[go: up one dir, main page]

DE2453199A1 - Zerfaserungsvorrichtung - Google Patents

Zerfaserungsvorrichtung

Info

Publication number
DE2453199A1
DE2453199A1 DE19742453199 DE2453199A DE2453199A1 DE 2453199 A1 DE2453199 A1 DE 2453199A1 DE 19742453199 DE19742453199 DE 19742453199 DE 2453199 A DE2453199 A DE 2453199A DE 2453199 A1 DE2453199 A1 DE 2453199A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rotor
tub
anvil plate
waste
mass
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19742453199
Other languages
English (en)
Inventor
Robert F Vokes
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Black Clawson Co
Original Assignee
Black Clawson Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Black Clawson Co filed Critical Black Clawson Co
Publication of DE2453199A1 publication Critical patent/DE2453199A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21BFIBROUS RAW MATERIALS OR THEIR MECHANICAL TREATMENT
    • D21B1/00Fibrous raw materials or their mechanical treatment
    • D21B1/04Fibrous raw materials or their mechanical treatment by dividing raw materials into small particles, e.g. fibres
    • D21B1/12Fibrous raw materials or their mechanical treatment by dividing raw materials into small particles, e.g. fibres by wet methods, by the use of steam
    • D21B1/30Defibrating by other means
    • D21B1/34Kneading or mixing; Pulpers
    • D21B1/345Pulpers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

