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Neue araliphatische Ketone und Carbinole, Verfahren zu ihrer Herstellung
und diese enthaltende Arzneimittel Die Erfindung betrifft neue araliphatische Ketone
und Carbinole der allgemeinen Formel I
und Verfahren zu ihrer lIerstellung.
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Die Verbindungen der allgemeinen Formel I besitzen pharmakologisch
wertvolle Eigenschaften; sie wirken insbesondere antiphlogistisch und zeigen eine
starke Wirkung gegen Arthritiden verschiedener Ursachen.
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In der obigen allgemeinen Formel I bedeuten R die Methyl- oder Äthylgruppe
oder, falls 3 ein Halogenatom und R4 die Cyclohexylgruppe ist, auch ein Wasserstoffatom;
R3 ein Wasserstoff-, Chlor- oder Bromatom;
die Isobutylgruppe, einen
gegebenenfalls methylsubstituierten Cyclohexylrest oder die Cyclopentyl- oder Cycloheptylgruppe;
A die Gruppe # C:O oder
Z1 und Z2 Wasserstoffatome oder zusammen eine zusätzliche Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung.
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Unter den der allgemeinen Formel I entsprechenden olefinischen Verbindungen
beanspruchen diejenigen besonderes Interesse, die bezüglich der Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung
E-konfiguriert sind.
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Die Verbindungen der allgemeinen Formel I lassen sich nach folgenden
Verfahren herstellen: 1. Sämtliche Verbindungen der allgemeinen Formel I lassen
sich durch Umsetzung von Metallorganylen mit geeigneten, polare C-X-iNehrfachbindungen
(die Bedeutung von X wird nachfolgend defini rt) enthaltenden Verbindungen und nachfolgende
Hydrolyse erhalten und zwar a) durch Reaktion von Metallorganylen der allgemeinen
Formel II X - CH3 II mit Verbindungen der allgemeinen Formel III
oder
b) durch Reaktion von Metallorganylen der allgemeinen Formel
IV
mit Verbindungen der allgemeinen Formel V
In den allgemeinen Formeln II, ITT, IV und V haben die Symbole R, R3, Rq, Z1 und
Z2 die eingangs angegebenen Bedeutungen, X ist ein Sauerstoffatom, sofern Y ein
Wasserstoffatom oder eine NH2-Gruppe bedeutet, oder ein Stickstoffatom, sofern Y
die Bedeutung einer zusätzlichen Bindung zwischen C und X annimmt, M ein Lithiumatom
oder der Rest MgHal, worin Hal ein Chlor-, Brom- oder Jodatom bedeutet.
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Sofern der Rest
in Verbindungen der allgemeinen Formeln III und V die Gruppe
oder die Cyangruppe bedeutet, erhält man nach Umsetzung mit den Organometallverbindungen
der allgemeinen Formeln II bzw. IV und nachfolgender hydrolytischer Aufarbeitung
Biphenylderivate der allgemeinen Formel I, in der A die Ketogruppe bedeutet.
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Bedeutet der Rest
in Verbindungen der allgemeinen Formeln III und V dagegen eine Gruppe -CH=O, so
erhält man als Fndprodukte Verbindungen der allgemeinen Formel I, in der A die Gruppe
ist, sofern man das Metallorganyl im
überschuß oder in mindestens
stöchiometrischem Mengenverhältnis einwirken läßt; verwendet man dagegen die den
allgemeinen Formeln III und V entsprechenden Aldehyde bei dieser Umsetzung im Überscfiuß,
so schließt sich an die eigentliche Umsetzung der metallorganischen Verbindung mit
der Carbonylverbindung noch eine durch die entstandenen Metallalkoholate katalysierte
Oxidation durch den überschüssigen Aldehyd an, so daß man nach Hydrolyse Gemische
von Ketonen und Alkoholen der allgemeinen Formel I erhält. in der also A die Gruppe
0=0 oder
bedeutet. Aus diesen Gemischen lassen sich anschließend durch die unter 3. und 4.
beschriebenen Reduktions- oder Oxidationsverfahren einheitliche Endprodukte der
allgemeinen Formel I herstellen, in der A entweder die Gruppe # CHOH oder #C=O bedeutet.
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Die Umsetzungen der Metallorzanyle der allgemeinen Formeln II und
IV mit den Verbindungen der allgemeinen Formeln III und V erfolgt bei Temperaturen
zwischen -800C und +100°C, bevorzugt iiOo0 bis +60°C, vorzugsweise in Gegenwart
von ätherartigen Lösungsmitteln wie Diäthyläther, Tetrahydrofuran, 1,4-Dioxan, jit
hylenglykoldimethyläther , Anisol, gegebenenfalls auch im Gemisch mit aromatischen
Kohlenwasserstoffen wie Benzol oder Toluol. Die Umsetzung kann gelegentlich jedoch
auch mit Vorteil in aliphatischen Kohlenwasserstoffen wie n-Pentan, n-Hexan oder
n-Heptan vorgenommen werden. Den allgemeinen Formeln III und V entsprechende Carbonsäureamide
werden vorteilhaft in Gegenwart von Methylenchlorid umgesetzt, vorzugsweise bei
Temperaturen zwischen 30 und 5000.
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2. Verbindungen der allgemeinen Formel I, in der Z1 und Z2 zusammen
eine zusätzliche C-C-Bindung bedeuten, können leicht zu den gesättigten Verbindungen
der allgemeinen Formel I, in der Z1 und Z2 Wasserstoffatome bedeuten, hydriert werden
und zwar a) durch katalytische Elydrierung Die katalytische Hydrierung erfolgt in
Gegenwart der üblichen Katalysatoren, besonders in Gegenwart von fein verteilten
Metallen der VIII. Nebengruppe ddes Periodischen
Systems, beispielsweise
von Raney-Kobalt, Raney-Nickel, Palladium auf Tierkohle, Palladium auf Bariumsulfat,
Platin bzw. Platin(IV)-oxid. Die Hydrierung wird nach Aufnahme von 1 bis 1,2 Mol
Wasserstoff abgebrochen. Als Lösungsmittel werden Carbinole wie Methanol, Methanol,
Isopropanol oder aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzol, oder Äther wie dioxan
oder Ester niederer aliphatischer Carbonsäuren, beispielt>weis e Essigsäuremethy
lester oder Essigsäureäthylester, oder Gemische der genannten Lösungsmittel verwendet.
Man arbeitet bei Temperaturen zwischen 0 und 40°C, bevorzugt bei Zimmertemperatur,
und einem Druck von 0 bis 100 at, bevorzugt 1 bis 5 at.
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Geht man von Verbindungen der allgemeinen Formel I aus, in der Z1
und Z2 zusammen z eine zusätzliche C-C-Bindung bedeuten und A die Gruppe oC=O ist,
so wird in der Regel die Carbonylgruppe partiell mitreduziert. Die anfallenden Gemische
von der allgemeinen Formel I entsprechenden Ketonen und Carbinolen, in denen Z1
und Z2 Wasserstoffatome bedeuten, lassen sich durch Reduktion bzw. Oxidation, wie
unter 3. und 4. beschieben, leicht in einheitliche Endprodukte der allgemeinen Formel
I, in der A entweder die Gruppe 0=0 oder die Gruppe
ist, überführen oder aber nach säulenchromatographischen Verfahren gut voneinander
trennen.
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Die partielle Reduktion der Carbonylgruppe A unterbleibt jedoch, wenn
man das aus Nickel(II)-acetat durch Reduktion mit Natriumborhydrid in Äthanol erhältliche
kolloidale Nickelborid (P-2-Katalysator) als Hydrierkatalysator verwendet.
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Die Absättigung der olefinischen Doppelbindung in Ausgangsverbindungen
der allgemeinen Formel I, in der Z1 und Z2 eine zusätzliche Bindung und A die Gruppe
0=0 darstellt, kann auch mit nascierendem Wasserstoff durchgeführt werden. Geeignet
ist die Reduktion mit Natriumamalgam in saurem Medium, wobei man durch vorsichtiges
Zutropfen von verdünnter Essigsäure
alkalische Reaktion vermeiden
muß, sowie die Einwirkung von Zinkamalgam, wobei man bevorzugt in Gemischen von
Äthanol und wäßriger Essigsäure und bei Temperaturen von 60°C bis zum Siedepunkt
des Lösungsmittelgemisches arbeitet.
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Geeignet zur Absättigung der olefinischen Doppelbindung ist weiter
die elektrolytische Reduktion in nahezu neutralem oder in saurem Medium. EXeispielsweise
wird das betreffende ,ß-ungesättigte Karton in Essigsäure in Gegenwart von verdünnter
Schwefelsäure im Kathodenraum einer Elektrolysierzelle reduziert, wobei der Anodenraum
mit 20 proz. Schwefelsäure gefüllt wird. Als Kathoden kommen Bleizylinder oder eine
etwa 1 cm hohe Quecksilberschicht, als Anoden Blei- oder Kohlestäbe in Betracht.
Die Elektrolyse kann jedoch auch unter Verwendung eines Gemischs aus Äthylacetat,
Äthanol, Wasser und Kaliumacetat als Kathodenflüssigkeit durchgeführt werden.
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Schließlich werden Verbindungen der allgemeinen Formel I, in der
Z1 und Z2 Wasserstoffatome und A die Gruppe # 0=O bedeutet, auch dadurch erhalten,
daß man die entsprechenden Od,ß-ungesättigten Ketone der allgemeinen Formel I in
einer wässrig-äthanolischen Ammoniaklösung mit wässerigem Titan-(III)-halogenid,
vorzugsweise Titan-(III)-chlorid, auf dem Dampfbad erw.irmt.
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3. Verbindungen der allgemeinen Formel I, in der A die Gruppe = 0=0
bedeutet oder die nach Verfahren 1 erhaltenen Gemische, die solche Verbindungen
enthalten, lassen sich leicht zu solchen Verbindungen der allgemeinen Formel I reduzieren,
in der A die Gruppe
darstellt: a) durch Reduktion mittels komplexer Hydride: Als komplexe flydride kommen
in Frage: Alkali- oder Erdalkalialuminiumhydride, zum Beispiel Lithiumaluminiumhydrid,
Natriumaluminiumhydrid, Magnesiumaluminiumhydrid, Alkoxyaluminiumhydride, zum Beispiel
Natrium-bis(2-methoxy-äthoxy)-dihydroaluminat,
Lithium-trimethoxyaluminiumhydrid,
Lithiumtris-(tert.butoxy)-aluminiumhydrid, Alkali- und Erdalkallborhydride und -alkoxyborhydride,
zum Beispiel Lithiuniborhydrid, Natriumborhydrid, Calciumborhydrid, Lithiumcyanoborhydrid,
Natriumcyanob orhy drid, Natriummethoxyb orhydrid, Zinkborhydrid. Es können auch
Kombinationen von Lithiumaluminiumhydrid oder Natriumborhydrid mit Lewis-Säuren,
besonders mit Aluminiumchlorid oder Bortrifluorid, verwendet werden. Schließlich
ist - sofern in den Ausgangsverbindungen der allgemeinen Formel I Z1 und Z2 Wasserstoffatome
sind- auch Diboran für die Reduktion geeignet. Diboran braucht nicht als solches
verwendet zu werden; es kann auch in der Lösung, in der die Reduktion durchgeführt
wird, in situ entwickelt werden, beispielsweise durch Umsetzung von IJatriumborhydrid
in Diäthylenglykoldimethyläther mit wasserfreiem Chlorwasserstoff, mit Schwefelsäure,
Chlorsulfonsäure, Methansulfonsäure, Phosphorsäure, Borhalogeniden, Zinn(II)-chlorid,
Quecksilber(I)-chlorid, Aluminiumchlorid oder dergleichen.
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Die Reduktion erfolgt in einem geeigneten Lösungsmittel, bevorzugt
in Äthern wie zum Beispiel Tetrahydrofuran, Diäthyläther, 1,2-Dimethoxyäthan, Dithylenglykoldimethyläther,
Triäthylenglykoldimethyläther, gelegentlich auch in aromatischen Kohlenwasserstoffen,
beispielsweise in Benzol, oder in Gemischen dieser Lösungsmittel. Reduktionen mit
Natriumborhydrid, Natriumcyanoborhydrid und Natrium-trimethoxyborhydrid können auch
in niederen Alkoholen, bevorzugt in Äthanol, oder in Alkollol-Wasser-Gemischen durchgeführt
werden. Geeignete Reduktionstemperaturen liegen - abhängig von dem verwendeten komplexen
Hydrid - zwischen -80 und +1000C; bevorzugt werden Temperaturen zwischen 0 und +3000.
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Im allgemeinen bleibt bei diesen Reduktionen mit komplexen Metallhydriden
die geometrische Anordnung der Substituenten an einer eventuell vorhandenen olefinischen
Doppelbindung unverändert.
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b) mit primären oder sekundären Alkoholen in Gegenwart von Alkoholaten
von Metallen der 1. bis 3. Hauptgruppe des Periodensystems, beispielsweise mit Isopropanol
in Gegenwart von Aluminiumisopropylat, Magnesiumisopropylat, Natriumäthylat, Aluminiumdichlorisopropylat.
Man arbeitet bevorzugt in aromatischen Kohlenwasserstoffen als Lösungsmitteln, beispielsweise
in Benzol- oder Toluollösung, und bei erhöhten Temperaturen, vorzugsweise bei der
Siedetemperatur des verwendeten Lösungsmittels, wobei zweckmäßig das gebildete Keton,
zum Beispiel Aceton, laufend aus dem Reaktionsgemisch abdestilliert wird. Die Reduktion
kann jedoch auch in Abwesenheit der primären oder sekundären Alkohole mit den Metallalkoholaten
allein, zum Beispiel mit geschmolzenem Aluminiumisopropylat oder mit Aluminiumisopropylat
in Toluollösung durchgeführt werden.
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c) durch Einwirkung unedler Metalle in alkalischem Milieu: Geeignet
sind beispielsweise Natrium, Natriumamalgam, Calcium, Magnesium, Zink, Zinkamalgam,
Aluminium oder Aluminiumamalgam. Als Lösungsmittel kommen niedere Alkohole wie Methanol
oder Äthanol, feuchter Äther oder feuchtes Benzol in Betracht. Man arbeitet bei
Temperaturen zwischen Zimmertemperatur und dem Siedepunkt des verwendeten Lösungsmittels.
In einer Variante dieses Verfahrens reduziert man mit Natrium in flüssigem Ammoniak
und in Gegenwart von überschüssigem Ammoniumchlorid.
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Hat in Verbindungen der allgemeinen Formel I R3 die Bedeutung eines
fjalogenatoms, so ist bei allen Reduktionen mit unedlen Metallen damit zu rechnen,
daß das Halogenatom durch Wasserstoff ganz oder teilweise ersetzt wird. Eventuell
vorhandene olefinische Doppelbindungen werden ebenfalls abgesättigt, so daß in den
erhaltenen Endprodukten der allgemeinen Formel I Zl und Z2 nur noch die Bedeutung
eines Wasserstoffatoms besitzen können.
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d) durch katalytische Hydrierung: Eine ganze Reihe von Katalysatoren
kommt für diese Reduktion in Betracht: Platin aus Hexachloroplatinsäure, aus
Ammoniumhexachloroplatinat,
aus Platin(IV)-oxid, Raney-Nickel, Palladium auf Tierkohle, Kupfer-barium-chromoxid,
Ruthenium oder Rhodium auf Tierkohle, Kupferchromit. Man arbeitet unter alkalischen,
neutralen oder sauren Bedingungen in Lösungsmitteln wie Alkoholen, Gemischen von
Wasser und Alkoholen, Äthern, beispielsweise Dioxan, in Essigsäureäthylester oder
niederen aliphatischen Carbonsäuren, beispielsweise Eisessig oder Trifluoressigsäure.
Mit den genannten Metallkatalysatoren arbeitet man bei Temperaturen zwischen 20
und 1000C, vorzugsweise jedoch oberhalb +40°C; die oxidischen Katalysatoren erfordern
Temperaturen zwischen 100 und 2500C.
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Bei Carbonylverbindungen der allgemeinen Formel I, in der Z1 und
Z2 zusammen eine zusätzliche C-C-Bindung bedeuten, wird zunächst das gesättigte
Keton gebildet, das erst nachfolgend durch ein zweites Mol Wasserstoff zum sekundären
Alkohol reduziert wird.
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e) durch Reduktion mittels Thioharnstoff-S.S-dioxid: Die Umsetzung
wird in wässerig-äthanolischer Lösung in Gegenwart von Ätzalkalien durchgeführt,
bevorzugt beim Siedepunkt des verwendeten Lösungsmittelgemisches. Zweckmäßig verwendet
man einen Überschuß des genannten Reduktionsmittels, und zwar bis zu 3,0 Mol auf
1 Mol des zu reduzierenden Substrats. Es hat sich bewährt, pro Mol Reduktionsmittel
2 Mol Alkalihydroxid zu verwenden.
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4. Verbindungen der allgemeinen Formel I, in der A die Gruppe
bedeutet, oder die nach Verfahren 1 erhaltenen Gemische, die solche Verbindungen
enthalten, lassen sich leicht zu Verbindungen der allgemeinen Formel I oxidieren,
in der A die Gruppe 3 0:0 bedeutet.
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Die Oxidation erfolgt a) mit Cr(VI)-Verbindungen: Als geeignete Cr(VI)-Verbindungen
sind besonders hervorzuheben:
Natrium- und Kaliumdichromat, Chrom(VI)-oxid
und Di-tert. butyl-chromat. Man kann in einer ganzen Reihe von Lösungsmitteln arbeiten,
z.B. in Wasser, Eisessig, Aceton, Petroläthers Benzol, Tetrachlormethan, Pyridin
oder Dimethylformamid oder in Gemischen davon. Man arbeitet bei 0-100°C, bevorzugt
bei Zimmertemperatur oder mäßig erhöhten Temperaturen.
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Besonders zu erwähnen sind Oxidationen mit Crom(VI)-oxid oder Dichromat
in wäßrig-schwefelsaurer Lösung, wobei man zweckmäßig Eisessig, eventuell auch noch
Benzol, als zusätzliche Lösungsmittel verwendet; Chrom(VI)-oxid oder Dichromat in
Eisessig; Chrom(VI)-oxid in Pyridin; Chrom(VI)-oxid in wäßrig-schwefelsaurer Lösung
in Gegenwart von Aceton; Di-tert.butyl-chromat in unpolaren Lösungsmitteln wie Petroläther,
Tetrachlormethan oder Benzol; Chrom(VI)-oxid in Dimethylformamid in Gegenwart von
konzentrierter Schwefelsäure.
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b) mit Mangan(IV)-oxid: Dieses Verfahren ist speziell zur Oxidation
von ,ß-ungesättigten Carbinolen der allgemeinen Formel I, in der Z1 und Z2 also
eine zusätzliche C-C-Bindung bedeuten, geeignet.
