DE2453590A1 - Anlage zur destillierung von meerwasser durch anfeuchtung und entfeuchtung eines gases und zugehoeriges verfahren - Google Patents
Anlage zur destillierung von meerwasser durch anfeuchtung und entfeuchtung eines gases und zugehoeriges verfahrenInfo
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Description
"Anlage zur Destillierung von Meerwasser durch Anfeuchtung und Entfeuchtung eines Gases und zugehoeriges Verfahren." .
Anmelder: ffa . SQWIT - Societä- Italiana WEIR & ITAM S.p.A."
in Mailand, Italien, und Dr. Mario MICHEIiI
in Mailand, Italien.
in Mailand, Italien.
Die Erfindung betrifft eine Anlage, die sich zur Anfeuchtung
und Entfeuchtung eines Gases durch einen Kühlkreislauf eignet. . ■
Die vorstehend genannte Anlage ist besonders geeignet, um
einen einfachen Verdampfungsapparat zu entwickeln, der zum xjeispiel bei Destillierun& von Meerwasser vorteilhaft verwendet
werden kann. .
Bekanntlich- ist die Wasserversorgung an bestimmten trockenen
Orten ein Problem, das immer eine Loesung erwartet und gesucht hat. ·
Zur Zeit versucht man, das Problem durch die Entwicklungbesonderer
Anlagen zur Entsalzung des Meerwassers zu loesen. Die vorgenannten Anlagen verlangen jedoch erhebliche luvestitionen
an Geld und sind nur fuer erhöehte Foerderleistungen
durchfuehrbar·
Der Zweck dieser Erfindung ist es dagegen, einen Destillierapparat
zu schaffen, der zur Destillierung von Meerwasser besonders geeignet ist.
. &0982Q/08 47
Dieser Destillierapparat weist ferner besehraenkte Foerderleistungen,
einfache Arbeitsweise und limitierten Verbrauch an Energie auf, er betreibt bei Niedertemperatur und
konzentration, mit allen Vorteilen, die aus den Dichtigkeitsund
Verkrustungsproblemen fuer dessen Konstruktion (aus Kunststoff, Eisenbeton und Baumaterialien) erzielbar sind.
Der genannte Zweck ist durch die Anfeuchtung und die anschliessende
Entfeuchtung eines Gases in geschlossenem Kreislauf, insbesondere mit Meerwasser angefeuchteter Luft erreicht.
Bei der erfindungsgemaessen Anlage wird Luft in der Praxis in Gegenstroemung mit vorerwaermtem Wasser umlaufen lassen»
Dadurch wird fast feuchtigkeitsgesaettigte Warmluft erreicht, die in eine Kuehlsaeule durchfliessen lassen wird, worin Teil
ihrer Feuchtigkeit kondensiert.
Die genannte Kuehlung wird durch das bei Niedertemperatur aus dem Anfeuchtungsabteil der erfindungsgemaessen Anlage
kommende Wasser bewirkt. .
Die genannte Luft ist ferner einer zweiten Kuehlung durch
Durchfluss einer Kaeltequelle mit weiterer Wiedergewinnung des kondensierten Dampfes unterworfen·
Die so abgekuelte Luft wird endlich wieder umgelaufen, wobei
sie ueber einen Ventilator dem Anfeuchtungsabteil wieder
zugeleitet wird* .
Um den durch die erfindungsgemaesse Anlage vorgesehenen
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thermodynamischen Kreislauf laufend zu erhalten sind hier
eine Waermequelle und eine Kaeltequelle, sowie eine Pumpe und ein Ventilator fuer den V/asser- und Luftumlauf erforderlich.
Die vorstehend genannten beiden Quellen koennen aus dem
Kondensator und dem Verdampfer eines Kuehlsystems vorteilhaft bestehen*
Diese und noch weitere Merkmale und Vorteile einer funktioneilen und konstruktiven Natur der erfindungsgemaessen Meerwasserdestillieranlage
lassen sich aus den folgenden detaillierten Beschreibung an Hand der verschiedenen in den beigefuegten
Zeichnungen wiedergegebenen Figuren deutlich erkennen. Es zeigen:
- Fig. 1 in schematischer Form die Hauptbestandteile der erf indungsgemaessen Destillieranlage; und -^
- Fig. 2 den mit einem Kühlkreislauf verbundenen Zyklus.
Bezugnehmend nun auf die in den Figuren der beigefuegten Zeichnungen enthaltenen Bezugszeichen umfasst die erfindungsgemaesse
Destillieranlage einen Anfeuchtungsabteil 1,-der
aus einer zweckmaessig befuellten Saeule besteht, worin ein Luftumlauf in Gegenstroemung mit einem Warmwasserumlauf
erhalten wird.
Letzteres umgelaufenes Wasser tritt in die Saeule 1 durch die Rohrleitung 2 bei einer Temperatur Tw1 ein und kuehlt
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bis zu einer Temperatur Tw2 at), wobei es durch die Rohrleitung
zusammen mit dem Speisungswasser zu der Anlage austritt.
Die Luft fliesst ihrerseits der Saeule 1 von der Rohrleitung 4. her bei einer Temperatur Tw1 zu und erwaemrt sich bei einer
Temperatur Tw2, wobei sie durch die Rohrleitung 5 austritt. Die Luft tritt in gesaettigtem Zustand bei der Temperatur
Tw1 ein und tritt mit einem zwischen 90 und 95$ eingeschlossenen
Saettigungsgrad aus.
Von der Rohrleitung 5 her gelangt die Luft in den Kondensationtsabteil
6, der mit einem Schlangenrohr 7 versehen ist, worin Wasser aus der Rohrleitung 3 ueber eine Pumpe 8 bei
einer Temperatur Tw2 zirkuliert.
