DE2339099B2 - Wasserseitige Einrichtung eines Differenzdruckschalters - Google Patents
Wasserseitige Einrichtung eines DifferenzdruckschaltersInfo
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Description
licht nicht die Schaltmöglichkeiten, die bei elektrischen Durchlauferhitzern aufgrund der dort erforderlichen
großen mechanischen Schaltkräfte notwendig sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung der
eingangs genannten Art hinsichtlich ihres Aufbaus so zu vereinfachen, daß sie aus wenigen und einfachen Teilen
besteht, leicht zu montieren ist und einen geringen Bauraum beansprucht, ohne das Schaltverhalten zu
verschlechtera
Nach der Erfindung ist die genannte Aufgabe bei ι ο einer Einrichtung der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß die Venturidüse längsachsgleich an dem Hubkörper befestigt ist, daß der Hubkörper bei der
Eintrittsöffnung eine Lochung aufweist, daß zwischen einer Außenwandung der Venturidüse und einer is
Innenwandung des Gehäuses konzentrisch die Niederdruckkammer ausgebildet ist und daß der Zulauf direkt
in die andere Kammer mündet.
Dadurch ist ein einfacher, kompakter Aufbau gegeben, wobei zusätzlich ein günstiges Schaltverhalten
gewährleistet ist
In einer Ausgestaltung der Erfindung ist der Hubkörper eine Hubmembran. In einer anderen
Ausgestaltung der Erfindung ist der Hubkörper eine Kolbenscheibe, die im Gehäuse flüssigkeitsdicht gleitet
Bei dieser Ausführung kann der Hubkörper aus Kunststoff gefertigt sein. Eine aufgrund ständiger
Biegebeanspruchung verschleißanfällige Membran entfällt
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist eine an der der Niederdruckkammer zugewandten Seite der
Kolbenscheibe angreifende, als Schraubendruckfeder ausgebildete Rückholfeder in der Niederdruckkammer
angeordnet.
Die Kolbenscheibe und die Venturidüse sind vorteilhaft als einstückiges Kunststoffbauteil ausgebildet.
Dabei kann auf einfache Weise die Abdichtung gegen das Gehäuse mittels sich unter Wasserdruck an dieses
anlegenden, an die Kolbenscheibe angeformten Dichtlippen erfolgen.
Die Abdichtung kann auch mittels eines O-Ringes erfolgen. Es kann auch ein flexibles, in Längsachsrichtung
der Kolbenscheibe und der Venturidüse dehnbares Wellrohr zwischen der Kolbenscheibe und dem
Gehäuse angeordnet sein.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Außenwandung der Venturidüse gegen das Gehäuse
flüssigkeitsdicht, beispielsweise mittels eines O-Ringes oder Dichtlippen, abgedichtet.
Die genannten Abdichtmaßnahmen sind in vielen so
Fällen geeignet, die Entstehung des Differenzdruckes zu begünstigen. Die Funktion des Schalters ist jedoch auch
gewährleistet, wenn zwischen der Außenwardung der Düse und der Wandung des Kammergehäuses keine
besondere Abdichtung vorgesehen ist Der Spalt wird dann entsprechend eng ausgelegt
In den vereinfachten, teilweise schematischen Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt,
wobei besonders die raumsparende und einfache Konstruktion des Erfindungsgegenstandes sichtbar
wird.
F i g. 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Differenzdruckschalter im Längsschnitt,
Fig.2 zeigt eine Variante des erfindungsgemäßen Differenzdruckschalters, ebenfalls im (schematischen)
Längsschnitt,
F i g. 3 und F i g. 4 stellen Einzelheiten der Abdichtung dar.
Die Venturidüse 1 ist in F i g. I längsachsgleich an der
zentral gelochten Hubmembran 2 — mit dieser zusammen somit beweglich — befestigt Zwischen ihrer
Außenwandung und der Gehäuseinnenwandung entsteht konzentrisch die Niederdruckkammer 3. Das
komplette Gehäuse mit Anschlußstutzen 4 (Zulauf) und 5 (Ablauf) ist zum Beispiel in die Kaltwasserleitung eines
elektrisch beheizten Durchlauferhitzers eingesetzt
Wird Wasser gezapft, so setzt der Durchlauf des Wassers über Stutzen 4, Kammer 6, Lochung 7 und Düse
1 (Pfeilrichtung A)ein. Stutzen 5 führt zum Durchlauferhitzer.
