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DE2334096A1 - Verfahren zur gewinnung reiner 1,12dodecandicarbonsaeure - Google Patents

Verfahren zur gewinnung reiner 1,12dodecandicarbonsaeure

Info

Publication number
DE2334096A1
DE2334096A1 DE19732334096 DE2334096A DE2334096A1 DE 2334096 A1 DE2334096 A1 DE 2334096A1 DE 19732334096 DE19732334096 DE 19732334096 DE 2334096 A DE2334096 A DE 2334096A DE 2334096 A1 DE2334096 A1 DE 2334096A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
dda
solution
crude
aqueous
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19732334096
Other languages
English (en)
Inventor
Yushi Ishibashi
Takashi Matsubara
Yoshihiko Okada
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Toagosei Co Ltd
Original Assignee
Toagosei Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from JP6637272A external-priority patent/JPS5210849B2/ja
Priority claimed from JP11712372A external-priority patent/JPS5210850B2/ja
Application filed by Toagosei Co Ltd filed Critical Toagosei Co Ltd
Publication of DE2334096A1 publication Critical patent/DE2334096A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/42Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C51/487Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by treatment giving rise to chemical modification

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Polyamides (AREA)

Description

TOAGOSEI CHEMICAL INDUSTRY CO., LTD., Tokyo, Japan
11 Verfahren zur Gewinnung reiner 1,12-Dodecandicarbonsäure "
Priorität: 4. Juli 1972, Japan, Nr. 66 372/72 24. November 1972, Japan, Nr. 117 123/72
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung reiner 1,12-Dodecandicarbonsäure, nachstehend mit DDA abgekürzt, aus durch Oxidation von Cyclododecanol und/oder Cyclododecanon mit Salpetersäure erhaltener roher 1,12-Dodecandicarbonsäure.
DDA ist ein wertvolles Zwischenprodukt zur Herstellung von fadenbildenden Polyamiden und Polyestern sowie zur Herstellung von Weichmachern. Zu diesem Zweck muß die Verbindung von sehr hoher Reinheit sein und eine gute Wärmestabilität aufweisen.
Die durch Oxidation von Cyclododecanol und/oder Cyclododecanon mit Salpetersäure erhaltene DDA enthält jedoch als Nebenprodukt Dicarbonsäuren mit weniger als 12 Kohlenstoffatomen sowie stickstoffhaltige Verunreinigungen. Es war äußerst schwierig, DDA in hoher Ausbeute und hoher Reinheit herzustellen, die in wäßrig-alkalischer Lösung eine gute Farbe aufweist und sehr gu- _l
309834/1493
233A0S6
te Wärmestabilität besitzt.
Beispielsweise enthält rohe kristalline DDA, die durch Oxidation bei 70 bis 950C mit 60prozentiger Salpetersäure in Gegenwart eines Kupfer-ammoniummetavanadat-Katalysators und anschließendes Filtrieren bei 700C hergestellt worden ist, 300 bis 1500 ppm (berechnet als Np) Nitroverbindungen, Nitrosoverbindungen, Salpetrigsäureester oder ähnliche stickstoffhaltige Verbindungen sowie· 2 bis j5 Prozent Dicarbonsäuren mit weniger als 12 Kohlenstoffatomen. Beim Auflösen der Rohkristalle in Alkali färbt sich die Lösung gelb. Die optische Dichte beträgt mindestens 2. Außerdem verfärben sich die Rohkristalle beim Erhitzen sehr stark. Beispielsweise beträgt die Razen-Farbzahl (APHA). einer DDA, die 2 Stunden an der Luft auf 1500C erhitzt wurde, mindestens 1000.
Die vorgenannten Verunreinigungen und färbenden Stoffe lassen sich durch Waschen von roher DDA mit Wasser kaum entfernen. Es ist bereits ein Verfahren zum Reinigen von roher DDA bekannt, bei dem die rohe DDA aus einem organischen Lösungsmittel, wie Toluol, Äthanol, Polyäthylenglykol, einem Dialkyläther, Aceton oder Essigsäure, umkristallisiert wird. Dieses Verfahren läßt sich jedoch in technischem Maßstab nicht durchführen, da es zu kostspielig ist, die Verluste an DDA bei der Umkristallisation zu hoch sind, das Lösungsmittel wiedergewonnen werden muß und die Umkristallisation mehrmals wiederholt werden muß, um sehr reine DDA zu gewinnen.
