DE2453868A1 - Sicherheits-skibindung - Google Patents
Sicherheits-skibindungInfo
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- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
Patentanwälte Dipl.-Ing. F. Weickmann, ZhüOöDÖ
Dipl'.-Ing. IL^eiciimaiin,-Dipl.-Phys. Dr. K. Fincke
Dipl.-Ing. F. A.Wejckmann, Dipl.-Chem. B. Huber
8 MÜNCHEN 86, DEN \S?
POSTFACH 860 820 SchHü
MÖHLSTRASSE 22, RUFNUMMER 98 39 21/22
GPI
790 Franklin Avenue
Franklin Lakes,
New Jersey 07417, USA
Sicherheits-Skibindung
Die Erfindung betrifft eine Sicherheits-Skibindung, die
es ermöglicht, in bestimmten Fällen den Skiläufer von den Skiern zu befreien, um Verletzungen zu vermeiden. Derartige
Bindungen sollen jedoch nicht nur die Freigabe ermöglichen, sondern auch eine feste Verbindung zwischen dem Fuß des
Skiläufers und dem Ski schaffen, um das Laufen zu ermöglichen. Es sind bereits zahlreiche Sicherheits-Skibindungen bekannt.
Bei diesen bekannten Anordnungen ist es jedoch schwierig, die Kraftübertragungsfunktion und die .Freigabefunktion bei
einer einzigen Bindung in geeigneter Weise zu vereinigen, so daß auf Kosten der einen oder der anderen Eigenschaft
immer Kompromisse entstanden sind. Ferner ist zur Installation der bekannten Skibindungen ein besonderer Anschluß für den
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Ski nötig, der der Größe des Skis entsprechend auszuwählen ist. Dies hat zu umständlichen Verfahren geführt, die
häufig Fehler in sich bergen und erhöhte Kosten für den Skiläufer und den Verkäufer von Skizubehör verursachen.
Durch die Skibindung nach der Erfindung werden die vorstehend aufgezeigten Schwierigkeiten vermieden.
Eine Sicherheits-Skibindung nach der Erfindung zur lösbaren Befestigung eines Skistiefels an einem Ski umfaßt eine
Sohlenplatte, an der eine erste Befestigungsvorrichtung zur lösbaren Befestigung des Skistiefels und eine zweite Befestigungsvorrichtung
zur lösbaren Befestigung der Sohlenplatte an dem Ski vorgesehen sind. Die erste Befestigungsvorrichtung
kann einstellbar sein, um eine Anpassung an mehrere Stiefelgrößen zu erzielen, während die zweite Befestigungsvorrichtung
zumindest zwei Paare von Befestigungselementen umfaßt, die in Längsrichtung an der Sohlenplatte
und dem Ski auf gegenüber liegenden Seiten der Längsmittellinie der Platte mit Abstand zueinander in einer einzigen
festen Position für mehrere Stiefelgrößen angeordnet sind. Die zweite Befestigungsvorrichtung eignet sich zur automatischen
Freigabe der Sohlenplatte von dem Ski bei Einwirkung Von Kräften vorbestimmter Größe und Richtungen.
Die zweite Befestigungsvorrichtung enthält einen ersten und einen zweiten Satz von Befestigungselementen, wobei zumindest
ein Element eines jeden Satzes auf der Sohlenplatte und dem Ski befestigt ist und zumindest eines der Befestigungselemente
einen Schieber umfaßt, der die Sätze von Befestigungselementen in Wechselwirkung miteinander verbindet. Der Schieber kann
ein relativ niedriges Profil haben und unter der oberen Fläche der Sohlenplatte befestigt sein. Wenn der Schieber
an dem Ski neben der Sohlenplatte befestigt ist, so würde mindestens der neben der Sohlenplatte liegende Teil nicht
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über die Länge der Sohlenplatte von dem Ski abstehen.
Jede Gruppe von Befestigungselementen kann einen Schieber umfassen, der unter der Fläche der Sohlenplätten befestigt
ist. Bei dem letzteren Ausführungsbeispiel können zwei
derartige Schieber integral mit der Sohlenplatte verbunden sein, wobei verstellbare Schieberteile vorgesehen sind,
die vorne und hinten über die Sohlenplatte hinausragen.
