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DE2324222A1 - Keramisches bindemittel fuer schleifwerkzeuge - Google Patents

Keramisches bindemittel fuer schleifwerkzeuge

Info

Publication number
DE2324222A1
DE2324222A1 DE19732324222 DE2324222A DE2324222A1 DE 2324222 A1 DE2324222 A1 DE 2324222A1 DE 19732324222 DE19732324222 DE 19732324222 DE 2324222 A DE2324222 A DE 2324222A DE 2324222 A1 DE2324222 A1 DE 2324222A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
binder
ceramic binder
ceramic
amount
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19732324222
Other languages
English (en)
Inventor
Michail Grigorjewitsch Efros
Tatjana Wiktorowna Egorowa
Lew Kiprijanowitsch Korotkij
Walentina Sergejewna Mironjuk
Witaly Sergejewitsch Pawlow
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
LE ABRASIWNIJ SAWOD IL ITSCH
Original Assignee
LE ABRASIWNIJ SAWOD IL ITSCH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by LE ABRASIWNIJ SAWOD IL ITSCH filed Critical LE ABRASIWNIJ SAWOD IL ITSCH
Priority to DE19732324222 priority Critical patent/DE2324222A1/de
Publication of DE2324222A1 publication Critical patent/DE2324222A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24DTOOLS FOR GRINDING, BUFFING OR SHARPENING
    • B24D3/00Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents
    • B24D3/02Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents the constituent being used as bonding agent
    • B24D3/04Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents the constituent being used as bonding agent and being essentially inorganic
    • B24D3/14Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents the constituent being used as bonding agent and being essentially inorganic ceramic, i.e. vitrified bondings
    • B24D3/16Physical features of abrasive bodies, or sheets, e.g. abrasive surfaces of special nature; Abrasive bodies or sheets characterised by their constituents the constituent being used as bonding agent and being essentially inorganic ceramic, i.e. vitrified bondings for close-grained structure, i.e. of high density

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)
  • Polishing Bodies And Polishing Tools (AREA)

Description

  • KERAMISCHES BINDEMITTEL FÜR SCHLEIFWERKZEUGE Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von Schleifwerkzeug, und insbesondere von keramischen Bindemitteln für Schleifwerkzeuge.
  • Die Erfindung kann weitgehend bei der Herstellung von Schleifwerkzeug aus verschledenen Elektrokorunden, kublschem Bornitrid und Dlamanten verwendet werden.
  • Weit bekannt sind keramische Bindemittel für Schleifwerkzeug auf der Grundlage von Glas mit legierenden Komponenten und Zusätzen.
  • Bekannt ist beispielsweise das keramische Bindemittel auf dez Grundlage von Glas mlt folgenden leglerenden Komponenten: Boroxid - 5 Gew.% Alumosilikate - 65 Gew.% und einem Zusatz aus @ Bariumoxyd, in einer Menge von 30 Gew.%.
  • Zu den Hauptnachteilen dieses bekannten Bindemittels gehört dle niedrige Benetzbarkeit und als Folge eine niedrige Adhäsion an dem Schleifkorn. Außerdem weist das erwähnte Bindemittel elne ungenügende Reaktionsfähigkeit auf, was einen ungänstigen Einfluß auf die mechanlsche Festlgkelt des Schleifwerkzeugs ausübt, indem es seine technologischen Möglichkeiten einschränkt.
  • Im Fertigerzeugnis -- dem Schleifwerkzeug -- gewährleistet das bekannte keramische Bindemittel keine gewünschte Homogenität der Ausgangskomponenten, was eine mangelhafte Einhüllung der Körner des Schleifstoffs durch das Bindemittel verursacht, wodurch die Festigkeit des Schleifwerkzeugs stark herabgesetzt wird.
