DE244426C - - Google Patents
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
- F02B57/00—Internal-combustion aspects of rotary engines in which the combusted gases displace one or more reciprocating pistons
- F02B57/08—Engines with star-shaped cylinder arrangements
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 244426 KLASSE 46 a. GRUPPE
Explosionskraftmaschine mit kreisenden Zylindern.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Explosionskraftmaschine mit kreisenden Zylindern.
Der Zweck der Erfindung ist, eine Maschine dieser Art zu schaffen, welche einfach in der
Konstruktion ist und welche eine maximale Leistung bei verhältnismäßig kurzem Kolbenhub
hervorbringt. Die Maschine gemäß der Erfindung besteht aus einer Anzahl von zusammenhängenden
Teilen, welche jederzeit zueinander
ίο ausbalanziert sind und welche derart ausgebildet
sind, daß die Expansionskammer kleiner . ist, als das durch den Kolbenhub bestimmte
Volumen. Ferner wird bei der neuen Maschine ein größeres Volumengemisch angesaugt als bei
den bekannten Maschinen, bei denen nur der Kolben zum Ansaugen des Gemisches dient.
Gemäß der Erfindung bewegt sich in einem äußeren Zylinder ein zweiter innerer Zylinder,
und ist der innere Zylinder mit der Kurbelwelle so verbunden, daß er sich im äußeren Zylinder
mit einer geringeren Geschwindigkeit, als der Kolben vorwärtsbewegt, und die Kurbel sich in
demselben Sinne und zweimal so schnell dreht als die Zylinder.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Maschine gemäß der Erfindung veranschaulichen
die Zeichnungen.
Fig. .1 ist ein horizontaler Längsschnitt durch die neue Maschine. Fig. 2 ist ein Schnitt nach
der Linie 2-2 der Fig. 1. Fig. 3 zeigt einen Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig.-i. Fig. 4
veranschaulicht einen Schnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 1 in einem größeren Maßstabe. Fig. 5
ist eine schaubildliche Ansicht von vier zusammenarbeitenden Kolben. Fig. 6 ist eine Seitenansicht
der ganzen Maschine, teilweise im Schnitt und in einem kleineren Maßstabe. Fig. 7 ist
ein Schnitt nach der Linie 7-7 der Fig. 1. Die Fig. 8 und 9 sind gleiche Schnitte wie die Fig. 2
und veranschaulichen zwei andere Lagen der Zylinder und Kolben. Die Fig. 10 und 11 sind
gleiche Schnitte wie die Fig. 8 und 9 und zeigen die einzelnen Teile nach weiteren zwei Vierteldrehungen.
Die beweglichen Teile der rotierenden Maschine sind auf einem Träger 1 angeordnet,
welche an den gegenüberliegenden Seiten mit den verbreiterten Teilen 2 versehen ist, in
welchen die Lager 3 für die Zylinder angebracht sind, welche Lager entweder einen Teil des
Maschinengestelles bzw. Trägers 1 bilden oder an diesem letzteren starr befestigt sein können.
Diese Lager 3 sind mit seitlichen Luftkanälen 4 versehen, um eine freie Zirkulation der Luft durch
das Kurbelgehäuse zu ermöglichen. An dem einen Ende ist das Gestell bzw. der Rahmen 1
mit einem Stutzen 5 zur Verbindung mit dem Karburator oder einer anderen geeigneten
Quelle für den gasförmigen Brennstoff versehen. Das Gestell 1 besitzt Kanäle 6, welche von dem
Stutzen 5 aus nach entgegengesetzten Richtungen abzweigen und in segmentartige, in den
Teilen 2 angeordnete Kammern 7 münden (Fig. ι und 4).
