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DE2442231A1 - Verfahren zur herstellung von formaldehyd - Google Patents

Verfahren zur herstellung von formaldehyd

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Publication number
DE2442231A1
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Germany
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methanol
catalyst
reaction
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formaldehyde
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DE2442231A
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DE2442231C2 (de
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Hans Dipl-Chem Dr Diem
Christian Dipl-Chem Dr Dudeck
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Gunter Ing Grad Lehmann
Wolfgang Ing Grad Muehlthaler
Heinrich Dipl Chem Dr Soerber
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BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Publication date
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Priority to US05/606,773 priority patent/US4072717A/en
Priority to JP50105680A priority patent/JPS5833846B2/ja
Priority to ZA00755572A priority patent/ZA755572B/xx
Priority to BE159710A priority patent/BE833029A/xx
Priority to FR7527005A priority patent/FR2283882A1/fr
Priority to GB36221/75A priority patent/GB1510856A/en
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/27Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by oxidation
    • C07C45/32Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by oxidation with molecular oxygen
    • C07C45/37Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by oxidation with molecular oxygen of >C—O—functional groups to >C=O groups
    • C07C45/38Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by oxidation with molecular oxygen of >C—O—functional groups to >C=O groups being a primary hydroxyl group

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
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Description

BASF Aktiengesellschaft . : ' -. ■
Unser Zeichen: O.Z. 30 7t 5v WB/Be 6700 Ludwigshafen, 30.8.1974
Verfahren zur Herstellung von Formaldehyd
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Formaldehyd durch oxidierende Dehydrierung von Methanol in Gegenwart eines Silberkatalysators, bestimmter Mengen an Wasserdampf und an einer Formaldehydherstellung entnommenem Abgas bestimmter Zusammensetzung, wobei die Reaktion mit geringerer Belastung mit Methanol und bei tieferer Temperatur begonnen wird. :
Aus der belgischen Patentschrift 683 130 ist es bekannt, eine konzentrierte, wäßrige Formaldehydlösung durch Überleiten eines wasserfreien Methanol-Luft-Gemisches über einen Silberkatalysator in Gegenwart von Inertgasen und Absorbieren des gebildeten Formaldehydes in Wasser herzustellen. Nach .diesem Verfahren erhält man den Formaldehyd in Ausbeuten von 80 bis 86 $ der Theorie, Das nach der Abtrennung des Formaldehyds anfallende Abgaswird gegebenenfalls der Reaktion wieder zugeführt. Die Beispiele führen einen Gehalt an Methanol von mindestens 1,8 $ in den erhaltenen Formaldehydlösungen an. Wie die Beschreibung (Seite J>) zeigt, wird das Ausgangsgemisch über einen auf 600 bis 660°C erhitzten Katalysator geleitet. Beispiel 4 lehrt, daß die Reaktion am Katalysator ohne Zusatz von Abgas begonnen wird; sind ausreichende Mengen an Abgas durch die Reaktion und anschließende Absorptionsstufe abgegeben worden, wird ein Teil dieses Abgases zum Ausgangsgemisch zurückgeführt. Wie alle Beispiele zeigen, wird die Umsetzung nur mit kleinen Mengen der Ausgangsstoffe durchgeführt. Da im gasförmigen Ausgangsgemisch kein Wasserdampf der Reaktion zugeführt wird, erhält man bei der Absorption bis zu βθ-gewichtsprozentige Formaldehydlosungen.
Es ist aus der deutschen Offenlegungsschrift 1 903 197 bekannt, daß man die Oxidation von Methanol auch in Gegenwart von 0,2 bis 1 Mol Wasser und 1 bis 1,65 Mol bei der Reaktion nach der Absorption anfallendem Abgas je Mol Methanol durchführen kann.
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Man erhält nach den Beispielen Ausbeuten von 88,6 %, entsprechend einer 50-gewichtsprozentigen Formaldehydlösung mit 0,7 Gew.^ Methanol ο Wird ohne Zusatz von V/asser umgesetzt, erhält man eine 55-gewichtsprozentige Lösung mit 1,7 Gew.% Methanol und eine Ausbeute von 84,8 % der Theorie«, Bei Durchführung der Umsetzung ohne Zusatz von Inertgas oder Abgas erhält man, wie die deutsche Offenlegungsschrift zeigt, zwar 88,6 % Ausbeute, aber nur 53-gewichtsprozentige Lösungen mit 0,65 Gew„^ Methanol. Auch bei diesem Verfahren wird, wie die Beispiele zeigen, das Abgas und das Ausgangsgemisch über einen auf 6500C erhitzten Katalysator geleitet. Das in der Regel formaldehydfreie Abgas wird stets der Reaktion selbst entnommen (Seite 1, vorletzter Absatz; Beispiele); da alle Beispiele nur mit kleinen Mengen an Ausgangsstoffen durchgeführt werden, kann man ausreichende Mengen an so gewonnenem formaldehydfreiem Abgas schon kurz nach Beginn der Reaktion zurückführen.