  • Das Vorhandensein schwer schmelzbarer Komponenten (Alumosilikate) in der Zusammensetzung des Bindemittels erfordert die Durchführung des Röstens des Schleifwerkzeugs(das mit diesen Bindemitteln hergestellt wurde) bei genugend hoher Temperatur (mehr als 1270°C).
  • Bekanntlich beträgt dle maximale Erhitzungstemperatur von kubischem Bornitrid an der Luft, die keine Zerstörung der Mikrooberfläche seiner Kristalle herbeiführt, 1000°C. Der Diamant oxydiert bei noch niedrigerer Temperatur; folglich kann das bekannte keramische Bindemittel zur Herstellung von Schleifwerkzeug aus kubischem Bornitrid und Diamanten nicht angewandt werden.
  • Dis relativ niedrige mechanlsche Festigkeit des mit den erwähnten keramischen Bindemitteln hergestellten Schleifwerkzeugs, die 120 kp/cm2 nicht übersteigt, schränkt den Einsatz dieses Werkzeugs beim Schnellachleifen ein.
  • Bekannt sind auch keramische Bindemittel für Schleifwerkzeug aus uberharten Stoffen (kubischem Bornitrid und Dlamanten) auf der Basis von Glas mit einer legierenden Komponente - dem Boroxid in einer Menge von 30 bis 75 Gew.% und Zusätzen in Form verschiedener Oxyde: Lithiumoxid, Bleioxid, Natriumoxid, Kaliumoxide -in einer Lenge von 25 bis 75 Gew.%. Diese keramischen Bindemittel sind leicht schmeizbar (die Schmelztemperatur beträgt etwa 800°C).
  • Für sie ist eine langwierige thermische Behandlung des Schleifwerkzeugs kennzeichnend, was sich ungünstig auf dis Integrität des Korns im Schleifstoff auswirkt.
  • Auserdem muß betont werden, daß die Herstellungstechnologie dleser keramischen Bindemittel ein Fritten bei hoher Temperatur (1400-1450°C) vorsieht; was ein mühsamer, zeitraubender wie auch kostspieliger Arbeitsgang ist, der spezlelle Räume und Ausrüstungen erfordert (Schmelzöfen, Beschickungs- und Vertilationsanlagen, Granulatoren).
  • Die für dlese Bindemittel verwendeten Zusätze gehören auch zu den teuren Werkstoffen.
  • Die vorliegende Erfindung bezweckt die Beseitigung der erwähnten Nachteile.
  • Der Erfindung wurde die Aufgabe zugrundegelegt, ein keramider sches Bindemittel für Schleifwerkzeuge auf#Basis von Glas mit solchen legierenden Komponenten und solchen Zusätzen zu entwickeln, einem daß diese keramische Bindemittel in # breiten Bereich technologischer Möglichkeiten Anwendung finden können und hohe Güte des Schielfwerkzeugs, hergestellt nicht nur aus verschiedenen Elektrokorunden, sondern auch aus kubischem Bornitrid und Diamanten, gewährleistet ist.
  • Diese Aufgabe wird mit Hilfe so eines keramischen Bindemittels der auf Grundlage von Glas gelöst, das erfindungsgemäß zumindest eine legierende Komponente, gewählt aus der Gruppe, die aus Boroxld, Alumosilikaten und Bariumoxid besteht, in einer Menge von 70--90 Gew.% und als Zusatz Phosphate von Alkali- bzw. Erdalkalimetallen in einer Menge von 10-30 Gew.% enth@lt.
  • Allgemein bekannt tragt die erwähnte Gruppe, bestehend aus Boroxid, Alumosilikaten und Bariumoxid, zur Steigerung der mechanischen Festlgkelt der keramischen Bindemittel und zur Verbesserung ihrer physikalisch-chemischen Eigenschaften bei.
  • Das Boroxid trägt zur Steigerung der Raktions fähigkeit und zur Vergrößerung der Adhäsionseigenschaften der keramischen Bindemltteln in bezug auf das Schleifmittel bei, wie z.B. in bezug auf verschiedene Elektrokorunde, was letzten Endes dle Bindungsfestigkeit der Schleifkörner mlt dem Bindemittel vergrößert und dem Schleifwerkzeug eine hohe mechanische Festigkeit verleiht.
