-
Anschlußstück für einen elektrischen Anschluß Die Erfindung betrifft
elektrische Anschlußstiicke, bei welchen sich ein oder mehrere Leiterstifte durch
einen tragenden Körper erstrecken, an welchem sie mittels einer Dichtung befestigt
sind, die die Leiterstifte elektrisch gegenüber dem tragenden Körper isoliert und
gleichzeitig die Leiterstifte gegen einen Luftaustausch zwischen der einen Seite
des Anschlußstückes und der anderen Seite des Anschlußstückes luftdicht abdichtet.
Derartige Anschlußstücke finden eine breite Verwendung bei Xühlanlagen, wobei z.B.
eine elektrische Verbindung mit in einem abgedichteten Behälter oder einer abgedichteten
Kammer aufgenommenen Geräten hergestellt wird. Solche Anschlußstücke finden außerdem
eine weite Verbreitung bei Transformatoren, Relais, Schaltern, Überlastschaltern,
Heizgeräten, Fernmeldegeräten und Raumfahrzeugzubehörteilen.
-
Der größte Teil der luftdicht abgeschlössenen Anschlußstücke, die
zur Zeit im Gebrauch sind und als "harte Dichtung" bezeichnet werden können, ist
dadurch gekennzeichnet, daß die Leiterstifte
in den tragenden Körper
mittels einer Glas/Metall oder Keramik/Metalldichtung aufgenommen werden. Obwohl
solche Anschlußstücke eine wirkungsvolle luftdichte Abdichtung bilden, weisen sie
zahlreiche Nachteile auf. Ein wesentlicher Nachteil besteht in der Beschränkung
der Materialien, aus welchen die Leiterstifte gebildet sind. Obwohl Leiterstifte
aus Kupfer und Kupferlegierungen ideale elektrische Leiter sind, können sie nicht
erfolgreich in Verbindung mit Glas oder Keramikdichtungen verwendet werden, weil
sich die Ausdehnungskoeffizienten der Leiterstifte und des Dichtungsmaterials unterscheiden.
-
Um diese Schwierigkeiten zu vermindern, werden bei den Ublichen, als
harte Dichtungen bezeichneten, luftdicht abgeschlossenen Anschlußstücken Leiterstifte
aus rostfreiem Stahl, rostfreiem Stahl mit einem Kupferkern oder Nickellegierungen
verwendet. Jedoch weisen die aus diesen Materialien hergestellten Leiterstifte einen
extrem niedrigen Prozentsatz der Leitfähigkeit auf, die vergleichbare Leiterstifte
mit vergleichbaren Abmessungen aus Kupfer oder Kupferlegierungen besitzen. Daher
müssen Anschlußstücke, bei denen Stahlleiterstifte verwendet werden, wesentlich
größer ausgebildet sein als es erforderlich wäre, wenn man Leiterstifte aus Kupfer
oder anderen Materialien mit einer größeren Leitfähigkeit verwenden würde.
-
Anschlußstücke, die Glas- oder Keramikdichtungen aufweisen, reissen
oder brechen außerdem, wenn sie unvorsichtig gehandhabt werden oder wenn die Leiterstifte
während der Installation verbogen werden. Wenn die Dichtungen Risse aufweisen oder
gebrochen sind, dann ist die luft-dichte Sperre zwischen den Leiterstiften und ihren
Trägern beschädigt oder zerstört, und die Dichtungen sind nicht mehr in der Lage,
die Leiterstifte gegenüber den Trägern, in welchen die Leiterstifte montiert sind,
elektrisch zu isolieren. Außerdem ist es bis heute nicht möglich gewesen, die herkömmlichen,
mit den
"harten Dichtungen" versehenen Anschlußstücke zu reparieren,
wenn solche Reparatur eine Wärmebehandlung erfordert, wie z.B. ein Löten oder Widerstandsschweißen,
weil bei den kritischen Temperaturen eine Expansion oder Kontraktion der Teile auftritt.
