DE2449078C3 - Greifer für einen industriellen Arbeitsautomaten - Google Patents
Greifer für einen industriellen ArbeitsautomatenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B25—HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
- B25J—MANIPULATORS; CHAMBERS PROVIDED WITH MANIPULATION DEVICES
- B25J15/00—Gripping heads and other end effectors
- B25J15/08—Gripping heads and other end effectors having finger members
- B25J15/10—Gripping heads and other end effectors having finger members with three or more finger members
- B25J15/103—Gripping heads and other end effectors having finger members with three or more finger members for gripping the object in three contact points
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Description
Die Erfindung betrifft einen Greifer für einen industriellen Arbeitsautomaten nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Aus der GB-PS 13 25 844 ist ein derartiger Greifer
bekannt Solche Greifer sind in der Regel so ausgelegt, daß ein Werkstück, das von dem Fingerarm festgehalten
wird, durch Bewegung des die Finger aufweisenden Arms über eine vorbestimmte Bewegungsbahn dicht an
das Spannfutter herangebracht und dann im Spannfutter eingespannt wird, wenn dessen Backen verschoben
werden. Bei der bekannten Anordnung sind hierzu die Finger spielfrei in einer Längsführung des Greiferkopfes geführt und mittels einer Zahnstange und Stirnrädern antreibbar. Wenn das Werkstück jedoch von den
Fingern nicht einwandfrei festgehalten wird, kann der Fall eintreten, daß es sich gegenüber einer Bezugsfläche
des Futters verkantet und gegenüber dem Futter in eine außermittige Lage gelangt Bei der bekannten Anordnung mit einer spielfreien Fingerführung besteht daher
die Gefahr, daß dann, wenn das Werkstück ungeachtet dieser Verkantung oder exzentrischen Ausrichtung im
Spannfutter eingespannt wird, die Finger des Arbeitsautomaten bzw. der gesamte die Finger tragende Arm
einer zu hohen Kraft ausgesetzt werden, die zu nicht unbeträchtlichen Beschädigungen führen kann. Wenn
das Werkstück zudem in diesem verkanteten oder exzentrischen Zustand in das Futter eingespannt und
bearbeitet wird, können sich Bearbeitungsfehler ergeben.
Aue der DE-OS 23 10 990 ist eine Vorrichtung mit einer Einrichtung zur genauen Ausrichtung des
Werkstücks bekannt, bei welcher der das Werkstück aufnehmende Greifermechanismus eine planverzahnte
Scheibe aufweist, die mit einer ebenfalls planverzahnten, am Maschinenbett festgelegten Scheibe zusammenwirken soll. Beim Ineinandergreifen der Planverzahnungen
ist hier zwar ein genaues Indexieren möglich. Es ist hierbei jedoch nicht auszuschließen, daß beim Einrasten
der Zähne Relativverschicbungen entlang der Zahnflanken stattfinden, welche bei der bekannten Anordnung
durch eine dementsprechende Beanspruchung der übrigen Teile ausgeglichen werden müssen. Außerdem
erfordert die bekannte Anordnung einen nicht unbeträchtlichen baulichen Aufwand, und zwar sowohl im
Bereich des Greifers als auch im Bereich der Bearbeitungsmaschine.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Greifer der eingangs bezeichneten
Gattung zu schaffen, der beim Spannen des Werkstücks einen Ausgleich von Lageungenauigkeiten gestattet,
ohne daß eine unzulässig große Kraft auf den Hauptteil des Arbeitsautomaten ausgeübt wird, und der dennoch
eine hohe Genauigkeit gewährleistet.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Aufgrund der zwei Freiheitsgrade für die Zylinderlagerung ergibt sich hierbei beim Spannen des Werkstücks in vorteilhafter Weise selbsttätig eine genaue
Einstellung und Ausrichtung. Hierdurch ist es somit möglich, ein Werkstück verkantungsfrei in das Spannfutter etwa einer Werkzeugmaschine einzuspannen.
