DE2322200C2 - Implantierbare Samenleiterreguliereinrichtung - Google Patents
Implantierbare SamenleiterreguliereinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine implantierbare Samenleiterreguliereinrichtung,
die einen Ein- und Auslaß zur Aufnahme bzw. Abgabe von Samenflüssigkeit, Befestigungs-,
Dichte'emente und einen im Samen-Flüssigkeitsstrom
angeordneten Kanal aufweist, in dem ein Ventil aus einer ersten in eine zweite Steuerstellung
überführbar ist und die Kanallängsachse in einer Steuerstellung mit der Samenleitcr-Kanalachse zusammenfällt,
wie sie aus der DE-OS 21 65 181 bekannt ist.
Bei diesem bekannten Samenventil befindet sich im entsprechenden Körperhohlteil ein zweiteiliges Samenleiterventil
mit einem Stamm bzw. Schaft als Außenieil und einem inneren kugeligen Ventilteil. Letztere trägt
eine Querbohrung. Das Ventil ist so drehbar bzw. rotierbar, daß in einer vorbestimmten Stellung die
Ventilbohrung mit der Längsachse des Samenleiterkanals fluchtet und hierbei der Flüssigkeitsstrom ungehinden
fließen kann. In einer zweiten Stellung, die um 90° zur ersten Stellung verdreht sein kann, wird jedoch der
Flüssigkeitsstrom vollständig blockieit. Dies ist insofern nachteilig, als ein grundsätzlicher Widerwille bei der
überwiegenden Zahl der infrage kommenden Personen dahingehend vorherrscht, daß es falsch ist, durch einen
äußeren Eingriff einen sonst natürlichen Flüssigkeitsstrom im Körper einfach zu blockieren. Dies führt dazu,
daß die Vasektomien regelmäßig auf Ablehnung stoßen, dadurch aber die gegebenenfalls auch mit diesen Mitteln
besser zu beherrschende Geburtenkontrolle wenig Fortschritte macht.
Ein Problem, das bei der Steuerung des Samenflüssigkeitsstromes im Lebewesen auftritt besteht darin, daß
einmal vorgenommene Änderungen in den seltensten Fällen rückgängig gemacht werden können. Wenn z. B.
eine Person nach Durchführung einer Vasektomie versucht, den Samenflüssigkeitsstrom mit lebensfähigen
Spermien wiederherzustellen, ist eine Rückkehr zum ursprünglichen Zustand des Samenleiters oft unmöglich.
Die Erfahrung zeigt, daß nach Durchführung einer Vasektomie eine Wiederherstellung des Flüssigkciisstromes
mit lebensfähigen Spermien bei nur wesentlich weniger als 50% der Fälle möglich ist, wenn der durch
die Vasektomie herbeigeführte Zustand der Sterilität beendet werden soll.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Samenventil zu schaffen, bei dem eine einfach und billig
herstellbare Anordnung der Kanäle einen ständigen Durchfluß der Körperflüssigkeit wahlweise einmal mit
und einmal ohne Spermien, gestattet. Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des
ίο kennzeichnenden Teiles des Patentanspruches 1.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist in den Figuren dargestellt und wird im folgenden näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt des Samenleiters mit Samenleiterreguliereinrichtung,
F i g. 2 einen Längsschnitt der Samenleiterreguliereinrichtung in Steuerstellung des zweiten Kanab,
F i g. 3 einen Längsschnitt der Samenleiterreguliereinrichtung
in Steuerstellung des ersten Kanals.
Nach F! g. 1 wird am Ort des Samenleiters 20 ein Einschnitt 22 gemacht, so daß die Samenleiterreguliereinrichtung
in den Samenleiter eingesetzt werden kann.
Die Einrichtung hat ein Ventil 24 mit einem röhrchenförmigen Ein- und Auslaß 26 bzw. 28. Dieses Ventil 24
kann im dargestellten Beispiel durch Drehung des Schaftes 30 in jeckr geeigneten Art in zwei verschiedene
Steuerstellungen gebracht werden. Der Schaft 30 erstreckt sich durch den Einschnitt 22 aus dem
Samenleiter hinaus.
