DE2445783A1 - Neue d-homosteroide - Google Patents
Neue d-homosteroideInfo
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- DE2445783A1 DE2445783A1 DE19742445783 DE2445783A DE2445783A1 DE 2445783 A1 DE2445783 A1 DE 2445783A1 DE 19742445783 DE19742445783 DE 19742445783 DE 2445783 A DE2445783 A DE 2445783A DE 2445783 A1 DE2445783 A1 DE 2445783A1
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft neue D-Homosteroide
der Formel ·
worin die gestrichelten Bindungen in 1,2-, 6,7- und 16,17-Stellung fakultativ sind,
R10 Wasserstoff oder Methyl, falls eine
Doppelbindung in 1,2-Steilung vorliegt aber
7
nur Methyl, und R Wasserstoff oder, falls die 6,7-Stellung gesättigt iat, auch Mercapto, Acylthio oder Alkylthio darstellen.
nur Methyl, und R Wasserstoff oder, falls die 6,7-Stellung gesättigt iat, auch Mercapto, Acylthio oder Alkylthio darstellen.
509814/1155
Grn/leu/3.7.74
Der Ausdruck "Acyl" bezieht sich auf den Rest einer gesättigten oder ungesättigten aliphatischen Carbonsäure,
einer cycloaliphatische^ einer araliphatischen oder aromatischen Carbonsäure mit vorzugsweise bis zu 15 C-Atomen.
Beispiele solcher Säuren sind Ameisen-, Essig-, Pivalin-, Propion-, Butter-, Capron-, Oenanth-, Undecylen-,
OeI-, Cyclohexylpropion-, Cyclopentylpropion-, Phenylessig-
und Benzoesäure. Besonders bevorzugt sind C, ,,-Acylgruppen. Der
Ausdruck "Alkyl" soll aliphatische, cycloaliphatische und araliphatische Kohlenwasserstoffreste mit vorzugsweise bis
zu 8 C-Atomen umfassen. Beispiele solcher Alkylgruppen sind Methyl, Aethyl, Propyl, Butyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Benzyl
und Phenäthyl.
Von besonderem Interesse sind Verbindungen der Formel X.
worin R Methyl darstellt und weiterhin solche, die in 1,^-uu-J.-lung
gesättigt sind. Beispiele solcher bevorzugter Verbindungen sind das 3-0xo~D-homo-21,24-dinor-17aa-chola-4,6-dien-23,17a.-
-lacton und das Ycx-Acetylthio-^-oxo-D-homo-^l^^dinor-lYaa-chol-
-4-en-i-23,17a-lacton. Eine weitere, bevorzugte Verbindungsgruppe
sind die Verbindungen der Formel I mit einer 16,17-Doppelbindung,
z.B. das 7ct-Acetylthio-3-oxo-D-homo-21,24-dinor-17aa-chola-4,16-
-dien-23,17a-lacton. Beispiele von Verbindungen der Formel I mit R10 = Wasserstoff sind 3-Oxo-19,21,24-trinor-D-homo-17aa-chol-4-
-en-23,17a-lacton; 3-Oxo-19,21,24-trinor-D-homo-17aa-chola-4,6-
-dien-23,17a-lacton; 3-Oxo-19,21,24-trinor-D-homo-17aα-chola-4,6,l6-trien-23,17a-lacton;
3-Oxo-19,21,24-trinor-D-homo-17aa-
-chola-1,4,6-trien-23,17a-lacton und 7a-Acetylthio-3-oxo-19,21,24-trinor-D-homo-17aa-chola-4,l6-dien-23,17a-lacton.
Die D-Homosteroide der Formel I werden erfindungsgemäss
dadurch erhalten, dass man
a) die 3-Hydroxy- ^-Gruppierung in einem D-Homosteroid
der Formel
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II
αο
worin R die genannte Bedeutung hat, zur 3-Keto-A4-, 3-Ke.to-£4'6- oder, sofern R10 Methyl darstellt,
aueh zur 3-Keto-& *4 -Gruppierung oxydiert, oder
t>) ein D-Homosteroid der Formel
III
worin R die genannte Bedeutung hat,
in 1,2- und/oder 6,7-Steilung dehydriert, in 1,2-Stellung
jedoch nur, wenn R Methyl ist, oder
c) die 5,10-Doppelbindung in einem D-Homosteroid der
Formel
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in die 4,5-Stellung isomerisiert, oder
d) ein D-Homosteroid der Formel
IV
worin R die genannte Bedeutung hat,
7 7
mit einer Verbindung R-H, worin R die genannte Bedeutung hat, umsetzt und ggf. in 3f2-Stellung dehydriert.
mit einer Verbindung R-H, worin R die genannte Bedeutung hat, umsetzt und ggf. in 3f2-Stellung dehydriert.