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Man verwendet zweckmäßig einen großen Überschuß an Oxidationsmittel.
Als Lösungsmittel kommen bevorzugt Petroläther, Aceton, Diäthyläther und Tetrahydrofuran
in Betracht.
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Brauchbar ist auch die Verwendung von Benzol, Chloroform oder Tetrachlormethan
als Lösungsmittel. Die Reaktion wird bei
Temperaturen zwischen
O und 1000C, vorzugsweise aber bei Zimmertemperatur durchgeführt, bei der Oxidation
von der allgemeinen Formel I entsprechenden oC,ß-ungesättigten Carbinolen (Z1 und
Z2 bilden zusammen eine zusätzliche C-C-Bindung) auch bei der Siedetemperatur des
verwendeten Lösungsmittels.
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c) mit Ketonen in Gegenwart von Alkoholaten von Metallen der 1. bis
3. Hauptgruppe des Periodensystems. Als Katalysatoren bewährt haben sich Aluminiumalkoholate
des zu oxidierenden Carbinole, Aluminiumphenolat, Aluminiumis opropy lat , bes onders
aber Aluminium-tert.butylat, als Wasserstoffacceptoren Aceton,l,4-Benzochinon und
Cyclohexanon, vorteilhaft unter Verwendung von Benzol oder Toluol als zusätzlichen
Lösungsmitteln. Man arbeitet bevorzugt bei erhöhten Temperaturen bis zum Siedepunkt
des verwendeten Lösungsmittelgemischs und mit einem großen überschuß des Wasserstoffacceptors.
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-d) mit wasserfreiem Dimethylsulfoxid in Gegenwart von N.N'-Dicyclohexylcarbodiimid
und sauren Agenzien. Als saure Agenzien kommen vor allem mittelstarke anorganische
oder organische Säuren in Betracht: Beispielsweise wasserfreie Phosphorsäure, phosphorige
Säure, Cyanessigsäure oder Pyridiniumphosphat, Pyridiniumsulfat; besonders bewährt
haben sich Dichloressigsäure und Pyridiniumtrifluoracetat. Die sauren Agenzien werden
bevorzugt in einer Menge von 0,5 Mol pro Mol zu oxidierenden Carbinols der allgemeinen
Formel I eingesetzt; es können jedoch auch kleinere oder größere Mengen verwendet
werden, beispielsweise 0,1 oder 1,0 Moläquivalente an saurem Agens. Dicyclohexylcarbodiimid
wird zweckmäßig in einem Überschuß von wenigstens 2 Mol pro Mol Carbinol, bevorzugt
in einer Menge von 3 Mol pro Mol Carbinol, verwendet. Überschüssiges Dicyclohexylcarbodiimid
wird nach Beendigung der Oxidation bevorzugt durch Zugabe von Oxalsäure entfernt,
die mit Dicyclohexylcarbodiimid rasch unter Bildung von Kohlendioxid, Kohlenmonoxid
und N,N'-Dicyclohexyl-harnstoff reagiert. Der Dicyclohexylharnstoff kann auf Grund
seiner minimalen Löslichkeit in den meisten organischen Lösungsmitteln vom gesuchten
Produkt leicht abgetrennt
werden. Die zur Oxidation verwendete
Menge an Dimethylsulfoxid ist unkritisch; es sind jedoch wenigstens äquimolare Mengen
- bezogen auf das zu oxidierende Carbinol -erforderlich.
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Es ist häufig vorteilhaft, der Reaktionsmischung inerte Cosolventien
zuzusetzen, insbesondere solche, die mit Wasser nicht mischbar sind, beispielsweise
Benzol oder Äthylacetat. Hierdurch wird die an sich beschränkte Löslichkeit von
Dicyclohexylcarbodiimid in Dimethylsulfoxid verbessert, daneben verläuft die Umsetzung
weniger exotherm, da in weniger konzentrierter Lösung gearbeitet wird.
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An Stelle von N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid können auch andere substituierte
Carbodiimide verwendet werden, z.B. N,N'-Diisopropylcarbodiimid, N,N'-Diäthylcarbodiimid,
N,N'-Di-(p-tolyl)-carbodiimid, N-Cyclohexyl-N'-/1-(3-pyridyl)-1-äthyl7carbodiimid
oder N-Cyclohexyl-N'-(p-toluolsulfonyl)-carbodiimid, ohne daß diese wasserabspaltenden
und Dimethylsulfoxid in diesen Oxidationsreaktionen aktivierenden Carbodiimide gegenüber
N,N'-Dicyclohexylcarbodiimid jedoch wesentliche Vorteile bringen.
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Auch einige andere Verbindungen, die im mechanistischen Verhalten
den Carbodiimiden ähneln und gleichfalls Oxidationen durch Dimethylsulfoxid katalysieren,
sind geeignet, beispielsweise N-Äthyl-5-phenyl-isoxazolium-3' -sulfonat, Trichloracetonitril,
Äthoxy-acetylen oder Diphenylketen-p-tolylimin. Auch Oxidationen mit Dimethylsulfoxid
in Gegenwart von anorganischen oder organischen Säureanhydriden, beispielsweise
von Acetanhydrid, Benzoesäureanhydrid, Phosphorpentoxid, Polyphosphorsäure oder
Pyridinanhydroschwefelsäure sind durchführbar.
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Statt Dimethylsulfoxid können auch andere Sulfoxide Verwendung finden,
beispielsweise Tetramethylensulfoxid.
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e) mit 2.3-Dichlor-5.6-dicyan-1.4-benzochinon in inerten Lösungsmitteln,
wie Dioxan, Anisol, Benzol oder Toluol oder Gemischen davon und bei Temperaturen
zwischen 1OOC und der Siedetemperatur des betreffenden Lösungsmittels.
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5. Verbindungen der allgemeinen Formel I, in der A die GruppeC=O bedeutet,
lassen sich auch durch Verseifung und anschließende Decarboxylierung von ß-Ketoestern
der allgemeinen Formel VI,
in der die Symbole R, R3, R4, Z1 und Z2 die eingangs definierten Bedeutungen besitzen
und R5 einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl- oder Aralkylrest bedeuten kann, herstellen.
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Die Verseifung wird in alkalischer, gewöhnlich in schwach alkalischer,
oder in saurer Lösung durchgeführt. Die Decarboxylierung wird durch Säuren und Basen,
insbesondere durch schwache Basen wie Anilin oder Pyridin, katalytisch beschleunigt.
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Besonders leicht können solche Verbindungen der allgemeinen Formel
VI verseift werden, in denen R5 einen tertiären Alkylrest bedeutet. n einer Variante
dieses Verfahrens werden solche tert. Alkylester pyrolysiert, bevorzugt in Gegenwart
einer Spur p-Toluolsulfonsäure, wobei neben den gesuchten Verbindungen der allgemeinen
Formel I, in der A die Gruppe ~ 0=O ist, noch Kohlendioxid und ein Isoalkylen gebildet
werden.
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Die alkalische Spaltung der ß-Ketoester der allgemeinen Formel VI
wird bevorzugt in wässerigen Alkali- oder Erdalkalihydroxidlösungen, beispielsweise
in 5%Der wäßriger Natronlauge, durchgeführt. Mit Wasser mischbare Cosolventien,
wie Äthanol, n-Propanol oder Dioxan, können zugesetzt werden. Man arbeitet anfangs
bei Zimmertemperatur, kocht abschließend zur Vervollständigung der Kohlendioxidabspaltung
jedoch noch einige Stunden unter Rückfluß.
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Zur sauren Hydrolyse eignen sich bevorzugt wäßrige Mineralsäuren,
zum Beispiel Schwefelsäure, Phosphorsäure, Gemische von Eisessig und wäßriger Schwefelsäure,
saure Ionenaustauscher wie Dowex 50 W x 2.
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In einer Variante dieses Verfahrens werden Ester der allgemeinen
Formel VI durch Erhitzen mit Natriumchlorid in Gegenwart von feuchtem Dimethylsulfoxid
auf Temperaturen zwischen 140 und 185°C decarbalkoxyliert, wobei man in einem Schritt
direkt und in guten Ausbeuten Ketone der allgemeinen Formel I erhält, in der A die
Gruppe = 0=O ist. An Stelle von Natriumchlorid können auch andere Alkalimetallhalogenide
und -pseudohalogenide, zum Beispiel Alkalimetallfluoride, -chloride, -bromide, Natriumcyanid
oder Natriumazid, sowie Natriumphosphat verwendet werden. Die Decarbalkoxylierung
gelingt jedoch auch durch Erhitzen mit feuchtem Dimethylsulfoxid allein.
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Dimethylsulfoxid kann durch andere dipolare aprotische Lösungsmittel,
zum Beispiel Dimethylformamid, Dimethylacetamid oder Hexamethylphosphorsäuretriamid
ersetzt werden; in den niedriger siedenden Lösungsmitteln, wie in feuchtem Dimethylformamid,
sind jedoch längere Reaktionszeiten erforderlich.
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6. Verbindungen der allgemeinen Formel I, in der R ein Wasserstoffatom,
Z1 und Z2 zusammen eine C-C-Bindung und A die Gruppe =C=O bedeuten, erhält man auch
a) durch Kondensation von Aldehyden der allgemeinen Formel VII,
in der die Reste R3 und R4 die oben genannten Bedeutungen besitzen, mit Aceton.
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Die Umsetzung wird durch Basen katalysiert. Geeignete basische Katalysatoren
sind alkoholische oder wäßrige Lösungen von Alkali- oder Erdalkalihydroxiden, insbesondere
wäßrige Natron-oder Kalilauge, Aluminiumalkoholate, Piperidinacetat oder basische
Ionenaustauscher. Um eine Umsetzung des Acetons mit 2 Molekeln des Aldehyds der
allgemeinen Formel VII zu vermeiden, wird das Aceton zweckmäßig in einem 3- bis
100-fachen molaren Überschuß angewendet. Als zusätzliche Lösungsmittel können Wasser
und niedere Alkohole mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder Gemische davon zugesetzt
werden. Die Reaktion wird bei -10 bis +500C, bevorzugt bei 20 bis 250C durchgeführt.
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In einer Variante dieses Verfahrens arbeitet man unter Verwendung
von Zinkoxid als Katalysator und bei Temperaturen zwischen 150 und 2000C, bevorzugt
170 bis 190°C, sowie unter erhöhtem Druck von 10 bis 300 at, bevorzugt 50 at, unter
Verwendung inerter Schutzgase, vorzugsweise von Stickstoff.
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Auch saure Agenzien, insbesondere Mineralsäuren, kommen als Katalysatoren
für die Kondensationsreaktion in Betracht. Besonders bewährt haben sich Chlorwasserstoff
und Bromwasserstoff und deren wäßrige oder alkoholische Lösungen.
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In den bei diesen Verfahrensvarianten entstehenden Verbindungen der
allgemeinen Formel I, in der R ein Wasserstoffatom, A die Gruppe #C=O uljl 1. Z1
und Z2 zusammen eine zusätzliche Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung bedeuten, sind
Aryl- und Acetylrest bezüglich der olefinischen Doppelbindung E-konfiguriert.
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b) durch Umsetzung von Aldehyden der allgemeinen Formel VII mit Triphenylphosphinacetylmethylen
der Formel VIII,
Die Reaktion wird bevorzugt in ätherischen Lösungsmitteln, z.B. in Tetrahydrofuran,
Äthylenglykoldimethy läther, Diäthylenglykoldimethyläther und bei Temperaturen zwischen
50 und 12"0r bevorzugt 60 bis 800C, durchgeführt.
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In der Regel arbeitet man dabei unter sorgfältigem Ausschluß von Feuchtigkeit.
Die Umsetzung gelingt jedoch auch in Anwesenheit von Wasser, wenn man sie als Micell-Reaktion
oder unter Phasentransferkatalyse durchführt, beispielsweise in Gegenwart geeigneter
tetrasubstituierter Ammoniumsalze. Dabei erübrigt sich die Isolierung des Triphenylphosphinacetylmethylens
der Formel VIII, man setzt vielmehr direkt Aldehyde der allgemeinen Formel VII mit
Acetyl-triphenylphosphoniumsalzen der allgemeinen Formel XXV
in benzolisch-wäßrig alkalischem Medium um. Die Verwendung eines überschusses der
Acetonyl-triphenylphosphoniumsalze ist dabei in der Regel vorteilhaft - man kann
die Umsetzung jedoch auch mit stöchiometrischen Mengen oder einem Unterschuß
der
Oniumsalze durchführen. Es kommen, bezogen auf das betreffende Acetonyl-triphenylphosphoniumsalz,
mindestens äquimolare Mengen eines Alkali- oder Erdalkalihydroxids oder Alkalicarbonats
zur Anwendung. Anstelle von Benzol können andere inerte, mit Wasser nicht mischbare
Lösungsmittel verwendet werden, beispielsweise Toluol, Xylol, Chlorbenzol, o-Dichlorbenzol,
Pentan, flexan, Petroläther, Benzin oder ähnliche.
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Statt- mit Triphenylphosphinacetylmethylen der Formel VIII kann man
Aldehyde der allgemeinen Formel VII auch mit Phosphonatanionen der allgemeinen Formel
VIIIa
umsetzen, in der R10 die Bedeutungg eines niederen Alkylrostes annimmt. Die erforderlichen
Phosphonatanionen erhält man in situ durch Einwirkung starker Basen, z.B. von Alkalimetallalkoholaten,
wie Natriummethylat, Ka-liummethylat, Natriumäthylat, Kalium-tert. butylat, von
Alkalimetallamiden, wie Natriumamid, Natriumdiisopropylamid, oder von Alkalimetallhydriden,
wie Natriumhydrid, Lithiumhydrid, auf Phosphonester der allgemeinen Formel VIIIb
in Gegenwart von aprotischen, wasserfreien Lösungsmitteln.
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Phosphonester der allgemeinen Formel VIIIb, in der R10, die oben angegebene
Bedeutung besitzt, sind aus entsprechenden Trialkylphosphiten durch Umsetzung mit
Bromaceton leicht zugänglich [Vgl.: N. Kreutzkamp und H. Kayser, Chem. Ber.
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89, 1614-- 1619 (1956)l.
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Für die Umsetzung von Phosphonatanionen der allgemeinen Formel VIIIa
mit Aldehyden der allgemeinen Formal VII geeignete aprotische Lösungsmittel sind
beispielsweise Äthylenglykoldimethyläther, Diäthylenglykoldimethyläther, Triäthylenglykoldimethyläther,
Tetrahydrofuran,
Dimethylformamid, Hexamethylphosphorsäuretriamid. Geeignete Reaktionstemperaturen
liegen Zwischen 0 und 100°C, bevorzugt 20 und 80°C.
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7. Verbindungen der allgemeinen Formel I, in der Z1 und Z2 zusammen
eine C-C-Bindung und A die Gruppe CO:0 bedeuten und die übrigen Reste die eingangs
definierten Bedeutungen besitzen, lassen sich wie fplgt herstellen: Man kondensiert
Aldehyde der allgemeinen Formel VII oder Ketone der allgemeinen Formel IX,
in der R eine Methyl- oder ethylgruppe bedeutet, mit Crotonsäureestern der allgemeinen
Formel X
in der die Reste R6 und R7 gleich oder voneinander verschieden sein können und niedere
Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, -Oycloalkylreste mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen,
Aryl- oder Aralkylreste mit höchstens 10 Kohlenstoffatomen bedeuten.
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Man arbeitet unter wasserfreien Bedingungen und in Gegenwart von starken
Basen, zum Beispiel von Alkalimetallalkoholaten, bevorzugt Kaliummethylat oder Kalium-tert.-butylat,
sowie in Gegenwart von dipolaren aprotischen Lösungsmitteln wie Hexamethylphosphorsäuretriamid
oder Dimethylformamid, oder in Gegenwart von Alkalimetallamiden, zum Beispiel Lithiumamid,
vorzugsweise in flüssigem Amoniak. Die primär entstehenden Zwischenprodukte der
allgemeinen Formel XI
bzw. deren Salze oder cyclischen Tautomeren der allgemeinen Fo el XII,
in denen die Reste R, R3, R4 R und R6 den oben genannten Bedeutungen entsprechen,
werden anschließend decarboxyliert.
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In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird auf die Isolierung
der Zwischenprodukte der allgemeinen Formeln XI bzw. XII verzichtet, vielmehr nach
Beendigung der Kondensationsreaktion konzentrierte Salzsäure zum Reaktionsgemisch
gegeben und durch kurzes Erwärmen auf 80 bis 1000C direkt und
in
guter Ausbeute in einem Eintopfverfahren das gewünschte Endprodukt erhalten.
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8. Verbindungen der allgemeinen Formel I, in der Z1 und Z2 Was.z-rstoffatome
und A die Gruppe 3 0=0 bedeuten, lassen sich auch erhalten durch thermische Decarboxylierung
eines Gemisches einer Carbonsäure der allgemeinen Formel XIII,
i der die Symbole R, R3 und R4 die eingangs angegebenen Bedeutungen besitzen, mit
Essigsäure. Geeignet ist beispielsweise die trockene Destillation eines Gemisches
der Calcium-oder Bariumsalze von Essigsäure und einer Säure der allgemeinen Formel
XIII, daneben ein Kontaktverfahren, bei dem ein Gemisch von Essigsäure und einer
Säure der allgemeinen Formel XIII bei Temperaturen zwischen 300 und 480°C über Katalysatoren
von Calcium-, Barium- oder Thoriumoxid oder Mangan(II)-oxid auf Bimsstein geleitet
wird und dabei direkt in ein Keton der allgemeinen Formel I, in der Z1 und Z2 Wasserstoffatome
und A die Gruppe = 0=0 bedeuten sowie in Kohlendioxid und Wasser zerfällt. In einer
weiteren Variante werden Carbonsäuren der allgemeinen Formel XIII mit essigsauren
Alkalien und Acetanhydrid pyrolysiert.
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Bei allen diesen Verfahrensvarianten entstehen Ketongemische, aus
denen die gewünschten Verbindungen der allgemeinen Formel I, in der A die Gruppe
~ 0=0 darstellt und Z1 und Z2 Wasserstoffatome bedeuten, durch übliche physikalische
Trennverfahren, beispielsweise fraktionierte Destillation fraktionierte Kristallisation
oder chromatographische ethoden leicht rein erhalten werden können. Die Ausbeuten
an den gewünschten Reaktionsprodukten sind besonders gut, wenn
Essigsäure
im Überschuß eingesetzt wird.
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Die als Ausgangsverbindungen verwendeten Metallorganyle der allgemeinen
Formel II und die Verbindungen der allgemeinen Formel V sind literaturbekannt.
-
Verbindungen der allgemeinen Formel III, in der Y ein Wasserstoffatom
ist, werden auf an sich bekannten Wegen, z.B.