Die Befestigungselemente beider Gruppen bilden jeweils
einen Sockel und.einen Schieber, der die Sohlenplatte gegen den Ski drückt und die Sohlenplatte in seitlicher
Richtung relativ zur Längsachse des Skis einstellt, während
gleichzeitig eine Ablösung der Sohlenplatte von dem Ski möglich ist und zwar bei Jeder Gruppe von Befestigungsele-.
menten in Aufwärtsrichtung relativ zum Ski, seitlich zum Ski oder in einer Kombinationsbewegung. Die Gruppen von
Befestigungselementen sind, jeweils vor und hinter der querliegenden Mittellinie des Skis angeordnet. Die Schiebervorrichtungen
können Elemente zur wahlweisen Einstellung ihrer Spannkraft umfassen.
Zum Anbringen an einen Ski und zur Anzeige der Position
der Befestigungselemente am Ski kann eine Schablone vorgesehen
sein. Ein Teil der Befestigungselemente kann während der Herstellung des Skis auch mit diesem Integral ausgebildet ·
werden.
Die erste Befestigungsvorrichtung kann einen hinteren Haltehebel
aufweisen, der an der Sohlenplatte mit einem Seil gehalten ist und auf dem hinteren Teil eines Skistiefels
so einwirkt, daß dieser an der Sohlenplatte festgehalten wird.
Der hintere Haltehebel· kann mit mindestens zwei mit Abstand zueinander angeordneten Schlitzen versehen sein, die das Seil
lösbar aufnehmen, so daß damit zwei unterschiedlich Schwenkpunkte
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zur Befestigung des Haltehebels gebildet werden. Durch Auswahl des Schlitzes, in dem das Seil befestigt ist,
können unterschiedlich große Skistiefel festgehalten werden.
Durch die Erfindung wird also eine Sicherheits-Skibindung geschaffen, die eine leichte Kraftübertragung auf den Ski
ermöglicht und gleichzeitig den Skiläufer vom Ski freigibt, wenn die entsprechenden Kräfte einen vorbestimmten Wert
überschreiten. Die Sicherheits-Skibindung, nach der Erfindung kann innerhalb eines weiten Größenbereichs eingesetzt v/erden,
gleichzeitig ist eine einzige Positionierung der Befestigungselemente am Ski erforderlich. Die Sicherheits-Skibindung
ermöglicht eine Einstellung der Sohlenplatte am Ski und damit eine Befestigung von Skistiefeln unterschiedlichster
Größen. Außerdem ist es möglich, Befestigungselemente integral mit dem Ski während dessen Herstellung auszubildung.
Der Freigabemechanismus der Bindung hat die Form eines unter Spannung stehenden Schiebers, der unter der Sohlenplatte oder
an deren Rückseite befestigt ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand
der Figuren beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines mit einer Sicherheits-Skibindung nach der Erfindung an einem Ski befestigten Skistiefels,
Fig. 2 und 3 die Schnitte 2-2 und 3-3 aus Fig. 1, Fig. 4 einen vergrößerten Schnitt 4-4 aus Fig. 3,
Fig. 5 eine vergrößerte Draufsicht auf ein Schiebergehäuse, das gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
ausgebildet ist,
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Fig. 6 den Schnitt 6-6 aus Fig. 5, .
Fig. 7 eine perspektivische Darstellung eines weiteren
Ausführungsbeispiels des in Fig. 1 und 2 gezeigten Haltehebels,
Fig. 8 einen Schnitt eines anderen Ausführungsbeispiels einer
Sicherheits-Skibindung nach der Erfindung und
Fig. 9 den Schnitt 9-9 nach Fig. 8.
In Fig. 1 bis 4 ist ein Ausführungsbeispiel einer Sicherheits-Skibindung
nach der Erfindung dargestellt. Ein Skistiefel 12 ist an einer Sohlenplatte 170 mit einer festen vorderen
Stiefelbefestigung und einer, verstellbaren hinteren StMeI-befestigung
gehalten. Die vordere Befestigung umfaßt ein Seil 62, das an der Sohlenplatte 170 mit Endelementen 172
befestigt ist. Das vordere Ende der Sohlenplatte 170 ist mit seitlich'vorstehenden Flügeln 174 versehen, die seitlich
von der Sohle 16 des Skistiefels abstehen, so daß die Endelemente leicht an der Sohlenplatte befestigt werden können.
Die hintere Stiefelbefestigung umfaßt einen verdickten Bereich 176 in der Sohlenplatte 170 mit mehreren seitlich durch diesen
Teil verlaufenden Öffnungen 178, die in Längsrichtung der
Sohlenplatte mit Abstand zueinander angeordnet sind. Eine Keilnut 180 ist in der Innenfläche der Öffnungen vorgesehen.