Die Oxydation einer Verbindung der Formel II (Verfahrensvariante a) kann nach Oppenauer, z.B. mittels
Aluminiumisopropylat, oder mit Oxydationsmitteln wie Chromtrioxid
(z.B. Jones'Reagens), oder nach Pfitzner-Moffatt
mittels Dimethylsulfoxid/Dicyclohexylcarbodiimid (wobei das
5 4
primär erhaltene Δ -3-Keton anachliessend zum A -3-Keton
isomerisiert werden muss), oder mittels Pyridin/SO, vorgenommen
werden. Bei Anwendung der vorstehend genannten Oxydationsmittel wie Brp/LiBr/LipCO- in Dimethylformamid oder
bei der Oxydation nach Oppenauer in Gegenwart von Benzochinon liefert die Oxydation eine 3-Keto-Δ -Gruppierung. Für die
Oxydation zu einem 3-Keto-A ' ' -steroid ist beispielsweise
2,3-Dichlor-5,6-dicyano-benzochinon (DDQ) geeignet.
B098U/1 155
Die 1,2-Dehydrierung eines D-Homosteroids der Formel III
(VerfahrensVariante b) kann in an sich bekannter Weise z.B.
auf mikrobiologischem Wege oder mittels Dehydrierungsmitteln wie Selendioxyd, 2,3-Dichlor-5,6-dicyanobenzochinon, Chloranil, Thalliumtriacetat oder Bleitetraacetat vorgenommen
werden. Geeignete Mikroorganismen für die 1,2-Dehydrierung sind beispielsweise Schizomyceten, insbesondere solche der
Genera Arthrobacter, z.B. A. simplex ATCC 6946; Bacillus, z.B.
B. lentus ATCC 13805 und B. sphaericus ATCC 7055; Pseudomonas,
z.B. P. aeruginosa IPO 3505; Plavobacterium, z.B. F. flavescens IPO 3058; Lactobacillus, z.B. L. brevis IPO
3345 und Nocardia,. z.B. N. opaca ATCC 4276.
Die Einführung einer Δ -Doppelbindung in ein 6,7-gesättigtes D-Homosteroid der Formel III kann z.B. mit einem
substituierten Benzochinon, wie Chloranil [vgl. J.Am. Chem.
Soc. 82, 4293 (I960); 81, 5951 (1959)] oder mit 2,3-Dichlor-5,6-dicyanobenzochinon
oder mit Mangandioxid [vgl. J. Am. Chem.
Soc. 75, 5932 (1953)] erfolgen.
Mit 2t3-Dichlor-5,6-dicyanobenzochinon oder Chloranil
kann aus einem 6^-gesättigten D-Homosteroid der Formel III,
in dem R Methyl darstellt, direkt die 1,4,6-Trisdehydro-Verbindung
erhalten werden.
Die Isomerisierung einer Verbindung der Formel IV (VerfahrensVariante c) kann in an sich bekannter Weise, z.B
durch Behandlung mit sauren oder basischen Agentien, geeigneterweise
durch Erwärmen mit Mineralsäuren, wie 6 N Salzsäure, oder mit Alkali, wie wässrig-alkoholischer
Natron- oder Kalilauge bei Raumtemperatur, durchgeführt werden.
Die Einführung des Substituenten R^ in ein D-Homosteroid
der Formel V (Verfahrensvariante d) kann in an sich bekannter Weise durch Behandlung des Steroids mit Schwefel-
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Wasserstoff, eLnora Mercaptan odor einer Thiocarbonsäure erfolgen.
Die Reaktion kann in einem inerten Lösungsmittel wie einem Aether, z.B. Dioxan oder Tetrahydrofuran, oder
einem Alkohol, wie Methanol oder Aethanol, oder in einem Chlorkohlenwasserstoff, wie Chloroform durchgeführt werden;
das Reagens, z.B. die Thiocarbonsäure wird zweckmässigerweise
im Ueberschuss eingesetzt und kann dabei als Lösungsmittel dienen.