Wie die deutsche Offenlegungsschrift 2 022 818 lehrt, können Ausgangsgemische, die Abgas und Wasserdampf enthalten, nur dann gute Ausbeuten an Endstoff bei gleichzeitig geringerem Methanolgehalt und höher konzentrierte Formaldehydlösungen liefern, wenn das Abgas, das auch hier aus der Reaktion selbst stammt, vor der Rückführung einer Reinigung mit basischen Verbindungen und/oder Oxidationsmitteln unterworfen wird. Auch bei diesem Verfahren wird das Ausgangsgemisch von vornherein über einen auf mindestens 5500C (Seite 4), in der Regel aber.6500C (alle Beispiele) erhitzten Katalysator geleitet. ·
Die japanische Patentanmeldung 21.081/73 lehrt, daß man zunächst ein Gemisch von Methanoldampf und Luft unter Zusatz eines praktisch Kohlendioxid und Kohlenmonoxid freien, inerten Gases an einem auf mindestens 600°C erhitzen Katalysator umsetzt und während einer längeren Reakti"onszeit das Inertgas nach und nach durch das von der Reaktion gebildete Abgas ersetzt. Auch bei diesem Verfahren wird die Umsetzung im Labormaßstab, wie die Beispiele'zeigen, durchgeführt. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß das Ausgangsgemisch von vornherein*über einen hoch erhitzten Katalysator geleitet wird und das bei der Formaldehyd-
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reaktion gebildete Abgas nicht gleich nach Beginn der Reaktion verwendet werden kannj die Beschreibung lehrt, daß sich keinerlei negative Einflüsse ergeben, wenn das Abgas erst spät zugesetzt wird. Nachteilig ist die starke Rußbildung gerade bei einer Reaktion mit höheren Mengen an Ausgangsstoffen, was insbesondere keinen sicheren, kontinuierlichen Betrieb erlaubt.
Führt man die in der deutschen Offenlegungsschrift 1 °Ό3 197* der belgischen Patentschrift und der japanischen Anmeldung beschriebenen Verfahren in technischem Maßstab, zeBo mit stündlich 50 bis 200 kg Methanol, und insbesondere im industriellen Maßstab, zaB„ stündlich mit 0,2 bis 20 Tonnen Methanol durch, so ergeben sich Ausbeuten von in der Regel weniger als 88 % der Theorie an Formaldehyd, 50-gewichtsprozentige Formaldehydlösungen mit einem Gehalt bis zu 2,25 % Methanol« Die Rückführung"des Abgases erfolgt wegen der hohen Mengen der Reaktionspartner erst nach mindestens 3 Stunden, in der Regel nach mindestens 24 Stunden.
Es wurde nun gefunden, daß man Formaldehyd durch oxidierende Dehydrierung von Methanol in Gegenwart eines Silberkatalysators bei erhöhter Temperatur vorteilhaft erhält, wenn man
a) ein gasförmiges Ausgangsgemisch von Methanol und Wasserdampf in einer Menge von 0,1 bis 0,7 Mol Wasser je Mol Methanol durch den auf eine Temperatur von 2.50 bis 4500C erhitzten Katalysator mit einer Belastung von 0,0.4 bis 1,0 Tonnen Methanol je Quadratmeter Katalysatorbettquerschnitt und Stunde leitet, dann .
b) bei vorgenannter Temperatur Luft mit einer Menge von 0,5 bis 0,6 Mol Sauerstoff je Mol Methanol dem Ausgangsgemisch zugibt und die Umsetzung am Katalysator beginnt,-
c) dem Ausgangsgemisch zu einem Zeitpunkt,-der in;dem. Zeitintervall vor Beginn der Umsetzung bis 0,5 Stunden nach Beginn der Umsetzung liegt, ein einer Herstellung von·Formaldehyd durch oxidierende Dehydrierung von Methanol entnommenes Abgas, das von 0,25 bis 1,0 Volumenprozent Kohlenmonoxid, von 3*5 bis 10,0 Volumenprozent Kohlendioxid, von 10 bis 25 Volumenprozent
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Wasserstoff und von 0,02 bis 0,1 Volumenprozent Formaldehyddampf enthält, in einer Menge von 90 bis 3500 Gew.% Abgas, oezogen auf Methanol, zugibt, dann
d) die Belastung des dem Katalysator zugeführten gasförmigen Gemischs und die Reaktionstemperatur erhöht und schließlich
e) die Umsetzung bei einer Temperatur von 550 bis 800°C, einer Belastung von 1 bis 3 Tonnen Methanol je Quadratmeter Katalysatorbettquerschnitt und Stunde, mit einem Verhältnis von 0,2 bis 0,7 Mol Wasserdampf und von 0,3 bis 0,8 Mol Sauerstoff je Mol Methanol und von 90 bis 180 Gew.% Abgas, bezogen auf Methanol, durchführt.
