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Wandleraggregat für Verbrennungsmotoren Die vorliegende Erfindung
bezieht sich auf ein Wandleraggregat für Verbrennungskraftmaschinen.
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Verbrauch und Schadstoffemission von Verbrennungskraftmaschinen hängen
von Drehzahl und Belastung der Motoren ab; so ist es möglich jeweils für Schadstoffemission
oder für Verbrauch jeweils ein Optimum zu finden, d.h. eine bestimmte Drehzahl,
bei einer bestimmten Belastung Schadstoffemission bzw. Verbrauch ein Minimum erreichend.
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Wird eine Verbrennungskraftmaschine unter völlig gleichbleibenden
Betriebsbedingungen betrieben, kann unschwer ein Motor gewahlt werden, dessen geringste
Schadstoffemission bzw. dessen geringster Verbrauch genau in dem geforderten Betriebsbereich
liegt; anders ist der Fall bei Verbrennungskraftinaschinen die ständig wechselnden
Betriebsbereichen
ausgesetzt sind, sei es ständig wechselnde Belastungen,
wie z.B. beim Betrieb von Licht str omgenerat oren, oder dazu noch ständig wechselnder
Drehzahl, wie z B. im Fahrzeugbetrieb.
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Aufgabe der Erfindung is'c es, ein Wandleraggregat für Verbrennungsmotoren
zu finden, das ungeachtet wechselnder Betriebsbedingungen ftir die Verbrennungskraftmaschine
über eine gewisse Zeitdauer hinweg gleichbleibende Betriebsbedingungen garantiert.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Verbrennungskraftmaschine
eine Regeleinrichtung zum Konstanhalten von Drehzahl und Leistung, sowie einen Energiespeicher
aufweist. Hierbei ist die Kraftmaschine derart ausgelegt, daß sein optimaler Betriebabereich
mit dem statistischen Mittel der Betriebsbedingungen übereinstimmt; leistet die
Kraftmaschine mehr als gegenwärtig benötigt wird, so wird diese Leistung in einem
Energiespeicher gespeichert. Wird nun mehr Leistung benötigt, als die Kraftmaschinen
in optimalen Betriebsbedingungen zu leisten vermag, dann wird dem Energiespeicher
die zusätzliche Energie wieder entzogen.
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Ein Anwendungsbereich für die Erfindung liegt beispielsweise bei s'cationären
Generatoren, oder bei mobilen Stromversorgungsger'ftten, bei Geräten also, deren
Belastung nur relativ geringen Schwankungen unterworfen ist; durch die Erfindung
kann bewirkt werden, daP. die den Stromerzeuger antreibende Verbrennungshraftmaschine
unter
vollkommen gleichmäBigen Betriebsbedingungen läuft; gerade bei mobilen Stromerzeugungseinheiten,
die für gewöhnlich im Notfall eingesetzt werden und deren Aufstellung aus Zeitmangel
nicht sorgfältig genug ausgewählt werden kann, ist eine möglichst geringe Schadstoffemission
anzustreben.
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Bei schweren Kraftfahrzeugen, z.B. bei Baustellenfahrzeugen, die im
ständigen Rangierbetrieb eingesetzt werden, ist durch das ständige Anfahren der
Motor außerordentlich stark wechselnden Betriebsbedingungen unterworfen. Diese Tatsache
findet bisher in hoher Schadstoffemission und hohem TreibstofRverbrauch ihren Niederschlag.
Nach Anwendung der Erfindung kann ein hinlänglich geeigneter Energiespeicher jeweils
die zum Anfahren, bzw. zum Betrieb angeschlossener Arbeitsmaschinen, notwendige
Energie liefern, während im Fahrbetrieb der Motor an sich zu viel Energie abgibt
und den Energiespeicher wieder auflädt.
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Eine Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß der Energiespeicher
ein elektrischer Akkumulator ist. Diese Ausgestaltung ist besonders vorteilhaft
bei Hybridfahrzeugen, also bei Fahrzeugen die für wechselweisen Betrieb durch Elektromotoren
und durchVerbrennungsmotor ausgelegt sind; hierbei kann der Akkumulator, der normalerweise
als Energiespeicher für den Elektroantrieb dient, auch als Energiespeicher zum Auffangen
wechselnder Betriebsbedingungen verwendet werden, so zum Beispiel bei einem Hybridomnibus,
der im Liniendienst im Innenstadtbereich
mit Elektromotoren fährt,
der dann aber seinen Akkumulator im Großraumbereich der Stadt in der er eingesetzt
ist, als Energiesneicher benutzt und somit ganz wesentlich zur Reinhaltung der Luft
beiträgt.