Die Maschine kann mit mehreren Zylindern ausgerüstet sein, welche so angeordnet sind,
daß sie sich gegenseitig ausbalanzieren. Selbstverständlich können zwei, vier oder mehrere
Zylinder . vorgesehen sein. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind vier äußere A, B, C, D
vorgesehen, welche rechtwinklig zueinander angeordnet sind, und von denen je ein Paar in
derselben Längsrichtung liegt (s. Fig. 6). Die Zylinder sind zwecks gleichzeitiger Rotation
durch ein zweiteiliges Gehäuse miteinander verbunden. Der eine Teil des Gehäuses 8 ist in
Fig. ι veranschaulicht. Dieses Gehäuse ist an den gegenüberliegenden Seiten mit ringförmigen
Flanschen 8a versehen, durch welche das Öffnen und Schließen der Kammern geregelt wird,
wenn die Zylinder rotieren. Diese Flanschen
ίο stützen sich gegen die inneren Flächen der
Teile 2 des Gestelles ι (s. Fig. i). Die sämtlichen
äußeren Zylinder A, B, C und D sind mit einem Brennstoffzuführungskanal 9 versehen
(Fig. 1, 4 und 6). Diese Kanäle führen von den Flanschen 8a nach auswärts zu den
Einlaßöffnungen 10 (Fig. 1 und 4). Jeder äußere Zylinder ist ferner mit einer Reihe von Auslaß-Öffnungen
11 versehen, welche in Bezug auf die Einlaßöffnungen 10 etwas versetzt angeordnet
sind und mit Auslaßkanälen 12 in Verbindung stehen. Diese Auslaßkanäle 12 werden durch
Röhren gebildet, welche mit den äußeren Zylindern verbunden und mit einem nach rückwärts
ragenden Ende versehen sind, um das Aussaugen der verbrauchten Gase dieser Zylinder
zu unterstützen, wenn diese rotieren.
Die sämtlichen äußeren Zylinder enthalten innere Zylinder A1, B1, C1 und D1. Diese inneren
Zylinder sind so angeordnet, um in ihren zugehörigen äußeren Zylindern eine geradlinige
Hin- und Herbewegung auszuführen. Diese inneren Zylinder enthalten Arbeitskolben A",
B", C" und D", deren Stangen unmittelbar mit den Kurbelzapfen 13 einer Kurbelwelle 14
verbunden sind. Die Kurbeln dieser Wellen sind zueinander um 180 ° versetzt, und die
Welle 14 ist in dem Lager 3 exzentrisch angeordnet. Die Exzentrizität dieses Lagers 3 für
die äußeren Zylinder und die Kurbelwelle ist genau gleich dem Kurbelradius.
. Da die Kolbenstange im Kolben befestigt ist, müssen sich Kolben und Zylinder in derselben
Richtung drehen. Wie aus den Fig. 8 und 10 ersichtlich ist, hat nach einer Drehung
der Zylinder um 90 ° die Kurbelwelle sich um 180° gedreht. . Es dreht sich also die Kurbelwelle
bei einer Umdrehung der Zylinder zweimal. Jeder innere Zylinder ist an seinem äußeren
Ende mit einem Zündstift 15 versehen, welcher nach der Vollendung der Auswärtsbewegung
des inneren Zylinders mit einem Kontaktstück 16 in Berührung kommt, um den Zündstrom
zu schließen. An den äußeren Enden der inneren Zylinder sind ferner selbständig wirkende
Ventile 17 vorgesehen, durch welche die Verbindung zwischen dem Innenraum der inneren
Zylinder und dem Innenraum der äußeren Zylinder geregelt wird.
Um die notwendige Bewegung der inneren Zylinder in den äußeren Zylindern zu erzielen,
sind die inneren Zylinder eines in gleicher Richtung liegenden Paares durch ein Joch 18 verbunden,
welches an den gegenüberliegenden Enden der inneren Zylinder angeordnet ist.
