DE2324873A1 - Mehrkreis-druckluftbremsanlage, insbesondere fuer kraftfahrzeuge - Google Patents
Mehrkreis-druckluftbremsanlage, insbesondere fuer kraftfahrzeugeInfo
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Description
Graubremse GmbH, 69OO Heidelberg^ Eppelheimer Stro 76
Mehrkreis-Druckluftbremsanlage, insbesondere für Kraftfahrzeuge
Die Erfindung betrifft eine Mehrkreis-Druckluftbremsanlage,
insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit einer Druckluftbeschaffungseinrichtung,
die entsprechend der Anzahl der Kreise Schutzventile und Behälter aufweist, und einem Mehrkreis-Bremsventil,
welches einerseits an die Behälter und andererseits an die Bremsleitungen angeschlossen ist«
Derartige Druckluftbremsanlagen sind aus der DT-AS 1 176 500
und der DT-PS 1 175 095 bekannt. Die Schutzventile sind entsprechend der Anzahl der vorhandenen Kreise ausgebildet. Das
Schutzventil ist in die von dem Druckregler der Druckluftbeschaffungseinrichtung
kommenden Leitung eingeschaltet. Von ihm führen entsprechend der Anzahl der Kreise verschiedene
Leitungen zu verschiedenen Behältern« Jede Schutzeinrichtung des Schutzventils besteht im wesentlichen aus einem
kolbenartigen Stellglied^, welches von dem Druck einer Feder
belastet ist. Die Schutzeinrichtung des Schutzventils öffnet erst dann, wenn der von der Druckluftbeschaffungseinrichtung
gelieferte Druck die Federkraft überwindet»
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Da die bisher bekannten Schutzventile, die auch mehrkreisig
ausgebildet sein können, in die Leitung zwischen dem Druckregler und den Behältern eingeschaltet sind, liegt
es nahe, zur Vereinfachung des baulichen Aufwandes das Schutzventil entweder mit dem Druckregler oder mit den
Behältern baulich zu vereinigen. So zeigt beispielsweise die DT-OS 2 233 144 einen Druckregler, in dem ein Schutzventil
angeordnet ist. Es wirkt sich nachteilig aus, daß bei dieser Ausführungsform jeder einzelne Behälter mit
einer gesonderten Leitung mit dem Druckregler bzw. dem dort eingebauten Schutzventil verbunden sein muß.
Die bisher beschriebenen Schutzventile dienen dem Schutz von Bremskreisen, die dem Zugfahrzeug und ggf. auch dem
Anhänger zugeordnet sind. Aus der DT-OS 2 127 833 ist es bekannt, das Schutzventil in das Anhängersteuerventil einzubauen,
um auf diese Weise den Bremskreis des Anhängers abzusichern.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile des Standes der Technik zu vermeiden und
eine Mehrkreis-Druckluftbremsanlage der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, die sich durch einfacheren Aufbau
und das Einsparen von Leitungen kennzeichnet. In Weiterbildung der Erfindung soll vermieden werden, daß die
Stellglieder der Schutzventile vor dem öffnen den Druckimpulsen der Druckluftbeschaffungseinrichtung ungedämpft
ausgesetzt sind.
Die Mehrkreis-Druckluftbremsanlage der beschriebenen Art
kennzeichnet sich erfindungsgemäß dadurch, daß die Druckluft
beschaffungseinrichtung direkt mit dem Mehrkreis-Bremsventil
verbunden ist und daß die Schutzventile in dem Mehrkreis-Bremsventil ein« oder an dieses angebaut
sind. Damit ergibt sich ein besonders einfacher Aufbau der gesamten Druckluftbremsanlage, weil das Mehrkreis-Bremsventil
in jedem Fall vorhanden sein muß und daher
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eine zusätzliche Bearbeitung zum Zwecke des Ein- oder Anbaus der Schutzventile nicht so sehr ins Gewicht fällt.