Im Vergleich zu den bekannten Verfahren liefert das Verfahren nach der Erfindung, gerade auch im technischen und insbesondere im industriellen Maßstab, auf einfacherem und wirtschaftlicherem Wege bessere Gesamtergebnisse im Hinblick auf hohe Konzentration der hergestellten Formaldehydlösung bei gleichzeitig besserer Ausbeute an Endstoff, hohem Umsatz und niedrigem Gehalt der Lösung an Methanol und Ameisensäure „ Nach dem neuen Aferfahren erhält man bei einmaligem Durchsatz des Methanols Formaldehyd-Ausbeuten von 89 bis 92 % der theoretisch berechneten Ausbeute» Die nach der Absorption des Formaldehyds aus den formaldehydhaltigen Gasen erhaltenen wäßrigen Lösungen enthalten 50 bis zu etwa 60 Gew.%, vorzugsweise 50 bis 55 Gew.^ Formaldehyd und weisen lediglich einen Methanolgehalt von 0,5 bis 1,1 Gew.% auf. Der Ameisensäuregehalt der erhaltenen Formaldehydlösung ist gering und in der Regel unterhalb 0,015 Gew.^, bezogen auf eine 50-gewichtsprozentige Formaldehydlösung. Das Verfahren nach der Erfindung ermöglichst gerade auch im großtechnischen Maßstab einen reibungsloseren Betrieb mit gleichzeitig höherem und konstanterem Umsatz des Ausgangsgemisches, längerer Betriebsdauer des Katalysators und großem Querschnitt der Katalysatorschicht. Besondere Maßnahmen zur Verhinderung thermischer Schwankungen im Katalysator sind nicht notwendig«, Diese vorteilhaften Ergebnisse werden bei gleichzeitig längerer Lebensdauer des Katalysators erzielt, Schwankungen in den Ergebnissen werden somit während längerer Zeit vermieden. Zusätzliche Wäschen des Abgases und damit Chemikalien werden im Hinblick auf die deutsche Offen-
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legungsschrift 2 022 8l8 eingespart. Z\isätzliches Inertgas braucht nicht verwendet zu werden, " ■" .
Die Ergebnisse sind im Hinblick auf den Stand der Technik überraschend, denn man beginnt die Reaktion schon bei tieferer Temperatur und gibt das Abgas, gegebenenfalls zunächst aus einer anderen Anlage der Formaldehydherstellung, zweckmäßig gleich nach Beginn der Reaktion von vornherein dem Ausgangsgemisch zu. Auch enthält das Abgas entgegen der Lehre der deutschen Offenlegungsschrift 1 903 I97 und der japanischen Patentanmeldung höhere Mengen an Kohlendioxid und Kohlenmonoxid sowie Formaldehyd.
Für das Verfahren geeignete Ausgangsstoffe sind reines Methanol oder technisches Methanol, vorteilhaft in Gestalt ihrer Mischungen mit Wasser; die Konzentration der wäßrigen Gemische kann zweckmäßig zwischen 50 und 95 Gew.^, vorzugsweise zwischen 70 und 85 Gew.$, Methanol schwanken. Auch Rohmethanol, das in der Regel nach den in DAS 1 277 8^4, DP 1 136 318 und DP 1-235-881 beschriebenen Verfahren durch Abtrennung einer niedriger siedenden Fraktion, durch Behandlung mit Oxidationsmitteln und/oder Alkalien gereinigt wird, kann verwendet werden. Man kann Methanoldampf und Wasserdampf getrennt von einander erzeugen und mit Luft mischen, vorteilhaft wird man aber eine entsprechende wäßrige Lösung von Methanol verdampfen und Luft mit dem Dampfgemisch mischen; dies geschieht zweckmäßig schon während der Verdampfung, indem man das Gas durch die Methanollösung leitet.
Für das Verfahren nach der Erfindung kommen die für die Herstellung von Formaldehyd im allgemeinen verwendeten Silberkatalysatoren in Betracht, z.B. die in DAS 1 23I 229 und-Ullmanns'- '-. Encyklopädie der technischen Chemie, Band 7, Seiten 659 ff beschriebenen,, Vorzugsweise verwendet man Zwei- und Mehrschicht-Silberkatalysatoren, z.B. die in DAS 1 294 360 und in der deutschen Patentanmeldung P 19 03 197.1 aufgeführten Katalysatoren. Bezüglich Herstellung des Katalysators und Durchführung der entsprechenden Umsetzung mit diesen Katalysatoren wird-auf-die genannten Veröffentlichungen verwiesen. In einer- bevorzugten" Aus-· : führungsform wird die Umsetzung mit einem Katalysator mit der Gesamtschichtdicke von 15 bis 35 mm und 3 oder mehr Schichten
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Silberkristallen durchgeführt, wobei ein Teil der Schichten 72,5 bis 89 Gew,$ des Katalysator? mit Teilchen der Korngröße 1 bis 2,5 mm, ein Teil der Schichten 2,5 bis 7,5 Gew.% des Katalysators mit Teilchen der Korngröße 0,75 bis 1 mm und der restliche Teil der Schichten 8,5 bis 20 Gew„$ des Katalysators mit Teilchen der Korngröße 0,2 bis 0,75 mm enthalten. Bevorzugte Katalysatoren sind die in der deutschen Patentanmeldung P 23 22 757 beschriebenen. Das Verhältnis von Durchmesser zu Dicke der Katalysatorschicht, die vorzugsweise aus zwei oder mehr Schichten unterschiedlicher Korngröße besteht, beträgt mindestens 25, vorzugsweise von 40 bis 200, insbesondere von 60 bis 100. Im allgemeinen verwendet man Durchmesser von mindestens 500, vorzugsweise von 1 5OO bis 4 000, insbesondere von 1 700 bis 3 000 mm,,
