DE232495C - - Google Patents
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- D01G—PRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
- D01G23/00—Feeding fibres to machines; Conveying fibres between machines
- D01G23/02—Hoppers; Delivery shoots
- D01G23/04—Hoppers; Delivery shoots with means for controlling the feed
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 232495 — KLASSE 76 b. GRUPPE
Selbstaufleger mit Wage für Wattemaschinen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. November 1909 ab.
Die Erfindung betrifft einen Selbstaufleger mit Wage für Wolle, der zur Verwendung in der
Wattefabrikation dient und dessen Neuheit darin besteht, daß der Selbstaufleger mit zwei
Förder- (Zuführungs-) Einrichtungen versehen ist, welche in abwechselnde Tätigkeit von verschieden
langer Zeitdauer versetzt werden können zum Zweck, die Wolle besserer Qualität in kleinen und die Wolle minderwertiger Qualitat
in beliebig größeren Mengen der eigentlichen Wattemaschine selbsttätig vorzuwiegen, wie
dies für Watte benötigt wird, deren Außenlagen aus guter und die Mittellage aus minderwertiger
Wolle besteht, im Gegensatz zu bereits bekannten Wiegemaschinen, die nur mit einer Wollefördereinrichtung
ausgerüstet sind und demnach auch nur eine Sorte Wolle vorwiegen können und auch im Gegensatz zu Einrichtungen mit Zuführungstischen,
die, wechselweise in Tätigkeit versetzt, bereits vorgearbeitete Watte dereinen
oder der anderen Qualität von j e einem. Wattewickel abnehmen und der eigentlichen Wattekrempel
zur Vereinigung zu einem Vließe zuführen.
Es zeigen in der Zeichnung:
Fig. ι die Wiegemaschine mit zwei Fördereinrichtungen in der Zusammenstellung und
in einer Ansicht,
Fig. 2 bis 7 die die selbsttätige abwechselnde Tätigkeit der Fördereinrichtungen bewirkenden Teile in Verbindung mit der Wage im vergrößerten Maßstabe und
Fig. 2 bis 7 die die selbsttätige abwechselnde Tätigkeit der Fördereinrichtungen bewirkenden Teile in Verbindung mit der Wage im vergrößerten Maßstabe und
Fig. 8 bis 10 den Wiegebalken, in zwei Stellungen,
und zwar in zwei Ansichten und in einer Draufsicht.
Eine jede der zwei Wollefördereinrichtungen, die in einzelner Anordnung als bekannt vorausgesetzt
werden, in doppelter Anordnung aber noch nicht vorhanden sind, besteht aus je einer
in den Gestellwänden 1 gelagerten Walze 3, einer Leitwalze 4, einer Spannwalze 5, die mit endlosen,
Stachelleisten 6 tragenden Gurten oder Riemen umzogen sind und aus den Behältern 7
bzw. 8 die Wolle entnehmen und weiterfördern, sowie aus einerseits der Walze 3 in fast gleicher
Höhe zu derselben angeordneten, die Arme 10 tragenden Welle 9, an welchen Armen eine
Nadelleiste 11 befestigt ist, die durch Hebel 12,
Zugstange 13, 14 und umlaufenden Exzenter 15
in Schwingung versetzt wird zu dem Zweck, überschüssig hochgeförderte Wolle zurückzuhalten
und so die Dicke der geförderten Wolle zu regeln. Außerdem besteht noch jede der
zwei Wollefördereinrichtungen aus je einer weiteren,
andererseits der Walze 3 angeordneten Walze 16, die an ihrem Umfange gleichfalls mit
Nadeln versehene Längsleisten 17 trägt und durch Zahnräder 18 und 19 im umgekehrten
Sinne und nur zeitweise wie die Walze 3 selbst umgetrieben wird, wobei die Nadeln die
Wolle von den Nadelleisten 6 entfernen, die je nach der Höhenlage der einen oder anderen
Fördereinrichtung auf den mit der Walze 3 umgetriebenen, über Walzen gespannten Fördertüchern
20 und 21 der Wagschale 22 oder dieser unmittelbar durch ein Leitungsblech 23
zugeführt wird.
