DE2323439A1 - Verfahren und vorrichtung zum bearbeiten des umfangrandes von biegsamen kontaktlinsen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum bearbeiten des umfangrandes von biegsamen kontaktlinsenInfo
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Description
94 Joinville-le-Pont, FRANKREICH
"Verfahren und Vorrichtung zum Bearbeiten des Umfangrandes von biegsamen Kontaktlinsen™
PRIORITÄT: 18. Mai 1972 - PRANKREICH
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bearbeiten, wie Ablängen, Glätten oder Polieren des
Umfangsrandes von biegsamen Kontaktlinsen.
Biegsame Kontaktlinsen werden üblicherweise derart geformt, daß der Linsenumfang in den meisten Fällen einen Durchmesser
aufweist, der größer ist als der endgültige Linsendurchmes-
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ser, so daß dem Formvorgang ein Bearbeitungsvorgang folgt, durch den der endgültige Durchmesser, der Linse hergestellt
wird, worauf sich dann eine weitere Bearbeitung anschließt, bei der dem Umfangsrand der Linse das jeweils erforderliche
oder gewünschte Profil gegeben wird.
Dieser letztgenannte Bearbeitungsgang ist von besonderer, Wichtigkeit, da von der Durchführung desselben zum mindesten
teilweise die Möglichkeiten abhängen, solche Toleranzen einzuhalten, welche für die Linse im Hinblick auf den jeweiligen
Benutzer vorgesehen sind.
Wenn es sich nun um Kontaktlinsen aus einem biegsamen Material handelt, insbesondere um Kontaktlinsen, aus Silikon,
dann ist der letztgenannte Arbeitsgang gerade infolge der Biegsamkeit des Umfangsrandes besonders schwierig durchzuführen.
Um diesen Schwierigkeiten zu begegnen, wurden bereits verschiedene
besondere Arbeitsverfahren vorgeschlagen, bei denen es sich im wesentlichen darum handelt, derartigen biegsamen
Kontaktlinsen beispielsweise durch Zentrifugieren oder durch Kühlung eine zeitweilige Steifigkeit zu geben,
die die Möglichkeit gibt, den genannten Bearbeitungsgang am Umfangsrand der Linse durchzuführen.
Diese bekannten Hilfsverfahren zur Bearbeitungsvorbereitung lassen naturgemäß keine Serienproduktion zu, die in einem
wirtschaftlichen Bereich liegt, so daß die bisherigen Bearbeitungsverfahren auch keine praktische Bedeutung aufweisen.
Die vorliegende Erfindung gründet sich nun gerade auf.die
Tatsache, die Nachgiebigkeit des Umfangsrandes von biegsamen
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Kontaktlinsen für den genannten Bearbeitungsgang nutzbar zu
machen, so daß keinerlei zusätzliche und unwirtschaftliche Vorbereitungsgänge erforderlich sind.
Dabei schlägt die Erfindung nunmehr die Durchführung eines Verfahrens sowie die Ausbildung einer Vorrichtung zum Bearbeiten,
wie Ablängen, Glätten oder Polieren des Umfangsrandes von biegsamen Kontaktlinsen dahingehend vor,.daß
man erfindungsgemäß die jeweilige Linse zunächst zwischen zwei drehbaren Dornen festklemmt, worauf diese Dorne dann
in Umdrehung versetzt werden und man dann von der Kante des Linsenumfanges her eine ebene Bearbeitungsfläche bis
zur Anlage an diese Oinfangskante heran bewegt und die Bewegung dieser Bearbeitungsfläche so lange fortsetzt, bis
sich der Linsenumfangsrand im Bereich dieser Bearbeitungsfläche elastisch verformt.
