DE2445798A1 - Verfahren zur herstellung von polyurethanfasern - Google Patents
Verfahren zur herstellung von polyurethanfasernInfo
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Description
DR. BERG Oh1L.-:NG. STAPF
DIPL.-ING. SCKWABH DR. DR. SaNDMAIR
DIPL.-ING. SCKWABH DR. DR. SaNDMAIR
PATENTANWÄLTE 2U5798
8 MÜNCHEN 86, POSTFACH 86 02 45 4. *+ t v» /
Anwaltsakte 25 357 2 5. SEP. 1974
MONSANTO COMPANY • St. Louis/Miss., V.St.A,
"Verfahren zur Herstellung von Polyurethanfasern"
Die Erfindung betrifft ein Schmelzspinnverfahren zur Herstellung
eines nebeneinanderliegend gesponnenen konjugierten Fadens oder Garnes mit verbesserter Kontrolle über die
Denier-Gleichförmigkeit und über die Form der Grenzflächen zwischen den beiden polymeren Komponenten.
V/cm - 14-54-017OA GW
'S (0811)98 82 72 8 München 80, Mauerkircherstrafle 45 Banken: Bayerische Vereinsbank München 453 100
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98 3310 TELEX: 05 24 560 BERG d Postscheck München 653 43 -808
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— Tl —
Beim Schmelzspinnen eines konjugierten Garnes aus einem harten Polymerisat, wie faserbildendem Nylon oder Polyester,
und einer besonderen Art von Polyurethan, die unten näher beschrieben wird, traten aufgrund unterschiedlicher
Denier-Zahlen und einer unregelmäßigen Form der Grenzflächen zwischen den beiden Polymerisaten beträchtliche
Schwierigkeiten auf. Wenn das Garn, verstreckt und dann entspannt wurde, erhielt man unterschiedliche Massen,
was auf Unregelmäßigkeiten in der Form der Grenzflächen zurückzuführen ist.
Es wurde gefunden, daß die Denier-Gleichmäßigkeit verbessert
und die Form der Grenzflächen kontrolliert werden kann, wenn man das Polyurethanpolymerisat· vor dem Extrudieren
als Teil eines konjugierten Garnes auf eine Temperatur erhitzt, deren Bereich unten definiert werden wird.
Da geringe Unterschiede in der chemischen Struktur und den physikalischen Eigenschaften im allgemeinen nur schwer
zuverlässig bestimmt werden können, werden die für die Erfindung geeigneten Polyurethane am besten mittels der chemischen
Reaktionsteilnehmer beschrieben, die zur Herstellung dieser Polyurethane verwendet werden. Im allgemeinen
.werden die Polyurethane hergestellt durch Umsetzung von
(1) einem polymeren Glykol, das ein Polyester oder Polyäther mit entständiger Hydroxygruppe
sein kann, mit einem mittleren
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Molekulargewicht im Bereich von 800 bis 3000;
(2) 4,6 bis 8,8 Mol aromatischem Diiso-
cyanat pro Mol Polyester oder PoIyäther,
und
(3) einer ausreichenden Menge eines Polyols
als Kettenverlängerungsmittel, so daß ein NCO/OH-Verhältnis von 0,96 bis
1,04 : 1 erhalten wird.
Geeignete Polyester haben ein Molekulargewicht von etwa 800 bis 3000 und man erhält sie durch eine normale Köndesationsreaktion
zwischen einer Dicarbonsäure und einem Glykol oder aus einem polymerisierbaren Lacton. Bevorzugte
Polyester erhält man aus Adipinsäure, Glutarsäure und Sebacinsäure, die kondensiert werden mit einem mäßigen Überschuß
solcher Glykole,wie Äthylenglykol, 1,4-Butylenglykol,
Propylenglykolen, Diäthylenglykol, Dipropylenglykol, 2,3-Butandiol,
1,3-Butandiol, 2,5-Hexandiol, 1,3-Dihydroxy-2,
2,4-Trimethylpentan, Gemischen daraus, usw. Ferner können
geeignete Polyester hergestellt werden durch Umsetzung von Caprolacton mit einem Initiator, wie Glykol, wobei vorzugsweise
das Molekulargewicht des Polyesterprodukts auf einen Bereich von 1500 bis 2000 beschränkt bleibt. Zu geeigneten
Riyäthern mit Molekulargewichten von etwa 800 bis 3000 gehören Poly(oxyäthyldn)glykol, Polyoxypropylenglykol,
und Poly(1,4-oxybutg^ej^^^.