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Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, da3 der Energiespeicher
ein Schwungrad ist. Diese Ausgestaltung hat besonders bei stationär betriebenen
Verbrennungsmotoren ihren Vorteil; Motorleistung wird hierbei beispielsweise über
einen regelbaren hydraulischen Wandler dem Schwungrad zugeführt und von dort wiederum
über einen regelbaren hydraulischen Wandler dem Verbraucher, z.B. einem elektrischen
Generator. Diese Lösung ist insbesondere vorteilhaft verwendbar bei Antriebssystemen,
in denen Diskontinuitäten im Gleichlauf oder Regel schwingungen schädlich werden,
weil sich a rl e alle Ungleichmäßigkeiten etwa in Spannungsschwankungen in einem
elektrischen Netz auswirken.
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Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß der Energiespeicher
ein Druckspeicher ist. Während ein elektrischer Akkumulator wegen seines hohen Gewichts
und seines hohen Preises, oder ein Schwung rad wegen seines schwierigen Kreiselverhaltens
als Energie speicher für den mobilen Betrieb wenig geeignet sind, ist ihnen gegenüber
ein Druckspeicher als Energiespeicher besonders vorteilhaft, da er als Speicher
an sich außerordentlich billig zu erstellen ist, und da eine irgendwie geartete
Bewegung auf seine Wirksamkeit keinerlei Einfluß ausübt.
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Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß das Wandleraggregat
zusätzlich einen Hydrogenerator aufweist, und daß der Druckspeicher ein mit einem
kompressiblen Medium gefüllter geschlossener Behälter ist. Über einen Hydrogenerator
wird Motorleistung einerseits direkt dem Verbraucher, etwa einem oder mehreren Hydromotoren,
sowie dem Druckspeicher zugeführt; durch einfaches Umsteuern von Ventilen können
Riickwirkungen des Drucksystems auf den Hydrogenerator ausgeschlossen werden; somit
muß nicht bei Betriebsbeginn erst ein Energiespeicher aufgeladen werden, bevor vom
Wandleraggregat Energie entnommen werden kann, sondern es kann, etwa bei Inbetriebnahme
eines Fahrzeuges die zum Anfahren notwendige Spitzenenergie, direkt über den Hydrogenerator
entnommen werden. Soweit der Druckspeicher ein kompressibles Medium aufweist, speichert
dieses die durch das inkompressible Druckrnedium eingebrachte potenzielle Energie,
während sich der Druckspeicher allmählich mit inkompressiblen Medium füllt. Als
kompressibles Medium kann beispielsweise Luft dienen; die im Druckspeicher gespeicherte
potenzielle Energie kann bei Ausnahmesituationen, etwa bei Außerbetriebnahme, mittels
eines Ablasshahnes entfernt werden; im übrigen kann diese Luft als Betriebsdruckluft
für Kraftfahrzeuge verwendet werden. Bei stationären Kraftmaschinen kann bei Außerbetriebnahme
die im Speicher enthaltene hochverdichtet Luft während der Dauer der Außerbetriebnahme
gespeichert werden; bei neuer Inbetriebnahme kann diese Luft in bekannter Weise
zum Starten des Motors verwendet werden.
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Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die Regelung
zum Konstanthalten von Drehzahl und Leistung
temporar überbrückt
wird; in Notsituationen, z.B. beim Überholen, oder zum überbrücken einer temporären
Spitzenlast kann somit das -gesamte erfindungsgemäße Wandleraggregat überbrückt
werden; es ist SOSIit möglich, den Motor bis zu seiner Höchstleistung zu benutzen;
allerdings bewegen sich dann Verbrauch und Schadstoffemission aus den optimalen
Bereichen.
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In besonderen Anwendungsfällen kann, insbesondere wegen des geringen
Gewichtes, ein Schwungmassenspeicher einem hydraulischen Speicher überlegen sein.
Hierbei kann die Leistung des Schwungmassenspeichers auf verschiedenartige Weise
auf den Antrieb über tragen werden. So ist es z.B. möglich, den Motor-mit einer
ständig gleichbleibenden übersetzung mit dem Schwungmassenspeicher zu koppeln.
