DE2453950A1 - Pneumatische foerderanlage - Google Patents
Pneumatische foerderanlageInfo
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- B65G53/00—Conveying materials in bulk through troughs, pipes or tubes by floating the materials or by flow of gas, liquid or foam
- B65G53/34—Details
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Description
DiPL.-lNG. Wilfrid RAECK 24 5 39 5 Q
PATENTANWALT
7 STUTTGART 1, MOSERSTRASSE 8 ■ TELEFON (0711) 244003
7 STUTTGART 1, MOSERSTRASSE 8 ■ TELEFON (0711) 244003
- R 509 -
Otto RUSTERHOLZ,
Via G»A. Borgese, 14, Mailand / Italien
Via G»A. Borgese, 14, Mailand / Italien
Pneumatische Förderanlage
(Zusatz zu Patentanmeldung P 23 15 164.6-22)
Die Erfindung bezieht sich auf eine unabhängig arbeitende Vorrichtung oder Anlage zur pneumatischen Förderung von
schütt- oder rieselfähigem Material zur Ausführung des Verfahrens nach der Hauptanmeldurig P 23 15 164.6-22 vom
27.3.1973, wobei dieses Verfahren im wesentlichen durch die pneumatische Förderung von schütt- oder rieselfähigem
Material mit Hilfe von pneumatischen Impulswellen gekennzeichnet ist.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Schaffung einer in sich abgeschlossenen Anlage zur pneu- .
matischen Förderung von rieselfähigem Material, die sich
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besonders zum Entladen' von Fördergut aus Behältern beliebiger Art eignet, z.B. aus Silos, Bassins, aus
einem Plugzeugrumpf, einem Tankbehälter oder dergleichen, ohne-daß diese Behälter unter Druck gesetzt zu werden
brauchen und wobei das Entladen des Fördergutes auf direktem Wege erfolgt. Erfindungsgemäß ist ferner beabsichtigt,
daß das Fördergut aufgrund der ihm erteilten Impulse weiterbewegt und nicht an irgend einer Stelle
aufgrund einer besonderen Einstellung der zentralisierten Steuereinrichtung angehalten wird; das heißt, die
Bewegung des Fördergutes soll weiterhin sinuswellenförmig erfolgen und durch geeignete Auswahl der Impulsfrequenz
und Berücksichtigung seiner Trägheitsmasse derart kontinuierlich beschleunigt und verzögert werden,
daß sich das Material in kleinen Anhäufungen gleichmäßig entlang der pneumatischen Förderleitung v/eiterbewegt.
Auf diese Weise lassen sich beträchtliche Förderleistungen und auch eine beschleunigte Entleerung eines zu entladenden
Behälter erzielen.
Zur Lösung dieser Aufgabe umfaßt die Anlage gemäß der Erfindung einen Behälter mit wenigstens einer Zuführstelle
für ein impulsförmig injiziertes komprimiertes Gasfluid, eine erste Ventileinrichtung, die den Fluß des Fördermaterials
am Eingang des anfänglichen an den Boden des Behälters angeschlossenen Rohrquerschnittes alternierend
absperrt, eine zweite Ventileinrichtung zum alternierenden Absperren des Gasauslasses an die ümgebungsatmosphäre
und des Materiälflusses, sowie eine zweite Zuführstelle für das Gasfluid, das abwechselnd zu dem der ersten Gaszuführstelle
unmittelbar stromab hinter der zweiten Ventileinrichtung impulsmäßig injiziert wird und wobei der Förderrohrquerschnitt
am Abgabeende offen ist. .
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Vorzugsweise ist die erste Ventileinrichtung ein Schieber,
um die Abwärtsbewegung des Fördermaterials in den Behälter zeitweilig in Abstimmung mit der Zuführung des Gasfluids
an der ersten Zuführstelle zu unterbrechen. ·
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Anlage ist eine
Umgehungsleitung vorgesehen, um zwischen dem oberen Abschnitt des Materialzuführungsbehälters und der ersten
und zweiten Ventileinrichtung zu bestimmten Zeitpunkten in jedem Arbeitszyklus eine Verbindung herzustellen.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist eine Aufnehme reinrichtung für das Fördergut vorgesehen, die als
Baueinheit ausgeführt ist und mit einer zugehörigen Ventileinrichtung an beliebiger Stelle einer pneumatischen Förderanlage
nach der Hauptanmeldung eingebaut werden kann.