  • Dazu tragen auch die nahe zusammenliegenden Koeffizienten der Wärmeausdehnung von Borglas und Elektrokorunden bei.
  • Dle Anwendung von Alumosilikaten im keramischen Bindemittel fuhrt zur Bildung einer hochfesten keramischen Struktur des Bindemittels, da sle dle Rolle von Mineralisatoren der Kristallisation von Magnesiumspinellen spielen, did das Bindemittel festigen.
  • Das Bariumoxid tragt in noch größerem Maße als das Boroxid zur Steigerung der Stabilität des Kristallgitters von Glas und zur Verbesserung der Adhäsionseigenschaften des keramischen Bindemittels in bezug auf das Schleifkorn bei, was eine Steigerung der mechanlschen Festigkeit des Schleifwerkzeugs zur Folge hat.
  • Der quantitative Gehalt an Komponenten der erwähnten Gruppe ist durch die Menge der in das Bindemittel eingeführten Phosphate bedingt.
  • Es wurde festgestellt, daß phosphorhaltlges Glas unter glelchen Bedingungen eine höhere mechanische Festigkeit und ein niedrigeres Elastizitätsmodul aufweist als bor- bzw. barlumhaltages Glas. Außerdem setzt das Vorhandensein von Phosphaten im Bindemittel (im erwähnte n Verhältnis) die Feuerfestigkeit der Schleifmasse (d.h. des Schleifmittel mit dem keramischen Bindemittel) herab und steigert gleichzeitig die Reaktionsfähigkeit dee Bindemittels (bezuglich des Schleifmittels) und somit auch selne Adhäsion in bezug auf das Korn (des Schleifmittels). Die Adhäsions fähigkeit des Bindemittels ist von wesentlicher Bedeutung f"ur die Gewinnung eines hochqualitativen Schleifwerkzeugs aus kublschem Bornitrid und Diamanten.
  • Wir haben ermittelt, daß slch der Gehalt an Phosphaten der Alkali- und Erdalkalimetalle in eiher Menge von 10 bis 30 Gew.% am günstigsten auf die Verbesserung der physikalisch-mechanischen Eigenschaften des Bindemittels auswirkt, was zur Steigerung der mechanischen Festigkeit des Schleifwerkzeugs aus verschiedenen Elektrokorunden, kubischem Bornitrid und Diamanten führt. Der Gehalt an erwähnten Phosphaten im Bindemittel von über 30 Gew.% fiihrt zu einer bedeutenden Verringerung der Eeuenf@stigkeit des Bindemittels wie auch seiner Zählgkeit. Diese Erscheinung wirkt sich bei der thermischen Behandlung des Schleifwerkzeugs aust Es konnen Deformationen des hergestellten Werkzeugs vorkommen.
  • Der Gehalt an Phosphaten der Alkali- und Erdalkalimetalle in einer Menge weniger als 10 Gew.% fÜhrt nlcht zur gewünschten Steigerung der mechanischen Festigkeit des Schleifwerkzeugs, da diese Menge zur Vergrößerung der Reaktions fähigkeit des Bindemittels und zur Steigerung seiner Benetzbarkeit hinsichtlich des Schleifkorns wie auch zur Verringerung der Feuerfestigkeit nicht ausreicht.
  • Die Zusammensetzung des erfindungsgemäßen keramischen Blndemittels gestattet das Rösten des Schleifwerkzeugs in einem breiten Temperaturenbereich von 900 bis 12800C, was dle Herstellung eines hochqualitativen Schleifwerkzeugs gewäghrleistet, welches über hohe Widerstandsfähigkeit und mechanische Festigkeit während des Betriebs bei hohan Bearbeitungsgeschwindigkeiten (z.B. bei einer Geschwindigkeit von 60 m/sek) gewährleistet.
