DE2444058C3 - Einrichtung in einem witterungsabhängigen Vorlauftemperaturregler einer Heizungsanlage zur Anpassung von Reglerkennlinien an Heizkurven - Google Patents
Einrichtung in einem witterungsabhängigen Vorlauftemperaturregler einer Heizungsanlage zur Anpassung von Reglerkennlinien an HeizkurvenInfo
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Description
45
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung in einem witterungsabhängigen Vorlauftemperaturregler einer
Heizungsanlage zur Anpassung der Reglerkennlinien des Vorlauftemperaturreglers an gegebene Heizkurven,
mit zwei Einstellgliedern, die zusammen mit einem Außentemperaturfühler und einem Vorlauftemperaturfühler
in eine Brückenschaltung eingeschaltet sind, wobei mit dem einen Einstellglied eine Parallelverschiebung
der Reglerkennlinien erzeugbar und mit dem anderen Einstellglied die Steilheit der Reglerkennlinien
änderbar ist
Die Heizkurven sind abhängig von der Heizanlage, der Ausbildung des Gebäudes und der Klimazone, in
welcher das Gebäude steht. Im Koordinatensystem aufgezeichnet, schneiden sich die Heizkurven in einem
Punkt. In diesem Punkt ist die Außentemperatur gleich der Sollwerttemperatur des Raumes, und folglich auch
die zugehörige Vorlauftemperatur. In der Nähe dieses Punktes weisen die Heizkurven eine je nach Anlage
unterschiedlich gekrümmte Form auf, währenddem sie in von diesem Bereich entfernten Bereichen flach
ausgebildet sind. Diese vom genannten Punkt entfernten Bereiche sind bezüglich der Temperaturen diejenigen,
bei welchen geheizt wird. Aus diesem Grande wird
allgemein die Heizkurve durch eine Gerade angenähert und demgemäß behandelt (Heizgerade). Diese Geraden
schneiden sich in einem Punkt, welcher nicht mit dem vorerwähnten Schnittpunkt der Kurven zusammenfällt
Bekannte Heizungsregler, wie sie z.B. aus der Literaturstelle IKZ 1973, Seiten 56 bis 70, bekannt sind,
weisen allgemein mindestens zwei Einstellglieder auf, mittels welcher die Kennlinien der Regler in bestmögliche
Übereinstimmung mit der Heizgeraden gebracht werden. Dabei ist einerseits die Kennlinien-Steigung,
auch »Steilheit« genannt, beeinflußbar und andererseits eine Parallelverschiebung der Kennlinie erzeugbar.
Die Entscheidung, mittels welchem der Einstellglieder die richtige Anpassung der Reglerkennlinie vorzunehmen
ist, ist für einen Nichtfachmann schwierig und führt häufig zu Fehleinstellungen.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, unter Beseitigung der geschilderten Nachteile der
bekannten Einrichtungen eine Einrichtung der eingangs angegebenen Art zu schaffen, mit deren Hilfe die
Entscheidung über die Wahl der Einstellglieder für die richtige Anpassung auf einfache Weise getroffen und
unter einfacher Bedienung in der Einrichtung vorgenommen werden kann, wobei Fehler in der Einstellung
weitgehend vermieden werden sollen.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung gelöst durch die im Anspruch 1 angegebenen Maßnahmen. Hierbei
kann ciie Kennzeichnung entweder durch einfache optische Anzeige oder auch durch mechanisches
Blockieren eines der beiden Einstellglieder oder durch wechselweises Kuppeln des jeweils zweckmäßigeren
Einstellgliedes mit einem einzigen Betätigungsglied erfolgen, wodurch als zusätzlicher Vorteil eine extrem
einfache Bedienung resultiert und Fehler praktisch ausgeschlossen werden.
Weitere vorteilhafte Merkmale und vorteilhafte Wirkungen der Erfindung ergeben sich aus den
Patentansprüchen.