In der allgemeinsten Ausführungsform umfaßt die Aufnehmereinrichtung
hauptsächlich eine Aufnahmekammer zur Ablage
des Fördergutes, deren oberer Abschnitt über einen Kanal an die pneumatische Förderleitung periodisch angeschlossen
wird, und ein zwei Betriebsstellungen aufweisendes Absperrglied, das in der einen Betriebsstellung die Förderleitung
und die Ausflußbewegung des Fördergutes aus der Aufnahmekammer
in die pneumatische Förderleitung abschließt, wobei der Auslaß für das Gas fluid im oberen Abschnitt der Kammer
offengelassen bleibt, während in der zweiten Betriebsstellung der Auslaß für das Gasfluid geschlossen und der
Weg des Fördergutes aus der Aufnahmekammer in die pneumatische Förderleitung sowie die Strömung des Trägerfluids
und des mitgeführten Materials innerhalb der pneumatischen Förderleitung freigegeben werden.
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Gemäß einer ersten Ausführungsform umfaßt die Aufnehmereinrichtung
zwischen der pneumatischen Förderleitung und dem oberen Abschnitt der Aufnahmekammer eine Verbindung,
die aus einem zur Achse der Förderleitung und mit dieser in Förderrichtung konvergierenden Umlenkkanal für
das Fördergut besteht und mit der Aufnahmekammer eine
gemeinsame Wandung besitzt.
Gemäß einer zweiten Ausführungsform besteht die Verbindung
zwischen der pneumatischen FörderMtung und dem oberen Abschnitt der Aufnahmekammer aus einem Rohr, das in Abstimmung
zum Anheben und Absenken des Absperrgliedes entweder angehoben oder abgesenkt wird und wobei eine Umgehungsleitung
vorgesehen ist,, die eine Verbindung zwischen dem Oberteil der Aufnahmekammer und dem Körper des zwei Betriebsstellungen aufweisenden Absperrgliedes herstellt.
Die Erfindung ist nachfolgend unter Bezugnahme auf in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 und la schematische Ansichten der Förderanlage nach der Erfindung in zwei Arbeitsstellungen, wobei sich
das Absperrglied für die Förderleitung in der offenen bzw. geschlossenen Stellung befindet,
Fig. 2 und 2a schematische Schnittdarstellungen der Aufnehmereinrichtungen
in zwei Betriebsstellungen, wobei sich die zugeordnete Ventileinrichtung in der geschlossenen
(unteren) Stellung bzw. oberen (angehobenen) Stellung befindet,
Fig. 3 einen schematischen Querschnitt durch die Anordnung
gemäß Fig. 2 oder 2a,
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Pig. 4 eine andere Ausführungsform einer pneumatischen
Förderanlage nach der Erfindung bei einem Betriebszustand, bei dem die Förderleitung durch den Absperrschieber
gerade zu schließen begonnen wird, während
Fig. 4a in gleicher Darstellung wie Fig. 4 die Anlage in dem Zustand zeigt, zu dem der Schieber vollständig
geöffnet ist,
Fig. 5 eine Staubaufnehmer- und -abscheideeinrichtung zum
Einbau an Zwischenstellen in einer Förderleitung, in einem·Betriebszustand, zu dem die Förderleitung
abgesperrt ist, während
Fig. 5a den Betriebszustand bei geöffneter Förderleitung wiedergibt. .
Entsprechend Fig. 1 und la umfaßt die Förderanlage einen Behälter 1 mit beliebigem Querschnitt und Fassungsvermögen,
einen Einlaßschieber 2 für das der Anlage zuzuführende Fördergut,·der in umgekehrter Beziehung zum öffnen und
Schließen eines Schiebers für die Förderleitung 7 abwechselnd entweder geöffnet oder geschlossen wird, ferner
eine Zuführungsstelle für das Fördergut, die die Form eines Behälters 3 unterhalb des Behälters 1 besitzt, und eine
Leitung A zur Zuführung von komprimiertem Gas, wobei sich diese Leitung in zwei Abschnitte Al und A2 verzweigt. Der
Leitungsabschnitt Al mündet in den Behälter 3 in der Nähe
von dessen Oberseite, während die Leitung A2 an eine Stelle der Förderleitung 7 unmittelbar stromab hinter dem Ventil 5
angeschlossen ist, welches einen Belüftungsauslaß 6 für das Trägermedium aufweist. Die beiden Ventile Vl und V2
steuern die abwechselnde impulsmäßige Zufuhr von Druckgas in die Leitungen Al oder A2, auch in abwechselnder Wirkungs·
weise, so daß bei geöffnetem Ventil Vl das Ventil V2 geschlossen ist und umgekehrt, und wobei diese gesamte Anordnung
in üblicher zweckmäßiger Weise gesteuert v/erden kann.
