DE2322918A1 - Kuehlkanal zur kombinierten strahlungs-, kontakt- und konvektionskuehlung - Google Patents
Kuehlkanal zur kombinierten strahlungs-, kontakt- und konvektionskuehlungInfo
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Description
- Kühlkanal zur kombinierten Strahlungs-, Kontakt-und Konvekt ionskühlung.
- Die Erfindung betrifft einen Kühlkanal zur kombinierten Strahlung-, Kontakt- und Konvektionskühlung von insbesondere mit Schokoladenmasse überzogenen Gegenständen mit einem den Kanal in Längsrichtung durchlaufenden Transportband.
- Zweck derartiger Kühlkanäle ist es, beispielsweise, den Schokoladenmassenüberzug auf unmittelbar aus der Überziehmaschine kommenden Gegenständen in dem Kanal so herunterzukühlen, daß der anfänglich noch eine verformbare, halbflüssige Konsistenz aufweisende Überzug fest wird, wobei in dem Kanal gegebenenfalls auch Wärme aus den überzogenen Gegenständen abgeführt werden muß, damit die Gegenstände anschließend einem weiteren Bearbeitungsschritt unterworfen, beispielsweise verpackt werden können.
- Es sind bereits Kühlkanäle bekannt, bei denen zur Erfüllung dieser Erfordernisse Strahlungskühlung, Kontaktkühlung und Konvektionskühlung kombiniert miteinander zur Anwendung kommen.
- Allerdings läßt bei diesen bekannten Kühlkanälen die Luftführung noch zu wünschen übrig und sie benutzen wassergekühlte Kontakt- und Absorptionsplatten, wodurch sie im Bau und im Betrieb verhältnismäßig teuer und kompliziert werden.
- Aufgabe der Erfindung ist es einen kombinierten Kühlkanal der oben erwähnten Art zu schaffen, der ohne Wasserkühlung auskommt.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Kühlkanal, der gekennzeichnet ist durch eine den Kanal über seine gesamte Länge in einen oberen Kühlraum und einen unteren Kühlraum unterteilende Bodenplatte, auf der das Transportband gleitet, und durch mindestens zwei jeweils mit Ventilatoren ausgestattete Kaltluftaggregate sowie durch eine am Eingang des Kanals im oberen Kühlraum über dem Transportband angeordnete, durch ihre Länge den Strahlungskühlbereich definierende und mindestens an ihrer Unterseite geschwärzte Absorptionskühlplatte, wobei die Kaltluft des einen Aggregats in der Förderrichtung des Transportbandes entgegengesetzter Richtung in einer ersten Kühlzone in den unteren Kühlraum hinein und aus diesem durch seitliche Eingangsluftschächte hindurch in den über der Abs-orptionskühlplatte liegenden Teil des oberen Kühlraums der ersten Kühlzone geblasen und durch erste seitliche Rückluftschächte zu dem einen Aggregat zurückgeführt wird, während die Kaltluft des anderen Aggregats in Förderrichtung des Transportbandes in einer zweiten Kühlzone in den unteren Kühlraum hinein und aus diesem durch seitliche Ausgangsluftschächte hindurch in den oberen Kühlraum der zweiten Kühlzone geblasen und durch zweite seitliche Rückluftschächte zu dem anderen Aggregat zurückgeführt wird.
- Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen nicht nur darin, daß der Kühlkanal nach der Erfindung ohne Wasserkühlung auskommt, sondern darüber hinaus darin, daß die Kühlzeit herabgesetzt und damit der Kühlkanal verkürzt werden kann, so daß sein Platzbedarf gering ist.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt; es zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Kühlkanal; Fig. 2 einen Querschnitt.
- In dem von Abdeckhauben 1 und einer Bodenplatte 2 umgrenzten Kühlkanal ist eine Stahlplatte 30 angeordnet, die sich über die gesamte Länge und Breite des Kühlkanals erstreckt und diesen somit in einen oberen Kühlraum 5 und einen unteren Kühlraum 6 unterteilt. Ein endloses Transportband 4 für das mit dem abzukühlenden Schokoladenüberzug versehene Gut 3 ist (auf in den Zeichnungen nicht näher dargestellte Art und Weise) so angetrieben und geführt, daß es bei A in Pfeilrichtung in den Kühlkanal eintritt und in diesem5 auf der Stahlplatte 30 in engem Kontakt mit dieser gleitend, die abzukühlenden Kekse 3 den nachfolgend erwähnten Kühlzonen darbietet, dann bei B in Pfeilrichtung aus dem Kühlkanal austritt, und dann außerhalb des Kühlkanals zurückgeführt wird.