Der wesentliche Vorteil ist ferner darin zu sehen, daß die von jedem Behälter zu dem Mehrkreis-Bremsventil führenden
Leitungen sowohl als Zu- als auch als Ableitungen für die Druckluft benutzt werden« Es können daher die bisher
üblichen einzelnen Leitungen zwischen dem Schutzventil und den Behältern entfallen»
Im allgemeinen empfiehlt sich der Einbau der Schutzventile in das Mehrkreis-Bremsventil, doh. die bauliche Vereinigung
innerhalb des Gehäuses des BremsventilSo Hier tritt der besondere
Vorteil aufj, daß auch das Bremsventil nur über einen
einzigen Anschluß mit dem Druckregler der Druckluftbeschaf— fungseinrichtung verbunden sein muß. Es ist aber auch möglich,
die Schutzventile an das Mehrkre is-Brems ventil anzubauen
und sämtliche Schutzventile mit dem Druckregler durch eine gemeinsame, sich verzweigende Leitung anzuschließen
Auch hierbei entfallen die bisher üblichen Leitungsverbin« düngen zwischen dem Schutzventil und den Behältern,,
Mit besonderem Vorteil sind die Schutzventile mit dem Mehrkreis-Bremsventil baulich vereinigt und koaxial zu der zugehörigen
Ventilgruppe des jeweiligen Kreises im Gehäuse des Mehrkreis-Bremsventils angeordnet«, Hierdurch ergibt sich
eine einfache Herstellung der verschiedenen Zylinder des Bremsventils sowie eine einfache MontägemÖglichkeit0 Es
ist hierbei auch möglich, die Ventilgruppe des Bremsventils
und das Stellglied des Schutzventils - jeweils für einen Kreis - als Einsatz auszubilden und in das Gehäuse
des Bremsventils einzuschieben. Zweckmäßig ist der Durchmesser des Einlaßsitzes jedes Kreises des Mehrkreis-Bremsventils
kleiner als der Durchmesser des Stellgliedes jedes Schutzventiles« Dabei kann das Bremsventil, wie an sich
bekannt, mit oberer Entlüftung ausgebildet sein» Eine einfache Entlüftungsmöglichkeit ergibt sich dann, wenn die
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Doppelventilkörper des Mehrkreis-Bremsventils hohl ausgebildet und im jeweiligen Stellglied des Schutzventils dichtend
geführt sind« Damit wird eine untere Entlüftung erreicht.
Mit besonderem Vorteil weist das Mehrkreis-Bremsventil einen gemeinsamen, für sämtliche Schutzventile bestimmten
Anschluß an die Druckluftbeschaffungseinrichtung auf» Diese Leitung führt direkt zum Druckregler. Im gemeinsamen Anschluß
sämtlicher Schutzventile kann ein Nadelventil vorgesehen sein, um die Stellglieder der Schutzventile vor den
Druckimpulsen des Luftpressers der Druckluftbeschaffungseinrichtung zu schützen bzw«, die Auswirkungen dieser Impulse
zu mindern. Das Nadelventil ist zweckmäßig von einer einstellbaren Feder beaufschlagt und der Ventilkörper des
Nadelventils weist einen von der einströmenden Druckluft beaufschlagten Kolben auf, so daß das Nadelventil nur im
unteren Druckbereich wirksam ist, während im oberen Druckbereich der Durchgang zu den Stellgliedern vollständig freigegeben
wird«
Der Erfindungsgedanke läßt verschiedene konstruktive Ausführungen und Anordnungen zu. Er ist anhand einiger Beispiele
in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt und im folgenden beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Druckluftbremsanlage mit einem Querschnitt durch das Mehrkreis-Bremsventil,
Fig. 2 eine ähnliche Anlage wie Fig 1, jedoch mit abgeänderter Ausführungsform des Bremsventils,
Fig. 3 eine Hochdruckbremsanlage für einen Sattelzug,
Fig. 4 eine ähnliche Anlage, jedoch mit einer Federspeicherbremse für den Motorwagen,
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Figo 5 eine Druckluftbremsanlage für einen Lastkraftwagen und
Figo 6 einen Schnitt gemäß der Linie VI-VI in Figo 1»
Die in Fig, 1 dargestellte Mehrkreis~Druckluftbremsanlage
besitzt eine Druckluftbeschaffungseinrichtung., die im wesentliehen
aus einem Kompressor 1 und einem Druckregler 2 be» steht, die über die Leitung 3 miteinander verbunden sind.
Vom Druckregler 2 führt die Leitung 4 zu dem Mehrkreis-Bremsventil
55 welches das Gehäuse 6 besitzt« Die Leitung
ist am Anschluß 7 angeschlossen. Das Gehäuse 6 des Mehrkreis-Bremsventils
5 weist einen Anschluß 8 auf ^, von dem die Leitung 9 zu dem Vorratsbehälter 10 des einen Kreises führte
Über den Anschluß 11 und die Bremsleitung 12 werden die Bremszylinder 13 zum Zwecke der Bremsung mit Druckluft beschickt.