Die kürzliche Entwicklung in der Papierindustrie hat es als wünschenswert ergeben, Papierfasern möglichst praktisch wieder zu verwenden,, indem man Abfallpapier wieder aufarbeitet. Daraus ergibt sich das Bedürfnis für neue und verbesserte Geräte zur Abtrennung wiederbenutzbarer Papierfasern aus Papierabfall, der mit Kunststoffen, KunststoffSchichtmassen, naßfestem Papier und dergleichen verunreinigt ist. Insbesondere benötigt die Industrie vor allem Trenngeräte für die Behandlung von Abfallpapier mit dem Haupterfordernis, die Wirkung des Pülpebereiters dahin zu vervollständigen, daß Faserklumpen oder -flocken, von denen einige an Kunststoff oder sonstigem Abfall anhaften oder damit verunreinigt sind, aufgebrochen werden,
.509820/0382
ohne daß die Teilchengrößen der verunreinigten Materialien entsprechend herabgesetzt werden.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Gerät zu schaffen, das die vorstehend geschilderten Erfordernisse erfüllt und insbesondere durch irgendwelche harten Fremdkörper nicht gleich beschädigt wird, die ungewollt mit der Zulieferung ei-ntreten, und daß auch das Gerät praktisch immun gegen Verstopfung ist.
Das gemäß der Erfindung vorgesehene Gerät ist besonders dahin ausgerichtet, daß einzelne Papierfasern von Klumpen und Faserbündeln sowie unzerfaserten Papierstücken wirksam getrennt werden, die mit Kunststoff oder sonstigen verunreinigenden Materialien vermischt sind oder daran haften, ohne daß die Verunreinigungen aufgebrochen werden, so daß es praktisch möglich ist, die Papierfasern durch Absieben abzutrennen.
Die Erfindung wird am wirkungsvollsten bei der Behandlung von Papierabfall eingesetzt, der bereits einer Vorzerfaserung in 'einem Holländer oder dergleichen unterzogen worden ist und auch schon ausreichend durch Schleudern gereinigt sein kann, um Metall, Glas und sonstige schwere Verunreinigungen zu entfernen. Ein solcher Abfall enthält jedoch gewöhnlich noch eine beträchtliche Menge verhältnismäßig großer Stücke aus Kunststoff oder anderem Ausschuß, an dem Stücke von naßfestem oder sonstigem Papier anhaften, sowie Knollen und Klumpen aus Fasern in inniger Vermischung mit dem Kunststoffabfall.
Die Vorrichtung nach der Erfindung besitzt ein geschlossenes Rohr oder einen Behälter mit öffnungen nahe an jedem Ende, von
509820/0382
denen eine als Einlaßöffnung für die Anbringung der Zufuhrleitung für Abfall unter Druck und die andere als Austragöffnung dient. Eine Welle ist so montiert, daß sie sich über die Länge des Rohres erstreckt, und ein oder mehrere Rotoren sind auf dieser Welle drehbar in Arbeitsbeziehung zu zugeordneten stationären Platten montiert, wie noch näher beschrieben werden soll.
Jeder Rotor besitzt radial abstehende Flügel, die so gebaut und angeordnet sind, daß sie in der umgebenden Masse eine Wirbelbewegung erzeugen, die eine erste radiale Zentrifugalkomponente und eine geringere Axialkomponente aufweist, so daß die Rotoren ein sehr geringes Bestreben haben, die Masse axial zu der Welle zu pumpen. Die Verweilzeit für ein gegebenens Abfallvolumen wird daher durch die Fließrate durch die Kammer inherhalb des Rohres oder Behälters kontrolliert, die leicht durch Ventile geregelt wird.
Diese Betriebsweise führt zur Erzeugung eines intensiven hydraulischen Scherfeldes in der den Umfang jedes Rotors umgebenden Masse zwischen der sehr hohen Fließgeschwindigkeit, die von den Spitzen der Rotorflügel ausgeht, und im Bereich von 1200 bis 1800 m/Min. (4000 bis 6000 Fuß/Min.) liegt, und der umgebenden Flüssigkeit, die durch den rechteckigen, vorzugsweise quadratischen Querschnitt des Rohres in Drehung bei solchen Geschwindigkeiten zurückgehalten wird. Dies ist ein wichtiges Merkmal der Erfindung, das für eine selektive Zerkleinerung der in dieses Feld eintretenden relativ schwachen Papierstücke verglichen mit hochfeuchtigkeitsfestem Papier und Kunst-
509820/03 82
stoff sorgt, die leichter in Form großer Stücke als als kleine Teilchen abgesiebt werden und in der Vorrichtung nach der Erfindung relativ unbeschädigt zurückbleiben.
