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B e s c h r e i b u n g Vorrichtung zum Einschlagen von Wellennägeln
oder dgl.
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einschlagen von Wellennägeln,
Klammern oder dgl. mit einem kraftbetriebenen Stößel, der in einem Fthrungskanal
hin- und herbewegbar ist, wobei die einzuschlagenden Wellennäger Uber eine seitliche
Öffnung des StößelfUhrurEska.-sls unter die die Wellennägel eintreibende vordere
StirnfläcWe des Stößels gebracht werden.
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Bei den bekannten Vorrichtungen zum Einschlagen von Wellennägeln,
Klammern oder dgl. ist ein Magazin vorgesehen, das fUr die Aufnahme von in Stangen
geleimten Wellennägeln bzw.
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Klammern oder dgl. geeignet ist. Die Wellennägel sind dabei hintereinander
zu einem Wellennagelpacken paketiert, z.B. zu
Packen mit einer Länge
von 30, 60 oder 90 mm Länge. Beim Auslösen der Vorrichtung schlägt der Stößel Jeweils
den vordersten Wellennagel von dem geleimten Wellennagelpacken ab und treibt ihr.
in das Holz ein. Die Herstellung derartiger geleimter Wellennagelpacken ist teuer.
Darüber hinaus hat die Verwendung von geleimten Wellennagelpacken den Nachteil,
daß die Leimreste zu Verschmutzungen fUhren. Insbesondere wenn die Vorrichtung zum
Einschlagen der Wellennägel, wie im allgemeinen üblich, mit Preßluft angetrieben
wird, werden die Leimreste bei jedem Einschlag von neuem aufgewirbelt und fUhren
zu einer erheblichen Luftverunreinigung im Bereich des Arbeitsplatzes.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung-ist die Schaffung einer Vorrichtung
zum Einschlagen von Wellennägeln, die es ermöglicht nicht zu Wellennagelpacken zusammengeleimte
Wellennägel einzutreiben.
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Diese Aufgabe. wird erflndungsgemäß dadurch gelöst, daß die Vorrichtung
zum Einschlagen von Wellennägeln der eingangs genannten Art mit einem von schräg
oben in den StöBelfUhrurAgskanal einmündenden Wellennagelzuführungskanal versehen
wird, der so bemessen ist, daß in ihm einzutreibende Wellennägel parallel zu einer
beim Einschlagen mit der Eintreibrichtung zusammenfallenden Symmetrieachse verschiebbar
sind.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtüng bietet den Vorteil, daß lose Wellennägel,
die im Preis wesentlich billiger sind als zu Wellennagelpacken zusammengeleimte
Wellenrlägel in einfacher Weise in den Wellennagelzuführungskanal eingeführt werden
können und daß Verschmutzungen durch Leimreote vurmieden werden.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet somit halbautomatisch.
Sie bietet darüber hinaus den Vorteil, daß in einfacher Weise Wellennägel verschiedener
Ausführungsform, insbesondere Wellennägel verschiedener Höhe verarbeitet-werden
können, ohne daß es hierzu efforderlich wäre größere Xnderungen an der Vorrichtung
vorzunehmen.
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Vorzugsweise sind die Wellennägel in dem Wellennagel zuführungskanal
unter dem Einfluß der Schwerkraft verschiebbar. Es kann aber auch vorteilhaft sein
eine Verschiebung der Wellennägel im Zuführungskanal mittels Druckluft vorzusehen.
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Erfindungsgemäß können unterhalb der Einmündungsstelle des Wellennagelzuführungskanals
in den StöSelrtihrungskanal Haltemittel vorgesehen sein, die einen in den Stößelr'Jhrungskanal
eingetretenen Wellennagel im wesentlichen so lange festhalten, bis er eingetrieben
wird.
