DE2333001C3 - Verfahren zum Anlöten von Stromanschlußdrähten an kappenlose elektrische Schichtwiderstände - Google Patents
Verfahren zum Anlöten von Stromanschlußdrähten an kappenlose elektrische SchichtwiderständeInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01C—RESISTORS
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- H01C1/144—Terminals or tapping points or electrodes specially adapted for resistors; Arrangements of terminals or tapping points or electrodes on resistors the terminals or tapping points being welded or soldered
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anlöten von Siromanschlußdrähten an kappenlose elektrische
Schichtwiderslände, wobei die mit einem Lotüberzug Versehenen Stromanschlußdrähte in stirnseitig angebrachten
metallisierten Sacklöchern der keramischen Widerstandsträgerkörper positioniert und verlötet
Werden.
Das Anbringen von Stromanschlüssen, insbesondere an kappenlose elektrische Widerstände, wird — neben
anderen Verfahren — durch Einlöten von Anschlußdrähten in stirnseitig an dem Keramikträgerkörper
angebrachte Sacklöcher vorgenommen. Verfahren wie Jt. B. das der »Unterdrucklötung« oder der »Wasser-Stofflötung«
sind dafür bekannt, Das Anlöten von Anschlußdrähten innerhalb von Sacklöchern unter
vermindertem Drück wird in der DE-OS 15 27 415
beschrieben. Das Lötbad ist dabei in einem evakuierba^
ren Behälter untergebracht, in den das mit' den Stromanschlußelementen bestückte Bauelement gleichfalls
eingebracht wird. Nach dem Evakuieren des Behälters wird das Bauelement in das auf LÖllempera^
tür erhitzte Lötbad eingetaucht. Danach wird der Behälter mit neutraler oder vorzugsweise reduzierender
Atmosphäre gefüllt und die Bauelemente werden aus dem Lötbad genommen und abgekühlt.
Das Anbringen von üblichen Anschlußdrähten ohne Lötüberzug mit Hilfe von Gasflammen ist aus der DE-ASIl 72 376 bekannt.
Das Anbringen von üblichen Anschlußdrähten ohne Lötüberzug mit Hilfe von Gasflammen ist aus der DE-ASIl 72 376 bekannt.
Es ist hierbei jedoch erforderlich, zusätzliche Löthilfsmittel wie z. B. Lötzinn zur Anwendung
ίο kommen. Beide Verfahren sind jedoch ungeeignet für
die Anbringung von Anschlußdrähten an Kappenlosen Metallschichtwiderständen mit Sacklöchern, da es bei
beiden Verfahren unvermeidlich ist, daß auf der aufgedampften Widerstindsschichi Lotreste verbleiben
und die Schichtwiderstände dadurch in ihrem Konstanzverhalten verschlechtert werden, zum Teil sogar total
ausfallen. Das Unterdrucklötverfahren ist darüber hinaus nicht ohne weiteres auf eine Fertigung innerhalb
der Fließstraße zu übertragen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren zum Anlöten von Stromanschlußelementen
an kappenlose elektrische Widerstände aufzuzeigen, bei dem das Anhaften des verwendeten Lots an der
Widerstandsschicht vermieden wird und durch das die Herstellung von elektrischen Widerständen, welche ein
ausreichendes Konstanzverhalten der elektrischen Charakteristika, hohe mechanische Beanspruchbarkeit
und einwandfreie Kontaktgabe aufweisen, gewährleistet ist. Eine weitere Forderung besteht darin, daß das
Verfahren leicht innerhalb eines Herstellungsverfahrens von Massenprodukien einset/bar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Anschlußdrähie jeweils nahe der Einführung in
das Sackloch mit Hilfe einer gerichteten Wärmequelle.
die eine Erwärmung einer eng begrenzten Zone gestattet, über den Schmelzpunkt des Lotüberzugs
erhitzt werden und daß die Erwärmungszone entlang dem Anschlußdrahi auf das Sackloch zu verschoben
wird, so daß die aufgeschmolzene Zone des Lotüberzugs
in den Lötspalt zwischen Ansi-hlußdisht und metallisierter
Sacklochwand wandert und dort beim Erstarren des Lots die Lötverbindung bildet.