Abgesehen von den eben erwähnten hydraulischen Scherkräften ist die jedem Rotor zugeordnete Amboßplatte mit einer Arbeitsfläche benachbart zu, jedoch in Abstand von dem Rotor vorgesehen, so daß die Arbeitsweise des Rotors das Bestreben hat, Masse durch den Zwischenraum zwischen dieser Oberfläche und dem Rotor zu treiben. Bei einer bevorzugten Ausführungsform gemäß der Erfindung ist die Arbeitsoberfläche durch mehrere Löcher in der Amboßplatte bestimmt, in welche Brocken und Stücke einer Mischung aus Abfall und Faser Zeitweilig getrieben werden sollen. Die Arbeitswirkung des Rotors ist derart, daß auf das in diesen Löchern eingefallene Material eine Spannung mit der Folge aufgebracht wird, daß relativ schwache Stücke aus unzerfasertem Papier fortgezogen werden, während das in einem Loch eingefangene Kunststoffmaterial intakt bleibt, und dann der Kunststoff aus dem Loch herausgezogen wird, um in dem Bottich weiter umzulaufen. Diese Wirkung wiederholt sich mehrmals, wenn der Abfall von der Einlaßöffnung des Bottichs in seine Auslaßöffnung wandert.
Die vorstehend aufgeführten Merkmale, insbesondere das Fehlen einer Pumpwirkung werden dadurch verwirklicht, daß die Erfindung nicht nur mehrere Rotoren in Abstand längs der Welle, jedoch sämtlich in derselben Richtung angestellt vorsieht, sondern auch mehrere Rotoren paarweise Rücken an Rücken benutzt. Eine solche Anordnung führt zur Neutralisierung jeglichen Pump-
509820/0382
effektes, den die Rotoren haben könnten, damit die Verweilzeit des Abfalles in dem Gerät und seine Wirkungen darauf völlig durch die Rate geregelt werden, mit der der Abfall vom Einlaß zum Auslaß des Bottichs wandern gelassen wird.
Es ist auch ein besonderes Merkmal der Erfindung, daß das Gerät, worin die Erfindung verwirklicht ist, keine Lochplatte oder sonstige Einrichtung erfordert, die eine Teilchenhöchstgröße für das daraus ausgetragene Material liefert. Die bei der Ausführung der Erfindung benutzten Amboßplatten sind nämlich so bemessen und gestaltet, daß dahinter Durchgangswege verbleiben, durch die Material ein oder mehrere Rotoren umgehen kann, so daß relativ große Ausschußstücke, wie Kunststoff, relativ groß bleiben können und deshalb leicht in einer späteren Arbeitsstufe abzusieben sind, während die wirksame Abtrennung von Faserklumpen, Knollen und Stücken durchgeführt wird.
Die rechteckige oder quadratische Gestalt des Bottichs trägt weiter in vorteilhafter Weise gemäß der Erfindung dazu bei, die Drehgeschwindigkeit der Masse an den Bottichwänden zu verzögern. Dies dient dazu, Masse in das Fließmuster zurückzuleiten, das von den Rotoren erzeugt wird,und dadurch eine stärker ausgesprochene Wirbelgestalt in diesem Strömungsmuster in ähnlicher Weise zu entwickeln, wie die Wirkung von Prallblechen, die üblicherweise in runden Bottichen verwendet werden, ohne daß es jedoch notwendig wäre, Prallplatten zu verwenden.
In der Zeichnung sind vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung dargestellt.
509820/0382
Fig. 1 ist eine teilweise aufgebrochene Seitenansicht und erläutert das Zerfaserungsgerät gemäß der Erfindung.
Fig. 2 ist eine teilweise aufgebrochene Draufsicht des Gerätes nach Fig. 1.
Fig. 3 ist ein vergrößerter Teilschnitt nach Linie 3-3 der Fig. 1.
Fig. 4 ist eine vergrößerte Teildarstellung der Fig. 2.
Fig. 5 ist ein vergrößerter Tei!querschnitt nach Linie 5-5 der Fig. 3.
Fig. 6 zeigt in einem Teilschnitt eine abgewandelte Konstruktion .
Der Bottich oder Behälter 10 in Fig. 1 und 2 ist in der Seitenansicht im wesentlichen rechteckig und eben und im Querschnitt im wesentlichen quadratisch. Er besitzt öffnungen 11 und 12 an den beiden Enden im Deckel 13, die im Betrieb als Einlaß und Auslaß dienen« Eine in der Mitte angebrachte öffnung 15 am Boden der einen Seitenwand 16 dient als Ablaßöffnung,und eine kleine öffnung 17 an der einen Ecke dient zur Einführung von Waschwasser, wenn der Bottich gesäubert werden soll, oder zur Einführung von Verdünnungswasser.
Eine Welle 20 von verhältnismäßig großem Durchmesser, z.B. 15 cm, erstreckt sich mittig zu dem Bottich durch die beiden Stirnwände und ist außerhalb des Bottichs von Lagern 21 getragen. Ein Antrieb 22 für die Welle ist schematisch dargestellt. Auf der Welle 20 sind mehrere Rotoren 25 in axialem Abstand montiert. Jeder Rotor besitzt ein Paar identischer halbkreisförmiger Teile, die durch Schrauben 26 im Klemmsitz mit Welle
509820/0382