Selbst wenn dabei das Werkstück anfänglich in einer exzentrischen Stellung zur Bezugsfläche des Spannfutters gehalten ist, kann es beim Schließen der
Spannbacke automatisch und ohne Beanspruchung irgendwelcher Bauteile in die richtige zentrierte
Position gebracht werden. Auf diese Weise kann auch eine ungenaue Bearbeitung eines fehlerhaft eingespannten Werkstücks vermieden werden. Da erfindungsgemäß außerdem durch den Arm ein Druck auf das
Werkstück ausgeübt wird, bis die Spannbacken vollständig geschlossen sind, besteht keine Gefahr für
ein Herausfallen des Werkstücks oder eine Verkantung desselben beim Schließen d-r Spannbacken. Die
gleichen vorteilhaften Wirkungen lassen sich auch beim Ausspannen des Werkstücks aus dem Futter erzielen.
Die Unterar.sprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt
Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es
zeigt
Arbeitsautomaten mit einem erfindungsgemäßen Greifer,
Fig.2 einen Längsschnitt durch ein beim Greifer gemäß Fig. 1 verwendetes Ausgleichselement,
Fig.3A bis 3D schematische Teildarstellungen zur s
Erläuterung der Arbeitsweise des Greifen mit dem Ausgleichselement gemäß F i g. 2,
F i g. 4 einen Teillängsschnitt zur Veranschaulichung des Zustands nach der Betätigung des Ausgleichselement
gemäß F i g. 2 zum Fehlerausgleich, ι ο
F i g. 5 eine perspektivische Darstellung einer abgewandelten
Ausführungsform des Greifers und
F i g. 6 eine schematische Darstellung zur Erläuterung
der Arbeitsweise des Greifers gemäß F i g. 5.
Der in Fig. 1 schematisch dargestellte, mit dem erfindungsgemäßen Greifer U versehene Arbeitsautomat
10 weist einen waagerechten Arm 13 auf, der auf einer lotrechten Säule 12 in einer waagerechten Ebene
verdrehbar ist. Das eine Ende einer Schlitz- oder Gabelstange 15 ist am Außenende des Arms 13
befestigt, während der Mittelteil einer Tragschiene 16 in den Schlitz der Gabelstange 15 eingesetzt ist Erfindungsgemäß
sind zwei flächige Halteteile 21 und 22 an den beiden Enden der Tragschiene mit Hilfe von
Ausgleichselementen 23 bzw. 24 angelenkt Jedes Halteteil ist am einen Ende mit einem lotrechten Schlitz
zur drehbaren Aufnahme der Tragschiene 16 versehen. Die anderen Enden der Halteteile 21 und 22 sin. 1 auf die
gleiche Weise wie die noch näher zu beschreibenden Finger aufeinander zu gebogen, wobei den Ausgleichselementen
23 und 24 Ausgleichselemente 26 bzw. 27 an diesen abgebogenen Enden angebracht sind. Diese
Ausgleichselemente dienen zur nachgiebigen Halterung der Finger 30 und 31 an den Halteteilen 21 und 22. An
den gemäß F i g. 1 linken Enden der Ausgleichselemente 23, 26 bzw. 24, 27 sind somit Finger 30 und 31
angebracht, deren Außenenden gegeneinander abgebogen sind. Bei der dargestellten Ausführungsform sind die
Halteteile 21 und 22 sowie die Finger 30 und 31 parallel zueinander angeordnet. Die inneren Enden der Finger
30 und 31 sind mit einem Antriebsglied 33 zum öffnen
und Schließen der Finger in Abhängigkeit von an das Antriebsglied angelegten elektrischen Signalen verbunden.
Der Arbeitsautomat 10 ist somit so ausgebildet, daß sein Arm 13 in Abhängigkeit von den von einer nicht
dargestellten Steuerschaltung gelieferten elektrischen Signalen in einer waagerechten Ebene verdrehbar ist
und seine Finger 30 und 31 in Abhängigkeit von den an das Antriebsglied 33 angelegten Signalen betätigt
werden. Die Ausgleichselemente 23, 24, 26 und 27 sind zwischen die Halteteile 21 und 22 und die Finger 30 und
31 eingefügt. Infolgedessen wird eine auf die Finger
einwirkende, unzulässig große Kraft nicht auf den Arm 13 übertragen.