  • Es wirkt sich günstig auf das gestellte Ziel aus, wenn das keramische Bindemittel als legierende Komponente Boroxid in einer Menge von 75 bis 85 Gew.% und als Zusatz - das Phosphat der Alkalimetalle in einer Menge von 10 bis 20 Gew.% entblt, das in Kombination mlt Tonerde in elner Menge bls zu 5 Gew.% genommen wird.
  • Das Vorliegen von Alkalimetallphosphat in einer Menge von 10 bis 20 Gew.% im Bindemittel gewährleistet die Gewinnung einer notwendigen Verbindung von Eigenschaften in dlesem Bindemittel, d.h. die Steigerung der Adhäsion des Bindemittels an dem Schleifkorn, die Vergrößerung seiner Reaktionsfähigkeit und infolgedessen die Steigerung der Festigkeit des Sohleifwerkzeugs.
  • Das keramische Bindemittel kann für eln Schleifwerkzeug empfohlen werden, das aus kublschem Bornitrid und Dlamanten besteht.
  • Die gegebene Zusammensetzung des Bindemittels gewährleistet infolge des Vorhandenselns ziemlich leicht schmelzbarer Komponenten (Phosphat der Alkalimetalle, Boroxid,) die Feuerfestigkeit des Bindemittels (780-800°C), was dle Herstellung des Werkzeugs aus kubischem Bornitrid und Diamanten ermöglicht.
  • Zur Verbesserung der physikalish-chemischen Eigenschaften des Bindemittels selbst wird in seine Zusammensetzung Tonerde eingeführt, die bei hohen Rösttemperaturen des Schleifwerkzeugs mit dem Alkalimetallphosphat in Reaktion tritt und eine Verbindung schafft, dle das Bindemittel festlegt.
  • Wir haben ermittelt, daß ein Gehalt das Bindemittels an Tonerde über 5 Gew.% seine Feuerfestigkeit steigert, was sich ungünstig auf die Integrität des Korns beim Rösten des Schleifwerkzeugs aus kubischem Bornitrid und Diamanten auswirkt.
  • Die gewählte Menge an Boroxid ist durch den Gehalt an Alkalimetallphosphat bedingt, das in Verblndung mit Tonerde genommen wird.
  • Ein solches keramlsches Bindemittel kann erfolgreich fur dle Herstellung von Schleifwerkzeug aus kubischem Bornitrid und Diamanten verwendet werden.
  • Es ist zweckmäßig, das Boroxid in Form von Borglas zu verwenden.
  • Nicht minder günstig ist die Einführung von Alumosilikaten in einer Menge von 40 bis 65 Gew.% in Kombination mit 20--35 Gew.% Bariumoxid als legierende Komponente, wle auch die Einführung von 10--30 Gew.% Natriumphosphat als Zusatz.
  • Allgemein bekannt ist, daß das Alumosilikate enthaltendes Glas ein starres Strukturgitter aufweist, welches eine ausrelchende mechanische Festigkeit des Glases bedingt. Wenn man Alumosili-@ate in Verbindung mlt Barlumoxld und einem Zusatz von Natriumphosphat (in erwähnten Mengen) Verwendet, erhält man dank der Einführung von Ionen des Bariumoxids und Phosphors in das Kristallgitter der Alumosilikate und dank der Ausfüllung ihrer Defektdefektstellenfreies stellen ein stabiles Kristallgitter des Glases, welches dem erfindungsgemäßen keramischen Bindemittel hohe mechanische Festigkeit verleiht. Dieses keramische Bindemittel verfügt über eine Feuerfestigkeit von etwa 1000-1100°C und gestattet das Rösten von Schleifwerkzeug bel einer Temperatur von 12700C.
  • Das erwähnte Bindemittel ist für dle Herstellung von Schleifwerkzeug, hauptsächlich aus Elektrokorunden, gedacht.
