DE2325341C2 - Vorrichtung zur Kontrolle der Länge von Kapselteilen bei der gruppenweisen Herstellung von Arznei-Hartkapseln - Google Patents
Vorrichtung zur Kontrolle der Länge von Kapselteilen bei der gruppenweisen Herstellung von Arznei-HartkapselnInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß Oberbegriff
des Hauptanspruches.
Vorrichtungen dieser Art sind bekannt (DE-AS 24 237). Die Kontrolle der Länge erfolgt hier mechanisch
über bewegbare Prüffinger, die in einem exakt festgelegten Zeitpunkt der Einsatzbewegung der Kapselteile
kurz vor dem Einsetzen in die Kapsel-Zusammensteckblöcke die Bewegungsbahn der Kapselteüe
kurzzeitig kreuzen. Hierdurch werden die zu langen Kapselteüe zerstört oder von den Kapselhaltern abgenommen.
Mit dieser bekannten Vorrichtung können Kapselgruppen, bei denen ein zu langes Kapselteil vorhanden
war, das durch die Prüffinger /erstört wurde, nicht ohne weiteres ausgeschieden werden, es wird dem
Bedienungspersonal auch nicht angezeigt, wenn solche fehlerhaften Kapselgruppen auftreten.
Es sind auch schon Vorrichtungen zur optischen Kontrolle der Länge von KapsL-Weilcn bei der Einzelherstellung
von Arznei-Hartkapseln bekannt (US-PS 23 217), bei denen über Lichtschranken die Länge der
einzeln nacheinander zugeführten Kapseln gemessen wird. Werden überlange Kapseln festgestellt, so werden
diese einzeln ausgeschieden. Letztere bekannte Vorrichtung wäre nur mit erheblichem Aufwand auch zum
Kontrollieren der Länge von Kapselteilen geeignet, aus denen jeweils gruppenweise, beispielsweise gleichzeitig
dreißig Arznei-Hartkapseln hergestellt werden, da hierbei jedem einzelnen Kapsel-Zusammensteckblock eine
entsprechende optische. Längenmeßeinrichtung zugeordnet werden müßte.
ίο Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zu
schaffen, mit welcher die Länge von Kapselteilen bei der gruppenweisen Herstellung von Arznei-Hartkapseln
auf einfache Weise kontrollierbar ist und die es ermöglicht, eine Kapseigruppe, bei der mindestens ein
überlanges Kapselteil festgestellt wurde, vollständig auszuscheiden oder der Bedienungsperson anzuzeigen.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Vorrichtung gemäß Oberbegriff des Hauptanspruches durch
dessen kennzeichnende Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird während eines vorbestimmten Zeitintervalles der Einsatzbewegungsdauer
der Kapselteüe, also der Zeit, in welcher die Kapseiteile von den Haltern gruppenweise in die
zugeordneten Kapsel-Zusammensteckblöcke eingesetzt werden, eine l.ängenkontrolle sämtlicher parallel
nebeneinander in einer Reihe angeordneten Kapselteüe durchgeführt. Wird in diesem Zeitintervall, in welchem
über die Schalteinrichtung das lichtempfindliche Element wirksam ist, der Lichtstrahl über die Vorderkante
eines zu langen Kapselteilcs unterbrochen, also ein überlanges Kapselteil festgestellt, so wird entweder diese
gesamte Kapselgruppe ausgeschieden oder es wird dieser Fehler der Bedienungsperson angezeigt. Sind nur
normal lange Kapselteüe in einer Gruppe vorhanden, so wird während dieses vorbestimmten Zeitintervalles der
Lichtstrahl nicht unterbrochen und es wird daher die gesamte fehlerfreie Kapselgruppe weiter verarbeitet.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung benötigt nur eine einzige Lichtschranke für sämtliche Kapselteüe einer
Gruppe, also beispielsweise für sämtliche dreißig einzusetzende Kapselteüe, der Aufbau wird hierdurch sehr
einfach und billig und kann auch noch nachträglich bei Vorrichtungen der eingangs erwähnten Art angebracht
werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer
Zeichnungen eines Ausführungsbeispiels mit weiteren Einzelheiten erläutert. In der Zeichnung zeigt
sn Fig. I eine Draufsicht auf einen Teil einer Kapselmaschinc.