Von dem Anschluß 14- führt die Leitung 15 zu dem
Vorratsbehälter 16 für den zweiten Kreis· Vom Behälter 16
führt die Vorratsleitung 17 zu dem einen Kupplungskopf 18» Vom Anschluß 19 führt die Bremsleitung 20 zu dem anderen
Kupplungskopf 21.
Das Zweikreis-Bremsventil 5 ist in seinem oberen Teil in
an sich bekannter Weise ausgebildet. Es sind in üblicher Weise zwei Doppelventilkörper 22 vorgesehen, die jeweils
ein Einlaßventil und ein Auslaßventil mit Teilen des Gehäuses 6 und anderen beweglichen Teilen bilden. Koaxial
zu jeder Ventilgruppe jedes Kreises ist ein Schutzventil 23 angeordnet. Jedes Schutzventil 23 besteht im
wesentlichen aus einem im Gehäuse 5 vorgesehenen Zylinderraum 24·, in dem ein Kolben 25 dichtend geführt isto
Jeder Kolben 25 stützt sich auf einer Feder 26 ab, deren Federkraft zweckmäßig einstellbar über eine Stellschraube
27 ausgebildet ist. Der Kolben 25 bildet mit einem eingezogenen Gehäuserand 28 ein Durchlaßventil für die Drucklüfte
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Koaxial zu dem Zylinderraum 24 ist eine Kammer 29 bei
jedem Kreis angeordnet, die Verbindung zu den jeweiligen Anschlüssen 8 bzw. 14 hat. Das Mehrkreis-Bremsventil
weist eine gemeinsame Entlüftung über den Kanal 30 aufo
Die in Fig. 2 dargestellte Bremsanlage entspricht in den wesentlichen Teilen der Anlage gemäß Pig. I, jedoch stellt
diese Anlage eine echte Zweikreis-Anlage für den Motorwagen allein dar. Es ist hier ein weiterer Anschluß 8'
vorhanden, von dem die Leitung 9' zu dem Vorratsbehälter
10' führt. Ebenfalls ist ein zweiter Anschluß 11' vorgesehen, von dem eine weitere Bremsleitung 12' zu Bremszylindern
13' führt, die den zweiten Kreis realisieren. Es versteht sich, daß dieses Mehrkreis-Bremsventil auch
beispielsweise dreikreisig ausgebildet sein kann, wobei der dritte Kreis für die Anhängerbremsung vorgesehen ist,
wie dies anhand des zweiten Kreises in Fig. 1 dargestellt ist.
Die Doppelventilkörper 22' sind hier in anderer Weise ausgebildet.
Sie sind zum Zwecke der Entlüftung hohl gestaltet und dichtend in den Kolben 25 geführt. Die Kolben
können auch als Stellglieder der Schutzventile 23 bezeichnet
werden. Es sind hierbei die Kanäle 30' vorgesehen, über die jeder Kreis gesondert entlüftet wird«,
Die Wirkungsweise der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Bremsanlage mit dem Mehrkreis-Bremsventil ist folgendes
In den Fig. 1 und 2 ist die Stellung dargestellt, bei der weder die Bremse noch der Kompressor betätigt sind.
Wird der Kompressor 1 betätigt, dann fließt Druckluft über die Leitung 3 und den Druckregler 2 sowie die Leitung
4 zum Anschluß 7 des Bremsventils 5· Hat sich in den Zylinderräumen 24, die sämtlich an den Anschluß 7
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angeschlossen sind, ein Druck aufgebaut, der der Kraft
der Federn 26 entspricht, so werden die Kolben 25 entgegen der Kraft der Federn 26 verschoben, so daß die
Durchlaßventlle öffnen und die Druckluft aus den Zylinderräumen
2h in die Kammern 29 übertreten kann. Über die Anschlüsse 8 bzwo 8' und 14 werden die Behälter 10,
10' , 16 aufgefüllt„ Da die Bremse nicht betätigt ist,
ist das Einlaßventil jedes Kreises geschlossen und das Auslaßventil jedes Kreises geöffnet. Bei. Betätigung der
Bremse wird das Bremspedal niedergedrückt, wodurch in bekannter Weise die Auslaßventile an den Doppelventilkörpern
22 geschlossen und die Einlaßventile geöffnet werden«, Damit kann Druckluft aus den Behältern 10, 10',
16 über die Leitungen 9s 9' s 15 in die Kammern 29 und
von dort über die Bremsleitungen 12S 12', 20 zu den jeweiligen
Verbrauchern strömeno Die Federn 26 sind auf
den Sicherheitsdruck eingestellt, so daß die Schutzventile 25 während dieser Phase geöffnet bleiben',,