-
durch Reduktion eines entsprechenden Nitrils, erhalten. Das Nitril
wird beispielsweise mit der äquivalenten Menge eines komplexen Hydrids wie z.B.
Lithiumaluminium-tri-tert.butoxyhydrid oder Lithiumtriäthoxyaluminiumhvdrid in Lösungsmitteln
wie Tetrahydrofuran bei Temperaturen zwischen -700 und 20°C reduziert; durch fiydrolyse
mit Wasser oder verdünnten Säuren wird der Aldehyd freigesetzt (vgl. II.C. Brown
et al., Tetrah.
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Letters 3, 9 (1959).
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Die Verbindungen der allgemeinen Formel III, in der X ein Sauerstoffatom,
Y die I4li2-Gruppe und Z1 und Z2 Wasserstoffatome bedeuten lassen sich aus Verbindungen
der allgemeinen Formel XIV,
in der W die Hydroxygruppe, ein Halogenatom oder einen beliebigen Acyloxyrest bedeutet,
durch Umsetzung mit 1,1-Dichloräthylen in Schwefelsäure herstellen, wobei das sich
bildende Zwischenprodukt anschließend durch Zugabe von Wasser hydrolysiert wird.
Die dabei erhaltene Carbonsäure wird anschließend in ihr Säurechlorid und dieses
mittels Ammoniak in das entsprechende Säureamid der allgemeinen Formel III übergeführt.
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Verbindungen der allgemeinen Formel III, in der X ein Sauerstoffatom,
Y die SlEl2-Gruppe und Z1 und Z2 zusammen eine Doppelbindung bedeuten, werden wie
folgt erhalten: Umsetzung eines Ketons der allgemeinen Formel IX oder eines Aldehyds
der allgemeinen Formel VII,
lnit der Zinkverbindung eines α -Halogenc-arbons äureesters führt zu einem
Ester der allgemeinen Formel XV,
in der der Rest R8 einen Alkylrest darstellt. Diese Umsetzung erfolgt in einem organischen
Lösungsmittel, beispielsweise in einem Äther oder in Benzol oder Toluol bei Temperaturen
zwischen 20 und 6000. Der Ester der allgemeinen Formel XV wird anschließend mit
einem wasserabspaltenden Mittel, vorzugsweise in einem inerten Lösungsmittel, welches
mit Wasser nicht mischbar ist, vorteilhafterweise unter Benutzung eines Wasserabscheiders,
bei Temperaturen bis zum Siedepunkt des Reaktionsgemisches behandelt. Als wasserabspaltende
mittel kommen zum Beispiel Salze des Pyridins oder
von Alkylpyridinen
mit Halogenwasserstoffsäuren, Kaliumhydrogensulfat, Zinkchlorid, Phosphoroxyhalogenide
oder p-Toluolsulfonsäure, Schwefelsäure oder Phosphorsäure, als Lösungsmittel zum
Beispiel Benzol, Toluol oder Xylol in Frage. Der dabei entstehende ungesättigte
Ester wird anschließend mittels Ammoniak in die Verbindung der allgemeinen Formel
III übergefdhrt, in der Y die NH2-Gruppe, X ein Sauerstoffatom und Z1 und Z2 zusammen
eine Doppelbindung bedeuten. Durch Dehydratisierung lassen sich hieraus die unter
die allgemeine Formel III fallenden Nitrile herstellen.
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Verbindungen der allgemeinen Formel III, in der X ein Stickstoffatom
bedeutet und Y die Bedeutung einer zusätzlichen Bindung zwischen dem Kohlenstoffatom
und X zukommt, Z1 und Z2 Wasserstoffatome sind und die Reste R, R3 und R4 wie oben
definiert sind, also die unter die allgemeine Formel III fallenden gesättigten Nitrile,
sind beispielsweise auch wie folgt zugänglich: eine Verbindung der allgemeinen Formel
XVI,
in der Hal ein Halogenatom, vorzugsweise ein Bromatom bedeutet, wird mit Natriumcyanid
zu einem entsprechenden Nitril der allgemeinen Formel III, in der Z1 und Z2 Wasserstoffatome
bedeuten, umgesetzt.
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Diese Nitrile lassen sich ihrerseits auch zu den als Ausgangsverbindungen
für das Verfahren 8 dienenden Carbonsäuren der allmeinen Formel XIII verseifen.
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Die Verbindungen der allgemeinen Formel XVI sind beispielsweise wie
folgt herstellbar: Durch Umsetzung eines entsprechend substituierten Benzolkohlenwasserstoffs
mit Äthoxalylchlorid und wasserfreiem Aluminiumchlorid erhält man den entsprechenden
2-(Subst. Phenyl)-glyoxylsäureester, der verseift wird und nach Umsetzung mit einem
Mol eine3 Alkylmagnesiumbromids eine entsprechende 2-(Subst. Phenyl)-2-hydroxy-alkansäure
ergibt. Mittels Jodwasserstoffsäure in Eisessig läßt sich daraus die entsprechende
2-(Subst. Phenyl)-alkansäure erhalten; die Reduktion dieser Säure mit Lithiumaluminiumhydrid
in Äther führt zu einem 2-(Subst.
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Phenyl)-1-alkanol der allgemeinen Formel XVII,
das durch Erwärmen mit einem Phosphortrihalogenid, z.B. mit Phosphortribromid, in
die entsprechende Verbindung der allgemeinen Formel XVI übergeführt werden kann.
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Die Metallorganyle der allgemeinen Formel IV lassen sich in an sich
bekannter Weise aus entsprechenden Halogenverbindungen der allgemeinen Formel XVI
bzw. XVIII herstellen.
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Verbindungen der allgemeinen Formel XVIII, in der R, R3, R4 und Hal
die obengenannten Bedeutungend besitzen, erhält man beispielsweise durch Erhitzend
von Verbindungen der allgemeinen Formel XIX,
in der Hal ein Chlor- oder Bromatom bedeutet, mit starken Alkalien, etwa mit alkoholischer
Kalilauge auf 120°C. Die Verbindungen der allgemeinen Formel XIX ihrerseits erhält
man beispielsweise d-urch Umsetzung von Aldehyden der allgemeinen Formel XX
mit Phosphor (V)-halogeniden. Die Verbindungen der allgemeinen Formel XX gewinnt
man zum Beispiel aus Glycidestern der allgemeinen Formel XXI,
in der der Rest R9 einen Alkylrest bedeuten kann, durch Verseifung mit heißer wässerig-alkoholischer
Natriumhydroxid-Lösung und anschließende Decarb-oxylierung -der nach Ansäuern erhaltenen
Glycidsäuren. Die Verbindungen der allgemeinen Formel XXI -lassen sich ihrerseits
nach literaturbekannten Verfahren aus Ketonen der allgemeinen Formel IX bzw. Aldehyden
der allgemeinen Formel Vii durch Einwirkung von einem Chloressigsäureester und Natriumamid
gewinnen.
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Die Ausgangsverbindungen der allgemeinen Formel VI, in der und Z2
Wasserstoffatome darstellen, lassen sich dadurch herstellen, daß eine Verbindung
der allgemeinen Formel XIV,
in der R, R3 und R4 wi.e-eingangs definiert sind un.d W ein Halogenatom, vorzugsweise
ein Chlor-, Brom- oder Jodat-om be-@euter, mit einem Alkalisalz oder Alkoxymagnesiumsalz
eines Acetassigesters der allgemeinen Formel XXII,
in der R5 wie eingangs definiert ist, umgesetzt wird. Als Alkalisalz
der Verbindung der allgemeinen Formel XXII wird insbesondere das Natrium- oder Kaliumsalz
eingesetzt, als Alkoxymagnesiumsalz beispielsweise das Äthoxymagnesiumsalz. Die
Umsetzung eines Halogenids der Formel XIV mit einem Salz einer Verbindung der Formel
XXII erfolgt beispielsweise in einem niederen Alkohol. Es lassen sich vorteilhafterweise
auch Kohlensäureester, beispielsweise Diäthylcarbonat, zur Vermeidung der Alkoholyse
als Lösungsmittel verwenden. Die Umsetzung erfolgt bei Temperaturen bis zum Siedepunkt
des verwendeten Lösungsmittels.
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Aldehyde der allgemeinen Formel VII erhält man bei ielsweise aus Ketonen
der allgemeinen Formel IX, in der R eine Methylgruppe bedeutet, durch Haloformreaktion.
Die dabei anfallenden substituierten Benzoesäuren der allgemeinen Formel XXIII,
in der R3 und Rq die eingangs angegebenen Bedeutungen besitzen, werden beispielsweise
mit Lithiumaluminiumhydrid in siedendem Äther oder siedendem Tetrahydrofuran zu
den entsprechenden Benzylalkoholen reduziert, deren Oxidation mit frisch bereitetem
Mnngan(II)-oxid /Vergleiche: E.F. Pratt und J.F. van de Castel, J. org. Chemistry
26, 2973 (1961)7 oder mit 70proz. Salpetersäure LVergleiche: A. Mc Killop und M.E.
Ford, Synth. Commun. 2, 307 (1972)2 glatt zu den gesuchten Aldehyden der allgemeinen
Formel VII führt.
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Die Verbindung der Formel VIII ist entsprechend den Angaben von F.
Ramirez und S. Dershowitz, J. Org. Chemistry 22, 41 (1957) aus Phosphoniumsalzen
der allgemeinen Formel XXV,
in der X ein Halogenatom ist, durch Einwirkung von Basen leicht erhältlich. Die
Salze der allgemeinen Formel XXV ihrerseits erhält man durch Einwirkung von Halogenaceton
auf Triphenylphosphin.
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Die Ketone der allgemeinen Formel IX können, sofern R3 ein Wasserstoffatom
bedeutet, in einfacher Weise aus einem entsprechend substituierten Benzolkohlenwasserstoff
der allgemeinen Formel XXIV
durch Umsetzung mit Acetylchlorid oder Propionylchlorid in Gegenwart von wasserfreiem
Aluminiumchlorid gewonnen werden.
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Die Ausgangsverbindungen der allgemeinen Formel IX, in der R3 ein
Halogenatom ist, werden beispielsweise aus einem entsprechend substituierten 3'-Amino-4'-alkyl-(oder
cycloalkyl)-alkanophenon durch Diazotierung in halogenwasserstoffsaurem Medium und
anschließende Umsetzung mit einer halogenwasserstoffsauren Kupfer-(1) -halogenid-Lös
ung bereitet. Man kann diese Ausgangsverbindungen
jedoch auch
direkt aus solchen Ketonen der allgemeinen Formel IX, in der R3 ein Wasserstoffatom
ist, durch Einwirkung von Chlor in Gegenwart von Alüminiumchlorid erhalten. So wurde
beispielsweise 3'-Chlor-4'-cyclohexyl-acetophenon, Sdp.1,5 135-139°C, n D20 1.5617
hergestellt. 3'-Amino-4'-alkyl-(oder cycloalkyl)-alkanophenone synthetisiert man
durch Nitrierung von Ketonen der allgemeinen Formel IX, in der R3 ein Wasserstoffatom
bedeutet, mit Salpetersäure/Schwefelsäure-Gemisch und nachfolgende katalytische
Hydfrierung der so erhältlichen 4'-Alkyl-(oder Cye-loalkyl)-3f-nitro-alkanophenone
in neutralem Medium und in Gegenwart von Raney-Nickel.
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Die Ausgangsverbindungen der allgemeinen Formel X sind nach den Angaben
von E.E. Smissman und A.N. Voldeng, J. org. Chemistry 29, 3161 (1964) aus geeigneten
Acetessigestern und Orthoameisenäureestern in Gegenwart katalytischer Mengen Schwefelsäure
zugänglich.
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Das als Ausgangsmaterial zur fierstellung der Verbindungen der beispiele
8, 38, 51, 75 benötigte trans-1-Methyl-2-phenyl-cyclohexan wird wie folgt synthetisiert:
trans-2-Phenyl-cyclohexan-1-carbonsaure CJ. Klein und G. Levine, J. Amer. chem.
Soc. 80, 1707 (1958)] wird mit Lithiumaluminiumhydrid in wasserfreiem Tetrahydrofuran
zum trans-2-Phenyl-cyclohexanmethanol (Schmelzpunkt 47-48°C) reduziert, das mit
p-Toluolsulfonsäurechlorid in Gegenwart von Pyridin ins entsprechende p-Toluolsulfonat
vom Schrnelzpunkt 73-74°C (aus Benzin) übergeführt wird. Reduktion des @ -Toluolsulfonsäure-(trans-2-phenyl-cyclohexanmethyl)-esters
mit Lithium-alauminiumhydrid in wasserfreiem Tetrahydrofuran ergibt d.as gesuchte
trans-1-Methyl-2-phenyl-cyclohexan vom Sdp.13 107 - 109°C und n D20 1.5180.
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Die neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I weisen wertvolle phardmakologische
Eigenschaften auf. Sie besitzen insbesondere gute antiphlogistische Wirkungen und
können damit zur Behandlung
von Entzündungen verwendet werden,
etwa von rheumatischer Arthritis, Osteoarthritis, Gelenkrheumatismus sowie zur Linderung
rheumatischer sowie allgemein iait Entzündungen verbundener Schmerzen.
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Es wurden unter Berücksichtigung ihrer absoluten antiphlogistischen
Wirksanileit zum Beispiel die folgenden Substanzen untersucht.
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A = (E)-4-(3-chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on B = 4-(3-Chlord4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon
C = (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl-3-penten-2-ol D = 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol
E = (E)-4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on F = 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon
G = (E)-4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-ol II = 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol
l = (E)-4-(3-Brom-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on K = 4-(3-Brom-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon
L = (E)-4-(3-Brom-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-ol M = 4-(3-Brom-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol
N = (E,E)-4-[4-(2-Methyl-cyclohexyl)-phenyl]-3-penten-2-on O = (E)-4-[4-(2-Methyl-cyclohexyl)-phenyl]-2-pentanon
P = (E)-4-(3-Chlor-4-isobutyl-phenyl)-3-penten-2-on Q = (E)-4-(3-Chlor-4-isobutyl-phenyl)-3-penten-2-ol
R = (E)-4-(4-Cyclohexyl-phenyl-3-penten-2-ool Die Substanzen wurden vergleichend
mit Phenylbutazon auf ihre antiexsudative Wirkung gegenüber dem Kaolinödem und dem
Carrageeninödem der Rattenhinterpfote nach oraler Gabe an der Ratte untersucht.
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a) aolinödem der Rattenhinterpfote: Die Auslösung des Üdems erfolgte
entsprechend den Angaben von HILLEBRECHT (Arzneimittel-Forsch. 4, 607 (1954)) durch
die subplantare Injektion von 0,05 ml einer 10%igen Suspension von Kaolin in 0,85%iger
NaCl-Lösung. Die Messung der Pfotendicke
wurde mit Hilfe der von
DOEPR4ER und CERLETTI (Int. Arch. Allergy Immunol. 12, 89 (1958)) angegebenen Technik
vorgenommen.
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Männliche FW 49-Ratten in einem Gewicht von 120-150 g erhielten die
zu prüfenden Substanzen 30 min. vor Auslösung des Ödems per Schlundsonde. 5 h nach
ödemprovokation wurden die gemittelten Schwellungswerte der mit Prüfsubstanz behandelten
Tiere mit denen der scheinbehandelten Kontrolltiere verglichen. Durch graphische
Extrapolation wurde aus den mit den verschiedenen Dosen erzielten prozentualen Hemmwerten
die Dosis ermittelt, die zu einer 35%igen Abschwächung der Schwellung führte (ED35).
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b) Carrageeninödem der Hattenhinterpfote: Der Auslösung des Ödemes
diente entsprechend den Angaben von WINTER et al. (Proc. Soc. exp. Biol. Med. 111,
544 (1962)) die subplantare Injektion von 0,05 ml einer 1%igen Lösung von Carrageenin
in 0,85%iger NaCl-Lösung. Die Prüfsubstanzen wurden 60 min. vor der Ödemprovokation
verabfolgt.
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Für die Bewertung der ödemhemmenden Wirkung wurde der 3 h nach Ödemauslösung
gewonnene Meßwert herangezogen. Die übrigen Details entsprachen den für das Kaolinödem
geschilderten.
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Die bei diesen Prüfungen erzielten Ergebnisse sind in der nachfolgenden
Tabelle zusammengestellt.
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Die genannten Verbindungen übertreffen das bekannte Phenylbutazon
in ihrer erwünschten antiphlogistischen Wirkung.
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Substanz Kaolinödem Carrageeninödem ED35 per os ED35 per os mg/kg
mg/kg Phenylbutanzon 58 69 A 17 8,6 B 5,° 2,5 C 4,8 3,1 D 7,6 7,0 E 12,5 12,0 F
15 G 13,3 7,6 11 26 I 22 22 K 13 L 16 M 28 18,5 N 19 13 0 29 21 P 50 19 Q 54 52
R 49 35
Die Adjuvansarthritis-Versuche an Ratten wurden in Anlehnung
an Angaben von ROSENTHALE u. NAGRA (Proc. Soc. exp. Biol. Med.
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125, 149 (1967)) durchgeführt.
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Männliche FW 49-Ratten eigener Zucht erhielten 0,1 ml einer 1 proz.
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Suspension von M. butyricum in zähflüssigem Paraffinöl in eine iiinterpfote
subplantar injiziert. Die Prüfsubstanzen wurden beginnend mit der M. butyricum-Injektion
einmal täglich für die Dauer von 20 Tagen per Schlundsonde beigebracht.
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Am 21. Tage nach der Auslösung der Arthritis wurden die Volumina der
rechten Pfote (unspezifische Primarreaktion am Orte der Injektion) und der linken
Pfote (immunologisch bedingte spezifische Sekundärreaktion) der mit Prüfsubstanz
behandelten Tiere mit denen scheinbehandeiter Kontrolltiere verglichen. Aus der
mit den verschiedenen Dosen erzielten Schwellungsreduktion wurde eine ED50 graphisch
bestimmt.
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Die bei dieser Prüfung erzielten Ergebnisse sind in der nachfolgenden
Tabelle zusammengestellt.
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Die Substanzen A und C unterschieden sich von dem bekannten Antiphlogisticum
Phenylbutazon bereits dadurch, daß sie dieses in der akuten antiexsudativen Wirkung
(in den Pfotenödemtests) übertreffen. überras cilenderweise zeigten sie aber darüber
hinaus eine besonders starke, nach den Ergebnissen der Pfotenödemtests primär nicht
zu erwartende, Wirkung gegen die Adjuvansarthritis der Ratte.
