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Saftgewinnungsvorrichtung.
Die Neuerung bezieht sich auf Saftgewinnungsvorrichtungen zum Entziehen von Saft
aus Früchten oder Gemüse der Art, die einen in einem festen Behälter angeordneten
Drehteil enthält, wobei der Drehteil eine Zerreißvorrichtung und eine die Zerreißvorrichtung
umgebende Schale auf weist. Diese Schale ist zum Durchtritt des Saftes, der durch
Zentrifugalkraft in den Behälter geschleudert wird, mit Öffnungen versehen.
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Der Zweck der Neuerung besteht darin, eine Saftgewinnungsvorrichtung
dieser Art vorzusehen, welche lange Zeit ohne Anhalten zum Entfernen des Breies
betrieben werden kann.
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Gemäß der Neuerung weist die Saftgewinnungsvorrichtung einen eine
Zerreißvorrichtung und eine die Zerreißvorrichtung umgebend Schale enthaltenden,
in einem Behälter angeordneten Drehteil aug wobei die Schale mit Öffnungen zum Durchtritt
für den durch Zentrifugalkraft in den Behälter geschleuderten extrahierten Saft
versehen ist und sich im Durchmesser in Richtung auf ihre obere Kante vergrößert,
so daß sich der an der Wand abgesetzte Brei nach oben unter der Wirkung der Zentrifugalkraft
bewegt und Uber die Schalenkante entfernt wird.
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Die Schale ist vorzugsweise an ihrer oberen Kantamit einem nach außen
vorstehenden Rand versehen, welcher eine Umfangsoberfläche an dem oberen Behälterrand
überdeckt bzw. überlappt.
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Der Behälter kann durch einen Deckel abgeschlossen werden, und ein
im wesentlichen zur Drehteilachse tangentialer AbfUhrstutzen kann den über den Schalenrand
entladenen Brei aufnehmen, wobei der AbfUhrkanal mit einer nach unten gerichteten
Öffnung am äußeren Rand versehen ist Die Zerreisvorrichtung kann eine leicht gewölbte
oder konische Platte mit radialen Zahnreihen aufweisen, wobei sie an dem Boden der
Schale angeordnet ist, um eine Fläche zu bilden, die in der Mitte der Schale am
höchsten ist und nach außen unten zu gerade oder gewölbt abfällt.
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Auf der Zeichnung ist die Neuerung in einem AusfUhrungsbeispiel dargestellt.
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Fig. 1 ist ein senkrechter Schnitt durch die Saftgewinnungsvorrichtung.
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Fig. 2 ist eine Draufsicht.
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Fig. 3 ist eine Draufsicht bei abgenommenem Deckel.
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Die Saftgewinnungevorrichtung weist einen Behälter 10 auf, in dessen
Boden eine nach unten geöffnete Ausnehmung oder Höhlung 11 vorgesehen ist. In dieser
Ausnehmung ist eine Buchse oder Hülse 12 angeordnet, welche in Lagern 13 und 14
eine Spindel 15 trägt.
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Das untere Spindelende ist mit einem Kupplungsglied 16 versehen, welches
mit einem an einem nicht dargestellten besonderen Motor vorgesehen-en entsprechenden
Kupplungsglied in Eingriff gebracht werden kann. Der obere Teil der Ausnehmung 11
verläuft in eine mittlere Wölbung 17, die nach oben in den Behälter vorsteht. Die
Spindel 15 trägt eine über den oberen Teil der Wölbung 17 sich erstreckende Scheibe
18, die mit einem. nach unten gerichteten Flansch 19 versehen ist. Die Scheibe 48
ist abnehmbar auf der
Spindel 15 angeordnet. Eine mittlere Verlängerung
18a dieser Scheibe ist geschlitzt, um mit einem Antriebsstift 15a der Spindel in
Eingriff zu kommen. Die Buchse 12 mit den Lagern und die Spindel sind nach unten
aus der Ausnehmung 11 abnehmbar, so daß
| der Behälter zu Reinigungezwecken in Wasser eingetaucht werden |
| kann. andererseits kann ein entfernbares Futter in dem Behälter |
| zur Aufnahme des Saftes vorgesehen werden. wobei das Futter
mit |
einem Auslauf versehen ist, der durch ein Loch in dem Behälter geführt ist. Ein
ringförmiger Kanal 21 wird auf diese Weise an dem Behälterboden gebildet. Ein Auslauf
22 führt von dem Boden des Kanals zum Ablaufen der Flüssigkeit nach außen. Von dem
oberen Rand des Behälters 10 geht ein im Querschnitt verhältnismäßig breiter und
flacher Kanal ab, dessen innerer Teil 23 im wesentlichen horizontal und tangential
zu dem Behälter verläuft und dessen äußerer Teil 24 nach unten in einem steilen
winkel abgebogen ist. Zum Abschließen des Behälters nach oben ist ein Deckel 25
vorgesehen, welcher durch Schellen oder Laschen 26 festgehalten wird. Dieser Deckel
ist mit einem umgekehrten Kanal 27 zur Vervollständigung der Kanäle 23,24 zur Bildung
eienr Führung versehen. Der Deckel 25 ist aber seine Kante hinaus mit einem Ansatz
oder Rand 28 versehen, welcher auf einen inneren Falz 29 rund um die obere Kante
des Behälters 10 paßt. Ein Ring 31, des
| äußerer Rand in dem Falz 29 liegt, ragt ein kurzes stuck radial |
in dem Behälter hervor, wobei seine obere Fläche mit einer nach außen und unten
gerichteten Neigung versehen ist. Ein mit dem Deckel 25 aus einem StUck bestehendes
zuführungsrohr 32 erstreckt sich nach unten in den Behälter.
