DE2331585A1 - Exzenterschneckenpumpe - Google Patents
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Description
Exzenterschneckenpumpe
Die Erfindung betrifft eine Exzenterschneckenpumpe, bei der ein schneckenförmiger Rotor innerhalb einer zwei- oder mehrgängigen
Innengewindefläche eines Stators exzentrisch um die Statorachse drehbar angeordnet und mit einer Zubringerschnecke
gekuppelt ist, die sich im wesentlichen waagerecht durch einen Beschickungstrog mit einem an den Stator angeschlossenen seitlichen
Auslaß erstreckt.
Solche Exzenterschneckenpumpen v/erden für Fördergut verwendet, das nicht genügend Flüssigkeit enthält, um angesaugt
zu werden. Solqhes Fördergut soll von der Zubringersohnecke
erfaßt und in den unmittelbar hinter dem Beschickungstrog beginnenden Raum zwischen dem Stator und dem Rotor gepreßt werden,
D.er Verwendung einer solchen Exzenterschneckenpumpe zum Fördern von nicht oder besonders schlecht fließ- oder rieselfähigem
Fördergut wie beispielsweise durch Filter oder Zentrifugen entwässertem kommunalen Abwasserschlamm sind bisher jedoch dadurch,
enge Grenzen gesetzt, daß solches Fördergut dazu neigt, in dem verhältnismäßig engen Beschickungstrog Brücken zu bilden,
so daß es von der Zubringerschnecke nicht oder nur mit Unterbrechungen erfaßt werden kann.
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Das Problem der Brückenbildung in einem Beschickungstrog einer Förderschnecke ist an sich bekannt und in anderem Zusammenhang
gelöst/ So ist aus der DT-PS 1 222 428 ein Beschlckungs-.trog
bekannt, an dessen Boden nebeneinander mehrere parallele Förderschnecken angeordnet sind. Diese Anordnung ermöglicht
es, den Beschickungstrog im Verhältnis zum Schneckendurchniesser
breit und mit senkrechten Längsv/änden zu gestalten, so daß schon dadurch die Gefahr der Brückenbildung über den Förderschnecken
stark vermindert ist. Zusätzlich ist über den Förderschnecken ein Einspeiserad angeordnet, dessen Breite, mit derjenigen
des Beschickungstroges annähernd übereinstimmt und das um eine die Achsen der Förderschnecken kreuzende Achse drehantreibbar
ist. Das Einspeiserad hat Flügel -oder Zähne, die sich in Längsrichtung der Förderschnecken über diese hinweg
bewegen und das Fördergut in die Fördergänge der Schnecken hineinstreichen.
Eine solche Anordnung ist zum Beschicken einer einzelnen Exzenterschneckenpumpe nicht geeignet, da deren Rotor nur
einer einzigen Zubringerschnecke unmittelbar nachgeordnet sein kann, so daß weitere, neben der Zubring er schnecke angeordnete
Schnecken am statorseitigen Ende des Beschickungstroges nur einen Stau hervorrufen wurden; auch ein in bekannter
Weise über den Schnecken angeordnetes Einspeiserad könnte die Verhältnisse nicht verbessern. Aus diesen Gründen waren Exzenterschneckenpumpen
bisher von der Förderung besonders schlecht oder nicht fließ- oder rieselfähigen Fördergutes
ausgeschlossen; solches Fördergut wurde bisher mit offenen Förderbändern, Elevatoren oder in offenen Gerinnen angeordneten
Schnecken gefördert, wobei man die Nachteile hinnehmen mußte, daß die Förderlänge und Förderhöhe auf die Länge der
Fördereinrichtung beschränkt ist und Gase aus dem Fördergut ungehindert entweichen können, was besonders beim Fördern von
Abwasserschlamm zu starken Geruchsbelästigungen führt.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Exzenterschneckenpumpe der eingangs beschriebenen Gattung derart
weiterzubilden, daß sie zum Fördern nicht oder besonders
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schlecht fließ- oder rieselfähigen Fördergutes geeignet ist.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß im Beschickungstrog zumindest annähernd achsparallel zur Zubringerschnecke
neben dieser ein Wurfpaddel angeordnet ist, das mit solcher Umfangsgeschwindigkeit um seine Achse drehantreibbar
ist, daß es den auf das Wurfpaddel fallenden Teil des in den Beschickungstrog eingeleiteten Fördergutes auf die Zubringerschnecke
wirft.
Damit läßt sich auf der gesamten, beliebig großen Länge des Beschickungstroges mit nur einem einzigen zusätzlichen
Förderelement eine Querförderwirkung erzielen, so daß der
Beschickungstrog genügend breit bemessen werden kann, um eine ' Brückenbildung auszuschließen.