-
Verschiedene hilfsmittel sind vorgeschlagen worden, um die Nachteile
der mit den *harten Dichtungen" versehen Anschlußstücke zu beseitigen, aber solche
Hilfsmittel waren nur begrenzt erfolgreich. Z.B. wird in der US-PS 3 160 460 ein
Anschlußstück mit einer im wesentlichen "harten Dichtung" gezeigt, das eine Glas/Metalldichtung
aufweist, die auf der Außenseite des Anschlußstückes von einem federnden Isolator
überdeckt wird, der auf den Träger und die angrenzenden Teile der Leiterstifte aufgeklebt
ist. Durch eine solche Anordnung wird jedoch das Problem nicht beseitigt, das sich
bei einer Expansion der Leiterstifte und ihrer Glasdichtungen einstellt. Außerdem
ist die Ausbildung der Dichtungen noch durch die Fließ- und Benetzungseigenschaften
des Glases begrenzt, die ihrerseits die Fähigkeit der Dichtungen beschränken, trotz
der gegossenen Auflage den Anforderungen an die Beständigkeit eines langenLichtbogens
zu genügen.
-
Es wurden auch Anstrengungen unternommen, die Dichtungen aus verschiedenen
deformierbaren, dielektrischen Materialien zu gießen, um ein Anschlußstück zu erzielen,
das als Ansciilußstück mit einer "weichen Dichtung" bezeichnet werden könnte, aber
solche Anschlußstücke waren nicht brauchbar, da sie hauptsächlich nicht in der Lage
waren, sowohl hohen Drücken als auch anderen Umgebungseinflüssen, z.B. hohen Temperaturen
standzuhalten. Diese Mißerfolge werden in großem Maße auf das plastische Fließen
und Kriechen des deformierbaren Materials zurückgeführt, aus dem die Dichtungen
hergestellt sind. Eine Lösung der Problerne, die bei Anschlußstücken mit "ç.eichen
Dichtungen
" auftreten, ist in der US-PS 3 605 076 offenbart, die
eine Anschlußstückkonstruktion mit einer "weichen Dichtung" zeigt, bei welcher jeder
Leiterstift elektrisch isoliert und gegenüber seinem Träger mittels einer deformierbaren
dielektrischen Dichtung, die zwischen einem Paar im wesentlichen starren dielektrischen
Kappen angeordnet ist, luftdicht abgedichtet ist. Während eine solche Anordnung
eine sehr wirksame luftdichte Abdichtung bildet, sind die Kosten zur Herstellung
der Anschlußstücke relativ hoch, weil eine große Anzahl von Teilen verwendet wird
und viele Arbeitsstunden zum Zusammensetzen dieser Teile benötigt werden.
-
Die Erfindung ist hauptsächlich darauf gerichtet, eine Anschlußstückkonstruktion
mit einer im wesentlichen "weichen Dichtung" zu schaffen, bei welcher der Leiterstift
wirksam gegenüber dem ihn aufnehmenden Träger isoliert ist, wobei diese Isolierung
durch eine einheitlich gegossene dielektrische Dichtung erfolgt, die nicht die vorbeschriebenen
Nachteile der Anschlußstückkonstruktionenen miE'weichen Dichtungen" aufweist, wobei
die Ausgestaltung der Leiterstifte zusammen mit der Ausgestaltung der Dichtungen
und ihrer Anordnung gegenüber dem tragenden Körper des Anschlußstückes derart tzusammenwirken,
daß eine sehr wirkungsvolle luftdichte Dichtung geschaffen wird, die wirtschaftlich
und preiswert hergestellt werden kann und wobei die fertige Dichtung die gewünschte
Lichtbogenbeständigkeit aufweist.