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Wege dieser bevorzugten antiarthritischen Wirksamkeit besitzen die
branspruchten Verbindungen als Tberapeutica gegen die primär chronische Polyarthritis
entscheidende Vorteile gegenüber dem bekannten Phenylbutazon oder anderen unspezifisch
wirkenden Antiphlogistica.
| Substanz Kaolinödem Carrageenin- Adjuvansarthritis Ratte |
| ödem ED50 per os |
| ED35 per os ED35 per os Primärreaktion Sekundärreaktion |
| mg/kg mg/kg mg/kg mg/kg |
| Phenylbutazon 58 69 46 38 |
| A 17 8,6 < 0,7 < 0,60 |
| C 4,8 3,1 < 1,3 < 0,70 |
Die nachfolgenden Beispiele sollen die Erfindung naher erläutern:
Beispiel 1 (E )-4- ( 3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl) -3-buten-2-on In einem 6-l-Dreihalskolben
mit Rührer, Tropftrichter und Innenthermometer legt man 222,72 g (1.0 Mol) 3-Chlor-4-cyclohexylbenzaldehyd,
3500 g (60.3 Mol) Aceton und 200 ml Methanol vor. Zu dieser Lösung tropft man unter
gutem Rühren die Lösung von 2.805 ; (0.05 Mol) Kaliumhydroxid in 16 ml Wasser, wobei
man eine Reaktionstemperatur von 20 bis 25 0C einhält. Dann wird noch 3 Stunden
gerührt, das fest abgeschiedene Nebenprodukt abfiltriert, das Filtrat durch tropfenweise
Zugabe von Eisessig neutral gestellt und im Vakuum eingedampft. Der verbleibende
Rückstand wird zwischen Wasser und Äther verteilt, die Ätherphase wird über Natriumsulfat
getrocknet, mit Kohle geklärt und eingedampft. Das zurückbleibende 01 wird im Feinvakuum
destilliert (Sdp.0,2 ramlig 162-175°C), durch Anreiben mit wenig Methanol zum Kristallisieren
gebracht, schließlich einmal aus Methanol umkristallisiert. Die farblosen Kristalle
schmelzen bei 48-490C. Die Ausbeute beträgt 104,5 g (40 % der Theorie).
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Beispiel 2 (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-buten-2-on 11,136
g (0,05 Mol) 3-Chlor-4-cyclohexyl-benzaldehyd, 290 g (5,0 Mol) Aceton und 2,05 g
(0,025 Mol) Zinkoxid werden im Autoklaven 8 Stunden unter Stickstoff und einem Druck
von 70 at auf 1800C erhitzt. Nach dem Erkalten wird der Katalysator abfiltriert,
das Filtrat im Vakuum eingeengt. Der verbleibende Rückstand wird im Feinvakuum destilliert
(Sdp.0,2 mmHg 164-1700C) und durch Anreiben mit Methanol zum Kristallisieren gebracht,
schließlich einmal aus Methanol umkristallisiert. Man erhält die farblosen Kristalle
vom Schmelzpunkt 48-490C in einer Ausbeute von 7,55 g
(57 der Theorie);
nach Schmelzpunkt, Mischschmelzpunkt und Dünnschichtchromatogramra identisch mit
dem nach Beispiel 1 erhaltenen Produkt.
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Beispiel 3 (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-buten-2-on In eine
Mischung von 11.136 g (0,05 Mol) 5-Chlor-4-cyclohexylbenzaldehyd und 290 g (5,0
Mol) Aceton leitet man unter Einhaltung einer Temperatur von -20 bis 150 c trockenen
Chlorwasserstoff bis zur Sättigung ein. Dabei färbt sich die Lösung rot.
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Man läßt noch 2 Tage bei Zimmertemperatur stehen, löst das dunkle
Produkt in 2 1 Äther und wäscht dreimal mit Wasser, dann einmal mit 2-proz. Natronlauge,
schließlich abermals mit Wasser. Man trocknet mit Natriumsulfat und behandelt die
Lösung mit Aktivkohle. Das Lösungsmittel wird im Vakuum abgedampft, der Rückstand
an der ölpumpe destilliert (Sdp.0,2 mmHg 163-174°C), schließlich aus Methanol umkristallisiert.
Schmelzpunkt: 48-49 C.
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Ausbeute: 5,84 g (421 % der Theorie).
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Beispiel 4 ( 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-buten-2-on Eine Mischung
aus 111,4 g (0,5 Mol) 3-Chlor-4-cyclohexyl-benzaldehyd, 238,8 g (0,75 Mol) Triphenylphosphinacetylmethylen
und 700 ml wasserfreiem Tetrahydrofuran wird 10 Stunden unter Rückfluß gekocht.
Das Lösungsmittel wird abdestilliert, der verbleibende Rückstand mit Äther mehrmals
ausgekocht. Die vereinigten Ätherextrakte hinterlassen nach dem Eindampfen ein schwach
gelbes, partiell kristallisierendes öl, das zur Abtrennung des als Nebenprodukt
entstandenen Triphenylphosphinoxids nochmals
in Petroläther aufgenommen,
filtriert und mit Aktivkohle behandelt wird,. Man dampft ein, destilliert das verbleibende
Öl im Feinvakuum (Sdp.0,2 mmHg 165-1770C) und kristallisiert abschließend einmal
aus Methanol um.
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Man erhält 89,3 g (68 % der Theorie) an farblosen Kristallen vom Schelzpukt
40-49°C.
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Beispiel 5 (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on Zu einer
Lösung von 185,0 g (0,781 Mol) 3'-Chlor-4'-cyclohexylacetophenon und 123,0 g (0,777
Mol) (E)-3-iithoxy-crotonsäureäthylester in 1,1 1 wasserfreiem Dimethylformamid
gibt man auf einmal 87,6.g g (0,781 Içlol) Kalium-tert.butylat, wobei die Temperatur
spontan von +20 auf +380C ansteigt und die Mischung sich intensiv rot färbt. Man
rührt eine weitere Stunde unter Einhaltung einer Temperatur von 32 bis 350C, tropft
dann zu dem noch warmen Ansatz 200 ml konz. Salzsäure und erhitzt 60 Minuten auf
eine Temperatur von 90 bis 1000C. Nach Beendigung der Kohlendioxid-Entwicklung rührt
man die erkaltete Mischung in 1 1 Eiswasser ein, extrahiert erschöpfend mit Äther,
wäscht die vereinigten Atherauszüge mit Wasser, trocknet sie über Natriumsulfat
und dampft sie ein. Der verbleibende Rückstand wird iln Feinvakuum destilliert (Sdp.0,1
mmHg 175-1830C), anschließend zweimal aus Methanol unter Verwendung von Aktivkohle
umkristallisiert.
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Man erhält die farblosen Kristalle vom Schmelzpunkt 56,5-57,5°C in
einer Ausbeute von 132 g (61 % der Theorie).
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Beispiel ó (E)-4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on Hergestellt analog
Beispiel 5 aus Lt'-Cyclohexyl-acetophenon und
(E)-3-Äthoxy-crotonsäureäthylester
in eine"r Ausbeute von 55 % der Theorie. Sdp.0,4 mmHg 148-151°C, Schmelzpunkt: 49-50°C
(nach dem Umkristallisieren aus Methanol .und Petrol-' äther).
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Charakteristische Signale im NMR (CDCl3): C- 3,50 (1H-q; /J/ = 1,2
+ 0,1 Hz); g 7,50 (3H-d; /J/ = 1,2 + 0,1 Hz).
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Beispiel 7 (E)-4-(3-Brom-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on Ilergestellt
analog Beispiel 5 aus 3'-Brom-4'-cy ohexyl-acetophenon (Sdp.0,15 mmHg 135-138°C;
n D20 1,5740) und (E)-3-Äthoxycrotonsäureäthylester in einer Ausbeute von 69 % der
Theorie.
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Sdp.0,3 mmHg 170-175°C; Schmelzpunkt: 52-53°C (aus Methanol).
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beispiel 8 (E,E)-4-[4-(2-Methyl-cyclohexyl)-phenyl]-3-penten-2-on
Hergestellt analog Beispiel 5 aus trans-4'-(2-Methyl-cyclohexyl)-acetophenon (Sdp.0,1
mmHg 115-120°C; n D20 1,5388) und (E)-3-Äthoxy-crotonsäureäthylester in einer Ausbeute
von 61 % der Theorie. Sdp.0,1 mmHg 149-151°C; Schmelzpunkt: 34-35°C (aus Methanol).
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Beispiel 9 (E)-4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-hexen-2-on Hergestellt analog
Beispiel 5 aus 4'-Cyclohexyl-propiophenon und (E)-3-Äthoxy-crotonsäureäthylester
in einer Ausbeute von 18 % der Theorie (nach säulenchromatographischer Reinigung
an
Kieselgel unter Verwendung von anfangs Petroläther, dann Petroläther/Benzol
im Volumverhältnis 3:1, schließlich Benzol zum Eluieren). Eine völlige Abtrennung
isomerer ungesättigter Ketone, insbesondere der beiden geometrischen Isomeren des
4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-4-hexen-2-ons, ist nicht möglich.
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Sdp.0,6 mmHg 168-175°C.
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Beispiel 10 (E)-4-(4-Isobutyl-phenyl)-3-penten-2-on Hergestellt analog
Beispiel 5 aus 4'-Isobutyl-acetophenon und (E)-3-Äthoxy-crotonsäureäthylester in
einer Ausbeute von 19 % der Theorie. Sdp.0.2 115-1250C.
-
Beispiel 11 (E)-4-(3-Chlor-4-isobutyl-phenyl)-3-penten-2-on Hergestellt
analog Beispiel 5 aus 3'-Chlor-4'-isobutyl-acetophenon (Sdp.0,2 mnllg 89-93°C) und
(E)-3-Äthoxy-crotonsäureäthylester in einer Ausbeute von 61 % der Theorie (nach
chromatographischer Reinigung an Kieselgel unter Verwendung von Petroläther/ Benzol
im Volumverhältnis 1:1 zum Eluieren). Farbloses öl.
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C15H19ClO(250,8) Ber. C 71,84 H 7.64 C1 14,14 Gef. C 72,30 H 7,68
Cl 13,85 Beispiel 12 (E)-4-(4-Cycloheptyl-phenyl)-3-penten-2-on Hergestellt analog
Beispiel 5 aus 4'-Cycloheptyl-acetophenon (Sdp.0,03 mmlig 120-125°C) und (E)-3-Methoxy-erotonsäuremethylester
in
einer Ausbeute von 28 % der Theorie. Sdp.0,1 mmHg 132-1350C.
-
Beispiel 13 (E)-4-(30-Chlor-4-cycloheptyl-phenyl)-3-penten-2-on Hergestellt
analog Beispiel 5 aus 3'-Chlor-4'-cycloheptylacetophenon (Sdp.0,1 mmHg 136-139°C;
n D23 1,5572) und (E)-3-Äthoxy-crotonsäureäthylester in einer Ausbeute von 51 %
der Theorie. Sdp.0,1 mmHg 160-165°C,.
-
Beispiel 14 (Z)-4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on Durch sorgfältiges
mehrfaches Chromatographieren der vereinigten, eingedampften Mutterlaugen von (E)-4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on
an Kieselgel unter Verwendung von Petroläther als Eluens isoliert man in einer Ausbeute
von 6 % der Theorie die Titelverbindung vom Sdp.0,2 mmHg 138-143°C.
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C17H220 (242,4) Ber. C 84,25 H 9,15 Gef. C 83,50 H 9,17 Charakteristische
Signale im NMR (CDCl3): Ç 3,95 (lH-q; /J/ = 1,4 + 0,1 Hz); # 7,84 (3lI-d; /J/ =
1,4 + 0,1 Hz).
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Beispiel 15 (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-buten-2-on Zu einer
Suspension von 0,2 Mol Lithiumamid in 300 ml wasserfreiem flüssigem Ammoniak wird
eine Lösung von 15,8 g (0,1 Mol) (E)-3-iithoxy-crotonsäureäthylester in 20 ml trockenem
Äther gegeben,
worauf man 10' Minuten rührt. Dann tropft man eine
Lösung von 22,27 g (0,1 Mol) 3-Chlor-4-cyclohexyl-benzaldehyd in 20 ml absolutem
Äther zu, rührt 1 weitere Stunde bei der Temperatur des siedenden Ammoniaks und
treibt anschließend das Ammoniak.
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durch vorsichtiges Erwärmen ab. Zum Rückstand gibt man 200 ml Dimethylformamid
und 100 ml konzentrierte Salzsäure und erhitzt die Mischung unter Rühren 40 Minuten
auf 1000C. Die erkaltete Mischung wird in 500 ml Eiswasser eingerührt,worauf man
mit Äther erschöpfend extrahiert. Die vereinigten Ätherextrakte werden mit Wasser
gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, mit Kohle geklärt und eingedampft. Das
zurückbleibende Öl wird im Feinvakuum destilliert (Sdp.0,2 mmHg 165-1770C), durch
Anreiben mit wenig Methanol zum Kristallisieren gebracht, schließlich aus Methanol
umkristallisiert. an erhält 15,2 g (58 % der Theorie) an farblosen Kristallen vom
Schmelzpunkt 48-49°C.
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Beispiel 1b 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon Zu einer Methylmagnesiumjodidlösung,
hergestellt aus 12,2 g (0,5 Mol) Magnesium und 71 g (0,5 Mol) Methyljodid in insgesamt
400 ml wasserfreiem Äther, tropft man innerhalb von 1 Stunde eine Lösung von 24,54
g (0,1 Mol) 3-(4-Cyclohexyl-phenyl)-butyramid in 750 ml trockenem Methylenchlorid
und kocht anschließend zur Vervollständigung der Umsetzung 6 Stunden unter EQückSluß.
Den erkalteten Ansatz rührt man iTl ein Gemisch aus 2 kg Eis und 100 ml konz.
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Schwefelsäure ein, trennt die organische Phase ab, wäscht sie zweimal
mit Wasser, dann mit gesättigter Natriumhyrogencarbonatlösung, abschließend abermals
mit Wasser, trocknet sie über wasser freiem Magnesiumsulfat und dampft sie im Vakuum
ein. Der verbleibende
Rückstand wird an 800 g Kieselgel unter Verwendung
von Benzol zum Eluieren chromatographisch gereinigt, die eingedampften Eluate schließlich
im Feinvakuutq destilliert Man, erhält 19,8 g (81 % der Theorie) eines farblolsen
Öls vom Sdp.0,05 mmHg 104-106°C.
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Beispiel 17 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon hergestellt
analog beispiel 16 aus 3-(3-Chlor-4-cyclohexylphenyl)-butyramid und Methylmagnesiumbromid
in einer Ausbeute von 74 % der Theorie. Das farblose, hochviskose'öl siedet bei
Sdp.0,1 mmHg 153-156°C.
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beispiel 18 (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on u einem
Grignard-Reagens, hergestellt aus 12,2 g (0-,5 Mol) Mag-Medium und 71 g (0,5 Mol)
Methyljodid in 500 nil wasserfreiein Äther tropft man innerhalb von 75 Minuten eine
Lösung von 25,98 Er; (0,1 Mol) 3-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-crotononitril in
500 ml trockenem Methylenchlorid, erhitzt anschließend noch 4 1/2 Stunen unter Ruckfluß
und rührt den erkalteten Ansatz in ein Gemisch us @ kg Eids und 100 ml konz. Schwefelsäure
ein. Die organische Schicht wird abgetrennt, mit 1-proz. wäßriger Schwefelsäure,
Wasgesüttigter Natriumhydrogencarbonatlösung und abermals mit aber gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum einengt. Der verbleibende feste Rückstand
wird an der Ölpumpe destilliert (Sdp.0,1d mmHg 175-184°C), anschließend zweimal
aus Methanol unter verwendung von Aktivkohle umkristallisiert.
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Schmelzpunkt: 56,5-57,5°C. Ausbeute: 7,5 g (27 % der Theorie).
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Beispiel 19 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-butanol In das unter
völligem Ausschluß von Luftsauerstoff hergestellte Grignard-Reagens aus 50,68 g
(0,168 Mol) 1-Brom-2-(3-chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-athan und 4,0 g (0,165 Mol) Magnesium
in 60 ml wasserfreiem Äther tropft man unter Rühren die Lösung von 7,23 g (0,165
Mol) Acetaldehyd in 10 ml trockenem Äther. Alle Operationen werden unter Reinststickstoff
durchgeführt. Nach beendeter Zugabe erhitzt man unter Rühren noch 2 Stunden auf
dem Wasserbad, kühlt ab, hydrolysiert durch Zugabe von 50 g zerstoßenem Eis und
gibt anschließend so viel halbkonzentrierte Salzsäure zu, daß sich der entstandene
Niederschlag gerade löst. Die ätherische Schicht wird abgetrennt, die wäßrige Phase
noch zweimal mit Äther extrahiert und die vereinigten Extrakte mit Wasser, gesättigter
Natriumhydrogen-carbonatlösung und abermals Wasser gewaschen. Nach dem Trocknen
über Natriumsulfat destilliert man den Äther ab und destilliert den Rückstand im
Feinvakuum. Man erhält 24,3 g (55 % der Theorie) eines farblosen Öls vom Sdp. mmllg
167-1750C.
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Beispiel 20 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol Analog Beispiel 19
wird das Grignard-Keagens aus 33,19 g (0,118 Mol) 1-Brom-2-(4-cyclohexyl-phenyl)-propan
und 2,9 g (0,119 Mol) Magnesium mit 8,15 g (0,185 Mol) Acetaldehyd in absolutem
Äther umgesetzt. Das entstandene Gemisch von 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol
und 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon (28 g, etwa 96 % der Theorie) wird in 1 1
Äthanol gelöst und nach Zugabe einer Lösung von 2,10 g (0,056 Mol) Natriumborhydrid
in 300 ml Äthanol eine Stunde bei Zimmertemperatur gerührt. Das überschüssige Natriumborhydrid
wird durch Zugabe von 3 ml Eisessig zersetzt, die Mischung anschließend eingedampft,
der Rückstand in 500 m Wasser
aufgenommen, wonach man mit Äther
erschöpfend extrahiert. Die vereinigten Ätherauszüge werden über Natriumsulfat getrocknet,
eingedampft, der Rückstand bei Sdp.0,08 113-115°C destilliert.
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Ausbeute: 21,7 g (75 % der Theorie). Laut NMR-Spektren liegt ein Gemisch
der beiden möglichen Diastereomeren vor.
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C171I260 (246,4) Ber. C 82,87 H 10,64 Gef. C 82,70 H 10,78 Beispiel
21 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol Hergestellt analog Beispiel 20 aus
dem Grignard-Reagens von 91,55 g (0,29 Mol) 1-Brom-2-(3-chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-propan
und 7,08 g (0,291 Mol) Magnesium sowie 14,2 g (0,32 Mol) Acetaldehyd und durch anschließende
Umsetzung mit Natriumborhydrid.