Infolge der Temperaturabhängigkeit der Oberflächenspannung wird der aufgeschmolzene Lotüberzug
bei einer durch einfache Versuche ermittelten Verschiebungsgeschwindigkeit der gerichteten Wärmequelle in
den Lötspalt zwischen Sackloch und Draht gezogen und ergibt dort in vorteilhafter Weise ohne zusätzliche
Lotzufuhr nach dem Erstarren die herzustellende Lötverbindung. Je nach den Anforderungen an den
elektrischen Widerstand isi es für eine einwandfreie Kontaktgabe nicht unbedingt erforderlich, daß der
gesamte aufgeschmolzene Lotüberzug in den Lötspalt gezogen wird; es ist vielmehr in vielen Fällen bereits
ausreichend, wenn der Lotüberzug der aufgeschmolzenen Zone nur teilweise in den Lötspalt wandert.
Das Erhitzen und Schmelzen des Lotüberzugs auf dem Anschlußdraht wird mit Hilfe einer reduzierenden
Wasserstoffflamme vorgenommen. Der Einsatz einer Wasserstoffflamme als Wärmequelle bei dem Verfahren
nach der Erfindung birgt einmal den Vorteil in sich, daß die Wasserstoffflamme eine gerichtete Erwärmung
eines eng begrenzten Raumes und damit die Bildung
einer schmalen Schmelzzone gestattet und zum linderen gleichzeitig eine reduzierende Atmosphäre im Bereich
der Schmelzzöne ausbildet
Weitere Möglichkeiten, das Verfahren niich der Erfindung mit Erfolg auszuführen, bestehen U. a. darin,
daß das Erhitzen und Schmelzen des Lotüberzugs mit Hilfe von Pur.ktstrahlern oder durch induktive Erwärmung
in reduzierender Atmosphäre vorgenommen wird.
Die Anwendung anderer Wärmequellen ist ebenso denkbar, wenn sie sich in ihrer Wirkungsweise richten
lassen und gewährleisten, daß nur ein räumlich kleiner Bereich erhitzt wird. Bei Benutzung anderer Wärmequellen
ist jedoch darauf zu achten, daß sich der Schmelzbereich und die anderen an der Lötverbindung
beteiligten Oberflächen innerhalb der Atmosphere befinden, welche die Reinheit der genannten Oberflächen
garantiert, d.h. keine Oxidbeläge an diesen Oberflächen zuläßt
Zur Schaffung von Stromanschlüssen mit ausreichender Drahtabzugsfestigkeit bei niedrigem Schmelzpunkt
wird vorteilhafterweise ein Anschlußdraht mit einem Lötüberzug aus Zinn bzw. einer lötfähigen Zinnlegierung
in für die Lötung ausreichender Dicke verwendet. Der Lotüberzug ist dabei dadurch ausgezeichnet, daß er
eine Mindestdicke von 3 bis 10 μΐη aufweist Für eine
erforderliche Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist darüber hinaus wichtig, daß der Durchmesser
des Sacklochs und der Außendurchmesser der rait dem Lotüberzug versehenen Anschlußdrähte aufeinander
abgestimmt sind. Dies bedeutet, daß der Lötspalt, insbesondere bei einer Lötung mit Wasserstoff als
Reduktionsmittel, eine Breite von .SO1I mm besitzt.
An Hand der Figur, welche eine Stirnseite eines elektrischen Schichtwiderstandes im Schnitt zeigt, wird
das Verfahren nach der Erfindung näher beschrieben.
Ein Trägerkörper 1 aus Keramik ist an seiner äußeren Mantelfläche mit dem Widerstandselement 2 z. B. in
Form einer Chrom-Nickel-Schicht belegt An der Stirnseite des Trägerkörpers 1 befindet sich ein
trichterförmig angefastes Sackloch 7. Die Stirnseite des Trägerkörpers 1 und die Oberfläche des Sacklochs 7
sind in üblicher Weise mit einer lötfähigen Metallisierung 3 belegt. In dem SacHoch 7 ist ein mit einem
Lotüberzug 5 versehener Anschlußdraht 4, z. B. durch Verklemmen, positioniert. Der Anschlußdraht 4 besteht
üblicherweise aus einem Kupferdraht mit einem Durchmesser von 0,3 bis 0,9 mm und besitzt einen
Lotüberzug aus Zinn bzw. einer Zinnlegierung mit einer Mindestdicke von 3 bis 7 μπι.
Auf einen eng begrenzten Bereich des Anschlußdrahtes 4 von ca. 1 cm Breite wird nahe der Einführung in das
Sackloch (in der Figur mit einem Pfeil 8 bezeichnet) eine
ίο Wärmequelle, insbesondere eine Wasserstoffflamme,
gerichtet und bringt eine schmale Zone des Lotüberzugs 5 zum Schmelzen. Durch Verschieben der Erhitzungsstelle in Richtung auf das Sackloch 7 mit einer
geeigneten Geschwindigkeit wird der aufgeschmolzene Lotüberzug 5 infolge der Oberflächenspannung in den
Lötspalt 6 zwischen Sackloch 7 und Anschlußdraht 4 gezogen.