t>
Für die Herstellung von erfindungsgemäßen Polyurethanen
sind solche Diisocyanate geeignet, bei denen die -NCO-Gruppe direkt an einen aromatischen Kern gebunden ist,
wie;beispielsweise 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat.
Viele verschiedene übliche Diole oder Diolgemische können
als Polyol mit niederem Molekulargewicht bzw. als Kettenverlängerungsmittel Verwendung finden, beispielsweise 1,4-Butandiol,
Äthylenglykol, Propylenglykol, und 1,4-3-Hydroxyäthoxybenzol.
Die Kombination von Polyol mit niederem Molekulargewicht und Diisocyanat wird hinsichtlich Art und
Menge vorzugsweise so gewählt, daß ein DTA-Schmelzpunkt des Polyurethanblocks im Polymerisat im Bereich von 200
bis 2350C erhalten wird. Das Polyol sollte primär aus einem oder mehreren Diolen mit einem Molekulargewicht von
weniger als 500 bestehen, obwohl es wünschenswert sein kann, als Teil des Polyols einen kleinen molaren Anteil einer multifunktionellen
Verbindung aufzunehmen, die drei oder mehr Hydroxylgruppen pro Molekül enthält. In diesem Fall kann
diese Verbindung ein Molekulargewicht bis zu 1500 haben. Es können Mengen bis zu 0,3 Mol der multifunktionellen Verbindung
pro Mol des polymeren Glykols mit hohem Molekulargewicht verwendet werden, obwohl normalerweise nur etwa
1/10 oder weniger dieser Menge (z.B. 0,03 Mol oder weniger) zur Viskositätskontrolle zugefügt werden müssen. Typische
multifunktionelle Verbindungen sind Glycerin, Trimethylpropan, Hexantriol, usw. Bei Verwendung einer multifunktionellen
Verbindung kann das NCO/OH-Verhältnis bei 0,96
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bis 1,04 : 1 liegen; andernfalls sollte es bei 1,01 bis
1,04 : 1 liegen. Die Kombination von Isocyanat und PoIyol
muß hinsichtlich Art und Menge so gewählt werden, daß ein Polyurethanblock mit einem DTA-Schmelzpunkt von etwa
200 bis 235°C erhalten wird.
Chemie und Herstellung von elastomeren Polyurethanen werden ausführlich in "Polyurethanes: Chemistry and Technology"
von J.H. Saunders und K.C. Frisch, Teil II, Kapitel 9,
Interscience Publishers, Inc., 1964, behandelt. Die US-PS 3 214 411 kann für genaue Details des Verfahrens zur
Herstellung von Polyesterurethanen für erfindungsgemäße Fäden herangezogen werden.