Der Antrieb jeder Walze 3 geschieht mittels einer auf deren Zapfen befindlichen Kupplung 24
(Fig. 3) durch die Zahnräder 25, 26 (Fig. 1 und 2),
die durch ein Vorgelege 27 (Fig. 1) beständig in Umdrehung versetzt werden. Die beständig umgetriebene
Kupplungshälfte 24 dreht sich lose auf dem Zapfen der Walze 3, während ihre
'5 entsprechende Gegenhälfte 28 in Nut. und Feder gleitend achsial auf dem Zapfen der
Walze 3 verschiebbar, aber nicht auf demselben drehbar angeordnet ist. Die Verschiebung der
Kupplungshälfte 28 bzw. die Verkupplung beider Kupplungshälften findet durch einen
Hebel 29 gegen den Druck einer Feder 30 statt (Fig. 3), wobei eine Feder 32, die gegen den aufgeschobenen
Ring 31 wirkt, bei einem etwaigen Aufstoßen der Kupplungszähne aufeinander ein
Ausbrechen der letzteren verhindert.
Die wechselseitige Ein- und Ausrückung der Kupplungen beider Fördereinrichtungen wird
durch folgende Anordnung herbeigeführt. In geeigneter Höhe an der Gestellwand 1 sind zwei
feststehende Bolzen 33, 34 angeordnet (Fig. 1, 4 bis 7). Auf dem Bolzen 33 dreht sich lose mittels
gemeinschaftlicher Hülse verbunden eine ■ Scheibe 35 mit einer zweckmäßigen Aussparung
am Umfange und planseitig mit einem Stift oder Nocken 36, sowie ein Zahnrad 38 und eine
Scheibe 37, an deren Umfang ein Nocken vorgesehen ist. Auf dem Bolzen 34 befindet sich
lose drehbar die Zusammenstellung einer Scheibe 39 mit zwei Aussparungen am Umfange und
planseitig zwei Stiften 40 und 41, sowie eines Zahnrades 42 und einer Randscheibe 43, deren
Rand an einer Stelle seines Umfanges durchbrochen und nach außen gebogen ist, wodurch
eine sogenannte Weiche geschaffen, deren Zweck später beschrieben ist. An Stelle der Durchbrechung
des Randes kann auch der Rand geschlossen und eine entsprechende radiale Ausbuchtung
vorgesehen sein. Oberhalb der Bolzen 33, 34 bzw. der Scheiben 35, 39 sind auf zwei
weiteren feststehenden Bolzen 44,45 je ein Hebel 46, 47 drehbar angeordnet, die miteinander
durch eine Schiene 48 derart verbunden sind, daß dieselbe am Hebel 46 nur angelenkt,
am Hebel 47 dagegen mittels Langschlitz an einem Bolzen gleitet, so daß der Hebel 47 den
Hebel 46 mit bewegen kann, ohne selbst bewegt zu werden, wenn der Hebel 46 in Tätigkeit tritt.
Die Schwingungsebenen der Hebel 46, 47 fallen mit den Drehebenen der Scheiben 35, 39 zusammen.
Beide Hebel 46, 47 sind an ihren unteren Enden mit je einem hakenartigen Ansatz versehen, welche den Aussparungen in den
Scheiben 35, 39 entsprechen. Der eine Hebel 46 besitzt außerdem noch einen weiteren Schenkel
49, der in seiner Verlängerung in die Schwingebene eines Stiftes 50 reicht, welcher in Schlitzen
zweier sich kreuzender Hebel 51, 52 geführt ist, die an den Schwingachsen der Längswände der
Wagschale 22 befestigt sind und durch ihr Heben und Senken mittels des Schenkels 49
und des Stiftes 50 ein Schließen oder Öffnen der Wagschale 22 bewirken, welche an beiderseits
der Maschine schwingend vorgesehenen Wiegebalken 54 pendelnd aufgehängt ist.