  • Die Alumosilikate können im erfindungsgemäßen keramischen Bindemittel in Form von feuerfestem Ton in einer Menge von 25--40 Gew.% vertreten seln, den man in Verbindung mit 15-25 Gew.% Perlit nimmt.
  • Der feuerfeste Ton beeinflußt in diesen Mengen günstig die Plastizität des keramischen Bindemittels, was dle Formelgenschaften der Schleifmasse verbessert. Dle Verwendung von Perlit (in erwähnter Menge) im keramischen Bindemittel tragt in noch größerem Grade zur Bildung einer hochfesten keramischen Struktur des Bindemittels bei, da der Perlit neben den ihm eigenen guten minenalisierenden Eigenschaften die physikalisch-chemischen Eigenschaften des Bindemittels verbessert, indem es seine Viskosität günstig beeinflußt, was in der Folge zu einer besseren Einhüllung der Körner des Schleifstoffes führt.
  • Mit der Vergrößerung des Gehalts an Perlit im Blndemlttel kann man das Quellen des Schleifwerkzeugs belm Rösten herbeiführen, während bei nichtgenügender Menge der gewünschte Prozeß der Mineralbildung im Bindemittel ausbleibt@.
  • Der gesamte Gehalt an feuerfestem Ton und Perlit ist durch den Gehalt an Alumosilikat im Bindemittel bedingt.
  • Aus ökonomischen Erwägungen kann man statt Bariumoxid auch Bariumglas verwenden.
  • Es ist ratsam, der Zusammensetzung des oben erwähnten keramischen Bindemittels Tonerde bis 5 Gew.% beizugeben.
  • Wie oben erwähnt, bildet die Tonerde, indem sie beim Rösten Schleifwerkzeugs des mit dem Natriumphosphat in Reaktion tritt, eine hochfeste Verbindung. Wenn der Gehalt an Tonerde im Bindemittel mehr als 5 Gew.% ausmacht, so verschlechtert slch seine Reakttonsfähigkeit und steigt dle Zähigkeit, was sich ungünstig auf die mechanlsche Festigkeit des Schleifwerkzeugs auswirkt.
  • Das erwähnte keramlsche Bindemittel kann man zur Herstellung von Schleifwerkzeug aus verschledenen Elektrokorunden empfehlen.
  • Das erfindungsgemäße keramische Bindemittel verfügt dank seiner legierenden Komponenten und Zusätze über einen großen Bereich technologischer Möglichkeiten, da es erfolgreich bei der Herstellung von Schleifwerkzeug nicht nur aus verschied@nen Elektrokorunden, sondern auch aus kubischem Bornitrid und Diamanten verwendet werden kann.
  • Nachstehend wird die vorliegende Erfindung durch konkrete Ausführungsbeispiele erläutert.
  • Zur Bestätigung des oben Gesagten wurde dle Feuerfestigkeit der keramischen Bindemittel auf der Basis von Glas mit legierenden Komponenten und Zusätzen, wie erfindungsgemäß vorgesehen, geprüft und die mechanische Festigkeit des mit diesen Bindemitteln hergestellten Schleifwerkzeugs getestet.
  • In nachstehender Tabelle 1 werden konkrete Zusammensetzungen (Nr. 1--11) des erfindungsgemäßen keramischen Bindemittels angeführt, die erfindungsgemäß folgende legierende Komp@nente aufweisen als Boroxid - Borglas; als Alumosilikate - feuerfester Ton in Kombination mit Perlit; als Bariumoxid - Bariumglas; als Zusätze - Natriumphosphat, Kaliumphosphat, Kalziumphosphat, einzeln genommen bzw. in Verbindung mit Tonerde.