. In der nachfolgenden Erläuterung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt Es zeigt
F i g. 1 ein Diagramm, in welchem die Heizkurven und
zugehörigen Reglerkennlinien zweier Heizanlagen A und β aufgezeigt sind,
F i g. 2 ein Diagramm, in welchem zwei Heizkurven c und d mit gleichem Auslegungspunkt und Sollwert
aufgezeigt sind, die bedingt durch unterschiedliche Kennwerte der Heizkörper verschieden gekrümmt
verlaufen,
Fig.3 ein Diagramm, in welchem mögliche falsche
Lagen der Reglerkennlinie eingezeichnet sind,
F i g. 4 ein Ausführungsbeispiel eines konventionellen Schaltkreises,
F i g. 5 einen erfindungsgemäß abgeänderten Schaltkreis ausgehend von der F i g. 4 und
F i g. 6 und 7 einen weiteren abgeänderten Schaltkreis ausgehend von der F i g. 4.
In Fig. 1 sind die Heizkurven a und b sowie die zugehörigen Reglerkennlinien a' und b' zweier unterschiedlicher
Heizanlagen aufgezeigt Die Heizkurve a ist einer Heizanlage A für ein wärmeres Klima
zugeordnet, welche eine Reglerkennlinie a' erfordert, gemäß welcher eine Außentemperatur von -80C nie
unterschritten wird (entspricht »Klimazone — 8°«), wogegen die Heizkurve b einer Heizanlage B einer
»Klimazone —20°« zugeordnet ist, welche eine
Reglerkennlinie b' erfordert, und gemäß welcher eine
Außentemperatur von -200C nie unterschritten wird.
Es ist zu bemerken, daß diese Kurven nur das Verhältnis Außentemperatur/Vorlauftemperatur aufzeigen, aber
den Mengenfluß des Heizmediums und somit die übertragene totale Wärmemenge nicht umfassen. Die
zur jeweils tiefsten Außentemperatur umiD gehörige
max. erforderliche Vorlauf temperatur tHvnux einer
Heizanlage ist vor allem durch die relative Bemessung der Heizfläche pro beheiztem Rauminhalt gegeben.
Diese Heizkurven schneiden sich im Punkt
Shk,
in
welchem die Außentemperatur den Sollwert der Raumtemperatur erreicht und folglich auch der
zugehörigen Vorlauftemperatur entspricht
In der F i g. 1 ist ferner die Heizgrenze C aufgezeigt,
d. h. diejenige höchste Außentemperatur, bei der noch
geheizt werden muß. Bei höheren Außentemperaturen ist ein Heizen in der Regel nicht mehr notwendig.
Entsprechend ist offensichtlich, daß der Bereich der Heizkurve (a, b), welcher oberhalb der Heizgrenze C
liegt, bezüglich der Regulierung der Heizung gegen
standslos ist Da dieser Bereich den kleinsten Krümmungshalbmesser der Heizkurve (a, b) aufweist, ist es
offensichtlich, daß ausschließlich der flachere Teil der Heizkurve (a, b) verwendbar ist und daher die
Heizkurve (a, b) durch eine Gerade (a', b') angenähert
werden kann, wobei diese Gerade die Keglerkennlinie (a', b')des Heizungsreglers bildet
Ist nun eine Heizungsanlage mit ihrem Regler in einem Neubau eingebaut, fällt die bei Inbetriebnahme
eingestellte Reglerkennlinie (a', b') nicht unbedingt mit der erforderlichen Heizgeraden (d. h. vereinfachten
Heizkurve) zusammen, da die Bezugswerte (Gebäudeeigenschaften, notwendige Radiatorenfläche) größtenteils
nicht genau berechnet werden.