Eine Verwendung von Inertgas ist nicht notwendig und bei Reaktionstemperaturen von mindestens 5500C und insbesondere 600°C unangebracht. Gegebenenfalls kann man mit heißen Inertgasen, zweckmäßig Stickstoff oder rußarmen Verbrennungsgasen, die keine Katalysatorgifte enthalten, z„B„ von einer Temperatur von 400 bis 1 3000C, vorzugsweise 600 bis 800°C, den Katalysator erhitzen. Diese Ausführungsform ist im Vergleich zur Verwendung von indirekter, Z0B0 elektrischer Beheizung gerade im großtechnischen Maßstab bei großen Katalysatormengen vorteilhaft. Im Gegensatz zur Lehre der japanischen Patentanmeldung können auch Kohlenmonoxid- und Kohlendioxid-haltige Verbrennungsgase, z.B„ mit bis zu 8 Gew,^ COg und bis zu 10 bis 15 Gew.% CO, verwendet werden» Man kann z.B, mit dem Inertgas den Katalysator auf die tiefe Temperatur der Stufe a) aufheizen, dann die Inertgasbeheizung beenden und die Reaktion durchführen. Man kann auch die Einleitung des heißen Inertgases während der Einleitung von Methanol und Wasserdampf fortsetzen und die Beheizung nach Zuführung der Luft beenden. Zweckmäßig beendet man die Beheizung bei bzw, nach Beginn der Umsetzung, Spätestens bei Erreichung einer Katalysatortemperatur von 450 C wird kein Inertgas mehr eingeleitete
Man erhitzt den Katalysator in der Regel vor Beginn der Stufe a) des Verfahrens auf eine Temperatur von 250 bis 400, vorzugsweise von 280 bis 3500C und leitet dann das Ausgangsgemisch in einer
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Menge von 0,1 bis 0,7, A'orzugsweise von 0,3 bis 0,5 Mol Viasserdampf je Mol Methanoldampf mit einer Belastung von 0,04 bis 1,0, vorzugsweise von 0,05 bis 0,7 Tonnen Methanol je Quadratmeter Katalysatorbettquerschritt und Stunde durch den Katalysator. Das dampfförmige Ausgangsgemisch hat zweckmäßig vor Eintritt in den Katalysator eine Temperatur zwischen βθ und 85°C, vorzugsweise zwischen 6s und 75 C0
Der Beginn der exothermen Umsetzung wird zweckmäßig festgestellt, indem man Luft dem Ausgangsgemisch zugibt und die Temperaturveränderung im Katalysator prüft» Setzt die Reaktion ein, beobachtet man sofort einer, Anstieg der Temperatur, andernfalls wird die Temperatur durch die Zuführung der kalten Luft sinken. Die Temperatur wird zweckmäßig im Katalysator- durch Thermoelemente gemessen» Ab Beginn der Reaktion leitet man im allgemeinen die Luft kontinuierlich dem dampfförmigen Ausgangsgemisch zu, gegebenenfalls unter Einleiten in den Sumpf der Verdampferkolonne. Es kommen Mengen von 0,3 bis 0,6, vorzugsweise von 0,35 bis 0,45 Mol Sauerstoff in Gestalt von Luft je Mol Methanol in Betracht. Es ist vorteilhaft, zunächst das Ausgangsgemisch während 0,1 bis 120 Minuten durch den Katalysator zu leiten und dann die Luft zuzusetzen.
Bei größeren Umsetzungsmengen kann man als Abgas das einer anderen Formaldehydherstellung durch oxidierende Dehydrierung des Methanols, vorzugsweise in Gegenwart von Silberkatalysatoren oder von Metalloxiden, Z0B. vor: Oxiden des Eisens und des Molybdäns, entnommene Abgas verwenden» Ebenfalls kommen Verfahren mit Metalloxiden auf Träger, vorteilhaft Silikatträger, und/oder mit vorgenannten Oxiden und Zusätzen wie Kobalt-, Nickel-, Chrom-, Wolfram-, Aluminium-oxid, Phosphortrioxid, Phosphorpentoxid in Betracht. Bezüglich der Verfahren zur Herstellung von Formaldehyd wird auf Ulimanns Encyklopädie der technischen Chemie, Band 7, Seiten 659 ff, verwiesen. Ebenfalls kann das aus anderer Herstellung stammende Abgas im Laufe der Umsetzung durch das Abgas der Reaktion ersetzt werden. In vielen Fällen verwendet man das Abgas der erfindungsgemäßen Umsetzungen, sofern kurzfristig ausreichende Abgasmengen nach Beginn der Umsetzung anfallen. Man kann den überwiegenden Anteil oder zweckmäßiger einen kleineren Anteil des Abgases zurückführen. 60 9812/0934 g
BAD ORIGINAL
- & - O. Z. J)Q -{bD
Das Abgas enthält von 0,25 bis 1,0, vorzugsweise von 0,4 bis 0,7 Volumenprozent Kohlenmonoxid, von 3*5 bis 10, vorzugsweise von 4,5 bis 1J Volumenprozent COg, von 10 bis 25, vorzugsweise von 15 bis 22 Volumenprozent Hp, von 0,02 bis 0,1, vorzugsweise von 0,03 bis 0,07 Volumenprozent Formaldehyddampf neben wesentlichen Mengen an Stickstoff und kleinen Mengen an Wasserdampf, Methanoldampf, Argon und anderen Edelgasen« Man kann es dem Ausgangsgemisch von vornherein zusetzen oder gleichzeitig mit der Luft, wobei man beide Gasgemische gemeinsam oder getrennt zuführen kann, einleiten. Man kann es bei der hohen Temperatur der Stufe e) oder zweckmäßiger bei tieferer Temperatur, vorzugsweise bei der der Stufe b) zusetzen. Der Zusatz muß innerhalb von 0,5, vorzugsweise innerhalb von 0,25 Stunden nach Beginn der Umsetzung erfolgen» Bevorzugt setzt man das Abgas mit Beginn oder innerhalb von 10, vorzugsweise von 5*5 Minuten nach· Beginn der Umsetzung zu. Das Abgas kann getrennt oder über die Luftzuführung oder über den Verdampfer des Methanol-Wasser-Gemisches zugeführt werden. Mengen von 90 bis 3500, vorzugsweise von 105 bis 3200 Gew.% Abgas,bezogen auf Methanol, kommen in der Stufe c) in Betracht.