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Aus Pig. 1 und la erkennt man die Wirkungsweise der in sichabgeschlossenen und unabhängig arbeitenden Anlage
gemäß der Erfindung. Sobald der Schieber 2 entsprechend Fig. 1 geschlossen ist, wird über die Leitung Al und das
Ventil Vl Trägergas injiziert, wodurch das Fördergut innerhalb des Behälters 3 in den Einlaufabschnitt H der
Förderleitung gedrückt wird und dabei bis über das Ventil 5 hinaus gelangt. Das Ventil bzw. der Schieber 5
ist zu diesem Zeitpunkt offen, wodurch gleichzeitig der Belüftungsauslaß 6 und auch das Ventil V2 geschlossen
sind.
Demgegenüber wird entsprechend Fig. 1, sobald das Ventil Vl geschlossen ist, auch der Schieber 5 geschlossen, wodurch
der Belüftungsauslaß 6 öffnet. Zu gleicher Zeit wird auch
der Schieber 2 geöffnet. Inzwischen ist auch das Ventil V2 geöffnet, so daß ein Druckgasimpuls über die Zuführstelle
injiziert wird, die sich unmittelbar hinter dem Ventil 5 in der Förderleitung 7 befindet. Auf diese Weise wird
das Fördergut in der Förderleitung 7 in kleinen Materialanhäufungen weitertransportiert, wobei in sinusförmigem
Verlauf die Förderbewegung beschleunigt und verzögert wird. Indem man eine geeignete Impulsfrequenz auswählt, ist es,
gegebenenfalls unter Ausnutzung und Berücksichtigung der Trägheitsmasse des Fördergutes möglich, praktisch eine
niemals anhaltende Bewegung der kleinen Materialanhäufung aufrechtzuerhalten, solange die Förderanlage in Betrieb
ist. Die geeigneten Betriebsbedingungen werden unter Berücksichtigung der jeweiligen Gegebenheiten ausgewählt.
Fig. 2 und 2a zeigen eine Aufnehmereinrichtung für das schütt- oder rieselfähige Fördergut, wodurch die Ventileinrichtung
nach der Hauptanmeldung verbessert und vervollständigt wird. Die Aufnehmereinrichtung umfaßt einen
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Ablenkkanal 12, der bezüglich der Achse der Förderleitung und deren Förderrichtung geneigt verläuft. Der Umlenkkanal
verjüngt sich nach oben bzw. mit zunehmendem Abstand von der Förderleitung und umfaßt eine mit einer Aufnahmekammer
13 gemeinsame Wandung. Stromab hinter dem Umlenkkanal sind zwei Ablenkbleche 14 und l4r angeordnet. Ein durch geeignete
Einrichtungen, gesteuertes Absperrglied, mit zwei Betriebsstellungen schließt in der Stellung nach Fig. 2 die Aufnahmekammer
13 am Boden ab, so daß das darin enthaltene Fördergut nicht in die Förderleitung 11 zurückfallen kann.
Gleichzeitig wird der Belüftungsauslaß 16 für das Trägergas über den Schieberteil 15geöffent und dieFörderleitung
geschlossen. Inzwischen wird unter Druck stehendes Trägergas über die Zuführungsstelle 18 unter Steuerung eines
Ventils 17 injiziert. Durch denDruck des an der Stelle 18 zugeführten Gasfluids wird der Schieberteil 15 gegen seine
Dichtfläche gedrückt, so daß eine vollkommene Abdichtung gewährleistet ist. Dieser Vorgang ist in Fig. 2 durch
den Pfeil Fl veranschaulicht. Oberhalb der Aufnehmereinrichtung kann ein vergrößerter Kopfraum 13a vorgesehen
sein, der gegebenenfalls zur Speicherung eines gesamten Fördergut-Stroms dient, wobei unter der Bezeichnung "Strom"
die Menge von Fördergut verstanden wird, die durch einen Druckimpuls des Trägergases weiterbefördert wird. Oberhalb
des Belüftungsauslasses 16 kann vorteilhafterweise ein Filter 21 vorgesehen werden,um den möglicherweise aus
der Kammer 13 entweichenden Staub abzuscheiden.
