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DE2448413A1 - Verfahren zum reinigen von heissen gasstroemen von unerwuenschten bestandteilen - Google Patents

Verfahren zum reinigen von heissen gasstroemen von unerwuenschten bestandteilen

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DE2448413A1
DE2448413A1 DE19742448413 DE2448413A DE2448413A1 DE 2448413 A1 DE2448413 A1 DE 2448413A1 DE 19742448413 DE19742448413 DE 19742448413 DE 2448413 A DE2448413 A DE 2448413A DE 2448413 A1 DE2448413 A1 DE 2448413A1
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DE
Germany
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gas stream
salt
stream
acidic
hot gas
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Pending
Application number
DE19742448413
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English (en)
Inventor
Steven Irwin Taub
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EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
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Publication date
Application filed by EI Du Pont de Nemours and Co filed Critical EI Du Pont de Nemours and Co
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Pending legal-status Critical Current

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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/34Chemical or biological purification of waste gases
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D50/00Combinations of methods or devices for separating particles from gases or vapours
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D51/00Auxiliary pretreatment of gases or vapours to be cleaned
    • B01D51/10Conditioning the gas to be cleaned

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  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

Dr." ΐΓ.α-V/ater Abitz
Dr. Dieter r. i/icrf
Dr. Hans-Α. L.c.ns
r. ob, .-.-.--■■ -'-.so. 23 10. Oktober 1971*
IC-6103
E. I. DU PONT DE NEMOURS AND COMPANY
10th and Market Streets, Wilmington, Delaware 19898,
V.St.A.
Verfahren'zum Reinigen von heissen Gasströmen von unerwünschten Bestandteilen
Der Entfernung von unerwünschten Bestandteilen aus der Umgebung kommt in unserer Gesellschaft beträchtliche Bedeutung zu. Viele Industrien und Städte verwenden Müllverbrennungsofen, um unerwünschte organische und metallorganische Verbindungen, halogenierte organische Verbindungen usw. zu beseitigen. Die schädlichen Stoffe, die sich als Ergebnis der Verbrennung oder anderer Heissgasprozesse bilden, müssen jedoch nach Abgasreinigungsmethoden beseitigt werden. Bei diesen Methoden wird von Beutelfiltern, elektrostatischen Ausfällapparaten, Berieselungstürmen, Zyklonen und gepackten Betten Gebrauch gemacht, um die teilchenförmigen, verunreinigenden Stoffe aus den Abgasen und Berieselungstürmen zu entfernen und dadurch die Menge des abströmenden schädlichen gasförmigen Materials auf ein Mindestmass zu beschränken.
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Ein Problem hat sich mit Bezug auf die Verwendung von Berieselungstürmen als Instrument für die Überwachung von Verunreinigungen ergeben. Das Ausblasen von Berieselungsflüssigkeit kann schwerwiegende Wasserverschmutzungsprobleme aufwerfen. Venn das aus dem Berieselungsturm abströmende (ausgeblasene) Material feste Teilchen enthält, können diese abfiltriert und entfernt werden. Etwas metallisches Abfallmaterial setzt sich möglicherweise ab oder kann aus Lösung durch Einstellung des pH-Wertes ausgefällt werden. Diese Behandlungen sind jedoch kostspielig und das Ablassen des Wassers kann problematisch werden, wenn lösliche Salze oder Säuren zusätzlich zu Feststoffen in dem aus dem Berieselungsturm abströmenden Material mitgerissen werden.