Nach Beginn der Umsetzung wird die Temperatur rasch oder langsam, zweckmäßig innerhalb von 10 bis 150 Minuten, diskontinuierlich oder zweckmäßig kontinuierlich, vorteilhaft um 1 bis 30°C je Minute, auf 550 bis 800, vorzugsweise 65O bis 8OO, insbesondere 650 bis 73O°C erhöht. Die Temperaturerhöhung kann durch indirekte Beheizung und/oder zweckmäßig durch entsprechende Erhöhung der Luftmenge erzielt werden. Mit der Luftmenge erhöht sich auch die Belastung an dem gasförmigen Gesamtgemischo Zweckmäßig wird man bis zur Erreichung der Endtemperatur nach und nach die durchgeleiteten Mengen an Methanoldampf, Wasserdampf, Luft und Abgas vergrößern. Man kann aber auch diese 4 Komponenten und damit die Methanolbelastung erst nach Erreichung der Endtemperatur in höherer Menge zuführen. Entsprechend ist auch eine in Zeitpunkt und/oder Menge unterschiedliche Zugabe jeder einzelnen Komponente möglich, z„B. die Zugabe des Abgases im ganzen oder teilweise bei der Endtemperatur.
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1st die Endtemperatur erreicht, so können sofort oder nach bis zu 65 Stunden die endgültigen Reaktionsbedingungen eingestellt werden» Man verwendet bei einer Belastung von 1 bis 3» vorzugsweise von 1,25 bis 2,1 Tonnen Methanol pro Quadratmeter ,Kataly-. satorbettquerschnitt und Stunde Mengen von 0,2 bis 0,7, vorzugsweise von 0,3 bis 0,5 Mol Wasserdampf und von 0,3 bis 0,8, vorzugsweise von 0,4 bis 0,6 Mol Sauerstoff in Gestalt von Luft je Mol Methanol und von yO bis IbO, vorzugsweise von IO5 bis I58 Gew.70 Abgas, bezogen auf Methanol, Man beläßt die Reaktion dann die weitere Reaktionszeit zweckmäßig bei der kontinuierlichen Umsetzung bei dieser Temperatur und diesen Bedingungen. Es ist ". dabei vorteilhaft, die die Katalysatorzone in der zweiten Stufe verlassenden Reaktionsgase innerhalb kurzer Zeit, beispielsweise in weniger als l/lO Sekunden, abzukühlen, z.B„ auf Temperaturen von 3500Co Das abgekühlte Gasgemisch wird dann zweckmäßig einem Absorptionsturm zugeführt, in welchem der Formaldehyd mit Wasser, vorteilhaft im Gegenstrom, aus dem Gasgemisch gewaschen wird. Vorteilhaft läßt man einen Teil des verbleibenden Abgases danach entweichen und den anderen führt man in den Reaktionskreislauf zurück„ Im allgemeinen werden die Stufen a) und b) während 2. bis 30, vorzugsweise zwischen 10 bis 20 Minuten durchgeführtj dann folgt eine Erhitzung des Katalysators innerhalb von zweckmäßig 10 bis 150 Minuten, die restliche Reaktionszeit wird das Ausgangsgemisch in der Verfahrensstufe e) umgesetzt. Das Verfahren wird im allgemeinen bei Drücken zwischen 0,5 und 2 at, vorzugsweise zwischen 0,8 und 1,8 at, durchgeführt.
Da ein Silberkatalysator gewöhnlich auf BelastungsSchwankungen sehr empfindlich reagiert, ist es überraschend, daß bei vorgenannter Betriebsweise eine sichere, schnelle und einfache Inbetriebnahme des Katalysators möglich ist. Der Ameisensäuregehalt steigt zu Anfang auf maximal 300 ppm und fällt dann sehr schnell unter 100 ppm.
Die formaldehydhaltigen Gase können nach der Reaktion statt einer auch mehreren Absorptionsanlagen zugeführt werden. Anstelle eines Verdampfers können auch mehrere Verdampfer verwendet werden, deren Dampfgemisch vereinigt wird.