An beiden Bolzen 44, 45 sind . ferner je ein dreiarmiger Hebel 55, 56 lose drehbar angeordnet,
deren abwärts führende, geeignet geformten Schenkel in die Drehrichtung der planseitig
an den Scheiben 35, 39 vorgesehenen Stifte oder
! Nocken 36 bzw. 40 und 41 fallen. Der eine horizontale
Schenkel jeder dieser dreiarmigen Hebel ist mit einem Gewicht 57 belastet, während der
andere Schenkel an eine Zugstange 58 bzw. 59 angelenkt ist, von denen jede wieder mit einem
um einen Bolzen 60 bzw. 6i lose schwingenden Doppelhebel 62, 63 gelenkig verbunden ist, die
zur Bewegung der auf den gleichen Bolzen 60, 61 ebenfalls lose schwingbaren Einrückhebel 29
dienen. Die Einrückhebel sind Doppelhebel, die mit ihrem gegabelten Ende in die Ringnut der
zugehörigen Kupplungsmuffe eintreten und deren anderer Schenkel mit je einem Nocken 66
versehen ist zwecks Arretierung der Einrückhebel 29 durch eine Sicherungsklinke 53, die
an ihren Bolzen lose schwingen und an ihren Verlängerungen an je eine Zugstange 67, 68, in
Schlitzen gleitend, angelenkt sind. Diese Zugstangen sind wieder gelenkig verbunden mit je
einem an Bolzen 69 lose schwingenden Doppelhebel 70, 71, die mit ihren andersei tig angelenkten
Stangen 64, 65 mit den um den Bolzen 72 schwingenden Doppelhebeln 73, 74 verbunden
sind, welche in die Schwingungsebene der an
j beiden Seiten des Wiegebalkens 54 angeordneten lose fallenden Sperrungen 75 reichen, zum Zweck
der Ausrückung der zustehenden Kupplung nach genügender Füllung der Wagschale mit Wolle
der einen oder anderen Qualität.
Der Wiegebalken 54 ist mit einem verschiebbaren Gewicht 76 versehen, einstellbar je
nach der Menge der in die Wagschale 22 erwünschten zu fördernden Wolle, namentlich
zum Abwiegen kleiner Mengen Wolle besserer Qualität. Für Abwiegungen größerer Mengen
minderwertiger Wolle, wobei die andere FcTrder-■einrichtung
in Betracht kommt, ohne eine Verstellung des auf dem Wiegebalken 54 verschiebbaren
Gewichtes 76 vornehmen zu müssen, ist die Zugstange 64 mit einem Schlitzloch 77 versehen,
in welches ein um den Bolzen 78 in der Schwingungsebene des Wiegebalkens 54 schwingender
Gewichtshebel 79 mit einem Zapfen eintritt, durch welchen bei Tiefstellung der Zugstange
64, d. i. bei Stillstand der betreffenden Fördereinrichtung, das Gewicht gehoben wird
und mit dem Einrücken dieser Fördereinrichtung, d. i. bei Hochstellung der Zugstange 64,
j wie gestrichelt angedeutet (Fig. 2), das Gewicht auf dem Wiegebalken 54 aufliegt und mit dem
Zapfen in dem Schlitzloche spielt, so daß dieses Gewicht der Bewegung des Wiegebalkens folgen
kann und denselben mehr belastet.
Zur Erzielung größerer Mengen minderwertiger Wolle bedarf es auch mehrerer Umdrehungen
der Scheibe 35, und es ist zum Zweck, eine vorzeitig eintretende Ruhestellung zu vermeiden,
um den Bolzen 80 ein Zahnsegment 81 lose drehbar angeordnet, das durch die Nockenscheibe
37, die mit der Scheibe 35 gleichschnell umgedreht, mit jeder Umdrehung um einen
Zahn weitergedreht wird, in welcher jeweiligen Stellung das Segment durch eine Klinke 82
(Fig. 2 und 5) am Hebel.84 gehalten wird, bis dem jeweiligen Bedarfe entsprechend ein im
Schlitz des Segmentes festgesetzter Nocken 83 den Hebel 84, der am Bolzen 85 schwingend und
mit Schlitzloch am Bolzen 86 geführt ist, gegen den Zug der Feder 87 verschieben kann, so
daß das am Hebel 84 beständig umgetriebene Zahnrad 88 mit dem Zahnrad 38 außer Eingriff
kommt und ein Wechsel der Fördereinrichtungen stattfindet, indem das Rad 88 das Rad 42
anfänglich nur mit schwachem Eingriff in Umdrehung versetzt, welcher Eingriff jedoch
vervollständigt wird durch die am Hebel 84 vorgesehene· Rolle 89, die mit Beginn der Umdrehung
des Rades 42 und ebenso der Rand-, scheibe 43 von letzterer nach innen gezogen
•wird, entgegen dem Zuge der Feder 87.