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Man erhält die obige Verbindung als Gemisch der beiden möglichen diastereomeren
Antipodenpaare. Das farblose (51 (39,5 g - 48 % der Theorie) ist für eine Destillation
thermisch nicht hinreichend stabil und muß daher chromatographisch (Kieselgel;Benzol
als Eluens) gereinigt werden.
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C17H25Cl0 (280,85) Ber. C 72,71 H 8,97 Cl 12,63 Gef. C 72,90 1-l 9,08
Cl 12,25 beispiel 22 4-(@ Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol Zu einer Lösung
von 0,5 Mol Methylmagnesiumbromid in 200 nil Ather tropft man unter Rühren 105,9
g (0,4 Mol) 3-(3-Chlor-4-cyclohexylphenyl)-butanal, gelöst in dem gleichen Volumen
wasserfreiem Äther.
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Nach beendeter Zugabe erhitzt man unter Rühren noch 2 Stunden auf
dem Wasserbad, kühlt ab, hydrolysiert durch Zugabe von 50 g zerstoßenem Eis und
gibt anschließend so viel 50proz. wässerige
Ammoniumchloridlösung
zu, daß sich der anfangs entstandene Niederschlag löst. @ e ätherische Schicht wird
abgetrennt, die wäß reize Pnase noch zweimal mit ether extrahiert; die vereinigten
Auszüge werden mit Wasser gründlich gewaschen. Nach dem Trocknen über Natriumsulfat
destilliert man den Äther ab und chromatographiert den verbleibenden Rückstand an
insgesamt 3 kg Kieselgel unter Verwendung von benzol zum Eluieren. Nach Eindampfen
der Eluate erhält man das gesuchte 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol in
Form eines Gemisches von Di astereomeren als farbloses öl in einer Ausbeute von
57,5 g 5, % der Theorie).
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Beispiel- 23 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-butanon In einer Hydrierbirne
werden in Wasserstoffatmosphäre 15 g (0,06 Mol)- Nickel (II)-acetat-tetrahydrat,
gelöst in 600 ml 95-proz.
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Äthanol, mit 60 ml 1 m Natriumborhydrid-Lösung zu schwarzem, kolloidalem
fjiekelborid (P-2-Katalysator) reduziert. Um eventuelles unverbrauchtes borhydrid
zu beseitigen, gibt man zunächst 14 g (0,24 Mol) Aceton zu, schüttelt 1 Stunde bei
Zimmertemperatur und hydriert nach Zugabe von 32,32 g (0,123 Mol) (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-buten-2-on
bei 5 at Wasserstoffdruck bis zur Beendigung der Wasserstoffaufnahme. Der Katalysator
wird abfiltriert, das Filtrat im Vakuum eingeengt. Den Rückstand verteilt man zwischen
Wasser und Essigsäureäthylester, die organische Phase wird über Natriumsulfat getrocknet
und eingedampft, der Rückstand im Feinvakuum destilliert. .lan erhält 19,0 g (58
V0 der Theorie) eines farblosen, viskosen öls vom Sdp.0,03 mmHgd140-148°C C16H21C10
(264,8) er. C 72,57 ii 7,98 Cl 13,39 Gef. C 72,70 zur 8,05 Cl 13,25
Beispiel
24 4-(3-Chlor-4-cyclohxyl-phenyl)-2-butanol 26,74 g (0,101 Mol) (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-buten-2-ol,
gelöst in 300 ml Äthylacetat, werden bei Raumtemperatur und 3 at Wasserstoffdruck
und in Gegenwart von 8,5 g Raney-Nickel bis zur Beendigung der Wasserstoffaufnahme
hydriert. Man filtriert vom Katalysator ab, dampft das Filtrat ein und destilliert
den Rückstand an der ölpumpe. Man erhält. 17,4 g (65 .der Theorie) eines farblosen
öls vom Sdp.0,05 mmHg 1-67-1750C.
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C16H23Cl0 (266,8) Ber. C 72,03 H 8,69 Cl 13,29 Gef. C 72,10 H 8,69
Cl 13,25 Beispiel 25 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol Hergestellt analog
Beispiel 24 aus (ED)-4-(3-Chlor-4-cyclohexylphenyl)-3-penten-2-ol in einer Ausbeute
von 5j % Das Produkt wurde als farbloses, nicht kristallisierendes Öl erhalten und
durch Chromatographieren an Kieselgel unter Verwendung von Benzol zum eluieren gereinigt.
Die Charakterisierung erfolgte durch IR-, UV- und NMR-Spektren sowie durch Elementaranalyse.
Wie in Beispiel 21 handelt es sich um ein Gemisch der beiden möglichen Ditereomeren.
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Beispiel 26 4-(3-Brom-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol Hergestellt
analog Beispiel 24 aus (E)-4-(3-Brom-4-cyclohexylphenyl)-3-penten-2-ol in einer
Ausbeute von 83 ß der Theorie.
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Das Gemisch der beiden Diastereomeren wird als farbloses, viskoses
öl vom Sdp.0,06 mmHg 147-153°C erhalten.
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C17H25BrO (325,3) Ber. C 69,77 II 7,75 Br 24,57 Gef. C 63,20 H 8,04
Br 24,40 Beispiel 27 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon Hergestellt analog
Beispiel 23 aus (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexylphenyl)-3-penten-2-on in einer Ausbeute
von 45 % der Theorie.
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Sdp.0,1 mmHg 153-1560C.
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C17H23C10 (278,8) Ber. C 73,23 H 8,31 Cl 12,72 Gef. C 73,40 H 8,40
C1 12,65 Beispiel 28 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon Hergestellt analog Beispiel
23 aus (E)-4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on in einer Ausbeute von 53 % der
Theorie.
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Sdp.0,05 mmHg 104-106°C.
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C17H240 (244,4) Ber. C 83,55 11 9,90 Gef. C 83,65 H 9,95 Beispiel
29 4-(3-Brom-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon Hergestellt analog Beispiel 23 aus
(E)-4-(3-Brom-4-cyclohexylphenyl)-3-penten-2-on in einer Ausbeute von 92 % der Theorie
(nach säulenchromatographischer Reinigung an Kieselgel unter Verwendung von Benzol
zum Eluieren).
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C17H23BrO (323,3) Ber. C 63,16 H 7,17 Br 24,72 Gef. C 63,60 H 7,03
Br 24,70 Beispiel 30 (E)-4-[4-(2-Methyl-cyclohexyl)-phenyl]-2-pentanon Hergestellt
analog Beispiel 24 aus (E,E)-4-[4-(2-Methyl-cyclohexyl)-phenyli-3-penten-2-on in
einer Ausbeute von 93 % der Theorie. Sdp.0,07 mmHg 148-153°C.
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C18H26O (258,4) Ber. C 83,67 II 10,14 Gef. C 83,30 H 10,40 Beispiel
31 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-hexanon Hergestellt analog Beispiel 24 aus einen entsprechend
Beispiel 9 erhaltenen Gemisch von Isomeren des 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-hexen-2-ons
und des 4-(4- Cyclohexyl-phenyl)-4-hexen-2-ons in einer Ausbeute von 86 % der Theorie.
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137-142°C Sdp.0 1 mmHg C18H26O (258,4) Ber. C 83,67 H 10,14 Gef. C
83,60 11 10,22 Beispiel 32 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon 2,768 g (0,01
Mol) (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on werden in 50 ml Benzol in
Gegenwart von 0,5 g 5-proz. Palladium
auf Calciumcarbonat in einer
Parr-Apparatur bei Zimmertemperatur und 5 at Wasserstoffdruck bis zur Aufnahme von
0,01 Mol Wasserstoff hydriert. Man filtriert vom Katalysator ab, engt das Filtrat
im Vakuum ein und reinigt den verbleibenden Rückstand zunächst durch Chromatographieren
an Kieselgel, dann durch Destillation im Feinvakuum. Man erhält 1,94 g (70 % der
Theorie) eines farblosen, hochviskosen öls vom Sdp.0,1 mmHg 153-1560C.
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Beispiel 33 (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-buten-2-ol In einer
trockenen Destillationsapparatur mit 60-cm-Vigreux-Kolonne erhitzt man 15.37-g (0,0585
Mol) (E)-4-(3-Chlor-4-cyc )hexyl-phenyl)-3-buten-2-on mit 12,5 g (0,0612 Mol) Aluminium-isopropylat
und 190 ml (2,48 Mol) Isopropanol unter gelindem Rückfluß, so daß nur etwa 5 Tropfen
in der Minute abdestillieren.
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Nach etwa 5 Stunden ist im Destillat mit salzsaurer 2.4-Dinitrophenylhydrazin-Lösung
kein Aceton, im Reaktionsgemisch dünnschichtchromatographiscf kein Ausgangsmaterial
mehr nachweisbar.
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Das Isopropanol wird unter schwachem Vakuum abdestilliert, der Rückstand
durch Zugabe von 50 g gestoßenem Eis und 34 nil 6n Salzsäure hydrolysiert. Man extrahiert
erschöpfend mit Essigsäureäthylester, wäscht die vereinigten Auszüge mit Wasser,
5-proz.
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Natronlauge und abermals Wasser, trocknet sie über Natriumsulfat,
dampft das Lösungsmittel im Vakuum ab. Der Rückstand wird in Petroläther aufgenommen,
mit Aktivkohle behandelt und abermals eingeengt. Es hinterbleibt in einer Ausbeute
von 13,32 g (86 % der Tneorie) ein farbloses, viskoses, stark lichtbrechendes öl,
nach IR-, UV- und NNR-Spektren (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-jbuten-2-ol.
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C16H2lClO (264,8) Ber. C 72,57 H 7,99 Cl 13,39 Gef. C 72,70 Ei 8,05
Cl 13,25
Beispiel 34 (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-henyl)-3-buten-2-ol
26,3 g (0,1 Mol) (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-buten-2-on, gelöst in 1 1
95-proz. Äthanol, werden protionsweise innerhalb von 10 Minuten zu einer Lösung
von 1,9 g (0,05 Mol) Natriumborhydrid in 300 ml 95-proz. Äthanol gegeben. Anschließend
läßt man 1 Stunde bei Zimmertemperatur rühren.- Der Überschuß'an Reduktionsmittel
wird durch vorsichtige Zugabe von 3 g Eisessig zerstört, das Lösungsmittel anschließend
im Wasserstrahlvakuum abdestilliert. Zum Rückstand gibt man 500 ml Wasser, extrahiert
dann erschöpfend mit äther, wäscht die vereinigten Ätherauszüge mit Wasser, trocknet
sie über Natriumsulfat und dampft sie ein.
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Der Rückt d wird wie in Beispiel 33 weiterbehandelt. Man erhält die
gewünschte Verbindung in einer Ausbeute von 22,8 g (86 % der Theorie), nach Dünnschichtchromatogramm
und Spektren völlig identisch mit einem nach Beispiel 33 erhaltenen Präparat.
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Beispiel 35 (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-ol lIergestellt
analog Beispiel 33 aus (E)-Lt-(3-Chlor-Lt-cyclohexylphenyl)-3-penten-2-on in einer
Ausbeute son 68 % der Theorie (nach säulenchromatographischer Reinigung an Kieselgel
unter Verwendung von Benzol zum Eluieren sowie an Aktivkohle unter Verwendung von
anfangs Petroläther, dann Aceton, schließlich ssigsäureäthylester zum Eluieren).
Die Verbindung kann ohne Zersetzung nicht destilliert werden. Das farblose, hochviskose
öl zeigt auch keinerlei Neigung zum Kristallisieren.
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C 17H23Cl0 (278,8) Ber. C 73,23 H 8,31 Cl 12,72 Gef. C 73,40 ii 8,42
Cl 12,85
Charakteristische Signale im NMR (CDCl3): # 4,23 (1H,
AB3X-Typ, /J/ = 8,4 + 0,1 Hz und /J/ = 1,3 + 0,1 Hz), # 7,99 (3H-d; /J/ = 1,3 +
0,1 Hz) Beispiel 36 (E)-4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-ol Hergestellt analog
Beispiel 33 aus (E)-4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on in einer Ausbeute von
74 % der Theorie. Schmelzpunkt: 67,5-68,o°c (nach zweimaligem Umkristallisieren
aus Petroläther unter Verwendung von Aktivkohle).
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C17H240 (244,4) Ber. C 83,55 H 9,90 Gef. C 83,70 ii 9,88 Beispiel
37 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol Hergestellt analog Beispiel 34 aus 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon
in einer Ausbeute von 70 % der Theorie. Das farblose Öl, ein Gemisch der beiden
diastereomeren Antipodenpaare des 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanols, zeigte Sdp.0,08
mmHg 112-1160C und war sp@@troskopisch und nach dünnschichtchromatographischem Vergleich
identisch mit einem nach Beispiel 20 erhaltenen Präparat.
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Beispiel 38 (E)-4-(3-Brom-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-ol Hergestellt
analog Beispiel 33 aus (E)-4-(3-Brom-4-cyclohexylphenyl)-3-penten-2-on. Die Substanz
wurde nach chromatographischer
Reinigung an Kieselgel unter Verwendung
von Benzol zum sluieren als farbloses öl in einer Ausbeute von 91 % der Theorie
erhalten.
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C17H23BrO (323,3) Ber. C63,16 H 7,17 Br 24, 72 Gef. C 63,70 H 7,40
Er 24,00 Charakteristische Signale im NMR (CDCl3): # 4,22 (1H, AB3X-Typ), # 8,00
(3H-d) Beispiel 39 (E)-4-[4-(20-Methyl-cyclohexyl)-phenyl]-2-pentanol iiergestellt
analog beispiel 34 aus (E)-4-[4-(2-Methyl- cyclohexyl)-phenyl/-2-pentanon in einer
Ausbeute von 76 5 der Theorie. Das farblose, viskose Öl vom Sdp.0,1 mmHg 146-149°C
wird als Gemisch zweier diastereomerer Antipodenpaare erhalten.
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C18H28O (260,4) Ber. C 83,02 H 10,84 Gef. C 82,80 H 10,80 beispiel
40 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-butanol hergestellt analog Beispiel 34 aus
4-(3-Chlor-4-cyclohexylphenyl)-2-butanon in einer Ausbeute von 90 % der Theorie.
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Das farblose, viskose Öl läßt sich int Feinvakuum bei Sdp.0,05 mmHg
167-175°C destillieren.
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C16H23C10 (266,8) Ber. C 72,03 H 8,69 Cl 13,29 Gef. C 72,10 H 8,69
Cl 13,25
Beispiel 41 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-hexanol Hergestellt
analog Beispiel 34 aus 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-hexanon in einer Ausbeute von 90
X der Theorie. Das farblose, viskose öl, ein Gemisch der beiden möglichen Diastereomeren,
destilliert bei Spd.0,07 mmHg 142-148°C.
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C18H28O (260,2) Ber. C 83,02 H 10,84 Gef. C 82,70 11 10,78 Beispiel
42 (E)-4-(4-isobutyl-phenyl)-3-penten-2-ol Hergestellt analog Beispiel 33 aus (E)-4-(4-Isobutyl-phenyl)-3-penten-2-on
in einer Ausbeute von 61 % der Theorie. Das farblose, viskose Öl destilliert bei
Sdp.0,02 98-1000C.
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C15H22O (218,3) Ber. C 82,52 H 10,16 Gef. C 82,30 H 10,26 Charakteristische
Signale im NMR (CDCl3): # 4,20 (1H, AB3X-Typ), # 7,94 (3H-d) 3 Beispiel 43 (E)-4-(3-Chlor-4-isobutyl-phenyl-3-penten-2-ol
Hergestellt analog Beispiel 33 aus (E)-4-(3-Chlor-4-isobutylphenyl)-3-penten-2-on
in einer Ausbeute von 42 % der Theorie.
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Sdp.0,02 mmHg 100-1050C.
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t5H21Cl0 (252,8) Ber. C 71,27 H 8,37 Cl 14,02 Gef. C 71,60 11 8,66
Cl 13,85
Cnarakteristische Signale im NMR (CDCl3): # 4,17 (1H,
AB3X-Typ), # 8,02 (3H-d), beispiel 44 (E)-4-(4-Cycloheptyl-phenyl)-3-penten-2-ol
Hergestellt" analog Beispiel 33 aus (E ) -4- ( 3-Chlor- 4-cy cloheptylphenyl)-3-penten-2-on
in einer Ausbeute von 18 % der Theorie.
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Schmelzpunkt: 64-65°C (aus Petroläther).
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C18H260 (258,4) er. C 83,67 H 10,14 Gef. C 83,80 H 10,13 Charakteristische
Signale im NMR (CDCl3): # 4,21 (1H, AB3X-Typ), # 7,94 (3H-d) Beispiel 45 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol
Zu einer Suspension von 1,0 g (0,0264 Mol) Lithiumaluminiumhydrid in 50 ml wasserfreiem
Äther tropft man innerhalb davon 90 Minuten eine Lösung von 15,* g (0,0545 Mol)
4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon in 600 nil trockenem Äther, rührt 45
Minuten bei Zimmertemperatur und kocht anschließend 4 Stunden unter Rückfluß. Unter
äußerer Kühlung mit einem Eisbad tropft man dann nacheinander 1 ml Wasser, 1 ml
15-proz. Natronlauge und nochmals 2 ml Wasser ein, filtriert vom Niederschlag ab
und engt das Filtrat im Vakuum ein.
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er ölige Rückstand, bestehend aus den beiden möglichen Diastereoiileren
des 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanols, wird an Kieselgel unter Verwendung
von Benzol als Eluens chromatographiert.
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Das nach Eindampfen der Eluate anfallende farblose 01 ist nach
Spektren,
Analyse und Dünnschichtchromatogramm identisch mit einem nach Beispiel 25 erhaltenen
Präparat. Ausbeute: 15,0 g (98 % der Theorie).
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Beispiel 46 4-(4-Cyclohexyl-pheryl)-2-pentanol Hergestellt analog
Beispiel 45 aus 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon in einer Ausbeute von 78 % der
Theorie. Das farblose Ol, ein Gemisch der beiden möglichen Diastereomeren, läßt
sich im Feinvakuum destillieren: Sdp.0,08mmHg 113-115°C).
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Beispiel 47 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-butanon 27,33 g (0,104
Mol) (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-buten-2-on, gelöst, in 1500 ml Essigsäureäthylester,
werden bei Raumtemperatur und 3 at Wasserstoffdruck und in Gegenwart von 10 g Raney-Nickel
bis zur klaren Verlangsamung der Wasserstoffaufnahme hydriert.
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Man filtriert vom Katalysator ab, dampft das Filtrat im Vakuum ein
und löst den Rückstand, bestehend aus einem Gemisch von 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-butanol
und dem gesuchten 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-butanon, in einem Gemisch aus
155 ml wasserfreiem Dimethylsulfoxid, 155 ml trockenem Benzol, 8,25 ml (0,102 Mol)
Pyridin und 4,15 ml (0,056 Mol) Trifluoressigsäure. Nach Zugabe von 64,0 g (0,31
Mol) N.N'-Dicyclohexyl-carbodiimid wird 12 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt.