L-förmige Schwenkarme 182 sind jeweils an ihrem Ende 134
glatt ausgebildet und mit einem Keil 186 versehen, dessen. Ende so ausgebildet ist, daß es in der Keilnut 180 aufgenommen
wird. Das andere Ende des jeweiligen L-fÖrmigen Schwenkarmes 182 ist in einer Hülse 36 angeordnet. Die Bodenfläche 188 .
der Sohlenplatte 170 ist mit zwei äußeren und in Längsrichtung verlaufenden Kanälen 190 sowie mit einem Paar inneren, in
Längsrichtung verlaufenden Kanälen 192 versehen, die so ausgebildet sind, daß sie die seitlich verlaufenden Öffnungen
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schneiden und einen jeweiligen Keil 186 aufnehmen, wenn dieser
auf sie ausgerichtet ist und die L-förmigen Schwenkarme 182 geschwenkt werden.
Die vorstehend beschriebene Konstruktion ermöglicht das schnelle Einsetzen und Entfernen der Schwenkarrae 182,
ferner.auch eine seitliche Größeneinstellung. Um die Schwenkarme einzusetzen, ist es lediglich erforderlich,
das Ende 174 des Schwenkarms.so auszurichten, daß der Keil
186 auf die Keilnut 180 ausgerichtet wird, das Schwenkarm« ende in eine Öffnung einzuschieben, bis der Keil auf einen
der Kanäle 190 und 192 ausgerichtet ist und den L-förmigen Schwenkarm zu schwenken. Nach dem Schwenken ist der Schwenkarm
in seiner Position verriegelt. Durch Ausrichtung der Keile auf die Kanäle 192 kann gegenüber den Kanälen 190 die hintere
Stiefelbefestigung einen kleineren Stiefel festhalten.
Die L-förmigen Schwenkarme 182 sind in Hülsen 36 befestigt,
die die Enden des Seils 38· aufnehmen. Jede Hülse 36 kann
frei gedreht werden, während die Enden des Seils darin festgehalten sind. Die Kopplung zwischen den L-förmigen Schwenkarmen
182 und der.Hülse 36 ist eine Gewindeverbindung, die
die Einstellung der Länge der mit den Schwenkarmen, den Hülsen und dem Seil gebildeten Schleife durch Drehung der Hülsen
ermöglicht. Das Seil 38 besteht vorzugsweise aus einem zentralen Kern aus umsponnenen Drähten, um den herum ein
einzelner Draht schraubenförmig gewickelt ist.
Das Seil 38 läuft durch eine Öffnung in einem Haltehebel 46».
Dieser Haltehebel ist um das Seil schwenkbar und in der verriegelten Stellung dargestellt. In dieser Stellung ruht
ein Arm 48· des Haltehebels 46' an der Ferse der Schuhsohle 16,
während der andere Amr 50' an der Rückseite des oberen Teil
des Stiefels 12 anliegt. In dieser Stellung wird das Seil gespannt gehalten,und die Ablösung des Stiefels erfordert
eine beachtliche Druckeinwirkung zur Schwenkung des Halte--.
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hebeis 46« im Uhrzeigersinn (Fig. 1) um einen Lagerpunkt,
der durch das Ende des Arms 48f des Hebels gebildet ist.
Der Haltehebel wird in ähnlicher Weise wieder zurückgestellt, indem das Ende des Arms 48» gegen die Ferse der Schuhsohle 16
gelegt ist und der Haltehebel im Gegenuhrzeigersinn (Fig. 1) gedreht wird. ■ ·
In Fig. '7 ist ein Haltehebel 46»' gezeigt, der mit zumindest
zwei länglichen Schlitzen 44! versehen ist, die über die
Breite des Haltehebels 46" verlaufen und in bereits beschriebener
Weise zur Befestigung des Seils 38· dienen. Die länglichen
Schlitze ermöglichen eine vertikale Einstellung des Haltehebels 46" zur besseren Anpassung an unterschiedliche
Skistiefel. Ferner wird der Abstand zwischen der Schwenkachse, die durch den das Seil 38' aufnehmenden Schlitz gebildet ist,
und dem Lagerpunkt, der durch den Arm 48 des Hebels gebildet
ist, so eingestellt, daß der Hebel nicht zufällig so verstellt
werden kann, daß der Skistiefel beim Gebrauch insbesondere bei neuartigen Stiefelformen freigegeben wird. Der schraubenförmig
um die Drähte 40 gewickelte Draht 42» ist im Bereich eines Teils der Schlitze 44' teilweise entfernt, so daß eine
Neueinstellung des Seils im anderen Schlitz 44' leicht durch Ziehen eines Ende des Drahtes 42' aus dem Schlitz heraus
und durch Entfernung des Seils durch Führung der umsponnen
Drähte 40 durch die schmale Öffnung in den Schlitz erreicht werden kann. Das Seil wird durch Umkehrung dieses Verfahrens
wieder eingesetzt.