Die Wirkungsweise dieser selbsttätigen Wiegemaschine ist folgende. Der Behälter 7 der Fig. 1
im Ausführungsbeispiel sei mit Wolle besserer und der Behälter 8 mit Wolle minderwertiger
Qualität angefüllt, Die obere Fördereinrichtung mit dem Wollbehälter 7 sei, wie in Fig. 1 angedeutet,
in Tätigkeit gesetzt und der Gurt bewege sich mit seinen Nadelleisten 6 in der Pfeilrichtung,
wobei die Nadeln die Wolle nach oben mitnehmen und letztere durch die schwingende
Bewegung des Abschlagkammes 11 (herbeigeführt durch die Zugstangen 13, 14, Hebel 12
und Exzenter 15) in ihrer Dichte durch Zurückhalten der überschüssigen Wolle ausgeglichen
wird. Die weitergeförderte Wolle wird dann von der ebenfalls umgetriebenen, mit Nadelleisten 17
versehenen Walze 16 von dem Nadelfördertuch 6 entfernt, gelangt auf die Fördertücher 20 und 21
und wird von letzteren der Wagschale 22, die sich im geschlossenen Zustande befindet, zugeführt.
Die Wage neigt sich bei entsprechend eingestellter Füllung abwärts und der Wiegebalken
54 kommt aus der Lage Fig. 9 in die der Fig. 8, so daß die Sperrungen 75 an den Hebeln
73, 74 so hoch gestiegen sind, daß ihre Kimmen an den Spitzen der Hebel 73, 74 angekommen
sind. Das Gewicht der Stange 65 mit etwaiger Belastung (letztere ist nicht gezeichnet) bewirkt
nun nicht allein die Abwärtsbewegung des Hebels 74 in die gestrichelte Stellung, indem
dieser die Sperrung vollends verdrängt, sondern hebt auch die Sicherungsklinke 53 (Fig. 2 und 3),
die den Einrückhebel 29 freigibt, und die Kupplungshälfte 28 kommt, dem Drucke der Feder 30
folgend außer Eingriff mit der Kupplungshälfte 24, womit die obere Fördereinrichtung außer
Tätigkeit gesetzt ist.
Während dieses Vorganges ist auch die Scheibe 39 vermittels des Zahnrades 42 durch das am
Hebel 84 beständig umgetriebene Zahnrad 88 mit der Randscheibe 43 so weit umgedreht worden,
daß der Hebel 47 in die zugehörige Aussparung der Scheibe 39 einfällt, und da der
Hebel 46 durch die Verbindung 48 nicht mehr gehalten ist, fällt derselbe infolge seines Eigengewichtes
ebenfalls in die ihm zugehörige Aussparung der Scheibe 35, wobei der Schenkel 49
abwärts schwingt und die in seiner Verlängerung vorgesehene Nase 93 die Sicherungsklinke 90
mit Hilfe eines Nockens verdrängt, wodurch die bisher gesicherten, die Schließung der Wagschale
22 herbeiführenden Hebel 51, 52 freigegeben werden und die Seitenteile der Wagschale
durch ihr Eigengewicht abwärts schwingen, so weit als die Schlitze in den Hebeln 51, 52
es zulassen; die Wagschale ist somit geöffnet und die abgewogene Wolle fällt auf den unterhalb
der Wagschale beständig in Bewegung befindlichen Tisch 91, welcher die Wolle der
eigentlichen Wattemaschine zuführt.
