DE2322278C3 - Anlege vorrichtung zum vereinzelten Zuführen von blattförmigen Gegenständen zur Füllstation einer Kuvertiermaschine - Google Patents
Anlege vorrichtung zum vereinzelten Zuführen von blattförmigen Gegenständen zur Füllstation einer KuvertiermaschineInfo
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Description
20
Die Erfindung betrifft eine Anlegevorrichtung zum vereinzelten Zuführen von blattförmigen Gegenständen
zur Füllstation einer Kuvertiermaschine, bestehend aus
einem Anlegeschacht mit einer um etwa 60 bis 70' in *S
Transportrichtung geneigten Anlegefläche und einer dieser gegenüberliegenden in entgegengesetzter Richtung
geneigten Stützfläche, sowie einer unter dem Anlegeschacht angeordneten Einzugs- und Vereinzelungsvorrichtung.
Bei einer bekannten Maschine zum Einfüllen von schweren Einlagen, wie Katalogen, Broschüren, Heften
u.dgl. in Briefumschläge (DT-AS 10 10 869) wird einer solcher Anlegeschacht verwendet. Dabei ist der in
Schräglage angeordnete und nahe seinem unteren Ende abgewinkelte Anlegeschacht mit einem verschiebbaren
Boden versehen, in dem ein rechenartiger Mitnehmer bei der Vorbewegung des Bodens die unter !c der auf
dem Boden aufliegenden Druckschriften mitnimmi. Die Abwinkelung des unteren Endes des Anlegeschachtes
dient dabei zur Verminderung des vom Stapel ausgeübten Bodendruckes und somit zur Erleichterung
des Vorschiebens des Bodens mit der jeweils aufliegenden Druckschrift. Die zu füllenden Briefumschläge
werden dabei in einem Anlegeschacht gestapelt, der ebenfalls eine in Transportrichlung geneigie Anlegewand
und eine dazu parallele Wand aufweist und der unten offen ist. Die Briefumscliläge liegen dabei mit
nach unten angeklappter Lasche einerseits auf einer Stange und andererseits mit der Lasche auf einer
Abwinkelung der Anlegewand auf. Zum vereinzelten Entnehmen der Briefumschläge aus diesem Anlegeschacht
ist eine besondere Greifvorrichtung vorgesehen, welche den Briefumschlag an der Lasche ergreift,
ihn öffnend vom Stapel abzieht und auf ein sogenanntes Füllblech stülpt. Bei diesem Anlegeschacht für die
Briefumschläge liegt jeweils das gesamte Stapelgewicht auf dem untersten Umschlag auf. Durch die besondere
Vereinzelungsvorrichtung, die sehr aufwendig ist und kompliziert arbeilet, spiel, dies jedoch keine Rolle, ho
wenn man von der Gefahr des Abicißens der jeweils von der Greifvorrichtung erfaßten Lasche absieht.
Bei dem für die aus Katalogen. Broschüren, Heften u. dgl. bestehenden schweren Einlagen vorgesehenen
Anlegeschacht wird zwar durch die Abwinkelung des <>5
unteren Endes der Führungsflächen und insbesondere der der Anlagefläche gegenüberliegenden Stützfläche
eine gewisse Verminderung des vom Stapel ausgeübten Bodendruckes erzielt. Diese mag /war für verhältnismäßig
steife Einlagen dann ausreichen, wenn eine Vereinzelungsvorrichtung der dort vorgesehenen Art
verwendet wird. Für größere Stapel von leeren Briefumschlägen, die zudem noch durch eine wesentlich
einfachere und auch schneller arbeitende, aus einer Einzugsrolle sowie einer amreibbaren Transportrolle
und einer darüberliegenden auf verschiedene Spaltdikken einstellbaren, nicht drehbaren Rückhalterolle
bestehende Zufuhr- und Vereinzelungsvorrichtung verarbeitet werden sollen, reicht eine entgegengesetzt
zur Anlagcfläche geneigte Stützfläche nicht aus, wenn die Neigung der Anlegefläche etwa 60 bis 70" beträgt.
Hinzu kommt, daß der dabei vorhandene Anlegetisch bzw. -boden in Transportrichtung ebenfalls einen
gewissen Neigungswinkel aufweisen muß.
Dies gilt auch lür eine andere bekannte Anlegevorrichtung
(DT-PS 9 02 619), bei der auch der jeweils unterste Briefbogen eines vorgelegten Stapels abgezogen
wird und bei der ebenfalls ein leicht geneigter Anlegetisch vorhanden ist, auf dem die einzelnen
Briefbogen senkrecht stehend angelegt werden und wobei zur Gewährleistung des Nachschiebens ein
Gleitgewicht, das auf der schrägen Tischplatte aufliegt, und gegen den Stapel drückt, vorgesehen werden muß.