Daher weicht die Lage der Reglerkennlin'e von der Lage der erforderlichen Heizgeraden ab und muß durch
Betätigen der vorerwähnten Einstellglieder korrigiert werden. Für die Entscheidung, welches der Einstellglieder
zweckmäßiger zur Korrektur verwendet werden soll, ist zu berücksichtigen, daß der Fehler aus einer
falsch eingestellten Steilheit der Kennlinie um so kleiner wird, je näher die momentane Außentemperatur beim
Kennlinien-Schnittpunkt ist, d. h., je höher die Außentemperatur ist.
Andererseits ist der Fehler eines falschen Kennlinienniveaus konstant und spielt gegenüber dem allfälligen,
aus falsch eingestellter Steilheit herrührenden Fehler eine um so kleinere Rolle, je weiter die momentane
Außentemperatur vom Kennlinienschnittpunkt entfernt ist, d. h, je tiefer die Außentemperatur ist.
Sind nun die bei einer erstmaligen Inbetriebnahme einer Heizanlage am häufigsten vorkommenden Fehler,
welche Erfahrungswerte sind, der Grundeinstellung bekannt, ist für jede Heizkurve abhängig vom
zugehörigen Klimabereich eine Außentemperatur Iae
(nach Fig.3) bestimmbar, oberhalb welcher die Ursache einer Sollwertabweichung mit größerer Wahrscheinlichkeit
eine Fehllage des Kennlinien-Niveaus ist, während bei tieferen Außentemperaturen der Fehler
überwiegend in der Steilheit der Kennlinie liegt.
Eine dieser Außentemperatur tAß welche auch ein
Erfahrungswert sein kann, äquivalente Größe wird nun erfindungsgemäß aus dem Regelkreis abgeleitet und als
Entscheidungskriterium für die Wahl des zur Korrektur zweckmäßigeren Einstellgliedes benutzt.
Die am häufigsten vorkommenden Abweichungen der bei Inbetriebnahme eingestellten von der benötigten Lage der Reglerkennlinie sind abschätzbare
Erfahrungswerte. Entsprechend ist für jede Heizkurve eine Außentemperatur definierbar, wobei für bezüglich
ihr höhere Temperaturen zur Korrektur eine Parallel verschiebung und für bezüglich ihr tiefere Temperatu
ren eine Steilheitskorrektur mit größerer Wahrscheinlichkeit zum Erfolg führt
Unterschiedliche Heizanordnung (Gebäudeeigenschaften, Radiatoren/Konvektoren) haben z. B. einen
ίο nahezu gleichbleibenden Fehler bezüglich der Lage der
Heizkurven zur Folge. Daher muß, wie in F i g. 2 (weiche unterschiedliche Heizkurven mit gleichem Auslegungspunkt und Sollwert zeigt) aufgezeigt, zwecks Anpassung
der Reglerkennlinie eine Parallelverschiebung vorge- nommen werden.
Da nun beide Fehler meist gleichzeitig vorhanden sind, ist es offensichtlich, daß es nicht einfach ist zu
entscheiden, ob eine notwendige Korrektur jeweils mittels Parallelverschiebungen oder Steilheitsänderungen
vorzunehmen ist, um als Endziel eine optimale Übereinstimmung zwischen Reglerkennlinie und erforderlicher
Heizgeraden zu erreichen. Bei Wahl des falschen Einstellelements würde die gewünschte Raumtemperatur
bei momentan herrschender Außentemperatur zwar auch erzielt, jedoch bei anderen Außentemperaturen
die Abweichungen noch vergrößert
In Fig.3 ist aufgezeigt, wie die vorgenannte Außentemperatur tAE, welche dem sogenannten entscheidungspunkt
PE zugeordnet ist, mittels Abschätzen der am häufigsten zu erwartenden Fehler bei der
Grundeinstellung des Reglers abhängig von ihrer Größe und Art bestimmbar ist.