Die Randscheibe 43 ist gleichzeitig auch so weit umgedreht worden, daß die an dem Hebel
84 vorgesehene Rolle 89 in die durch den aufgebogenen Rand gebildete Weiche infolge des :
Zuges der Feder 87 eintreten kann, wodurch nun nicht allein ein Austreten des umgetriebenen
Rades 88 aus dem Rade 42 sondern, sofort auch ein Eintreten desselben in das Rad 38 stattfindet
und dieses mit der Scheibe 35 und der Nockenscheibe 37 in Umdrehung versetzt. Mit dieser
Umdrehung wird nun durch das Austreten des Hebels 46 (Fig. 1) aus der Aussparung der
Scheibe 35 und Ausschwingen seines Schenkels 49 der Stift 50 gehoben, wodurch auch eine
Hebung der Hebel 51, 52 stattfindet und die Schließung der Wagschale 22 herbeigeführt
wird.
Infolge der Erhöhung an der Scheibe 35, die auch an der Scheibe 39 zweimal vorhanden,
anschließend an die Aussparung, wird der Hebel 46 anfänglich etwas mehr gehoben, um einesteils
die Sicherung zur Geschlossenhaltung der Wagschale 22 durch die Klinke 90 sicher herbeizuführen
und ferner auch, um durch die darauffolgende geringe Senkung des Hebels 49 der Wage freies Spiel zu gestatten.
Gleichzeitig mit diesem Vorgange hat auch der Stift 36 an der Planseite der Scheibe 35 den
Hebel 55 verdrängt, wie in Fig. 4 gestrichelt angedeutet, und mittels der Zugstange 58 die Einrückung
der unteren Kupplung 28 bewerkstelligt, indem der Hebel 62 mittels des Einrückhebels
29 die verschiebbare Kupplungshälfte mit der sich drehenden Kupplung entgegen dem
Drucke der Feder 30 in Eingriff brachte, und
da mit der Abwärtsbewegung des Hebels 62 der Doppelhebel 70 einerseits ebenfalls abwärts bewegt
wurde, wurde andererseits die Stange.64 gehoben und der Hebel 73 so weit gedreht, daß
er durch seine Sperrung 75 am Wiegebalken 54 wieder gehalten werden kann.
Da nun die Sicherungsklinke 53 nicht ohne weiteres den Einrückhebel 29 sichern kann, so
gleitet die Zugstange 67 (entsprechend 68 in Fig. 3) anfänglich bei der Abwärtsbewegung
des Hebels 70 frei im Schlitz an ihrem Bolzen entlang, um am Ende den Nocken 66 des Ein-
■ rückhebels 29 freifallend einzuschließen. Mit der Hebung der Zugstange 64 ist auch gleichzeitig
der Gewichtshebel 79 frei geworden und hat sich auf den Wiegebalken 54 mit aufgelegt,
so daß ein größeres Quantum Wolle abgewogen werden kann.
Nach jeder der folgenden ganzen Umdrehungen der Scheibe 35 findet nun eine Entleerung
der Wagschale 22 und infolgedessen auch eine Stillsetzung der unteren Fördereinrichtung statt.
Da aber eine Entleerung nur ein Bruchteil der zu fördernden Wolle beträgt, wird die Scheibe 35
ununterbrochen weitergedreht und somit auch die Wagschale 22 nach jeder Entleerung geschlossen
und die Fördereinrichtung wieder in Betrieb gesetzt.