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In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist es aber insbesondere
von Vorteil, daß zwischen Schwungmassenspeicher und Motor bzw. Abtrieb einhydraulisches
Übertragungssystem vorgesehen ist.
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Dies dient insbesondere dazu, unabhängig von der Drehzahl des Schwungmassenspeichers
und der Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs zu gewährleisten, daß der Antriebsmotor
des Fahrzeugs unter weitgehend gleichbleibenden Bedingungen arbeitet.
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Das hydraulische System kann auch zum Bewältigen von Nebenaufgaben
herangezogen werden, beispielsweise zum Servoantrieb für Lenkung und Bremsen.
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Eine besonders vorteilhafte Verwendung des erfindungsgemäßen Wandleraggrega
t 5 mit hydraulischem System besteht darin, daß das hydraulische System zum Anlassen
des Motors verwendet wird.
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Hierbei ist es entweder möglich, mit dem rotor einen eigenen hydraulischen
Anlasser zu koppeln, oder die vom Motor betriebene Hydropumpe ihrerseits als Hydromotor
zum Anlassen zu verwenden.
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Hierbei ergibt sich insbesondere der Vorteil, daß die vom Anlassvorgang
verbrauchte Energie innerhalb kürzester Zeit wieder in den hydraulischen Speicher
oder in den Schwungmassenspeicher zurückgeführt werden kann; somit ist es möglich,
daß ein Fahrzeug, das mit dem erSindungsgemaßen Wandleraggregat ausgestattet ist,
selbst bei häufigem Anfahren nach jedem Anhalten den Motor abstellen kann, was insbesondere
in Ballungsgebieten und bei hoher Verkehrsdichte dazu führt, die Emissionswerte
des Motors pro Zeiteinheit entscheidend zu reduzieren.
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Ein Anwendungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt:
In Figur 1 - 3 ist schematisch das Fahrgestell eines Lastwagens dargestellt, der
mit einem erfindungsgemäßen, hydraulisch wirkenden und mit einem Druckspeicher versehenen
Wandleraggregat arbeitet.
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In Figur 4 und 5 ist ein erfindungsgemäßes Wandleraggregat gemäß Figur
1 und 5 dargestellt, wobei anstelle des Druckspeichers ein Schwungmassenapeicher
vorgesehen ist.
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Ein Verbrennungsmotor 5 treibt über eine Welle 6 das Fahrzeug an;
eine Zapfwelle 7 ist mit der Welle 6 verbunden. Binde Regeleinrichtung 4 vergleicht
die Stellung des Fahrpedals 8 mit der Leistung des
CCS im übrigen
seiner Drehzahl konstantgehaltenen hlkonatntgehaItenenVerbrennungsmetors 5. Produziert
der bTiotor mehr Leistung, als sie der Stellung des Fahrpedals 8 entspricht, wird
über die Regeleinrichtung 4- der H=vTdroblock 1 derart beenflu3t, daß er über die
Zapfwelle 7 die überschüssige Energie entnimmt, in einer Hydropumpe 9 verbraucht
und in das komprimierte Druckmedium im Hochdruckspeicher 2 speichert.
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Leistet der Motor weniger, als es der Stellung des Gaspedals 8 entspricht,
so wird durch Regeleinrichtung 4 aber die Ventileinheit lo im Hydroblock 1 bewirkt,
daß aus dem Druckspeicher 2 ein Strömungsmittel in die Hydropumpe 9 zurückströmt,
die nunmehr als Hydromotor arbeitet und diese Energie über die Zapfwelle 7 der Hauptwelle
6 zuführt.
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Der Hydroblock 1 weist überdies einen Niederdruckspeicher 5 auf, der
der Speicherung überflüßigen Strömungsmittels dient.
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Durch Verstellen der Hydropumpe 9, beispielsweise der Trornmelscheibe
einer Trommelscheibenpumpe, kann die Fahrtrichtung frei gewählt werden.
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Bei Bremsvorgängen wird die nötige Fahrzeugenergie freigesetzt, die
ebenfalls über die Welle 6 bzw, Zapfwelle 7 in den Druckspeicher 2 eingespeichert
wird.
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Bei Dauerbremsungen fällt mehr Energie an, als gespeichert werden
kann; diese Energie wird durch eine Drossel 11 vernichtet.