Die in Fig.4 als Beispiel aufgezeigte Brückenschaltung
eines konventionellen Reglers zur außentemperaturabhängigen Regelung der Vorlauftemperatur weist
insgesamt drei parallelgeschaltete, mit Speisespannung beaufschlagte Längsverbindungen 21,22 und 23 auf, von
denen die die Widerstände 1 und 4 enthaltende Längsverbindung 21 die eine Hälfte einer Wheatstonesehen
Brücke bildet, während die andere Brückenhälfte durch die beiden Längsverbindungen 22 und 23 gebildet
ist, welche die Widerstände 3, 10, 12 und 13 enthalten. Der Widerstand 1 stellt hierbei das Einstellglied für die
Parallelverschiebung der Reglerkennlinie dar und ist somit als Potentiometer ausgebildet, die Widerstände 3
und 4 sind temperaturabhängige Widerstände mit gleichsinnigem Temperaturkoeffizienten (beide negativ
oder beide positiv). Der Widerstand 3 fühlt die Außentemperatur, der Widerstand 4 die Vorlauftemperatur
des Heizmediums. An den zwischen den Widerständen 3 und 10 bzw. 12 und 13 befindlichen
Knotenpunkten 42 und 43 ist eine als einstellbarer Spannungsteiler geschaltete Diagonalverbindung 31
angeschlossen, die aus dem als Einstellglied für die
Kennliniensteilheit dienenden Potentiometer 2 und dem Begrenzungswiderstand 11 besteht, welcher die geringstmögliche
Kennliniensteilheit bestimmt. Der Abgriff 44 ist zu dem einen Eingang des Differenzverstärkers
6 geführt, dessen anderer Eingang an dem durch die
ho Verbindung der Widerstände t und 4 gebildeten
Knotenpunkt 41 angeschlossen ist.
Die Wirkungsweise dieser konventionellen Brückenschaltung ist folgende:
Die Brückenwiderstände sind so dimensioniert, daß
fts bei 3leicher, etwa dem Raumtemperatur-Sollwert i« son
(im folgenden kurz Soliwert genannt) entsprechender Temperatur der beiden Fühler 3 und 4 die Potentiale der
Knotenpunkte 41, 42 und 43 identisch sind. Somit ist
auch die dem Verstärker 6 zugeführte Potentialdifferenz für jede Stellung des Steilheits-Einstellgliedes 2
gleich 0, was bedeutet, daß im Koordinatensystem Ihv/i* alle Kennlinien im Punkt Ski mit den Koordinaten
iHv« Ia « ta soil zusammenlaufen (siehe auch F i g. 1).
Sinkt die Außentemperatur tA ab, so tritt durch die
Änderung des Fühlerwiderstandes 3 am Knotenpunkt 42 eine Potentialverschiebung· auf, die in einem der
Stellung des Steilheits-Einstellgliedes 2 entsprechenden Anteil am Abgriff 44 abgenommen und dem Verstärker
6 zugeführt wird. Dieser steuert ein nicht gezeichnetes Stellglied bekannter Bauart in der Weise, daß durch
Anheben der Vorlauftemperatur tHv über den Vorlauffühler
4 das Potential am Knotenpunkt 41 wieder demjenigen am Abgriff 44 angeglichen wird. Eine
sinkende Außentemperatur lA hat daher eine um so
größere Anhebung der Vorlauftemperatur im zur Folge, je weiter links sich der Abgriff des Steilheits-Einstellgliedes
2 in F i g. 4 befindet, d. h, daß jeder Stellung eine bestimmte Kennliniensteilheit entspricht (siehe
Fig. 1, Kennlinien a' und b'). Eine Veränderung des Einstellgliedes I für Parallelverschiebung täuscht
hingegen lediglich eine andere Vorlauftemperatur vor und bewirkt eine Anhebung der Kennlinien in der
Richtung der Ordinate. Mit Hilfe dieser beiden Einstellglieder wird die Anpassung der Reglerkennlinie
an die benötigte, je nach Heizanlage und Klimazone des Standortes unterschiedliche Heizkurve bewerkstelligt.