Im folgenden sind die Konstruktionseinzelheiten der Ausgleichselemente anhand von F i g. 2 näher erläutert.
Die Ausgleichselemente 23 und 24 dienen zur verdreh- oder schwenkbaren Lagerung der Halteteile 21 und 22
an der Tragschiene 16 und zur Halterung der Finger, während die Ausgleichselemente 26 und 27 lediglich zur
Halterung der Finger dienen. Da die Ausgleichselemente 23, 24, 26 und 27 jeweils gleich aufgebaut und nur
geringfügig unterschiedlich mit der Tragschiene verbunden sind, veranschaulicht Fig. 2 ersichtlicherweise die 6j
Konstruktion eines beliebigen dieser Ausgleichselemente.
Gemäß Fig.2 weist das Ausgleichselement ein hohlzylindrisches Gehäuse 41 auf, das an seinem Außenumfang mit einem Feingewinde zur Aufnahme einer Arretiermutter 42 versehen ist die zur Befestigung der Halteteile 21 oder 22 am Ausgleichselement dient Im Innenraum 43 des Gehäuses 41 ist ein konzentrisch zu ihm angeordneter Arbeitszylinder 45 vorgesehen, in dessen Zylinderkammer 46 ein Kolben 47 mit einer Kolbenstange 48 geführt ist Das rechte Ende des Arbeitszylinders 45 ist durch einen Zylinderkopf 49 mit einer Ausnehmung 50a zur Aufnahme einer Kugel 50 verschlossen, die von einem Kugelsitz 54 getragen wird, der seinerseits in einer Büchse 53 verschiebbar geführt ist Die Büchse 53 ist in eine Mutter 52 eingepaßt, welche in den am rechten Ende des Gehäuses 41 befestigten End- oder Kopfteil 51 eingeschraubt ist und welche durch eine Kontermutter 55 gesichert ist. Zwischen dem Kugelsitz 54 und dem Kopfteil 51 des Gehäuses 41 ist eine Feder 56 eingefügt, welche den Kugelsitz 54 normalerweise in Richtung auf den Arbeitszylinder 45 drängt. Infolge dieser Anordnung wird die auf den Kuge/sitz 54 ausgeübte Kraft über die Kugel 50 auf den Zylinderkopf 49 übertragen, so daß der Arbeitszylinder 45 gemäß F i g. 2 nach links gedrängt wird.
Gemäß Fig.2 weist das Ausgleichselement ein hohlzylindrisches Gehäuse 41 auf, das an seinem Außenumfang mit einem Feingewinde zur Aufnahme einer Arretiermutter 42 versehen ist die zur Befestigung der Halteteile 21 oder 22 am Ausgleichselement dient Im Innenraum 43 des Gehäuses 41 ist ein konzentrisch zu ihm angeordneter Arbeitszylinder 45 vorgesehen, in dessen Zylinderkammer 46 ein Kolben 47 mit einer Kolbenstange 48 geführt ist Das rechte Ende des Arbeitszylinders 45 ist durch einen Zylinderkopf 49 mit einer Ausnehmung 50a zur Aufnahme einer Kugel 50 verschlossen, die von einem Kugelsitz 54 getragen wird, der seinerseits in einer Büchse 53 verschiebbar geführt ist Die Büchse 53 ist in eine Mutter 52 eingepaßt, welche in den am rechten Ende des Gehäuses 41 befestigten End- oder Kopfteil 51 eingeschraubt ist und welche durch eine Kontermutter 55 gesichert ist. Zwischen dem Kugelsitz 54 und dem Kopfteil 51 des Gehäuses 41 ist eine Feder 56 eingefügt, welche den Kugelsitz 54 normalerweise in Richtung auf den Arbeitszylinder 45 drängt. Infolge dieser Anordnung wird die auf den Kuge/sitz 54 ausgeübte Kraft über die Kugel 50 auf den Zylinderkopf 49 übertragen, so daß der Arbeitszylinder 45 gemäß F i g. 2 nach links gedrängt wird.