Gemäß Fig. 2a ist der Schieberteil 15 angehoben und dadurch
der Belüftungsauslaß 16 geschlossen, so daß das rieselfähige Fördergut aus der Kammer 13 in die Förderleitung 11
zurückfällt und die Förderleitung 11 selbst auch nicht .länger geschlossen ist. Zu diesem Zeitpunkt ist die
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R 509 - 8 -
Injektion von Trägergas über die Zufuhrstelle 18 unterbrochen,
da das Ventil 17 geschlossen ist. Der sich nunmehr innerhalb der Kammer 13 aufbauende Gasdruck wirkt
auf den Schieber, so daß der Belüftungsauslaß 16 sicher abgedichtet ist. Diese Wirkung ist in Fig. 2a durch den
Pfeil F2 veranschaulicht. Der Förderleitungsabschnitt stromab hinter dem Schieberteil 15 ist konisch erweitert
dargestellt, wobei dies eine bevorzugte, jedoch nicht zwingende Ausführungsform nach der Erfindung bildet.
In Fig. 3 ist ein Fenster 20 angedeutet, das durch den Ventil- oder Schieberkörper gebildet wird und über das
das Trägergas zum Belüftungsauslaß 16 strömt.
Durch diesen Aufbau ergibt sich eine einfache und zuverlässig arbeitende Einrichtung zur Aufnahme des pulverförmiger!
Trägergutes, das sich möglicherweise stromauf von dem Schieber angesammelt hat. Die Abdichtung des
Schiebers in seinen beiden Betriebsstellungen ist zuverlässig, unabhängig von der Art des Fördergutes und
in bestimmten Grenzen auch unabhängig von der Art des die einzelnen Schieberteile oder Abschnitte bildenden
Materials, da der Druck des Trägergases so gewählt wird, daß in jedem Fall die erwünschte zuverlässige Abdichtung
gewährleistet ist.
Bei dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel mündet
ein Zuführungstrichter 31 in einen Behälter 33, der an den Beginn der Förderleitung angeschlossen ist. Die Verbindung
zwischen dem Einführungstrichter 31 und dem Behälter 33 kann durch einen Schieber 32 oder eine gleichwirkende
Einrichtung unterbrochen werden. An das uitere Ende des Behälters 33 ist der Anfangsabschnitt der
Förderleitung 37 für das z.B. stauhförmige rieselfähige
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Fördergut vorgesehen, über eine Umgehungsleitung 38 ist
der Behälter 33 mit dem Abschlußschieber 35 verbunden,
der einen beweglichen Schieberteil 39 - 40 aufweist, dessen Abschnitt 39 abwechselnd den Belüftungsauslaß 36
Öffnet und die Förderleitung 37 schließt oder umgekehrt, nämlich die Leitung 37 öffnet und den Auslaß 36 abschließt.
Mit dem Schieberteil 39 ist ein weiterer Schieberteil 40 fest verbunden,über den eine Verbindung zwischen dem
Behälter 33 und dem 'Innenraum des Ventils oder Schieberkörpers 35 hergestellt bzw. unterbrochen wird. Innerhalb
des Ventilkörpers 35 befindet sich an dessen Bodenabschnitt eine geneigte Ebene 42, der an die Leitung 37 angeschlossen
ist, wenn der Schieberteil 39 angehoben ist, während eine Unterbrechung stattfindet, wenn der Schieberteil 39 die
untere Stellung einnimmt. Gemäß Fig. 4 und 4a sind die · beiden Bauteile 39 und 40 miteinander fest verbunden und
über ein Steuerglied 4l betätigt, das auf die Betriebsweise der pneumatischen Förderleitung taktmäßig abgestimmt
ist. Fig. 4 zeigt außerdem eine Förderleitung A für Druckluft (oder ein geeignetes gleichwirkendes anderes Fluid)
mit den beiden Zweigleitungen Al und A2. Diese Zweigleitungen führen über das Ventil Vl in die Leitung 38 und
über das Ventil V2 in die Leitung 37» um das Fördergut vorwärts weiterzubewegen.