-
Gemäß der Erfindung ist ein luftdicht abgeschlossenes Anschlußstück
vorgesehen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß es einen Träger mit einem Boden,
in dem wenigstens eine runde Öffnung angeordnet ist, die ein Ende einer sich über
eine Bodenseite hinaus erstreckenden zylindrischen Führungsbüchse bildet, aufweist
und daß sich in der Mitte der. Führungsbüchse
ein länglicher Leiterstift
erstreckt, der von den Wandungen der Büchse einen Abstand aufweist, und daß eine
einstückig gegossene dielektrische Dichtung vorgesehen ist, die den Leiterstift
an den Träger hält und ein mittleres, durch die FUhrungsbüchse hindurchgreifendes
Teil aufweist, das dichtend mit dem Leiterstift und der Innenfläche der Führungsbüchse
in Eingriff steht, und daß der Leiterstift mit einem Paar im Abstand zueinander
angeordneten und sich gegenüberliegenden Schulterflächen versehen ist, die in der
Nähe der gegenüber liegenden Enden der Führungsbüchse angeordnet sind, um eine Expansion
und Kontraktion des mittleren Teiles der Dichtung zu verhindern, und daß die Dichtung
angeformte äußere Teile aufweist, die sich über das mittlere Teil hinaus zu beiden
Seiten des Bodens nach außen erstrecken und einen größeren Durchmesser aufweisen
als das mittlere Teil und die den Leiterstift dichtend umschließen, wobei ein äußeres
Teil eine relativ dünne, ringförmige Wandung aufweist, die die Führungsbüchse vollständig
umschließt und sowohl auf der Außenfläche der Führungsbüchse und auf dem Boden in
dem Bereich dichtend aufliegt, der die FührungsbUchse unmittelbar umgibt, so daß
die Führungsbüchse eingeschlossen ist, während die anderen äußeren Teile dichtend
gegen die andere Seite des Bodens in dem die runde Öffnung umgebenden Bereich anliegen.
-
Obwohl die Anschlußstücke gemäß der Erfindung als Anschlußstükke mit
"weichen Dichtungen" bezeichnet werden können, da sie nicht im Sinne einer Glas-
oder Keramikdichtung brechen können, können die Dichtungen aus Materialien hergestellt
sein, die im wesentlichen hart oder steif sind, wenn sie ausgehärtet sind.
-
Zum Beispiel bildet eine Epoxyd-Gießmasse ausgezeichnete Dichtungen,
obwohl sie nicht "weich" im Sinne einer leichten Deformierbarkeit sind. Sie sind
jedoch ausreichend nachgiebig, um Expansionen und Kontraktionen der Leiterstifte
aufnehmen zu
können. Andererseits können die Dichtungen aus Materialien
hergestellt werden, die relativ weich und leicht deformierbar sind, wie z.B. synthetische
gummiartige Massen. Ein wesentlicher Gesichtspunkt bei der Herstellung der Dichtung
ist die Verwendung eines Dichtungsmaterials, das zusätzlich zu dem Vorhandensein
der geforderten dielektrischen Eigenschaften dazu in der Lage ist, eine feste Dichtung
sowohl mit den Leiterstiften als auch mit dem tragenden Körper unabhängig von dem
Zustand der Umgebung, z.B. erhöhten Temperaturen, zu bilden. Dadurch wird die Verwendung
von Leiterstiften aus Kupfer oder Kupferlegierungen ermöglicht, so daß die Abmessungen
der Leiterstifte, die für eine vorgegebene Stromleitfähigkeit erforderlich sind,
wesentlich reduziert werden können. Die Erfindung erleichtert dadurch eine Verkleinerung
der Bauteile, daß eine vergleichbare oder sogar größere Leitfähigkeit durch die
Verwendung von Leiterstiften wesentlich kleinerer Abmessungen erzielt werden kann,
wobei die Leiterstifte aus jedem Leitmaterial mit einer größeren Leitfähigkeit hergestellt
werden können als die zur Zeit im Gebrauch befindlichen Leiterstifte.