Es wurde nun ein System zur Beseitigung von Abfall gefunden, das die üblichen Probleme, die sich bei der Verwendung von Berieselungstürmen zum Auswaschen von Gasen ergeben, ausschaltet. Das erfindungsgemässe Verfahren ist nützlich Tür die Behandlung von heissen Gasströmen, um unerwünschte Bestandteile zu beseitigen. Es umfasst folgende Schritte:
(a) Ein heisser Gasstrom, der teilchenförmige und gasförmige, saure oder basische Bestandteile enthält, wird in einen Verdampfungskühler eingeleitet, in welchem das Gas auf eine Temperatur oberhalb des Taupunktes, im allgemeinen auf eine Temperatur zwischen 121,1 und 537»8° .C abgekühlt wird;
(b) der gekühlte .Gasstrom wird in eine Sammelvorrichtung für das Sammeln des in dem Gasstrom vorhandenen, teilchenförmigen Materials in trockenem Zustand eingeleitet;
(c) der Gasstrom aus dem Schritt (b) wird in einen Berieselungsturm eingeleitet, in welchem der Strom zum Absorbieren der sauren oder basischen Bestandteile mit einer wässrigen Auswaschlösung in Berührung gebracht wird; der Berieselungsturm entfernt auch Jegliches teilchenförmiges Material, das durch die Sammelvorrichtung hindurchtritt ;
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»3.
(d) der ausgewaschene Gasstrom wird aus dem Berieselungsturm entfernt;
(e) der pH-Wert der Auswaschlösung wird durch Zugabe eines salzbildenden chemischen Stoffes in genügender Menge eingestellt und so mit dem absorbierten sauren oder basischen Bestandteil ein Salz gebildet, das entweder wasserlöslich oder -unlöslich ist; und
(f) die eingestellte Auswaschlösung oder Aufschlämmung, welche das Salz enthält, wird nach dem Verdampfungskühler hin geleitet, wo sie mit dem heissen Gas vereinigt und erhitzt wird, und das Salz wird nachfolgend als trockener Feststoff in dem'Verdampfungskühler oder der Sammeleinrichtung des Schrittes (b) gesammelt, wobei der grÖsste. Teil des Salzes oder sämtliches Salz in der Vorrichtung (b) gesammelt wird.
Vorzugsweise wird das erfindungsgemässe Verfahren zur Behandlung von heissen, sauren Gasen herangezogen, und das gebildete Salz ist wasserlöslich.
Der Hauptvorteil des erfindungsgemässen Verfahrens ist der, dass es keinerlei wässrigen Abfluss mit sich bringt, d. h. das aus dem Berieselungsturm abströmende Material wird nach dem Verdampfungskühler hin geleitet, wo das Wasser, verdampft und das teilchenförmige Material als trockene Feststoffe gesammelt wird. Somit ist der einzige 'nichtgasförmige Ausstoss bei dem Verfahren ein trockner Feststoff.
Die Fig. 1 ist ein Fliessdiagramm einer Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens.
Die Fig. 2 veranschaulicht eine andere Ausführungsform, die insbesondere für die Rückgewinnung eines gasförmigen Bestandteils, beispielsweise SOp, aus dem heissen Gasstrom ausgebildet ist.
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Das erfindungsgemässe Verfahren ist für die Behandlung beliebiger heisser Verfahrensgase, d. h. von Gasen bei Temperaturen oberhalb 121,1 bis 176,7° C, die teilchenförmige und gasförmige, saure oder basische verunreinigende Stoffe enthalten, nützlich.
Das teilchenförmige Material kann alles mögliche sein, was sich mit einer Trockensammelvorrichtung auffangen lässt, beispielsweise Staub, Flugasche, Kohlenstoff, Salz, Metalloxide und dgl. Zu den gasförmigen, sauren, verunreinigenden Stoffen gehören die folgenden sauren Gase, beispielsweise Gase, die HCl, SO2, HBr, NO2, HNO5, HF, Cl2, Br2 oder P2O5 enthalten. Die gasförmigen, basischen, verunreinigenden Stoffe können NH, oder metallhaltige Dämpfe, wie NaOH, Mg(OH)2 und dgl., umfassen.
Das Verfahren wird nun anhand der Fig. 1 erklärt.
Das heisse Verfahrensgas 1, das gasförmige, saure oder basische Bestandteile und die teilchenförmigen Stoffe enthält, wird in den Verdampfungskühler 2 eingeleitet, in welchem das Gas auf eine Temperatur oberhalb des Taupunktes, im allgemeinen auf eine Temperatur zwischen 121,1 und 537,8° C und vorzugsweise zwischen 204,4 und 232,2° C abgekühlt wird.