Die Ausgangsverbindungen können wie folgt hergestellt werden: Aus 17aa-Aethinyl-5ß,lTa-dihydroxy-D-homo-androst-5-en
wird in an sich bekannter Weise eine Grignard-Verbindung hergestellt und diese mit CO2 in das Propiolsäurederivat übengeführt.
Das Natriumsalz des so erhaltenen Propiolsäurederivates wird mit Palladiumkohle in wässrigem Aethanol bis zur Aufnahme
von einem Moläquivalent Wasserstoff hydriert. Das gebildete Acrylsäurederivat lactonisiert spontan und wird
unter Aufnahme eines zweiten Moläquivalents Wasserstoff hydriert, wobei man eine in 16,17-Stellung gesättigte Verbindung der
Formel II, in der R10 Methyl darstellt, erhält. 16,17-gesättigte
Ausgangsverbindungen der Formel II mit R= Wasserstoff können wie folgt hergestellt werden: D-Homo-östronmethylather
wird nach Birch zum D-Homo-2,5(10)-östradien-3,17aß-diol-3-methylather
reduziert; dieser wird, z.B. nach Pfitzner-Moffatt, zum 17a-Keton oxydiert und das Keton mit
einer Aethinyl-Grignardverbindung umgesetzt. Schwach saure .Hydrolyse, z.B. mit Oxalsäure, liefert daraus das D-Homo-17aa-
-äthinyl-17a-hydroxy-5(10)-östren-3-on, aus dem durch Grignard-Reaktion
mit COp und Hydrierung wie vorstehend für die 10-Methylverbindung
beschrieben, das 3-(D-Homo-3ß,17aß-dihydroxy-5(10)-östren-17aa-yl)-propionsäurelacton
erhalten wird. Oxydation, z.B. nach Pfitzner-Moffatt, liefert das 3-(D-Homo-17aß-hydroxy-3-oxo-5(10)-östren-17aa-yl)-propionsäurelacton,
d.h., eine 16,17-gesättigte Verbindung der Formel IV.
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Ausgangsverbindungen mit einer 16,17-Doppelbindung
werden zweckmässigerweise so hergestellt, dass man in ein D-Homo-5,16-androstadien-3ß-ol-r7a-on (zur Herstellung von Verbindungen
mit R10 = Methyl) in an sich bekannter Weise, ζ.3. durch
Umsetzung mit einem Grignard-Reagens wie BrMg-CH2-CH2-CH^Q_j
oder, vorzugsweise, mit der entsprechenden Lithiumverbindung, eine U_-Einheit in 17a-Stellung einführt, die geschützte
Aldehydfunktion in eine Säurefunktion überführt und das
Reaktionsprodukt durch Ansäuern laktonisiert. Analog können 16,17-ungesättigte Ausgangsverbindungen mit R = Wasserstoff
dadurch hergestellt werden, dass man in den D-Homo-östronmethylather
durch Bromierung und Dehydrobromierung eine 16,17-Doppelbindung
einführt und dann in Analogie zu der oben beschriebenen Reaktionssequenz eine Birch-Reduktion des
aromatischen Rings, Oxydation der 17a-Hydroxygruppe, Einführung
einer Propionsäureseitenkette durch Grignard-Reaktion oder Kondensation mit Propiolsäure/KOH, Laktonisierung der.Propionsäure
seitenkette und Hydrolyse der 3-Aethergruppierung vornimmt.
Die Verbindungen der Formeln H-V sind neu und ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
D-Homosteroide der Formel I zeigen pharmakologische
Wirkungen, wobei von besonderem Interesse ihre Wirkung auf den Kineralhaushalt des Körpers ist. So können sie u.a.
Anwendung finden zur· Ausschwemmung von Oedemen, die z.B.
durch Herzinsuffizienz hervorgerufen sind.
Die Verbindungen der Formel I können als Heilmittel z.B. in Form pharmazeutischer Präparate Verwendung
finden, welche sie oder ihre Salze in Mischung mit einem für die enterale, perkutane oder parenterale Applikation geeigneten
organischen oder anorganischen inerten Trägermaterial, wie z.B. Wasser, Gelatine, Gummi arabicum, Milchzucker, Stärke,
Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche OeIe, Polyalkylenglykole,
Vaseline, usw. enthalten. Die pharmazeutischen Präparate können in fester Form, z.B. als Tabletten, Drage*es, Suppo-
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sitorien, Kapseln; in halbfester Form, z.B. als Baiben;
oder in flüssiger Form, z.B. als Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen, vorliegen. Gegebenenfalls sind sie sterilisiert
und bzw. oder enthalten Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierunge-, Netz- oder Emulgiermittel, Salze zur Veränderung
des osmotischen Druckes oder Puffer. Sie können auch noch andere therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten.