Des weiteren ist eine Anlegevorriditung für kartenförmige
Gegenstände bekannt (US-PS 35 78 313). bei der über der Achse einer Einzugswal/e eine gegenüber
der Lotrechten geringfügig in Einzugsrichtung geneigte Leitfläche angeordnet ist. welcher in einem gewissen
vertikalen Abstand über der Einzugsebene eine in den Anlegeschacht vorspringende Hemmfläche in Form
eines Nockens gegenübersteht. Der Abstand dieser Hemmfläche von der Anlegefläche ist dabei geringer als
das sich in Transportierung erstreckende Längenmaß
der betreffenden Karten, so daß auf der Seite der Hemmfläche eine Trennung des eingelegten Kartenstapels
entsteht, wobei der untere von der Hemmfläche bereits abgefallene Teil des Stapels parallel auf der
Einzugsebene bzw. auf der sich darin befindlichen Auflage aufliegt, während die Karten des oberen, von
der Hemmfläche zurückgehaltenen Teiles des Stapels sich in einer Schräglage befinden. Voraussetzung für das
Funktionieren dieser Anlegevorrichtung ist jedoch, daß die zu verarbeitenden blattförmigen Gegenstände eine
gewisse Mindeststeiligkeit aufweisen, die sie in die Lage versetzt, das Gewicht des oberen Stapclteils ohne
wesentliche Durchbiegung aufzunehmen. Da diese Voraussetzung bei allen dünnen Papieren, insbesondere
aber bei Briefumschlägen in der Regel nicht gegeben ist. kann diese bekannte Anlegevorrichtung für die
Verarbeitung solchen Materials nicht verwendet werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Anlegevorrichtung der eingangs genannten Art derart
zu verbessern, daß größere Mengen von Briefumschlägen in den Anlegeschacht eingelegt werden können,
ohne daß dabei das Gewicht des Vorratsstapcls sich nachteilig auf die Funktionsweise einer mit einer
Einzugsrolle arbeitenden Einzugs und Vereinzelungsvorrichtung auswirkt.
Erreicht wird dies erfindungsgemäß dadurch, daß die Anlegeflachc mit einer einen Reibungswinkel von etwa
30' ergebenden Reibfläche versehen ist.
Infolge der durch den Reibbelag beträchtlich erhöhten Reibung zwischen der Anlcgeflächc und dem
vorgelegten Umschlagstapel wird die gleiche Wirkung erzielt, wie wenn die Anegefläche des Anlcgeschachtes
um etwa 3OC mehr geneigt wäre. Das bedeutet, daß nicht
nur mindestens die dreifache Menge von Briefumschlägen vorgelegt werden kann, o.nne daß das erhöhte
Gewicht des Briefumschlagstapels eine zu höh? Haftreibung zwischen dei:i jeweils untersten und s
zweituntersten Briefumschlag erzeugt, sondern daß diese Haftreibung so gering gehalten werden kann, daß
jeweils der unterste Briefumschlag nut zumindest annähernd gleichem und in seiner Wirksamkeil
ausreichenden Anpreßdruck auf der Einzugsrolle aufliegt, jeweils störungsfrei vom übrigen Stapel
abgezogen werden kann. Es bedarf auch keiner zusätzlichen Stützvorrichtungen für den jeweils untersten
Briefumschlag, um diesen gegen Durchbiegen od. dgl. zu schützen. ,5
Die vorgesehene Reibfläche kann aus Gummi oder einem ähnlichen Belag bestehen.
Anhand der Zeichnung wird nun im folgenden ein Ausführungsbeispicl der Erfindung näher erläutert.
Die Zeichnung zeigt einen Vcrtikalschnitl durch eine erfindungsgemäße Anlegcvorrichtung. Die erfindungsgemäße
Anlegevorrichtung besitzt einen Anlegeschacht. der von einer unter dem Neigungswinkel \ von
etwa 65" in Richtung des Pfeiles 2 geneigten Anlegewand I und von einer Stützwand 3 gebildet wird.
