DE245394C - - Google Patents
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- DE245394C DE245394C DENDAT245394D DE245394DA DE245394C DE 245394 C DE245394 C DE 245394C DE NDAT245394 D DENDAT245394 D DE NDAT245394D DE 245394D A DE245394D A DE 245394DA DE 245394 C DE245394 C DE 245394C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B04—CENTRIFUGAL APPARATUS OR MACHINES FOR CARRYING-OUT PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES
- B04B—CENTRIFUGES
- B04B15/00—Other accessories for centrifuges
- B04B15/12—Other accessories for centrifuges for drying or washing the separated solid particles
Landscapes
- Centrifugal Separators (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 245394 — KLASSE 12 d. GRUPPE
REINHOLD FREYGANG in HAMBURG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Dezember 1910 ab.
Um aus schlammigen Flüssigkeiten die festen Stoffe abzusondern, benutzt man allgemein
Filterpressen. Solche Vorrichtungen sind aber umständlich und teuer im Betriebe, besonders
wenn es sich um Verarbeitung solcher Gemenge handelt, die viel Wasser enthalten, da man
dann zur Bewältigung der großen Wassermassen eine größere Anzahl von Filterpressen
anschaffen und aufstellen muß. Ein Filtrierverfahren, das ermöglichen würde, den größten
Teil dieses Wassers aus dem zu behandelnden Gemenge vorher abzuscheiden, bevor dieses in
die Filterpresse gelangt, würde einem langgefühlten Bedürfnis abhelfen.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Filtrierverfahren nebst Vorrichtung zur Ausübung
desselben, bei welchem die zu reinigende Flüssigkeit während der Filtration von außen nach
innen durch einen in Umdrehung versetzten Filterhohlkörper hindurchgeleitet und somit
die Schleuderkraft zur Entfernung der Schlammabsetzungen von der äußeren Filterschicht des
Filterhohlkörpers und zur fortgesetzten selbsttätigen Reinigung der Filterschicht während
des Betriebes verwendet wird. Die Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens besteht der
Erfindung gemäß aus einem in an sich bekannter Weise in Umdrehung versetzten Filterhoh!-
körper, durch den die zu behandelnde schlammige, stark wasserhaltige Flüssigkeit von außen
nach innen hindurchgeleitet oder -gedrückt wird.
Hierbei tritt das Wasser durch die Filterflächen in den Hohlraum dieses Filterkörpers,
aus dem es in geeigneter Weise abgeführt wird, während der außen auf den Filterflächen sich
absetzende Rückstand in ein den Filterhohlkörper umgebendes Gehäuse von. besonderer
Gestalt gelangt, dessen Auslaß unmittelbar an eine Filterpresse angeschlossen sein kann.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Filtriervorrichtung in senkrechtem
Mittelschnitt veranschaulicht.
Im Kopfteil· β eines feststehenden Gehäuses a,b ist ein Hohlkegel c angeordnet, dessen
durchbrochener Mantel mit Filtertuch d bespannt ist. Der Hohlkegel c wird von einer
Hohlwelle e getragen, die in einer das Gehäuse b durchsetzenden Hülse f drehbar gelagert
und in zweckmäßiger Weise in der Hülse f abgedichtet ist. Am oberen Ende,
unterhalb des Hohlkegels, trägt die Hülse f einen Teller g, dessen Zweck weiter unten erläutert
werden wird. Das untere, außerhalb des Gehäuses a, b liegende Ende der Hülse ist
durch eine an eine Leitung o. dgl. anschließbare Haube oder Kappe h abgedeckt, in die
die Hohlwelle e z. B. mit seitlichen Öffnungen i mündet. Oben lagert der Hohlkegel c mit
einem Hohlzapfen k in dem Deckel m, der für den Anschluß der Zuflußleitung η und für den
Durchlaß der zu behandelnden Flüssigkeit in den Kopfteil α eingerichtet ist. Die dem Hohl-
kegel gegenüberstehende Wandung des Kopfteils α ist dem Mantel des Hohlkegels c parallel
gestaltet, während der untere Teil des Kopf-" teiles α etwas ausgebuchtet ist. Auf dem nach
außen durchgeführten und im Deckel m abgedichteten Hohlzapfen k sitzt eine Schnurscheibe
ο oder eine andere Antriebseinrichtung, durch die der Hohlkegel c in Umdrehung versetzt
wird.
ίο Im Innern des Hohlkegels befindet sich ein
von der Mitte bis ziemlich dicht an den Mantel heranreichender radialer, geschweifter Flügel p,
der an einem durch den Hohlzapfen k nach außen geführten Stab q befestigt ist. Letzterer
wird von einem am Kopfteil α befestigten Arm oder Träger r unverdrehbar festgehalten.
Das mittels Absperrhahns s abschließbare untere Ende des Gehäuses a, b ist durch eine
Leitung t an eine Filterpresse u angeschlossen.
Die Arbeitsweise der neuen FiItriervorrich-.
tung ist wie folgt:
Nachdem der Filterhohlkegel c in Umdrehung versetzt ist, läßt man die zu nitrierende
Flüssigkeit durch die Leitung η und den Deckel m in den Kopfteil α einströmen, die
alsdann ihren Weg zwischen dem sich drehenden Filterhohlkegel und der feststehenden Wandung
des Kopfteils α nehmen wird. Hierbei wird der größte Teil des Wassers durch die
Filtertuchbespannung d in das Innere des Hohlkegels c gedrückt, von wo das Wasser
durch die Hohlwelle e abläuft und durch eine an die Haube h anzuschließende Leitung abgeführt
werden kann. Der im Hohlkegel c vorgesehene feststehende Schälflügel f befördert
den Abfluß des Wassers aus dem Hohlkegel, indem er das infolge der Drehbewegung des Hohlkegels sich an dessen Rande ansammelnde
Wasser nach der Mitte des Hohlkegels über die Hohlwelle zurückleitet, so daß dieses
durch letztere niederstürzen kann.