Die Herstellung der Arzneimittel kann in an sich bekannter Weise erfolgen, indem man die Verbindungen der
Formel I mit zur therapeutischen Verabreichung geeigneten, nicht-toxischen, inerten, an sich in solchen Präparaten
üblichen festen und/oder flüssigen Trägermaterialien,wie z.B. den vorstehend genannten,vermischt und ggf. in die gewünschte
Form bringt.
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Aus einer Mischung von 12,50 g 3ß-Hydroxy-D-homo-21,24-dinor-17aa-chol-5-en—23,17a-lacton,
160 ml Cyclohexanon und 400 ml Toluol wurdai vorerst unter Rühren und Argonbegasung
80 ml Lösungsmittel abdestilliert. Dann fügte man 15,0 g Aluminium-tert.-butylat zu und erhitzte 2 Stunden unter
Rückfluss am Wasserabscheider. Zur Aufarbeitung wurde die Reaktionsmischung auf ein Volumen von ca. 200 ml eingedampft,
dann auf Eiswasser/verd. Salzsäure gegossen und mit Methylenchlorid
extrahiert. Der organische Extrakt wurde mit Wasser gewaschen, mit Na2SO. getrocknet und im Vakuum eingedampft.
Den Rückstand befreite man im Hochvakuum bei 140° vom Lösungsmittel und niedermolekularen Kondensationsprodukten
und chromatographierte schliesslich auf Silicagel. Mit Methylenchlorid/AcetonCgSt^ wurden 10,3 g
reines 3-0xo-D-homo~21,24-dinor-17aoc-chol-4-en—23,17a-lacton
isoliert. Smp. 220-221° (Aceton/Isopropylather);
= 16600, [α]£5 =
Das Ausgangsmaterial wurde wie folgt hergestellt:
3ß-Acetoxy-17a-äthinyl-17-hydroxy-D-homo-androst-5-en
wurde mit Butyllithium in das Lithiumsalz übergeführt, das mit CO» zu 3ß,17aß-Dihydroxy-D-homo-pregn-5-en-20-yn-21-carbonsäure,
Smp. 194-196°, [alri = -123°, reagierte. Diese
Säure wurde in alkalischer Lösung katalytisch hydriert und lieferte nach Ansäuern 3ß-Hydroxy-D-homo-21,24-dinor-17aachola-5,20-dien-23,17a-lacton,
Smp. 205-207°, [a]D = -43°.
Katalytische Hydrierung mit Pd/C in Aethanol führte schliesslich zu 3ß-Hydroxy-D-homo-21,24-dinor-17aa-chol-5-en-23,17alacton,
Smp. 240-243°, [a]D = -99° (c = 0,1 in Dioxan).
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Eine Lösung von 4,0g 3-0xo-D-homo-21,24-dinor-17aachol-4-en-23,17a-lacton
in 200 ml Dioxan, welches 6,5# HCl enthielt, wurde innerhalb-von 3 Minuten mit einer Lösung von 3,1 g
2,3-Dichlor-5,6-dicyano-benzochinon in 50 ml Dioxan, das
6,5% HCl enthielt, versetzt. Die Mischung wurde dann 7 Minuten bei
Raumtemperatur gerührt, mit 50 g NaHCO, versetzt, .weitere 30 Minuten bei Raumtemperatur gerührt und anschliessend
30 Minuten unter Rückfluss erhitzt. Das Gemisch wurde abgekühlt, der Niederschlag abfiltriert und das
Filtrat durch 100 g Alox II filtriert, wobei zum Schluss noch mit Aethylacetat eluiert wurde. Die vereinigten Filtrate
wurden im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wurde auf 200 g Silicagel chromatographiert. Mit Methylenchlorid/Aoeton (97:3)
wurde reines 3-Oxo-D-homo-21,24-dinor-17aα-chola-4,6-dien-23,17a-lacton,
Smp. 242-244°, isoliert; ε284 = 2720°» C^D = +25° ^C = Ofl in Dioxan)·
Mit Methylenchlorid/Aceton (9il) wurde schliesslich 3-0xo-D-homo-21,24-dinor-17aa-chola-l,4,6-trien-23,17a-lact
on vom Smp. 179-180° eluiert;
Z222 = 11600, ε255 = 9300, ε298 = 12500, [α]^5 = +15°
(c = 0,1 in Dioxan).