Bei einer derartigen Bearbeitung des Linsenumfangsrandes.
tritt infolge der örtlich begrenzten elastischen Verformung dieses Umfangsrandes durch die ebene Bearbeitungsfläche ein
Zustand ein, bei welchem diese elastische Verformung sich periodisch so ändert, daß sich in der Zone der Bearbeitungsfläche der Linsenumfangsrand abwechselnd in eine Stellung
oberhalb und in eine Stellung unterhalb der Normallage verformt, die der Linsenumfangsrand einnimmt, wenn derselbe
noch nicht durch die Bearbeitungsfläche beaufschlagt worden
ist. Derart wird auf einfachste Weise erreicht, daß die untere und die obere Umfangsrandfläche der Linse abwechselnd
mit der Bearbeitungsfläche in Eingriff tritt und auf diese Weise das gewünschte Randprofil der Linse auch auf diesen
beiden Umfangsflächen des Linsenrandes erzeugt werden kann.
Nach einem besonderen Erfindungsmerkmal verläuft die genannte Bewegung der ebenen Arbeitsfläche auf die Kante des Linsen-
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umfangsrand.es hin in einer Richtung, die senkrecht zu diesem
Umfangsrand verläuft.
Ein weiteres Erfindungsmerkmal sieht vor, daß das Bearbeitungsverfahren
in wenigstens zwei Bearbeitungsschritten durchgeführt wird, so daß die Bearbeitungsfläche während
dieser Bearbeitungsschritte jeweils mit einem Abriebmaterial
versehen ist, das eine von einem zum nächstfolgenden Bearbeitungsschritt abnehmende Korngröße aufweist. Der erste
Arbeitsschritt soll in jedem Fall so erfolgen, daß mit einem geeigneten Abriebmaterial der Bearbeitungsfläche der Umfangsrand
der Linse auf das gewünschte Endmaß gebracht wird. Mit den nachfolgenden Arbeitsschritten erfolgt dann das Glätten
oder Polieren des Umfangsrandes an der Umfangskante und an
den genannten beiden angrenzenden Flächen des Linsenumfanges.
Die Erfahrung hat gezeigt, daß derart bearbeitete biegsame Kontaktlinsen in wirtschaftlicher Weise leicht auf das erforderliche
Endmaß fertigbearbeitet werden können, das innerhalb der gesetzten Toleranzen liegt.
Eine vorteilhafte erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung zur Durchführung des obigen Verfahrens ist gekennzeichnet
durch zwei drehbare Dorne, die in axialer Richtung zueinander beweglich sind, um eine biegsame Kontaktlinse zwischen
sich zu erfassen, zu halten und in Umlauf zu versetzen, sowie durch einen Halter mit einer ebenen Bearbeitungsfläche,
der in Bezug auf diese Dorne in einer solchen Querrichtung bewegbar ist, die zu den Achsen dieser Dorne geneigt verläuft.
Zum erleichterten Verständnis der Erfindung wird nachstehend ein Ausführungsbeispiel derselben anhand schematischer Zeichnungen
erläutert.
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In den Zeichnungen zeigt
Pig. 1 die Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
teilweise geschnitten, mit einer zwischen zwei drehbaren Dornen eingespannten biegsamen Kontaktlinse
und, in geschnittener Darstellung, einen Halter mit ebener Bearbeitungsfläche für den Umfangsrand der
Kontaktlins e,
Fig. 2 eine Draufsicht auf Fig. 1,
Fig. 3 einen axialen Halbschnitt der Vorrichtung nach Fig. 1 zur Erläuterung einer weiteren Arbeitsphase,
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Darstellung nach Fig. 3t
Fig. 5 ein Diagramm zur Erläuterung der periodischen abwechselnden
Bearbeitung der Randflächender Umfangszone
einer biegsamen Kontaktlinse gemäß der Erfindung,
Fig. 6 einen abgebrochenen Schnitt des fertigbearbeiteten Randteiles der Linse, wobei mit strichpunktierten
Linien der Umfangsrand dieser Linse vor dem erfindungsgemäßen Arbeitsverfahren angegeben ist.
Gemäß Fig. 1 ist eine Kontaktlinse 10 aus biegsamem Material in an sich bekannter ¥eise zwischen zwei axial zueinander
ausgerichteten drehbaren Dornen 11 und 12 eingespannt, so daß von diesen beiden Dornen wenigstens der eine durch beliebig
geeignete, nicht dargestellte Antriebsmittel in Drehung versetzt wird. Ersichtlich befindet sich die Linse
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in der gemeinsamen Längsachse der beiden Dorne 11 und 12 geometrisch zentriert gehalten.
Derartige Linsen 10 werden normalerweise in einer geeigneten Form hergestellt, so daß der Umfangsrand der geformten
Linse zunächst einen Durchmesser aufweist, der größer ist als der Fertigdurchmesser für den Gebrauch durch einen Benutzer.
Dabei verläuft die Kante 13 des Umfangsrandes 14
dieser Linse 10 mit bestimmtem Winkel zur Linsenmittelachse.·
Ein derartiger Linsenrohling muß dann so bearbeitet werden, daß der Umfangsrand 14 durch Materialabhub nicht nur das
gewünschte Fertigmäß erhält,sondern auch durch Bearbeitung
der angrenzenden Linsenflächen die jeweils erforderliche Profilform.
Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäß ein Halter 15 vorgesehen,
auf dem sich eine ebene Bearbeitungsfläche 16 befindet und der in Bezug auf· die drehbaren Dorne 11 und 12 in einer
Richtung D bewegt werden kann, die schräg oder geneigt zur gemeinsamen Mittelachse dieser beiden Dorne verläuft.
Dabei wird dieser Bearbeitungsfläche 16 erfindungsgemäß eine solche Ausrichtung gegeben, daß sie mit der Kante 13 des Umfangsrandes
14 der Linse 10 senkrecht zu dieser Kante 13 in Berührung gebracht werden kann. Gemäß Fig. 1 verläuft somit
die Normale N der Bearbeitungsfläche 16 bei der Berührung mit
der Kante 13 des Umfangsrandes 14 der Linse 10 in der Mittelebene dieses Umfangsrandes 14.
Die Bearbeitungsfläche 16 besteht aus einem beliebig geeigneten Abriebmaterial. Dieses Material ist für einen ersten
Bearbeitungsschritt der Linse 10, bei dem der Umfangsrand auf ein bestimmtes Fertigmaß verringert werden soll, aus einem
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Schleifmaterial hergestellt, wie es üblicherweise für die Bearbeitung
von biegsamen Kunststoffen herangezogen wird.
Lediglich als Beispiel kann angegeben werden, daß hierfür ein Schleif material "DURITE E 800" vorteilhaft zur Anwendung
kommen kann, welches von der Fa. NORTON hergestellt wird.
Bei der Bewegung des Halters 15 mit der Bearbeitungsfläche 16 auf die Linse hin trifft diese Bearbeitungsfläche 16
mit der Kante 13 des Linsenumfangsrandes 14 zusammen, und
zwar - wie erwähnt - in Richtung senkrecht zu dieser Kante 13 (Fig. 1), während die Linse 10 vermittels der Dorne 11
und 12 in Drehung versetzt wird.
Bei der Weiterbewegung des Halters 15 mit der Bearbeitungsfläche 16 in Richtung D erfolgt eine elastische Verformung
des Umfangsrandes 14 der Linse 10, wie es in Fig. 3 dargestellt
ist. Als Beispiel kann angegeben werden, daß bei einer Linse 10 mit einem Durchmesser von etwa 9 mm eine Verformung
sbewegung des Halters 15 um 0,2 bis 0,3 mm vorgesehen wird.
Bei dem Umlauf der Dorne 11 und 12 tritt nun der Zustand ein, daß die in Fig. 3 dargestellte elastische Verformung des Umfangsrandes
14 der Linse 10 periodisch abwechselnd bei der Bearbeitungszone nach unten und nach oben hin eintritt, so
daß dieser Umfangsrand 14 an der Bearbeitungszone eine gleichmäßig
abwechselnde Bewegung nach aufwärts und nach abwärts durchführt und dabei jedesmal durch die normale Form des Umfangsrandes
14 hindurch verläuft, wie sie durch den Ruhezustand der Linse 10 gegeben ist (vergl. die Darstellungen
einerseits mit ausgezogenen und andererseits mit strichpunktierten Linien in Fig. 3).
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Ersichtlich, wird dann, wenn sich der Umfangsrand 14 in der
mit vollen Linien dargestellten unteren Lage befindet, durch die Bearbeitungsfläche 16 die obere Fläche A des Linsenumfangsrandes
14 bearbeitet, während in der mit strichpunktierten Linien dargestellten Verformungslage die untere Fläche B
des Umfangsrandes 14 durch die Bearbeitungsfläche 16 bearbeitet
wird.
Diese periodisch abwechselnde Bearbeitung der Umfangszone des Umfangsrandes 14 der Linse 10 ist schematisch in Fig. 5
dargestellt. Die Abszisse betrifft die Zeitdauer der Bearbeitung, während auf der Ordinate die Umfangsrandflächen
A und B aufgetragen sind. Demnach wird oberhalb der Abszisse jedesmal die Umfangsrandfläche A und unterhalb der Abszisse
jedesmal die Urafangsrandflache B von der Bearbeitungsfläche
16 bearbeitet.
Das Ergebnis einer derartigen erfindungsgemäßen Bearbeitung ist in Fig. 6 schematisch dargestellt. Durch die abwechselnde
Bearbeitung der Umfangsrandfläche A und B entsteht die mit vollen Linien ausgezogene Profilform des Umfangsrandes
14 der Linse 10. Das ursprünglich vor der Bearbeitung vorliegende Profil des Umfangsrandes 14 ergibt sich aus den
strichpunktierten Linien dieser Fig. 6.
Das Bearbeitungsverfahren kann in verschiedenen aufeinanderfolgenden
Arbeitsschritten durchgeführt werden, die sich dadurch unterscheiden, welche Korngröße des Materials auf der
Bearbeitungsfläche gewählt wird, so daß sich beispielsweise auf ein Ablängen des Linsenumfangsrandes 14 ein Glätten und
ein Polieren desselben anschließen können. Das Polieren kann beispielsweise derart erfolgen, daß die Bearbeitungsfläche
einen Auftrag von Pech aufweist, in dem sich eine geeignete Menge pulverförmigen Schleifmaterials befindet.
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Claims (4)
1.} Verfahren zum Bearbeiten, wie Ablängen, Glätten
oder Polieren des Umfangsrandes von biegsamen Kontaktlinsen,
dadurch gekennzeichnet, daß man die Linse (10) zunächst zwischen zv/ei drehbaren Dornen (11, 12) festklemmt, worauf diese
Dorne (11, 12) in Umdrehung versetzt werden und man dann von der Kante (13) des Umfangsrandes (14) der Linse (10)
her eine ebene Bearbeitungsfläche (16) bis zur Anlage an diese Kante (13) heranbewegt und diese Bewegung so lange
fortsetzt, bis sich der Uinfangsrand (14) elastisch verformt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bewegung der Arbeitsfläche (16) auf die Kante (13) des Umfangsrandes (14) der Linse (10) hin in einer Richtung
erfolgt, die senkrecht zu diesem Umfangsrand (16) verläuft.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei dieser Bearbeitungsschritte
durchgeführt werden, und daß die Bearbeitungsfläche (16) während dieser Bearbeitungsschritte jeweils mit einem Abrieb-
oder Schleifmaterial versehen ist, das eine von einem zum nächstfolgenden Bearbeitungsschritt abnehmende Korngröße
aufweist.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch zwei drehbare Dorne
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(11, 12), die in axialer Richtung zueinander beweglich sind, um eine biegsame Kontaktlinse (10) zwischen sich zu erfassen,
zu halten und in Umlauf zu versetzen, und durch einen Halter (15) mit einer ebenen Bearbeitungsfläche (16), die in
Bezug auf diese Dorne (11, 12) in einer solchen Querrichtung bewegbar ist, die zu den Achsen der Dorne (11, 12) geneigt
verläuft.
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