- Im oberen Kühlraum 5 ist über dem Transportband 4 eine rußgeschwärzte Absorptionskühlplatte 7 angeordnet, die sich in ihrer Breite über den gesamten Kühlkanal und in ihrer Länge von dessen-Eingang A her über ein Drittel der Länge des Kühlkanals erstreckt. Im mittleren Bereich des Kühlkanals sind unter diesem zwei Frigen-Rippenverdampfer 8 bzw. 9 angeordnet, die beide mit regelbaren Ventilatoren 10 ausgestattet sind, wobei der eine Verdampfer 8 die Kaltluft für eine erste Kühlzone I und der andere Verdampfer 9 die Kaltluft für eine zweite Kühlzone II liefert. Die erste Kühlzone I erstreckt sich vom Eingang A des Kühlkanals bis zu dem einen Verdampfer 8, die zweite Kühlzone II von dem anderen Verdampfer 9 bis zum Ausgang B des Kühlkanals. Der Ventilator 10 des einen Verdampfers 8 fördert Kaltluft in den unteren Kühlraum 6 der Kühlzone I, der Ventilator 10 des anderen Verdampfers 9 fördert Kaltluft in den unteren Kühlraum 6 der Kühlzone II. Am Eingang A des Kühlkanals sind zu beiden Seiten des Transportbandes 4 seitliche Eingangsluftschächte 11 vorgesehen, durch die hindurch die Kaltluft aus dem unteren Kühlraum 6 der Kühlzone I in denjenigen Teil des oberen Kühlraums 5 der Kühlzone I geleitet wird, der über der Absorptionskühlplatte 6 liegt. Im Bereich des einen Verdampfers 8 sind zu beiden Seiten des Transportbandes 4 erste seitliche Rückluftschächte 12 vorgesehen, welche den oberen Kühlraum 5 der Kühlzone I mit der Saugseite des Ventilators 10 des einen Verdampfers 8 verbinden. Am Ausgang B des Kühlkanals sind zu beiden Seiten des Transportbandes 4 seitliche Ausgangsluftschächte 13 vorgesehen, durch die hindurch die Kaltluft aus dem unteren Kühlraum 6 der Kühlzone II in den oberen Kühlraum 5 der Kühlzone II geleitet wird. Im Bereich des anderen Verdampfers 9 sind zu beiden Seiten des Transportbandes 4 zweite seitliche Rückluftschächte 14 vorgesehen, welche den oberen Kühlraum 5 der Kühl zone II mit der Saugseite des Ventilators 10 des anderen Verdampfers 9 verbinden.
- Der vorstehend beschriebene Kühlkanal arbeitet folgendermaßen: In der Kühlzone I kühlt die vom Ventilator 10 des einen Verdampfers 8 in den unteren Kühlraum 6 geförderte Kaltluft von unten her die Bodenplatte 2 und damit, durch das Transportband 4 hindurch, die Bodenseite des abzukühlenden Guts 3. Am Eingang A des Kühlkanals wird die Kaltluft durch die seitlichen Eingangsluftschächte 11 hindurch aus dem unteren Kühlraum 6 der Kühlzone I in denjenigen Teil des oberen Kühlraums 5 der Kühlzone I geleitet5 der über der Absorptionskühlplatte 7 liegt. Im Bereich der Absorptionskühlplatte 7 wird die von dem abzukühlenden Überzug des Guts 3 abgestrahlte Wärme von der Platte 7 absorbiert und an die an deren Oberseite vorbeiströmende Kaltluft abgegeben, die sich dabei entsprechend etwas erwärmt. Sobald das Gut 3 auf dem Transportband 4 unter der Hinterkante der Platte 7 austritt, beginnt die Konvektionskühlung mittels der - wie erwähnt etwas erwärmten - Kaltluft, die über die Hinterkante der Platte 7 abfließend und in Förderrichtung des Transportbands 4 strömend die abzukühlenden überzüge des Guts 3 überstreicht, ohne daß dabei am Übergang von der Strahlungsabsorptionskühlung zur begleitenden Konvektionskühlung an der Hinterkante der Platte 7 ein allzu schroffer Temperaturunterschied im Sinne eines Kälteschocks einträte. Am Ende der Kühlzone I fließt die Luft durch die ersten Rückluftschächte zurück an den einen Rippenverdampfer 8. In der Kühlzone II ist eine weite, von dem Luftstrom in der Kühlzone I unabhängige Luft strömung dadurch ausgebildet, daß vom Ventilator 10 des anderen Rippenverdampfers 9 Kaltluft in den unteren Kühlraum 6 der Kühlzone II gefördert wird, und zwar in Förderrichtung des Transportbandes 4. Am Ende des Kühlkanals tritt die Kaltluft durch die Ausgangsluftschächte 13 in den oberen Kühlraum 5 der Kühlzone II über, wo sie in der Förderrichtung des Transportbandes 4 entgegengesetzer Richtung gegen das zu kühlende Gut 3 bläst, bis sie durch die zweiten Rückluftschächte 14 zurück an den anderen Verdampfer 9 gelangt.