Diese Joche bilden Führungen für Kreuzköpfe oder Blöcke 19, welche an der Kurbelwelle 14
angebracht sind (s. Fig. 1, 2 und 3). Durch diese Blöcke 19 werden die inneren Zylinder
gedreht. Am Ende eines Kolbenhubes hat sich der Kolben genau um dieselbe Strecke in Bezug
auf den Deckel des inneren Zylinders bewegt, wie der Deckel des letzteren in Bezug auf den
Deckel des äußeren Zylinders, und zwar in diese Strecke genau gleich der Hubgröße. Die
Exzentrizität der Lager für die äußeren Zylinder und für die inneren Zylinder wirkt wie eine
Kurbel, und durch diese Wirkung wird die Bewegung der inneren Zylinder in den äußeren
Zylindern bedingt.
Die Fig. 8 zeigt den Beginn des Hubes des Kolbens und inneren Zylinders im Zylinder C
und das Ende des Hubes des Kolbens und inneren Zylinders im Zylinder D. Fig. 9 zeigt
eine Vorwärtsbewegung des äußeren Zylinders C um 45 ° und eine Vorwärtsbewegung der Kurbelwelle
um 90 °. Fig. 2 bzw. Fig. 10 veranschaulichen den Zylinder C um 90 ° und die Kurbelwelle
um 180 ° vorgerückt, wobei die im äußeren Zylinder D komprimierte Ladung in den inneren
Zylinder D1 eingeführt wird, während im Zylinder C die Ladung entzündet worden ist und
mit ihrer Expansion arbeitet. Die Fig. 11 veranschaulicht die Lage der Zylinder nach einer
weiteren Vierteldrehung in Bezug auf die Lage gemäß der Fig. 10.
Die inneren Zylinder wirken ähnlich wie die Kolben von Hebepumpen. Diese inneren Zylinder
ziehen die frische Ladung ein, bewirken aber nicht eine Kompression. Die Kompression
findet zwischen dem Kolben und dem Deckel des äußeren Zylinders statt. Die Ladung tritt
durch das Ventil in den inneren Zylinder, wenn sich der Deckel des inneren Zylinders dem
Deckel des äußeren Zylinders nähert. Alsdann wird die Ladung entzündet, so daß der Kolben
nach vorwärts bewegt wird (Fig. 9). Gleichzeitig bewegt sich auch der innere Zylinder
nach vorwärts, wobei das Ventil sich schließt, so daß die Expansion der entzündeten Ladung
zwischen dem Kolben und dem Deckel des inneren Zylinders zur Wirkung kommt (Fig. 9
bis 11). Gleichzeitig wird zwischen dem Deckel des inneren Zylinders und des äußeren Zylinders
ein teilweises Vakuum erzeugt, welches alsdann zum Einsaugen einer frischen Ladung dient,
die in den Raum zwischen den Deckeln des inneren und äußeren Zylinders tritt. Bei der
entgegengesetzten Bewegung der Kolben und des inneren Zylinders wird das Ventil durch
die frische Ladung wieder geöffnet, worauf eine Kompression der Ladung zwischen dem Kolben
und dem Deckel des äußeren Zylinders statt-
findet. Diese Wirkungsweise soll nachstehend mit Rücksicht auf die Zylinder A, B, A1 und B1
erklärt werden.