Eine Lösung von 0,50 g 3-0xo-19-nor-D-homo-21,24-dinor-17aa-chol-5(lO)-en-23,17a-lacton
in 50 ml Dioxan, welches 2fo HCl enthielt, wurde 2 Stunden bei Raumtemperatur gehalten.
Zur Aufarbeitung wurde auf Eiswasser gegossen und mit Methylenchlorid extrahiert. Der Extrakt wurde mit Wasser neutralgewaschen,
mit Na2SO. getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der
Rückstand lieferte nach Umkristallisation aus Aceton/Hexan
reines 3-0xo-19-nor-D-homo-21,24-dinor-17aa-chol-4-en-23,17a-
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lacton; ε240 = 16800.
Das Ausgangsmaterial wurde wie folgt 'hergestellt:
D-Homo-östron-methylather wurde nach Birch reduziert
und anschliessend nach Pfitzner-Moffatt zu 3-Methoxy-D-homoöstra-2,5(10)-dien-r7a-on
oxydiert. Aethinylierung mit Kaliumacetylid führte zu 17aa-Aethinyl-17-hydroxy-;5-methoxy-D-homo-östra-2,5(10)-dien,
welches über die entsprechende Lithiumverbindung mit CO2 zu 17aß-Hydroxy-3-methoxy-19-nor-D-homo-pregna-2,5(10)-dien-20a-yn-21-carbonsäure
umgesetzt wurde. Partielle katalytische Hydrierung In alkalischer Lösung
und anschliessende Behandlung mit Oxalsäure in Dioxan lieferte 3-0xo-19-nor-D-homo-21,2 4-dinor-17aa-chola-5(10),20-dien-23,17a-lacton,
welches durch selektive katalytische Hydrierung in 3-0xo-19-nor-D-homo-21,24-dinor-17aa-chol-5(10)-en-23,17alacton
überging.
Eine Lösung von 1,0 g 3-0xo-D-homo-21,24-dinor-17aoc~
chola-4,6-dien-23,17a-lacton in 6 ml Thioeasigsäure wurde
3 Stunden bei Raumtemperatur gehalten. Das Reaktionsgemisch wurde auf Eiswasser gegossen und mit Aether extrahiert. Der
Aetherextrakt wurde mit verd. NaOH und Wasser gewaschen, mit
Na_SO getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der Rückstand
wurde über Silicagel ehromatographiert. Die Aether/Hexan
(Itl)-Eluate lieferten reines 7a-Acetylthio-3-oxo-D-homo-21,24-dinor-17aa-chol-4-en-23,17a-lacton,
Smp. 193-195° (Methanol), ε^6 = 1900, [α]^5 = -26° (c s= 0,1 in Dioxan).
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_ 12 _
1.4 g 3ß-Hydroxy-D-homo-21,24-dinor-17a<z-chol-5-en-23,17a-lacton,
1,8 g LiBr und 1,8 g Li2GO, wurden in 30 ml
Dimethylformamid auf 80° erwärmt und innerhalb von 45 Min. mit
einer Lösung von 1,32 g Brom in 9,2 ml Dioxan versetzt. Anschliessend wurde noch 2 Stunden auf 80° erwärmt. Die Reaktionsmischung wurde auf Wasser gegossen und mit Essigsäure angesäuert.
Der Niederschlag wurde abfiltriert und zweimal aus Aceton/Hexan umkristallisiert. Es wurde reines 3-0xo-D-homo-21,24-dinor-17aa-chola-4,6-dien-23,17a-lacton
vom Smp. 242-244° erhalten.
1.5 g 3-Oxo-D-homo-21,24-dinor-17aα-chola-4,6-dien-23,17a-lacton
wurden in 50 ml Tetrahydrofuran, das 2°/00 HCl
enthielt, gelöst. Diese Lösung wurde mit 1,2 g DDQ versetzt und 16 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Uebliche Aufarbeitung
lieferte ein Produkt, das nach Umkristallisation aus Aceton/Hexan reines 3-0xo-D-homo-21,24-dinor-17aa-cholal,4,6-trien-23,17a-lacton,
Smp. 179-180°, ergab.