309884/1493
233A096 ι
So ist z.B. in der DT-OS 1 443 811 beschrieben, "daß bei der Umkristallisation von roher DDA, die 1400 ppm stickstoffhaltige Verbindungen enthält, aus Äthylacetat, der Gehalt an stickstoffhaltigen Verbindungen auf 210 ppm vermindert wird. Dieser Wert kann durch eine zweite Umkristallisation aus Äthylacetat weiter auf 150 ppm vermindert werden. Dies zeigt, daß sich rohe DDA durch Umkristallisation aus organischen Lösungsmitteln nur schwierig reinigen läßt.
Nach dem in der FR-PS 1 392 568 beschriebenen Verfahren wird rohe DDA mit siedendem Wasser behandelt, um die niederen Dicarbonsäuren abzutrennen. Der Abtrennungsgrad ist jedoch nicht befriedigend. Außer den vorgenannten Verfahren ist auch ein Verfahren zur Umkristallisation von DDA in heißem V/asser unter Druck bekannt. Keines dieser Verfahren bewirkt jedoch eine ausreichende Abtrennung der stickstoffhaltigen Verunreinigungen und der niederen Dicarbonsäuren, und man erhält keine DDA mit ausgezeichneter Wärmestabilität.
Nach dem in der japanischen Patentveröffentlichung Nr. 13 887/72 beschriebenen Verfahren läßt sich sehr reine DDA durch Behandlung von roher DDA mit einer wäßrigen Alkalilösung erhalten. Dieses Verfahren ist jedoch unbefriedigend, da die Wärmestabilität der gereinigten DDA und der Farbwert einer wäßrig alkalischen Lösung der DDA unzureichend sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein neues Verfahren zur Gewinnung reiner 1,12-Dodecandicarbonsäure zu schaffen, die eine ausgezeichnete Wärmestabilität und einen sehr niedrigen Gehalt an
309884/U93
— A- —
stickstoffhaltigen Verbindungen aufweist und sich deshalb ausgezeichnet zur Herstellung von Polymerisaten mit heller Farbe und hohem Polymerisationsgrad bei der Herstellung von Polyamiden eignet. Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst.
Gegenstand der Erfindung ist dementsprechend ein Verfahren zur Gewinnung reiner 1,12-Dodecandicarbonsäüre aus durch Oxidation von Cyclododecanol und/oder Cyclododecanon mit Salpetersäure erhaltener roher 1,12-Dodecandicarbonsäure, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die rohe 1,12-Dodecandicarbonsäure In der Wärme mit einer wäßrigen Lösung behandelt, die Hydrogensulfit- und/oder Sulfitionen enthält, und anschließend die 1,12-Dodecandicarbonsäure von der wäßrigen Lösung abtrennt und trocknet.
Die Erfindung beruht auf dem Befund, daß man bei der Behandlung der rohen DDA mit einer wäßrigen Lösung, die Hydrogensulfit und/ oder Sulfitionen enthält, nachstehend kurz als Sulfitionen bezeichnet, und anschließendem Abtrennen der kristallinen 1,12-Dodecandicarbonsäure von der wäßrigen Lösung und gegebenenfalls einer Behandlung mit heißem Wasser bei einer Temperatur von mindestens etwa 800C, Abtrennen des V/assers und Trocknen, in guter Ausbeute eine DDA ausgezeichneter Qualität und Wärmestabilität und mit nur geringem Stickstoffgehalt erhält, die sich sehr gut zur Herstellung von Polyamiden bzw. Superpolyamiden mit heller Farbe und hohem Polymerisationsgrad eignet.
Als Hydrogensulfite werden im erfindungsgemäßen Verfahren vorzugsweise Alkali- und Ammoniumsalze, wie Natrium-, Kalium-, _j
309884/1493
-D-
Lithium- und Ammoniumhydrogensulfit verwendet. Als Quelle für SuIf itionen^ kann im erfindungsgemäßen Verfahren eine wäßrige Lösung verwendet werden, die Schwefeldioxid oder ein wasserlösliches Sulfit enthält. Bevorzugt sind Natrium-, Kalium- und Ainmoniumsulfit. Venn die verwendete Menge an Sulfitionen zu gering ist, erhält man keine ausreichende Reinigungswirkung, während bei Verwendung zu großer Mengen die Verluste an DDA zunehmen.