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Der nach dem Verfahren der Erfindung herstellbare Formaldehyd ist Desinfektionsmittel, Gerbstoff, Reduktionsmittel und wertvoller Ausgangsstoff für die Herstellung von Kunstharzen, Klebmitteln und Kunststoffen. Bezüglich der Verwendung wird auf den genannten Band von Ulimann, Seite 67O, verwiesen.
Die in den folgenden Beispielen angeführten Teile bedeuten Gewichtsteile. Sie verhalten sich zu den Volumenteilen wie Kilogramm zu Kubikmeter.
Beispiel 1
Man verwendet eine Anlage mit Methanol-Verdampfer und einem senkrechten Reaktor. Der Reaktor enthält an seinem Kopf die Zuführung für das dampfförmige Ausgangsgemisch und die Reaktorhaube. Die Katalysatorschicht liegt unterhalb des Reaktorkopfes, weiter unten folgt eine Kühlzone. Der Reaktor ist mit einer Absorptionskolonne verbunden.
In den Reaktor wird ein Katalysator aus Silberkristallen (0,187 Teilen) folgender Zusammensetzung eingetragen:
Anteil am Katalysator Korngröße - 0,75
(Gew.^) mm - 0,4
Schicht 1 12,9 0,4 ■ - 1
Schicht 2 1,2 0,2 - - 1,75
Schicht 3 5,3 0,75 - 2,5
Schicht 4 14,1 1
Schicht 5 66,5 1
Schicht 2 wird als Ringschicht in der Randzone des Katalysators auf Schicht 3 aufgestreut. Der Durchmesser des Katalysators ist 200 cm, die lichte Weite der Ringschicht 197 cm.
Der Katalysator wird mittels Durchleiten von heißem Stickstoff auf eine Temperatur von 3300C erhitzt.
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Die aus einem Verdampfer austretenden Dämpfe von einer Temperatur von 74°C, bestehend aus 0,18 Teilen Methanol und 0,12 Teilen Wasserdampf pro Stunde, treten in die Haube des Reaktors ein und strömen durch den Katalysator. Die Stickstoffzuführung wird beendet. Die Belastung beträgt 0,057 Tonnen Methanol pro Quadratmeter Katalysatorbettquerschnitt und Stunde„
Nun werden in die Flüssigkeit im Verdampfer 0,15 Teile Luft pro Stunde eingeleitet, wobei die Temperatur des Katalysators zu steigen beginnt. Nach 2 Minuten beträgt die Katalysatortemperatur 44O°C, Nach 3 Minuten werden stündlich 0,288 Teile eines Abgases derselben oxidierenden Dehydrierung von Methanol an einem Silberkatalysator, die 0,5 Volumenprozent Kohlenmonoxid, 4,4 Volumenprozent Kohlendioxid, 17,7 Volumenprozent Wasserstoff und 0,04 Volumenprozent Formaldehyd enthalten, dem Ausgangsgemisch im Gas/Dampf-Strom vor dem Katalysator zugegeben.
Anschließend wird innerhalb von 0,4 Stunden die Luftmenge auf stündlich 0,313 Teile Luft erhöht, wobei sich bei einem Druck vor dem Katalysator von 1,09 bar eine Katalysatortemperatur von 7000C einstellt.
Anschließend wird bei konstanter Katalysatortemperatur von 7000C die Katalysatorbelastung innerhalb von 6l Stunden auf 2 Tonnen Methanol pro Stunde und Quadratmeter erhöht, wobei auch die Belastung an Wasserdampf, Luft und Abgas in entsprechendem Verhältnis gleichmäßig gesteigert wird, und mit dieser EndbelaStung während 120 Tagen die Reaktion durchgeführt. Der Druck vor dem Katalysator steigt hierbei von 1,21 auf 1,54 bar. Bei Erreichung der Endbelastung betragen die Mengen pro Stunde an Luft 14,6 Teile, Wasserdampf 1,57 Teile, Methanol 6,28 Teile, Abgas 10,05 Teile. Das Reaktionsgemisch wird kontinuierlich auf 1500C abgekühlt und anschließend nach weiterer Abkühlung in einem Absorptionsturm in Wasser absorbiert. Man erhält ab der öl. Stunde stündlich 5,2l8 Tonnen Formaldehyd (ber. 100 %) in Gestalt einer 50,4-gewichtsprozentigen wäßrigen Lösung mit einem Methanolgehalt von 0,85 Gew.% und einem Gehalt von 0,008 Gew»$ Ameisensäure. Das entspricht einer Ausbeute von 89,88 % der Theorie und einem Umsatz von 98,6 %. Die Ausbeute an Endstoff und der Methanolge-
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halt der anfallenden Formaldehydlösung bleiben während 120 Tagen konstant. In der Katalysatorschicht treten keine Risse auf.
Beispiel 2
Man verwendet eine Anlage mit Methanol-Verdampfer und einem senkrechten Reaktor» Der Reaktor enthält an seinem Kopf die Zuführung für das dampfförmige Ausgangsgemisch und die Reaktorhaube β Die Katalysatorschicht liegt unterhalb des Reaktorkopfes, weiter unten folgt eine Kühlzone. Der Reaktor ist mit einer Absorptionskolonne verbunden.