Am Umfang des Zylinderkopfes 49 ist ein nach unten ragender Stift 58 befestigt, welcher eine im Gehäuse 4t
vorgesehene und in dessen Längsrichtung verlaufende als Langloch ausgebildete öffnung 59 durchsetzt. Die
Aufgabe dieses Stifts 58 besteht in einer Verhinderung der Drehung des Arbeitszylinders 45 relativ zum
Gehäuse 41 bei gleichzeitiger Ermöglichung einer Axialverschiebung des Zylinders 45. Die öffnung 59 ist
durch eine am Stift 58 befestigte Abdeckung 60 verschlossen.
Das linke Ende des Arbeitszylinders 45 verjüngt sich bei 61 unter Bildung eines konischen Glieds, das mit
einem komplementären Sitzblock 62 am linken Ende des Gehäuses 41 zusammenwirkt. Der Sitzblock 62 ist
mit konischen Bohrungen 63 und 64 versehen, welche in entgegengesetzte Richtungen divergieren. Mit dem
Glied 61 des Arbeitszylinders 45 ist ein Anschiußstutzen 65 zum Zuleiten und Ablassen von Druckmittel in die
und aus der Zylinderkammer 46 verbunden. Ein ähnlicher Stutzen 66 ist mit dem Zylinderkopf 49
verbunden. Diese Stutzen 65 und 66 ragen durch im Gehäuse 41 ausgebildete Bohrungen 68 bzw. 69 nach
außen, die durch elastische Abdeckungen 71 bzw. 72 verschlossen sind. Die Kolbenstange 48 durchsetzt eine
im konischen Abschnitt 61 vorgesehene Axialbohrung 73 und läuft in einem Gewindezapfen 75 mit einem
kleineren Durchmesser als dem der Kolbenstange 48 aus. Auf dem Gewindezapfen 75 ist eine mit einer
Durchgangsbohrung versehene Kugel 77 aufgesetzt, und außerdem ist auf die Gewindestange 75 eine Mutter
78 zur Verhinderung einer Auswärtsverichiebung der Kugel 77 aufgeschraubt. In die konische Bohrung 63 des
Sitzblocks 62 ist ein konisch konvergierender Block 80 eingesetzt, der mit einer axial verlaufenden Durchgangsbohrung
81 zur Aufnahme eines die Kugel 77 begrenzenden Rings 82 versehen ist. Das Außenende
des Gewindezapfens 75 der Kolbenstange 48 ist in eine Ausnehmung 86 in einer Kappe 85 eingesetzt, die mittels
Schrauben 88 am konischen Block 80 befestigt ist. Die Kappe 85 ist ihrerseits in eine im Finger 30 oder 31
ausgebildete Ausnehmung eingesetzt, wobei eine an der Kappe vorgesehene Stange den Finger durchsetzt und
an ihm mit Hilfe einer Mutter 90 befestigt ist. Ein zylindrischer Faltenbalg 92 ist mit seinem einen Ende
mit der Kappe 85 und mit dem anderen Ende dicht am
Sitzblock 62 mit dem Gehäuse 41 verbunden. Der Kolben 47 ist mit einem O-Ring 95 zur Aufrechterhaltung
einer luftdichten, verschieblichen Berührung zwischen dem Kolben 47 und der Innenwand des
Zylinders versehen. Weiterhin ist zwischen dem Zylinderkopf 49 und der Innenwand des Arbeitszylinders
45 ein O-Ring 96 zur Abdichtung der Zylinderkammer 46 vorgesehen, während ein O-Ring 97 zwischen
der Kolbenstange 48 und der Innenfläche des konischen Glieds 61 vorgesehen ist, um die Zylinderkammer 46 ]0
nach außen hin abzudichten. Der O-Ring 97 ist durch eine Büchse 98 festgelegt, die von einer äußeren Büchse
99 in der im konischen Abschnitt 61 des Arbeitszylinders 45 vorgesehenen Bohrung 73 unterstützt wird.