Wird einer der Kreise defekt, beispielsweise durch Bruch der Bremsleitungen 12, 12' oder 20, dann schließt
das entsprechende Schutzventil 23β Die Schutzventile
23 öffnen erst wieder bei Erreichen des Sicherheitsdruckes, wodurch die einströmende Luft über den defekten
Kreis in die Atmosphäre strömt und das Arbeiten des Druckreglers damit unterbunden isto
Bei dem Lösen der Bremse findet die Entlüftung der Bremszylinder 13, 13' bzw. der Bremsleitungen 12, 12', 20
statt» Dies geschieht bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 in oberer Entlüftung über den Kanal 30
gemeinsam, während gemäß Fig. 2 jeder Kreis gesondert über die Kanäle 30' entlüftet wM0 Dabei bleiben die
Schutzventile 23 geöffnet, so daß ein Druckausgleich
zwischen den Behältern unterschiedlicher Kreise stattfinden kanne
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Fig. 3 zeigt eine Hochdruckanlage mit gemindertem Druck
für die Betriebsbremse für einen Sattelzug. Es findet hierbei ein Hochdruckkompressor 1 mit Selbststabilisierung
Verwendung. In die Leitung 3* 4 ist ein Rückschlagventil
31 eingeschaltet. Die Behälter 10, 16 werden mit Hochdruck aufgefüllt. In der Vorratsleitung 17 zum Anhänger
ist ein Druckbegrenzer oder Druckminderer 32 angeordnet. Dabei ist das Bremsventil 5 so ausgelegt, daß
in ihm eine Druckminderung in den Bremsleitungen 12, 20 bewirkt wird. Auch hierbei werden die Leitungen 9, 15
zum Durchströmen der Druckluft in beiden Richtungen benut zt ο
Fig. 4 zeigt eine ähnliche Anlage wie Figo 3* jedoch ist
hier der Motorwagen mit einer Membranfederspeicherbremse ausgerüstet. Die Bremszylinder 33 sind, einmal über die
Bremsleitung 12 im Rahmen der Betriebsbremse und zum anderen über das Handbremsventil 34 und die Leitung 35 im
Rahmen der Hilfs- und/oder Feststellbremse ansteuerbar. Von den beiden Behältern 10, 16 führen die Leitungen
36 und 37 zu einem Mehrkreis-Drucksteuerventil 38 mit
Druckbegrenzung und Rückschlagsicherung für die Federspeicher. An dieses Ventil 38 ist die Leitung 39 angeschlossen,
die zu dem Handbremsventil 34 führt. Andererseits ist auch die Vorratsleitung 17 mit dem Kupplungskopf
18 angeschlossen. Auch hierbei sind die Schutzventile 23 in das Bremsventil 5 eingebaut, so daß hierüber
die beiden Behälter 10, 16 abgesichert werden. Zusätzlich
besitzt das Bremsventil 5 in baulicher Vereinigung das Rückschlagventil 31-
Die Druckluftbremsanlage gemäß Fig. 5 besitzt zwei Kreise auf dem Motorwagen, eine zusätzliche Hilfs- und/oder
Feststellbremse und die Vorratsleitung 17 und Bremsleitung
20 für die Anhängerbremse. Das Mehrkreis-Drucksteuerventil 38 ist hier ohne Druckbegrenzung ausgebil-
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det. Das Handbremsventil ~$K hat eine zusätzliche Einrichtung
zum Lösen der Federspeicherbremse bei Betätigen der Betriebsbremse, wenn die Feststellbremse eingelegt ist,
um ein Aufstocken der Drücke zu vermeiden. Hierzu ist das Handbremsventil 34 über die Leitung 40 mit der Bremsleitung
12' verbunden. Es ist ein Anhängersteuerventil vorgesehen, welches über die Leitungen 42 und 42' an die
Bremsleitungen 12, 12' angeschlossen ist. Das Anhängersteuerventil
41 ist als Relais ausgebildet und über die Leitung 43 mit der Vorratsleitung 17 verbunden. Darüber
hinaus ist eine Leitung 44 vorgesehen, die zu der Leitung 35 der Hilfs- und/oder Feststellbremse führt.
Die Funktionen der Anlagen gemäß Fig. 3 bis 5 sind bekannt, An ihnen zeigt sich aber, daß die Leitungsverlegung infolge
der besonderen Ausbildung des Bremsventiles 5 sehr viel einfacher durchzuführen ist als beim Stand der Technik,
Aus Fig. 6 ist insbesondere das Nadelventil 45 ersichtlich.