Aus Fig. 4 ergibt sich ferner, daß während der Schließbewegung des Ventilschiebers 35 -39-40 die Ventile Vl.
und V2 bereits geschlossen sind, daß der Kanal zwischen der geneigten Ebene 42 und der Förderleitung 37 gerade
geschlossen wird und der Belüftungsauslaß (der in einen Filter oder Abscheiter münden kann) gerade geöffnet wird,
während die untere Öffnung der Umgehungsleitung 38 ebenfalls
gerade geöffnet wird.
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.Die dem Restdruck ausgesetzte Luft strömt somit in den
Behälter 33 in einer Richtung zu, die der normalen Vorwärts- oder Antriebsbewegung der Luft und des Fördergutes
entgegengesetzt ist und kann nunmehr aus dem Behälter 33 durch die Umgehungsleitung 38 entweder in den Ventilkörper
35 gelangen, wo der mitgerissene Staub auf der geneigten Ebene 42 abgeschieden werden kann. Die Luft
kann außerdem teilweise durch die Leitung 36 in einen
Filter strömen. Offensichtlich hat der Filter, sofern einer vorgesehen wird, nur beschränkte Aufgaben, da der
Hauptanteil des Staubes bereits im Behälter 33 und in der Ventilkammer 35 sich abscheiden konnte und nur eine
kleine Staubfraktion mit dem Rückstrom des Trägermediums mitgenommen wird, wenn dies durch den Belüftungsausiaß
und von dort in den Filter gelangt.
Entsprechend Fig. 4a ist der Schieberteil 39 angehoben,
der Belüftungsauslaß 36 geschlossen und das Ventil Vl
geöffnet, so daß der Hauptluftstrom über die Umgehungsleitung 38 in den Behälter 33 injiziert wird. Durch
diesen Luftstrom wird das im Behälter 33 befindliche Material mitgerissen und in die Leitung 37 befördert.
Die vom Ventil Vl ausgehende, zur Umgehungsleitung 38 führende Leitung kann· einen weiteren Abzweig 43 enthalten,
der in den oberen Abschnitt des Ventilkörpers 35 mündet. Auch die Schieberteile 39 - 40 können ein daran befestigtes
Ablenkblech 44 tragen, über die Abzweigleitung 43 kann
in den Ventilkörper 35 ein Sekundärluftstrom eingehen, um den auf der geneigten Ebene 42 abgelagerten Staub in
die Förderleitung 37 auszuspülen. Zu/Öiesem Zeitpunkt ist der Belüftungsauslaß 36 geschlossen, so daß ein unbehinderter
Transport längs der Förderleitung 37 stattfindet. In der Abzweigleitung 43 kann eine Drosseleinrichtung in der
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Nähe des unteren Abschnittes der Umgehungsleitung 38
vorgesehen sein. Diese Drosseleinrichtung ist in Pig. und 4a schematisch angedeutet.
Fig. 4 zeigt den Betriebszustand zu einem Zeitpunkt, wo
die Entladung einer Fördergutmenge aus dem Behälter 33 beendet ist und die Ventile Vl und V2 geschlossen sind,
während die Schiebereinheit 39 - 40 - 44 unter dem Antrieb
des Kolbenzylinders 4l abgesenkt worden ist.
In der Stellung nach Fig. 4a dagegen ist der Betriebszustand gezeigt, wo das Ausblasen des Fördergutes aus
dem Behälter 33 stattfindet und das Ventil Vl offen ist, während das Ventil V2 geschlossen und die Schiebereinheit
39 _ l|o - 44 vollständig angehoben ist.
Bei der in Fig. 5 und 5a gezeigten Ausführungsform sind
die gleichen Grundvoraussetzungen wie oben erfüllt mit dem Ziel, Filtereinrichtungen weitgehendst einzusparen
und zu verhindern, daß sich solche Einrichtungen vorzeitig verstopfen, wobei die in Fig. 5 gezeigten Vorrichtungen
an beliebigerstelle entlang der pneumatischen Förderleitung angeordnet werden.
