DE2323386A1 - Ringkabelstationsschalter - Google Patents
RingkabelstationsschalterInfo
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Description
SIEMENS AKTIENGESELLSCHA?:.' Erlangen,
Berlin und München 'Verner-von-Siemens-Str^O
unser Zeichen
VPA 73/3067 Kna/Hln
Die Erfindung "betrifft einen Ringkabelstationsachalter zum
wahlweisen Verbinden zweier Ringleitungsaoschnitte und eines
Abganges bei dem ein mindestens dreiarmiges, flaches Kontaktstück um eine Welle drehbar und Gegenkontkate auf dem Umfang
eines Ringes um dieses Kontaktstück stationär angeordnet sind, und bei dem je zwei benachbarte Kontaktarme des Kontaktstückeg
einen Winkel einschließen, der einem ganzzahliger. Vielfachen von 360 geteilt durch die Anzahl der Gegenkontaktstellen entspricht,
so daß über das Kontaktstück bei Berührung seiner Kontaktarme mit Gegenkontakten zwischen den Gegenkontakten
eine elektrisch leitende Verbindung herstellbar ist.
Verbraucher an Ringkabelnetzen werden üblicherweise mit einem eigenen Lasttrennschalter und Sicherungen ausgerüstet. Die
Energiezufuhr erfolgt gegebenenfalls alternativ über zwei vorgeschaltete, parallel zueinander liegende Ringlasttrenner,
die häufig mit angebauten verriegelbaren Erdungsschaltern ausgerüstet
werden. Für den Einsatz dieser Geräte in Mittelspannungsnetzten dienen entweder drei normale Schaltzellen, ein
spezielles Ringkabelfeld oder eine ifetzstation. Aus dem DT-GM
6 933 374 ist ein mehrpoliger Lasttrennschalter für Schaltanlagen bekanntgeworden, bei dem ein dreiarmiges Kontaktstück
um eine Welle drehiar und Gegenkontakte auf dem Umfang eines Ringes um dieses Kontaktstück stationär angeordnet sind. Mit
der dort aufgezeigten Lösung können jedoch nicht alle für
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Netzstationen übliche und notwendige Schaltstellungen ohne Herausziehen
des Schalters realisiert werden. So ist die Grundstellung, bei der keine der zu verbindenden Stellen eine Verbindung
mit einer anderen Stelle aufweist, d.h. Ring 1 offen, Ring 2 offen, Abgang offen, nicht einstellbar. Diese Grundstellung
wird für verschiedene Wartungsarbeiten benötigt.
Es besteht die Aufgabe, einen Ringkabelstationsschalter zu finden, bei dem alle für Netzstationen übliche und notwendige
Schaltstellungen nur durch Drehen einer Welle realisiert werden können. Der Platzbedarf sowie der technische Aufwand sollen
auf ein Minimum reduziert werden, wobei eine möglichst enge Kombination des Knotenpunktes-Lasttrenners mit dem Stationstransformator
angestrebt ist.
Die Aufgabe wird bei einem Ringkabelstationsschalter der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mehr
als vier Gegenkontaktstellen auf dem Umfang des Ringes verteilt sind, daß die Gegenkontaktstellen Eckpunkte eines gleichseitigen
Vieleckes bilden, daß jeweils die Gegenkontakte des Abganges oder eines Ringleitungsabschnittes getrennt mittels eines Spießerders
erdbar sind und daß eine Verriegelungsvorrichtung für den Spießerder vorgesehen ist. Vorzugsweise sind fünf Gegenkontaktstellen
auf dem Umfang des Ringes verteilt und je zwei benachbarte Kontaktarme eines dreiarmigen Kontaktstückes schließen
einen Winkel ein, der einem ganzzahligen Vielfachen von 72° entspricht. Es ist vorteilhaft, wenn zwei benachbarte Gegenkontakte
miteinander und mit dem Abgang verbunden sind, wenn daran anschließend eine nicht belegte Gegenkontaktstelle
folgt, die weder an den Abgang noch an eine der beiden Ringleitungaabschnitte angeschlossen ifit und wenn diie zwei verbleibenden
Gegenkontakte jeweils entweder mit dem ersten oder dem zweiten Ringleitungsabschnitt verbunden sind. Mit diesem
Ringleitungstationsschalter wird es möglich, alxe x'ür Netzstationen
übliche und notwendige Schaltstellungen lediglich durch Drehung einer Welle zu realisieren. Gleichzeitig wurde
eine besonders kompakte Bauweise erreicht. Darüberhinaus stellt
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die Möglichkeit der Erdung mittels eines Spießerders eine besonders wirtschaltliche Lösung dieses Problems dar. Die
Verriegelungsvorrichtung verhindert eine Erdung spannungsführender Teile.