Der Verdampfungskühler bewirkt eine Abkühlung des, heissen Gases und auch das Verdampfen des Reinigungsstroms 3> der aus eingestellter., aus dem Berieselungsturm 4 herkommender Auswaschlösung besteht. Im Betrieb reissen die in den Kühler eintretenden, heissen Gase die Flüssigkeitströpfchen und Feststoffteilchen aus dem Reinigungsstrom mit, und die Flüssigkeit wird verdampft. Der Verdampfungskühler kann ein Sprühtrockner oder ein Gaskühler sein, in welchem die Flüssigkeit durch eine rotierende Scheibe oder eine Sprühdüse oder eine andere Vorrichtung zerstäubt wird. Einige Feststoffe können sich am Boden des Kühlers ansammeln und sie können zu passenden Zeiten als Strom 18 ausgetragen werden.
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Die Betriebsbedingungen für den Verdampfungskühler variieren in Abhängigkeit von der Beschaffenheit des zugeführten heissen Gases und des zugeführten Reinigungsstromes. Ein kritisches Merkmal ist, dass das heisse Gas bei einer Temperatur oberhalb des Taupunktes gehalten wird.
Wichtig ist, dass der Verdampfungskühler die Temperatur des austretenden Gases sehr wirksam regulieren kann. Wenn der Kühler für eine solche Regulierung nicht geeignet ist, kann die Anlage für das Verfahren abstromseitig des Kühlers schweren Schaden nehmen. Wenn beispielsweise das erfindungsgemässe Verfahren den Austrag eines MüllVerbrennungsofens regulieren soll und als spezielle Sammelvorrichtung eine Beutelkammer ausgewählt wird, kann ein Schaden an der Beutelkammer auftreten, wenn der Verdampfungskühler nicht in der Lage ist, auf die Änderungen der Verbrennungsgeschwindigkeit, der Gastemperatur oder von beiden schnell anzusprechen. Wenn die Temperatur des eingelassenen Gasstroms plötzlich abfällt und der Verdampfungskühler langsam anspricht, kann es sein, dass die Beutelfilter der Beutelkammer mit Schlamm überzogen werden. Wenn die Temperatur plötzlich ansteigen sollte und der Verdampfungskühler nicht in der Lage ist, schnell darauf anzusprechen, kann es passieren, dass die Beutelfilter in der Beutelkammer verbrennen. Aus diesen Gründen muss der Verdampfungskühler in der Lage sein, rasch anzusprechen.
Der den Kühler 2 verlassende, gekühlte Gasstrom 5 enthält die ursprünglichen, gasförmigen, sauren oder basischen Bestandteile und im wesentlichen das gesamte teilchenförmige Material und auch das Salz als teilchenförmiges Material, das bei der Verdampfung der eingestellten Auswaschlösung 3 freigesetzt wird. Der abgekühlte Gasstrom wird in eine Trockensammelvorrichtung 6 eingeleitet, in der die teilchen- förmigen Stoffe entfernt werden. Die Trockensammelvorrichtung kann irgendeine der kommerziell verwendeten sein, beispielsweise eine Beutelfilter enthaltende Beutelkammer, elektro-
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statische Ausfällapparate, Zyklone oder gepackte Betten. Diese Sammelvorrichtung wird in herkömmlicher Art und Weise betrieben. Die in dieser Vorrichtung gesammelten Feststoffe werden als Strom 19 ausgetragen.
Das im wesentlichen von teilchenförmigen! Material freie Gas 7 wird dann in einen Berieselungsturm 4 geleitet, in dem die wasserlöslichen, sauren und basischen Bestandteile des Gases in einer wässrigen Auswaschlösung absorbiert werden. Dieser Berieselungsturm sammelt auch jegliches teilchenförmige Material, das durch die Trockensammelvorrichtung hindurchgetreten ist. Die Arbeitsbedingungen in dem Berieselungsturm bezüglich Temperaturen, Drücken und Kontaktdauer variieren in Abhängigkeit von der Zusammensetzung des Gasstromes 7* Diese Bedingungen sind jedoch herkömmliche Bedingungen und sind dem Fachmann geläufig.