zusammengezogen sind. In Fig. 1 sind vier solche Rotoren 25 dargestellt, und jeder ist mit einer zusammenwirkenden Amboßplatte versehen.
Jede Amboßplatte 30 ist aus einem Paar identischer Abschnittshälften zusammengesetzt, und eine Tragplatte 31 ist so bemessen, daß sie sich über die Weite des Bottichs 10 erstreckt, jedoch ih senkrechter Richtung wesentlich kürzer als die Höhe des Bottichs 10 ist, um darüber und darunter einen Durchlaß in dem Bottich freizulassen„ Jede Tragplatte 31 ist an die gegenüberliegenden Enden der Bottichsextenwande durch einen Sockel 35 von allgemein dreieckigem Querschnitt montiert. Jeder Sockel ist an der angrenzenden Seitenwand des Bottichs mit Schrauben 36 montiert, und die Tragplatte ist an ihrem Tragsockel durch Schrauben 37 gehalten. Das mittige Loch 40 in jeder Tragplatte 31, durch das die Welle 20 hindurchgeführt ist, hat wesentlich größeren Durchmesser als die Welle, d.h. ist etwa 5 cm weiter und bei 41 an seiner dem Rotor 25 abgewandten Seite abgeschrägt.
Die Ämboßplattenäbschriitte, die auf den Tragplatten 31 mit Schrauben 43 montiert sind, haben an der einen Kante Ausschnitte, die zusammen ein Mittelloch für die Welle 20 vom selbenDurchmesser wie das Loch 40 in der Tragplatte 31 begrenzen. Die Amboßplatte 30 ist auch mit einer Arbeitsfläche auf der dem zugehörigen Rotor 25 zugewandten Seite versehen, und diese Arbeitsfläche ist mit mehreren Sacklöchern 45, d.h. Löchern ausgebildet, die nicht ganz durch die Amboßlatte hindurchgehen. Beispielsweise haben sich bei einem Versuch folgende Abmessun-
509820/0 382
gen als geeignet erwiesen: Jedes Loch 45 kann einen Durchmesser von ungefähr 9,5 mm (3/8 Zoll) haben und einen äußeren zylindrischen Teil von annähernd 6,35 mm (1/4 Zoll) Tiefe besitzen. Größe und Gestalt der Löcher sowie das Muster ihrer Verteilung in der Platte sind jedoch beträchtlich variabel»
Jeder Rotor 25 besitzt die in der USA-Patentschrift 3 073 535 beschriebenen Rotormerkmale insofern als jeder Rotor mehrere Flügel 50 aufweist, die nach außen von einem halbkreisförmigen Nabenteil 51 vorspringen und jeweils praktisch in derselben Weise wie in der genannten Patentschrift ausgeführt sind. Im besonderen hat jeder Flügel 50 eine im wesentlichen flache Fläche 52, die im allgemeinen parallel zu der benachbarten Oberfläche der Amboßplatte 30 verläuft, eine Leitkantenfläche 53, die gegen die Oberfläche der Amboßplatte unter einem Winkel a in der Größenordnung von 5° geneigt ist,und eine Schleppkante 54, die von der benachbarten Oberfläche der Amobßplatte weg gekrümmt ist.
Für bevorzugte Arbeitsbedingungen soll jeder Rotor 25 auf der Welle 20 in solcher Einstellung zu der damit zusammenwirkenden Amboßplatte 30 montiert sein, daß sich ein bestimmter Zwischenraum zwischen der Flügelfläche 52 und der Arbeitsfläche der Amboßplatte ergibt. Die Aufspannung jedes Rotors auf der Welle 20 erleichtert eine solche Einstellung entsprechend den Besonderheiten einer jeweiligen Abfallart; ein zweckmäßiger Spielraumbereich erstreckt sich von nahezu Berührung bis 6,35 mm (1/4 Zoll), wobei 0,80 mm (1/32 Zoll) im allgemeinen befriedigend ist« Außerdem sollen für die Erzielung günstigster Ergeb-
509820/0382
nisse die relativen Bemessungen dieser Teile so sein, daß die Radialabmessung jedes Rotorflügels sich annähernd mit der Radialabmessung der Löcher 45 deckt, so daß aufeinanderfolgende Flügel über die ganze Arbeitsfläche streichen, aber diese Beziehung kann abgewandelt werden.
Bei Gebrauch des Gerätes dient die Öffnung 11 gewöhnlich als Einlaßöffnung und ist an eine Zufuhrdruckleitung für die Masse angeschlossen, während die Öffnung 12 als Auslaßöffnung dient. Da dieses Gerät besonders darauf ausgerichtet ist, Abfallpapierzulieferungen zu behandeln, die erhebliche Mengen Kunststoffausschuß enthalten, wird die Masse bereits teilweise in einem Holländer oder dergleichen zerfasert sein und wird gewöhnlich genügend in einem Zentrifugalreinigungsgerät behandelt worden sein, um sehr schwere Verunreinigungen, wie Metall, Glas usw., zu entfernen. Diese Masse enthält jedoch noch Faserbündel, Stücke unzerfaserten Papiers, besonders feuchtfesten Papiers, und Kuntstoffstücke, denen unzerfasertes Papier oder Faserklumpen noch anhaften.