V/enn die eingesetzte rohe DDA große Mengen an Salpetersäure und ähnliche Verbindungen enthält, kann man ein Neutralsalz zusetzen und das Hydrogensulfit in situ unter den Behandlungsbedingungen bilden. Vorzugsweise werden die Sulfitionen in einer Menge von etv/a 0,005 bis 0,2 Mol pro Mol rohe DDA verwendet. Die Sulfitionenkonzentration beträgt vorzugsweise 0,5 bis 5 Gewichtsprozent. Wenn die Sulfitionenkonzentration zu niedrig ist, sind Vorrichtungen mit großem Voluminar erforderlich, während bei zu hohen Konzentrationen die Fließfähigkeit der kristallinen DDA abnimmt.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird bei einer Temperatur von mindestens 800C, vorzugsweise oberhalb 900C und insbesondere mit einer kochenden wäßrigen Lösung der Sulfitionen durchgeführt. Die kristalline DDA wird in der wäßrigen Lösung mindestens 30 Minuten, vorzugsweise 2 bis 6 Stunden behandelt.
Nach beendeter Behandlung wird die 1,12-Dodecandicarbonsäure von der wäßrigen Lösung z.B. durch Filtration oder Zentrifugieren abgetrennt. Die erhaltene kristalline DDA wird hierauf als sol-_j
309884/1493
-D-
che oder vorzugsweise nach dem Waschen mit der 0,5-bis 5-fachen Menge Wasser noch mit heißem Wasser einer Temperatur von mindestens 800C während eines Zeitraums von mindestens 30 Minuten behandelt. Diese HeißwasSerbehandlung kann unter mechanischem Rühren oder in kochendem Wasser entweder diskontinuierlich oder kontinuierlich durchgeführt werden. Für die Heißwasserbehandlung wird die etwa 1- bis 20-fache, vorzugsweise etwa 2- bjs 10-fache Wassermenge verwendet. Die Dauer der Heißwasserbehandlung beträgt vorzugsweise mindestens 30 Minuten, insbesondere etwa 2 Stunden. Nach der Heißwasserbehandlung wird die kristalline DDA von der wäßrigen Lösung abgetrennt, gegebenenfalls mit Wasser gewaschen und danach getrocknet.
Die Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispieli
25,1 g Kupferpulver und 8,4 g Ammoniummetavanadat werden in 16,9 kg öOprozentiger Salpetersäure gelöst und in einem 20 Liter fassenden Reaktionsgefäß aus korrosionsbeständigem Stahl vorgelegt, das mit einem Rührwerk ausgerüstet ist. Sodann werden innerhalb 20'Minuten 2,0 kg eines geschmolzenen Gemisches aus Cyclododecanol und Cyclododecanon (85 : 15) in das Reaktionsgefäß eingespeist. Die Reaktionstemperatur wird bei 70°C gehalten. Nach beendeter Zufuhr wird die Temperatur des Gemisches 40 Minuten auf 850C und anschließend 40 Minuten auf 95 C eingestellt. Danach wird das Reaktionsgemisch auf 70°C abgekühlt, und das kristalline Produkt wird abfiltriert und mit Wasser gewaschen. Nach dem Anfeuchten der Kristalle mit 10 Li-,ter Wasser wird das Produkt abgeschleudert. Es werden 2,00 kg _j
30988WU93
rohe DDA erhalten. Das Rohprodukt wird mit Butanol verestert. Auf Grund der gaschromatographischen Analyse beträgt die Aus-: beute, bezogen auf das Ausgangsmaterial, 84 Prozent. Die rohe DDA enthält 2,2 Prozent Dicarbonsäure mit 11 C-Atomen sowie 0,4 Prozent Dicarbonsäure mit.10 C-Atomen. Der Stickstoffgehalt, bestimmt nach Kjeldahl, nach dem Trocknen der rohen DDA während 8 Stunden bei 800C in einem Umwälzluftofen ergibt einen Stickstoffgehalt von 514 ppm. Beim Wärmestabilitätstest (bei dem das Produkt 2 Stunden an der Luft auf 1500C erhitzt wird, beträgt die Hazen-Farbzahl (APHA) mehr als 1000.