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Die Spindel 15 trägt eine drehbore Einheit mit einem Zerreißer oder
Schaber 33 und eine Schale 34, einschließlich einem Filterkorb 35 für den Fall,
daß ein hoher Grad von Klarheit des Saftes verlangt wird. Der Filterkorb 35, der
mit einem flachen Boden und im wesentlichen senkrechten Seitenwänden versehen ist,
ruht, wenn er benutzt wird, auf einer Scheibe 18 und kenn selbst aus feinmaschiges
Material bestehen. Er auch mit verhältnismäßig
großen Öffnungen
versehen werden, um Filterpapier aufzunehmen.
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Die Schale 34, die, wie dargestellt, innerhalb des Filterkorbes angeordnet
wird, wenn überhaupt ein solcher Pilterkorb benötigt wird, ist unmittelbar auf der
Scheibe 18 angeordnet, wenn man den Filterkorb wegläßt. Die Schale 34 hat einen
flachen Boden und eine Seitenwand 36, welche sich im Durchmesser nach dem ob ren
Teil zu erweitert bzw. vergrößert. Der obere Rand der Schaf ist mit einem nach außen
abgebogenen Rand 37 versehen, welcher sich über die Kante des Korbes 35 erstreckt
und den Ring 31 überlappt. Die Nand 36 der Schale ist mit kleinen Öffnungen 38 durchlocht.
Ihre untere Kante ist nach innen gebogen und zwischen zwei kreisförmigen Platten
39 festgeklemmt, die miteinander durch
| Nieten 41 :.'efe8tit sind. Der obere Schalenrand 34 einschließlth |
des Ansatzes 37 wird von einem Ring 42 von nicht durchlochtem Material gebildet,
der an der durchlochten Wandung 36 bei 43 befestigt ist.
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Der Zerreißer oder Schaber 33 hat die Form einer Po tote oder Scheibe
von konischer Gestaltung der auf dem Boden der Schale 34 liegt. Sein höchster Punkt
befindet sich in der. Schalenmitte.
| r |
| Er wird von radialen Zahnreihen 44 auf seiner oberen Fläche |
| gebildet. DierZerreißerplatte kann anstatt konisch auch ge- |
| wölbtsein. |
| Korb'5, Schale 34 und Zerreißer 33 werden alle auf einer Spinell |
| 15 durch eine Mutter 45 gehalten, die àuf den oberen Gewindeteil |
| der Spindel geschraubt wird. Die Mutter 45. klemmt diese Teile |
| nach unten gegen die Scheibe 18 fest. |
| Ein Kolben 46, der in des Zufuhrunarohr 32 paßt, ist weiterhin |
| vorgesehen. |
| Die Saftgewinnungsvorrichtung kann an einem Motor mittels ilajo- |
| nettverschluß verbunden werden, wobei redial nach innen -o |
| vorstehende Vorsprunge in. der Buchse--12'mit entsprechenden |
| Schlitzen an dem Motor zusammenwirken. Eine Klinkenvorrichtung |
| 47 hält den Behälter genen Drehung auf dem Motor. |
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Die Saftgewinnungevoorichtung arbeitet in folgender Weise: Der Motor
wird in Umdrehung versetzt und Früchte oder Gemüse, aus denen der Saft herausgezogen
werden soll, werden in das ZufUhrungsrohr 32 eingebracht. Sie werden gegen den Schaber
oder Zerreißer 33 durch einen Kolben 46 nach unten gepreßt. Die Zähne an dem Schaber
33 zerkleinern Frucht oder Gemüse zu Brei, welcher durch Zentrifugalkraft gegen
die'Seitenwandung 36 der Schale 34 geschleudert wird, wobei der Saft durch die Öffnungen
in der Wandung 36 in den Filterkorb gelangt. Aus dem Filterkorb läuft der Saft in
den Behälter 10, von wo er durch den Auslauf 22 in einen deruntergestellten Behälter
abfließt. Der Brei wird von der Wand 36 der Schale zurückgehalten und unter Wirkung
der Zentrifugalkraft langsam nach oben. entlang der auseinander" gehenden Landung
bewegt, bis er über den Ansatz 37 gelangt und @ in die von den Kanälen 23,24 und
27 gebildete Führung geworfen wird, von wo er in einen daruntergestellten Behälter,
fällt. Auf diese Weise ergibt sich'ein laufendes Entfernen des Breies aus der Schale,
so daß die Saftgewinnungsvorrichtung lange Zeit ohne Verstopfung durch den Brei
betrieben werden kann.
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Der Winkel der Schalenwandung 36 wird so ausgewählt, daß eine langsame
Aufwärtsbewegung des Breies stattfindet. Da der Brei der Zentrifugalkraft während
der ganzen Zeit unterworfen ist, wo er auf der Seitenwandung liegt, wird ständig
Saft daraus während der ganzen Zeit entfernt. Auf diese Weise kann eine verhältnismäßig
lange Saftentziehungszeit vorgesehen werden, ohne daß sich dabei eine dicke Breischicht
aufbaut. Es hat sich herausgestellt, daß die Saftgewinnungsvorrichtung gemäß der
Erfindung eine größere Menge Saft aus einer bestimmten Frucht-oder Gemiisemenge
hertz zieht, als eine Presse, bei welcher sich der Brei ständig an den Wandungen
der Schale anbaut, bis letzterer entfernt und der Behälter gereinigt wird.
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Schaber 33, Schale 34 und Filterkorb 35 können zu Reinigungszwecken
vollkommen-entfernt werden. Es ist hierbei nur notwendig die Mutter 45 zu entfernen
und diese Teile von der Spindel abzugheben.