50981 kl 1 1 55
5,0 g 3ß-Hydroxy-D-homo-21,24-dinor-17aa-chola-5,16-dien-23,17a-lacton
wurden in 25 ml Dirnethylsulfoxid und 25 ml
Benzol gelöst. Unter Rühren und Argonbegasung gab man 1,2 ml Pyridin und 0,6 ml Trifluoreseigsäure zu. Dann wurden 7,6 g
N,N1-Dicyclohexylcarbodiimid zugegeben. Es wurde über Nacht bei
Raumtemperatur gerührt. Zur laicht gelblichen Suspension gab man nun eine Mischung von 3,4 g Oxalsäure, 31 ml
Methanol und 350 ml Aether und rührte eine Stunde weiter. Zur Aufarbeitung wurde, mit 400 ml Wasser versetzt, 15 Minuten
gerührt und anschliessend filtriert. Das Piltrat wurde nacheinander mit NaHCO,-Lösung und Wasser gewaschen, mit Na2SO.
getrocknet und im Vakuum eingedampft. Das Rohprodukt wurde in 150 ml Essigsäure und 15 ml 2N Salzsäure gelöst und 1 Stunde
bei Raumtemperatur gehalten. Dann goss man die Reaktionslösung auf Eiswasser, extrahierte mit Methylenchlorid und
wusch die organischen Extrakte mit NapCO--Lösung und Wasser.
Nach Trocknen über Na?S0. wurde das Lösungsmittel im Vakuum
verdampft und der Rückstand aus Aceton/Hexan umkristallisiert. Man erhielt reines 3-Oxo-D-homo-21,24-dinor-17aa-chola-4,16-dien
23,17a-lacton; E340 = 16650, Smp. 218-219°.
Das Ausgangsmaterial wurde wie folgt hergestellt:
3ß-Acetoxy-D-homo-androst-5-en-17a-on wurde mit CuBr?
bromiert und durch anschliessende Behandlung mit Calciumcarbonat
in Dimethylacetamid und Acetylierung mit Acetanhydrid-Pyridin in 3ß-Acetoxy-D-homo-androsta-5,l6-dien-17a-on umgewandelt.
Diese Verbindung wurde mittels 3ß-Aethylendioxy-n-propylmagnesiumbromid
und nachfolgender Acetylierung zum 3ß-Acetoxy-17aa-(3',3')-aethylendioxa-propyl)-17a-hydroxy-D-homo-androst-5-en
umgesetzt. Saure Verseifung dieses Aethylenketals, Oxydation nach Jones, Verseifung der 3ß-Acetoxygruppe mit
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K CCL und anschliessende Behandlung mit Säure führte zum
3ß-Hydroxy-D-homo-21,24-dinor-17aoc-chola-5, l6-dien-23,17alacton.
In zu Beispiel 5 analoger Weise wurde aus 3ß-Hydroxy-D-homo-21,24-dinor-17aa-chola-5,l6-dien-23,17a-lacton
das 3-Oxo-D-homo-21,24-dinor-17aa-chola-4,6
,l6-trien~-23,27a-lacton erhalten,
Smp. 214-214,50.
In zu Beispiel 4 analoger Weise wurde aus 3-0xo-D-homo-21,24-dinor-17aa-chola»4,6,l6-trien-23,17a-lacton
das 7a-Acetylthio —3-0X0-21,24-dinor-17aa-chola-4,l6~dien-23,17alacton
erhalten. Smp. 143-145° (aue Aceton-Isopropylather);
[o]D = -28° (Dioxan).