-
Die Erfindung läßt sich auf Anschlußstücke mit einem oder mit mehreren
Leiterstiften anwenden oder auf Konstruktionen, bei denen der Körper oder Träger
für die Leiterstifte einen integralen Bestandteil eines Gehäuses oder eines anderen
abgedichteten Gerätes bilden kann, das mit elektrischem Strom versorgt werden soll.
-
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung.
Darin zeigen: Fig.l eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Anschlußstückes, wobei das Anschlußstück einen dreipoligen Sockel aufweist, wie
es
z.B. bei Kompressoren von Kühlanlagen benutzt wird; Fig.2 einen senkrechten Schnitt
entlang der Linie 2-2 gemäß Fig.1; Fig.3 eine Ansicht des in den Fig.1 und 2 dargestellten
Anschlußstückes von unten; Fig.4 einen senkrechten Schnitt durch einen weiteren
Leiterstift, bei dem die mit dem Dichtungsmaterial in Berührung kommenden Schultern
unterschnitten sind; Fig.5 eine Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles für
einen Leiterstift und Fig.6 einen senkrechten Schnitt durch ein Anschlußstück ähnlich
der Fig.2, wobei jedoch eine Konstruktion gezeigt ist, bei welcher der Tragkörper
des An-5 chlußstückes einen integralen Bestandteil eines Gehäuses oder einer Steckdose
bildet.
-
In der Fig. 2 der Zeichnung ist zu erkennen, daß das Anschlußstück
einen Träger oder ein Körperteil 1 aufweist, das napEförmig ausgebildet ist und
eine ringförmige Körpensandung 2 besitzt, die an ihrem einen Ende in einen nach
außen gebogenen Montageflansch 3 und an ihrem gegenüberliegenden Ende in einen Boden
4 ausläuft, in dem seitlich zueinander versetzte rührungsbüchsen oder Stutzen 5
angeordnet sind, die innerhalb der von der ringförmigen Körperwandung 2 vorgegebenen
Begrenzung liegen.
-
Die Ausgestaltung des Körperteiles 1 entspricht einem üblichen dreipoligen
Sockel, das aus jedem für den beabsichtigten Zweck geeigneten Material hergestellt
sein kann, obwohl für die
meisten Installationen ein Stahlkörper
bevorzugt wird, da dieser relativ preiswert ist und gleich in einer bestimmten Form
ausgebildet werden kann. Das bestimmte Material, aus dem das Körperteil ausgebildet
ist, wird in großem Maße von der Art der Installation des Anschlußstückes bestimmt,
die davon abhängt, ob das Anschlußstück an seinem Einsatzort angeschweißt, weichgelötet,
hartgelötet, angeschraubt, eingepreßt oder sogar angeklebt wird.
-
Der Träger 1 ist mit mehreren Leibrstiften6 versehen, die sich axial
durch die Führungsbüchsen 5 hindurcherstrecken. Die Leiterstifte werden mittels
der Dichtung 7 in ihrer Lage arretiert und luftdicht abgeschlossen, wobei die Dichtung
als einheitliches Teil aus einem bielektrischen Material gebildet ist, das an Ort
und Stelle in die gewünschte Form gegossen wird.
-
Die Leiterstifte 6 können im wesentlichen aus jedem elektrisch leitfähigen
Material hergestellt sein, obwohl Stifte aus Kupfer oder Kupferlegierungen wegen
ihrer hohen elektrischen Leitfähigkeit bevorzugt werden. Da die Expansion und Kontraktion
der Stifte infolge der Art, in welcher die Stifte montiert sind und infolge der
Beschaffenheit des Dichtungsmaterials keine Probleme aufwerfen, steht eine große
Auswahl von Materialien für die Leiterstifte zur Verfügung, und die Materialien
können in Abhängigkeit von der gewünschten Festigkeit, den Abmessungen und der Leitfähigkeit
der Stifte ausgewählt werden.