Die ursprünglich — im Ruhezustand — in beiden Kammern 3, 6 des Gehäuses gleichen statischen
Druckverhältnisse des Wassers verändern sich nun im Durchlaufzustand. Der statische Druck des Wassers
wird (in bekannter Weise durch die Düse 1 bewirkt) in und hinter der Düse wesentlich kleiner und teilt sich so
über die Querbohrung 8 der Düse der besagten unteren, deshalb sogenannten Niederdruckkammer 3 mit wo er
nunmehr über die Membran 2 dem relativ größeren statischen Druck in der oberen Kammer (Hochdnickkammer
6) — etwa Zuleitungsdruck minus dortigem Fließdruck — entgegensteht so daß Membran 2
mitsamt Schaltstange 9 (und Düse 1) ebenfalls in Pfeilrichtung A nach unten sich bewegen muß. Es findet
daher in dem in Fortsetzung der Schaltstange 9 angeordneten elektromechanischen Schaltwerk (nicht
gezeichnet) die Zuschaltung von Heizenergie statt. F i g. 1 zeigt übrigens die unterste mögliche Stellung der
Membran, welche der größten geplanten Durchflußmenge und der höchsten zugeschalteten Heizleistung
entspricht. Verringerung bzw. Verschließung des Zapfquerschnittes mittels Zapfventil hinter dem Durchlauferhitzer
bewirken analog Verringerung bzw. Ausgleich der statischen Drücke in beiden Kammern 3, 6
und Bewegung der Membran 2 nach oben mit Ausschaltwirkung.
In gänzlich analoger Weise funktioniert der Schalter nach F i g. 2, der allerdings im Gegensatz zu F i g. 1 in
»AUS«-Stellung des Durchlauferhitzers (die anstelle der Membran 2 hier vorgesehene Kolbenscheibe 10 oben)
gezeigt ist. Es wird also momentan kein Wasser gezapft. Kolbenscheibe 10 und Venturidüse 1 bilden hier ein
einheitliches Teil aus Kunststoff. Sie bewegen sich bei Durchlaufbetrieb wiederum in Pfeilrichtung A.
In F i g. 2 sind alternativ Rückholfedern 11,12 sowohl
an der Schaltkammer 9 als auch in der Niederdruckkammer gezeigt. Die Schaltstange ist hier über eine gelochte
Haube 13 mit der Kolbenscheibe 10 fest verbunden. Mit 14 ist die unbedingt erforderliche, die beiden Kammern
3a, 6a trennende O-Ringrichtung bezeichnet Diese
Dichtung kann auch, wie in Fig. 3, mittels angeformter
Dichtlippen I0a, dichtend unter Wasserdruck P, oder mittels dehnbarem Wellrohr 15 (F i g. 4) erfolgen.
In F i g. 2 ist übrigens — im Gegensatz zu allen
anderen Figuren — auch eine reguläre Dichtung 16 des Spaltes 17 zwischen der Düsen-Außen wandung und der
Wandung der Kammergehäuseöffnung für die Düse vorgesehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Wasserseitige Einrichtung eines Differenzdruckschalters zur Schaltung der Heizleistung eines
Durchlauferhitzers in Abhängigkeit von der Flüssigkeitsdurchflußmenge mit einer zwischen einem
Zulauf und einem Ablauf angeordneten Venturidüse, die eine Eintrittsöffnung, eine Querbohrung im
Bereich ihres engsten Querschnitts und eine Austrittsöffnung aufweist, welche direkt und konzentrisch in den Ablauf mündet, und mit einem in
einem Gehäuse gehaltenen, dieses in zwei konzentrische Kammern trennenden und mit einem Schaltgestänge fest verbundenen Hubkörper, wobei bei
Flüssigkeitsdurchfluß durch die Venturidüse (Zapfbetrieb) in der einen an die Querbohrung angeschlossenen Kammer (Niederdruckkammer) ein
niedrigerer Druck entsteht als in der anderen Kammer, dadurch gekennzeichnet, daß
die Venturidüse (1) längsachsgleich an dem Hubkörper (2,10) befestigt ist, daß der Hubkörper (2,10) bei
der Eintrittsöffnung eine Lochung (7, 13) aufweist, daß zwischen einer Außenwandung der Venturidüse
(1) und einer Innenwandung des Gehäuses konzentrisch die Niederdruckkammer (3) ausgebildet ist
und daß der Zulauf direkt in die andere Kammer mündet
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubkörper eine Hubmembran (2)
ist
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubkörper eine Kolbenscheibe
(10) ist, die im Gehäuse flüssigkeitsdicht gleitet
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine an der der Niederdruckkammer
(3a) zugewandten Seite der Kolbenscheibe (10) angreifende, als Schraubendruckfeder ausgebildete
Rückholfeder (12) in der Niederdruckkammer (Za)
angeordnet ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenscheibe (10) und die
Venturidüse (1) von einem einstückigen Kunststoffbauteil gebildet sind.
6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an
die Kolbenscheibe (10) zur Abdichtung gegen das Gehäuse sich unter Wasserdruck an dieses anlegende Dichtlippen (lOaJangeformt sind.
7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Abdichtung gegen das Gehäuse in an sich bekannter Weise ein O-Ring (14) vorgesehen ist.
8. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Abdichtung gegen das Gehäuse ein flexibles, in Längsachsrichtung der Kolbenscheibe (10) und der
Venturidüse (1) dehnbares Wellrohr (15) zwischen der Kolbenscheibe (10) und dem Gehäuse angeordnet ist.
9. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Außenwandung der Venturidüse (1) gegen das Gehäuse flüssigkeitsdicht, beispielsweise mittels
eines O-Rings (16) oder Dichtlippen, abgedichtet ist.