Beim Verfahren nach der Erfindung zum Anlöten von StromanschJußdrähten an kappenlose elektrische
Widerstände wird durch den gleichmäßigen Abzug des Lotüberzugs 5 vom Anschlußdra' ■. 4 mit einer
definierten Lotmenge gearbeitet. A η hau fangen von Lot
auf den Anschlußdrähten 4, wie sie bisher bei der Wasserstofflötung auftraten, oder sogar anhaftendes
Lot in der Widerstandsschicht 2, was bei der Vakuum'ötung nicht völlig auszuschließen ist, sind nicht
festzustellen.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich durch das Arbeiten mit definierter Lotmenge, gemäß dem Verfahren nach
der Erfindung, der darin besteht, daß de? Lotkegel nur innerhalb geringer Toleranzen schwankt und damit ein
volleres Wendeln der Widerstandsschicht ermöglicht wird; das wiederum eine Qualitätsverbesserung der
elektrischen Widerstände auslöst.
Darüber hinaus wird die Fertigungseinrichtung für das Verfahren nach der Erfindung durch den Wegfall
des Lotbades in ihrem Aufbau wesentlich vereinfacht und der Einbau einer derartigen Löteinrichtung in
vorhandene Fließstraßen ist leicht zu bewerkstellige.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zum Anlöten von Stromanschlußdrähten an kappenlose elektrische Schichtwiderstände,
wobei die mit einem Lotüberzug versehenen Stromanschlußdrähte in stirnseilig angebrachten,
metallisierten Sacklöchern der keramischen Widerstandsträgerkörper positioniert und verlötet werden,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußdrähte (4) jeweils nach der Einführung in
das Sackloch (7) mit Hilfe einer gerichteten Wärmequelle, die eine Erwärmung einer eng
begrenzten Zone gestattet, über den Schmelzpunkt des Lotüberzugs (5) erhitzt werden und daß die
Erwärmungszone entlang dem Anschlußdraht (4) auf das Sackloch (7) zu verschoben wird, bis die
aufgeschmolzene Zone des Lotüberzugs (5) in den Lötspalt (6) zwischen Anschlußdraht (4) und
metallisierter Sacklochwand wandert und dort beim Erstarren des Lots die Lötverbindung bildet.
2. Verfahsen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Erhitzen des Lotüberzugs (5) auf dem Anschlußdraht (4) mit Hilfe einer reduzierenden
Wasserstoffflamme vorgenommen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Erhitzen und Schmelzen des
Lotüberzugs (5) mit Hilfe vor. Punktstrahlern oder durch induktive Erwärmung in reduzierender Atmosphäre
vorgenommen wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlußdraht (4)
mit einem ^otüberzug (5) aus Zinn bzw. einer Zinnlegierung versehen word ι ist.
5. Verfahren nach Arspruch 4. dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlußd .ht (4) mit einem Lotüberzug (5) von 3 bis 10 μιτι Mindestdicke
versehen worden ist.
6.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Lötspalt (6)
zwischen dem Sackloch (7) und dem Anschlußdraht (4) mit derartigen Abmessungen, insbesondere bei
einer Lotung mit Wasserstoff als Reduktionsmittel, auf eine Breite von £0,1 mm eingestellt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732333001 DE2333001C3 (de) | 1973-06-28 | 1973-06-28 | Verfahren zum Anlöten von Stromanschlußdrähten an kappenlose elektrische Schichtwiderstände |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732333001 DE2333001C3 (de) | 1973-06-28 | 1973-06-28 | Verfahren zum Anlöten von Stromanschlußdrähten an kappenlose elektrische Schichtwiderstände |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2333001A1 DE2333001A1 (de) | 1975-01-23 |
| DE2333001B2 DE2333001B2 (de) | 1979-08-30 |
| DE2333001C3 true DE2333001C3 (de) | 1980-05-14 |
Family
ID=5885382
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732333001 Expired DE2333001C3 (de) | 1973-06-28 | 1973-06-28 | Verfahren zum Anlöten von Stromanschlußdrähten an kappenlose elektrische Schichtwiderstände |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2333001C3 (de) |
-
1973
- 1973-06-28 DE DE19732333001 patent/DE2333001C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2333001A1 (de) | 1975-01-23 |
| DE2333001B2 (de) | 1979-08-30 |
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