Vorzugsweise werden für jede Phase eines zu schaltenden Mehrphasensystems
auf einer gemeinsamen Welle hintereinander je ein dreiarmiges Kontaktstück und um dieses die Gegenkontakte
einer jeweiligen Phase angeordnet sein. Es ist vorteilhaft, wenn die jeweils einem Ringleitungsabschnitt oder dem Abgang
zugeordneten hintereinander liegenden Gegenkontakte verschiedener Phasen in einer zur Welle parallelen Ach3e angeordnet
sind und wenn sich entsprechende Arme der Kontaktstücke annähernd in einer gemeinsamen Ebene im rechten Winkel zur Achse
der Welle liegen. Diese vorteilhafte Ausgestaltung erlaubt das Schalten aller Phasen entweder des Abganges oder eines Ringleitungsabschnittes
mit einem einzigen Schaltvorgang. Darüberhinaus wurde ein einfacher und übersichtlicher Schalteraufbau
erzielt, der zugleich eine einfache Erdung mittels Spießerdern erlaubt.
Es ist vorteilhaft, wenn die Gegenkontakte je eine Kontaktfläche zur Herstellung eines Kontaktes mit dem dreiarmigen
Kontaktstück und je eine Kontaktbuchse aufweisen, die zentrisch um eine den Kontaktbuchsen verschiedener Phasen des Abganges
oder eines Ringleitungsabschnittes gemeinsame Achse angeordnet ist. Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn parallel zu den Gegenkontakten
der verschiedenen Phasen eine Ebene mit geerdeten Kontaktbuchsen vorgesehen ist und daß diese Kontaktbuchsen
zentrisch um die den Gegenkontakten des Abganges oder eines Ringleitungsabschnittes gemeinsamen Achsen angeordnet sind.
Die geerdeten Kontaktbuchsen können Löcher in einer gemeinsamen Platte sein, die annähernd parallel zu den Schaltungsebenen
der einzelnen Phasen und weitgehend rechtwinklig zur Welle angeordnet ist. Auf der Welle kann annähernd parallel zur Erdungsplatte
und unmittelbar dieser benachbart eine Scheibe fest angebracht sein, die sich beim Schaltvorgang mit der
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Welle und den Kon.taktstücken um die Achse der Welle dreht und
diese Scheibe kann Führungsbohrungen für bis zu drei Spießerder aufweisen, die so angeordnet sind, daß sie immer dann
zentrisch um eine Achse von Kontaktbuchsen zu liegen kommen wenn der zu dieser Achse gehörige Ringleitungsabschnitt bzw.
Abgang gefahrlos erdbar ist. Die zwei Achsen der zu den Ringleitungsabschnitten gehörigen Kontaktbuchsen können die Scheibe
mit den Führungsbohrungen an zwei Umfangsstellen eines ersten
Kreises durchstoßen und die Achse der. aum Abgang gehörigen Kontaktbuchsen kann die Scheibe mit den Führungsbohrungen an
einer UmfÄngsstelle eines zweiten Kreises mit anderem Durchmesser
durchstoßen. Durch diese Ausgestaltung wurde eine . besonders einfache und wirkungsvolle Erdungsmöglichkeit vorgesehen,
die aufgrund der Verriegelungsvorrichtung auch sicher betätigt werden kann. Die Verriegelungsvorrichtung besitzt
darüberhinaus durch die Ausführung einer den Erdungsbuchsen gemeinsamen Platte und die Anbringung einer Scheibe mit Führungslöchern
einen äußerst einfachen Aufbau.
Es ist vorteilhaft, wenn die Kontaktbuchsen für die Spießerder als Festkontakte ausgeführt sind und wenn der Spießerder
quer zu seiner Längsachse und in seinem Querschnitt elastisch ist. Diese Ausgestaltung bringt eine erhebliche Verbilligung
der Kontaktbüchsen für den Spießerder mit sich. Diese
Verbilligung im Vergleich zu einer elastischen Anbringung der Kontaktbüchsen überwiegt bei weitem die zusätzlichen Kosten,
die durch eine elastische Ausführung des Spießerders entstehen.