In den Reaktor wird ein Katalysator aus Silberkristallen (O,l87 Teilen) folgender Zusammensetzung eingetragen:
Anteil am Katalysator
Schicht 1 12,9
Schicht 2 1,2
Schicht 5 5,5
Schicht 4 14,1
Schicht 5 66,5
Korngröße mm - 0, 75
4 ■ ■ 0, 4
0, 2 - - 1
0, 75 _ 2_ ,75
0, _ Ο ,5
1
1
Schicht 2 wird als Ringschicht in der Randzone des Katalysators auf Schicht 5 aufgestreut. Der Durchmesser des Katalysators ist 200 cm, die lichte Weite der Ringschicht I97 cm.
Der Katalysator wird mittels Durchleiten von heißem Stickstoff auf eine Temperatur von 5500C erhitzt.
Die aus einem Verdampfer austretenden Dämpfe von einer Temperatur von 740C, bestehend aus 0,18 Teilen Methanol und 0,12 Teilen Wasserdampf pro Stunde, treten in die Haube des Reaktors ein und strömen durch den Katalysator. Die Stickstoffzuführung wird beendet. Die Belastung beträgt 0,057 Tonnen Methanol pro Quadratmeter Katalysatorbettquerschnitt und Stunde«
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Nun werden in die Flüssigkeit im Verdampfer 0/15 Teile Luft pro Stunde eingeleitet, wobei die Temperatur des Katalysators zu steigen beginnt. Nach 2 Minuten beträgt die Katalysatortemperatur 44O°C Innerhalb von 8 Minuten werden stündlich 0,320 Teile eines Abgases einer anderen oxidierenden Dehydrierung von Methanol an einem Silberkatalysator, die 0,45 Volumenprozent Kohlenmonoxid, 4,5 Volumenprozent Kohlendioxid, 18,0 Volumenprozent Viasserstoff und 0,05 Volumenprozent Formaldehyd enthalten, dem Ausgangsgemisch im Gas/Dampf-Strom vor dem Katalysator zugegeben.
Anschließend wird innerhalb von 0,25 Stunden die Luftmenge auf stündlich 0,325 Teile Luft erhöht, wobei sich bei einem Druck vor dem Katalysator von 1,07 bar eine Katalysatortemperatur von 7000C einstellt.
Anschließend wird bei konstanter Katalysatortemperatur von 7000C die Katalysatorbelastung innerhalb von 52 Stunden auf 2 Tonnen Methanol pro Stunde und Quadratmeter erhöht, wobei auch die Belastung an Wasserdampf, Luft und Abgas in entsprechendem Verhältnis gleichmäßig gesteigert wird, und mit dieser Endbelastung während 120 Tagen die Reaktion durchgeführt. Der Druck vor dem Katalysator steigt hierbei von 1,20 bar auf 1,56 bar. Bei Erreichung der Endbelastung betragen die Mengen pro Stunde an Luft 14,29 Teile, Wasserdampf 1,57 Teile, Methanol 6,28 Teile, Abgas 7,07 Teile. Das Reaktionsgemisch wird kontinuierlich auf 1500C abgekühlt und anschließend nach weiterer Abkühlung in einem Absorptionsturm in Wasser absorbiert. Man erhält ab der 52. Stunde stündlich 5,205 Tonnen Formaldehyd (ber. 100 %) in Gestalt einer 50,2-gewichtsprozentigen wäßrigen Lösung mit einem Methanolgehalt von 1,05 Gew.% und einem Gehalt von 0,009 Gew.^ Ameisensäure. Das entspricht einer Ausbeute von 89,93 % der Theorie und einem Umsatz von 98,26 %, Die Ausbeute an Endstoff lind der Methanolgehalt der anfallenden Formaldehydlösung bleiben während 120 Tagen konstant. In der Katalysatorschicht treten keine Risse auf.
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Beispiel 3
Man verwendet eine Anlage mit Methanol-Verdampfer und einem
senkrechten Reaktor. Der Reaktor enthält an seinem Kopf die
Zuführung für das dampfförmige Ausgangsgemisch und die Reaktorhaube. Die Katalysatorschicht liegt unterhalb des Reaktorkopfes, weiter unten folgt eine Kühlzone. Der Reaktor ist mit einer Absorptionskolonne verbunden.
In den Reaktor wird ein Katalysator aus Silberkristallen
(0,l87 Teilen) folgender Zusammensetzung eingetragen:
1 Anteil am Katalysator 0 Korngröße - 0,75
2 (Gew.%) 0 mm - 0,4
Schicht 3 12,9 0 ,4 - - 1
Schicht 4 1,2 1 ,2 ■ - 1,75
Schicht 5 5,3 1 ,75 - 2,5
Schicht 14,1
Schicht 66,5
Schicht 2 wird als Ringschicht in der Randzone des Katalysators auf Schicht 3 aufgestreut. Der Durchmesser des Katalysators ist 200 cm, die lichte Weite der Ringschicht I97 cm.
Der Katalysator wird mittels Durchleiten von heißem Stickstoff auf eine Temperatur von 3300C erhitzt.