Das Gerät nach der Erfindung ist besonders wirksam zur Behandlung von Massen dieser Art in solcher Weise, daß die Faserbündel aufgebrochen werden, unzerfasertes Papier zerfasert und die Papierfaser von dem Kunststoff ohne merkliche Verringerung der Teilchengröße der Kunststoffstücke getrennt wird. Diese Ergebnisse lassen sich erreichen, weil die auf die Masse durch das Gerät nach der Erfindung aufgebrachten Kräfte überwiegend hydraulische Scherkräfte in dem den Rotor umgebenden Feld sind, und es bes^teht somit nur eine solche mechanische Wirkung, wie
509820/0382
sie sich aus dem Kontakt zwischen den Rotorschaufein und den festen Teilchen in der Masse ergibt. In dieser Hinsicht ist es wichtig zu bemerken, daß das Gerät nach der Erfindung einen geringsten Pumpeffekt auf die Masse ausübt, so daß die Wanderung der Masse von einer öffnung zur anderen und ihre Verweilzeit in dem Bottich durch ihre Fließrate zu der Einlaßöffnung und aus der Auslaßöffnung geregelt wird, die, wie in Fig.- 1 angedeutet, z.B. durch Ventile 56 und 57 geregelt wird.
Was insbesondere die innerhalb des Bottichs 10 auftretende Wirkung betrifft, so erzeugt jeder Rotor 25 eine Wirbelbewegung in der umgebenden Masse, aber da der Kantenteil 54 des Rotorflügels über jedes Loch 45 streicht, wird so eine Saugwirkung erzeugt, die in Richtung einer aufeinanderfolgenden Entleerung der Löcher 45 und· damit zur Rückführung des Kunststoffes in die Strömung wirkt. Es ist jedoch zu bemerken, daß auch andere Rotorgestaltungen benutzt werden können, um die erwünschte vorherrschend zentrifugale Strömungsart zu erzeugen.
Wie angegeben, wird die Verweilzeit für jedes gegebene Feststoffstück innerhalb des Bottichs 10 durch die Rate gesteurt, mit der Masse die Einlaß- bzw. Auslaßöffnungen erreicht und verläßt. Unter den geschilderten Bedingungen würde es für jedes Teilchen praktisch unmöglich sein, dem Einfluß einer gewissen hydraulischen Wirkung und gegebenenfalls einer gewissen mechanischen Wirkung zu entgehen, aber die Durchlässe 33 oberhalb und unterhalb der Tragplatten 31 machen es möglich, daß einiges Material die Rotoren umgeht. Noch wichtiger ist jedoch, daß diese Durchlässe gewährleisten, daß das Gerät sich nicht ver-
509820/0382
stopfen kann, daß praktisch das ganze feste Material, das durch die Einlaßöffnung eintritt, schließlich durch die Auslaßöff-.nung abgeht und daß ein etwa vorhandener Fremdkörper, z.B. ein
der
gelegentliches Metallstück, /in den Bottich eintreten sollte,
dieser Körper zu Boden fällt und keinen Schaden hervorruft.
Wie schon bemerkt, ist es für die Durchführung der Erfindung nicht wesentlich, daß immer dieselben öffnungen als Einlaß und Auslaß benutzt werden; denn Versuche haben gezeigt, daß praktisch dieselben Ergebnisse mit jeder Anordnung erzielt werden. Es ist auch möglich, Größe und Anzahl der Rotoreinheiten gegenüber der besonderen in Fig. 1 und 2 gezeigten Anordnung zu verändern. Bei jeder solchen Abwandlung ist es zweckmäßig, den Axialabstand zwischen benachbarten Rotoreinheiten innerhalb eines Bereiches zu halten, der nicht kleiner als der halbe Durchmesser eines Rotors ist.
Eine andere mögliche Abwandlung des Gerätes nach Fig. 1 bis 4 besteht darin, daß man die Rotoren paarweise Rücken an Rükken anordnet, wobei jeder Rotor mit seiner Amboßplatte auf einer dem Amboßplattenpaar gemeinsamen Tragplatte montiert wird. Eine solche Anordnung ist abgebrochen in Fig. 6 gezeigt. Sie weist eine Welle 60, Rotoren 61 und eine Amboßplatteneinheit auf, die als eine Platte 62 mit Arbeitsflächen auf ihren beiden Seiten dargestellt ist, die von einem Muster durchgehender Löcher 65 gebildet sind. Es versteht sich, daß diese Arbeits- . flächen die im Zusammenhang mit Fig. 3 bis 5 beschriebenen verdoppeln können und daß ferner die Platte 62 einen Aufbau haben kann, der eine Grundplatte und zwei Sätze von Amboßplat-
B09820/0382
tenhalbabschnitten aufweist, wie sie im Zusammenhang mit Fig· 3 und 4 beschrieben wurden sowie daß eine Amboßplatte mit durchgehenden Löchern ähnlich der Platte 62 mit einem einzelnen Rotor, wie in Fig. 1 bis h benutzt werden könnte. An einer solchen Rotoranordnung Bücken an Rücken soll der Axialabstand zwischen benachbarten Rotoreinheiten größer sein als bei der Anordnung nach Fig. 1 bis h, nämlich im Bereich von mindestens einem Rotordurchmesser.
- 13 -
B09820/0382