F i g. 2 eine Seitenansicht längs der Linie 2-2 in F i g. 1 der Kapsclmaschine,
F i g. 3a bis 3d Seitenansichten längs der Linie 3-3 in F i g. I. aus denen die relative Stellung eines Kapselhüllcnhalters,
eines Lichtstrahles und eines Kapsel-Zusammcnsteck-Blockes
in verschiedenen Phasen des Bewegungsablaufes erkennbar ist,
Fig.4 eine schematisierte Darstellung des Kontroll-
M) systems nach der Erfindung mit einem nockcngestcucrlcn
Schalter zum Weiterschaitcn des Kontrollsystems und
Fig. 5 einen Teil der Fördervorrichtung mit einer Umlenkvorrichtung zum Ausscheiden von Kapseln mit
hr> Überlange.
Eine in Fig. 1 bis 3 in einer bevorzugten Ausbildungsform
dargestellte Vorrichtung 10 weist eine Reihe von Kapscl-Zusammcnsteck-Blöckcn 11 auf, in denen in her-
kömrnlich ausgebildeten Aufnahmekanälen 11a und 1 Ιό
zueinander passende Kapseiunterteile 12 bzw. Kapseloberieile
oder Kapscldcckcl 13 aufnehinbar sind, die ciii/.cln ;iti Kapselh.illcrn 14 gehalten und von diesen
zum Zusammenfügen den Zusammensteck-Blöcken 11 zuführbar sind. In einem Gehäuse 20 (Fig.2) sind eine
Lichtquelle 21, ein erster reflektierender Spiegel 22, eine Sammellinse 23 zum Aussenden eines Lichtstrahles 24
und ein lichtempfindliches Element 26 untergebracht. Ein zweiter reflektierender Spiegel 25 ist an einer Halterung
25a aufgenommen. Die Oberfläche des ersten Spiegeis 22 reflektiert Licht und läßt Licht hindurchtreten.
Zum Gehäuse gehören ein Einstellorgan 31 für die waagerechte Ausrichtung und ein Einstellorgan 32 für
die senkrechte Ausrichtung, mit denen dem Lichtstrahl 24 die in der Zeichnung dargestellte Strahlrichtung erteilbar
ist.
Zur Vorrichtung gehört weiterhin eine Fördervorrichtung 40, die sich an der Reihe der Zusammensteck Blöcke
11 entlang bis zu einem Ausgabebehälter 41 erstreckt
Nahe dem Ende der Fördervorrichtung befindet sich eine Umlenkvorrichtung 42, die von einem Drehmagneten
43 zwischen einer geschlossenen und einer Offenstellung hin- und herbewegbar ist. Die Vorrichtung
weist außerdem Mittel auf, mit denen auf optischem Wege feststellbar ist, ob der Spiegel 25 Licht
reflektiert oder nicht. Zu diesen in F i g. 4 dargestellten Mitteln gehören das lichtempfindliche Element 26, ein
Verstärker 27 und ein nockengesteuerter Schalter 28, der von einem Antriebsnocken 29 einer selbsttätigen
Antriebsvorrichtung 30 betätigbar ist Lichtempfindliches Element 26 und Verstärker 27 sind mit dem Schalter
28 in Reihe geschaltet, der seinerseits an eine Warneinrichtung 44 und/oder an eine (nicht gezeichnete)
Warnlampe und an ein Zeitverzögerungsglied 45 angeschlossen ist, das mit dem Drehmagneten 43 der Umlenkvorrichtung
in Reihe liegt.