Vorzugsweise wird der Ringleitungsstationsschalter in einen
mit Isolierflüssigkeit oder Druckgas gefüllten Behälter eingebaut sein. Es ist dabei vorteilhaft, wenn der Behälter ein
Transformatorkessel ist, in dem zusätzlich ein Transformator eingebaut ist. Diese Unterbringung des Stationsschalters hat
eine erhebliche Verringerung der Abmessungen des gesamten Schalteraufbaues zur Folge. Kann man darüberhinaus den Schalter
in den Transformatorkessel eines an Abzweigstellen vorhandenen Transformators einbauen, so kann zusätzlich noch an
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Kosten für Kuppelstücke, Isolierstücke und Verbindungskabel gespart werden. Auch ein Ausdehnungsbehälter des Transformatorkeesels
kann besondere Vorteile für den Einbau des Schalters bieten.
Die Erfindung wird im folgenden beispielhaft anhand der Figuren
1 bis 2e erläutert.
Figur 1 zeigt schematisch den Aufbau eines Ausführungsbeispieles gemäß der Erfindung.
Die Figuren 2a bis 2e erläutern anhand von Prinzipekizzen
die Realisierung aller Schaltstellungen.
Figur 3 zeigt schematiseh einen Spießerder.
In Figur 1 sind fünf verschiedene annähernd parallel zueinander liegende Ebenen eines Dreiphasenschalters gezeigt. Auf einer
Welle 11 ist zunächst die Verriegelungsscheibe 3 angebracht. Die Welle durchstößt anschließend die Erdungsplatte 4 durch
eine Bohrung 42. Danach durchläuft die Welle, die beispielsweise an ihren beiden Enden gelagert ist, die einzelnen Ebenen
5 der drei Phasen S, S, T des Dreiphasenschalters.
Die folgenden Erläuterungen werden am Beispiel der Phase R gegeben.
In jeder Ebene einer Phase ist ein dreiarmiges, flaches Kontaktstück 1 fest auf der Welle angebracht. Um dieses Kontaktstück
sind fünf Gegenkontaktstellen 2, von denen eine nicht belegt ist, auf dem Umfang eines Ringes 51 stationär angeordnet.
Die G-egenkoÄtakte weisen jeweils eine Kontaktfläche 21 (Gegenkontakt
R1) zur Herstellung eines Kontaktes mit dem dreiarmigen
Kontaktstück 1 und je eine Kontaktbuchse 22 (Gegenkontakt R1) auf, die zentrisch um die den Kontaktbuchsen verschiedener
Phasen des Abganges oder eines Ringleitungsabschnittes gemeinsame Achse 23 angeordnet ist.
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Zwei benachbarte G-egenkontakte 24, 25 sind miteinander und
mit dem Abgang A verbunden. Daran anschließend folgt eine nicht belegte G-egenkontaktstelle 26, die weder an den Abgang A
noch an eine der beiden Ringleitungsabschnitte R1, R2 angeschlossen
ist. Die zwei verbleibenden G-egenkontakte 27, 28 sind jeweils
entweder mit dem ersten oder dem zweiten Ringleitungsabschnitt R1, R2 verbunden. Die jeweils einem Ringleitungsabschnitt
oder dem Abgang zugeordneten hintereinanderliegenden Gegenkontakte verschiedener Phasen sind jeweils in einer zur
Welle parallelen Achse 23 angeordnet. Bei dem Mehrphasenschalter sind die Kontaktstücke 1 so auf der gemeinsamen Welle 11
angeordnet, daß sich entsprechende Arme 15, 16, 17 der Kontakt stücke 1 annähernd in einer gemeinsamen Ebene im rechten
Winkel zur Achse der Welle 11 liegen.