Besonders vorteilhafte Polyesterurethane können dadurch
hergestellt werden, daß man bestimmte Reaktionsteilnehmer auswählt und sie innerhalb eines ziemlich engen Verhältnisbereichs
kombiniert, wie dies aus nachfolgender allgemeiner Rezeptur entnommen werden kann:
.an
100 Gewichtsteile PoIy(I,4-butylen)adipat mit einem Molekulargewicht
von 1500 bis 2000; 55 bis 110 Gewichtsanteileri
4,4'-Diphenylmethandiisocyanat; und eine ausreichende
Menge Glykol, um ein gesamtes NCO/OH-Verhältnis im Bereich von 1,01 bis 1,04 zu erhalten. Die bevorzugten Glykole
zur Kettenverlängerung sind Äthylenglykol, 1,4^Butandiol,
und 1,4-Bis-(ß-hydroxyäthoxy)-benzol, d.h. das Glykol folgender
Formel;
"609814/1167
In der obigen Formulierung ist das NCO/OH-Verhältnis eine
Abkürzung für das Verhältnis der Äquivalente der Isocyanatgruppen zu den gesamten Äquivalenten der Hydroxygruppen
in dem kettenverlängernden Glykol und den reaktiven Hydroxygruppen in dem Polyester. Optimales Molekulargewicht
und optimale Schmelzfestigkeit des Polymerisats für maximale Spinngeschwindigkeiten ohne Brechen der Fäden mit
feinem Denier erhält man, wenn das NGO/HO-Verhältnis im Bereich
von etwa 1,01 bis 1,04 liegt.
Die für die Herstellung von konjugierten Fäden geeigneten Polyurethane werden als Block-Mischpolymerisate angesehen,
bei denen der Polyurethanblock bei einer Temperatur über etwa 2000C, jedoch unter etwa 2350C schmilzt. Dieser
Schmelzpunkt wird mittels Differentialthermoanalyse (DTA) gemessen und durch einen deutlichen endo-arthermen Peak im
Thermogramm angezeigt, wenn die Grundtemperatur der Polymerisatprobe
erhöht wird. Eine allgemeine Beschreibung von DTA-Verfahren findet sich in "Organic Analysis", herausgegeben
von A. Weissberger, Band 4, Seiten 370 bis 372, Interscience Publishers, Inc., 1960, und in verschiedenen
Handbüchern für chemische Technologie. In den unten angeführten Beispielen wurden die DTA-Schmelzpunkte mit einem
handelsüblichen DTA-Instrument Du Pont 900, hergestellt von
E. I. Du Pont de Nemours, Inc., gemessen.
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Die bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Fäden verwendete
Hartpolymerisatkomponente kann aus der Gruppe der faserbildenen Polyamiden gewählt werden, die einen Schmelzpunkt
von etwa 180. bis 28O0C haben. Zu den geeigneten Verbindungen
dieser Gruppe gehören Polyhexamethylen-Adipinsäureamid (Nylon 66), Polyhexamethylen-Sebacinsäureamid (Nylon
610), polymere 6-Aminocapronsäure (Nylon 6), polymere 11-Aminoundecansäure
(Nylon 11) und polymere 12-Aminododecansäure (Nylon 12). Die Herstellung dieser Polyamide ist bekannt
und sie sind alle im Handel erhältlich. Homopolymerisate werden im allgemeinen bevorzugt, obwohl auch Mischpolymerisate
dieser Polyamide verwendet werden können, vorausgesetzt, ihre Schmelzpunkte liegen innerhalb der angegebenen Grenzen
und sie sind unter praktikablen Spinnbedingungen auspreßbar. Zu anderen geeigneten Hartpolymerisaten gehören die faserbildenden
Polyester und im besonderen Ester von Hydroxycarbonsäuren, wie sie in der US-PS 3 761 348 beschrieben sind.