Die Erfindung betrifft eine wasserseitige Einrichtung
eines Differenzdruckschalters zur Schaltung der Heizleistung eines Durchlauferhitzers in Abhängigkeit von
der Flüssigkeitsdurchlaufmenge mit einer zwischen einem Zulauf und einem Ablauf angeordneten Venturidüse, die eine Eintrittsöffnung, eine Querbohrung im
Bereich ihres engsten Querschnitts und eine Austrittsöffnung aufweist, welche direkt und konzentrisch in den
Ablauf mündet, und mit einem in einem Gehäuse
ίο gehaltenen, dieses in zwei konzentrische Kammern
trennenden und mit einem Schaltgestänge fest verbundenen Hubkörper, wobei bei Flüssigkeitsdurchfluß
durch die Venturidüse (Zapfbetrieb) in der einen an die Querbohrung angeschlossenen Kammer (Niederdruck
kammer) ein niedrigerer Druck entsteht als in der
anderen Kammer.
Eine derartige Einrichtung ist in der Literaturstelle
HEA Bilderdienst 8/4133, Februar 1966, »Druckdifferenzschalter-Steuergerät für Durchlauferhitzer« be-
schrieben. Diese Einrichtung ist hinsichtlich ihres Aufbaus aufwendig.
In der DE-PS 6 84 490 ist ein Regelventil für Schleudermaschinen beschrieben. Mit diesem soll eine
Flüssigkeitsströmung konstantgehalten werden. Dies
wird dadurch erreicht, daß der Druckunterschied
zwischen zwei Räumen bei einem von einer Feder bestimmten, im voraus eingestellten Wert gehalten
wird. Hierfür sitzt an einem Ventilkörper ein Kolben, der mit einer Drosselöffnung versehen ist, durch die die
vom Zulauf zum Auslauf fließende Flüssigkeitsmenge gedrosselt ist Dies ist bei einem Differenzdruckschalter
eines Durchlauferhitzers unerwünscht, da die Einstellung der Durchlaufmenge über das vom Durchlauferhitzer zugeordnete Zapfventil erfolgen soll und die
tatsächliche Durchlaufmenge also von der Einstellung dieses Zapfventils abhängig sein muß.
In der DE-PS 5 59 856 ist eine Steuervorrichtung für
einen gasbeheizten Durchlauferhitzer beschrieben. Bei dieser ist zur Erzeugung des die Steuerung bewirkenden
Druckgefälles ein in einem Führungsgehäuse gegen eine Feder verschiebbares Venturirohr zur Freigabe eines
Nebenweges für das Wasser im Führungsgehäuse als Hilfsventil vorgesehen. Der zwischen zwei Kammern
angeordnete Hubkörper ist nichtmechanisch mit der
Venturidüse verbunden.
Außerdem sind aus der DE-PS 1 82 788 als Sicherungen bei Wassermangel wirkende Differenzdruckschalter bekannt. Diese arbeiten mit einer einen Druckabfall
bewirkenden Querschnittsveränderung im Strömungsso bereich in einer von zwei Kammern eines Gehäuses. Es
wird dabei ein Differenzdruck an einer das Gehäuse in zwei Kammern trennenden Membran erhalten. Es ist
eine Ausführung mit gelochter Membran bekannt, wobei Wasserzulauf und Wasserablauf in der einen
Kammer liegen und die Strömung über einen Ringspalt geleitet wird, dessen einen Druckabfall bewirkender
Widerstand größer ist als bei der Wasserdurchführung durch die gelochte Membran in die andere Kammer. Die
Membran kommt dadurch mit samt ihrem Schaltgestän
ge gegen Federkraft zur Bewegung, wobei sie auch
regelnd auf die Flüssigkeitsmenge einwirkt, da sie mit einem Teil der Ringspaltkonstruktion fest verbunden ist.
Ein solcher Differenzdruckschalter arbeitet ziemlich träge und ist besonders empfindlich gegen Druckschlä
ge. Bei höheren Fließdrücken arbeitet der Differenz
druckschalter nicht mehr exakt, da sich die konstruktionsbedingte Prallwirkung dann stark bemerkbar
macht. Ein derartiger Differenzdruckschalter verwirk-
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732339099 DE2339099C3 (de) | 1973-08-02 | 1973-08-02 | Wasserseitige Einrichtung eines Differenzdruckschalters |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19732339099 DE2339099C3 (de) | 1973-08-02 | 1973-08-02 | Wasserseitige Einrichtung eines Differenzdruckschalters |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2339099A1 DE2339099A1 (de) | 1975-02-13 |
| DE2339099B2 true DE2339099B2 (de) | 1980-10-23 |
| DE2339099C3 DE2339099C3 (de) | 1981-07-23 |
Family
ID=5888643
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732339099 Expired DE2339099C3 (de) | 1973-08-02 | 1973-08-02 | Wasserseitige Einrichtung eines Differenzdruckschalters |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2339099C3 (de) |
Cited By (1)
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1973
- 1973-08-02 DE DE19732339099 patent/DE2339099C3/de not_active Expired
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| DE4234579A1 (de) * | 1992-10-14 | 1994-04-21 | Heinrich Kissling Gmbh & Co Kg | Schalteinrichtung |
Also Published As
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