- Bei alledem wird von der Erkenntnis Gebrauch gemacht, daß die sich vergleichsweise nur verhältnismäßig langsam vollziehende Strahlungskühlung nur so lange erforderlich und nützlich ist, bis der Schokoladenüberzug sich "gesetzt hat, dann aber unmittelbar anschließend die wesentlich wirksamere Konvektionskühlung einsetzen kann. Um diesem Umstand noch besser Rechnung zu tragen kann die Absorptionsplatte 7 auswechselbar sein derart, daß ihre Länge dem jeweils zu verarbeitenden Gut angepaßt ist und der Übergang von der Strahlungskühlung zur Konvektionskühlung an der Hinterkante der Platte 7 demnach zum frühest möglichen Zeitpunkt erfolgt.
Claims (4)
- PatentansprücheW KUhlkanal zur kombinierten Strahlungs-, Kontakt- und Konvektionskühlung von insbesondere mit Schokoladenmasse überzogenen Gegenständen, mit einem den Kanal in Längsrichtung durchlaufenden Transportband, gekennzeichnet durch eine den Kanal über seine gesamte Länge in einen oberen Kühlraum (5) und einen unteren Kühlraum (6) unterteilende Bodenplatte (30), auf der das Transportband (4) gleitet, und durch mindestens zwei jeweils mit Ventilatoren (10) ausstattete Kaltluftaggregate (8 bzw. 9) sowie durch eine am Eingang des Kanals im oberen Kühlraum (5) über dem Transportband (4) angeordnete, durch ihre Länge den Strahlungskühlbereich definierende und mindestens an ihrer Unterseite geschwärete Absorptionskühlplatte (7), wobei die Kaltluft des einen Aggregats (8) in der Förderrichtung des Transportbandes (4) entgegengesetzter Richtung in einer ersten Kühlzone (I) in den unteren Kühlraum (6) hinein und aus diesem durch seitliche Eingangsluftschächte (11) hindurch in den über der Absorptionskühlplatte (7) liegenden Teil des oberen Kühlraums (5) der ersten Kühlzone (I) geblasen und durch erste seitliche Rückluftschächte (12) zu dem einen Aggregat (8) zurückgeführt wird, während die Kaltluft des anderen Aggregats (9) in Förderrichtung des Transportbandes (4) in einer zweiten Kühlzone (II) in den unteren Kühlraum (6) hinein und aus diesem durch seitliche Ausgangsluftschächte (13) hindurch in den oberen Kühlraum (5) der zweiten Kühlzone (II) geblasen und durch zweite seitliche Rückluftschächte (14) zu dem anderen Aggregat (9) zurückgeführt wird.
- 2. Kühlkanal-nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die von den beiden Kaltluftaggregaten (8 bzw. 9) umgewälzten Luftströme sowohl hinsichtlich ihrer Temperatur als auch hinsichtlich der umgewälzten Luftmengen bzw. deren Strömungsgeschwindigkeit unabhängig voneinander regelbar sind.
- 3. Kühlkanal nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kaltluftaggregate (8 bzw. 9) im mittleren Bereich des Kühlkanals unter diesem angeordnet und die beiden Kühlzonen (I,II) gleich lang sind.
- 4. Kühlkanal nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Absorptionskühlplatte (7) etwa ein Drittel der Länge des gesamten Kühlkanals beträgt.
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1973
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