Die beiden Komponenten (Polyurethan-Hartpolymerisat) werden vorzugsweise durch einzelne nebeneinanderliegende Spinnöffnungen
extrudiert; diese Anordnung ergibt die höchste Rückstellkraft für die Kräuselung. Es ist jedoch auch möglich,
die beiden Komponenten durch getrennte nebeneinanderliegende Öffnungen zu extrudieren und die beiden extrudierten,
geschmolzenen Polymerisatstränge direkt unterhalb der Auspreßöffnung der Spinndüse koaleszieren zu lassen; dieses
Verfahren wird bei Polyamiden mit höherem Schmelzpunkt, wie Nylon 66, bevorzugt. Wenn eine Kräuselung mit reduzier-
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ter Rückstellkraft gebraucht werden kann, wird eine Mantel-Kern-Struktur
des Polymerisats hergestellt, wobei Voraussetzung ist, daß der Kern im Verhältnis zur Längsachse
des Fadens exzentrisch angeordnet wird. Die Mantel-Kern-Struktur wird dann bevorzugt, wenn für das fertige Textilprodukt
eine außergewöhnlich einheitliche Färbung von Bedeutung ist. Vorzugsweise liegen die beiden Komponenten
in etwa gleichen Gewichtsmengen vor; die relativen Mengen der beiden Komponenten können jedoch zwischen etwa 20 bis
/Und 8O-2OJ5
80 Prozent schwanken und eine stark gekräuselte Struktur ist dann sichergestellt, wenn mindestens 30 Prozent des Querschnitts des gesponnenen Fadens aus der Polyurethankomponente bestehen. Nach dem Extrudieren muß der zusammengesetzte Faden verstreckt werden. Der Faden kann kalt verstreckt oder, wenn gewünscht, heiß verstreckt werden, solange die gewünschte Zugfestigkeit erhalten wird ohne daß die Hafzung zwischen den beiden Komponenten unterbrochen wird.
80 Prozent schwanken und eine stark gekräuselte Struktur ist dann sichergestellt, wenn mindestens 30 Prozent des Querschnitts des gesponnenen Fadens aus der Polyurethankomponente bestehen. Nach dem Extrudieren muß der zusammengesetzte Faden verstreckt werden. Der Faden kann kalt verstreckt oder, wenn gewünscht, heiß verstreckt werden, solange die gewünschte Zugfestigkeit erhalten wird ohne daß die Hafzung zwischen den beiden Komponenten unterbrochen wird.
Beschreibung der Herstellung eines beispielhaften erfindungsgemäßen
Polyurethans.
Verwendet werden 100 Gewichtsanteile eines aus 1,4-Butandiol
und Adipinsäure hergestellten Polyesters mit einem Molekulargewicht von etwa 2000, der Hydroxylzahl 55 und
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der Säurezahl 1,5. Dem Polyester werden 60 Gewichtsanteile 4,4'-Diphenylmethan-diisocyanat zugegeben, sowie
eine ausreichende Menge 1,4-Butandiol (Kettenverlängerungsmittel)
um ein NCO/OH-Verhältnis von 1,02 herzustellen. 1,4-Butandiol und Polyester werden bei 10O0C vermischt.
Anschließend wird das ebenfalls auf 100°C erhitzte 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat
zugegeben. Das Gemisch wird dann 1 Minute lang kräftig gerührt, um eine völlige Vermischung
der drei Bestandteile sicherzustellen. Das Reaktionsgemisch wird dann auf eine flache Oberfläche in
einem auf 1300C erhitzten Ofen gegossen. In etwa 2 bis
3 Minuten verfestigt sich das Reaktionsgemisch zu einem Polyurethanpolymerisat mit niederem Molekulargewicht.
Zur Erhöhung des Molekulargewichts wird das feste Polyurethanpolymerisat weitere 5 bis 6 Minuten in dem erhitzten
Ofen belassen, dann entfernt und auf Zimmertemperatur abgekühlt. Die entstandene Polymerisatplatte wird dann
in Flocken der gewünschten Größe zerkleinert. Die Flocken werden in inerter (Stickstoff) Atmosphäre bei weniger als
500C, z.B. bei Zimmertemperatur, mindestens 5 (vorzugsweise
mindestens 20) Tage lang vor dem Verspinnen gelagert. Die Zwischenlagerung verbesserte den Spinnvorgang und verringert
das Aneinanderheften der Fäden, sowohl wenn das Polyurethan allein oder gemeinsam mit einer harten Fase'r
schmelzgesponnen wird.