Bei dieser konventionellen Schaltung kann jedoch aus
der Stellung des Steilheitspotenüometers 2 nicht abgeleitet werden, für welchen Klimabereich die Anlage
vorgesehen ist. Zum Beispiel könnte Kennlinie b' sowohl beispielsweise einer Konvektorheizung -nit
+ 62'C max. Vorlauftemperatur bei -20C AußenKmperatur(=
Klimazone —20) wie auch einer Flächenheizung mit max. +45CC Vorlauftemperatur in einer
Klimazone 0= zugehören.
Erfindungsgemäß wird nun die Funktion des üblichen Steilheitspotentiometers 2 entsprechend F ι g. 5 auf
zwei verschiedene Einstellglieder 2a und 2b verteilt. Ebenso sind zwei Diagonaiverbindungen 31 j. 316
vorgesehen. Befinden sich beide Schieifer im linken Anschlag, so entspricht dies analog der Fig. 4 der
größtmöglichen Kennliniensteilheit. Es sei angenommen, daß hierbei bei einer Außentemperatur f., von 0" C
eine Vorlauftemperatur tm von +110=C geregelt
würde. Für sich betrachtet, ist die Wirkungsweise der beiden Einstellglieder 2a und 2b dieselbe wie diejenige
des Steilheitspotentiometers 2 in F i g. 4.
Dürer Verstellen des Schleifers von 2a nach rechts erhält man daher eine flachere Kennlinie. Die
Skalierung dieses Einstellgliedes erfolgt nun so. daß jeder Stellung diejenige Außentemperatur tA zugeordnet
ist. bei der am Abgriff 45 wiederum dasselbe, einer Vorlauftemperatur von + 1100C entsprechende Potential
vorhanden ist Bei Rechtsanschlag des Schleifers von 2a wäre hierzu z. B. eine Temperatur des Außenfühlers 3
von — 400C erforderlich, bei Mittelstellung etwa
-200C
Die nun zwischen Abgriff 45 und Knotenpunkt 43 vorhandene Potentialdifferenz wird wiederum durch
den Schleifer am Einstellglied 26 so unterteilt, daß jeder Stellung eine entsprechende Vorlauftemperatur tnv
zwischen max. +110cC (Linksanschlag) und min.
= +400C (Rechtsanschlag) zugeordnet werden kann.
Wird z.B. Einstellglied 2a auf »—20°« eingestellt,
Einstellglied 26 gleichzeitig auf »+62°«, so erhält man die Kennlinie b' nach Fig. 1, da erst bei —200C
Außenfühlertemperatur am Abgriff 45 ein einer Vorlaufttmperatur von + 1100C entsprechendes Potential
vorhanden ist, das aber wieder durch die Stellung des Einstellgliedes 26 so geteilt wird, daß nur eine
Vorlauf temperatur von +620C geregelt wird. Dieselbe Kennlinie würde auch erhalten, wenn 2a auf »0°«, 26 auf
» + 45° « eingestellt würde.