Innerhalb der Förderleitung 57 und stets stromauf von einer Ventil- oder Absperrschiebereinheit 55 ist ein
Staub aufnehmer»- und Abscheidersystem vorgesehen. Mit diesem
System soll eine Aufnehmermöglichkeit geschaffen werden, wenn dies aufgrund der Genauigkeit der ausgewählten
Frequenz der Trägerfluidströme zum Vorwärtsstoßen des
Fördermaterials notwendig sein sollte, oder falls das Fördergut von bestimmten, ihm innewohnenden Eigenschaften
befreit werden soll, die einem geregelten Förderbetrieb
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entgegenstehen. Eine solche Aufnehmereinrichtung kann beispielsweise alle 200 ra an der Förderleitung angeordnet
werden.
Aus Fig. 5 ergibt sich, daß im Bereich 54 stromauf vom
Ventil 55 an die Förderleitung 57 ein Aufnahmebehälter 53
angeschlossen ist. Dieser Behälter 53 verjüngt sich von
seinem oberen Abschnitt nach unten bis zur Anschlußöffnung im Bereich 54. Gegen den in diesem Bereich verengten Querschnitt
kann das untere Ende eines Rohrs 65 eng bzw. abdichtend
angelegt werden. Das obere Ende des Rohrs 65 ist vorzugsweise von einem rohrförmigen Leitblech 66 umgeben. ■
Wenn entsprechend Fig. 5 das Rohr 65 gegen die untere Öffnung
des Behälters 53 angelegt ist, befindet sich die Förderleitung 57 und insbesondere deren Bereich 54 in direkter
Verbindung mit dem oberen Abschnitt des Aufnahmebehälters 53· In der in Fig. 5a gezeigten Betriebsstellung ist das Rohr
angehoben, so daß das im Behälter befindliche Material in die Förderleitung 57» insbesondere in deren Bereich 54 hineinfallen
kann.
Bei angehobenem Rohr 65 sind auch der Absperrschieber 59
und die Schieberteile 59 - 60 - 64 angehoben. Wenn umgekehrt
der Schieber 59 mit den fest angeschlossenen Bauteilen in seiner unteren Stellung steht, ist auch das Rohr 6§eSBgelassen
und sorgt für die oben beschriebene Verbindung zwischen der Förderleitung 57 und dem oberen Abschnitt der Aufnahmekammer
53· Der obere Abschnitt der Aufnahmekammer 53 steht außerdem
über eine Umgehungsleitung 58 mit dem Ventilkörper 55 in Verbindung, und zwar sowohl direkt als auch über eine Abzweigleitung
63. Die Ventilteile 64, 59, 60 entsprechen
genau den Ventilteilen 44-39-40, deren Aufbau und
Arbeitsweise bereits im Zusammenhang mit Fig. 4 und 4a beschrieben worden sind. Der Zylinderantrieb 6l entspricht
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dem Zylinderantrieb 4l gemäß Flg. 4 und 4a und die Abzweigleitung
63 entspricht der Abzweigleitung 43. Das Ventil V2
in Fig. 5 und 5a ist auch hinsichtlich seiner Wirkungsweise identisch mit dem Ventil V2 in Fig. 4 und 4a, während das
Ventil Yl in Fig. 5 und 5a vorgesehen ist, um gegebenenfalls komprimierte Luft beim Entleerungsvorgang des Aufnahmebehälters
53 entsprechend Fig. 5a einzublasen. In der Stellung nach Fig. 5 ist das Ventil V2 offen, während die
Förderleitung 57 unterbrochen ist und die Umgehungsleitung 58 den Behälter .53 mit dem Ventil 55 verbindet. Aus dem
Bereich 54 der Förderleitung 57 strömt staubführende Luft
in das abgesenkte Rohr 65 und wird dabei in den Behälter
53 abgeschieden. Der Staub wird teilweise imBehälter 53
abgeschieden und gelangt teilweise über die Leitung 58
in den Ventilkörper 55» wo eine Staubfraktion über den Belüftungsauslaß 56(entsprechend dem Auslaß 36 in Fig. 4
und 4a) entweicht, während die verbleibende Fraktion auf die geneigte Ebene 62 fällt, die der Ebene 52 im Beispiel
nach Fig. 4 und 4a entspricht. Der Belüftungsauslaß 56
ist offen und an einen nicht gezeigten Filter geführt, wenn der Schiebertßil 59 nicht nur die Förderleitung 57» sondern
auch deren Verbindung zu der geneigten Ebene 62 abschließt. Zusätzlich erkennt man, daß die Verbindung zwischen dem
Ventil 55 und dem Aufnahmebehälter 53 offen ist, wobei die Zweigleitung 53 auch im Fall der Betriebsstellung nach
Fig. 5a offenbleibt.