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1. 1 Zerfaserungsvorrichtung für die Behandlung von Abfallpapiermassen und dergleichen, gekennzeichnet durch
    a) einen länglichen geschlossenen Bottich (10),
    b) je eine Öffnung (11, 12) an jedem Ende des Bottichs (107) zur Aufnahme bzw. Abgabe von Masse unter Druck,
    c) eine Antriebswelle (20), die sich allgemein zentrjsxh durch den Bottich von dess-en einem zum anderen Ende erstreckt,
    d) mehrere in Axialabstand, auf der Welle (20) montierte Rotoren (25X
    e) Einrichtungen zur Bildung einer Vorder- und Rückseite auf jedem Rotor (-25) 1
    f) eine jedem Rotor (25) zugeordnete Amboßplatte (30),
    g) Träger (31) für jede Amboßplatte (30) benachbart zu der Rückseite des zugehörigen Rotors (25) in engem vorbestimmtem Abstand hiervon,
    h) eine Arbeitsfläche auf jeder Amboßplatte 30 an der dem zugehörigen Rotor (25) zugewandten Seite und
    i) Flügel (50) an diesem Rotor (25) zur Erzeugung einer Wirbelbewegung in der Masse.
    - 14 -
    509820/0382
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Amboßplatte1 (30) ungelocht und ihr Träger (31) so bemessen ist, daß sich ein Wasserdurchlaß zwischen mindestens dessen einer Seite und der benachbarten ¥and des Bottichs (1O) ergibt,
    3o Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsfläche mehrere Sacklöcher (^5) in der dem Rotor (25) zugewandten Seite der Amboßplatte (30) aufweist.
    h, Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Amboßplatte eine zentrische Öffnung (kh) aufweist, die ausreichend größer als die ¥elle (20) ist, um einen
    für
    ringförmigen Durchlaß Masse durch die Amboßplatte zu ergeben.
    5· Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (38, 35) für jede Amboßplatte eine Montageplatte (31) aufweist, die mit gegenüberliegenden Kanten an gegenüberliegenden Wänden des Bottichs (1O) befestigt ist und ebenso wie die Amboßplatte weitere Abmesstingen hat als der Abstand zwischen den anderen gegenüberliegenden Wänden des Bottichs zur Bildung eines Durchlasses für die Masse.
    6. Zerfaserungsge:rät nach Anspruch 1f dadurch gekennzeich-
    - 15 -
    509820/0382
    net, daß jeder Rotor zwei halbkreisförmige Teile umfaßt, die im Klemmsitz auf der Welle (20) miteinander verbunden s ind.
    7c Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei Rotoren Rücken· an Rücken angeordnet sind..
    8, Vorrichtung nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinsame Platte (62) die Amboßplatten für die beiden Rotoren bildet und die Arbeitsfläche mehrere durch die gemeinsame Platte (62) gehende Löcher (65) aufweist.
    9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß alle Rotoren paarweise Rücken an Rücken angeordnet sind.
    10, Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bottich (1O) im Radialschnitt rechteckig ist.
    11. Verfahren zur Behandlung von Papierabfall, der mit Stücken von Kunststoffausschuß und dergleichen verunreinigt ist, zur Abtrennung von Papierfasern, dadurch gekennzeichnet , daß man den Abfall einer Einlaßöffnung an einen Ende eines geschlossenen Bottichs mit einer Auslaßöffnung dessen gegenüberliegenden Ende zuführt, den Abfall innerhalb des Bottichs einer hydraulichen Scherwirkung unterzieht, intermittierend Stücke aus vereinigtem Ausschußmaterial und Papier zeitwä-lig ortsfest zurückhält, während öie hydrau-
    B09820/0382 - 16 -
    IieherSeherwirkung ausgesetzt werden, die einen Abzug dor Papierfasern von dem gehaltenen Ausschußmaterial bewirkt, und die Verweilzeit für eine gegebene Abfallmenge in dem Bottich durch Regelung der Einführungs- und Austragraten zu und aus dem Bottich kontrolliert.
    12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß hydrauliche Scherkräfte durch Entwicklung eines Zentrifugalflusses in dazwischenliegenden Ringräumen in den Bottich erzeugt werden, während die an den Bottichwänden anan
    "liegende Masse/einer Drehung mit derselben Winkelgeschwindigkeit wie die Masse in dem Ringraum gehindert wird.
    5 0 9820/0382
DE19742453199 1973-11-13 1974-11-09 Zerfaserungsvorrichtung Pending DE2453199A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US415298A US3877648A (en) 1973-11-13 1973-11-13 Defibering apparatus including multiple horizontally spaced comminuting surfaces