Bei dem in Fig. 1 bis 4 gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Haltehebel 46' mit zwei parallelen Schlitzöffnungen 194
im Arm 50' versehen. Ein Riemen 196 ist durch die Schlitzöffnungen
hindurchgeführt, verläuft um den Stiefel 12 herum und ist an der Vorderseite des Stiefels mit einer Schnalle 198 gehalten.
Der Riemen 196 dient als festanliegendes Haltemittel für den
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Haltehebel 46', um dessen unbeabsichtigte Lösung während
des Skilaufs zu verhindern. Ein das Abrutschen verhindernder Riemen 200 ist gleichfalls vorgesehen und hat eine erste
Schleife 202 an einem Ende, durch die hindurch der Riemen 196 geführt ist. Eine zweite Schleife 204 am anderen Ende dient
zur Halterung eines Drahthalters 206. Der Drahthalter ist in zwei einander gegenüberliegenden Öffnungen angeordnet,
die in der Seite eines Gehäuses 92* einer Schiebervorrichtimg 90·
vorgesehen sind. Der das Abrutschen verhindernde Riemen ist so locker, daß er die Ablösung der Sohlenplatte 170 von'dejn
Skii4 nicht stört. Bei einer derartigen Ablösung verhindert
jedoch der das Abrutschen verhindernde Riemen, daß der Ski aus dem Griffbereich des Skiläufers gleitet.
Die Sohlenplatte 170 ist an dem Ski 114 durch eine vordere
Kupplung lösbar befestigt^ die ein kreissegmentförmiges Nockenelement 150 und darin eingreifende Verriegelungselemente
70'' umfaßt. Ferner ist eine hintere Kupplung vorgesehen, die
aus einer Schiebervorrichtung 90f am Ski und einem Sockel 116
an der Hinterkante der Sohlenplatte besteht. Die Schiebervorrichtung umfaßt ein Gehäuse 92' mit zwei Flanschen 93» die
an seinen beiden Seiten vorstehen. Jeder Flansch ist mit zwei Öffnungen versehen, die die Befestigung des Gehäuses am Ski
mittels Bolzen 95 ermöglichen. Ein mit einem geriffelten Knopf 100' versehenes Einstellelement 98' sitzt in einer
Öffnung an einem Ende des Gehäuses 92', während ein Schieber aus einer Öffnung an der Vorderseite des Gehäuses 92" herausragt.
Eine nicht dargestellte Schraubenfeder ist im Gehäuse angeordnet und spannt den Schieber 106 gegen das Sockelelement
116, welcher mit einer Vertiefung versehen ist, den den eigentlichen
Sockel bildet. Ferner hat es vertiefte Führungen, die von der Vertiefung zu jeder Seite und nach unten führen und
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den Schieber während der Freigabe seitlich und vertikal
relativ zum Ski führen. Der Gewindeteil 102 des Einstellelements
98' ist mit einer Reihe in Längsrichtung mit Abstand zueinander angeordneter Indexlinien 208 versehen,
die dem Skiläufer eine Möglichkeit zur Anzeige der zum Ablösen der Skibindung erforderlichen Kraft liefern. Das
jeweilige Verriegelungselement 70'' ruht auf einer Reibungsplatte
214, die direkt am Ski 14 befestigt ist. Eine solche
Reibungsplatte kann dann verwendet werden, wenn das Material des Skis 14 nicht ausreichend stabil ist, um die durch
Reibung erfolgende Versetzung des jeweiligen Verriegelungselements 70'' auszuhalten.