Es sei nun die Arbeitsweise der Vorrichtung beschrieben. Bei der herkömmlichen Herstellung von Kapseln
nach dem Tauchverfahren werden die Kapsclteile von den Stiften abgestreift und in Kapselhaltern aufgenommen,
auf Länge eingestellt, unter Drehung beschnitten und schließlich von den Kapselhaltern in die in F i g. 1
gezeichnete Stellung transportiert, wobei die Vorrichtung in der Weise arbeitet, daß sie die Kapselunterteilc
zur einen und die Kapseloberteile oder Kapseldeckel zur entgegengesetzten Seite der Zusammensteck-Blökke
hinbringt und aus dieser Anordnung heraus die einzelnen Kapselteilepaare gegeneinander bewegt und im
zugehörigen Zusammensteck-Block zusammenfügt. Die
Arbeitsschriitc an den den Kapselunterteilen und den Kapseldeckeln zugewandten Maschinenseiten entsprechen
jedoch einander im Prinzip, so daß es zur Verdeutlichung der Arbeitsweise der erfindungsgemäß ausgebildeten
Vorrichtung genügt, die Arbeitsschrittc nur an der den Kapselunterteilen zugewandten Maschinenseite
zu beschreiben. Die Kontrolle erfolgt erfindungsgemäß in der Weise, daß zuerst das optische System eingeschaltet
und ausgerichtet wird, wenn nötig unter Zuhilfenahme der Einstellorgane 31 und 32 für die geometrische
Ausrichtung, auf die bereits hingewiesen wurde. Die Ausrichtung wird so vorgenommen, daß der ausgesandte
Lichtstrahl der in Fig. I und 2 eingezeichneten Linie folgt. In einer bevorzugten Ausbildungsform ist
der Querschnitt des Lichtstrahles 24 rechteckig. Hierzu sei auf F i g. 3a verwiesen, die zeigt, daß der punktiert
gezeichnete Lichtstrahl bein Auftreffen auf die Halterung 25a und den Spiegel 25 diesen in voller Höhe und
Breite überdeckt. Die Höhe des Spiegels wiederum entspricht der Breite eines Kapselunterteils. Im Rahmen
der Erfindung ist es möglich, als Abdeckung für den Spiegel 25 wegnehmbare Halterungen 25a zu verwen-
rs den, die Aussparungen verschiedener Abmessungen
aufweisen, so daß sich die Größe der freiliegenden Fläche des Spiegels 25 entsprechend der Größe der jeweils
verarbeiteten Kapseln nach Bedarf verändern läßt.
Bezogen auf den Arbeitsfluß durch die Maschine wird
Bezogen auf den Arbeitsfluß durch die Maschine wird
ίο der Lichtstrahl 24 jederzeit und unabhängig von der
jeweiligen Phase des Arbeitstaktes von der Lichtquelle 21 über den reflektierenden Spiegel 22 und die Sammellinse
23 zum Spiegel 25 hin ausgesandt (F i g. 2 und 3a). Bei hindernisfreier Abtastzone wird der Lichtstrahl vom
is Spiegel 25 durch die Sammellinse 23 und den lichtdurchlässigen
Spiegel 22 hindurch zum lichtempfindlichen Element 26 rückgestrahlt. Weisen die an den Kapseihallern
aufgenommenen Kapselunterteile normale Länge auf (F i g. 3b), so wird in dem Punkt des Arbeitstaktes, in
dem sich die Vorderkante des Kapselunterteils während des Transportes zum Zusammensteck-Blc«3 11 hin kurz
vor dem Lichtstrahl befindet, die Warnschaitr-Jig durch
den Antriebsnocken 29 und den Schalter 28 (Fig.4)
eingeschaltet. Tritt jedoch im gleichen Punkt des Ar-
beitstaktes ein Kapselunterteil mit Oberlänge (F i g. 3c) in den Bereich des Lichtstrahles 24 ein, wobei sich die
Überlänge gewöhnlich daraus ergibt, daß das Kapselteil nicht beschnitten wurde, so wird der Lichtstrahl unterbrochen,
worauf das lichtempfindliche Element 26 der Warneinrichtung 44 und dem Zeitverzögerungsglied 45
ein Signal zuführt. Der dem in F i g. 3b und 3c dargestellten Teil des Bewegungstaktes entsprechende und etwa
0,1 Sekunde dauernde Abtastvorgang wird während des Zeitabschnittes eingeschaltet, in dem der Schalter 28
durch den Antriebsnocken 29 in die »EIN«-Stellung gebracht
ist. Sobald der Antriebsnocken 29 vom Schalter 28 abhebt, wird die Abtastung für den Rest des Transporttaktes
des Kapselhalters ausgeschaltet. Diese Phase dauert etwa 3 Sekunden und entspricht teilweise den yi
Fig. 3a und 3d dargestellten Bewegungsabläufen. Während
der Kapselhalter 14 und die Auswerferstange 15 durch den Lichtstrahl 24 nach vorn gehen (F i g. 3d), um
das Kapseluntertcil in den Zusammensteck-Block einzuführen und aus diesem nach dem Zusammenfügen mit
dem Kapseldeckel 13 auszuschieben, ist somit das Warnsystem ausgeschaltet und bleibt, wie bereits erwähnt,
in diesem Zustand während des Restes des Taktes, der den Kapselhalter 14 und die Auswerferstange 15
durch den Lichtstrahl hindurch zurückführt und wieder in die Ausgangsstellung bringt, in der die nächste Kapselhülle
vom Formstift übernommen wird.
