DE2334320C3 - Modulatorteil für Phonokardiographen - Google Patents
Modulatorteil für PhonokardiographenInfo
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Description
55
Die Erfindung betrifft einen Modulatorteil für Phonokardiographen
für das Aufnehmen von Herztonsignalen aus einem Mikrophon (vgl. auch rororo-Tcch- 6c
niklexikon. Feinwerktechnik, Bd. 4, Stichwort »Phonokardiograph«).
In der Phonokardiographie werden Herztöne im Frequenzintervall von 20 bis KM)O Hz registriert. Aus
diagnostischen Gründen ist es notwendig, die eir./elnen
Frequenzbänder von 35,70, 140, 250 und 400 Hz getrennt zu registrieren. Da eine elektromechanische
Registrierung gewöhnlich die Registrierung von Frcquenzkomponenten oberhalb 140 Hz nicht erlaubt,
müssen die Modulationsprinzipien der Registrierung so gestaltet werden, daß die Trägerfrequenz in dem
'übertragenen Band des Registriergeräts liegt. Bei der Diagnose wird die positive und negative Hüllkurve
der Herztonsignale registriert, und deshalb verwendet man für die Modulation des Systems die Amplitudenmodulation
mit unterdrückten) Träger.
Gegenwärtig verwendet man praktisch für den gegebenen
Zweck sowohl Ringmodulatoren als auch Transistormodulatoren. Diese Anordnungen sind
verhältnismäßig sperrig. Übertrager oder Transformatoren müssen gegen äußere Magnetfelder abgeschirmt
werden, damit in dem übertragenen Signal keine unerwünschten .Komponentenerscheinen. Weitere
wesentliche Nachteile sind ein kleiner dynamischer Bereich, eine kleine Linearität, ein kleiner Hingangswiderstand.
eine Wärmeabhängigkeit und ein bedeutender Pegel von Störsignalen. Außerdem kann
ein solcher Modulator mit Rücksicht auf die eingebauten Übertrager einmal als ein idealer Schalter arbeiten.
Die Modulatoren mit Feldeffekttransistoren sind mehrfach teurer als die Diodenmodulatoren, wobei
sie ihre wesentliche Eigenschaft, nämlich die Möglichkeit der Verarbeitung von Signalen auf einem relativ
niedrigen Pegel (größenordnungsmäßig \on Millivolt), verlieren. Vom Standpunkt der Linearität
ist es notwendig, bei den Feldeffekttransistoren mehr als zwei aktive Bauelemente zu verwenden. Der große
Nachteil liegt auch in ihrer Wärmeinstabilität, die den dynamischen Bereich und den Abstand von den Störsignalen
verringert. Bei Verwendung von integrierten Schaltungen ist die Situation ähnlich wie bei der Verwendung
von diskreten Bauelementen, d.h. Transistoren.
Aufgabe der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung ist es, ein Modulatorteil für Phonokardiographen
zu schaffen, der insbesondere störanfällig und kostengünstig bei raumsparendem Aufbau ist.
Es ist zweckmäßig, daß die Verbindung des Eingangs des abgeglichenen Modulators mit dem Ausgang
des symmetrischen Signaldetektors mit einer direkten Kopplung durchgeführt ist, wobei an einen der
Pole des symmetrischen Eingangs Paare von Dioden derselben Polarität angeschaltet sind, von denen eine
Diode in Abhängigkeit von der Polarität des Ausgangs des symmetrischen Signaldetektors an einen der Ausgänge
des symmetrischen Signaidetektors und die zweite Diode an den anderen Ausgang des symmetrischen
Signaldetektors angeschlossen ist. Als abgeglichener Modulator kann ein Kreismodulator verwendet
werden, an dessen beide Mittelpunkte der Brückenzweig zwei Abgleichkapazitäten angeschaltet
sind und in einem von dessen inneren Zweigen ein Potentiometer liegt. Als der abgeglichene Modulator
kann auch ein Kreuzmodulator verwendet werden.