Dann verdünnt man die Mischung mit 2,5 1 Äther, worauf man unter Rühren eine Lösung
von 39,08 g (0,31 Mol) Oxalsäuredihydrat in 250 ml Methanol eintropft. Nach Beendigung
der Gasentwicklung, die etwa 30 Minuten anhält, versetzt man mit 2,5 1 Wasser und
entfernt den unlöslichen N.N'-Dicyclohexylharnstoff
durch Filtration.
Man trennt die Schichten, schüttelt die organische Phase zweimal mit 5-proz. Natriumhydrogencarbonat-Lösun
und einmal mit Wasser aus, trocknet sie mit lJatriumsulfat, filtriert und dampft
das Lösungsmittel ab. Der verbleibende ölige Rückstand, der immer noch kleine Mengen
an Dicyclohexylharnstoff enthält, wird an Kieselgel unter Verwendung von benzol
zum Eluieren chromatographiert und zweimal im Feinvakuum destilliert. Man erhält
12,9 g (47 % der Theorie) des oben formulierten Ketons vom Sdp.0,03 mmHg 140-148°C.
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Beispiel 48 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon Ein wie in Beispiel
20 erhaltenes Gemisch aus 4-(4-Cyclohe;cylphenyl)-2-pelltanol und 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon
wird entsprechend den Angaben in Beispiel 47 mit Dimethylsulfoxid in Gegenwart von
N.N'-Dicyclohexylcarbodiimid und Pyridiniumtrifluoracetat oxidiert. Man erhält das
gesuchte 4-(4-Cyclohexylphenyl)-2-pentanon in einer Ausbeute von 42 % der Theorie.
Farbloses öl vom Sdp.0,05 mmHg 103-1060C.
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Beispiel 49 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-pentanon 20,6 ; (0,0733
Mol) 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol werden in einem Gemisch aus 110
ml wasserfreiem Dimethylsulfoxid, 110 ml absolutem Benzol, 5,9 ml (0,0732 Mol) Pyridin
und 2,95 ml (0,0397 Mol) Trifluoressigsäure gelöst. Man gibt 45,5 g (0,22 Mol) 14.N'-Dicyclohexylcarbodiimid
zu und rührt 14 Stunden bei Zimmertemperatur.
Dann verdünnt man
die Mischung mit 2 1 trockenem äther, tropft unter Rühren eine Lösung von 27,7 g
(0,22 Mol) Oxalsäuredihydrat in 180 ml Methanol zu und versetzt nach Beendigung
der Gasentwicklung, die etwa 30 Minuten andauert, mit 2 1 Wasser. Der unlösliche
N.N'-Dicyclohexyl-harnstoff wird abfiltriert, die wäß rige und die organische Schicht
werden getrennt. Die organische Phase wird zweimal mit 5-proz. Natriumhydrogencarbonat-Lösung
und einmal mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingeda pft.
Der verbleibende Rückstand wird an Kieselgel unter Verwendung von Benzol zum Eluieren
chromatographiert, anschließend irn Feinvakuum destilliert. Man erhält 7,4 g (36
% der Theorie) eines farblosen öls vom Sdp.0>1 mmHg 153-156°C.
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Beispiel 50 b-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-hexanon Hergestellt analog Beispiel
49 aus 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-hexanol [aus -I3rom-2-( 4-cyclohexyl-phenyl)-Sutan
und Acetaldehyd entsprechend Beispiel 19J durch Oxidation mit Dimethylsulfoxid in
Gegenwart von Pyridiniumtrifluoracetat und N,N'-Dicyclohexyl-carbodiimid in einer
Ausbeute von 47 % der Theorie. Farbloses öl vom Sdp.0,1 mmHg 139-142°C.
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Beispiel 51 4-(3-Brom-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon Hergestellt
analog Beispiel 49 aus 4-(3-Brom-4-cyclohexyl-phenyl-2-pentanol durch Oxidation
mit Dimethylsulfoxid in Gegenwart von Pyridiniumtrifluoracetat und N.N'-Dicyclohexyl-carbodiimid
in einer Ausbeute von 62 % der Theorie (nach säulenchromatographischer Reinigung
an Kieselgel unter Verwendung von Benzol zum Eluieren), nach IR-, UV-, NMR-opektren,
Elementaranalyse und Dünnschichtchromatogramm
identisch mit einem
nach Beispiel 29 erhaltenen Präparat.
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Beispiel 52 (E)-4-[4-(2-Methyl-cyclohexyl)-pheny]-2-pentanon 0,041
ml (0,5 m Mol) Dichloressigsäure werden zu einer eiskalten, gerünrten Lösung von
260 mg (1 m Mol) (E)-4-[4-(2-Methyl-cyclohexyl)-phenyl/-2-pentanol (Gemisch der
beiden möglichen Diastereomeren) und 515 mg (2,5 m Mol) N.N'-Dicyclohexyl-carbodiimid
in einer Mischung von 5 ml wasserfreiem Dimethylsulfoxid und 5 ml absolutemd Benzol
gegeben. Man rührt 30 Minuten bei Zimmertemperatur, kühlt dann auf 00C und gibt
eine konzentrierte wäßrige'Lösung von 189 mg (1,5 m Mol) Oxalsäuredihydrat zu. Man
hält weitere 20 Minuten bei Zimmertemperatur, verdünnt mit 50 ml Essigsäureethylester
und filtriert. Die organische Phase wird fünfmal mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat
getrocknet und im Vakuum eingedampft. Man reinigt den Rückstand zunächst durch Säulenchromatographie
an Kieselgel unter Verwendung von Benzol/Petroläther (Volumverhältnis 9 : 1) zum
Eluieren, dann durch Destillation an der ölpumpe. 150 mg (58 % der Theorie) eines
farblosen öls vom Sdp.0,07 mmlig 145-170°C, nach Dünnschichtchromatogramm völlig
identisch mit einem nach Beispiel 30 hergestellten Präparat.
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Beispiel 53 4-3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol Zu einer Lösung
von 2,788 g (0,01 Mol) Lt-(3-Chlor-Lt-cyclohexylphenyl)-2-pentanon in 200 ml 95-proz.
Äthanol gibt man 2,40 g (0,06 Mol) Natriumhydroxid, gelöst in 120 ml Wasser, dann
unter liilhren und in kleinen Portionen innerhalb von 2 Stunden 3,244 g
(0,03
Mol) Thioharnstoff-S.S-dioxid, wobei man eine Temperatur von 80 bis 90 0C einhält,
und kocht abschließend noch 2 Stunden unter Rückfluß. Das Äthanol wird abdestilliert,
die verbleibende wässerige Lösung erschöpfend mit Ether extrahiert, die vereinigten
Extrakte über ilat lumsulfat getrocknet und eingedampft. Das Rohprodukt wird in
Benzol gelöst und an 100 g Kieselgel chromatographiert, wobei Spuren an Ausgangsmaterial
abgetrennt werden. Aus der Hauptfrakti@ erhält man reines, farbloses 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol
als Gemisch der beiden möglichen Diaste-Isomeren. Sdp.0,1 mmilg 150-158°C, Ausbeute:
2,30 g (82 % der Theorie), nach Spektren und Dünns chichtchromatograrmn völlig identisch
mit einem nach Beispiel 21 erhaltenen Präparat.
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Beispiel 54 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol Hergestellt analog
Beispiel 53 aus 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon in einer Ausbeute von 88 % der
Theorie. Die Substanz geht bei Sdp.0,08 112-117°C über und ist nach Dünnschichtchromatogramm,
Spektren und Elementaranalyse völlig mit einem nach Beispiel 20 erhaltenen Präparat
identisch.
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beispiel 55 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon Ein mit Thoriumdioxid
gefülltes von außen elektrisch beheizbares Verbrennungsrohr aus Pyrexglas von 90
cm Länge und 2 cm Durchmesser wird auf 430 bis 4500C aufgeheizt, sorgfältig mit
Kohlendioxid bespült und dann unter weiterem Spülen mit Kohlendioxid über eine irilaßkammer
mit einem Gemisch von 280,8 g (1,0 Mol) 3-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-buttersäure
(Schmelzpunkt: 97 - 980C) und 180 g
(3,0 Mol) Essigsäure beschickt,
wobei eine Zugabegeschwindigkeit von 15 Tropfen pro Minute nicht überschritten werden
soll. Die gesamte Lösung soll das Reaktionsrohr in etwa 18 bis 21 Stunden passieren.
Nach vollständiger Zugabe der Reaktionsmischung wird uas Hohr mehrfach mit jeweils
10 ml Eisessig gespült, um das Reaktionsprodukt völlig zu entfernen. Destillat und
Waschlösungen werden vereint, mit 500 g Eiswasser versetzt und mit einem kleinen
Überschuß an 50-proz. wäßriger Natronlauge alkalisch gestellt.
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Das ölige Produkt wird abgetrennt, die wäßrige Phase erschöpfend mit
Äther extrahiert. Die mit dem Öl vereinigten organischen ixtrakte werden mit Wasser
gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und vom Lösungsmittel befreit. Der Rückstand
wird sorgfältig an insgesamt 5 kg Kieselgel unter Verwendung von anfangs Benzol,
spälter Benzol/Methylenchlorid (Volumverh@ nis 1 : 1) zum Eluieren zwecks Entfernung
von höhermolekularen Nebenprodukten chromatographiert. Man isoliert nach Eindampfen
der Eluate und Destillation an der ölpumpe 57,5 g (21 ß der Theorie) eines farblosen
Öls vom Sdp.0,1 mmHg 145-150°C, nach Spektren, Dünnschichtchromatogramm identisch
mitt einem nach Beispiel 49 hergestellten Prciparat.
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ueispiel 56 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon Hergestellt analog
Beispiel 55 aus 3-(4-Cyclohexyl-phenyl)-buttersäure und Essigsäure in einer Ausbeute
von 23 % der Theorie.
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3dp.0,05 mmHg 105-1080C, nach Spektren, Dünnschichtchromatogramm l1nd
Elementaranalyse identisch mit einem nach Beispiel 48 erhaltenen Präparat.
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Beispiel 57 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol Zu einer Lösung von
25,4 g (0,105 Mol) (E)-Lt-(Lt-Cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on in 400 ml wasserfreiem
Methanol werden 15,3 g (0,63 ilól) .Hagnesium gegeben und die bald lebhaft werdende
Reaktion durch Wasserkühlung so weit gemäßigt, daß die Mischung nicht zu heftig
unter Rückfluß kocht. Das Metall verschwindet innerhalb von 2 Stunden. Es entsteht
eine klare Lösung, die durch Destillation vom Methanol befreit wird. Dann setzt
man 100 ml Eiswasser zu, anschließend 80-proz. Essigsäure bis zur schwach sauren
Reaktion.
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Das abgeschiedene Öl wird in Essigsäureäthylester aufgenommen, die
Lösung mit Wasser, gesättigter Natriumhydrogencarbonatlösung und abermals Wasser
gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Der verbleibende Rückstand,
bestehend aus einem Gemisch der beiden möglichen Diastereomeren, destilliert hei
Sdp.0,08mmHg 110-1150C. Die Ausbeute beträgt 18,5 g (72 % der Theorie).
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Die gleiche Verbindung wird unter den gleichen Reaktionsbedingungen
in einer Ausbeute von 81 % der Theorie erhalten, wenn man 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon
anstelle von (E)-4-(4-Cyclohexylphenyl)-3-penten-2-on verwendet.
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Beispiel 58 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-hexanol Hergestellt analog Beispiel
57 aus einem analog Beispiel 9 erhaltenen Gemisch von Isomeren des 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-hexen-2-ons
und 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-4-hexen-2-ons in einer Ausbeute von 69 % der Theorie.
Das farblose Öl, ein Gemisch der beiden möglichen diastereomeren 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-hexanole,
siedet bei Sdp.0.07 mmRg 143-148°C und ist mit einem nach Beispiel 40 erhaltenen
Präparat nach Spektren, Dünnschichtchromatogramm und Elementaranalyse identis ch.
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Beispiel 59 )4 (Lt-Gyclohexyl-phenyl) -2-pe,ntanol Zu einer Lösung
von 24,2 g (0,1 Mol) (E)-4-(Lt-Cyclohexyl-phenyl) 3-penten-2-on in 1 1 wasserfreiem
Methanol werden in kleinen Portionen 46,0 g (2,0 Mol) frisch geschnittenes Natrium
gegeben, wobei die lebhafte Reaktion durch äußere Kühlung so weit gemäßigt wird,
daß die Mischung nicht zu lebhaft kocht. Nach völliger Auflösung des metalls wird
das Methanol weitgehend abdestilliert, zum Rückstand 1 1 Eiswasser gegeben, die
Mischung anschließend mit Essigsäure schwach angesäuert. Das abgeschiedene Öl wird
in Äther aufgenommen, die Lösung mit Wasser, gesättigter Natriumhydrogencarbonatlösung
und abermals mit Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet und eingedampft.
Der verbleibende Rückstand, bestehend aus einem Gemisch der beiden möglichen diatereomeren
4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanole, siedet bei Sdp. 0.08 mmhg 114-118°C. Die Ausbeute
beträgt 18,0 g (73 ß der Theorie).
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Ähnliche Ergebnisse erzielt man, wenn man statt (E)-4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on
das (Z)-4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on als Ausgangsmaterial verwendet. Ausbeute:
77 % der Theorie.
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Beispiel 60 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon 18,93 g (0,0684
Mol) (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on werden in 200 ml Äthanol
gelöst, hierzu werden 250 ml 20-proz.
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wässeriges Ammoniak gegeben. Unter ständigem Erwärmen, wobei teilweise
Entmischung eintritt, gibt man nach und nach 220 ml 15-proz.
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Titan-(III)-chlorid-Lösung zu, deren rasche Entfärbung die eintretende
Reaktion anzeigt. Nach halbstündigem Erwärmen wird der Titansäureniederschlag abgenutscht,
das Filtrat mit Wasser verdünnt und ausgeäthert. Auch der Titansäureniederschlag
wird gründlich mit
Äther ausgezogen. Die vereinigten Ätherlösungen
werden über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und eingedampft. Der verbleibende
Rückstand wird an insgesamt 800 g Kieselgel unter Verwendung von Benzol zum Eluieren
chromatographiert, das so gereinigte Produkt im Feinvakuum abschließend destilliert.
Man erhält 6,4 g (34 % der Theorie) eines farblosen Öls vom Sdp. mmHg 150-1540C,
nach Spektren, Dünnschichtchromatogramm und Elementaranalyse identisch mit einem
nach Beispiel 49 erhaltenen Präparat.
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Beispiel 61 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon Hergestellt analog
Beispiel 60 aus (E)-4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on in einer Ausbeute von
39 % der Theorie. Sdp.0,05 mmHg 104-106 C.
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Beispiel 62 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon Eine Lösung
von 37,87 g (0,1368 Mol) (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexylphenyl)-3-penten-2-on in 200
ml Eis essig wird mit 20 bis 25 ml 2 n Schwefelsäure versetzt, bis eben Abscheidung
des Hß-ungesättigten Ketons erfolgt. Dieses Gemisch wird in den Kathodenraum einer
mit Diaphragma versehenen Elektrolysezelle gegeben und bei 60 Volt und 5 bis 6 Amp.
elektrolysiert, wobei der Anodenraum mit 2O-proz.
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Schwefelsäure gefüllt ist. Als Kathode dient eine 1 cm hohe Quecksilberschicht,
als Anode ein Kohlestab. Die starke Wärmeentwicklung während der Elektrolyse macht
eine intensive Innen- und Außenkühlung nötig. Nach 6 Stunden wird die Hauptmenge
des Eisessigs im Wasserstrahlvakuum abgedampft, der Rückstand mit Soda neutralisiert,
anschließend die Mischung ausgeäthert. Dabei fällt ein dimeres Nebenprodukt aus,
das abgenutscht wird. Aus den ätherischen Auszügen, die mit Wasser gewaschen und
über Natriumsulfat getrocknet
werden, erhält man nach chromatographischer
Reinigung an Kieselgel unter Verwendung von Benzol zum Eluieren und Destillation
im Feinvakuum (Sdp.o 1 mmiIg150 - 1550C) 6,85 g (18 % der Theorie) eines farblosen
oels, nach Spektren, Dünnschichtchromatogramm und Elementaranalyse identisch mit
einem nach Beispiel 17 hergestellten Präparat.
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Beispiel 63 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon Unter äußerer
Kühlung mit Eis gibt man zu einer Lösung von 9,47 g (OO542 Mol) (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on
in 30 ml Äthanol 93 g (0,101 Mol) 2,5-proz. Natriumamalgam zusammen mit kleinen
Mengen 50-proz. Essigsäure (insgesamt 15 ml; 0,125 Mol), wobei man sorgfältig darauf
achten muß, daß die Mischung immer schwach sauer reagiert. Die Mischung wird während
der Amalgamzugabe, die etwa 1 Stunde beansprucht, kräftig geschüttelt, dann über
Nacht stehen gelassen, mit Wasser verdünnt, mit Soda neutralisiert und mit Äther
erschöpfend extrahiert. Die vereinigten und getrockneten Ätherextrakte werden eingedampft,
der verbleibende Rückstand durch sorgfältiges Chromatographieren an Kieselgel und
durch Destillation an der Ölpumpe (Sdp.0,1 153 - 1560C) gereinigt. Man erhält das
farblose, viskose Öl in einer Ausbeute von 3,85 g (40 % der Theorie).
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Beispiel 64 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon 8,31 g (0,0342 Mol)
(E)-4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on werden in 30 ml Äthanol gelöst, worauf
man bei Temperaturen zwischen 80 und 1000C 9,5 g analgamiertes Zink zusammen mit
insgesamt 68 ml 50-proz. Essigsäure innerhalb von 36 Stunden portionsweise zugibt.
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Anschl; end wird die erkaltete Reaktionsmischung mit 500 ml Wasser
verdünnt
und erschöpfend ausgeäthert. Die eingedampften Ätherauszüge werden durch sorgfältiges
Chromatographieren an insgesamt 700 g Kieselgel unter Verwendung von Benzol zum
Eluieren von dimeren Reaktionsprodukten und Ausgangsmaterial befreit, das derart
gereinigte Produkt wird nochmals im Feinvakuum destilliert Man erhält 1,45 g (17
% der Theorie) eines farblosen Öls vom Sdp.0,05 104-108°C, nach Spektren, Elementaranalyse
und Dünnschichtchromatogramm identisch mit einem nach Beispiel 16 erhaltenen Präparat.