Mit jeder Umdrehung der Scheibe 35, an welcher auch die Nockenscheibe 37 teilnimmt,
wird durch einen Nocken an letzterer das Zahnsegment 81 um einen Zahn weitergeschaltet,
welches in der jeweiligen Stellung durch einen am Hebel 84 vorgesehenen Sperrhebel 82 (Fig. 2
und 5) gehalten wird. Nachdem nun die gewünschte Anzahl Entleerungen der Wagschale
22 stattgefunden und das Zahnsegment 81 die entsprechende Anzahl Zähne weitergeschaltet
worden ist, so bringt ein am Zahnsegment einstellbarer Nocken 83 durch Verdrängen des
Hebels 84 das Zahnrad 88 außer Eingriff mit dem Zahnrade 38, und hiermit wird die Förderung
minderwertiger Wolle für ein Wattevließ beendet. Der Hebel 84 ist nun so weit verdrängt
worden, daß das Zahnrad 88 das Rad 42 mit der Scheibe 39 und der Randscheibe 43 anfänglich
mit nur geringem Eingriff der Zähne in Umdrehung versetzt, welcher Eingriff jedoch
durch das Nachinnenziehen der bisher in dem ausgebogenen Rand der Randscheibe 43 ruhenden
Rolle 89 des Hebels 84 vervollständigt wird. Mit der Abschwingung des Hebels 84 entgegen
dem Zuge der Feder 87 gibt auch der Sperrhebel 82 am Hebel 84 das Zahnsegment 81 frei, und
dasselbe schwingi infolge seines Schwergewichtes in seine alte Stellung zurück, die mit
einem Anschlage 92 begrenzt ist. Durch die j nun in Umdrehung versetzte Scheibe 39 wird |
der Hebel 47 aus seiner gerade zur Zeit irinehabenden Aussparung der Scheibe 39 verdrängt,
schwingt nach außen und überträgt diese Bewegung auf den Hebel 46 durch die Verbindung 48, so daß der Schenkel 49 die
Schließung der Wagschale 22 herbeiführt.
Gleichzeitig ist auch durch den Schenkel 56 des dreiarmigen Hebels infolge des Anlaufens
des Stiftes 40 in Verbindung mit der Zugstange 59 des Zwischenhebels 63 (Fig. 1 und 4) und mit
Hilfe des Einrückhebels 29 nicht allein die Kupplung der oberen Fördereinrichtung in Eingriff
gebracht, sondern auch durch Senken des Doppelhebels 71 einerseits die Sicherung des Einrückhebels
29 herbeigeführt und andererseits durch Heben der Zugstange 65 der Doppelhebel 74 (Fig. 8 bis 10) derart eingestellt, daß derselbe
durch die Sperrung 75 am Wiegebalken 54 gesichert werden kann.
Nach vollbrachter halber Umdrehung der Scheibe 39 wird nun durch Einfallen des Hebels
47 in die zweite Aussparung der Scheibe 39 die Wagschale 22 wieder geöffnet zur Entleerung
der inzwischen genügend gelieferten Wolle besserer Qualität und gleichzeitig auch ein Stillstand
der oberen Fördereinrichtung herbeigeführt, deren Förderung jedoch nach einer kleinen
Pause mit der Weiterdrehung der Scheibe 39 wieder beginnt, während gleichzeitig auch die
Wagschale zu neuer Aufnahme guter Wolle geschlossen wird, bis nach vollführter ganzer Umdrehung
der Scheibe 39 der Hebel 84, dem Zuge der Feder 87 folgend, wobei die Rolle 89 in die
Weiche der Randscheibe 43 eintritt, die obere Förderung für gute Wolle außer und die untere
Fördereinrichtung für minderwertige Wolle in Tätigkeit gebracht wird, welches Spiel sich in
abwechselnder Folge, wie beschrieben, wiederholt.
Die Ausschwingung des Hebels 84 im Zuge der
Feder 87 ist begrenzt durch den Bolzen 86, gegebenenfalls auch durch einen in der Zeichnung
nicht dargestellten Anschlag, wodurch ein zu tiefes Einkämmen der Zahnräder 88 und 38
vermieden wird.
Hierzu sei noch hinzugefügt, daß der Beschaffenheit dicker Wattevließe entsprechend
die eine Fördereinrichtung guter Wolle, d. i. bei der ersten halben Umdrehung der Scheibe 39,
als Oberschicht des vorhergehenden Vließes und die Förderung guter Wolle der nur nach einer
kurzen Pause eintretenden zweiten halben Umdrehung der Scheibe 39 als Unterschicht des
folgenden Vließes dient, während als Zwischenlage die nach der Stillsetzung der oberen Fördereinrichtung
und durch Inbetriebsetzung der unteren Fördereinrichtung geförderte minderwertige
Wolle Verwendung findet.
Um nun die Oberschicht des einen und die Unterschicht des anderen Vließes auseinanderzu
halten, ist eine Pause zwischen beiden Förderungen nötig, und diesem Zweck entsprechend
hat der eine planseitig angeordnete Stift 41 der Scheibe 39 etwas Nacheilung.