Der erfindungsgemäße Modulatorteil für Phonokardiographen hat als Vorteile, daß er keinen Übertrager
enthält und als ein elektronischer Umschalter zuverlässig arbeitet sowie mit Zeit und Temperatur
seine Parameter nicht ändert. Diese Schaltungsanordnung hat außerdem für die Übertragung des Herztonsignals
einen großen dynamischen Bereich bei gleichzeitig großem Abstand der Störfrequenzen vom
Nutzsignal. Schließlich ist er einfach im Aufbau und in der Fertigung, widerstandsfähig gegen äußere Magnetfelder,
sparsam im Energieverbrauch und mit einem Ausgang niedriger Impedanz versehen.
Die Schaltungsanordnung des Modulatorteils für Phonokardiographen wird an Hand der Zeichnung
naher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild zur Erläuterung der prinzipiellen. Arbeitsweise von, Phonokardiographe-..
Fig. 2 die prinzipielle Schaltung-anordnung eines
bekannten Ringmodulators,
Fig. 3 das ganze Schaltbild mit einem Krcisniodulator,
Fig. 4 di: Schaltung eines Kreuzmodulators.
Herztöne, die nach Hg. 1 durch ein Mikrophon M
aufgenommen und duieh einen Vorverstärker i'Z verstärkt werden, werden ein/einen Oberfrequenzbandfiltern
Finsbesondere mit Frequenzen von 30 bis
umgekehrten Enden verbunden sind. Λη die Teilpunkte der Brückenzweige sind weiter Abgleichkondensatoren
C1. C\. C"i5 C4 angeschlossen. Zwischen
die Brückenpunkte c. d sind Abgleichpotentiometer F1, /', eingelegt.
Der erfindungsgemäße Modulatorteil in Fig. 3 arbeitet
wie folgt: Ein freischwingender Multivibrator .VAi erzeugt ein Signal mit ungefähr Rechtcckverlaui
und einer Wiederholungsfrequ'inz, die das Zweifache
ίο der dem Modulator M(J zugeführten 1 rcquenz beträgt.
Die Frequenz des Multivibrators liegt vorzugsweise im Bereich von 140 bis 200 Hz. Weil der abgeglichene
Modulator MO eine symmetrische Folge von Rechtecken erfordert, wird das Signal des Multivibra-
240 Hz zugeführt. Die betreffenden Frequenzkom- 15 tors .SAf Differenziergliedern Dc1, Dc, zugeführt, wo
ponenten von 120 bis 240 I Iz außerhalb des Über- Impulse entstehen, die dann den Betrieb eines Kippkreises/CO
steuern. Der Kippkreis/\O kippt mit dem
halben Wender Frequenz des Multivibrators SM um.
Der Kippkreis KO ist so aufgebaut, daß ein symmetri-
Ausgängen einzelner Modulatoren MO im Übertra- 20 scher Ausgang vorhanden ist. Zinn Steuern des Mogungsband
des Registriergeräts ZP bereits anliegt. dulators MO ist ein Rechtecksignal verwendet: das
hat den Voiicil. daß in dem Modulator ständig zwei
tragungsbands des verwendeten Registriergeräts sind
mit dem unterdrückten Träger so amp'itudenmodufiert.
daß das resultierende iViociulations^iiznal an de»
Die Trägermodulationskomponente des Signals wird nach Fig. 2 dem Eingangeines Übertragers 7V1
zugeführt, wobei die Mndulationsspannung Um„t der
Diagonale einer durch die Sekundärwicklung des as Übertragers Trx und durch die Primärwicklung eines
Übertragers Tr2 gebildeten Brücke zugeführt wird.
Das resultierende Ausgangssignal mit dem unterdrückten
Träger entsteht an der Sekundärwicklung des Übertragers 7V:.