Als erster Vorteil ergibt sich dadurch eine leicht verständliche Art der Grundeinstellung der Heizkurve,
ίο da direkt die Koordinaten des Auslegungspunktes der
Heizanlage (max. erforderliche Vorlauftemperatur t uv max bei tiefster, am Standort der Anlage vorkommender
Außentemperatur tA mm entsprechend »Klimazone«)
eingestellt werden können, ohne erst durch Umrechnen
is oder Vergleich mit einem Diagramm des Herstellers
eine einer Polarkoordinate entsprechende Ziffer suchen zu müssen, welche zudem für dieselbe Steilheitseinstellung
je nach Gerätefabrikat verschieden sein kann.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß aus der Stellung des Gliedes 2a eine dem jeweiligen Klimabereich proportionale elektrische Größe abgeleitet werden kann, mit Hilfe derer bei Über- bzw. Unterschreiten jener Außentemperatur, die dem gegebenen Klimabereich entsprechend für die Wahl des Einstellgliedes 1 oder 2b entscheidend ist, das betreffende Glied mittels optischer Anzeige oder mechanisch dem Benutzer der Anlage kenntlich gemacht werden kann. Zweckmäßigerweise wird das Einstellglied 2a (Einstellung der »Klimazone«) als
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß aus der Stellung des Gliedes 2a eine dem jeweiligen Klimabereich proportionale elektrische Größe abgeleitet werden kann, mit Hilfe derer bei Über- bzw. Unterschreiten jener Außentemperatur, die dem gegebenen Klimabereich entsprechend für die Wahl des Einstellgliedes 1 oder 2b entscheidend ist, das betreffende Glied mittels optischer Anzeige oder mechanisch dem Benutzer der Anlage kenntlich gemacht werden kann. Zweckmäßigerweise wird das Einstellglied 2a (Einstellung der »Klimazone«) als
vj Trimmpotentiometer ausgeführt und nach der Ersteinstellung
nicht mehr verändert.
Anhand der Fig. 5 sei die einfachste, jedoch den
normalen Anforderungen genügende Schaltung zur Gewinnung einer solchen Entscheidungsgröße erläu-
v tert.
Ein Schwellwertschalter 5 ändert bei Überschreiten einer vorbestimmten Eingangsspannungsdifferenz
sprungartig seine Ausgangsgröße (z. B. Spannung von tief auf hoch oder Widerstand von niederohmig auf
hochohmig). Dessen Eingangsspannung entspricht der Potentialdifferenz zwischen dem Knotenpunkt 43 und
dem Abgriff 45 Wie vorerwähnt entspricht das Potential am Knotenpunkt 43 demjenigen der Knotenpunkte
41 und 42, wenn Außenfühler 3 und Vorlauffüh-
4-. ler 4 etwa eine Temperatur des Raum-Sollwertes haben.
Bei Absinken der Außentemperatur unter diesen Wert bewirkt der Fühlerwiderstand 3 eine Potentialverschiebung,
so daß zwischen den Knotenpunkten 42 und 43 eine Potentialdifferenz entsteht, die der Differenz der
Außentemperatur zum Raumtemperatursollwert proportional ist. Da das Potential am Abgriff 45 jeweils bei
jener Außentemperatur, die dem eingestellten Klimabereich entspricht denselben bestimmten Wert hat
andererseits dasjenige am Knotenpunkt 43 konstant bleibt, entspricht die Potentialdifferenz zwischen dieser
Punkten der relativen Abweichung der Außentemperatur vom Raumtemperatursollwert (Heizkurvenschnittpunkt), bezogen auf die Differenz zwischen Raumsoll·
wert und Klimazonenwert 1st der Schwellwertschaltei
to also z.B. auf 2h dieser max. PotentialdiffereiH
eingestellt, so trifft er durch Ändern seiner Ausgangs
größe bei Unterschreiten einer entsprechenden Außentemperatur die Entscheidung, daß das Einstellglied 21
zur Korrektur zu verwenden sei Die Entscheidungstein· peratur fAfWäre in diesem Fall nach der Formel
, (Klimazone) - 2
= t.
gegeben. /. B. für
Klimazone= -\0.iRSa„ =-- + 20 M11
+ 20 - < + 2O+H),.2=()
In dieser einfachen Schaltung wird die Entscheidungstemperatur tAE nur nach Maßgabe der eingestellten
Klimazone bestimmt. Es kann nun wünschenswert sein, den Verlauf der Entscheidungstemperatur Iae nicht nur
von der Klimazone, sondern auch noch von einer zweiten Einflußgröße, z. B. der Heizungsart, abhängig
zu machen. Als grobe Maßgabe dafür kann die Einstellung am Potentiometer 2b (max. erforderliche
Vorlauftemperatur) dienen, da eine Einstellung auf z. B. 45° einer Flächenheizung zugeordnet werden kann oder
andererseits eine Einstellung auf 80° auf eine Radiatorheizung schließen läßt. In Fig.6 ist eine derartige
Schaltung dargestellt, wobei das Verhältnis der Summierglieder 7 und 8 dem Verhältnis der beiden
Einflußgrößen entspricht.