Man erkennt, daß die Kapseln in jedem Fall, gleichgültig ob von normaler Län^e oder mit Überlänge, in
normaler Weise den Zusammensteck-Blöcken zugeführt und ausgeschoben werden. Nach dem Ausschieben
fallen sie in die Fördervorrichtung und werden zu deren Ausgabeende hin befördert. Normalerweise haben
die bei jedem Takt ausgeschobenen Kapseln, beispielsweise 30 Stück, chs Bestreben, sich zu Gruppen
bo zusammenzuschließen, die sich mit Zwischenabstand an
der Oberseite der Fördervorrichtung entlangbewegen.
In Fig. 1 sind derartige Gruppen mit A, B, C und D
bezeichnet. In dieser Hinsicht ist bei der bevorzugten Ausbildungsform nach der Erfindung vorgesehen, daß
das ZeitverzögcrungsglL'd 45 dem Drehmagneten 43
fOr die Betätigung der Umlenkvorrichtung ein Signal zuführt, das diesen in Tätigkeit setzt, wenn eine Unterbrechung
des Lichtstrahles durch eine Kapselhülle mit
Überlänge festgestellt wird. Das Zeilwerk ist unter Berücksichtigung der Fördergeschwindigkeit der Fördervorrichtung so eingestellt, daß das Signal an den Drehmagneten so lange verzögert wird, bis die Kapselgruppe
mit der fehlerhaften Kapsel die Umlenkvorrichtung 42 erreicht. Zu diesem Zeitpunkt tritt der Drehmagnet 43
in Tätigkeit, um die Umlenkvorrichtung 42 zu betätigen
oder zu öffnen, so daß die Gruppe mit der fehlerhaften Kapsel über eine Ausscheiderutsche 46 in einen Auffangbehälter 47 fällt. Vor Ankunft der nächstfolgenden in
Kapselgruppe wird dann die Umlenkvorrichtung wieder geschlossen. Wird während des Abtastens keine Unterbrechung des Lichtstrahles festgestellt, können die
Kapseln jeder behandelten Gruppe die Umlenkvorrichtung 42 bis zum Ende der Fördervorrichtung passieren
und werden dort als normale Kapseln im Ausgabebehälter 41 aufgefangen.
Hici /M 1 Buiü Zeichnungen
2(1
25
30
J5
40
55
bO
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Kontrolle der Länge von Kapselteüen
bei der gruppenweisen Herstellung von Arznei-Hartkapseln, bei der die Kapselteile Ober in
einer geraden Reihe nebeneinander angeordnete Kapselteilhalter gruppenweise mit ihren offenen Enden
in Kapsel-Zusammensteckblöcke eingesetzt werden, die parallel zu den Kapselteilhaltern nebeneinander
in einer entsprechend geraden Reihe angeordnet sind, gekennzeichnet durch eine
Vorrichtung (21, 22, 23, 25) zur Projektion eines Lichtstrahles (24) quer zur Einsetzbewegungsrichtung
der Kapselteile (12) und parallel zu der Reihe von Kapsel-Zusammensetzblöcken (11), ein diesem
Lichtstrahl (24) zugeordnetes lichtempfindliches Element (26) mit zugeordneter Schalteinrichtung (28,
29, 30), die das lichtempfindliche Element (26) nur während fines vorbestimmten Zeitintervalles der
Einsetzbewsgungsdauer der Kapselteüe (12) wirksam
macht, und eine über dieses lichtempfindliche Element (26) gesteuerte Vorrichtung (42,43; 44) zum
Ausscheiden und/oder zur Anzeige jeder Kapselgruppe mit mindestens einem festgestellten überlangen
Kapselteil (12).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Lichtstrahl (24) durch eine Lichtquelle (21) und zwei im Abstand angeordnete Reflexionsspiegel
(22,25) projiziert wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung (28, 29,
30) einen im Takt der-Einsetziewegung der Kapselteüe
(12) bewegten Necken (29) und einen durch diesen gesteuerten Schalter (2fr; umfaßt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum
Ausscheiden einer Kapselgruppe eine magnetbetätigte Umlenkvorrichtung (42) umfaßt.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Vorrichtung zum Ausscheiden von Kapselgruppen eine Zeitverzögerungseinrichtung(45) aufweist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OD | Request for examination | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |