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DACHAUFBAU Diese Erfindung betrifft einen Dachaufbau, insbesondere
für ein Flachdach, mit einer Rohdecke, einer wasserundurchlässigen Membrane und
einer wärme-isolierenden Schicht, dessen Schalldämmung durch Einbau einer schall-isolierenden
Schicht aus einem flexiblen und federnden Schaumkunststoff verbessert ist.
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Zum Schutz gegen Wetter und andere äußere widrige Einflüsse, hat
man für Flachdächer bereits einen umgekehrten Dachaufbau verwendet, mit einer Rohdecke,
einer an die obere Oberfläche dieser Rohdecke angrenzenden wasserundurchlSssigen
Membrane und einer an die obere Oberfläche dieser wasserundurchlässigen Membrane
angrenzenden wärme-isolierenden Schicht. Eine besondere Anwendung haben solche Dachaufbauten
bei einem terassenförmigen Dach bzw. einem Flachdach gefunden, wie es in Appartementhäusern
oder in anderen mehrstockigen Gebäuden verwendet wird. Die obere Oberfläche des
umgekehrten Dachaufbaus,' d.h. die exponierte obere Oberfläche der wärme-isolierenden
Schicht, dient als Boden des Flachdachs.Der untere Teil des umge
kehrten
Dachaufbaus ist in vielen Fällen in das Dach des Raums in dem darunter liegenden
Stockwerk eingebaut. Unter diesen Umständen besteht der Wunsch nach einem umgekehrten
Dachaufbau, der eine gute Dämmung gegen Trittschall besitzt, so daß so wenig Schall
als möglich, der z.B. von gehenden Menschen oder herunter fallenden Gegenständen
stammt, durch das-Dach in den darunter liegenden Raum übertragen wird.
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Die vorliegende Erfindung richtet sich auf den Einbau eines flexiblen
und federnden Schaumkunststoffs in einen umgekehrten Dachaufbau, wodurch die Schalldämmung
des Dachaufbaus gegen Trittschall verbessert wird.
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Gegenstand der Erfindung ist ein Dachaufbau mit einer zwischen einer
Rohdecke und einer wärme-isolierenden Schicht angeordneten wasserundurchlässigen
Membrane, der gekennzeichnet ist durch eine schall-isolierende Schicht aus einem
flexiblen und federnden Schaumkunststoff, die entweder an der oberen oder an der
unteren Oberfläche der wasserundurchlässigen Membrane angeordnet ist.
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Durch Einbau einer Schicht eines derartigen Schaumkunststoffs wird
die Übertragung des Trittschalls von der Oberfläche des Dachaufbaus zu der Unterseite
der Rohdecke wesentlich reduziert.
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Es ist dadurch ohne weiteres möglich, Dachaufbauten nach der Erfindung
herzustellen, die den gesetzlichen Anforderungen für die Schalldämmung entsprechen.
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Der bei er Erfindung in der schalldämmenden Schicht verwendete Schaumkunststoff
kann aus einer Vielzahl von flexiblen und federnden Schaumkunststoffen bestehen,
einschliesslich der Schaumkunststoffe aus Homo- und Copolymeren von Olefinen, wie
Polyäthylen oder Polypropylen, Äthylenvinylacetat-Copolymeren, Polyurethane und
Polystyrol. Als bevorzugter Schaumkunststoff wird Polyäthylenschaumstoff verwendet.
Dieser Schaumstoff besteht bevorzugt aus einem Polyäthylen von niedriger Dichte
und wird in der Regel in Schichtdicken bis zu etwa 10 mm verwendet. Der Polyäthylenschaumstoff
besitzt bevorzugt geschlossene Zellen und die Schaumstõffdicht liegt in der Regel
bei 30 bis 50 kg/m3.
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Die Erfindung wir im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
noch näher erläutert, die folgendes zeigen: Figur 1 eine isometrische Ansicht eines
teilweise weggeschnittenen Dachaufbaus und Figur 2 eine Querschnittsansicht einer
anderen Ausführungsform der Erfindung.