Bei dem in der Fig. 1 veranschaulichten Berieselungsturm wird das Gas 7 in den Berieselungsturm 4 eingeleitet, und es strömt darin entweder im Gegenstrom, im Gleichstrom oder quer zur Strömung der wässrigen Auswaschlösung 8, die in den Berieselungsturm eingeleitet wird. Die wasserlöslichen, sauren oder basischen Bestandteile werden in der Auswaschlösung absorbiert oder gebunden und werden aus dem Bodenteil des Berieselungsturmes entfernt, während das ausgewaschene Gas 10 am Kopf oder seitlich austritt. . .
Wenn gewünscht, kann die Auswaschlösung einen Salzbildner enthalten, der mit dem wasserlöslichen, sauren oder basischen Bestandteil reagiert und ein wasserlösliches oder -unlösliches Salz bildet. Verwendbare Salzbildner sind solche, die mit dem absorbierten, sauren oder basischen Bestandteil ein wasserlösliches oder -unlösliches Salz bilden. Welcher Salzbildner zu verwenden ists richtet sich daher nach der Eigenart des heisses Gasstroms; zu solchen Salzbildnern gehören beispielsweise itzkali, Kalk, Kalkstein, Kaliumhydroxid oder irgendeine der Mineralsauren oder organischen Säuren.
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Das erfindungsgemässe Verfahren ist nicht auf das Auswaschen mit einer wässrigen Lösung beschränkt, obgleich wässrige Lösungen bevorzugt sind. Ein für ein spezielles Gas geeignetes Lösungsmittel kann beispielsweise eine organische oder anorganische Lösung sein. Gewöhnlich ist jedoch eine Lösung dieses Typs teuer und muss in dem System unversehrt erhalten bleiben. Daher muss eine Einrichtung angewandt werden, um die Auswaschlösung auf eine Temperatur abzukühlen, die niedrig genug ist, damit die Verdampfungsverluste klein bleiben. Dies kann in der in der Fig. 1 gezeigten Art und Weise erfolgen. Der Strom 7 kann direkt nach einem Wärmeaustauscher hin geführt werden, der das Gas abkühlt und somit den Dampfdruck des Lösungsmittels erniedrigt. Wenn dies nicht praktisch durchführbar ist, kann ein Kühler in der Um-laufleitung 8 angeordnet werden, damit eine Abkühlung des absorbierenden Materials derart gewährleistet ist, dass wertvolles Lösungsmittel in dem Gas kondensiert und zurückgewonnen wird.
In manchen Fällen wird der Salzbildner, wie in der Fig. 2 veranschaulicht ist, nicht der im Kreislauf zurückgeführten Auswaschlösung,·sondern nur demjenigen Teil derselben, der aus dem Berieselungsturm abgezogen wird, zugesetzt. Diese Ausführungsform lässt sich dann anwenden, wenn es erwünscht ist, den sauren oder basischen Bestandteil in nützlicher Form zurückzugewinnen, anstatt ihn in ein Salz überzuführen.
Die zugesetzte Salzbildnermenge ist diejenige Menge, die benötigt wird, um den vorhandenen sauren oder basis'chen Bestandteil zu entfernen. Diese Menge variiert stark in Abhängigkeit von der Zusammensetzung des behandelten, heissen Gases.
In der in der Fig. 1 veranschaulichten Ausführungsform wird der den Berieselungsturm 4 verlassenden Auswaschlösung Auffüllwasser 11 und Base oder Säure 12 zugesetzt. Die Menge des zugesetzten Auffüllwassers ist gleich der durch Ver-
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dampfung verloren gegangenen Menge. Die Lösung wird in eine Pumpe eingespeist, und dadurch wird ein Teil im Kreislauf nach dem Berieselungsturm zurückgeführt, und ein Reinigungsstrom 3 wird abgezogen. Die Menge des Salzes oder der Aufschlämmung in dem Reinigungsstrom variiert in Abhängigkeit von dem betreifenden, heissen Gas. Im allgemeinen ist es vorzuziehen, eine konzentrierte Auswaschlösung nach dem Berieselungsturm im Kreislauf zurückzuführen; daher macht der Reinigungsstrom normalerweise 1 bis 15 % der Auswaschlösung aus.