-
Die Dichtung 7 besteht aus bielektrischem Material, das an Ort und
Stelle in den tragenden Körperteil 1 und um die Leiterstifte herum gegossen werden
kann. Wesentliche Gesichtspunkte bei der Auswahl dei Gießmasse bestehen darin, daß
das
Material einen ausreichend niedrigen Gießwiderstand aufweist,
so daß die Fließrichtung und die Fließerstreckung während des Gießens gesteuert
werden können, und daß das Material einen linearen Ausdehnungskoeffizienten besitzt,
der mit dem Ausdehnungskoeffizienten der Leiterstifte vergleichbar ist. Im wesentlichen
wird die Fließrichtung des Gießmaterials von der Ausgestaltung des Anschlußstückes
beeinflußt, bei welcher die übliche Schrumpfung oder Kontraktion des Gießmaterials
während des Gießvorganges berücksichtigt wird. Es wurde herausgefunden, daß Epoxyd-Gießmassen
die besten Ergebnisse bringen, insbesondere wenn sie durch Mineralien oder Glasfasern
verstärkt sind. Beispielsweise wurden ausgezeichnete Ergebnisse mit der Epoxyd-Gießmasse
erzielt, die von der Allied Chemical Corporation unter dem Warenzeichen "EPIALL"
hergestellt werden. Obwohl die Epoxyd-Gießmassen nach dem Aushärten im wesentlichen
starr sind, lassen sie sich demloch mit den Leiterstiften aus Kupfer oder Kupferlegierungen
wegen ihrer Ausdehnungskoeffizienten und ihrer ausgezeichneten Dichtungseigenschaften
verwenden. Jedoch lassen sich deformierbare bielektrische Materialien, d.h. Materialien,
die relativ weich sind und sich leicht durchbiegen können, wie z.B. synthetischer
Gummi, ebenso verwenden. Als Beispiel für eine synthetisches Blastomeres, die für
den beabsichtigten Zweck geeignet ist, kann chlorsulfoniertes Polyäthylen genannt
werden, das von der Firma E.J.DuPont de omours & Co. unter dem Warenzeichen
'zlIYPALON" hergestellt wird. Es sei darauf hingewiesen, daß, wenn ein Material
wie EIYPALGN verwendet wird, ein Bindemittel erforderlich ist, um eine feste Bindung
zwischen den Metallteilen und der Dichtung zu erzielen.
-
Um die Fließ- und Schrumpfeigenschaften der Gießmasse voll ausnutzen
zu können und um eine gute Dichtung mit den Metallteilen des Anschlußstückes zu
erzielen, müssen die folgend
aufgezählten wichtigen Ronstruktionshinweise
beachtet werden: 1. Die Dichtung 7 weist ringförmige Teile 8 auf, die die Führungsbüchsen
5 des tragenden Körperteiles 1 umschließen, so daß eine Kontraktion der äußeren
Teile 8 der Dichtung während der Aushärtung dazu führt, daß das Dichtungsmaterial
fest gegen die äußeren Flächen der Führungsbüchsen anliegt. Außerdem sind die ringförmigen
Teile 8 der Dichtung im Querschnitt relativ dünn ausgebildet und können sich infolgedessen
mit den metallischen Führungsbüchsen leicht ausdehnen und zusammenziehen, ohne daß
die feste Bindung zwischen diesen Teilen verloren geht. Wenn die ringförmigen Teile
8 massiv ausgebildet wären, d.h. im Querschnitt relativ dick, dann würde die zusätzliche
Masse die Teile 8 daran hindern, sich auszudehnen und zusammenzuziehen.
-
2. Die Leiterstifte 6 sind mit mehreren Schultern 9, 10 und 11 ausgestattet,
wodurch die Verbindungsfläche eines jeden Leiterstiftes vergrößert wird und wodurch
die Lage und die Größe der Kontraktion der Dichtung beeinflußt wird, insbesondere
des mittleren Teiles 12, das innerhalb des durch die Führungsbüchse 5 begrenzten
Bereiches liegt. Die Schultern 9 und 10, die herkömmlich von ringförmigen Flanschen
gebildet werden können, die in den Leiterstift eingebracht sind, befinden sich auf
gegenüberliegenden Seiten der Büchse 5 und tragen dadurch zur Verankerung des Dichtungsmaterials
innerhalb des von der Führungsbüchse begrenzten Bereiches bei, d.h., sie verhindern
ein axiales Fließen oder Kriechen des Dichtungsmaterials der Führungsbüchse und
sorgen dafür, daß das mittlere Teil 12 der Dichtung, das innerhalb des won der Büchse
begrenzten Bereiches
angeordnet ist, von der Expansionswirkung
und der Kontraktionswirkung des Leiterstiftes und der den mittleren Teil umschließenden
Büchse relativ unbeeinflußt bleibt.
-
3. Die Schultern 9 und 10 dienen genauso wie die Schulter 11 dazu,
eine Kontraktion der größeren Teile des Dichtungsmaterials, die außerhalb der Enden
des mittleren Teiles 12 liegen, in den Richtungen zu behindern, in welchen die Kontraktion
zu einer Verlängerung und damit zu einer Einschnürung des mittleren Teiles 12 führen
würde. Die Schultern dienen ferner zur Verankerung des Leiterstiftes und damit zur
Vergrößerung des Zugwiderstandes, d.h. des Widerstandes gegen eine axiale Verschiebung
des Leiterstiftes.
-
4. Die Leiterstifte weisen vorzugsweise einen konischen oder abgeschrägten
Abschnitt 13 auf, um die Kontraktion des relativ großen äußeren Massenteiles des
Dichtungsmaterials in Richtung auf den Boden 4 des Körperteiles 1 zu begünstigen,
damit eine dichte Verbindung mit dem Boden erzielt und aufrechterhalten wird.
-
5. Jeder Leiterstift ist außerdem mit einer Ränddung 14 versehen,
die vorzugsweise zwischen den Schultern 9 und 10 angeordnet ist und eine Doppelfunktion
erfüllt, nämlich einerseits eine Drehung des Leiterstiftes zu verhindern und andererseits
gleichzeitig den Oberflächenbereich des Stiftes, mit dem die Dichtung verbunden
ist, zu vergrößern. Wenn der gerändelte Teil 14 innerhalb des Bereiches der Führungsbüchse
5 angeordnet ist, dann befindet er sich in dem "ruhigen" mittleren Teil 12 der Dichtung,
an welchem die Expansion
und die Kontraktion der Dichtung am stärksten
eingeschränkt ist.
-
6. Wie am besten in der Fig.3 zu erkennen ist, ist die Dichtung auf
ihrer Unterseite mit einem vergrößten Mittelteil 15 und Gießringteilen 16 versehen,
die die äußeren, die Führungsbüchse umgebenden Teile 8 miteinander verbinden, wobei
die Teile 15 und 16 nicht gefährdete Bereiche der Dichtung bilden, zu denen Fehler,
die z.B. von eingeschlossenen Gasen oder Verunreinigungen gebildet werden, leicht
hinwandern können. Die Teile 15 und 16 dienen außerdem dazu, die Verbindungsfläche
zwischen der Dichtung und dem tragenden Körperteil 1 insbesondere auf der Unterseite
des Bodens 4 zu vergrößern und damit die Festigkeit des Bodens in den kritischen
Bereichen der Dichtung.
-
7. Es wurde außerdem herausgefunden, daß es zweckmäßig ist, an der
Dichtung Schulterringe 17 und 18 auszuformen, die die Leiterstifte an den Stellen
umschließen, an welchen die einander gegenüberliegenden Enden der Stifte aus der
Dichtung herausragen, wobei die Schulterringe dazu dienen, Spannungskonzentrationen
abzubauen, die zu Alterungsrissen in den Mantelbereichen der Leiterstifte führen
könnten. Die Schulterringe dienen auch als Anschläge-, gegen die ein Stecker oder
dgl. zur Aufnahme des Leiterstiftes anliegen kann.