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Die nach Beispiel 1 hergestellten Polyurethanflocken werden einem ersten Schneckenextruder zugeführt und Nylon 6-Flocken
mit einer Viskosität von 24 (gegenüber Ameisensäure) einem zweiten Schneckenextruder zugeführt. Die wichtigsten
Spinnbedingungen sind folgende:
Auslaßtemperatur der Schneckenextruder
| Nylon 6 | 2530C |
| Polyurethan | 218°C |
| Temperatur im Polyurethan spinnblock |
2220C |
| Temperatur im Nylon 6-Spinn- block |
2450C |
| Volumenverhältnis Nylon 6 zu Polyurethan |
1 : 1 |
| Durchmesser der Spinndüsen kapillare |
0,63 mm (25 m |
| Spinndüsentemperatur | 2250C |
| Spinngeschwindigkeit | 274 m/Min. (300 yds./min) |
Bei diesem Spinnverfahren werden die Polymerisate in den Extrudern geschmolzen und den jeweiligen Spinnblöcken mit
der oben angegebenen Temperatur zugeführt. Die Verweilzeit in den Schneckenextrudern und (fen Blöcken beträgt jeweils
etwa 3 Minuten, die Gesamtverweildauer also 6 Minuten.
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Die geschmolzenen Polymerisate werden dann in getrennte Kammern in der Spinnapparatur geleitet, wo sie gefiltert
werden. Dort verbleiben sie etwa 2 Minuten. Die gefilterten Polymerisate werden dann nebeneinanderlaufend an der
Spinndüsenkapillare zusammengeführt und aus dieser nach unten ausgepreßt. Der geschmolzene konjugierte Strang wird
dann in üblicher Weise abgekühlt, um die Polymerisate durch einen transversalen Luftstrom mit Zimmertemperatur zu verfestigen,
und wie üblich auf eine Spule gewickelt. Das derart gesponnene Garn wird dann mit einem Streckverhältnis
von 4,05 kalt verstreckt.
Das entstandene verstreckte Garn weist, nach Nachlassen
der Spannung, eine spiralförmige Kräuselung auf. Die Kräuselung ist jedoch entlang dem Faden in ihrer Intensität in
gewissem Maße unregelmäßig, und aus diesem Garn gewirkte und säuregefärbte Damenstrümpfe haben gelegentlich dunkle
umlaufende Ringe.
Die Untersuchung des Garns ergibt, daß die Form der Grenzfläche zwischen den beiden Komponenten sich entlang dem Faden
unregelmäßig ändert. Die weitere Untersuchung zeigt, daß - obwohl der Polyurethanblock bzw. -segment in den
Flocken einen DTA-Schmelzpunkt von 2150C hat - dieser DTA-Schmelzpunkt
unregelmäßig auf eine Temperatur von mehr als 220 C bei dieser Zubereitung, und manchmal auf über 2250C
bei anderen Zubereitungen ansteigt, wenn das Polyurethan
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mehrere Minuten lang bei erhöhten Temperaturen um 215°C
oder einige Grade darüber gehalten wird, wie dies im Polyurethanspinnblock der Fall ist. Dies zeigt die Bildung
einer kristallinen Struktur in dem scheinbar geschmolzenen Polymerisat an. Hierdurch werden Veränderungen in
der Schmelzviskosität des durch die Spinndüsenöffnungen dringenden Polyurethans verursacht, was zu Unregelmäßigkeiten
in der Form der Grenzflächen zwischen Nylon und Polyurethan führt.
Beispiel 3
Dieses Beispiel erläutert das erfindungsgemäße Verfahren.
Dieses Beispiel erläutert das erfindungsgemäße Verfahren.
Das Verfahren nach Beispiel 2 wird mit der Abwandlung wiederholt, daß das Polyurethanpolymerisat auf 23O0C erhitzt
und in seiner Schneckenpresse und in seinem Block bei die-, ser Temperatur gehalten wird, bevor es der auf 225°C erhitzten
Spinndüse zugeführt wird. Das entstandene verstreckte
Garn hat eine hohe Gleichförmigkeit der Denier-Stärke und der Kräuselung und eine Nylon-Polyurethan-Grenzfläche, die
über die Garnlänge praktisch gleichmäßig ist. Aus diesem Garn gewirkte und säuregefärbte Strümpfe waren praktisch
frei von Ringen.