Im folgenden ist die Arbeitsweise des Ausgleichsele- ■<
ments gemäß Fig.2 anhand der Fig.3A bis 3D und
Fig.4 beschrieben. In den Fig.3A bis 3D sind die
Halteteile 21 und 22 sowie das Antriebsglied 33 nicht dargestellt, da sich die folgende Beschreibung nicht auf
diese Teile bezieht.
Gemäß Fig.3A ist ein Werkstück 100 durch
Betätigung des Antriebsglieds 33 in an sich bekannter Weise zwischen den Fingern 30 und 31 verspannt
worden. Der Arm 13 wird dann in einer waagerechten Ebene verschwenkt, um das Werkstück beispielsweise
dicht an das Spannfutter 110 einer Drehbank heranzuführen. Zu diesem Zeitpunkt wird unter der Steuerung
durch ein von einer nicht dargestellten Steuervorrichtung des Arbeitsautomaten 10 abgegebenes Signal
Druckmitlei zu den Anschlußstutzen der jeweiligen Ausgleichselemente 23, 24, 26 und 27 zugeführt, um die
betreffenden Kolben 47 zusammen mit den Kolbenstangen 48 nach links zu verschieben. Die Linksverschiebung
der Kolbenstangen 48 wird dabei über die betreffende Kugel 77 und den Ring 82 auf den konischen
Block 80 und die Kappe 85 übertragen, wodurch der konische Block 80 gemäß F i g. 4 vom Sitzblock 62
getrennt wird. Infolgedessen wird der Faltenbalg 92 ausgedehnt. Wenn der konische Block 80 und die Kappe
85. welche den Finger halten, auf die beschriebene Weise vom Sitzblock 62 getrennt werden, verschiebt
sich das konische Glied 61 unter dem Gewicht des Arbeitszylinders 45, der Finger 30 und 31 sowie des
Werkstücks 100 längs der konischen Bohrung 64 nach unten, wobei sich der Arbeitszylinder 45 nach rechts ^5
verschiebt. Dieser Verschiebung wird durch die Feder 56 entgegengewirkt, bis schließlich ein in Fig. 4
dargestellter Gleichgewichtszustand erreicht ist. Da das rechte Ende des Zylinders 45 bzw. der Zylinderkopf 49
über die Kugel 50 am Gehäuse 41 abgestützt wird, wird diese Abwärtsverschiebung des Arbeitszylinders 45
ermöglicht.
Wenn der Arm 13 weiter verschwenkt wird, kommt der von den Fingern 30 und 31 entfernte Teil des
Werkstücks 100 unter einem Neigungswinkel λ mit einer Bezugsfläche 111 des Futters 110 in Berührung. Da
die Finger 30,31, wie erwähnt, an den Halteteilen 21 und
22 befestigt und somit mit dem Arm 13 über die Ausgleichselemente 23, 24, 26 und 27 verbunden sind,
die sich verdrehen und in Axialrichtung verschieben können, wird die von den Fingern abgewandte
Stirnfläche des Werkstücks 100 in flächige Anlage an die Bezugsfläche 111 des Futters 110 gebracht
Unter diesen Bedingungen ist allerdings die Mittellinie des Werkstücks 100 um einen Betrag ε gegenüber
der Mittellinie des Futters 110 versetzt Da die Finger 30
und 31 jedoch eine gewisse Bewegungsfreiheit besitzen, wird das Werkstück 100 beim Schließen der Spannbakken
112 in der richtigen Position im Futter eingespann
wodurch die Exzentrizität ε beseitigt wird. Diese Zustand ist in Fig.3D dargestellt. Anschließend win
das Werkstück in der Drehbank maschinell bearbeitet.
Während vorstehend der Vorgang des Einspannen des Werkstücks im Futter beschrieben ist, kann es durcl
Umkehrung der Arbeitsgänge auch aus dem Futte ausgespannt werden. In diesem Fall sind die Ausgleichs
elemente 23,24,26 und 27 ebenfalls wirksam. Wenn di
Finger 30, 31 hierbei das Werkstück erfassen, wird übe den Stutzen 65 Druckmittel in den Arbeitszylinder 4
eingeführt, um den Kolben 47 zusammen mit de Kolbenstange 48 und den damit verbundenen Bauteile
nach rechts zu verschieben, so daß diese Teile in di Stellung gemäß F i g. 2 zurückgeführt werden.