Dieses besteht aus einer Nadel 46, an der ein Kolben 47 vorgesehen ist. Nadel 46 und Kolben 47 stützen
sich über die einstellbare Feder 48 am Gehäuse 5 ab. Das Nadelventil 45 besitzt, einen verengten Querschnitt
und dämpft somit die Druckimpulse des Kompressors 1. Die Schutzventile 23 bzw. die Zylinderräume 24 werden
daher im unteren Druckbereich nur unter Abschwächung der Druckimpulse beaufschlagt. Im oberen Druckbereich,
wenn die Schutzventile 23 geöffnet haben, ist auch
der Kolben 47, der mit der einströmenden Druckluft beaufschlagt wird, entgegen der Kraft der Feder 48
verschoben, bis er an den Anschlägen 49 aufliegt. In
dieser Stellung wird der verengte Querschnitt des Nadelventils 45 freigegeben, so daß nunmehr die von
der Druckluftbeschaffungseinrichtung gelieferte Druckluft ungedämpft zu den geöffneten Schutzventilen 23
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- ίο -
gelangen kann. Hierdurch wird verhindert, daß die Schutzventile £2 im unteren Druckbereich eine Schaltfunktion
ausführen.
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Claims (1)
- P at e η t a η s ρ r ü c he :IJ M ehrkreis -Druckluft brems anlage, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit einer Druckluftbeschaffungseinrichtung, die entsprechend der Anzahl der Kreise Schutzventile und Behälter aufweist, und einem Mehrkreis-Bremsventil, welches einerseits an die Behälter und andererseits an die Bremsleitungen angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftbeschaffungseinrichtung (1, 2, J5, 4) direkt mit dem Mehrkreis-Bremsventil (5) verbunden ist und daß die Schutzventile (23) in dem Mehrkreis-Bremsventil (5) ein- oder an dieses angebaut sind.2c Mehrkreis-Druckluftbremsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzventile (23) mit dem Mehrkreis-Bremsventil (5) baulich vereinigt sind und koaxial zu der zugehörigen Ventilgruppe (22) des jeweiligen Kreises im Gehäuse (6) des Mehrkreis-Bremsventils (5) angeordnet sind«3ο Mehrkreis-Druckluftbremsanlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet s daß der Durchmesser des Einlaßsitzes jedes kreises des Mehrkreis-Bremsventils (5) kleiner als der Durchmesser des Stellgliedes (25) jedes Schutzventiles (23) ist.4O Mehrkreis »-Druckluftbremsanlage nach Anspruch 1 bis 3* dadurch gekennzeichnet, daß die Doppelventilkörper (22' ) des Mehrkreis-Bremsventils (5) zum Zwecke der Entlüftung hohl ausgebildet und im jeweiligen Stellglied (25) des Schutzventils (23) dichtend geführt sind«5. Mehrkreis-Bremsventil nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis4, dadurch gekennzeichnet, daß das Mehrkreis-Bremsventil (5) einen gemeinsamen, für sämtliche Schutzventile (23) bestimmten Anschluß (7) an die Druckluftbeschaffungseinrichtung aufweist„409847/0883-6. Mehrkreis-Bremsventil nach Anspruch 5> dadurch gekennzeichnet, daß im gemeinsamen Anschluß (7) sämtlicher Schutzventile (2^) ein Nadelventil (45) vorgesehen ist.7. Mehrkreis-Bremsventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Nadelventil (45) von einer einstellbaren Feder (48) beaufschlagt ist.8. Mehrkreis-Bremsventil nach Anspruch β und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (46) des Nadelventils (45) einen von der einströmenden Druckluft beaufschlagten Kolben (47) aufweist.409847/0683Leerseite
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0800974A1 (de) * | 1996-04-09 | 1997-10-15 | Wabco Automotive U.K. Limited | Ventil für Fahrzeugbremssystem |
Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE3204185A1 (de) * | 1982-02-06 | 1983-08-11 | Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart | Druckmittel-bremsanlage |
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1973
- 1973-05-17 DE DE19732324873 patent/DE2324873B2/de not_active Ceased
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1974
- 1974-04-10 AT AT301174A patent/AT351381B/de not_active IP Right Cessation
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Also Published As
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|---|---|
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| FR2229593A1 (de) | 1974-12-13 |
| AT351381B (de) | 1979-07-25 |
| ATA301174A (de) | 1978-12-15 |
| FR2229593B3 (de) | 1977-03-11 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| BHV | Refusal |