In Fig. 5 und 6 ist eine Schiebervorrichtung 90'' dargestellt,
die ähnlich der in Fig. i bis 4 gezeigten Vorrichtung ausgebildet ist, jedoch ein niedriges Gehäuse 93' hat. Insbesondere
ist der Teil des Gehäuses*93! nahe dem Schieber und dem Sockel
mit einer geringeren Höhe als die Sohlenplatte 170' und die Socke!vorrichtung 116· an deren Ende ausgebildet. Die Ausbildung
des Gehäuses 93' mit einer geringeren Höhe als die Sohlenplatte schafft einen Abstand des Stiefels 12 oberhalb des
Gehäuses 93', so daß der Schieber 90' für Stiefel unterschiedlicher
Größe eingesetzt werden kann. Die Ausbildung des Gehäuses 93' mit einer gegenüber der Sohlenplatte geringeren
Höhe ermöglicht ferner ein Vorstehen des Stiefelabsatzes nach hinten über das hintere Ende der Sohlenplatte hinaus und eine
Überlappung der Schiebervorrichtung. Eine solche Anordnung ist unmöglich, wenn die Schiebervorrichtung nach Fig. 1 ausgebildet
ist. Das in Fig. 4 und 5 gezeigte Ausführungsbeispiel ermöglicht die Anpassung einer Sohlenplatte mit einer festen
vorderen Befestigungsvorrichtung (Fig. 1) an einen größeren
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Bereich von Stiefelgrößen; ohne daß die hintere Schiebervorrichtung
gestört wird. Die niedrige Höhe wird durch mehrere parallele Federn 180' anstelle einer einzigen
großen Schraubenfeder (Fig. 1) erreicht.
In Fig. 2 bis 4 ist zu erkennen, daß die obere Fläche 210 der Sohlenplatte 270 mit einer Reihe in Längsrichtung verlaufender
Rippen 212 versehen ist, die von der Fläche abstehen. Die Rippen tragen die Sohle 16 des Stiefels 12
mit Abstand zur oberen Fläche 210 der Sohlenplatte 170, so daß ein Zwischenraum für Schnee und Eis gebildet ist,
dabei jedoch eine feste Verbindung zwischen dem Stiefel und der Sohlenplatte gewährleistet bleibt.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in Fig. 8 dargestellt. Hier bildet die Sohlenplairte 18" ft ein Gehäuse für einen
Doppelschiebermechanismus. Die Sohlenplatte ist durch ein Grundelement 230 und eine Abdeckung 232 (Fig. 9) gebildet,
die an dem Grundelement durch Niete 234 gehalten ist. Das
Grundelement 230 ist mit einer Innenwandung 236 versehen, die
Kammern zur Aufnahme des Doppelschiebermechanismus zur Begrenzung der Bewegung seiner Einzelteile bildet. Der Dcppelschiebermechanismus
besteht aus einem vorderen Schieber 168' und einem hinteren Schieber 168'', die jeweils nach vorn
bzw. nach hinten aus der, Sohlenplatte 18lllf herausgeführt
werden können. Die inneren Enden der Schieber 168· und 1681'
sind jeweils mit einem seitlich vorstehenden Flanschteil 238·
und 238ft versehen, der in einer Kammer 240' bzw. 240'f geführt
ist, um die Querbewegung des jeweiligen Schiebers zu begrenzen.
Der Schiebermechanismus umfaßt ein zentrales Spannschloß 242, welches in eine Öffnung 244 des Grundelements 230 hineinragt
und dort zugänglich ist. Das Spannschloß ist mit mehreren Schlitzen 224 versehen,, die seine Drehung von außen her ermöglichen.
In das Spannschloß 242 sind zwei Gewindeachsen 246· und 246''
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eingeschraubt. Am Ende einer jeden Achse ist eine Abschlußplatte 248! bzw. 248" vorgesehen. Eine einzelne vordere
Schraubenfeder 250 ist zwischen der Platte 248» und dem
Flansch 238' vorgesehen und spannt den Schieber 168» in
Vorwärtsrichtung. Zwei Schraubenfedern 252 sind zwischen der Abschlußplatte 248'· und dem Flansch 238 rt vorgesehen und
spannen den Schieber 16SI! in Rückwärtsrichtung. Die auf
die Schieber ausgeübte Kraft wird koordiniert mittels Drehung des Spannschlosses 242 eingestellt»
Die Sohlenplatte wird an dem Ski 14 durch einen vorderen Sockel 254 und einen hinteren Sockel 256 festgehalten, die
so ausgebildet sind, daß Eingriffsflächen für die mit den äußeren Enden der Schieber 1681 und 168'' gebildeten Zungen
verfügbar sind. Die Eingriffsflachen an dem jeweiligen Sockel
bzw. die Flächen der Schieber sind so geformt, daß Wege zur Ablösung der Sohlenplatte von dem Ski entweder von vorn
oder von hinten her in beiden seitlichen Richtungen relativ zum Ski gebildet sind und daß die Abtrennung der Sohlenplatte
auch in Aufwärtsrichtung vom Ski möglich ist. Zumindest der hintere Sockel ist mit einer Eingriffsfläche 258 an seiner
Oberkante versehen, die auf die untere Fläche des Schiebers 16811
während der Befestigung der Sohlenplatte.am Ski einwirkt.