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Beispiel 65 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol Zu einer Mischung aus
2,42 g (0,01 Mol) (E)-4-(4-Cyclohexylphenyl)-3-penten-2-on, 10,7 g (0,2 Mol) Ammoniumchlorid,
100 ml absolutem Äther und 100 ml flüssigem Ammoniak tropft man unter ftinhaltung
einer Temperatur von -400C bis zur Siedetemperatur des Ammoniaks und unter Rühren
eine Lösung von 3,45 g (0,15 Mol) liatrium in 150 ml flüssigem Ammoniak innerhalb
von 3 Stunden zu.
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Nach Abdampfen des Ammoniaks gibt man 100 ml Wasser zu, trennt die
Schichten und zieht die wässerige Phase erschöpfend mit Äther aus.
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Die vereinigten ätherischen Lösungen werden getrocknet und eingedampft,
der Rückstand an Kieselgel unter Verwendung von anfangs Benzol, später Benzol/Methylenchlorid
(Volumverhältnis 1 : 1) zum Eluieren chromatographiert. Man erhält die Substanz
in Forr eines farblosen Öls vom Sdp.0.08 mmHg 110-1160C. Die Ausbeute beträgt 1,70
g (69 % der Theorie).
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Die gleiche Verbindung wird unter den gleicnen Reaktionsbedir.=ungen
in einer Ausbeute von 66 % der Theorie erhalten, wenn man 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon
an Stelle von (E)-4-(4-Cyclohexylphenyl)-3-penten-2-on verwendet.
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Beispiel 66 (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-buten-2-ol Zu einer
Lösung von 13,14 g (0,05 Mol) (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexylphenyl)-3-buten-2-on in
50 ml wasserfreiem Benzol tropft man unter Einhaltung einer Reaktionstemperatur
von 5 bis 150 C innerhalb von 45 Minuten insgesamt 7,22 g (0,025 Mol) einer 70-proz.
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Lösung von Natrium-bis-(2-methoxy-äthoxy)-dihydroaluminat in Benzol,
worauf man weitere 2,5 Stunden bei der angegebenen Temperatur rührt. Anschließend
zersetzt man durch vorsichtige, tropfenweise Zugabe von 20 ml 20-proz. Salzsäure
und rührt weitere 20 Minuten.
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Die Benzolschicht wird abgetrennt und zweimal mit je 40 ml Wasser
gewaschen. Die vereinigten wäßrigen Phasen werden nochmals mit 100 ml Äther ausgezogen.
Der Ätherauszug wird mit der Benzolphase vereinige worauf man diese Lösung mit Natriumsulfat
trocknet und eindampft. Der Rückstand wird an Kieselgel unter Verwendung von Benzol
als Eluens säulenchromatographisch gereinigt, anschließend in Vakuum eingedampft,
in Petroläther aufgenommen, mit Aktivkohle behandelt und abermals eingeengt. Es
hinterbleibt in einer Ausbeute von 10>5 g (79 % der Theorie) ein farbloses, viskoses,
stark lichtbrechendes Ö1, nach IR-, UV- und NMR-Spektren, Dünnschichtchromatogramm
und Elementaranalyse identisch mit einem nach Beispiel 33 hergestellten Präparat.
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Beispiel 67 (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-ol Hergestellt
analog Beispiel 66 aus (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexylphenyl)-3-penten-2-on il einer
Ausbeute von 78 % der Theorie. Das farblose Öl wird zunächst an Kieselgel unter
Verwendung von Benzol als Eluens, dann an Aktivkohle unter Verwendung von Petroläther,
dann Aceton, schließlich Essigsäureäthylester chromatographisch gereinigt, da sie
ohne Zersetzung nicht destilliert werden kann, und ist mit einem nach Beispiel 35
erhaltenen Präparat nach Spektren,
Dünnschichtchromatogramm und
Elementaranalyse identisch.
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Beispiel 68 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol Zu einer Lösung
von 9,76 g (0,035 Mol) 4-(3-Chlor-4-cyclohexylphenyl)-2-pentanon in 50 ml trockenem
Benzol gibt man innerhalb von 2 Minuten 6,07 g (0,021 Mol) einer 70-proz. Lösung
von Natrium-bis-(2-methoxy-äthoxy)-dihydroaluminat in Benzol, wobei man von außen
mit Eis kühlt. Anschließend rührt man 1 Stunde bei Zimmertemperatur, zersetzt mit
10-proz. Salzsäure, trennt die Schichten und wäscht die wässerige Phase mit 2 x
20 ml Äther. Die vereinigten organischen Lösungen werden getrocknet und im Vakuum
eingedampft, der Rückstand säulenchromatographisch an Kieselgel gereinigt. Das farblose,
viskose, aus einem Gemisch der beiden möglichen Diastereomeren bestehende Öl siedet
bei Sdp.o 1 nIg 150-1580C. Die Ausbeute beträgt 6,33 g (64 % der Theorie).
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Die gleiche Verbindung wird in der gleichen Ausbeute erhalten, wenn
die Reihenfolge des Zusammengebens von 4-(3-Chlor-4-cyclohexylphenyl)-2-pentanon
und IJatrium-bis(2-methoxyäthoxy)-dihydroaluminat vertauscht wird.
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Beispiel 69 4-(4-Cyclohexyl-phenyl) 2-pentanol 12,1 g (0,05 Mol) (E)-4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on,
gelöst in 200 ml Äthanol, werden in Gegenwart von 5 g Kupfer-chromoxid bei 175°C
und 150 at Wasserstoffdruck bis zur Beendigung der Wasserstoffaufnahme hydriert,
wozu etwa 20 Minuten erforderlich sind. Nach dem Erkalten wird vom Katalysator abfiltriert,
das Filtrat eingeengt, der Rückstand an Kieselgel unter Verwendung von anfangs Benzol,
später Benzol/Methylenchlorid (Volumverhältnis
1 : 1) zum Eluieren
chromatographiert, das erhaltene Produkt schließlich im Feinvakuum destilliert.
Man erhält die Substanz als Gemisch der beiden möglichen diastereomeren Alkohole
vom Sdp.0,8 mmHg 113-1150C. Die Ausbeute beträgt 10,0 g (81 % der Theorie).
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Beispiel 70 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol 12,1 g (0,05 Mol) (E)-4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on,
ge-Rest in 200 ml Äthanol, werden in Gegenwart von 2 g Raney-Nickel bei 3 at Druck
und 11150C bis zur Aufnahme von 0,1 Mol Wasserstoff hydriert. Nach dem Erkalten
wird der Katalysator abfiltriert, das Filtrat eingeengt, der Rückstand zur Abtrennung
von Nebenprodukten an Kieselgel sorgfältig chromatographiert, das so erhaltene Rohprodukt
nochmals im Feinvakuum destilliert. Man erhält die Substanz (Diastereomerengemisch)
als farbloses ol vom Sdp.0,08 mmHg 110-1170C. Die Ausbeute beträgt 6,7 g (54 % der
Theorie).
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Beispiel 71 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-hexanol 25,64 g (0,1 Mol) eines
Gemisches von isomeren 4-(4-Cyclohexylphenyl)-3-hexen-2-onen und 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-4-hexen-2-on,
gelöst in 150 ml 96-proz. Äthanol, werden bei Zimmertemperatur und Normaldruck in
Gegenwart von 10 g Raney-Nickel hydriert. Nach Absorption von etwa 0,1 Mol Wasserstoff,
nach etwa 20 Minuten, sinkt die Geschwindigkeit der Wasserstoffaufnahme stark ab.
Nach Zugabe von 0,5 ml 40-proz. Natronlauge wird die Wasserstoffaufnahme wieder
rascher, die Hydrierung ist nach einer Gesamtdauer von etwa 90 Minuten beendet.
Die vom Katalysator befreite Lösung wird mit Essigsäure neutralisiert und eingedampft,
der Rückstand mit 50 ml Wasser versetzt und erschöpfend ausgeäthert. Aus den Ätherextrakten
erhält
man 19,8 g (76 % der Theorie) der oben formulierten Verbindung in Form eines farblosen
Öls vom Sdp.0,07 mmHg 142-1480C, das nach Dünnschichtchromatogramm, IR-, UV-, NMR-Spektren
und Elementaranalyse mit einem nach Beispiel 40 erhaltenen Präparat identisch ist.
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Beispiel 72 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol 13,84 g (0,0'5
Mol) (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on, gelöst in 100 nil 96-proz.
Äthanol, werden bei Zimmertemperatur und 3 at Druck in Gegenwart von 0,1 g Platindioxid
und 1 ml einer O,lm Eisen(II)-sulfat-Lö.sung bis zur Beendigung der Wasserstoffaufnahme
hydriert, was etwa 5 Stunden erfordert. Der Katalysator wird abfiltriert, das Filtrat
eingedampft, der Rückstand zwischen Wasser und Äther verteilt. Aus der Ätherlösung
erhält man rohes 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol, das säulenchromatographisch
an Kieselgel gereinigt wird. Farbloses Öl, nach Spektren, Dünnschichtchromatogramm
und Elementaranalyse identisch mit einem nach Beispiel 21 hergestellten Präparat.
Die Ausbeute beträgt 9,8 g (70 % der Theorie).
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Beispiel 73 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol 33,4 g (0,12
Mol) 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon, in 200 ml Äthanol gelöst, werden
mit 1 g lOproz. platinierter Aktivkohle und 3 ml einer lOproz. wäßrigen llexachloroplatin(IV)-säurelösung
versetzt und 4 Stunden bei Normaldruck in Wasserstoffatmosphäre geschüttelt. Nach
Beendigung der Wasserstoffaufnahme wird der Katalysator entfernt, das Filtrat eingedampft,
der Rückstand an Kieselgel chromatographiert und das erhaltene Produkt abschließend
im
Feinvakuurn destilliert. Sdp.0>1 mmHg 150-1590C.
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Ausbeute: 25,4 g (75 % der Theorie).
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beispiel 74 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon Unter kräftigem
Rühren und unter äußerer Kühlung mit Eis tropft man eine Lösung von 36,51 g (0,13
Mol) 4-(3-Chlor-4-cyclohexylphenyl)-2-pentanol (Gemisch der beiden Diastereomeren)
in 500 ml Benzol zu einer Lösung von 68,6 g (0,23 Mol) Natriumdichromat-dihydrat
in einem Gemisch aus 50 ml Eisessig, 90 ml konzentrierter Schwefelsäure und 300
ml Wasser. Anschließend wird noch 24 Stunden unter Einhaltung einer Temperatur von
25 bis 300C nachgerührt.
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Die Benzolschicht wird abgetrennt, zweimal mit je 100 ml Wasser, einmal
mit 200 ml gesättigter Sodalösung und nochmals mit 100 ml Wasser gewaschen, mit
Aktivkohle geklärt, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Der verbleibende
Rückstand wird an Kiesclel unter Verwendung von Benzol zum Eluieren chromatographiert,
i. o erhaltene Produkt anschließend im Feinvakuurn destilliert. Man erhält 21,0
g (58 % der Theorie) eines farblosen Öls vom Sdp.
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0 1 mmg 145-150°C, nach Spektren, Dünnschichtchromatogramm und Elementaranalyse
identisch mit einem nach Beispiel 49 hergestellten Präparat.
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Beispiel 75 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon Eine Mischung von 34,0
g (0,34 Mol) fein gepulvertem Chrom(VI)-oxid und 500 ml Eis essig wird unter kräftigem
Rühren auf dem Dampfbad erwärmt und langsam mit einer Lösung von 24,64 g (0,1 Mol)
4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol in 100 ml Eisessig versetzt. Nach
15
Minuten läßt man erkalten, rührt die Mischung in 2 1 Eiswasser ein und extrahiert
erschöpfend mit Äther. Die vereinigten Ätherauszüge werden mit Wasser, gesättigter
Natriumhydrogencarbonat-Lösung und abermals mit Wasser gewaschen, mit Aktivkohle
und Natriumsulfat behandelt und eingedampft. Der verbleibende Rückstand wird zur
Ab trennung von Nebenprodukten und Ausgangsmaterial an Kieselgel unter Verwendung
von Benzol zum Eluieren sorgfältig chromatographiert, abschließend im Feinvakuum
destilliert. Man erhält 10,5 g (43 % der Theorie) eines farblosen Öls vom Sdp.0,05
mmHg 104-106°C.
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Beispiel 76 (E )-4-[4- ( 2-Methyl-cyclohexyl)-phenyl/-2-pentanon Unter
kräftigem Rühren und äußerer Kühlung mit Eis gibt man zu 70 ml wasserfreiem Pyridin
6,2 g (0,062 Mol) Chrom(VI)-oxid, 15 Minuten später auf einmal eine Lösung von 5,21
g (0,02 Mol) (E)-4-l4-(2-Methyl-cyclohexyl)-pheyl]-2-pentanol in 10 ml trockenem
Pyridin, beläßt 30 Minuten bei 0 bis 50C, anschließend 16 Stunden bei Raumtemperatur.
Dann rührt man die Mischung in 300 ml Eiswasser ein, extrahiert erschöpfend mit
Äther, wäscht die vereinigten Atherauszüge zweimal mit Wasser, einmal mit 1-proz.
Salzsäure, abermals mit Wasser, dann mit gesättigter Natriumhydrogencarbonat-Lösung
und nochmals mit Wasser, trocknet sie mit Natriumsulfat und dampft sie ein.
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Der Rückstand wird an Kieselgel unter Verwendung von Benzol zum Eluieren
chromatographiert, das erhaltene Hauptprodukt abschließend im Feinvakuum destilliert.
Man erhält das gesuchte (E)-Lt-tLt-(2-Methyl-cyclohexyl)-phenyli-2-pentanon vom
Sdp.0,07 mmHg 148-153°C in einer Ausbeute von 3,45 g (67 % der Theorie) als farbloses,
nicht kristallisierendes Öl.
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Beispiel 77 (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on 27,9
g (0>1 Mol) (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten 2-ol werden in 100 ml
Aceton gelöst und unter Einhaltung einer Reaktionstemperatur von 5 bis 10°C tropfenweise
mit einer Lösung von 10,0 g (0,1 Mol) Chrom(VI)-oxid in 35 ml 35-proz. wäßriger
Schwefelsäure versetzt. Man läßt 5 Stunden nachrühren, verdünnt mit 500 ml Eiswasser
und extrahiert erschöpfend mit Äther. Die vereinigten Ätherauszüge werden mit Wasser,
gesättigter Natriumhydrogencarbonatlösung und abermals mit Wasser gewaschen, mit
Aktivkohle und Natriumsulfat behandelt und eingedampft. Der verbleibende Rückstand
wird im Feinvakuum destilliert (Sdp.o 1 IllmHg 170-1780C), anschließend zweimal
aus Methanol unter Verwendung von Aktivkohle umkristallisiert. Man erhält farblose
Kristalle vom Schmelzpunkt 56,5 bis 57,50C.
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Ausbeute: 17,0 g (61 % der Theorie).
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Beispiel 78 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon Unter Eiskühlung
gibt man zu 139,0 g (1,88 Mol) tert. Butanol 75>0 g (0,75 Mol) Chrom(VI)-oxid,
verdünnt die Reaktionsmischung mit 750 ml Benzol und trocknet die erhaltene benzolische
Lösung von Di-tert.-butyl-chromat über wasserfreiem Natriumsulfat. Diese Oxidationsmischung
rührt man innerhalb von 30 Minuten in eine Lösung 70,2 g (0,25 Mol) 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol
in 100 ml trockenem Benzol ein, wobei die Innentemperatur bei 5 bis 60C gehalten
wird.Anschließend rührt man 48 Stunden bei 35°C, versetzt zur Hydrolyse von überschüssigem
Reagens mit einer wäßrigen Lösung von 126 g (1,0 Mol) Oxalsäure-dihydrat, trennt
die Schichten und
zieht die, wäßrige Phase noch zweimal mit je
200 ml Benzol aus.
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Die vereinigten Benzolphasen werden mit Wasser, gesättigter Natriumhydrogencarbonat-Lösung
und wiederum Wasser gewaschen, über-Naijiumsulfat getrocknet und eingedampft. Der
Rückstand wird an Kieselgel unter Verwendung von Benzol zum Eluieren gereinigt und
abschließend im Feinvakuum destilliert. Man erhält das gesuchte 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon
vom Sdp.0,1 mmHg 146-1500C in einer Ausbeute von 24,5 g (35 % der Theorie).
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Beispiel 79 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon 126 mg (0,45
Mol) 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol werden in 15 ml Dimethylformamid
gelöst und mit 166 mg (1,66 m Mol) Chrom-(VI)-oxid versetzt, worauf man 3 Tropfen
konzentrierte Schwefelsäure zugibt. Unter gelegentlichem Umschwenken läßt man 15
Stunden bei Zimmertemperatur stehen, versetzt mit 100 ml Essigsäureethylester und
schüttelt unter äußerer Kühlung mit Leitungswasser sorgfältig mit 100 ml lOproz.
Natriumhydrogensulfit-Lösung durch.
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Man trennt die Phasen, zieht die wäßrige Schicht noch dreimal mit
je 50 ml ethylacetat aus. Die vereinigten Essigesterphasen werden anschließend je
einmal mit angesäuerter Natriumhydrogensulfit-Lösung, 1 n Natriumhy@ rogencarbonat-Lösung
und Wasser gewaschen und nach dem Trocknen mit Natriumsulfat im Vakuum, zuletzt
bei 80°C, eingedampft, wobei auch das Dimethylformamid restlos entfernt wird.
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Der Rückstand wird an 10 g Kieselgel und unter Verwendung von Benzol
zum Eluieren chromatographiert, das Hauptprodukt anschließend an der Ölpumpe destilliert.
Man erhält das gesuchte 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon vom Sdp.0>1
mmHg 152-1600C in einer Ausbeute von 90 mg (72 % der Theorie). Das Produkt ist nach
Dünnschichtchromatogramm, Spektren und Elementaranalyse mit einem nach Beispiel
78 hergestellten Präparat identisch.
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Beispiel 80 (E)-4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on 4,11 g (0,0168
Mol) (E)-4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-ol werden in 60 ml Äther gelöst, worauf
man 20 ml Wasser zufügt. Zu der gut gerührten Mischung gibt man unter Stickstoff-Atmosphäre
innerhalb von 30 Minuten tropfenweise 5,25 ml 8 n wäßriger Chromsäure-Lösung, worauf
man weitere 16 Stunden bei Zimmertemperatur rührt. Man trennt die Schichten, zieht
die wäßrige Phase erschöpfend mit Äther aus, vereinigt die Ätherphasen, wäscht sie
mit Wasser, trocknet über Natriumsulfat und dampft ein. Der Rückstand wird aus Methanol
und Petroläther unter Verwendung von Aktivkohle umkristallisiert. Schmelzpunkt:
49-500C. Ausbeute: 2,2 g (54 % der Theorie).