Die Haltetemperatur, die notwendig ist, um die Bildung der
kristallinen Bereiche in dem scheinbar geschmolzenen PoIy-
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merisat zu verhindern, schwankt etwas mit der Zusammensetzung des Polymerisats und gehorcht folgender Gleichung:
τ .
mm
?m ή + χ I Mol Diisocyanat
/ιυ*° ά 1MoI polymeres Glykol
0C
in der T1 die zur Vermeidung der störenden Kristallinität
notwendige Temperatur in Grad Celsius ist. Höhere Tem peraturen können je nach Dauer der Anwendung verwendet wer
/Art den, sollten für Polymerisate dieser'jedoch 255 C nicht
übers ehre i ten.
Die unterste Behandlungsdauer, während der die tatsächliche
Polymerisattemperatur zwischen T · und 2550C liegt, beträgt
theoretisch fast Null Sekunden, da dieser Bereich über dem Schmelzpunkt der Kristalle liegt. In der Praxis
wird im allgemeinen eine Behandlungsdauer von mindestens 10 Sekunden die Abwesenheit von Kristallinität sicherstellen.
Die maximale Behandlungsdauer innerhalb dieses Temperaturbereiches wird bestimmt durch das für das Polymerisat
annehmbare Maß an Abbau. Ganz allgemein sollte die Behandlungsdauer so kurz wie möglich sein, und zwar umso kürzer,
je höher die Temperaturen innerhalb dieses Bereiches sind. Das Polymerisat nach Beispiel 3 kann bis zu 8 Minuten
oder etwas länger bei 23O°c gehalten werden, ohne daß ein zu beanstandendes Maß von Abbau auftritt, nach etwa
10 Minuten jedoch ist der Abbau beträchtlich. Maximale Be-
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handlungszeiten für eine bestimmte Polymerisatzusammensetzung
und die entsprechende Temperatur können durch Versuche ohne Schwierigkeit bestimmt werden.
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Claims (5)
- PatentansprücheVerfahren zum Schmelzspinnen einer konjugierten Faser aus einem harten Polymerisat und einem festen, schmeIzspinnbaren, faserbildenden Polyurethan, das erhalten wird durch Umsetzung eines polymeren Glykols mit einem Molekulargewicht von 800 bis 3000, mit 4,6 bis 8,8 Mol eines aromatischen Diisocyanats pro Mol des betreffenden polymeren Glykols und einer ausreichenden Menge Polyol mit niederem Molekulargewicht zur Herstellung eines NCO/OH-Verhältnisses von 0,96 bis 1,04 : 1,dadurch gekennzeichnet, daß das Polyurethan unmittelbar vor dem Schmelzspinnen auf eine Temperatur innerhalb eines Bereiches von mindestens/ Y210'6 + 3. M°l Diisocyanat j ΊΜοΙ polymeres Glyko1/.und weniger als 2550C erhitzt wird zur Bildung eines geschmolzenen Stranges.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1; dadurch gekennzeichnet, daß das Polyol nur ein Diol oder Diole enthält, wobei das NCO/OH-Verhältnis 1,01 bis 1,04 : 1 beträgt.5098U/1 157
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Diisocyanat 4,4*-Diphenylmethandiisocyanat ist.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das polymere GIykol PoIy(I,4-butylenadipat) mit einem Molekulargewicht von 1500 bis 2000 ist.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyol ein Diol mit einem Molekulargewicht von weniger als 500 und eine multifunktionelle Verbindung mit wenigstens 3 Hydroxylgruppen pro Molekül enthält, wobei nicht mehr als 0,3 Mol der multifunktionellen Verbindung pro Mol des polymeren Glykols vorliegen.6· Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß nicht mehr als 0,03 Mol der multifunktionellen Verbindung pro Mol des polymeren Glykols vorliegen.5098U/1 1 57
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