In der Fig. 3 ist ein abgeglichener Modulator AiO
veranschaulicht. Dieser Modulator besitzt einen symmetrischen Eingang ct. h für den Träger, einen symmetrischen Eingang c, d für das modulierende Signal
und weiter einen unsymmetrischen Ausgang e, von 35
dem ein modulierter Träger abgenommen wird. Der
Modulator MO hat eine Brückenform, deren einem
Paar von gegenüberliegenden Punkten a, b der Träger
oder ein Signal in Rechteckform und deren übrigerim
Paar von Punkten c\ d das symmetrische, modulie- 40 das Signal an einem Ausgang 12 frequenzmaßig um-
veranschaulicht. Dieser Modulator besitzt einen symmetrischen Eingang ct. h für den Träger, einen symmetrischen Eingang c, d für das modulierende Signal
und weiter einen unsymmetrischen Ausgang e, von 35
dem ein modulierter Träger abgenommen wird. Der
Modulator MO hat eine Brückenform, deren einem
Paar von gegenüberliegenden Punkten a, b der Träger
oder ein Signal in Rechteckform und deren übrigerim
Paar von Punkten c\ d das symmetrische, modulie- 40 das Signal an einem Ausgang 12 frequenzmaßig um-
definierte Zustände in den 1 lalbperioden sich wiederholen:
Entweder sind die Dioden D1. D. leitend und
die Dioden D1. D4 gesperrt oder umgekehrt. Die Dioden
ändern dabei nicht ihren Arbeitspunkt innerhalb einer Halbpcriode so, daß die nichtlineare Verzerrung
und auch die Kombinationsfreqnenzen des Modulators MO tief unter der erlaubten Grenze lägen. Im
Modulator MO wiederholen sich also zwei Zustände. wobei in einer Halbperiode ein Paar der Dioden leitend
ist. das den einen Eingang des abgeglichenen Modulators MO mit dem Ausgang verbindet, und in
der weiteren Halbperiode das zweite Paar der Dioden leitend ist. das den zweiten Eingang des Modulators
mit dessen Ausgang verbindet. Der Modulator MO arbeitet also als ein elektronischer Schalter. An den
Ausgang c des verwendeten Modulators MC) kann man einen Ausgangskondensator Cw anschließen, der
formt. Abgleichkondensatoren C1.,. C1., verbessern
den Gesamtabstand der unerwünschten Komponenten.
Das Modulationssignal wird in folgender Weise verarbeitet: Das verstärkte und frequenzumgesetzte
Herztonsignal kommt auf ein Symmetrierglied 50. das an seine Ausgänge 13,14 ein symmetrisches Signal
liefert. An diese Ausgänge ist ein Zweivveg-Gleich-
. - —, σ— _ ___ richter oder Detektor DE angeschlossen, der durch
Zweigen, in denen die linearen Impedanzen mit den 50 Dioden Ds, D7 und D,„ Dh mit Ausgängen 9. 10 genichtlinearen
Impedanzen verbunden worden, sind bildet ist, auf die Filterkondensatoren CK, C1 folgen,
durch die linearen Impedanzen Z5. Z,„ Z7. Zh am ge- an welchen eine dem augenblicklichen Pegel der Hüllmeinsamen
Ausgangspunkt e des Modulators auge- kurve des I lerztonsignals proportionale Gleichspanschlosscn.
Die Paare von Impedanzen Z<. Z,,oder Z7. nung erscheint. An einem Kondensator - z.B. CK Z8
können Teil eines Potentiometers /'. sein, mit dem 55 ist diese Spannung positiv und an einem anderen Kon-
rende Signal zugeführt wird. Jeder Zweig dieser Brücke besieht aus zwei Impedanzen, von denen immer
eine linear - Z1. Z,. Z1. Z4 - und die zweite
nichtlinear - O1. D2, O„ D4 - ist. vorzugsweise in
Form einer Diode. Die linearen Impedanzen sind an einem Paar der gegenüberliegenden Punkte a, b angeschaltet,
und die nichtlinearen Impedanzen sind immer am restlichen Paar der gegenüberliegenden
Punkte c, d angeschlossen. Die Punkte von allen vier
der Modulator abgeglichen wird.