Der vorstehend beschriebene Greifer für eine Arbeitsautomaten vermag somit ein Werkstück verkan
tungsfrei in das Spannfutter beispielsweise einei Drehbank einzuspannen. Selbst wenn dabei da:
Werkstück anfänglich in einer exzentrischen Stellun zur Bezugsfläche des Spannfutters angeordnet wird
wird es beim Schließen der Spannbacken automatisch ii die richtige zentrierte Position gebracht. Auf dies<
Weise kann eine fehlerhafte Einspannung des Werk Stücks vermieden werden. Da außerdem durch den Arm]
ein Druck auf das Werkstück ausgeübt wird, bis di Spannbacken vollständig geschlossen sind, besteh
keine Gefahr für ein Herausfallen des Werkstücks ode eine Verkantung desselben beim Schließen der Spann
backen.
Selbst wenn das Werkstück in verkanteter ode exzentrischer Stellung im Futter eingespannt wird|
besteht, da die Finger eine gewisse Bewegungsfreihei gegenüber dem Arm besitzen, keine Gefahr dafür, da
eine unzulässige Beanspruchung auf den Arbeitsauto malen einwirkt, so daß dessen Beschädigung vermiede
wird. Die gleichen vorteilhaften Wirkungen lassen sie beim Ausspannen des Werkstücks aus dem Futte
erzielen.
Fig.5 veranschaulicht eine abgewandelte Ausfüh rungsform der Erfindung mit drei Fingern 30, 31 un
120. Da es hierbei nicht möglich ist, diese Finge unmittelbar an einem feststehenden Halteteil zi
montieren, ist zwischen die Finger und das Halteteil ein Hilfsschiene 121 eingefügt, welche an der einei
Seitenwand 131 eines Antriebsglieds 130 mit Hilfe vo
Schrauben od. dgl. befestigt ist. Wie bei der vorherbe schriebenen Ausführangsform halten dabei das An
triebsglied 130 jeweils das eine Ende der Finger 30, 3 und 120 zur Steuerung ihrer Betätigung. Die Hilfsschie
ne 121 erstreckt sich hierbei in die gleiche Richtung v/i
die Finger und parallel zu ihnen. Die Hilfsschiene 121 is so geformt, daß sie die Betätigung der Finger 30,31 unc
120 bei Erfassen des Werkstücks 140 nicht behinder Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Hilfs
schiene 121 C-förmig ausgebildet Die bei de Ausführungsform gemäß F i g. 1 zwischen die Halteteil
21 und 22 sowie die Finger 30 und 31 eingefügte: Ausgleichselemente 23, 24, 26 und 27 sind bei del
abgewandelten Ausführungsform zwischen die Hilfs schiene 121 und ein Halteteil 141 eingeschaltet Hierbej
besteht das Halteteil 141 aus einer C-förmigen Platte.
Bei dieser Ausführungsform wird das Werkstück 1 durch drei Finger 30,31 und 120 erfaßt, wodurch seim
Stabilität verbessert wird Die Längen dieser Finger un ihre gegenseitigen Abstände werden entsprechend de
Form des Werkstücks bestimmt Dies kann durc Einstellung der Finger 30, 31 und 120 in die durch di
Pfeile a, b und c gemäß F i g. 6 bezeichneten Richtungen
mit Hilfe des Antriebsglieds 130 geschehen.
Da die Finger 30,31 und 120 bei der Ausführungsform gemäß F i g. 5 in lotrechter und waagerechter Richtung
relativ zur Mittelachse des Arms verschwenkbar sind, kann die Bewegungsfreiheit dieser Finger verbessert
werden.
Eine f- i g. 5 entsprechende Ausführungsform läßt sich
auch dann anwenden, wenn die Zahl der Finger über
drei hinaus vergrößert wird. In diesem Fall sind Ausgreichselemente zwischen einem einen zusätzlichen
finger tragenden Glied und einem mit dem Arm 13 verbundenen Glied angeordnet.