-
Aus der vorgenannten Beschreibung ergibt sich, daß die Größe und Dimensionierung
der Teile in Abhängigkeit von dem bestimmten Anwendungsfall unterschiedlich sein
kann einschl. des Sazischenraumes zwischen den Teilen, um den Oberflächenabstand
einzuhalten, der von den Laborsicherheitsvorschriften (Underwriter Laboratory requirements)
oder ähnlichen Baubeschreibungen
gefordert wird. Wie sich aus
der vorgenannten Beschreibung ebenfalls ergibt, ist die erfindungsgemäße Konstruktion
gleichfalls anwendbar auf Anschlußstücke mit einem oder mehreren Leiterstiften,
wobei die Anschlußstücke und Leiterstifte versadiedene Ausgestaltungen aufweisen
können. Z.B. können die Leiterstifte an einer oder beiden Enden mit Kontaktstreifen
19 versehen sein, wenn dies bei irgendeiner Installation erforderlich sein sollte.
-
Die Fig.4 der Zeichnung zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für
einen Leiterstift, bei dem jede Schulter 9, 10 und 11 hinterschnitten ist und wobei
die hinterschnittenen Flächen 20 zur vorteilhaften Ausnutzung der Kontraktion der
Dichtung während des Aushärtens beitragen. Dies ist besonders dann erwünscht, wenn
elastomere Dichtungen verwendet werden, die leichter deformierbar sind als die im
wesentlichen starren Epoxyd-Gießmassen. Die Hinterschneidungen 20 dienen ferner
zur Verankerung des Leiterstiftes, so daß axial wirkende, starke Zugkräfte aufgenommen
werden können.
-
In der Fig. ist noch ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen Leiterstift
dargestellt, wobei die Profilierung sehr vereinfacht ist. Der Leiterstift weist
zwei Enden 21 und 22 auf, die von einem mittleren Teil 23 mit einem kleineren Durchmesser
auf Abstand gehalten werden. Die innenliegenden Enden der Teile 21 und 22 bilden
Schultern 9a und lOa, die die gleiche Wirkungsweise haben wie die bereits beschriebenen
Schultern 9 und 10. Um die wirksame Bindung zwischen dem mittleren Teil 23 und der
dieses Teil umgebenden Dichtung zu erzielen, kann das Teil 23 mit einem Sandstrahlgebläse
bearbeitet sein, so daß eine aufgerauhte Oberfläche 24 geschaffen wird. Andererseits
könnte der mittlere Teil 23 des Leiterstiftes mit einem gerändelten Teil ähnlich
dem in der Fig.2 dargestellten gerändelten
Teil 14 versehen sein.
-
Die Fig.6 zeigt einen Anwendungsfall für die Erfindung, wobei der
Träger oder das Körperteil la des Anschlußstückes ein Gehäuseteil oder ein Teil
eines anderen Behälters zur Aufnahme eines elektrischen Gerätes, das an eine außerhalb
des von dem Behälter umschlossenen Raumes angeordnete Stromquelle angeschlossen
werden soll. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist das Anschlußstück einen
einzigen Leiterstift 6 auf, der sich durch die Führungsbüchse 5a hindurch erstreckt,
die als integraler Bestandteil des Gehäuses oder des Behälters la ausgebildet ist.
Wie sich aus der Fig. deutlich ergibt, umschließt die Dichtung 7adie Führungsbüchse
5a, wobei die Schultern auf dem Leiterstift derart wirken, daß sie die Lage und
das Ausmaß der Kontraktion während der Aushärtung steuern. Es kann selbstverständlich
auch eine beliebige Anzahl von Leiterstiften in dem Behälter la angeordnet sein,
wobei die Dichtungen unabhängig voneinander oder als eine zusammenhängende Dichtung
ausgebildet sein können.