Die festen Stoffe oder Beimengungen gleiten infolge ihres Eigengewichtes und der Drehwirkung
des Hohlkegels c auf dem Mantel des letzteren herunter und werden schließlich vom
unteren Rande desselben abgeschleudert. Um die Stoffe in ihrer Schleuderbewegung nicht zu
behindern, weist der untere Kopfteil die bereits oben erwähnte Ausbuchtung auf. Der
abgeschleuderte, mehr oder weniger schlammige Rückstand sammelt sich im unteren trichterförmigen Teile b des Gehäuses a, b an,
von wo er unmittelbar der Filterpresse u zugeführt wird, da in dem Tei e b des Gehäuses
a, b ein genügender Druck vorhanden sein dürfte.
Der über den Rand des Filterhohlkegels c
vorstehende Teller g soll bewirken, daß die in das Gehäuse a, b fallende Masse zur Ruhe
kommt und nicht durch die Drehbewegung des Filterhohlkegels aufgerührt wird.
Der geringe Zwischenraum zwischen dem Filterhohlkegel c und dem Gehäusekopfteil a
bzw.- das Anschmiegen des letzteren an das erstere ist deshalb gewählt, damit sich die zurückgehaltenen
Teile oder Stoffe nicht auf dem Filtertuch festsetzen können, sondern durch die nachdrängende Flüssigkeit mit Sicherheit
weitergespült werden.
Die ganze Vorrichtung ist als Einschaltung η die zur Filterpresse führende Leitung gedacht,
das Gehäuse a, b wird im Betriebe also immer vollständig angefüllt sein.
Man kann die die Vorabscheidung der Flüssigkeit bewirkende Vorrichtung mit dem
vorhandenen Wasserdruck aber auch mit gesteigertem Druck betreiben, indem man die
Flüssigkeit durch die Filtriervorrichtung einfach durchlaufen läßt oder durch eine Pumpe
oder aus einem Hochbassin mit Druck hindurchtreibt. Auch könnte man an die Ausflußleitung
der ausgeschiedenen Flüssigkeit eine Saugvorrichtung anschließen und mittels Luftverdünnung
im Filterhohlkegel arbeiten.
Claims (5)
1. Filtrierverfahren, bei welchem die zu reinigende Flüssigkeit durch einen in einem
feststehenden Gehäuse mit Flüssigkeitseinlauf und Schlammauslauf untergebrachten
Filterhohlkörper mit Flüssigkeitsauslauf hindurchgeleitet wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Flüssigkeit während der Filtration von außen nach innen durch den ·— in an
sich bekannter Weise — in Umdrehung versetzten Filterhohlkörper (c) hindurchgeleitet
und somit die Schleuderkraft zur Entfernung der Schlammabsetzungen von der äußeren Filterschicht (d) des Filterhohlkörpers
(c) und zur fortgesetzten selbsttätigen Reinigung der Filterschicht (d)
während des Betriebes verwendet wird.
2. Filtriervorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das den drehbaren Filterhohlkörper (c) enthaltende feststehende Gehäuse
(a, b) aus einem den Filterhohlkörper (c) möglichst dicht umschließenden und
dadurch die Selbstreinigung des letzteren begünstigenden Kopfteil (a) mit sich daran no
anschließendem Sammeltrichter (b) besteht.
3. Filtriervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Filterhohlkörper
(C) in Form eines auf seiner durchbrochenen Mantelfläche mit Filtertuch
(d) bespannten Hohlkegels (c) ausgebildet ist, der mittels einer als Auslauf
dienenden Hohlwelle (e) und eines Antriebszapfens (k) in dem feststehenden ge- :
schlossenen Gehäuse (a, b) drehbar gelagert iao
ist, dessen Kopfteil (a) der Form des Hohlkegels
(c) angepaßt und an seinem unteren Ende mit einer die Abschleuderung der Filterrückstände vom Filterhohlkörper begünstigenden
Ausbauchung versehen ist.
4. Filtriervorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem
Filterhohlkörper (c) ein feststehender Schälflügel (ρ) angeordnet ist, der die sich im
Filterhohlkörper ansammelnde Flüssigkeit dem Auslauf (e) zuleitet.
5. Filtrier vorrichtung nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb
des Filterhohlkörpers ein dessen Mantelfläche (d) überragender feststehender Teller
(g) angeordnet ist, der bewirkt, daß die abgeschleuderten Filterrückstände in dem
Sammeltrichter (b) zur Ruhe kommen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE245394C true DE245394C (de) |
Family
ID=504353
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT245394D Active DE245394C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE245394C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE764166C (de) * | 1941-10-28 | 1953-03-23 | Steinkohlenbergwerk Rheinpreus | Verfahren zur Durchfuehrung der Kohlenoxydhydrierung in einem fluessigen Medium |
| DE1288563B (de) * | 1964-07-29 | 1969-02-06 | Gutwirth Karel | Verfahren zum Eindicken von Suspensionen mit rotierenden Filterkoerpern |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE764166C (de) * | 1941-10-28 | 1953-03-23 | Steinkohlenbergwerk Rheinpreus | Verfahren zur Durchfuehrung der Kohlenoxydhydrierung in einem fluessigen Medium |
| DE1288563B (de) * | 1964-07-29 | 1969-02-06 | Gutwirth Karel | Verfahren zum Eindicken von Suspensionen mit rotierenden Filterkoerpern |
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