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2453199A1 true DE2453199A1 (de) 1975-05-15

Family

ID=23645139

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19742453199 Pending DE2453199A1 (de) 1973-11-13 1974-11-09 Zerfaserungsvorrichtung

Country Status (10)

Country Link
US (1) US3877648A (de)
JP (1) JPS5082302A (de)
CA (1) CA1019608A (de)
DE (1) DE2453199A1 (de)
ES (1) ES431899A1 (de)
FI (1) FI325674A7 (de)
FR (1) FR2250849B3 (de)
GB (1) GB1483636A (de)
IT (1) IT1023224B (de)
SE (1) SE7414171L (de)

Families Citing this family (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3132542A (en) * 1962-03-27 1964-05-12 Paul M Horvath Cutter having a removable tip
US4039149A (en) * 1976-06-09 1977-08-02 The B. F. Goodrich Company Lump breaker apparatus for reactor tank
US4577974A (en) * 1984-05-04 1986-03-25 Kamyr, Inc. Medium consistency mixer rotor and stator construction
US4582261A (en) * 1984-05-18 1986-04-15 Adamation Pulper
FI82492C (fi) * 1989-08-21 1991-03-11 Tampella Oy Ab Foerfarande och anordning foer avlaegsnande av foeroreningar fraon pappersmassa i pulper.
CA2158522C (en) * 1994-09-19 2001-04-10 Daniel R. Roll Mixer for mixing multi-phase fluids
EP1450958B1 (de) 2001-10-18 2009-05-06 Kadant Black Clawson Inc. Extraktionsgrundplatte mit laser- oder wasserstrahlgeschnittenen öffnungen
US7156367B1 (en) * 2005-07-12 2007-01-02 Chung-Chin Huang Gas control knob that is operated manually or automatically
CN110983843A (zh) * 2019-12-12 2020-04-10 朱华生 一种造纸生产用碎浆机
CN111545316B (zh) * 2020-05-21 2021-05-14 桂林庆和食品有限公司 一种食品加工粉碎机