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Die Stärke der Abbremsung wird durch Verstellen der Drossel von Regeleinrichtung
4 reguliert; die Betätigung des Bremsvorgangs kann entweder durch ein kombiniertes
Fahrpedal oder durch ein eigenes Bremspedal 12 stattfinden. Es ist auch möglich,
außerhalb der Regeleinrichtung 4 die Betätigung der Drossel 11 einen eigenen Dauerbremspedal
zuzuführen, das dann betätigt wird, wenn beispielsweise am Armaturenbrett des Fahrzeugs
zum Meßinstrument den Füllzustand des Druckspeichers 2 mit voll anzeigt. Da der
Füllzustand des Druckspeichers 2 der Regeleinrichtung 4 mitgeteilt wird, ist es
grundsätzlich zweckmäßig das Betätigen des Drosselventils 11 der Regeleinrichtung
4 zu überlassen. Die Stellung der Pedale 8, 12 wird ständig mittels einer Uberwachungseinrichtung
15 mit der Fahrgeschwindigkeit verglichen.
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Anstelle des kompressiblen Mediums im Druckspeicher kann potentielle
Energie des Strömungsmediums auch in einem Federspeicher eingelagert werden, bzw.
in einem Speicher, der durch das Eigenfedeverhalten seiner Wandung imstande ist,
die durch das Strömungsmittel zugeführte potentielle Energie einzuspeichern.
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Es ist zweckmäßig, an den Kreislauf des Strömungsmittels auch andere
Geräte bzw. Einrichtungen mit anzuschließen, beispielsweise eine Servo-Lenkung.
Es ist aber auch möglich, ein pneumatisches System zu verwenden, wobei in besonders
zweckmäßiger Weise das Brems- und das Antriebssystem miteinander gekoppelt werden
können.
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Man wird normalerweise den Druckspeicher 2 derart auslegen, daß er
die während eines durchschnittlichen Fahrzyklus anfallende Motor-und Bremsenergie
einspeichert und sie auch während dieses Fahrzyklus vom Beschleunigen des Fahrzeugs
wieder abgibt. In diesem
Fall wird die eingangs genannte Aufgabe
voll gelöst, d.h., der Antriebsmotor 2 kann grundsätzlich unter ständig gleichbleibenden
Betriebsbedingungen betrieben werden.
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Es ist aber auch möglich, die Auslegung des Druckspeichers 2 derart
zu ändern, daß er entweder so groß ist, daßsein Vorrat über einen Fahrzyklus hinaus
ausreicht, um das Fahrzeug anzutreiben; somit ist es beispielsweise möglich, mit
einem erfindungsgemäßen Fahrzeug in Bauwerke, bzw. Lagerhallen und dergleichen mehr,
mit abgeschaltetem Motor einzufahren. Hierdurch wird in besonders vorteilhafter
Weise die Luftverschmutzung innerhalb geschlossener Räume verhindert, und es ist
nicht nötig, beispielsweise bei einer Verwendung der Erfindung an.einem Stapler,
zum Einsatz im Freien einen anderen Stapler verwenden zu müssen als im Einsatz in
geschlossenen Räumen.
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Es ist aber auch möglich, den Druckspeicher 2 kleiner auszulegen,
als es zur Aufnahme der Energie für einen vollen Fahrzyklus nötig wäre; in diesem
Fall würde beispielsweise anfallende Bremsenergie eingespeichert und zu Zeitpunkten
besonderen Bedarfs wieder abgegeben. Hierbei könnte zwar der Antriebsmotor 5 nicht
ständig auf gleichen Betriebsbedingungen gehalten werden, doch dahingehend phlegmatisiert
werden, daß eine änderung seines Betriebszustandes derart langsam -vorgeht, daß
eine Regelungseinrichtung dem Motorzustand derart folgen kann, daß der Motor in
seinem neuen Betriebszustand jeweils wieder mit den zugehörigen optimalen Kennwerten
betrieben werden kann.
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In Fig. 2 und 5 ist ein Fahrzeugantrieb dargestellt, der unter Verwendung
des erfindungsgemäßen Wandleraggregates auf voll hydraulischem Wege ein Fahrzeug
antreibt; in diesem Fall besteht zwisöhen Motor 5 und Fahrzeugantriebsachse keine
mechanische Verbindung mehr. Fig. 2 zeigt die Antriebseinrichtung ohne Fig. 3 mit
Steuer- und Regelanlage.