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Vorzugsweise bestehen die Haltemittel aus einem sich normalerweise
ein Stück in den Stößelführungskanal hinein
erstreckenden Anschlagglied
für Wellennägel, das unter Federvorspannung steht und/oder mittels eines in Abhängigkeit
von den Stößelbewegungen gesteuerten Betäti ç lgsmechanismus aus der Bewegungsbahn
des Stößels bewegbar ist.
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Erfindungsgemäß können die Haltemittel mildes'eng eine, vorzugsweise
drei unter Federspannung stehende Kugeln umfassen. Es kann auch vorteilhaft sein
einen Permanent- oder Elektromagneten als Haltemittel zu verwenden. Ein derartiger
Magnet karn auch im Zusammenwirken mit den vorgenannten unter Federspannung stehenden
mechanischen Haltemitteln Verwendung finden.
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Normalerweise wird bei der erfindungsgernäßen Vorrichtung zum Eintreiben
von Wellennägeln jeweils ein Wellennagel in den Zuführungskanal eingeworfen, dann
dieser Wellennagel eingetrieben und danach erst der nächste Wellennagel in den Zuführungskanal
eingegeben. Um zu verhindern, daß ein versehentlich eingegebener zweiter Wellennagel
beim Einschlagen des ersten Wellennagels vom Stößel erfaßt wird, sind erfindungsgemäß
die Haltemittel für den Wellennagel im Stößelführungskanal vorzugsweise merklich
weniger als eine Welle)olagelhöhe in Einschlagrichtung vor der Einmündung des WellennagelzufUhrungskanals
angeordnet, derart, daß ein zweiter versehentlich eingeworfener Wellennagel mit
seiner Spitze gegen die Seitenfläche des zuerst eingeworfenen Wellennagels stößt
und dadurch daran gehindert wird, in den Stößelführungskanal einzutreten.
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Vorzugsweise mündet der WellennagelzufUhrlmgskarsal unter einem spitzen
Winkel von oben in den Stößelfuhrungmkanal ein, um das Einnehmen der richtigen Lage
des Wellennagels im Stßelfuhrungskanal unterhalb des Stößels zu erleichtern.
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Erfindungsgemäß kann der Wel lennagel zuführungskanal leicht auswechselbar
an der Vorrichtung zum Eintreiben der Wellennägel befestigt sein, um eine Anpassung
an Wellennägel verschiedener Breite und unterschiedlich hoher Wellung zu ermöglichen.
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Um das Gleiten der Wellennägel im Wellennagelzuführungs kanal zu
erleichtern kann es vorteilhaft sein auf einer Flachseite oder auf beiden Flachseiten
des WellennagelzuSührungskanals vorstehende Rippen vorzusehen.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand schematischer Zeichnungen
an Ausführungsbeispielen näher erläutert.
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Fig. 1 zeigt den vorderen Teil einer erfindungsgemäß ausgebildeten
Vorrichtung zum Einschlagen von Wellennägeln im Schnitt; Fig. 2 zeigt den vorderen
Teil der Vorrichtung gemäß Fig. 1 in Draufsicht von oben gesehen, wobei der Deckel
des WellennagelzufUhrungskanals abgenommen ist;
Fig. 3 ist ein schnitt
längs der Linie III - III in Fig. 1 durch den Wellennagelzuführungskanal, und Fig.
4 zeigt eine abgewandelte Form des Wellernagelzuführungskanals im Schnitt.
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Am vorderen Teil der Wellennageleintreibvorrichtung 1 ist die allgemein
mit 2 bezeichnete Wellennagelzufuhrungsein richtung mittels nicht dargestellter
Schrauben leicht lösbar befestigt. Die Wellennagelzuführungseinrichtung 2 umfaßt
einen Wellennagelzuführungskanal 4, der mittels eines durch Schrauben 6 angeschraubten
Deckels 8 abgedeckt ist. Der Wellennagelzuführungskanal 4 mündet von schräg oben
in einen Stößelführungskanal 10, in dem ein vorzugsweise pneumatisch angetriebener
Stößel 12 in Richtung des Pfeils 13 hin- und herverschiebbar ist.