Bei eiJier bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
das Wurpaddel in gleicher Drehrichtung wie die Zubringerschnecke
mit solcher Umfangsgeschwindigkeit drehantreibbar, daß es den überwiegenden Teil des von ihm erfaßten Fördergutes
in den Raum zwischen der senkrechten Mittelebene der Zubringerschnecke und der vom Wurfpaddel entfernten Längswand
des Beschickungstroges wirft.
Zwischen der Zubringerschnecke und dem Wurfpaddel kann ein die Breite des Beschickungstroges erheblich vergrößernder
Zwischenraum vorgesehen sei^n, wenn die Umfangsgeschwindigkeit des Wurfpaddcls größer, vorzugsweise mindestens doppelt so
groß wie diejenige der Zubringerschnecke ist.
Das Wurfpaddel ist vorzugsweise von einem, oder mehreren
sich kreuzenden^ achsparallelen Rahmen gebildet. Dies hat den Vorteil, daß das Fördergut im wesentlichen nur von in großem
Abstand von der Achse des Wurfpaddels angeordneten und sich deshalb mit großer Umfangsgeschwindigkeit bewegenden Flächen
des Wurfpaddeis erfaßt und von diesen genügend weit in den
Arbeitsbereich der Zubringerschnecke geschleudert wird. Die
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rasch umlaufenden Rahmen tragen außerdem dazu bei, das Fördergut zu homogenisieren. Darüberhinaus können die äußeren Rahmenteile
ähnlich wie bei Messerwalzen von Rasenmähern scharfkantig
ausgebildet sein, so^ daß sie faserige Bestandteile des Fördergutes
zerkleinern.
Es ist zweckmäßig, wenn die Achse des Wurfpaddels zwischen der die Achse der Zubring er schnecke enthaltenden waagerechten
Ebene und der dazu parallelen, die Zubringerschnecke oben tangierenden Ebene angeordnet ist.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen
von Ausführungsbeispielen mitweiteren' Einzelheiten erläutert. Es zeigt:
Fig.1 einen senkrechten Längsschnitt durch eine Exzenters
chne ck enpump e;
Fig.2 einen der Fig.1 entsprechenden senkrechten Teillängsschnitt
einer abgewandelten Exzenterschneckenpumpe; Fig.3 die zu Fig.2 gehörige Draufsicht; und
Fig.4 einen senkrechten Querschnitt längs der Linie IV--IV
in B'ig.3.
Die wesentlichen Baugruppen der dargestellten Exzenterschneckenpumpe
sind eine Antriebsvorrichtung 12, eine Beschickungsvorrichtung 14, eine Pumpvorrichtung 16 und ein
Auslaß 18.
Die Antriebsvorrichtung 12 v/eist ein Lagergehäuse 20 mit Kugellagern 22 auf, in denen eine Antriebswelle 24 gelagert
ist. Die Antriebswelle 24 ragt nach beiden Seiten aus dem Lagergehäuse 20 heraus; sie weist an der in Fig.1 rechten
Seite des Lagergehäuses 20 einen ¥ellenstumpf 26 auf, der sich mit einem nicht dargestellten Motor kuppeln läßt und am in
Fig.1 linken Ende des Lagergehäuses 20 erstreckt sich die Antriebswelle 24 durch eine Wellendichtung 28 hindurch zur Beschickungsvorrichtung
14„ Zwischen den Kugellagern 22 und der Wellendichtung 28 ist auf der Antriebswelle 24 ein Kettenrad 30
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/π
befestigt.
Die Beschickungsvorrichtung 14 weist einen mit dem Lagergehäuse 20 verschraubten Beschickungstrog 32 auf, in dem eine
Gelenkwelle 34 im wesentlichen waagerecht angeordnet ist. Die Gelenkwelle 34 ist durch eine Gelenkkupplung 36 mit der Antriebswelle
24 verbunden und bildet den Kern einer Zubringerschnecke 38.
Die eigentliche Pumpvorrichtung 16 weist einen rohrförmigen
Statormantel 40 auf, der mit Zugankern 42 zwischen einem am Beschickungstrog 32 ausgebildeten Rohrstutzen 44 und einem
Flansch 46 des Auslasses 18 eingespannt ist. Der Statormantel 40 besteht aus Stahlblech und weist eine Auskleidung 48 aus
einem ELastomer auf, an der ein schneckenförmiger Rotor 50
dicht anliegt. Der Rotor 50 ist über eine zweite Gelenkkupplung 36 mit der Gelenkwelle 34 verbunden.