Als weitere Möglichkeit ist in F i g. 7 eine Schaltung dargestellt, in der durch das zusätzliche Längsglied 24
(Hilfsbrückenzweig), bestehend aus den Widerständen 9 und 14, die Möglichkeit gegeben ist, die am Abgriff 45
auftretende, im Verhältnis zum eingestellten Klimabereich geteilte Poteniialänderung mit einem vom
Raumsollwert unabhängigen, einer beliebig wählbaren Außentemperatur entsprechenden Potential am Knotenpunkt
46 zu vergleichen. Dies ermöglicht eine noch
ίο bessere Optimalisierung des Verlaufs der Entscheidungstemperatur
tAE über den gesamten in Frage kommenden Klimazonenbereich. Da hierfür nicht mehr
die bereits im Regelkreis vorhandenen Einstellglieder 2a und eventuell auch 26 benutzt werden können, sind
elektrisch getrennte, jedoch mechanisch gekuppelte Einstellglieder 2a'bzw. 2b' vorgesehen (Tandempoteniiorneier).
Weiter ist in F i g. 5 beispielsweise dargestellt, wie durch das Ausgangssignal des Schwellwertschalters S
durch Erregung eines Relais 17 mit Umschaltkontakt 17 je nach der am Eingang vorhandenen Entscheidungsgröße durch Zuschalten entweder der Lampe L 1 odei
der Lampe L 2 an die Speisespannung das zi verwendende Einstellglied 1 oder 2b kenntlich gemach'
werden kann. Anstelle der Lampen könnten aucr andere bekannte elektromechanische Elemente (Kupp
lung. Verriegelung) angeordnet sein.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Einrichtung in einem witterungsabhängigen Vorlauftemperaturregler einer Heizungsanlage zur
Anpassung der Reglerkennlinien des Vorlauftemperaturreglers an gegebene Heizkurven, mit zwei
Einstellgliedern, die zusammen mit einem Außentemperaturfühler und einem Vorlauftemperaturfüh
ler in eine Brückenschaltung eingeschaltet sind, wobei mit dem einen Einstellglied eine Parallelver
schiebung der Reglerkennlinien erzeugbar und mit dem anderen Einstellglied die Steilheit der Reglerkennlinien
änderbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Einstellglied (2) für die Änderung der Kennliniensteilheit in zwei hintereinander
geschaltete Einstellorgane (2a, 2b) aufgeteilt ist, von denen das erste (2a) zur Einstellung der der
entsprechenden Klimazone zugeordneten Außentemperatur und das zweite (2b) zur Einstellung der
maximalen Vorlauftemperatur ausgebildet ist, und welche mit einer Vorrichtung (5) gekoppelt sind, die
über ein Umschaltglied (17,17') mit Elementen (L 1, L 2) für die Kennzeichnung des zu verstellenden
Einstellgliedes (1, 2b) in Verbindung steht
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (5) eine Kupplung
steuert, welche ein gemeinsames Bedienungselement wahlweise mit dem einen oder dem anderen
der beiden Einstellglieder (1 oder 2Z)^ kuppelt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur zusätzlichen Speisung der
Vorrichtung (5) mit einer Größe, welche von einer vom Kennlinienschnittpunkt bzw. vom Raumsollwert
unabhängigen Bezugstemperatur abhängig ist, ein Hilfsbrückenzweig (24) vorgesehen ist, und daß
als Maßgabe der eingestellten Kennlinie mit dem Regler mechanisch verbundene, von ihm galvanisch
getrennte Einstellglieder (2a', 2b')vorgesehen sind.
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