Anstatt den Mittelteil des Gehäuses 41 des Ausgleichselemcnts
mit dem Halteteil z. B. 21 zu verbinden, kann das Gehäuse 41 auch an einem seiner tnden
gehalten sein.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
- Patentansprüche:t. Greifer für einen industriellen Arbeitsautomaten mit mehreren Fingern zum Zu- und Abführen eines Werkstücks zu und von einem Spannfutter einer Werkzeugmaschine und mit Halteteilen zur Verbindung der Finger mit einem Greiferarm, dadurch gekennzeichnet, daß die Finger (30, 31, 120) mit den Halteteilen (21, 22, 141) über Ausgleichselemente (23, 24, 26, 27) verbunden sind, die jeweils ein an den Halteteilen (21, 22, 141) festlegbares Gehäuse (41) aufweisen, in dem ein Arbeitszylinder (45) in Längsrichtung verschiebbar und kippbar gehalten ist, in welchem ein Kolben (47) zum Antrieb einer auskragenden Kolbenstange (48) verschiebbar gelagert ist, an der die Finger (30, 31, 120) direkt oder über eine mit den Fingern verbindhare Hilfsschiene (121) befestigt sind.
- 2. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Blindende des Arbeitszylinders (45) ein erstes, entgegen der Kraft einer Feder (56) längsverschiebbares Abstützglied für den Arbeitszylinder (45) mit einem vom Kopfteil des Gehäuses (41) nach innen ragenden Kugelsitz (54) und einem das Blindende des Arbeitszylinders (45) verschließenden Zylinderkopf (49) mit einer Ausnehmung (5OaJl in der eine Kugel (50) durch den Kugelsitz (54) gehalten ist, und am Kolbenstangenende ein zweites Abstützglied für den Arbeitszylinder (45) vorgesehen ist, welches einen Sitzblock (62) mit zwei in entgegengesetzten Richtungen divergierenden konischen Bohrungen (63, 64) aufweist, wobei der Arbeitszylinder (45) am Kolbenstangenende mit einem konischen Glied (61) versehen ist, das mit der eine.i der konischen Bohrungen (64) zusammenwirkt, während mit der anderen konischen Bohrung (63) des Sitzblocks (62) ein am Außenende der Kolbenstange (48) befestigter und den zugehörigen Finger (30,31) lagernder konischer Block (80) zusammenwirkt, der über eine Kugel (77) mit der Kolbenstange (48) verbunden ist, und daß der Arbeitszylinder (45) im Bereich seines Blindendes mit einem Stift (58) versehen ist, der eine in der Wand des zylindrischen Gehäuses (41) vorgesehene öffnung (59) durchsetzt.
- 3. Greifer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß vier Ausgleichselemente (23, 24,26,27) vorgesehen sind, von denen je zwei einen Finger mit dem zugehörigen Halteteil (21, 22, 141) verbinden. 5"
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2449078A DE2449078C3 (de) | 1974-10-15 | 1974-10-15 | Greifer für einen industriellen Arbeitsautomaten |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2449078A DE2449078C3 (de) | 1974-10-15 | 1974-10-15 | Greifer für einen industriellen Arbeitsautomaten |
| US05/514,452 US3963271A (en) | 1974-10-15 | 1974-10-15 | Finger mechanisms of industrial robots |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2449078A1 DE2449078A1 (de) | 1976-04-29 |
| DE2449078B2 DE2449078B2 (de) | 1977-09-29 |
| DE2449078C3 true DE2449078C3 (de) | 1978-05-24 |
Family
ID=25767818
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2449078A Expired DE2449078C3 (de) | 1974-10-15 | 1974-10-15 | Greifer für einen industriellen Arbeitsautomaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2449078C3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4599036A (en) * | 1984-05-17 | 1986-07-08 | Sperry Corporation | Positive registration compliant apparatus for robotic assemblers |
-
1974
- 1974-10-15 DE DE2449078A patent/DE2449078C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2449078B2 (de) | 1977-09-29 |
| DE2449078A1 (de) | 1976-04-29 |
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