Zur Erdung mittels eines Spießerders sind in der Erdungsplatte Kontaktbuchsen 4-1 vorgesehen. Auch in der fest auf der Welle
montierten Verriegelungsscheibe 3 sind Führungslöcher 31,32
zur Führung des Spießerders vorgesehen. Diese Führungslöcher für bis zu drei Spießerder sind so angeordnet, daß sie immer
dann zentrisch um eine Achse von Kontaktbuchse zu liegen kommen, wenn der zu dieser Achse gehörige Ringleitungsabschnitt
oder Abgang gefahrlos erdbar ist. Bei der in Fig. 1 gezeigten Schaltstellung ist beispielsweise der Abgang A gefahrlos erdbar.
Die Verriegilungsvorrichtung funktioniert nun so, daß Spießerder, die durch falsche Führungsöffnungen 31, 32 in der Verriegelungsscheibe
3 gesteckt werden, wie dies beispielsweise durch die Achsen 33 und 34 angedeutet ist, nicht durch die
Erdungsplatte 4 hindurchgesteckt werden können. In äem. Ausführungabeispiel
wurde die Verriegelungsvorrichtung unter anderem dadurch realisiert, daß die zwei Achsen der zu einem
Ringleitungsabschnitt gehörigen Kontaktbüchsen die Scheibe 3
mit den Führungslöchern an zwei Umfangsstellen eines ersten Kreises 35 durchstoßen und daß die Achse 23 der zum Abgang
gehörigen Kontaktbuchsen die Scheibe 3 an einer ümfangsstelle
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eines zweiten Kreises 36 mit anderem Durchmesser durchstößt.
Im Ausführungsbeispiel wurde eine Führungsbohrung 31 auf dem
äußeren Kreisring 36 vorgesehen, sowie eine größere Führungeöffnung
32. Diese zweite Führungsöffnung 32 besitzt etwa die
Breite eines Spießerders. Sie beginnt im Uhrzeigersinn gesehen 72° nach der ersten Führungsbohrung 31 und verläuft zum Ausgleich
von Toleranzen über 72° entlang dem Umfang des erstgenannten Kreises 35. Danach verläuft sie radial vom inneren
Kreis 35 zum äußeren Kreis 36.
Zum Betätigen des Schalters wird die Welle 11 beispielsweise mittels eines Schalthebels jeweils um 72° von einer in die
andere S ehalt stellung gedreht. Dabei ist es vorteELhaft, wenn der Schalter in den einzelnen KontaktierungsStellungen einrastet.
Der Schalthebel zur Betätigung des Sehaltvorganges
kann darüberhinaus mit einer an sich bekannten, eingebauten Schnellschalteinrichtung versehen sein, da alle Schaltvorgänge
lediglich durch Drehen der Welle erzielt werden können. Bei dem beschriebenen Ringkabelstationsschalter ist es leicht
möglich eine automatische Schnellabschaltung mit Speicherfähigkeit
für alle Schaltstellungen bei eingeschaltetem Abgang vorzusehen. Bei Kurzschluß irgend einer Phase des Abganges werden
bei Auslösen einer oder zweier Phasensicherungen alle drei Phasen des Abganges abgeschaltet. Durch die gewählte Schalterkonstruktion
ist es zusätzlich möglich nur einen Schnellschalthebel sowohl für normale Schaltung des Schalters als auch für
automatische Schnellabschaltung zu verwenden. Pur Wartungszwecke oder bei einmaligen Schaltvorgängen wird dann der üblicherweise
als automatischer Schnellabschalter eingesetzte Schnellschalthebel verwendet.
In den Figuren 2a bis 2e sind alle fünf Schaltstellungen des dreiarmigen KontaktStückes dargestellt, zur Demonstration, wie
die Schaltstellungen erzielt werden. Dabei ist eine Reihenfolge der Schaltstellungen gewählt, bei denen die häufigst verwendete
Sehaltstellung (Ringleitung 1 und Ringleitung 2 sowie der Abgang
eingeschaltet) als mittlere Schalterstellung vorgesehen
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ist. Bei einem praktischen Anwendungsbeispiel könnte beispielsweise
der Schalter, wie in den Figuren 2b, 2a gezeigt, um zwei Schaltstellungen nach rechts und, wie in den Figuren 2d und 2e
gezeigt, um zwei Schaltstellungen nach links verdreht werden.
Die Figuren stellen im einzelnen folgende Verbindungen dar.