Die Sohlenplatte liegt vorzugsweise am vorderen Sockel 254 an,
um eine Verlagerung während des Skilaufs zu verhindern.
Die Sohlenplatte ist mit mehreren Bohrungen 262 in deren
Seiten versehen, die den Öffnungen 168 in dem in Fig. 1 gezeigten
Ausführungsbeispiel entsprechen und zur Aufnahme von Schwenkarmen dienen, die den Schwenkarmen 182 entsprechen. Sie
halten den Hinterteil des Stiefels an der Sohlenplatte. Die Schwenkarme können mit Vorsprüngen versehen sein. Die Bohrungen
262 können mit Keilnuten versehen sein, und die vergrößterten Bereich 264 am Ende einer jeden Bohrung dienen zur Aufnahme der
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Vorsprünge an den Schwenkarmen 182 und ermöglichen deren Schwenkung.
In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel ist der hintere
Schieber durch zwei Federn gespannt, es kann jedoch auch jede andere Federkombination zur Spannung des vorderen
und hinteren Schiebers je nach Anforderungen durch den Aufbau der speziellen Bindung vorgesehen sein. Die Abdeckung
und das Grundelement der Sohlenplatte können durch Sclweißen
oder anderweitig miteinander verbunden sein. Die Sohlenplatte kann aus Kunststoff bestehen. Das in den Figuren
dargestellte Ausführungsbeispiel hat einen am Ski befestigten Sockel und der Schieber ist mit einer Zunge zur Aufnahme im
Sockel versehen. Der Sockel kann jedoch auch am Schieber befestigt
sein und es ist dann ein mit einer vorstehenden Zunge versehenes Element fest am Ski montiert.
Abweichend von den vorstehenden Ausführungsbeispielen,
mit denen die zahlreichen Vorteile der Erfindung erzielt werden, sind auch andere Ausführungsformen möglich,ohne
vom Grundgedanken der Erfindung-abzuweichen. Alle beschriebenen
und in den Ansprüchen enthaltenen Merkmale können einzeln oder in beliebiger Zusammenfassung erfindungswesentlich sein.
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Claims (14)
- Patentansprüche(i.JSicherheits-Skibindung zur lösbaren Befestigung eines — Skistiefels an einem Ski, gekennzeichnet durch eine mit einer Aufstandsfläche für den Skistiefel versehene Sohlenplatte, durch eine Vorrichtung zur losbaren Befestigung des Skistiefels an der Sohlenplatte, durch erste und zweite Gruppen von Befestigungselementen zur. lösbaren Befestigung der Sohlenplatte am Ski, die vor und hinter einer quer zur Längsachse der Sohlenplatte verlaufenden Mittellinie der Sohlenplatte angeordnet sind und eine seitliche und eine normale relati\^e Verlagerung zwischen Ski und Sohlenplatte ermöglichen, wobei beide Gruppen von Befestigungselementen miteinander in Eingriff stehende und einen Vorsprung sowie einen zugehörigen Sockel bildende Flächen umfassen, die jeweils an dem Ski bzw. an der Sohlenplatte angeordnet sind und durch eine Vorrichtung zur gegenseitigen Verkopplung dieser Flächen in jeder Gruppe von Befestigungselementen gleichzeitig mit einer solchen Kraftwirkung, daß die Verkoppelung in jeder der beiden Gruppen von Befestigungselementen durch eine relative Verlagerung infolge solcher Kräfte, die den Verkoppelungskräften entgegengesetzt sind, gelöst wirdj und durch eine Anordnung der miteinander verkoppelten Flächen sowie der die Verkoppelung bewirkenden Spannvorrichtungen zumindest teilweise unter der durch die Auf starusf lache der Sohlenplatte gebildeten Ebene.