Beispiel 2
100 g der in Beispiel 1 erhaltenen rohen DDA werden in 450 g einer Iprozentigen wäßrigen Natriumhydrogensulfitlösung eingetragen und 90 Minuten aufgekocht. Danach werden die Kristalle abgetrennt, mit 3Q0 ml V/asser gewaschen und 60 Minuten in 300 ml V/asser auf 1000C erhitzt. Anschließend werden die Kristalle bei dieser Temperatur abgetrennt. Die Kristalle v/erden 8 Stunden bei 800C im Umwälzluftofen getrocknet. Die Qualität und die Ausbeute an gereinigter DDA sind in Tabelle I zusammengefaßt. In Tabelle I ist auch die Qualität des 1,12-Dodecandicarbonsäüre-dioctylesters (nachstehend mit DOD bezeichnet) angegeben, der durch Veresterung von 50 g gereinigter DDA mit 150 g 2-Äthylhexanol in Gegenwart von 0,1 g Tetrabutyltitanat während 4 bis 5 Stunden bei 180 bis 2000C und Abtrennen des überschüssigen 2-Äthylhexanols hergestellt wurde.
J 309884/1493
Beispiel 3
Die Reinigung von DDA und die Herstellung von DOD werden gemäß Beispiel 2 durchgeführt, anstelle von Natriumhydrogensulfit wird jedoch Kaliumhydrogensulfit verwendet. Die Ergebnisse sind ebenfalls in Tabelle I zusammengefaßt.
Beispiel 4
Die Reinigung von DDA und die Herstellung von DOD werden gemäß Beispiel 2 durchgeführt, anstelle von Natriumhydrogensulfit wird jedoch Ammoniumhydrogensulfit verwendet. Die Ergebnisse sind ebenfalls in Tabelle I zusammengefaßt.
Vergleichsbeispiel 1
Die Reinigung von DDA und die Herstellung von DOD v/erden gemäß Beispiel 2 durchgeführt, anstelle einer wäßrigen Natriumhydrogensulfitlösung wird jedoch lediglich heißes Wasser verwendet. Die Ergebnisse sind in Tabelle I zusammengefaßt.
Vergleichsbeispiel 2
Die Reinigung von DDA und die Herstellung von DOD v/erden gemäß Beispiel 2 durchgeführt, anstelle einer Iprozentigen wäßrigen Natriumhydrogensulfitlösung \örd jedoch eine Iprozentige Natriumhydroxidlösung verwendet. Die Ergebnisse sind in Tabelle I zusammengefaßt.
Beim Wärmestabilitätstest wird die 1,12-Dodecandicarbonsäurc 2 Stunden an der Luft auf 1.50°C erhitzt. Danach wird die IIa;:cn~ Farbzahl (APIIA) bestimmt.
309334/1493
Tabelle I
Qualität der 1 Ψ 12-Dodecandicarbonsäure (DPA) DOD
Beisniel-
Nr.
Stickstoffgehalt, ppm
V/ärmestabilität (APHA)
Gehalt an Gehalt an
Dicarbon- Dicarbon-
säure mit säure mit
11 C-Atomen, 10 C-Atomen,
Wärmestabilität, (APHA^
Säurezahl, mg KOH/g
Ausbeute an reiner
DDA, %
2 514 >1000
3 45 180
O
(O
4 52 160
OO
OO
60 200
4> Vergleichs
beispiel 1
■>* Vergleichs-
beisniel 2
250 500
to 85 250
2,2
1,0
>1000 100 100 120
300 120
0,03 0,03 0,03
0,06
98,1 98,0 98,2
98,3
0,05 95,81
U)
Ui
J^ Ό
to
CD
233A096
Beispi.el 4
10Og gemäß Beispie! 1 erhaltene rohe DDA werden in 300 g einer Iprozentigen wäßrigen Natriumsulfitlösung eingetragen und 60 Minuten gekocht. Nach dem Abtrennen der kristallinen DDA werden die Kristalle mit 300 g Wasser gewaschen und 60 Minuten in 300 g Wasser auf 1000C erhitzt. Anschließend werden die Kristalle bei der gleichen Temperatur abgetrennt. Die Kristalle werden 8 Stunden bei 800C an der Luft getrocknet. Die Qualität der gereinigten DDA ist in Tabelle II zusammengefaßt. In Tabelle II ist auch die Qualität- des gemäß Beispiel 2 aus der gereinigten DDA hergestellten EOD angegeben.