Figur 2a zeigt einen Anschluß des Abganges an die Ringleitung2, Die Ringleitung 1 ist nicht angeschaltet. Eine Erdungsmöglichkeit
besteht jetzt für die Ringung 1. Der Schalter kann beispielsweise bei einer Ausführung mit Mittelstellung jetzt nur
noch nach links weitergedreht werden in die Schalterstellung Fig. 2b. In dieser Schalterstellung ist der Abgang völlig von
den Ringleitungen getrennt. Die Ringleitungsabschnitte 1 und 2 sind durchgeschaltet. In dieser Schaltstellung kann beispielsweise
der Abgang A für Wartungszwecke auf der Abnehmerseite geerdet werden. Der Schalter kann jetzt sowohl in Richtung
rechts, Sehaltstellung Figur 2a, als auch nach linke in die
Grundstellung, Sehaltstellung Figur 2c, gedreht werden. Diese
Schalterstellung Fig. 2c stellt sowohl eine Durchschaltung der Ringleitungsabschnitte 1 und 2 sowie den gleichzeitigen Anschluß
des Abganges A dar. In dieser Schaltstellung sind durch die Verriegelungsscheibe alle Erdungsmöglichkeiten blockiert.
Eine Schaltstellung weiter nach links gedreht zeigt Figur 2d. Jetet ist der Abgang an die Ringleitung 1 angeschaltet, bei
gleichzeitig abgeschalteter Ringleitung 2. Diese Ringleitung 2 kann jetzt geerdet werden. Dreht man den Schalter noch eine
Stellung weiter nach links, so erhält man die Schaltstellung Fig. 2e, bei der alle Anschlüsse abgeschaltet sind. In dieser
Schaltstellung erlaubt die Verriegelungsscheibe eine Erdung aller drei Anschlüsse, d.h. beider Ringleitungen und des
Abganges.
In Fig. 3 ist schemati3ch ein Spießerder 6 dargestellt. Er weist einen Handgriff 64, einen Schutzschild 63 sowie den
Spieß 65 auf.
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Zur Erdung des Abganges oder einer der Ringleitungsabscimitte wird ein Spießerder zunächst durch die Verriegelungsscheibe
(3,I1Ig. 1) danach durch eine geerdete Buchse und dann nachander
durch die Buchsen (22, Pig. 1) der einzelnen Phasen gesteckt. Führt man nun diese Buchsen (22, Pig. 1) als Pestkontakte
aus, so ist es zum Ausgleich von Lagetoleranzen der Buchsen vorteilhaft, wenn der Spießerder 6 Pedereigenschaften
quer zu seiner Längsachse 66 aufweist. Er sollte zusätzlich auch in seinem Querschnitt elastisch sein, um immer alleeits
fest an den Steckkontaktbüchsen anzuliegen.
3 Figuren
12 Patentansprüche
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Claims (12)
- - ΊΑ - YPA 73/3067AO
Pat en t ansprücheο «RingkabelstatMsschalter zum wahlweisen Verbinden zweier -^ Ringleitung3abschnitte und eines Abganges, bei dem ein mindestens dreiarmiges, flaches Kontaktstück um eine Welle drehbar und Gegenkontakte auf dem Umfang eines Ringes um dieses Kontaktstück stationär angeordnet sind und bei dem je zwei benachbarte Kontaktarme des KontaktStückes einen Winkel einschließen, der einem ganzzahligen Vielfachen von 360 geteilt durch die Anzahl der Gegenkontaktstellen entspricht, so daß über das Kontaktstück bei Berührung seiner Kontaktarme mit Gegenkontakten zwischen den Gegenkontakten eine elektrisch leitende Verbindung herstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß mehr als vier Gegenkontaktstellen (2) auf dem Umfang des Ringes (51) verteilt sind, daß die Gegenkontaktstellen Eckpunkte eines gleichseitigen Vieleckes bilden, daß jeweils die Gegenkontakte des Abganges (A) oder eines Ringleitungsabschnittes (R1,R2) getrennt mittels eines Spießerders (6) erdbar sind, und daß eine Verriegelungsvorrichtung für den Spießerder vorgesehen ist. - 2. Ringkabelstationsschalter nach Anspruch 1 ,. dadurch gekennzeichnet, daß fünf Gegenkontaktstellen (2) auf dem Umfang des Ringes (51) verteilt sind, und daß je zwei benachbarte Kontaktarme (15 >16,17) eines dreiarmigen Kontaktstückes (1) einen Winkel einschließen, der einem ganzzahligen Vielfachen von 72° entspricht.