Der Reinigungsstrom 3 aus eingestellter Auswaschlösung oder mit löslichen und/oder unlöslichen Stoffen ergänzter Aufschlämmung wird dann in den Verdampfungskühler 2, wie oben beschrieben, eingeleitet. In dem Kühler wird das Wasser in dem Reinigungsstrom 3 verdampft und das Salz im unteren Teil des Kühlers 2 oder der Trockensammelvorrichtung 6 aufgefangen -
In der in der Fig. 2 veranschaulichten Ausführungsform werden zwei alternative Wege beschritten.
Die im Kreislauf zurückgeführte Auswaschlösung 8 enthält keinerlei Salzbildner; der Salzbildner 12 wird nur dem Reinigungsstrom zugesetzt und dies in einer ausreichenden Menge, um sämtliche in dem Reinigungsstrom vorhandenen, -wasserlöslichen, sauren oder basischen Stoffe in Salz überzuführen. Es kann jedoch, wenn gewünscht, ein Überschuss an Salzbildner verwendet werden..
Weiterhin gestattet diese Ausführungsform die Rückgewinnung von gasförmigen Bestandteilen, die von dem Wasser in dem Berieselungsturm nicht absorbiert werden, d. h. unter den meisten Betriebsbedingungen werden sehr wenig SOp oder andere wasserunlösliche Gase, wie CIp oder Br^, in einer wässrigen Auswaschlösung absorbiert.
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Bei dieser Ausführungsform wird das SOp enthaltende, ausgewaschene Gas 10 in eine Vorrichtung I5 zum Entfernen von SO eingeleitet. Diese Vorrichtung kann irgendeine der herkömmlichen Vorrichtungen sein, die zum Entfernen von SO2 aus Gasen verwendet werden, beispielsweise ein Berieselungsturm mit einer Auswaschlösung von Schwefelsäure und einer Peroxyverbindung, beispielsweise H2O2, oder CaCO5, KaOH, Mg(OH)2 oder calciniertem Dolomit.
Bei der in der Fig. 2 veranschaulichten Ausführungsform wird Wasserstoffperoxid 14- einer im Kreislauf zurückgeführten Auswaschlösung zugesetzt, die 30 bis 70-gew.%ige Schwefelsäure enthält, 15· Das Wasserstoffperoxid entfernt das SO2 aus dem Gasstrom und wandelt es in Schwefelsäure um. Ein Reinigungsstrom von Schwefelsäure 16 wird aus dem System abgezogen, und das SO2 freie Gas 17 tritt aus dem'Berieselungsturm als Überkopfstrom aus.
Bei einer typischen Ausführungsform kann heisser Gasstrom ein Verfahren mit einer Wärmeenergie von 7 563 000 kcal/Stunde ( 30 000,000 BTUs/hour) verlassen. Mit dieser Wärmemenge könnten 75,7 bis 189*3 Liter Wasser je Minute (20 to 50 gallons per minute) in dem Verdampfungskühler verdampft werden, wobei die genaue Menge von der Feuchtigkeit des ' in den Kühler eintretenden, heissen Gases abhängt.
So kann der nach dem Kühler hingeleitete Reinigungsstrom bis zu 15 % der Auswaschlösung ausmachen, wobei ein Flüssigkeit: Gas-Verhältnis in dem Berieselungsturm von 1/1 (10 gal/1000 cf.) angenommen wird.
Im Ergebnis ist das einzige nicht-gasförmige Material, das aus dem Verfahren ausgetragen wird, das in der Trockensammelvorrichtung oder dem Verdampfungskühler aufgefangene, d. h. ein trockener Feststoff mit wesentlich kleinerem Volumen als dem des Berieselungsturm-Reinigungsstroms.