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Als Verbrennungsmotor 5 treibt eine Hydropumpe 9a mit ständig konstanter
Leistung. Je nach Bedarf bzw. Fahrzeugstand wird die Leistung der Hydropumpe 9a
direkt an den Hydromotor gb und somit an die Abtriebswelle 6 abgegeben, oder über
Ventil lo an den Hochdruckspeicher 2. Der Hydromotor 9b ist verstellbar, so daß
er je nach Geschwindigkeits- oder Leistungsbedarf verstellt werden kann; es ist
auch möglich, mittels dieses Hydromotors Vor- und Rücklauf zu wählen. Schließlich
kann der Hydromotor 9b auch noch auf 1eerlauf eingestellt werden. Um den Motor 5
unter ständig gleichen Betriebsbedingungen zu halten, ist auch die Hydropumpe 9a
verstellbar wobei sie je nach den Druckverhältnissen im hydraulischem System derart
verstellt wird, daß ihre Drehzahl und Leistung abnahme immer gleichbleibt.
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Im hydraulischen Kreis ist dem Hydromotor 9b ein Sperrventil 16 vor-
oder nachgeschaltet, das einen Fluß von Druckmedium durch den Motor 9b vollkommen
unterbindet und das somit als Feststellbremse dient.
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Wie in Fig. 1 ist auch hier eine verstellbare Drossel 11 vorgesehen,
die im Bremsbereich durch ein Überdruckventil 17 automatisch beaufschlagt wird,
wenn der Druck im Hochdruckspeicher 2 sein Maximum erreicht -hat und somit anzeigt,
daß der Hochdruckspeicher 2 gefüllt istq
Ferner ist die Drossel
11 über eine Steuer- oder Kommandoleitung ist der Regeleinrichtung 4 verbunden.
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Mit der Hydropumpe 9a kann eine Pumpe 18 verbunden sein, die ein Druckmedium
fördert, das den verschiedenartigsten Zwecken dienen kann, wie beispielsweise Fahrzeug-Servoeinrichtungen,
Bremsen usw.
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In besonders zvleclcmaßigerweise aber dient die Pumpe 18 zum Fördern
eines Druckmediums, daS zum Betrieb Regel- oder Steuereinrichtung 4 verwendet werden
kann; diese Regeleinrichtung 4 kann pneumatisch, hydraulisch und/oder elektronisch
betrieben werden.
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In der Regeleinrichtung 4 ist ein Fahrtrichtungswähler 14, das Fahrpedal
8, das Bremspedal 12 und ein Füllstandsanzeiger 15 verbunden, der die Druckverhältnisse
im hydraulischen System bzw. den Hochdruckspeicher und somit seinen Füllzustand
anzeigt. Ferner sind mit der Regeleinrichtung 4 noch der Verbrennungsmotor 57, die
Hydropumpe 9 a und der Hydromotor 9b über Signal- oder Stelleitungen verbunden,
ebenso wie das Ventil lo, das die Druckanzeige für den Hochdruckspeicher 2 liefert
und das bei Energiebedarf Druckmedium aus Hochdruckspeicher 2 in das hydraulische
System austreten läßt.
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Die Figur 4 ist ein erfindungsgemäßes Wandleraggregat mit Energiespeicher,
ähnlich Figur 1 dargestellt; es unterscheidet sich im wesentlichen von Figur 1 dadurch,
daß als Energiespeicher ein Schwungmassenspeicher 20 verwendet wird. Hierbei wird
von der Åntriebswelle 6 über eine Zapfwelle 7 eine hydraulisch verstellbare Pumpe
bzw. ein VersteLlmotor 9 betrieben, der mit einem Verstellmotor bzw. einer Verstellpumpe
15 durch einen Kreislauf verbunden
ist. Der Verstellmotor 19 ist
über eine Welle und gegebenenfalls über ein Ubersetzungsgebriebe mit dem Schwungmassenspeicher
20 verbunden. Das hydraulische System weist im wesentlichen zwei Verbindungs leitungen
auf, die Jeweils in eine der beiden Pumpen bzw. Motoren 9 und 19 münden und somit
einen Kreislauf herstellen. Beide Zweige dieses Kreislaufs sind jeweils über ein
Ventil 21 a, 21 b mit dem Ausgleichsbehälter 5 verbunden. Zwischen beiden Zweigen
des hydraulischen Systems kann über das Ventil 17 und über die verstellbare Drossel
11 eine Verbindung hergestellt werden. Wird durch die Zapfwelle 7 überflüssige Energie
an die hydraulische Pumpe 9 abgegeben, dann fördert die über den (in der Zeichnung
oberen) Ast des hydraulischen Systems Druckmedium an den Hydromotor 19, der seinerseits
die ihm eingebrachte Energie an den Schwungradspeicher 20 abgibt.