Fig. 5a zeigt den Betriebszustand, bei dem die Förderleitung
54 - 57 einen offenen Durchgang ermöglicht, da das Ventil V2
geschlossen und das Ventil bzw. der Schieber 55 offen ist. über den Zylinderantrieb 6l sind die beweglichen Bauteile
des Ventils 55 angehoben und dadurch der Beluftungsausiaß
56 geschlossen worden. Der Schieberteii 60 hat nunmehr die
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die Umgehungsleitung 58 abgeschlossen. Das im Aufnahmebehälter
53 befindliche Fördergut kann unter seiner Schwerkraft und möglicherweise mit Hilfe komprimierter
Luft (Ventil Yl) herunterfallen und gleichzeitig fällt auch das Fördergut in die Leitung 57» das zuvor auf der
geneigten Ebene 62 abgelagert war, in die Förderleitung, während der Belüftungsauslaß 56 geschlossen ist. An dem
Schieberteil 60 kann ein Ablenkblech 64 befestigt sein, das genau wie die Ablenkplatte 54 im Zusammenhang der
Ausführungsform nachFig. 4, 4a arbeitet. Der Zylinderantrieb
67 dient zum Anheben und Absenken des Rohres 65 und ist mit dem Zylinderantrieb 6l synchronisiert, der
die Schieberteile im Ventil 55 betätigt. Es kann vorteilhaft sein, den Behälter 53 mit einem Volumen zu versehen,
das nahezu der Volumenmenge des Fördergutes entspricht, das durch einen Druckluftimpuls in der Förderleitung 57
vorgetrieben wird. Diese Bemessung ist jedoch nicht bindend, vielmehr kann das Volumen des Behälters 53
beliebig gewählt werden. Es kann ferner nützlich sein, in den Behälter 53 einen Fühler 58einzubauen, um die
größtmögliche Stapelhöhe von Fördergut im Behälter 53 festzulegen und festzustellen.
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Claims (1)
- PATENTANWALT
7 STUTTGARTS MOSERSTRASSE 8 ■ TELEFON (0711) 244003Otto Rusterholz,Mailand / Italien - R 509 -PatentansprüchePneumatische Förderanlage für schütt- oder rieselfähiges Material zur Ausführung des Verfahrens nach dem Hauptpatent .... (Patentanmeldung P 23 15 164.6-22), gekennzeichnet durch einen Behälter mit mindestens einer Zuführstelle für ein impulsförmig indiziertes komprimiertes Gasfluid, eine erste Ventileinrichtung (2; 32), die den Fluß des Fördergutes in den anfänglichen an den Boden des Behälters (3* 33) angeschlossenen Förderrohrquerschnitts (4; 3*0 alternierend absperrt, ferner durch eine zweite Ventileinrichtung (5, 35) zum alternierenden Absperren eines Gasauslasses (6; 36) an die Umgebungsatmosphäre und des Fördergutflusses, sowie durch eine zweite Zuführstelle (8j 18; V2) für das Gasfluid, das abwechselnd zu demjenigen der ersten Gaszuführstelle (Vl) unmittelbar stromab hinter der zweiten Ventileinrichtung (5J 15» 35) impulsmäßig injiziert wird, und wobei der Förderrohrquerschnitt (7; 37) am Abgabeende offen ist.2. Förderanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Ventileinrichtung aus einem Schieber (2j 32) besteht, um das Einfließen von Fördergut in den Förderbehälter (3) zeitweilig abzusperren in zeitlicher Abstimmung mit der impulsmäßigen Zuführungdes Trägergases an der ersten Zuführstelle (Vl).609821/07 502 A 5 3 9 5 OR 509 , - 16 -3· Förderanlage nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Fördergutbehälter (3), eine Ventileinrichtung (5), die der Förderleitung (7) stromab hinter dem Behälter (3) zugeordnet ist und ehe Aufnahmekammer (13) für das staubförmige Fördergut (oder dessen staubförmigen Anteil) sowie eine geneigte Ebene (42, 62) zur Ablagerung des Fördergutes aufweist, wobei die Verbindung zwischen der geneigten Ebene