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Claims (7)

IC-6103 Patentansprüche
1. Verfahren zum Reinigen heisser Gasströme von unerwünschten Bestandteilen, dadurch gekennzeichnet, dass man
(a) einen heissen Gasstrom, der teilchenförmige Stoffe und gasförmige, saure oder basische Bestandteile enthält, in einen Verdampfungskühler leitet, in welchem das Gas auf eine Temperatur oberhalb des Taupunktes abgekühlt wird;
(b) den abgekühlten Gasstrom in eine Sammelvorrichtung leitet, in welcher trockene teilchenförmige Stoffe aus dem Gasstrom entfernt werden;
(c) den Gasstrom aus dem Schritt (b) in einen Berieselungsturm leitet, in welchem der Strom zum Absorbieren der sauren oder basischen Bestandteile aus dem Strom mit einer Auswaschlösung in-.Berührung gebracht wird;
(d) den ausgewaschenen Gasstrom aus dem Berieselungsturm entfernt;
(e) den pH-Wert der Auswaschlösung durch Zugabe von genügend viel salzbildendem chemischem Material, um mit den absorbierten, sauren oder basischen Bestandteilen in der Lösung ein Salz zu bilden, einstellt; und
(f) die eingestellte, das gebildete Salz enthaltende Auswaschlösung nach dem Verdampfungskühler hin leitet, wo es mit dem heissen Gasstrom vereinigt und erhitzt wird und 'ein Teil des Salzes nachfolgend als Feststoff in der Sammelvorrichtung des Schrittes (b) aufgefangen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das salzbildende chemische Material der Auswaschlösung in dem Berieselungsturm zusetzt.
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/A.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der· heisse Gasstrom SOp enthält und man den ausgewaschenen Gasstrom aus dem Schritt (c) unter Entfernung des behandelt.
4. Verfahren zum Reinigen heisser Gasströme von unterwünschten Bestandteilen, dadurch gekennzeichnet, dass man
(a) einen heissen Gasstrom, der teilchenförmige Stoffe und gasförmige, saure Bestandteile enthält, in einen Verdampfungskühler leitet, in welchem das Gas auf eine Temperatur oberhalb des Taupunktes abgekühlt wird;
(b) den gekühlten Gasstrom in eine Sammelvorrichtung leitet, 'in welcher trockene teilchenförmige Stoffe aus dem Gasstrom entfernt werden;
(c) den Gasstrom aus dem Schrift (b) in einen Berieselungsturm leitet, in welchem.der Strom zur Absorption wasserlöslicher, saurer Bestandteile aus dem Strom mit einer wässrigen Auswaschlösung in Berührung gebracht wird;
(d) den ausgewaschenen Gasstrom aus dem Berieselungsturm entfernt;
(e) den pH-Wert der Auswaschlösung, durch Zugabe von genügend viel salzbildendem chemischem Material, um aus dem absorbierten, sauren Bestandteil in-.der' Lösung ein wasserlösliches Salz zu bilden,, einstellt; und
(f) die eingestellte, das gebildete wasserlösliche Salz enthaltende Auswaschlösung nach dem Verdampfungskühler hin leitet, wo sie mit dem heissen, sauren Gasstrom vereinigt und erhitzt wird, wobei ein Teil des Salzes nachfolgend als Feststoff in der Sammelvorrichtung des Schrittes (b) aufgefangen wird.
5· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das heisse Gas wasserunlösliche, gasförmige Bestandteile
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enthält und man den ausgewaschenen Gasstrom aus dem Schritt (c) unter Entfernung dieser Bestandteile behandelt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die wasserunlöslichen, gasförmigen Bestandteile C^ oder sind.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine wässrige Auswaschlösung verwendet.
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ORIGINAL INSPECTED
DE19742448413 1973-10-10 1974-10-10 Verfahren zum reinigen von heissen gasstroemen von unerwuenschten bestandteilen Pending DE2448413A1 (de)

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JP (1) JPS5073873A (de)
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