Die in Fig.2 teilweise dargestellte Exzenterschneckenpumpe
unterscheidet sich von der in Fig.1 dargestellten dadurch, daß die Zubringerschnecke 38' als Kern anstelle der Gelenkwelle 34
ein Rohr 52 aufweist, dessen geometrische Achse 54 ortsfest ist und mit derjenigen des Statormantels 40 übereinstimmt. Das
Kettenrad 30 ist in diesem Fall am Rohr 52 befestigt, das mit der in Fig.2 nicht dargestellten Antriebswelle 24 fest verbunden
ist. Das Rohr 52 umschließt die in Fig.2 ebenfalls nicht dargestellte Gelenkwelle 34 mit solchem radialen Zwischenraum,
daß das mit dem Rotor 50 verbundene Ende der Gelenkwelle 34 sich gemeinsam mit dem Rotor exzentrisch um die Achse 54 drehen
kann.
Weitere Einzelheiten der Beschickungsvorrichtung 14 sind aus Fig.3 und 4 ersichtlich;
Im Beschickungstrog 32 ist neben der Zubringerschnecke 38 ein
Wurfpaddel 56 angeordnet, das aus einer Welle 58 mit angeschweißten
Rahmen 60 besteht. Im dargestellten Beispiel sind zwei Rahmen 60 vorgesehen, die in einer in bezug auf die Welle
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ί>8 radialen Ebene einander diametral gegenüberstehen. Es könnten
auch mehr als zwei, beispielsweise drei oder vier Rahmen .60. in gleichmäßigen Winkelabständen an der Welle 58 befestigt
sein. Die Welle 58 erstreckt sich parallel zur Achse 54 der
Zubringerschnecke 38« durch den Beschickungstrog 32 hindurch
und ist an dessen Außenseite in Lagern 62. gelagert. Die Rahmen 60 haben eine Länge, die kaum geringer ist als die Länge des
Innenraums des Beschickungstroges 32.
Das Kettenrad 30 ist von einer nicht dargestellten Antriebskette umschlungen, die durch ein Fenster 64 im Lagergehäuse 20
nach außen geführt ist und ein weiteres Kettenrad 66 uinschlingt, welches an dem einen Ende der Welle 58 befestigt und von einem
Kettenkasten 68 umschlossen ist.
Anstelle des beschriebenen Kettengetriebes kann ein stufenlos
einstellbares Getriebe als Antriebsverbindung zwischen der
Zubringerschnecke 38 bzw. 38' und dem Wurfpaddel 56 vorgesehen»
sein. Dem Wurfpaddel 56 kann stattdessen auch ein eigener Antrieb zugeordnet sein, beispielsweise in Form eines Getriebemotors,
der an eines der Lager 62 angeflanscht ist.
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Claims (5)
1. Exzenterschneckenpumpe, bei der ein schneckenförmiger Rotor innerhalb einer zwei- oder mehrgängigen Innengewindefläche eines Stators exzentrisch um die Statorachse drehbar
angeordnet und mit einer Zubringerschnecke gekuppelt ist, die sich im wesentlichen waagerecht durch einen Beschickungstrog
mit einem an den Stator angeschlossenen seitlichen Auslaß erstreckt,
dadurch gekennzeichnet, daß im Beschickungstrog (32) zumindest annähernd achsparallel zur Zubringerschnecke
neben dieser ein Wurfpaddel (56) angeordnet ist, das mit solcher Umfangsgeschwindigkeit um seine Achse
drehantreibbar ist, daß es den auf das Wurfpaddel fallenden
Teil des in den Beschickungstrog eingeleiteten Fördergutes auf die Zubringerschnecke (38;38') wirft.
2. Exzenterschneckenpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das Wurfpaddel (56) in gleicher
Drehrichtung wie die Zubringerschnecke (38;38·) mit solcher Upifangsgeschwindigkeit drehantreibbar ist, daß es .den überwiegenden
Teil des von ihm erfaßten Fördergutes in den Raum zwischen der senkrechten Mittelebene der Zubringerschnecke
(38;38!) und der vom Wurfpaddel (56) entfernten Längswand des
Beschickungstroges (32) wirft.
3. Exzenterschneckenpumpe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Umfangsgeschwindigkeit des
Wurfpaddeis (56) größer, vorzugsweise mindestens doppelt so
groß wie diejenige der Zubringerschnecke (38;381) ist.
/2
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4. Exzenters clineck enpurap e nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Wurfpaddel (56)
von einem oder mehreren sich kreuzenden Rahmen (60) gebildet ist.
5. Exzenterschneckenpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Achse des Wurfpaddels
(56) zwischen der die Achse (54) der Zubringerschnecke (38;381) enthaltenden waagerechten Ebene und der dazu parallelen,
die Zubringerschnecke oben tangierenden Ebene angeordnet ist.
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Family Applications (1)
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