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In Figur 1 wird eine schematische isometrische Darstellung eines
Dachaufbaus nach der Erfindung gezeigt, der in allgemeiner Weise durch die Referenzzahl
10 bezeichnet wird. Der Dachaufbau 10 enthält eine Rohdecke 11. Die Rohdecke 11
hat eine obere Oberfläche 12 und eine untere Oberfläche 13. Eine wasserundurchlästige
Membrane 14 ist an der oberen Oberfläche 12 der Rohdecke 11 angeordnet. Die wasserundurchlässige
Membrane 14 kann eine
Vielzahl von alternierenden Schichten aus
Filz und einem bituminösen Material enthalten oder aus einem Film oder einer Folie
aus einem synthetischen thermoplastischen Kunststoff bestehen. Eine Schicht 15 aus
einem flexiblen und federnden Schaumkunststoff ist an der oberen Oberfläche der
wasserundurchlässigen Membrane 14 angeordnet. Eine wärme-isolierende Schicht 16,
die eine untere Oberfläche 17 und eine obere Oberfläche 18 besitzt, ist an der Oberfläche
der Schaumkunststoffschicht 15 abgewandt von der Oberfläche 12 der Rohdecke angeordnet.
Die wärme-isolierende Schicht 16 besitzt eine Konfiguration mit geschlossenen Zellen
und ist beständig und undurchlässig gegenüber Wasser. Eine Schutzschicht 19 ist
auf der Oberfläche 18 der wärme-isolierenden Schicht 16 angeordnet.
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Eine andere Ausführungsform der Erfindung ist in Figur 2 dargestellt
und wird dort in allgemeiner Weise mit der Referenszahl 20 bezeichnet. Der Dachaufbau
20 besitzt eine Rohdecke 21 mit einer oberen Oberfläche 22 und einer unteren Oberfläche
23.
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Die Rohdecke 21 wird durch eine Vielzahl von Sparren 24 getragen,
die zum Eingriff mit der unteren Oberfläche 23 der Rohdecke 21 kommen. Eine flexible
und federnde Schaumkunststoffschicht 36 ist an der oberen Oberfläche 22 der Decke
21 angerdnet. Eine wasserundurchlässige Membrane ist über der oberen Oberfläche
der Schaumkunststoffschicht 36 angeordneto Die Membrane 26 kann aus einem Film oder
einer Folie aus einem synthetischen thermoplastischen Kunststoff bestehen. Alternativ
kann die Membrane 26 von einer Vielzahl von alternierenden Schichten aus Filz 27
und Schichten aus einem bituminösen Material 28 gebildet werden, wobei die obere
und die untere Oberfläche 29 und 30 der Membrane 26 aus bituminösen Material bestehen.
Eine wärme-isolierende
Schicht 32 ist mit der oberen Oberfläche
29 der wasserundurchlässigen Membrane 26 verbunden. Die wärme-isolierende Schicht-32
hat eine obere Oberfläche 33 und eine untere Oberfläche 34.
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Die untere Oberfläche 34 der Schicht 32 ist fest in die bituminöse
obere Oberfläche 29 der Membrane 26 eingebettet.
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Eine Schutzschicht-35 ist an der oberen Oberfläche 33 der wärmeisolierenden
Schicht 32 vorgesehen und dieser Schutzüberzug 35 enthält kleinteiligen silikatischen
Sand.
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Für die einzelnen Kompnnenten des Dachaufbaus kann eine Vielzahl
von Materialien verwendet werden. Die Rohdecke oder diz TFagekonstruktiondes Dachs
kann aus Stahl, Holz, laminiertem Holz, Pappe, Zement, zu Zement, Asbestpappe, Bohlen
und dergleichen bestehen. Die Rohdecke kann in beliebiger bekannter Weise getragen
werden, z.B. indem sie fest mit dem Balkenwerk Oder mit den Sparren durch Nägel,
Schrauben oder Bolzen bef.estigtwird. Die Rohdecke kann aus vorgefertigten Platten
hergestellt werden, die in geeignete Aussparungen in einem Rahmenwerk eingeführt
werden und in bekannter Weise hergestellt werden. Die wasserundurchlässige Membrane
kann aus einer großen Vielzahl von wasserundurchlässigen Materialien bestehen oder
diese enthalten. Als Beispiel dafür seien die üblichen asphaltischen oder bituminösen
Massen genannt, die für Dächer verwendet werden, und auch Laminate der bituminösen
Materialien mit faserförmigen Produkten, wie Dachfilz, der organische oder anorganische
Fasern enthält. Zweckmäßigerweise werden ein derartiger Filz und das bituminöse
Material in abwechselnden Schichten verwendet, um eine wasserundurchlässige Membrane
von der gewünschten Dicke zu ert halten, die die mechanische Festigkeit besitzt,
um den Bewegungen
der Rohdecke und der damit verbundenen Tragekonstruktion
widerstehen zu können. In vielen Fällen wird bevorzugt eine wasserundurchlässige
Membrane aus einem Film oder einer Folie aus einem synthetischen thermoplastischen
Kunststoff, wie Polyäthylen, Polyvinylchlorid, Butyllkautschuk und dergleichen verwendet,
wobei eine solche Membrane mit der Rohdecke durch einer geeigneten Klebstoff verbunden
wird. Man kann einen oder mehrere Schichten eines derartigen Materials in Abhängigkeit
von den gewünschten Eigenschaften des fertigen Aufbaus verwenden.
