, jedoch wurden 11 g
trockener Chlorwasserstoff (6 Moläquivalente) in die Cyanhydrinlösung
eingeleitet. Die Reaktionstemperatur betrug 10 0C. Nach.20 Minuten waren 90 % des Cyanhydrine umgesetzt.
Der erhaltene Iminoäther wurde wie bei Beispiel 6 beschrieben in den Citronensäureester überführt und abgetrennt. Letzterer
wurde in reiner Form erhalten. Die Ausbeute - bezogen auf umgesetztes Cyanhydrin - betrug 94 % ά.. Th.
Der Triester wurde etwa 30 Minuten mit 6 η wäßriger Salzsäure
gekocht. Nach dem Einengen des ReaktionsgsmXsches kristallisierte
die Citronensäure frei von organischen Verunreinigungen
aus.
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Claims (6)
1) Verfahren zur Herstellung von Citronensäureestern, von ...
Citronensäure oder von Cltronensäuresalzen, dadurch gekennzeichnet,
daß man das Cyanhydrin eines Aeetondicarboneäurediesters in Gegenwart eines inerten halogenierten
Kohlenwasserstoffs bei Temperaturen von nicht mehr als 50 0C mit 1 bis 3 Moläquivalenten eines aliphatischen
Alkohols, der 1 bis 4 Kohlenstoffatome besitzt, sowie mit
mindestens 2 Moläquivalenten wasserfreiem Chlorwasserstoff umsetzt, anschließend überschüssigen Chlorwasserstoff
entfernt, dann soviel Wasser zufügt, daß sich zwei Schichten ausbilden, dieses Gemisch erhitzt und danach aus der
organischen Phase den Citronensäureester abtrennt bzw. diesen anschließend in saurem oder alkalischem Medium
in Citronensäure bzw. in ein Salz der Citronensäure überführt.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als inertes halogeniertee Lösungsmittel 1.2-Dichloräthan
verwendet.
3) Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Umsetzung des Cyanhydrine bei Temperaturen im Bereich von 0 bis 15 0C durchführt.
4) Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung des Cyanhydrine mit Chlorwasserstoff unter
wenig erhöhtem Druck durchgeführt wird.
5) Verfahren zur Herstellung von Citronensäureestern, von Citronensäure oder von Citronensäuresalzen, dadurch gekennzeichnet,
daß man das Cyanhydrin eines Acetondicarboneäurediesters
in Gegenwart eines inerten halogenierten Kohlenwasserstoffs bei Temperaturen von nicht mehr als 50 0C
mit 1 bis 3 Moläquivalenten eines aliphatischen Alkohols,
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der 1 bis 4 Kohlenstoffatome besitzt, sowie mit mindestens
2 Moläquivalenten wasserfreiem Chlorwasserstoff zur Reaktion bringt, jedoch die Umsetzung abbricht, bevor alles
Cyanhydrin umgesetzt ist, anschließend überschüssigen Chlorwasserstoff entfernt, dann das Reaktionsgemisch mit
kaltem Wasser extrahiert, die das nichtumgesetzte Cyanhydrin
enthaltende organische Phase im Kreislauf führt und die wäßrige Phase mit demselben Lösungsmittel, welches bei der
Umsetzung des Cyanhydrine eingesetzt wurde, erhitzt und dann extrahiert, danach aus der organischen Phase den
Citronensäuretriester abtrennt bzw. diesen anschließend in saurem oder alkalischem Medium in Citronensäure bzw.
in ein Salz der Citronensäure überführt.
6) Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man den Citronensäuretriester mit konzentrierter Salzsäure
hydrolysiert und nach dem Abdampfen des Alkohols und Abkühlen des Gemisches die Citronensäure aus der Salzsäure
kristallisiert.
5098 24/0987 —^
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL7316762A NL7316762A (nl) | 1973-12-07 | 1973-12-07 | Werkwijze voor de bereiding van citroenzure esters, citroenzuur of citraten. |
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| Publication Number | Publication Date |
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|---|---|---|---|
| DE19742456030 Pending DE2456030A1 (de) | 1973-12-07 | 1974-11-27 | Verfahren zur herstellung von citronensaeureestern, citronensaeure oder salzen der citronensaeure |
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| JP (1) | JPS5093922A (de) |
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