  • Tabelle 1 Lfd.Nr. Legierende Zusammensetzung des keramischen Bindemittels in Gew.% Komponenten und Zusätze (in Gew.%) 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 1. Borglas 80 80 80 75 2. feuerfester Ton 30 30 35 35 30 25 30 3. Perlit 15 15 20 20 25 20 25 4. Bariumlas 30 30 35 35 20 20 20 5. Natriumphosphat 20 20 25 10 20 30 6. Kaliumphosphat 20 25 7. Kalziumphosphat 20 10 20 8. Tonerde 5 5 5 5 Dle Komponenten des Bindemittels wurden bis zum pulverförmigen Zustand zerkleinert und durch ein Sieb mit von 0,063 mm - Maschen weite bis 3% Rückstand durchsiebt. Danach wurden sie nach der bekannten Technologie bis zur Gewinnung eines homogenen Gemisches vermischt. Aus jedem gewonnenen Gemisch - dem Bindemittel - wurde eine Probe genommen und in an sich bekannter Weise auf Feuerfestigkeit untersucht. Die Ergebnisse werden in Tabelle 2 angeführt.
  • Tabelle 2 Keramisches Bindemittel Nr.
  • a 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Fe uerfestigkeit in °C 760 780 820 830 980 1070 1060 1080 1100 1080 1120 Aus der angeführten Tabelle ist ersichtlich, daß das erfindungsgemäße keramische Bindemittel eine Feuerfestigkeit in einem großen Temperaturenbereich besitzt. Dieser Umstand gestattet eine Zusammensetzung des keramischen Bindemittels zur Herstellung von Schleifwerkzeug aus verschiedenen Elektrokorunden, kubischem Bornitrid und Diamanten zu wah"len.
  • Weiterhin wurde das gewonnene Bindemittel mit Dextrin und einem Schleifmittel, beispielsweise mit welßem Elektrokorund, zuvor angefeuchtet mit flüssigem Wasserglas, (Zusammensetzung in Gew.% 29,7 SiO2; 11,8 Na2O; 58,5 H2O) vermiscnt.
  • Die gewonnene Schleifmasse hatte folgende Zusammensetzung der Schicht, (in Gew.%): Schleifmittel mit Korngröße von ca. 400 µm - 100,0; erfindungsgemäßes keramisches Bindemittel - 9,7; flüssiges Wasserglas - 4,2; Dextrin - 2,0.
  • Das Volumengewicht der Schlelfmasse betrug 2,28 g/cm3.
  • Die Zusammensetzung der Schleifmasse kann in Abhängigkeit von den gewünschten Daten des Schleifwerkzeug@ verändert werden.
  • Die gewonnene Masse wurde auf übliche Welse (Fachleuten, die auf diesem Gebiet tätig sind, wohlbekannt) geformt.
  • Das Schleifwerkzeug wurde in einem Tunnelofen nach der bekannten Technologie bei einer maximalen Temperatur von 1270°C und bel einer Haltedauer bei dieser Temperatur von etwa 2 Stunden geröstet.
  • Die niedrige Feuerfestigkeit des erfindungsgemäßen Bindemittels (Nr. 1--4, Tabelle Nr. 2) gestattete eln Rösten des Schleifwerkzeugs bei 10000C durchzufuhren und den Röstzyklus um das Anderthaibfache im Vergleich zum Röstzyklus des mit bekannten Bindemitteln gleicher Art hergestellten Werkzeugs zu kürzen.
  • Dies ermöglicht eine merkliche Senkung der Selbstkosten des Schleifwerkzeugs dank der Kürzung seines Röstzyklus (Verringerung des Stromaufwands, Vergrößerung der Lebensdauer der Rostöfen).
  • Das erwähnte keramische Bindemittel kann dank seiner niedrlgen Feuerfestigkeit erfolgrelch für die Herstellung von Schleifwerkzeug, hauptsächlich aus kubischem Bornitrid und Diamanten, Anwendung finden, das zur Bearbeitung von Hartstoffen bestimmt tst, wobei elne um 20% größere Widerstandsfähigkeit im Vergleich zum Schleifwerkzeug aus kublschem Bornitrid (und Diamanten) mit bekannten gleichartigen Bindemitteln erzielt wird.