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Im Bereich ihres unteren bzw. vorderen Endes besitzt die Wellennagelzuführungseinrichtung
2 drei Kugeln 14, die mittels einer Blattfeder 16 in Richtung auf den Stößelführungs
kanal 10 vorgespannt sind und ein Stück in diesen hineinragen können, um als aus
dem Weg des Wellennagels drückbar Haltemittel für einen durch den Wellennagelzuführungskanal
4 in den Stößelführungskanal 10 gerutschten Wellennagel 18 zu dienen.
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Zur Unterstützung dieser mechanisch wirkenden Haltemittel kann ein
bei 20 angedeuteter Dauermagnet vorgesehen sein.
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Der keilförmig zulaufende Teil der Wellennagelzuführeinrichtung 2,
der zwischen dem unteren Ende des Wellennagelzurührungskanals 4 und dem Stößelrührungskanal
10 -liegt; weist in den Randbereichen des Weilennagelzuführungskanals zwei' Ausr,ekimungen
22 und 24 auf, die den Wellennagelzuführungskanal 4 und den Stößelführungskanal
10 miteinander verbinden. Diese Ausnehmungen 22 und 24 dienen dazu Wellennägel,
die ar, Ihrem hinteren bzw. oberen Ende U-förmig ausgebildet sind und die eine größere
Höhe aufweisen als ncrmale Wellennägel in die Richtung des Stößelführungskanals
kippen zu lassen, indem die U-Schenkel dieser Wellennägel durch diese seitlichen
Ausnehmungen 22 und 24 schwenken können.
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D'e Wellennageleinwurföffnung 26 am oberen Ende des Nagelzuführungskanals
4 kann leicht trichterförmig erweitert sein, um das Einschieben der Wellennägel
zu erleichtern.
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Fig. 4 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform der Wellennagelzuführungseinrichtung
2' bei der im WellermagelzufUhrungskanal 4 Führungsrippen 30 und 32 vorgesehen sind,
die sich entlang der ganzen Länge des Wellennagelzuführungskanals erstrecken. Dabei
sind vier Führungsrippen 32 in einer einen Teil des Wellennagelzuführungskanals
bildenden Rinne in der Wellennagelzuführungseinrichtung vorgesehen und vier FUhrungsrippen
30 an einem Deckel 8. In Längsrichtung des im allgemeinen vierundeinhalb Wellenlängen
langen, zu einer Flachseite hin fünf und zur anderen hin vier Wellenberge aufweisenden
Wellennagels
weisen jeweils die beiden mittleren der jeweils vier Führungsrippen 30 und 32 einen
Abstand von der Mitte des Wellennagelzuführungskanals auf, der etwa 3/4 einer Wellenlänge
der Wellung der Wellennägel entspricht, Die äußeren der Führungsrippen 30 und 32
weisen jeweils einen Abstand iron etwa einer Wellenlänge von'den inneren Führungsrippen
auf.
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Die FWMrungsrippen 30 am Deckel 8 und die Führungsrippen 32 an der
Wellennagelzuführeinrichtung 2', die einander jeweils gegenüber liegen, weisen einen
Abstand voneinander auf, der etwa der Höhe der Wellung der Wellennägel entspricht.
In Fig. 4 ist ein Wellennagel 18' in den HellennageizufWhrungskanal 4' eingezeichnet,
der auf den Führungsrippen gleitet.
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Dabei kann auf eine genaue Führung des Wellennageis an den Stirnseiten
34' des Kanals 4' verzichtet werden, während beim Kanal 4 der Abstand seiner Stirnflächen
34 nur etwa 0,5 mm grösser als die Länge der Wellennägel gewählt ist, um diese an
den Stirnseiten 34 zu führen.
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Alle in den Unterlagen enthaltenen Angaben und Merkmale, insbesondere
die räumliche Ausgestaltung des Anmeldungsgegenstandes, werden als erfindungswesentlich
beansprucht, soweit sie gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
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Ansprüche