Der Pfeil 2 zeigt die Transportrichtung der einzelnen Briefbogen an, die jeweils unten von einem Stapel 4
abgezogen weiden. Die Stützfläche 3 wi-id von einem
sehrägstehendcn Stützblech 5 gebildet, dessen Fußteil 6 abgewinkelt und mittels einer Rändelschraube 7 an
einem ortsfesten Bock 8 in horizontaler Richtung verstellbar befestigt ist. Der Neigungswinkel β des
Stützbleches 5 ist etwa gleich groß wie der Neigungswinkel λ der Anlcgewand 1, die Neigung des
Stützbleches 5 bzw. der Stützfläche 3 ist jedoch derjenigen der Anlegewand 1 enigegengerichtct, so daß
die Stützfläche 3 und die Anlegewand 1 trichterförmig
zueinander angeordnet sind. Die Anlcgefläche der Anlegewand 1 ist mit einem aus Gummi oder einem
ähnlichen Stoff bestehenden Reibbelag 9 versehen, der sich annähernd über die gesamte Höhe der Anlegefläche
erstreckt und dessen Reibungskoeffizient einem Reibungswinkcl von etwa 30' entspricht. Die Anordnung
der Anlegefläche mit der Reibfläche 9 ist dabei so getroffen, daß sie annähernd tangential zum Umfang
einer stillstehenden Rückhalterollc 10 verläuft, die an einem horizontalen Schwenkhebel 11 gelagert ist. Der
Schwenkhebel Il selbst ist schwenkbar auf der Achse der oberen Antriebsrolle 12 eines Antriebsrollcnpaarcs
12/13 gelagert und wird von einer Feder 14 gegen einen einstellbaren Anschlag 15 gezogen. Mit dem einstellbaren
Anschlag 15 läßt sich der jeweils erforderliche Durchlaßspalt zwischen der Rückhalterolle 10 und der
damit zusammenwirkenden Transportrolle 16 einstellen derart, daß jeweils nur ein Briefumschlag vom Stapel 4
durch diesen Durchlaßspalt hindurchgleiten kann. Etwa in der Verlängerung der Ebene der Reibfläche 9 der
Anlegewand 1 befindet sich unten im Anlegeschacht eine Einzugsrolle 17, auf der der jeweils unterste
Briefumschlag aufliegt, um bei deren Drehung in den Durchlaßspalt zwischen der Rückhalterolle 10 und der
Transportrolle 16 geschoben zu werden.
Die Anordnung des Stützbleches 5 ist dabei so getroffen, daß jeweils nur die 20 bis 30 untersten
Briefumschläge des Stapels 4 mit ihren hinteren Kanten
an der Stützfläche 3 anliegen, während deren vordere Kanten um das entsprechend dem Radius der
Rückhaltwalze 10 gebogene untere Ende der Anlegewand 1 zum Durchlaßspalt geführt werden. Auf diese
Weise wird erreicht, daß ein Teil des Stapelgewichts von der Stützfläche 3 aufgenommen wird und daß infolge
der erhöhten Reibung zwischen der Reibfläche 9 und c'em Briefumschlagstapel 4 auf dem Umfang der
Einzugsrolle 17 jeweils nur diejenige Andruckkraft wirksam ist, die ein einwandfreies Abziehen des jeweils
untersten Briefumschlages erlaubt. Mit anderen Worten: durch die crfindungsgeniäße Anordnung wird
gewährleistet, daß der Reibungswiderstand zwischen dem jeweils untersten und zweituntersten Briefumschlag
so gering gehalten wird, daß der zweitunterste Briefumschlag jeweils von der Rückhalterolle 10
zurückgehalten werden kann, wenn der unterste Briefumschlag von der Einzugsrolle 17 in den Durchlaßspalt
geschoben wird.
Die gefederte Lagerung der Rückhalterollc 10 ist deshalb wichtig, weil jeder Briefumschlag im Bereich
der Spitze seiner Lasche wenigstens drei oder vier Papierschichten übereinander liegen hat und deshalb in
diesem Bereich entsprechend dicker ist als davor und dahinter, wo jeweils nur zwei Papierwagen aufeinander
liegen. In analoger Weise wäre es selbstverständlich auch möglich, statt der Rückhalterolle 10 die Transportrolle
16 federnd zu lagern.
Da nur der unterste Teil des Stapels 4 mit dem Stützblech 5 bzw. dessen Stützfläche 3 in Berührung
kommt, kann die Höhe des Stützbleches 5 wesentlich geringer sein als diejenige der Anlcgewand 1, an
welcher der Stapel 4 über seine gesamte Höhe anliegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Anlegevorrichtung zum vereinzelten Zuführen von blattförmigen Gegenständen zur Füllsiaiion
einer Kuvertiermaschine. bestehend aus einem Anlegeschacht mit einer um etwa 60 bis 70° in
Transportrichturig geneigten Anlegefläche und einer dieser gegenüberliegenden, in entgegengesetzter
Richtung geneigten Stützfläche, sowie einer unter dem Anlegeschacht angeordneten Einzugs- und
Vereinzelungsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anlegefläche (1) mit einer einen Reibungswinkel von etwa 30° ergebenden Reibfläche{9) versehen ist. '5
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibfläche (9) aus einem Gummi-
oder ähnlichen Belag besteht.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732322278 DE2322278C3 (de) | 1973-05-03 | Anlege vorrichtung zum vereinzelten Zuführen von blattförmigen Gegenständen zur Füllstation einer Kuvertiermaschine | |
| US454251A US3902712A (en) | 1973-05-03 | 1974-03-25 | Envelope feeder |
| GB1744574A GB1434172A (en) | 1973-05-03 | 1974-04-22 | Envelope feeder |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732322278 DE2322278C3 (de) | 1973-05-03 | Anlege vorrichtung zum vereinzelten Zuführen von blattförmigen Gegenständen zur Füllstation einer Kuvertiermaschine |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2322278A1 DE2322278A1 (de) | 1974-11-21 |
| DE2322278B2 DE2322278B2 (de) | 1976-01-08 |
| DE2322278C3 true DE2322278C3 (de) | 1976-08-05 |
Family
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