und der Förderleitung (z.B. 11, Fig. 2) unterbricht, wenn die Ventileinrichtung (15) die Förderleitung abzusperren beginnt oder berdts abgesperrt hat, ferner durch eine Umgehungsleitung (38) zur Verbindung des Ventilkörpers (35) und des oberen Abschnittes des Zuführungsbehälters (33)» so daß staubführendes Trägerfluid in den ■ Behälter (33) zurückströmen und von dort über die Umgehungsleitung (38) in den Ventilkörper (35) gelangen kann, wenn die Förderleitung (37) abgesperrt ist, während Trägergasfluid aufwärts zur Oberseite des Behälters (33) und in den Ventilkörper strömen kann, wenn das Ventil die Förderleitung nicht unterbricht, wodurch das auf der geneigten Ebene angesammelte Material in die Förderleitung zurückfällt, während der Anteil von schwebendem Staub, der noch nicht in dem Behälter und/oder in dem Ventil abgeschieden worden ist, in einen Belüftungsauslaß (36) befördert wird, der solange offen ist, als die Förderleitung von dem Ventil abgesperrt oder nahezu abgesperrt ist.4. Förderanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Abzweigleitung (43) vorgesehen ist, die eine Verbindung zwischen dem Inneren des Ventil-körpers 35 und der Umgehungsleitung (38) herstellt, wobei die Verbindung unabhängig von anderen Betriebsstellungen der Ventileinrichtung dauernd offen bleibt, jedoch durch Ventil- oder Drosseleinrichtungen im Querschnitt einstellbar ist.509821/0750R 509 - 17 -5. Aufnehmereinrichtung, als Baueinheit ausgeführt, zur Aufnahme von schütt-'oder rieselfähigem Fördergut, das durch eine Förderleitung einer Förderanlage zur Ausführung des Verfahrens nach dem Hauptpatent ... (Patentanmeldung P 23 15 164.6-22) bewegt wird, gekennzeichnet durch eine Aufnahmekammer (13) für gefördertes Material, deren oberer Abschnitt arbeitstaktmäßig über einen Kanal mit der pneumatischen Förderleitung (11) verbindbar ist, ferner durch ein zwei Betriebsstellungen aufweisendesAbsperrglied, das in der ersten Stellung die Förderleitung (11) absperrt und das Herausfallen von Fördergut aus der Aufnahmekammer (13) in die Förderleitung unterbricht und gleichzeitig den Belüftungsauslaß für das Gasfluid aus dem oberen Abschnitt der Kammer (13) Öffnet, während in der zweiten Betriebsstellung der Belüftungsauslaß (16) geschlossen ist und das Herabfallen von Fördergut aus der Aufnahmekammer in die pneumatische Förderleitung und die Strömung des Trägergasfluids und das mitgerissene Fördergut freigesetzt werden.6. Aufnehmereinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwishen der pneumatischen Förderleitung (11) und dem oberen Abschnitt der Aufnahmekammer (13) aus einem Rohr (65) besteht, das in Abstimmung zu der Heb- und Senkbewegung des Ventil- oder Absperrgliedes (55» 59) angehoben oder abgesenkt wird, und daß zur Herstellung einer Verbindung zwischen dem oberen Abschnitt der Aufnahmekammer und dem Ventilkörper mit dem zwei Betriebsstellungen aufweisenden Absperrglied eine Umgehungsleitung (38; 58) vorgesehen ist.5098 21/0750R 509 - 18 -7. Aufnehmereinrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Abzweigleitung (43j 63) enthält, die eine Verbindung herstellt zwischen dem Inneren des Ventilkörpers (35» 55) und der Umgehungsleitung (385 58), wobei diese Verbindung unabhängig von den ARbeitsstellungen des Absperrgliedes dauernd offen ist, jedoch in seinem Querschnitt durch Drossel- oder Ventileinrichtungen veränderbar ist.509821/0750Leerseite
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