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- Das bei der Erfindung in einer Schicht benutzte wärme-isoliegende
Material ist zweckmäßigerweise ein Material mitge geschlossenen Zellen, das im wesentlichen
wasserundurchlässig ist. Besonders geeignet-und vorteilhaft sind für diesen Zweck
bei der Erfindung zellige Kunststoffschäume mit geschlossener Zellkonfiguration
insbesondere Styrolpolymerschaumstoffe, ferner Styrolacrylnitril-Copolymerschaumstoffe,
Styrol-Methylmethacrylat-Copolymerschaumstoffe, Polyvinylchloridschaumstqffe und
andere wasserundurchlässige Materialien, die in Form eines zelligen Schaums vorliegen
und in der Technik gut bekannt sind. Mit besonderem Vorteil wird Schaumglas verwendet,
wenn man die Schutzschicht über dem wärme-isolierenden Material weglassen will.
Wenn dagegen die wärme-isolierende Schicht aus einem zelligen organischen Kunststoff
besteht, ist es zweckmäßig, sie mit einer Schutzschicht zu versehen, da . ; solche
organische Materialien im allgemeinen der Zersetzung unterworfen. sind, wenn sie
dem Einfluß des Wetters und insbesondere der Einwirkung des Sonnenlichtes unterworfen
sind.
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Aus diesem Grund ist es vorteilhaft eine Schutzschicht auf der äußeren
Oberfläche des wärme-isolierenden Materials vorzusehen.
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Eine solche Schutzschicht kann zweckmäßigerweise ein kleinteiliges
anorganisches Material wie Sand; enthalten oder daraus bestehen, das über die Schaumstoffschicht
ausgebreitet ist.
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Gegebenenfalls kann auch ein relativ dünner Schutzüberzug gegen Wetter
und Sonneneinstrahlung angebracht werden, indem man einen anorganischen Mörtel aus
einer Mischung von Portland-Zement und Sand herstellt und in dünner Schicht über
die Oberfläche der isolierenden Schicht ausbreitet, so daß ein Schutz gegen die
Sonne und das Wetter erreicht wird. In manchen Fällen kann es in Abhängigkeit von
den Wetterbedingunen und der Steigung des Daches wünschenswert sein, eine Zwischenschicht
oder eine Klebeschicht vorzusehen, die die Schutzschicht mit der wärmeisolierenden
DSchicht verbindet.
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Bei der Herstellung des Dachaufbaus nach der Erfindung wird in der
Regel die wasserundurchlässige Membrane auf die Rohdecke oder die Schaumkunststoffschicht
aufgebracht, z.B. durch Auftragen einer Schicht aus bituminösen Material darauf,
Auftragen eines geeigneten Dachfilzes auf das bituminöse Material und wiederholtes
auftragen von Dachfilz und bituminösem Material, bis eine geeignete Membrane hergestellt
ist. Alternativ kann, wie bereits erwähnt wurde, die wasserundurchlässige Membrane
aus einem Film oder einerFolie aus einem synthetischen thermoplastischen Kunststoff
bestehen. Die Schicht aus dem schalldämmenden Schaumkunststoff wird auf der Rohdecke
oder der wasserundurchlässigen Membrane angeordnet.
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Wenn die wärme-isolierende Schicht mit der wasserundurchlässigen
Membrane verbunden wird, kann dies durch Verwendung der.gleichen oder verschiedener
bituminöser Massen geschehen, die zur Herstellung der wasserundurchlässigen Membrane
eventuell verwendet worden sind. Die bituminösen Materialien werden dabei durch
Erwarmen plastifiziert und es werden Planken oder Streifen des wärme-isolierenden
Materials in die bituminöse Schicht gepresst, um eine befriedigende Bindung zu erreichen.