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Claims (17)
- Patentansprüche.1. Verfahren zur Herstellung von D-Homosteroiden derFormelworin die gestrichelten Bindungen in 1,2-, 6,7- und 16,17-Stellung fakultativ sind, R Wasserstoff oder Methyl, falls eine Doppelbindung in 1,2-Stellung vorliegt aber nur7
Methyl, und R Wasserstoff oder, falls die 6,7-Steilung gesättigt ist, auch Mercapto,Acylthio oder Alkylthio darstellen, dadurch gekennzeichnet, dass mana) die 3-Hydroxy- Δ -Gruppierung in einem D-Homosteroid der FormelII,10worin R " die genannte Bedeutung hat, 3-Keto-Δ ' - oder, sofern ] stellt, auch zur 3-Keto-A, ' ' -Gruppierung oxydiert, oderzur 3-Keto-^A-, 3-Keto- Δ4> - oder, sofern R10 Methyl dar-5098 U/ 1 1 5 5ein D-Homo8teroid der FormelIIIworin R die genannte Bedeutung hat,in 1,2- und/oder 6,7-Stellung dehydriert, in 1,2-Stellung aber nur, wenn R Methyl ist, oderc) die 5,10-Doppelbindung in einem D-Homosteroid der FormelIVin die 4,5-Steilung isomerisiert, oder d) ein D-Homosteroid der Formel5098U/1 155• - 17 -worin R10 die genannte Bedeutung hat,mit einer Verbindung R7-H,worin R die genannte Bedeutung hat, umsetzt und gegebenenfalls in 1,3-Stellung dehydriert. - 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel II, in der R Methyl darstellt, zu einer 3-Keto-a- oder 3-Keto-<CT' -Verbindung oxydiert. .
- 3. Verfahren nach Anspruch Ί, dadurch gekennzeichnt, dass man eine 6,7-gesättigte Verbindung" der Formel III, in der R Methyl darstellt,in 6,7-Stellung dehydriert.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, m eine Verbindung der Forme!
stellt, mit Thioessigsäure umsetzt.dass man eine Verbindung der Formel V, in der R Methyl dar-509814/1155 - 5 . Verfahren zur Herstellung von pharmazeutischer, Präparaten, dadurch gekennzeichnet, dass man ein D-Homosteroid der Formelworin die gestrichelten Bindungen in 1,2-, 6,7- und 16,17-Stellung fakultativ aind, R Wasserstoff oder Methyl, falls eine Doppelbindung in 1,2-Stellung vorliegt aber nur Methyl, und R Wasserstoff oder, falls die 6,7-Stellung gesättigt ist, auch Mercapto, Acylthio oder Alkylthio darstellen, mit zur therapeutischen Verabreichung geeigneten, nichttoxischen, inerten, an sich in solchen Präparaten üblichen festen und/oder flüssigen Trägern vermischt.5098U/1 155
- 6. Pharmazeutische Präparate auf der Basis von D-Homosteroiden der Formelworin die gestrichelten Bindungen in 1,2-, 6,7- und 16,17-Stellung fakultativ sind, R Wasserstoff oder Methyl, falls eine Doppelbindung in 1,2-Stellung vorliegt aber nur Methyl, und R' Wasserstoff oder, falls die 6,7-Stellung gesättigt ist, auch Mercapto, Acylthio oder Alkylthio darstellen.
- 7. D-Homosteroide der Formelworin die gestrichelten Bindungen in.1,2-, 6,7- und 16,17-Steilung fakultativ sind,509814/1155R Wasserstoff oder Methyl, falls eine Doppelbindung in 1,2-Stellung vorliegt aber nur Methyl, und R' Wasserstoff oder, falls die 6,7-Stellung. gesättigt ist, auch Mercapto, AcyltMo oder Alkylthio darstellen.
- 8. D-Homosteroide gemäss Anspruch 7, wobei in der Formel I R10 Methyl darstellt.
- 9. D-Homosteroide gemäss Anspruch 8, in denen die 1,2-Stellung gesättigt und die 16;17-Stellung ungesättigt ist.
- 10. 3-0xo-D-homo-21,24-dinor-17aoc-chol-4-eri-23,17a-lacton.
- 11. S-Oxo-D-homo^l^-dinor-r/aa-choTa-A, 6-dien-23,17a-lacton.
- 12. 3-Oxo-19-nor-D-homo-21,24-dinor-17a<x-chol-4-en-23,17alacton.
- 13. 7a-Acetylthio-3-oxo-D-homo-21,24-dinor-17aa-chol-4-en-23f17a-lacton.
- 14. 3-0xo-D-homo-21,24-dinor-17aa-chola-l,4,6-trien-23,17alacton.
- 15. 3-0xo-D-homo-21,24-dinor-17aa-chola-4,l6-dien-23,17alacton.
- 16. 7a-Acetylthio-3-oxo-21,24-dinor-17aa-chola-4,16-dien-23,17a-lacton.
- 17. 3-0xo-D-homo-21,24-dinor-17aa-chola-4,6,16-trien-23,17alacton.5098U/1155
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