Im genannten Kondensator 6 kuehlt die Luft bis zu einer
Temperatur Ta3 ab, wobei sie Reinwasser kondensiert und das in das Schlangenrohr 7 umlaufende Wasser von der Temperatur
Tw2 auf die Temperatur Tw3 vorerwaermt. Die Luft tritt vom Kondensator 6 her durch die Rohrleitung
9 aus, die sie der Kaeltequelle 10 zuleitet, wo sie eine weitere Abkuehlung von Tw3 auf Ta1 erfaehrt, wobei sie
weiteres, ueber die Rohrleitung 11 zusammen mit dem anderen Wasser wiedergewonnenes Wasser kondensiert.
Die besagte Kaeltequelle kann aus dem Verdampfer eines
Kuehlsystems wie in Fig. 2 abgebildet vorteilhaft bestehen.
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Das aus dem Schlangenrohr 7 bei der Temperatur Tw3 austretende
Wasser wird ueber die Rohrleitung 13 dem Heizer 14 zugeleitet, wo es eine Temperaturerhoehung von Tw3 auf
Tw1 erfaehrt, um dann uet»er die Rohrleitung 2 in die
Anfeuchtungssaeule eingeleitet werden, die mit 1 bezeichnet ist»
Solche Waermequelle besteht vorzugsweise aus dem Kondensator desselben obengenannten Kuehlsystems 12,
Die Luft tritt bei der Temperatur Tw1 von der Kaeltequelle
her durch die Rohrleitung 15 aus und wird durch die Wirkung
, Jr
eines Ventilators 16 in die Anfeuchtungssaeule wieder eingelassen.
Vorderseite der Umlaufpumpen wird eine kontinuierliche Entleerung durchgefuehrt, um die Konzentration des Umlaufwassers
niederzuhalten und den Unterschied zwischen der Kondensationswaerme und der Verdampungswaerme des Kuehlvorganges
auszuwuchten.
Die Menge dieser Entleerung wird gleich mit der Menge des Speisungswassers sein abzueglich des destillierten Wassers.
Aus der vorstehenden Beschreibung und aus den verschiedenen in den beigefuegten Zeichnungen enthaltenen Figuren lassen
sich die groesste Funktionsfaehigkeit, die Konstruktionseinfachheit und die praktische Verwendung der erfindunge-
ß'emaessen Destillieranlage leicht erseheil.
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Die bei der Destillierung von Meerwasser verwendbare Anlage zur Anfeuchtung und Entfeuchtung eines Gases und das zugehörige
Verfahren gemaess dieser Erfindung sind naeher beschrieben worden an Hand der beigefuegten Figuren,,die ein bevorzugtes,
in keinem beschraenkenden Sinne zu verstehendes Ausfuehrungsbeispiel
der Erfindung darstellen.
Bei der praktischen Verwirklichung der erfindungsgemaessen
Destillieranlage lassen sich natuerlich verschiedene Varianten und Veraenderungen an Gestalt, Abmessungen und Konstruktion,
ohne dadurch den Erfindungsumfang irgendwie zu verlassen.
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Claims (7)
1. Verfahren zur Destillierung von Meerwasser, umfassend
die Durchfuehrung der Anfeuchtung der Luft mit Meerwasser und daraufhin die Entfeuchtung derselben in einem
geschlossenen Kreislauf durch Kuehlung.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Luftanfeuchtung mit Meerwasser durch Umlauf von
Luft in Gegenstrpemung mit vorerwaemten Meerwasser vorgenommen wird·
3,- Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Abkuehlung der angefeuchteten Luft durch das aus dem Anfeuchtungsabteil kommende Kaltwasser
durchgefuehrt wird·
4. Verfahren nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, dass
die mit Kaltwasser abgekuehlte Luft durch den Durchfluss einer Kaeltequelle fernerhin abgekuehlt wird.
5. Anlage zur Durchfuehrung der Meerwasserdestillierung
gemaess dem Verfahren nach den vorstehenden Anspruechen 1 /bis 4» dadurch gekennzeichnet, dass sie umfasst:
a) einen Luftanf euchtungsabteil, "bestehend aus einer
Saeule, worin die Luft in Gegenstroemung mit Warmsalzwasser umlaufen lassen wird und dann von der Temperatur
Tw1 auf die Temperatur Ta2 erwaermt wird, wobei .Ta2
hoeher ist als Ta1 ;
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b) einen Kondensationsabteil, worin die Luft von der Temperatur Tw2 auf die Temperatur Tw3 mit einer
folglichen Kondensation von Heinwasser abgekuehlt wird, wobei die genannte Luftkuehlung durch das
aus dem Anfeuchtungsabteil a) kommende, so vorerwaermte Meerwasser durchgefuehrt wird;
c) eine Kaeltequelle, worin die aus dem Kondensationsabteil k'ommende Kuehlluft eingeleitet wird und sie
eine weitere Abkuehlung erfaehrt, wobei sie noch weiteres Reinwasser kondensiert; und
d) eine Waermequelle, worin das aus dem Kondensationsabteil kommende Meerwasser eingeleitet wird, ehe
es dem Anfeuchtungsabteil zugeleitet wird.
6. Destillieranlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kaelte- und Waermequellen aus dem Verdampfer bzw· dem Kondensator eines Kuehlsystems bestehen«»
7. Deatillieranlage nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet
j dass Vorderseite der Umlaufpumpen eine Entleerung vorgenommen wird, wobei die Menge des entleerten
Wassers mit dem Unterschied zwischen dem Speisungswasser und dem destillierten Wasser gleich iste
8· Anlage zur Destillierung von Meerwasser, alles wie vorstehend beschrieben und in den Figuren der beigefuegten
Zeichnungen veranschaulicht·
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