Eine Schaltungsanordnung des abgeglichenen .Modulators
MO (gemäß tschechische Patentschrift 137880) ist in Fig. 4 gezeigt. Der abgeglichene Modulator
MO ist mit einem symmetrischen Eingang a, b für den Träger, einem symmetrischen Eingang c
d für das modulierte Signal und mit einem unsymmetrischen Ausgang e versehen. Der Modulator AfO hat
die Form einer Brücke, wobei jeder Zweig der Brücke in zwei lineare Impedanzen Z1, Z6; Z2, Z7; Z,, Zx
und Z4, Z5 unterteilt ist. An den Teilpunkt sind wechselseitig
gepoltc Dioden angeschlossen, die durch ihre densator - z.B C, - dann negativ. Am Ausgang des
abgeglichenen Modulators XiO erscheint dann das Rechtecksignal, dessen Modulationshüllkurve dem
augenblicklichen Wert des Pegels des Herztonsignals oroportional ist.
Eine entsprechende Funktion mit ähnlichen Eigenschaften kann man mit dem früher beschriebenen
Kreuzmodulator gemäß Fig. 4 erreichen, der an dem bezeichneten Ausgang des Gleichrichters DE und des
Kippkreises KO in den gekennzeichneten Punkten 5.
6, 7 und 8 angeschlossen ist Dei Modulator ist
einem Ausgang 11 versehen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Mociuiaumeii für Phonokardiogiaphen, in
dem das aufgenommene Herztonsignal aus einem Mikrophon nach Verstärkung gleichgerichtet wird
und das gleichgerichtete Signal auf den Träger bei gleichzeitiger totaler Unterdrückung des eigenen
Trägers aufmoduliert wird, mit einem Ausgang, an den eine Registriereinrichtung angeschaltet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß an den Ausgang (1) eines ire-ischwingenden Multivibrators
(SM) ein Eingang (2) eines Kippkreises (KO) und an einen symmetrischen Ausgang (3,4) des Kippkreises
(KO) ein symmetrischer Eingang (5, 6) dnes abgeglichenen Modulators (MO) für den
Träger angeschaltet ist, während an den symmetrischen Eingang (7, 8) des abgeglichenen Modulators
(MO) für das Modulationssignal Ausgänge (9,10) eines symmetrischen Signaldetektors (DE)
angeschaltet sind und an den unsymmetrischen Ausgang (11) des abgeglichenen Modulators
(MO) ein Ausgangskondensator (Q,) angeschaltet ist. der mit der Ausgangsimpedanz des Modulators
ein Tiefpaßfilter bildet.
2. Modulatorteil für Phonokardiographen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindung des Eingangs (7,8) des abgeglichenen Modulators (MO) mit dem Ausgang des symmetrischen
Signaldetektors (DE) mit einer direkten Kopplung durchgeführt ist, wobei an einen der
Pole des symmetrischen Eingangs (7, 8) Paare von Dioden (D1. D, und D2, D4) derselben Polarität
angeschaltet sind, von denen eine Diode in Abhängigkeit von dei Polarität de:· Ausgangs (9, 10)
des symmetrischen Signaldetektors (DE) an einen der Ausgänge des symmetrischen Signaidetektors
( DE) und die zweite Diode an den anderen Ausgang des symmetrischen Signaidetektors (DE)
angeschlossen ist.
3. Modulatorteil für Phonokardiographen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der abgeglichene
Modulator (MO) ein Kreismodulator ist, an dessen zwei Mittelpunkten der Brückenzweige
zwei Abgleichkondensatoren (C1,,. Cv2)
geschaltet sind und in einen von dessen inneren Zweigen ein Potentiometer (/^1) geschaltet ist
(Fig. 3).
4. Modulatorteil für Phonokardiographen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der abgeglichene
Modulator (MO) ein Kreuzmodulator ist (Fig. 4).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732334320 DE2334320C3 (de) | 1973-07-05 | Modulatorteil für Phonokardiographen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732334320 DE2334320C3 (de) | 1973-07-05 | Modulatorteil für Phonokardiographen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2334320A1 DE2334320A1 (de) | 1975-02-06 |
| DE2334320B2 DE2334320B2 (de) | 1975-07-03 |
| DE2334320C3 true DE2334320C3 (de) | 1976-02-19 |
Family
ID=
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