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Entspanntes hydraulisches Druckmedium fließt über den anderen Zweig
(in der Zeichnung den unteren) zurück zur Hydropumpe 9.
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Der Niederdruckzweig ist hierbei über das geöffnete Ventil 21 b mit
dem Ausgleichsbehälter 5 verbunden. Die Hochdruckseite des hydraulischen Systems
ist vom Niederdruckbehälter 5 getrennt, da in diesem Fall das Ventil 21 a geschlossen
ist.
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Kann der Schwungmassenspeicher 20 keine Energie mehr aufnehmen, wie
beispielsweise im Fall einer Dauerbremsung, dann öffnet das Ventil 17 und die überschüssige
Energie wird durch die Verstelldrossel 11 vernichtet. Hierbei wird der Hydromotor
19 auf Leerlaufstellung gebracht, so daß er keine weitere Energie an den Schwungmassenspeicher
20 abgibt. Auch in diesem Fall bleibt das Ventil 21 b geöffnet, während das Ventil
21 a geschlossen ist.
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T,ird von der erfindungsgemäßen l<andlereinrichtung Energie abgegeben,
dann treibt der Schwungmassenspeicher 2o über den als Pumpe wirkenden Hydromotor
19 die als Motor wirkende Hydropumpe 9, wobei der z{zeite der beiden sie (in der
Zeichnung der untere) des hydraulisehen Systems das unter Druck befindliche Medium
transportiert, während der andere (in der Zeichnung der obere) das entspannte Medium
zum Antrieb 19 zurückführt. Hierbei wird die dem Schwungmassenspeicher 20 entnommene
Energie von der als Hydromotor arbeitenden Pumpe 9 an die Zapfwelle 7 abgegeben.
Während dieses Vorgangs wird das Ventil 21 b geschlossen, führend das Ventil 21
a geöffnet ist und über den Ausgleichsbehälter 3 einen Ausgleich zum Niederdruckteil
des hydraulischen Systems herstellt.
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Die Steuerung bzw. Regelung des erfindungsgemäßen Wandleraggregats
erfolgt analog zu den in Figur 1 bzw. 2 beschriebenen.Auslührungsbei spielen.
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Die Figur 5 zeigt analog zu Figur 2 einen vollhydraulischen Antrieb,
bei dem aber. anstelle des Druckspeichers 2 eine Speichereinrichtung mit einem Schwungmassenspeicher
20 verwendet wird, wie sie in Figur 3 dargestellt ist. Hierbei wird von der Regelungseinrichtung
4 über Steuerleitungen anstelle des Drucks am Schwungmassenspeicher 20 die Drehzahl
abgenommen. Anstelle des Ventils lo wird der Hydromotor bzw. die Hydropumpe 19 ebenfalls
über eine Steuerleitung bet<tigt.
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Figur 5 zeigt einen Antrieb, wie er in Figur 2 bereits dargestellt
ist; dieser Antrieb dient zum sich noch zum Anlassen des Motors 5.
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Hierzu ist vom Hochdruckspeicher 2 zu einem Umschaltventil 22 eine
Druckleitung verlegt, durch die die hydraulische Pumpe 9 a betätigt
werden
kann. Hinter dem hydraulischen Motor 9t ist ein weiteres UmsChaltventil 23 angeordnet,
das das verbrauchte Arbeitsmedium dem Niederdurckspeicher bzw. Ausgleichsbehälter
7 zuführt. Die beiden Ventile 22 und 23 können gemeinsam über eine Steuerleitung
von der Steuer- und Regeleinrichtung 4 angesteuert werden.
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Analogerweise ist es auch möglich, ein Wandleraggregat, wie es in
Figur 4 dargestellt ist, zum Starten des Verbrennungsmotors 5 zu verwenden. Hierbei
ist es lediglich notwendig, die Energie aus dem Schwungmassenspeicher 20 mittels
der Hydropumpe 19 an die Hydropumpe 9 abzugeben, die dann als Hydrometer arbeitet,
und die somit den Motor 5 auf Drehzahl bringt. In dem Fall ist das Ventil 21 b geschlossen,
während das Ventil 21 a geöffnet ist, des Ventil 21 a stellt somit den notwendigen
Ausgleich her.