  • In der Tabelle 3 sind die Ergebnisse von Prüfungen der mechanischen Festigkeit des Schleifwerkzeugs aus Elektrokorund mSt dem erfindungsgemäßen keramischen Bindemittel angeführt.
  • Tabelle 3 Keramisches Bindemittel Nr.
  • 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Mecha@ alsche Reißfestigkeit kp/cm2 117,1 112,5 110,7 121,3 129,1 130,0 125,2 127,0 133,1 140,0 125,3 Anmerkung: Bei Herstellung von Schleifwerkzeug aus Diamanten und kubischem Bornitrid ist der Füllstoff hauptsächlich Elektrokorund, deshalb ist die erwähnts Charakteristik für Schleifwerkzeug aus Elektrokorund angeführt.
  • Dank der Anwendung des Bindemittels mit erfindungsgemäßer Zusammensetzung erhöht sich die Festigkeit des Schleifwerkzeugs um 15--20%, seine Verschleißfestigkeit und die spezifische Leistungsfähigkeit vergrößern sich um 20%.
  • Die durchschnittliche Lebensdauer zwischen dem Abziehen (in der Zahl bearbeiteter Teile) des Schleifwerkzeugs mit dem erfindungsgemäßem keramischen Bindemittel liegt um 25% höher als die durchschnittliche Lebensdauer des Schleifwerkzeugs mit bekannten gleichartigen keramlschen Bindemitteln, was einer Vergrößerung der Leistungsfähigkeit des Schleifprozesses um das 1,5-2fache gleichkommt.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    der 1. Keramisches Bindemittel für Schleifwerkzeug auf#Grundlage von Glas mit legierenden Komponenten und Zusätzen, d a d u r c h g e k e n n z e r c h n e t ,daß es zumindest eine legierende Komponente, gewählt aus der Gruppe,die Boroxid, Alumosilikate und Bariumoxid enthält, in einer Menge von 70-90 Gew.% und als Zusatz Phosphate der Alkali- bzw. Erdalkalimetalle in einer Menge von 10 bis 30 Gew.% enthält.
  2. 2. Keramisches Bindemittel nach Anspruch 1, d a d u r ch g e k e n n z e 1 c h n e t ,daß ws als legierende Komponente Boroxid in einer Menge von 75--85 Gew.% und als Zusatz Alkalimetallphosphat in einer Menge von 10--20 Gew.%, der in Kombination mit Tonerde bs zu 5 Gew.% genommen wird, enthält.
  3. 3. Keramisches Bindemittel nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n n z e X c h n e t ,daß als Boroxid Borglas genommen wird.
  4. 4. Keramisches Bindemittel nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n ze S c h n e t ,daß es als legierende Komponenten Alumosilikate in einer Menge von 40--65 Gew.% und Bariumoxid in elner Menge von 20--35 Gew.% und als Zusatz 10--30 Gew.% Natriumphosphat enthält.
  5. 5. Keramisches Bindemittel nach Anspruch 4 d a d u r c h g e k e n n z e 5 c h n e t tdaß man als Alumosilikate feuerfesten Ton in einer Menge von 25--40 Gew.% in Kombination mit 15-25 Gew.% Perlit nimmt.
  6. 6. Keramisches Bindemittel nach Anspruch 4, d a d u r c h g e k e n n z e X c h n e t ,daß das Bariumoxid durch Bariumglas vertreten ist.
  7. 7. Keramisches Bindemittel nach Anspruch 4, d a a u r c h g e k e n n z e 1 c h n e t ,daß es außer den erwähnten Somponenten Tonerde bis zu 5 Gew.% enthält.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE102013015564A1 (de) * 2013-09-20 2015-03-26 Rhodius Schleifwerkzeuge Gmbh & Co. Kg Schleifscheibe mit Füllstoff auf Phosphatbasis

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