Durch Befestigungselemente erfolgt die flüssigkeitsdichte Anordnung des Ein- und Auslasses 26 bzw. 28
innerhalb des Körperhohlraumes, der gemäß Fig. 1 durch den Samenleiter 20 bestimmt ist. Die Befestigungselemente
32 und 34 sind feine Golddrähte, welche außen um den Ein- und Auslaß gewickelt sind, um das
Verwachsen des Gewebes in die Zwischenräume zwischen dem Golddraht zu fördern, so daß das Gewebe
um den Ein- und Auslaß herurc'vächst und auf diese Weise eine vollkommen flüssigkeitsdichte Befestigung
gewährleistet. Die Golddrähte 32 und 34 können entweder separate oder einstückig durchgehende
Drähte mit Abschnitten 32 und 34 sein. Ein Teil 36 des Drahtes kann auch um den Hals des Ventils gewickelt
werden, durch welchen sich der Schaft 30 erstreckt, so daß das verheilte Gewebe entlang des Drahtes 36
wächst und von dort zu den Drähten 32 und 34 geführt wird, das Wachstum des Gewebes fördert und so eine
flüssigkeitsdichte Befestigung gewährleistet. Ein Teil des Drahtes kann sich auch um das äußere Gehäuse 38
des Samenventils 24 erstrecken. In F i g. 2 und 3 sind der Einlaß 26 und der Auslaß 28 nur zusammen mit der
Samenleiterreguliereinrichtung mit dem das Ventil 24 dargestellt wird. Im Gehäuse 38 des Ventils 24 ist ein
sphärisch geformter Ventilkörper 40, durch welchen sich zwei Kanäle 42 und 44 erstrecken. Der Kanal 42
verläuft gerade durch den sphärischen Ventilkörper 40 längs eines Durchmessers desselben, während der Kanal
44 V-förmig ist und um den Kanal 42 in einer zu diesem lotrechten Ebene verläuft. Die Kanäle 42 und 44 haben
einander gegenüberliegende offene Enden, die in einer gemeinsamen Ebene liegen, welche die gemeinsame
Achse des Ein- und Auslasses 26 bzw. 28 enthält. Diese
ei Enden der Kanäle 42 und 44 sind gegeneinander um 90'
um die Achse des Schaftes 30 gedreht, so daß dieser nur um 90° gedreht zu werden braucht, um die Samenleilerreguliereinrichtung
entweder ir die Stellerstellung nach
F i g. 2 oder F i g, 3 zu bringen.
Der Kanal 42 hat die Form einer einfachen Bohrung und verläuft gerade durch den sphärischen Ventilkörper
40. Wenn sich die Samenleiterreguliereinrichtung in der Stellung gemäß F i g. 3 befindet, durchfließt die Flüssigkeit
mit lebensfähigen Spermien frei durch den Samenleiter. Dies ist der Normalfall.
Der Kanal 44 wird in die Steuerstellung gemäß F i g. 2 gebracht, wenn die Beschaffenheit der Flüssigkeit
soweit verändert werden soll, daß sie lebensfähige Spermien in nur so geringem Ausmaß enthält, daß die
Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis minimal ist. Gleichzeitig kann die Samenflüssigkeit frei durch den
Samenleiter hindurchfließen, ohne daß der Samenflüssigkeitsstrom blockiert wird. Zu diesem Zweck enthält
der Kanal 44 einen Stoff, welcher mit der Samenfiüssigkeit chemisch reagiert, um darin enthaltene Spermien zu
löten. Im Ausführungsbeispiel wird dies durch Auskleiden
des Kanals 44 mit einer Schicht Kupfer 46 erreicht. Es wird die Erkenntnis ausgenutzt, daß eine Schicht
Kupfer, der die Flüssigkeit im Samenleiter ausgesetzt
ist, mit der Samenflüssigkeit so reagiert, daß die darin enthaltenen Spermien getötet werden.
Wenn also der bei der Einrichtung gemäß Fig.2 bewirkte spermische Vorgang unterbrochen werden
soll, braucht man nur den Schaft 30 und den
κ, Ventilkörper 40 um 90° in die Stellung gemäß F i g. 3 zu
drehen, so daß sich das Samenventil 24 nun in der Position gemäß F i g. 3 befindet und das Strömen der
Samenfiüssigkeit durch den Kanal 42 ermöglicht, ohne auf die Samenflüssigkeit einzuwirken, so daß die
Samenflüssigkeit wieder die normale Menge an lebensfähigem Sperma enthält.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Implantierbare Samenleiterreguliereinrichtung, die einen Ein- und Auslaß zur Aufnahme bzw.
Abgabe von Samenflüssigkeit, Befestigungs-, Dichtelemente
und einen im Samenflüssigkeitsstrom angeordneten Kanal aufweist, in dem ein Ventil aus
einer ersten in eine zweite Steuerstellung überführbar ist und in die Kanallängsachse in einer
Steuerstellung mit der Samenleiter-Kanalachse zusammenfällt, dadurch gekennzeichnet,
daß das Samenventil einen gegenüber einem ersten Kanal (42) versetzten zweiten Kanal (44) aufweist, in
dem ein Stoff (46) angebracht ist, der chemisch mit dem in der Flüssigkeit enthaltenen Samen reagiert
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Kanal um 90° zum ersten
Kanal versetzt ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Kanal (44) mit einer
KupfersETiicht (46) ausgekleidet ist
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche ! bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Kanal (44)
V-förmig ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19732322200 DE2322200C2 (de) | 1973-05-03 | 1973-05-03 | Implantierbare Samenleiterreguliereinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732322200 DE2322200C2 (de) | 1973-05-03 | 1973-05-03 | Implantierbare Samenleiterreguliereinrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2322200A1 DE2322200A1 (de) | 1974-11-14 |
| DE2322200C2 true DE2322200C2 (de) | 1982-03-18 |
Family
ID=5879863
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732322200 Expired DE2322200C2 (de) | 1973-05-03 | 1973-05-03 | Implantierbare Samenleiterreguliereinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE2322200C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4204525A (en) * | 1978-07-14 | 1980-05-27 | Olson Edward A | Method and device for supplying venous pressure in a portal vein |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3707957A (en) * | 1971-01-04 | 1973-01-02 | Investors In Ventures Inc | Vas valve |
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1973
- 1973-05-03 DE DE19732322200 patent/DE2322200C2/de not_active Expired
Also Published As
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