Die aus einem Verdampfer austretenden Dämpfe von einer Temperatur von 74°C, bestehend aus 0,18 Teilen Methanol und 0,12 Teilen
Wasserdampf pro Stunde, treten in die Haube des Reaktors ein und strömen durch den Katalysator. Die Stickstoffzuführung wird beendet. Die Belastung beträgt 0,057 Tonnen Methanol pro Quadratmeter Katalysatorbettquerschnitt und Stunde.
Nun werden in die Flüssigkeit im Verdampfer 0,15 Teile Luft pro Stunde eingeleitet, wobei die Temperatur des Katalysators zu
steigen beginnt. Nach 2 Minuten beträgt die Katalysatortemperatur
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440°C. Innerhalb von 5 Minuten werden stündlich 7,1 Teile eines Abgases derselben oxidierenden Dehydrierung von Methanol an einem Silberkatalysator, die 0,38 Volumenprozent Kohlenmonoxid, 4,7 Volumenprozent Kohlendioxid, ΐβ,β Volumenprozent Wasserstoff und 0,04 Volumenprozent Formaldehyd enthalten, dem Ausgangsgemisch im Gas/Dampf-Strom vor dem Katalysator zugegeben.
Anschließend wird innerhalb von 1 Stunde die Luftmenge auf stündlich 0,400 Teile Luft erhöht, wobei sich bei einem Druck vor dem Katalysator von 1,10 bar eine Katalysatortemperatur von 7000C einstellt.
Anschließend wird bei konstanter Katalysatortemperatur von 7000C die Katalysatorbelastung innerhalb von 55 Stunden auf 2 Tonnen Methanol pro Stunde und Quadratmeter erhöht, wobei auch die Belastung an Wasserdampf, Luft und Abgas in entsprechendem Verhältnis gleichmäßig gesteigert wird, und mit dieser Endbelastung während 120 Tagen die Reaktion durchgeführt, wobei der Druck vor dem Katalysator von 1,25 auf 1,55 bar ansteigt. Bei Erreichung der Endbelastung betragen die Mengen pro Stunde an Luft 14,3 Teile, Wasserdampf 1,57 Teile, Methanol 6,28 Teile, Abgas 7,1 Teile, Das Reaktionsgemisch wird kontinuierlich auf 1500C abgekühlt und anschließend nach weiterer Abkühlung in einem Absorptionsturm in Wasser absorbiert. Man erhält ab der 55. Stunde stündlich 5,200 Tonnen Formaldehyd (ber. 100 %) in Gestalt einer 50,5-gewichtsprozentigen wäßrigen Lösung mit einem Methanolgehalt von 1,10 Gew.% und einem Gehalt von 0,010 Gew.% Ameisensäure. Das entspricht einer Ausbeute von 89,9 % der Theorie und einem Umsatz von 98,2 %. Die Ausbeute an Endstoff und der Methanolgehalt der anfallenden Formaldehydlösung bleiben während 120 Tagen konstant. In der Katalysatorschicht treten keine Risse auf.
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Claims (1)

  1. - 16 - O.Z. 30 785
    Patentanspruch
    Verfahren zur Herstellung von Formaldehyd durch oxidierende Dehydrierung von Methanol in Gegenwart eines Silberkatalysators bei erhöhter Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß man
    a) ein gasförmiges Ausgangsgemisch von Methanol und Wasserdampf in einer Menge von 0,1 bis 0,7 Mol Wasser je Mol Methanol durch den auf eine Temperatur von 250 bis 4500C erhitzten Katalysator mit einer Belastung von 0,04 bis 1,0 Tonnen Methanol je Quadratmeter Katalysatorbettquerschnitt und Stunde leitet, dann
    b) bei vorgenannter Temperatur Luft mit einer Menge von 0,3 bis 0,6 Mol Sauerstoff je Mol Methanol dem Ausgangsgemisch zugibt und die Umsetzung am Katalysator beginnt,
    c) dem Ausgangsgemisch zu einem Zeitpunkt, der in dem Zeitintervall vor Beginn der Umsetzung bis 0,5 Stunden nach Beginn der Umsetzung liegt, ein einer Herstellung von Formaldehyd durch oxidierende Dehydrierung von Methanol entnommenes Abgas, das von 0,25 bis 1,0 Volumenprozent Kohlenmonoxid, von 3,5 bis 10 Volumenprozent Kohlendioxid, von 10 bis 25 Volumenprozent Wasserstoff und von 0,02 bis 0,1 Volumenprozent Formaldehyddampf enthält, in einer Menge von 90 bis 3500 Gewichtsprozent Abgas, bezogen auf Methanol, zugibt, dann
    d) die Belastung des dem Katalysator zugeführten gasförmigen Gemischs und die Reaktionstemperatur erhöht und schließlich
    e) die Umsetzung bei einer Temperatur von 550 bis 800°C, einer Belastung von 1 bis 3 Tonnen Methanol je Quadratmeter Katalysatorbettquerschnitt und Stunde, mit einem Verhältnis von 0,2 bis 0,7 Mol Wasserdampf und von 0,3* bis 0,8 Mol Sauerstoff je Mol Methanol und von 90 bis l80 Gew.% Abgas, bezogen auf Methanol, durchführt.
    BASF Aktiengesellschaft
    60 9812/0934
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