Claims (7)
- Patent-An Sprüche:ι. Selbstaufleger mit Wage für Wattemaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung der Wolle in doppelter Anordnung getroffen ist, deren Inbetriebsetzung wechselseitig in bestimmter, jedoch für jede Fördereinrichtung in verschieden langer Zeitdauer und die Ausrückung jeder der ίο beiden Fördereinrichtungen durch die die geförderte Wolle verwiegende Wage automatisch geschieht.
- 2. Selbstaufleger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrückung der für jede Fördereinrichtung vorgesehenen Kupplungen durch zwei wechselseitig in Umdrehung versetzte Scheiben (35, 39) herbeigeführt wird, die mit Stiften (36, 40 und 41) versehen, jede einen Hebel (55, 56) in Schwingung versetzen, welche durch Stangen (58, 59) und Zwischenhebel (62, 63) auf Einrückhebel (29) einwirken.
- 3. .Selbstaufleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausrückung der Kupplung jeder Fördereinrichtung mit jedem Abwiegen geschieht, indem am Wiegebalken (54) vorgesehene Sperrungen (75) über Hebel (73, 74) hinweggleiten, wodurch ein Fallen ihrer Gestänge (64, 65) stattfindet und dadurch mit Hilfe von Doppelhebel (70, 71) und Zugstangen .(67, 68) Sicherungsklinken (53) der Ausrückhebel (29) ausgehoben, diese freigegeben werden, und so die verschiebbaren Kupplungshälften (28) dem Druck ihrer Federn (30) folgen können, wodurch die Ausrückung erfolgt.
- 4. Selbstaufleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung der Wagschale (22) und somit auch die Entleerung derselben dadurch herbeigeführt wird, daß die Hebel (46, 47) in Aussparungen der Scheiben (35, 39), die wechselseitig in Umdrehung versetzt werden, einfallen und durch eine Schiene (48) so miteinander ver-bunden sind, daß die Öffnung und Schließung der Wagschale (22) von beiden Hebeln bewerkstelligt werden kann.
- 5. Selbstaufleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der beiden den Wechsel der Einrückung der beiden Fördereinrichtungen und die Öffnung bzw. Schließung der Wagschale herbeiführenden Scheiben (35, 39) durch ein an einem schwingenden Hebel (84) angeordnetes, beständig in Umlauf befindliches Zahnrad (88) geschieht, das mit Hilfe des Hebels (84) entweder dem Zuge einer Feder (87) folgend mit dem Zahnrade (38) oder entgegen dem Zuge der Feder (87) infolge des Anlaufs einer am Hebel (84) angeordneten Rolle (89) in einer Randscheibe (43) mit dem Zahnrad (42) in Eingriff zu stehen kommt.
- 6. Selbstaufleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Fördern größerer Mengen minderwertiger Wolle ein Zahnsegment (81) schrittweise mit jeder Umdrehung der Scheibe (35) durch eine Nockenscheibe (37) weitergedreht und in der jeweiligen Stellung durch einen Sperrhebel (82) am Hebel (84) gehalten wird, welch letzterer nach genügender Füllung der Wagschale, und zwar 'mit dem Wechsel der Fö'rderbewegung durch einen am Zahnsegment (81) entsprechend eingestellten Nocken (83), entgegen dem Zuge der Feder (87) so weit verdrängt wird, daß das am Hebel (84) umgetriebene Rad (88) mit dem Rade (38) außer und mit dem Rade (42) einigermaßen in Eingriff kommt, um die Scheibe (39) in Umlauf zu setzen, welcher Eingriff durch das Einlaufen der Rolle (89) in die Randscheibe (43) noch vervollständigt wird.
- 7. Selbstaufleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Förderung größerer Mengen minderwertiger Wolle ein an einem schwingenden Hebel (79) angeordnetes Gewicht den Wiegebalken (54) mehr belastet, dagegen beim Fördern von Wolle guter Qualität vom Wiegebalken abgehalten wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE232495C true DE232495C (de) |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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