Beispiel 5
Die Reinigung von DDA und die Herstellung von DOD werden gemäß Beispiel 4 durchgeführt, anstelle von Natriumsulfit wird jedoch Kaliumsulfit verwendet. Die Ergebnisse sind in Tabelle II zusammengefaßt.
3G98U/U93
Tabelle II
Qualität der 1t12«Dodecandicarbonsäure (DPA) DOD
Stickstoff- Ivärmestabi- Gehalt an ' Gehalt an Wärnesta- S'rira-
Beispiel- gehalt, lität Dicarbon- Dicarbon- bilität, ■ zahl,
Nr". ppm (APIlA.) säure mit säure mit (APKA) mg KÖH/g
C-Atomen, 10 C-Atomen,
. Gew.-% Gew.-fli
2,2
° 4
oa 5
514 >1000
65 200
50 210
0,4 >1000 >1
0 120 0,03
0 120 0,04
Beispiel 6
300 g rohe DDA mit einem Stickstoffgehalt von 210 ppm und einer Hazen-Farbzahl (APHA) im Wärmestabilitätstest von mehr als 1000 (2500C im Stickstoffstrom) und mit einem Gehalt von 2 Prozent an Dicarbonsäure mit weniger als 12 Kohlenstoffatomen v/erden in jeweils 1000 g der in Tabelle III angegebenen Waschlösungen eingetragen und 3 Stunden gekocht. Danach v/erden die Kristalle aus der heißen Lösung abgetrennt und mit 1000 ml 800C heißem V/asser gewaschen. Anschließend werden die Kristalle mit 1000 g reinem Wasser versetzt und 2 Stunden aufgekocht. Danach v/erden die Kristalle noch heiß abfiltriert. Die erhaltenen gereinigten DDA-Kristalle werden 12 Stunden bei 800C im Heißluftstrom getrocknet.
Die Re ini gungsv/i rkung mit den verschiedenen Waschlösungen ist in Tabelle III angegeben. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine DDA mit ausgezeichneter Wärmestabilität und sehr gutem Farbwert in alkalischer Lösung und als Nylonsalz erhalten.
Auswertung der gereinigten DDA.
(1) Wärmestabilität
20 g DDA werden in ein Reagensglas mit einem Innendurchmesser von 20 mm und einer Höhe von 230 min eingefüllt, und der Farbwert nach dem Erhitzen auf 2500C während 0, 1 und 2 Stunden unter Stickstoff als Schutzgas wird mit einer Standard (APIIA)-Farbe verglichen.
(2) Farbe in Alkali
1,0 g DDA v/erden in 25 ml 1 η Natronlauge gelör.t. Die pro- _j
309884/U93
zentuale Durchlässigkeit wird mit einem Spektrophotometer (10 mm Zelle, Wellenlänge 370 mu) und mit 1 η Natronlauge als Blindprobe (100 Prozent) verwendet. Es wird log (I0A) berechnet; IQ - prozentuale Durchlässigkeit der Blindprobe, I = prozentuale Durchlässigkeit der Probe. (3) Herstellung und Polymerisation des 6,12-Nylonsalzes 20 g DDA v/erden zusammen mit 20 ml Wasser auf 700C erwärmt und mit einer 50gewichtsprozentigen wäßrigen Hexamethylendiaminlösung neutralisiert. Danach wird der pH-Wert auf 8 eingestellt. Es wird eine 50prozentige wäßrige Nylonsalzlösung erhalten. 20 g dieser wäßrigen Nylonsalzlösung v/erden in ein Reagensglas mit einem Innendurchmesser von 20 mm und einer Hohe von 230 mm eingefüllt und in einem Salzbad unter Stickstoff als Schutzgas von Raumtemperatur auf 2500C erhitzt. Danach wird die Polymerisation 5 Stunden bei 2500C und bei Normaldruck durchgeführt.
Die Farbe des Nylonsalzes wird durch Bestimmung der prozentualen Durchlässigkeit einer 30gewichtsprozentigen wäßrigen 6,12-Nylonsalzlösung bei 370 mu gemessen. Es wird loc ■(lQ/l) berechnet; IQ = prozentuale Durchlässigkeit von Wasser als Blindprobe.
(4) Bewertung von 6,12-Nylon. Der Farbwert (in geschmolzenem Zustand) des gemäß (3) hergestellten Polymers wird als (APHA)-Zahl angegeben.
V. rel (relative Viskosität) ist ein Parameter, der den Polymcrinationngrad angibt. 0,1 g des erhaltenen Polymers v/erden ausgewogen und in 25 ml m-Kresol gelöst. Die relative Vi:;ko.';.i.t.:;t gegenüber m-Kre:;ol bei T1S0G wird bestimmt.
3098 8 4/U93
BAD ORIGINAL
Tabelle III
V/a s chi ö sung
Wärmestabilität bei 250 C Farbe unter N0 . in 1 η
NaOH, Farbe des Nylonsalzes,
6,12-Nvlon
0 Std. 1 Std. 2 Std. log(lQ/l) log(lQ/l)
Farbe
(APHA)
^rel
Molverhältnis Hydrogensulfit ocfer Sulfit
α ta co
neißes v>asser
1,46 Ji Ka2SO,-Lösung **
2,41 'u NaKSO-,-Lösung **
0,93 ;j KaOH-Lösung *
1 , 32 Vo ■ KOH-Lösung *
0,39 Vi NH-z-Lösung *
1,23 V' ICapCO^-Lösung *
1,62 Vo K2CO7-Lösung *
1,11 % (MH4)2Co3-Lösung
2 % I Ca OH-Lösung "-;"
3 Vo rCa OK-Lösung ::"
Ha2SO^/lTaHSO3 (1,17 %/
0,48 ;■)-Lösung x'*
1,34 ;ό (KH4)2S0,-LÖ-sung ^ ^*
Anm. :
x-x-
Vergleich
Erfindung
40.
20
20
20
20
20
20
20
30
20
20
20
20
200
70 60 90 90 90
120 90
100 90
180
80
70 80
400
90 80 130 120 140 140 130 170 150 220
90
80 90
0,015 0,010 0,050 0,045 0,061 0,090 0,050 0,088 0,052 0,045
0,83
0,04 0,03 0,27 0,21 0,29 0,25 0,23 0,40 0,20 0,19
0,01
0,04 0,04
40
30
250
200
180
50
1,63 1,62 1,40 1,45
1,54
1,6o
0,09 0,18 0,18 0,18 0., 0,09 0,09 0,09 0,09 0,57
0,13
o, 09 233^
o, 09 960^

Claims (11)

  1. - 15 Patentansprüche .
    Verfahren zur Gewinnung reiner 1,12-Dodecandicarbonsäure aus durch Oxidation von Cyclododecanol und/oder Cyclododecanon mit Salpetersäure erhaltener roher 1,12-DodecandicarlDonsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man die rohe 1,12-Dodecahdicarbonsäure in der Vförme mit einer wäßrigen Lösung behandelt, die Hydrogensulfit- und/oder Sulfitionen enthält, und anschließend die 1,12-Dodecandicarbonsäure von der wäßrigen Lösung abtrennt und trocknet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Behandlung bei Temperaturen von mindestens. 8O0C durchführt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Behandlung während eines Zeitraums von mindestens 30 Minuten durchführt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Behandlung bei einer Temperatur von mindestens 800C während eines Zeitraums von mindestens 30 Minuten durchführt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wäßrige Natriumsulfitlösung verwendet.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wäßrige I.atritirohydrogensulfitltfsung verwendet.
    3G98S4/1493
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 0,005 Ms 0,2 Mol Hydrogensulfit- und/oder Sulfitionen pro Mol rohe 1,12-Dodecandicarbonsäure verwendet.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die abgetrennte 1,12-Dodecandicarbonsäure mit heißem Wasser behandelt und anschließend von der wäßrigen Lösung abtrennt, gegebenenfalls mit Wasser wäscht und trocknet.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man die 1,12-Dodecandicarbonsäure mit Wasser bei einer Temperatur von mindestens 800C behandelt.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß man die 1,12-Dodecandicarbonsäure mit der 2- bis 10-fachen Menge heißem Wasser behandelt.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß man die abgetrennte 1,12-Dodecandicarbonsäure vor der Behandlung mit heißem Wasser zunächst mit der 0,5- bis 5-fachen Menge Wasser wäscht.
    L -J
    309884/1493
DE19732334096 1972-07-04 1973-07-04 Verfahren zur gewinnung reiner 1,12dodecandicarbonsaeure Pending DE2334096A1 (de)

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