In dem äußeren Zylinder A (Fig. i) ist die Ladung komprimiert, und wird die Ladung
gerade entzündet. Zur gleichen Zeit wird durch den Kanal 9 eine frische Ladung in den äußeren
Zylinder B und hinter das äußere Ende des inneren Zylinders B1 geführt. Wenn die Ladung
in dem inneren Zylinder A1 entzündet wird, wird der Kolben A" in dem inneren Zylinder
A1 nach vorwärts gehen, während sich dieser Zylinder A1 gleichzeitig selbst nach vorwärts
bewegt. Wenn der Kolben A" bei dieser Vorwärtsbewegung eine Stelle nach der Hilfsauslaß
Öffnung 11« erreicht hat, werden die Auslaßöffnungen
11 mit den Auslaßkanälen 12 zusammentreffen,
worauf die verbrauchten Gase ausgelassen werden. Gleichzeitig bei dieser Vorwärtsbewegung des Kolbens A" und des
inneren Zylinders A1 wird in dem äußeren Zylinder ein teilweises Vakuum erreicht. Wenn
nun bei der weiteren Drehung der Teile der Zuführungskanal 9 erreicht wird, bewirkt das
teilweise Vakuum ein Einsaugen einer frischen Ladung .durch diesen Kanal 9, und diese Ladung
wird so lange eingelassen, bis die Rückwärtsbewegung des inneren Zylinders A x die Öffnung
10 des äußeren Zylinders A abschließt.
Hierauf wird bei der Rückwärtsbewegung des inneren Zylinders A1 und des Kolbens A" die
eingelassene Ladung das Ventil 17 selbsttätig öffnen und in den inneren Zylinder A1 eintreten.
Die Ladung wird nun zwischen dem äußeren Ende bzw. dem Deckel des äußeren Zylinders A
und dem Kolben A" komprimiert. Zur gleichen Zeit sind die Auslaß Öffnungen 11 abgeschlossen
worden, und die Ladung wird nun, nachdem sie vollkommen komprimiert ist, entzündet.
Bei der rotierenden Kraftmaschine mit innerer Verbrennung gemäß der Erfindung sind die
sich drehenden Teile gegenseitig ausbalanziert. Da die Kolben doppelt und in der gleichen
Richtung bei jedem zusammenarbeitenden Paar angeordnet sind und mit ihren Stangen unmittelbar
an den Zapfen der Kurbelwelle angeordnet sind, werden Kurbelstangen entbehrlich.
Die Kolben arbeiten in den inneren Zylindern, welche ihrerseits in den äußeren Zylindern sich
in der gleichen Richtung mit den Kolben, aber mit einer geringeren Geschwindigkeit wie diese
bewegen, wodurch die Reibung der Kolben wesentlich vermindert wird. Ein Hauptvorteil
dieser Anordnung besteht darin, daß die explosive Mischung die Kolben und durch diese die
Welle antreibt, wobei die Expansionskammer kleiner ist als das durch den Kolbenhub bestimmte
Volumen, und zwar infolge der nachfolgenden Bewegung der inneren Zylinder, wenn die Kolben sich nach vorwärts bewegen. Umgekehrt
kann der Betrag der explosiven Mischung, welche in den inneren Zylindern aufgenommen
wird, gewünschtenfalls mehrere Male größer sein als das durch den Kolbenhub bestimmte
Volumen. Da jede Explosion die Kurbelwelle während einer vollständigen Umdrehung
antreibt, ausgenommen während jenes Teiles des Hubes, in welchem die Auslaßöffnungen
freigelegt sind, so ist erklärlich, daß mit einer doppelten Kurbelwelle und mit vier Zylindern
die Welle durch zwei Explosionen ununterbrochen und gleichförmig angetrieben wird, ohne daß irgend ein Geräusch oder eine
übermäßige Reibung entsteht, und ohne daß eine Ausbalanzierung oder ein Schwungrad
notwendig ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Explosionskraftmaschine mit kreisenden Zylindern, dadurch gekennzeichnet, daß in dem äußeren Zylinder ein zweiter innerer Zylinder sich bewegt, und dieser innere Zylinder mit der Kurbelwelle so verbunden ist, daß er sich im äußeren Zylinder mit einer geringeren Geschwindigkeit als der Kolben vorwärtsbewegt, und die Kurbel sich in demselben Sinne und zweimal so schnell dreht als die Zylinder.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE244426C true DE244426C (de) |
Family
ID=503466
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT244426D Active DE244426C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE244426C (de) |
-
0
- DE DENDAT244426D patent/DE244426C/de active Active
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