- 2. SicherheitsrSkibindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Verkoppelung bewirkende Vorrichtung unterhalb der AufStandfläche der Sohlenplatte befestigt ist.50 9 8 20/08672453863
- 3. Sicherheits-Skibindung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sohlenplatte ein Gehäuse zur Aufnahme der die Verkuppelung bewirkenden Vorrichtung bildet.
- 4. Sicherheits-Skibindung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Sockel bzw. der mit dem damit verkoppelbaren Vorsprung versehene Schieber beider Gruppen von Befestigungselementen mit der die Verkuppelung bewirkenden Vorrichtung zur axialen Bewegung relativ zum Ski gekoppelt ist und gegen den jeweils zugehörigen Vorsprung bzw. Sockel federnd gedruckt ist.
- 5. Sicherheits-Skibindung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die miteinander verkoppelbaron Flächen vor- und hinter der Sohlenplatte angeordnet sind.
- 6. Sicherheits-Skibindung tiach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Verkuppelung bewirkende Vorrichtung einen vor oder hinter der Sohlenplatte auf dem Ski befestigten Schieber umfaßt, dem ein Sockel oder ein Vorsprung Jeweils der Gruppen von Befestigungselementen zugeordnet ist und gemeinsam mit ihm bewegbar ist und daß mindestens der Bereich des Schiebers nahe der Sohlenplatte oberhalb des Skis eine geringere Höhe als die Aufstandsfläche der Sohlenplatte hat.
- 7. Sicherheits-Skibindung, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sohlenplatte ein Gehäuse bildet, daß die die Verkopplung bewirkende Vorrichtung einen vorderen und einen hinteren Schieber umfaßt, die innerhalb des Gehäuses angeordnet sind, daß jeder Schieber mit einem äußeren Ende in Vorwärts- bzw. Rückwärtsrichtung über die Sohlenplatte hinausragt und dort ein Sockel- bzw. ein Vorsprungselement jeweils einer Gruppe von Befestigungselementen bildet.509820/0 86 7
- 8. Sicherheits-Skibindung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schieber ein bewegbares Schieberelement und eine dieses federnd vorspannende Feder umfaßt.
- 9. Sicherheits-Skibindung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung zur wahlweisen Einstellung der Vorspannung der Feder vorgesehen ist.
- 10. Sicherheits-Skibindung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung zur koordinierten Einstellung der Vorspannung für den vorderen und den hinteren Schieber vorgesehen ist.
- 11. Sicherheits-Skibindung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur koordinierten Einstellung ein Spannschloß ist, das mit der jeweiligen Feder des vorderen und des hinteren Schiebers gekoppelt ist und daß das durch die Sohlenplatte gebildete Gehäuse eine Zugangsöffnung für das Spannschloß aufweist.
- 12.·Sicherheits-Skibindung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder des hinteren Schiebers eine größere Spannkraft als die des vorderen Schiebers ausübt. .
- 13. Sicherheits-Skibindung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannkraft der Feder des vorderen Schiebers so eingestellt ist, daß die Sohlenplatte normalerweise an einer vorderen Halterung für eines der Befestigungselemente anliegt.50 98 20/086 7
- 14. Sicherheits-Skibindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine auf unterschiedliche Stiefelgrößen einstellbare Vorrichtung zur Befestigung eines Skistiefels am Ski, die eine hintere Befestigung . in Form eines Sei^s, eine Vorrichtung zur lösbaren Befestigung des Seils an der Sohlenplatte in mehreren Stellungen längs der Achse des Skis und einen Hebel zur Einwirkung auf die Hinterseite des Skistiefels umfaßt, der mit mindestens zwei mit Abstand zueinander angeordneten länglichen Schlitzen zur Aufnahme des Seils und Bildung alternativer Schwenkachsen für den Hebel versehen ist, so daß der Hebel abhängig von der Auswahl des jeweiligen Schlitzes für die Auswahl des Seils die Rückseite von Skistiefeln unterschiedlicher Größe und Form befestigt.50 9 8 20/0867
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| US05/415,466 US3936064A (en) | 1971-03-05 | 1973-11-13 | Safety ski binding |
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| DE19600102A1 (de) * | 1996-01-03 | 1997-07-10 | Simon Burger | Auslösevorrichtung für Skibindungen |
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|---|---|---|---|
| 8141 | Disposal/no request for examination |