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Beispiel 81 (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on 32,4
g (etwa 0,37 Mol) aus Mangan(II)-sulfat und Kaliumpermanganat frisch bereitetes
Mangan(IV)-oxid werden in 200 ml Toluol suspendiert und unter Rühren am Wasserabscheider
bis zur völligen Entwässerung erhitzt. Anschließend gibt man 25,1 g (0,09 Mol) (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-ol
zu und kocht über Nacht unter Rückfluß, wonach die Wasserabscheidung beendet und
laut Dünnschichtchromatogramm kein Ausgangsmaterial mehr nachzuweisen ist.
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Man abfiltriert, wäscht den Filterrückstand sorgfältig mit Toluol
aus und dampft die vereinigten Filtrate im Vakuum ein. Der Rückstand wird im Feinvakuum
destilliert (Sdp.0>1 mmHg 175-183°C), anschließend zweimal aus Methanol unter
Verwendung von Aktivkohle tunkristallisiert. Farblose Kristalle vom Schmelzpunkt
56,5 bis 57,5°C, Ausbeute: 16,5 g (66 % der Theorie).
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Beispiel 82 (E )-Lt- (3-Chlor- Lt-cyclohexyl-pheny 1) -3-buten-2-on
Hergestellt analog Beispiel 81 aus (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexylphenyl)-3-buten-2-ol
durch Oxidation mit Mangen(IV)-oxid in einer Ausbeute von 71 % der Theorie. Die
farblosen Kristalle schmelzen nach dem Umkristallisieren aus Methanol bei 48-49°C.
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Beispiel 83 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon Zu einer Mischung
von 65,0 g (0,60 Mol) 1,4-Benzochinon, 14,8 g (0,06 Mol) Aluminium-tert.butylat
und 1 1 wasserfreiem Toluol gibt man unter Rühren 35,67 g (0,127 Mol) 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanol.
Unter gelegentlichem Umrühren läßt man 8 Tage bei Zimmertemperatur stehen, gibt
dann vorsichtig 5 ml Wasser zu und entfernt das entstandene Aluminiumhydroxid durch
Filtration. Die verbleibende Toluol-Lösung wäscht man nacheinander mit je 500 ml
5-proz.
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Natronlauge und Wasser, trocknet sie über Natriumsulfat und dampft
sie im Vakuum ein. Der Rückstand wird an Kieselgel unter Verwendung von Benzol zum
Eluieren gereinigt und anschließend an der Ölpumpe destilliert. Man erhält das gesuchte
4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon vom Sdp.0>1 mmHg 145-150°C in einer
Ausbeute von 23,2 g (66 % der Theorie).
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Beispiel 84 (E)-4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on 24,44 g (0,1
Mol) (E)-4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-ol und 15,81 g (0,1 Mol) 2,3-Dichlor-5,6-dicyan-1,4-benzochinon
werden
in 200 ml wasserfreiem Dioxan gelöst und 72 Stunden bei
Raumtemperatur gerührt. Nach Zugabe von 20 g Aktivkohle wird flitriert, das Filtrat
vom Lösungsmittel befreit, der Rückstand an Kieselgel unter Verwendung von Benzol
zum Eluieren chromatographisch gereinigt. Das so erhaltene Produkt wird aus Methanol
und Petroläther umkristallisie, wonach es bei 49 bis 500C schmilzt. Die Ausbeute
beträgt 19,5 g (80 % der Theorie).
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Beispiel 85 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon 17,1 g (0,0487
Mol) 2-Acetyl-3-(3-chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-buttersäureäthylester (Gemisch zweier
Diastereomerer) werden mit 60 ml (etwa 0,075 Mol) 5-proz. Natronlauge und 200 ml
Äthanol 19 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt, wobei der Ester verseift und die
Säure bereits teilweise decarboxyliert wird. Zur Vervollständigung der Kohlendioxidabspaltung
kocht man noch 9 Stunden unter Rückfluß, destilliert das Äthanol ab, kühlt dann
ab und äthert mehrfach aus.
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Die vereinigten Ätherextrakte werden mit Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet, eingedampft; der Rückstand wird an Kieselgel unter Verwendung von Benzol
zum Eluieren chromatographiert, das Hauptprodukt abschließend an der ölpumpe destilliert.
Man erhält das gesuchte 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon als farbloses
Öl vom Sdp.0>1 mmHg 145-150°C in einer Ausbeute von 11,5 g (85 % der Theorie),
Beispiel 86 -(4-Cyclohexyl-phenyl) 2-pentanon Hergestellt analog Beispiel 85 aus
2-Acetyl-3-(4-cyclonexyl-phenyl)-buttersäuremethylester in einer Ausbeute von 44
% der Theorie.
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Das farblose Öl siedet bei Sdp.0>05 mmHg 104-107°C.
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Beispiel 87 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl-2-pentanon 35,09 g (0,1
Mol) 2-Acetyl-3-(3-chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-buttersäureäthylester werden Illit
200 ml 20-proz. Salzsäure und 200 ml Äthanol unter Rückfluß gekocht, bis eine entnommene
Probe, die durch Zugabe von verdünnter Natronlauge auf etwa pif 2 bis 3 gebracht
wird, keine positive Eisen(III)-dilorid-Reaktion auf ß-Ketoester mehr zeigt (6 bis
8 Stunden). Man destilliert das Äthanol ab, läßt erkalten, äthert mehrfach aus,
wäscht die vereinigten Ätherauszüge mit Wasser, gesättigter Natriumhydrogencarbonat-Lösung
und, abermals mit Wasser und trocknet über Natriumsulfat. Der nach Abdestillieren
des Lösungsmittels verbleibende Rückstand wird an Kieselgel unter Verwendung von
Benzol zum Eluieren chromatograpoliert, das Hauptprodukt an der ölpumpe destilliert.
Farbloses Ö vom Sdp. 0,1 mmHg 146-150°C. Ausbeute: 20,0 g (72 % der Theorie).
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Beispiel o8 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon 3,79 g (0,01
lviol) 2-Acetyl-3-(3-chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-buttersaure-tert.butylester, hergestellt
aus 1-t3rom-1-(3-chlor-4-cyclonexyl-phenyl)-äthan und Acetessigsäure-tert.butylester
in Gegenwart von Kalium-tert.butylat, werden im ölbad auf 1500C erwärmt.
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Nach Zusatz von 0,1 g p-Toluol-sulfonsäure setzt lebhafte Gasentwicklung
ein. Zur Beendigung der Zersetzung wird noch 60 Minuten auf 2000C erhitzt. Nan läßt
erkalten und nimmt in 50 ml Äther auf.
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Die Ätherlösung wird mit Wasser, gesättigter Natriumhydrogencarbonatlösung
und Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft, der verbleibende
Rückstand wird an Kieselgel unter Verwendung von Benzol zum Eluieren chromatographiert,
schließlich im Feinvakuum destilliert. Farbloses öl vom Sdp.0,1 mmHg 153-156°C,
nach
Spektren, Dünnschichtchromatogramm und Elementaranalyse mit einem nach dem vorstehenden
Beispiel erhaltenen Präparat identisch.
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Ausbeute: 1,9 g (68 % der Theorie, Beispiel 89 4-(4-Cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon
Eine Mischung von 3,44 g (0,01 Mol) 2-Acetyl-3-(4-cyclohexylphenyl)-buttersäure-tert.butylester,
20 ml konz. Salzsäure und 20 ml Dioxan wird 5 Stunden unter Rückfluß gekocht. Man
läßt erkalten verdünnt mit 100 ml Wasser und extrahiert erschöpfend mit Äther. Die
vereinigten Ätherauszüge werden mit Wasser, gesättigter Natriumhydrogencarbonatlösung
und Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft, der verbleibende
Rückstand wird an Kieselgel unter Verwendung von Benzol zum Eluieren chromatographisch
gereinigt, schließlich im Feinvakuum destilliert.
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Sdp.0,05 104-1060C. Ausbeute: 2,0 g (82 % der Theorie).
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Beispiel 90 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon Man erhitzt
unter Rühren ein Gemisch von 35,0g g: (0,1 Mol)-2-Acetyl-3-(3-chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-buttersäureäthylester,
6,43 g (0,11 Mol) Natriumchlorid und 5,4 ml (0>3 Mol) Wasser in 50 ml Dimethylsulfoxid
5 Stunden auf 1500C. Nach dem Erkalten rührt man die Reaktionsmischung in 200 ml
Wasser ein und nimmt das abgeschiedene Öl in Äther auf. Die Ätherlösung wird mit
Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Der verbleibende
Rückstand, 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon, wird an Kieselgel unter Verwendung
von Benzol zum Eluieren chromatographisch gereinigt, schließlich an der ölpumpe
destilliert. Man erhält das- gesuchte 4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-2-pentanon
vom Sdp.0,1 mmHg
146-150°C in einer Ausbeute vom 9,5 g (34 % der
Theorie).
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Beispiel 91 (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-buten-2-on Ein heterogenes
Gemisch aus 39,0 g (0,11 Mol) Acetonyl-triphenylphosphoniumchlorid, 12,25 g (0,055
Mol) 3-Chlor-4-cyclohexyl-benzaldehyd, 100 ml Benzol und 300 ml 5 n Matronlauge
wird 24 Stunden bei Zimmertemperatur gut gerührt. Man flitriert, trennt die benzolische
Phase ab und extrahiert die wässerige Schicht erschöpfend mit Äther. Die vereinigten
organischen Extrakte werden mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet
und im Vakuum eingeengt. Der Rückstand wird zur Abtrennung von Triphenylphosphinoxid
an 200 g Kieselgel unter Verwendung von Benzol zum Eluieren chromatographiert, schließlich
an der ülpumpe destilliert (Sdp.0,2 mmHg 160-1750C) und aus Methanol umkristallisiert.
Man erhält in einer Ausbeute von 4,63 g (32 % der Tneorie) farblose Kristalle vom
Schmelzpunkt 48-49 C.
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Beispiel 92 (E ) -Lt- (3-Chlor-Lt-cyclohexyl-phenyl) -3-buten-2-on
Zu einer Suspension von 0,822 g Natriumhydrid (80 proz. Suspension in Mineralöl;
0,0274 Mol) in 70 nil wasserfreiem 1,2-Dimethoxyäthan tropft man unter einhaltung
einer Reaktionstemperatur von +200C, unter Stickstoffschutz und unter Rühren die
Lösung von 5,32 g (0,0274 Mol) Acetonylphosphonsäurediäthylester in 10 ml 1,2-Dimethoxy-äthan.
Nach einstündigem Rühren, wenn die Wasserstoffentwicklung beendet ist, fügt man
tropfenweise eine Lösung von 6,102 g (0,0274 Mol) 3-Chlor-4-cyclohexyl-benzaldehyd
in 10 ml wasserfreiem 1,2-Dimethoxy-äthan zu, rührt abermals 60 Minuten bei Zimmertemperatur
und kocht abschließend 30 minuten unter Rückfluß.
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Man läßt erkalten, gibt reichlich Wasser zu und extrahiert erschöpfend
mit Äther. Die vereinigten Ätherauszüge werden je einmal mit Wasser, 1-proz. wässeriger
Salzsäure und wiederum Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft.
Das zurückbleibende Öl wird im Feinvakuum destilliert (Sdp.0,2 mmHg 160-175°C),
dann zweimal aus Methanol umkristallisiert. Man erhält 5,04 g (70 % der Theorie)
an farblosen Kristallen vom Schmelzpunkt 48-490C.
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Beispiel 93 (E)-4-(4-Cyclopentyl-phenyl)-3-penten-2-on Hergestellt
analog Beispiel 5 aus 4'-Cyclopentyl-acetophenon und (E)-3-Äthoxy-crotonsäureäthylester
in einer Ausbeute von 51 % der Theorie. Sdp.0,05 mmfig 143-147°C. Schmelzpunkt 33,0-33,5°C
(aus Methanol).
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Beispiel 94 4-(4-Cyclopentyl-phenyl)-2-pentanon Hergestellt analog
Beispiel 23 aus (E)-4-(4-Cyclopentyl-phenyl)-3-penten-2-on in einer Ausbeute von
72 % der Theorie.
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Sdp.0,03 mmHg 130-140°C.
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C16H220 (230,35) Ber. C 83,43 H 9,63 Gef. C 83,50 H 9,71 Beispiel
95 (E)-4-(3-Chlor-4-cyclopentyl-phenyl)-3-penten-2-on Hergestellt analog Beispiel
5 aus 3'-Chlor-4'-cyclopentyl-acetophenon (Sdp.0,1 mmHg 130-1350C) und (E)-3-Äthoxy-crotonsäure-äthylester
in
einer Ausbeute von 82 % der Theorie. Sdp.0,1 mmflg 130-135°C.
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C16H19ClO (262,8) Ber. C 73,13 H 7,29 Cl 13,49 Gef. C 73,10 H 7,43
Cl 13,40 Beispiel 96 4-(3-Chlor-4-cyclopentyl-phenyl)-2-pentanon Hergestellt analog
Beispiel 24 aus (E)-4-(3-Chlor-4-cyclopentylphenyl)-3-penten-2-on in einer Ausbeute
von 64 % der Theorie.
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Sdp.0,1 mmHg 135-140°C.
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C16H21C10 (264,8) Ber. C 72,58 H 7,99 Cl 13,39 Gef. C 72,80 II 8,25
Cl 13,00
Die neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I lassen
sich zur marmazeutischen Anwendung, gegebenenfalls in Kombination mit anderen Wirksubstanzen
der allgemeinen Formel I, in die üblichen p armazeutischen Zubereitungsformen einarbeiten.
Die Einzeldosis beträgt 5 bis 400 mg, vorzugsweise 10 bis 100 mg, die Tagesdosis
20 bis 1000 mg, vorzugsweise 75 bis 400 mg.
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Die nachfolgenden Beispiele beschreiben die Herstellung einiger pnarmaeutischer
Zubereitungsformen: Beispiel I Tabletten mit 10 mg (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on
Zusammensetzung: 1 Tablette enthält: Wirksubstanz 10,0 mg Maisstärke 287,0 mg Polyvinylpyrrolidon
10,0 mg-4agnesiums tearat 3,0 mg 310,0 mg Herstellungsverfahren: Die Mischung der
Wirksubstanz mit Maisstärke wird init einer 14%igen Lösung des Polyvinylpyrrolidons
in Wasser durch Sieb 1,5 mm granullert, bei 45°C getrocknet und nochmals durch obiges
dieb gerieben. Das so erhaltene Granulat wird mit Magnesiumstearat gemischt und
zu Tabletten verpreßt.
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Tablettengewicht: 310 mg Stempel: 10 mm, flach
Beispiel
II Dragees mit 25 mg (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on Zusammensetzung:
1 Dragéekern enthält: Wirksubstanz 25,0 mg Maisstärke 245,0 mg Gelatine 8,0 mg Talk
18,0 mg Magnesiumstearat 4,0 mg 300,0 mg Herstellungsverfahren: Die Mischung der
Wirksubstanz mit Maisstärke wird mit einer 10%igen wässerigen Gelatine-Lösung durch
Sieb 1,5 mm granuliert, bei 45°C getrocknet und nochmals durch obiges Sieb gerieben.
Das so erhaltene Granulat wird mit Talk und Magnesiumstearat geniischt und zu Dragéekernen
verpreßt.
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Kerngewicht: 300,0 mg Stempel: 10 mm, gewölbt Die Dragéekerne werden
nach bekannten Verfahren mit einer Hülle überzogen, die im wesentlichen aus Zucker
und Talkum besteht.
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Die fertigen Dragees werden mit Hilfe von bienenwachs poliert.
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Dragéegewicht: 580 mg.
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Beispiel III Gelatine-Kapseln mit 50 mg (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-on
Zusammensetzung:
Wirksubstanz 50,0 mg Maisstärke 340,0 mg Aerosil 6,0 mg Magnesiumstearat 4,0 mg
400,0 mg Herstellungsverfahren: Die Substanzen werden intensiv-gemischt und in Gelatine-Kapseln
Größe 1 abgefüllt.
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Kapselinhalt: 400 mg Beispiel IV Suppositorien mit 50 mg (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-ol
Zusammensetzung: 1 Zäpfchen enthält: Wirksubstanz 50,0 mg ouppositorienmasse (z.B.
Witepsol W 45) 1 600,0 mg 1 650,0 mg Herstellungsverfahren: Die feinpulverisierte
Wirksustanz wird mit Hilfe eines Lintauchhomogenisators in die geschmolzene und
auf 400C abgekühlte Zäpfchenmasse eingerührt. Die Masse wird bei 380C in leicht
vorgekühlte Formen gegossen.
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Zäpfchengewicht: 1,65 g
Beispiel V Suspension mit
50 mg (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-2-ol Zusammensetzung: Wirksubstanz
1,0 g Dioctylnatriumsulfosuccinat (DONSS) 0,02 g Benzoesäure 0,1 g Natriumcyclamat
0,2 g Aerosil 1,0 g Polyvinylpyrrolidon 0,1 g Glycerin 25,0 g Grapefruit-Aroma 0,1
g Dest. Wasser ad 100,0 ml Herstellungsverfahren: In dem auf 70°C erwärmten Wasser
werden nacheinander DONSS, senzoesäure, Natriumcyclamat und Polyvinylpyrrolidon
gelöst.
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Man gibt Glycerin und Aerosil dazu, kühlt auf Raumtemperatur ab und
suspendiert mit Hilfe eines Eint auchhomogenisators die feinpulverisierte Wirksubstanz.
Anschließend wird aromatisiert und mit Wasser auf das gegebene Volumen aufgefüllt.
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5 ml Suspension enthalten 50 mg Wirksubstanz.
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Beispiel VI Dragees mit 25 mg (E)-4-(3-Chlor-4-cyclohexyl-phenyl)-3-penten-
2-ol Zusammensetzung: Wirksubstanz 25,0 mg
Milchzucker 1 00,0 mg
Maisstärke 72,0 mg Polyvinylpyrrolidon 2,0 mg t;agnesiumstearat 1,0 mg 200,0 mg
Herstellungsverfahren: Die Mischung der Wirksubstanz mit Milchzucker und Maisstärke
wird mit einer 8%igen wäßrigen Lösung des Polyvinylpyrrolidons durch Sieb 1,5 mm
granuliert, bei 45°C getrocknet und nochmals durch Sieb 1,0 mm gerieben. Das so
erhaltene Granulat wird mit Magnesiumstearat gemischt und zu Dragéekernen verpreßt.
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Kerngewicht: 200 mg Stempel; 8 mm, gewölbt Die so erhaltenen Drageekerne
werden nach bekannten Verfahren mit einer Fülle überzogen, die im wesentlichen aus
Zucker und Talkum bestehen, die fertigen Dragees werden mit Hilfe von bienenwachs
poliert.
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Dragéegewicht: 290 mg