- 3. Ringkabelstationsschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei benachbarte Gegenkontakte (24,25) miteinander und mit dem Abgang (A-o) verbunden sind, daß daran anschließend eine nicht belegte Gegenkontaktstelle (26) folgt, die weder an den Abgang noch an eine der beiden Ringleitungsabschnitte (R1,R2) angeschlossen ist, und daß die zwei verbleibenden Gegenkontakte (27,27) jeweils entweder mit dem ersten oder dem zweiten Ringleitungsabschnittvertuen sind. ^ 9 8 lt 8 , Q 50 S11·- YPA 73/3067
- 4. Ringkabelstatinsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Phase (R,S,T) eines zu schaltenden Mehrpahsensystem auf einer gemeinsamen Welle (11) hintereinander je ein dreiarmiges Kontaktstück (1) und um dieses die Gegenkontakfce einer jeweiligen Phase angeordnet sind.
- 5. Ringkabelstationsschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils einem Ringleitungsabschnitt oder dem Abgang zugeordneten hintereinander liegenden Gegenkontakte (24 bis 28) verschiedener Phasen (R, S, T) in einer zur Welle (1) parallelen Achee (23) angeordnet sind, und daß sich entsprechende Arme (15, 16, 17) der Kontaktstücke (1) annähernd in einer gemeinsamen Ebene im rechten Winkel zur Achse (12) der Welle (11) liegen.
- 6. Ringkabelstationsschalter nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenkontakte eine Kontaktfläche (21) zur Herstellung eines Kontaktes mit dem dreiarmigen Kontaktstück (1) und je eine Kontaktbuchse (22) aufweisen, die zentrisch um eine den Kontaktbuchsen verschiedener Phasen des Abganges oder eines Ringleitungsabschnittes gemeinsame Achse (23) angeordnet ist.
- 7. lingkabelstationsschalter nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu den Gegenkontakten der verschiedenen Phasen (5) geerdete Kontaktbüchsen (41) vorgesehen sind, und daß diese Kontaktbuchsen zentrisch um die den Gegenkontakten des Abganges oder eines Ringleitungsabschnittes gemeinsame Achse (23) angeordnet sind.
- 8. Ringkabelstationsschalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die geerdeten Kontaktbüchsen (41) Löcher in einer gemeinsamen Platte (4) sind, die annähernd parallel zu den Schaltungsebenen der einzelnen Phasen (5) und weitgehend rechtwinklig zur Welle (11) angeordnet ist, daß auf der Welle annähernd parallel zur Erdungsplatte (4) und un-U 0 9 H ■ H / ü 5 0 5- 12 -- & - VPA 73/3067mittelbar dieser benachbart eine Scheibe (3) fest angebracht ist, die sich beim Schaltvorgang mit der Welle und den Kontaktstücken (1) um die Achse (12) der Welle dreht, und daß diese Scheibe Führungslöcher (31,32) für bis zu drei Spießerder (6) aufweist, die so angeordnet sind, daß sie immer dann zentrisch um eine Achse (23) von Kontaktbüchsen zu liegen kommen, wenn der zu dieser Achse gehörige Ringleitungsabschnitt oder Abgang gefahrlos erdbar ist.
- 9. Ringkabfelstationsschalter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Achsen der zu den Ringleitungsab-3ohnitten gehörigen Kontaktbüchsen die Scheibe mit den Führung sbohrungen (3) an zwei Umfangsstellen eines ersten Kreises (35) durchstoßen, und daß die Achse (23) der zum Abgang gehörigen Kontaktbuchsen dieselbe Scheibe an einer Umfangsstelle eines zweiten Kreises (36) mit anderem Durchmesser durchstößt.
- 10. Ringkabelstationsschalter nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktbüchsen für den Spießerder als Festkontakte ausgeführt sind* und daß der Spießerder quer zu seiner Längsachse und in seinem Querschnitt elastisch ist.
- 11. Ringkabelstationsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkabelstationsschalter in einen mit Isolierflüssigkeit oder Isoliergas gefüllten Behälter eingebaut ist.
- 12. Ringkabelstationsschalter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter ein Transformatorkessel ist, in dem zusätzlich ein Transformator eingebaut ist.Leerseite
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