Family Cites Families (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1621571A (en) * 1922-05-26 1927-03-22 Babcock & Wilcox Co Pulverizer
US2649371A (en) * 1949-05-03 1953-08-18 Charles S Reid Apparatus for deinking and defibering wastepaper
US2681598A (en) * 1951-06-04 1954-06-22 Black Clawson Co Paper machinery
US3073535A (en) * 1960-03-24 1963-01-15 Black Clawson Co Paper machinery
US3342425A (en) * 1965-11-01 1967-09-19 Black Clawson Co Paper machinery
US3547357A (en) * 1966-12-22 1970-12-15 Bolton Emerson Process for pulping
US3774853A (en) * 1972-01-26 1973-11-27 Black Clawson Fibreclaim Inc Pulping apparatus for waste material

Also Published As

Publication number Publication date
US3877648A (en) 1975-04-15
FR2250849B3 (de) 1977-08-12
FI325674A7 (de) 1975-05-14
FR2250849A1 (de) 1975-06-06
ES431899A1 (es) 1976-10-16
IT1023224B (it) 1978-05-10
SE7414171L (de) 1975-05-14
GB1483636A (en) 1977-08-24
JPS5082302A (de) 1975-07-03
CA1019608A (en) 1977-10-25

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0034780B1 (de) Rotationssortierer
DE2518112C2 (de) Vorrichtung zur Behandlung von Papierfasern
DE1483497B2 (de) Siebvorrichtung
DE69032872T2 (de) Einrichtung zur Erzeugung von Luftblasen in einer Flüssigkeit
DE69311898T3 (de) Vorrichtung zur behandlung von fasersuspensionen
DE3606447A1 (de) Siebvorrichtung
DE2440393C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Wiedergewinnen von Papierfasern aus Fremdstoffe enthaltendem Abfallpapier
DE69424661T2 (de) Siebvorrichtung für papierbrei
DE2453541A1 (de) Vorrichtung zum zerkleinern von abfall
DE2841958A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum waschen von faserrohmaterial bei der entfaerbung von papier
DE2345148A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum sortieren von papierfaserstoff
EP0646199A1 (de) Drucksortierer für fasersuspensionen.
DE2453199A1 (de) Zerfaserungsvorrichtung
DE2353989A1 (de) Maschine zum zerkleinern von verschiedenen materialien
DE2753413C3 (de) Drucksortierer
DE1288411B (de) Vorrichtung zum Zerkleinern von Abfall
DE69314034T2 (de) Siebvorrichtung für faserbrei
DE2405702B2 (de) Stofflöser zum Herstellen einer pumpfähigen Suspension aus trockenen Papierrohstoffen
DE2136203C2 (de) Abfall-Zerkleinerer
WO2004065706A1 (de) Vorrichtung zum entfernen von siebgut aus in einem gerinne strömender flüssigkeit
DE1923230A1 (de) Verfahren und Einrichtung zur Laengensortierung von Fasern
DE3224705C2 (de) Verfahren und Wirbelströmungsapparat zur Aufbereitung von Altpapier
DE68901813T2 (de) Breimaschine fuer die papierherstellung.
DE2441059A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur fraktionierung von fasersuspensionen gemaess der faserlaenge
DE3127114C2 (de) Einrichtung zum Auflösen von Altpapier und Aussortieren daraus zu gewinnender Fasern für die Herstellung von Papier, Karton oder Pappe