[go: up one dir, main page]

DE2321495B2 - Verfahren zur behandlung von fluessigem roheisen durch magnesium in behaeltern und einrichtung zum durchfuehren dieses verfahrens - Google Patents

Verfahren zur behandlung von fluessigem roheisen durch magnesium in behaeltern und einrichtung zum durchfuehren dieses verfahrens

Info

Publication number
DE2321495B2
DE2321495B2 DE19732321495 DE2321495A DE2321495B2 DE 2321495 B2 DE2321495 B2 DE 2321495B2 DE 19732321495 DE19732321495 DE 19732321495 DE 2321495 A DE2321495 A DE 2321495A DE 2321495 B2 DE2321495 B2 DE 2321495B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pig iron
magnesium
treatment
evaporator
containers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19732321495
Other languages
English (en)
Other versions
DE2321495A1 (de
DE2321495C3 (de
Inventor
Natalja A.; Schewtschenko Anatolij F.; Lafer Isaak M.; Dwoskin Boris W.; Dnepropetrowsk; Lawrentew Moris L.; Ostaptschuk Nikolaj P.; Schdanow; Kostizyn Ewgenij A.; Emeljanow Iwan J.; Dnepropetrowsk; Woronowa (Sowjetunion)
Original Assignee
Institut Tschernoj Metallurgii, Dnepropetrowsk (Sowjetunion)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Institut Tschernoj Metallurgii, Dnepropetrowsk (Sowjetunion) filed Critical Institut Tschernoj Metallurgii, Dnepropetrowsk (Sowjetunion)
Publication of DE2321495A1 publication Critical patent/DE2321495A1/de
Publication of DE2321495B2 publication Critical patent/DE2321495B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2321495C3 publication Critical patent/DE2321495C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C1/00Refining of pig-iron; Cast iron
    • C21C1/10Making spheroidal graphite cast-iron
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C1/00Refining of pig-iron; Cast iron
    • C21C1/02Dephosphorising or desulfurising

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)
  • Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

daß als Trägergas Preßluft verwendet wird und io gnesiumdämpfe in das /u behandelnde Roheisen aufdas Magnesium mit einer Intensität von 2 bis weist, zeichnet sich dadurch aus, daß im Verdampfer 4,5 g/s.t. bei einer Konzentration des Magnesiums
in der Preßluft von 5 bis 20 kg/ms in das Roheisen
eingeführt wird.
ein erweitertes Endstück, das als Verdampfer dient, und Seitenöffnungen zum Austritt der Magnesiumdämpfe in das zu behandelnde Roheisen das Verhältnis zwischen dem Innendurchmesser im Querschnitt, der durch die Oberkante der Seiten-
u öffnungen läuft und der Höhe des Verdampfers ab
^^Einrichtung zur Durchführung des Verfah- 15 Oberkante der Seitenöffnungen bis zur Mündung des rens nsch Anspruch 1, mit einem Blasrohr, das Rohrteils des Blasrohrs in den Verdampfer im Be-
- reich von 0,3 bis 0,8 liegt.
Wie im folgenden noch näher gezeigt wird, ist es bei der Einführung von Magnesium nach dem erfin-
äufweist, dadurch gekennzeichnet, daß im Ver- ao dungsgemäßen Verfahren ohne aufwendige Kühlung dämpfer (5, Sa) das Verhältnis zwischen dem des Trägergases mit dem billigsten zur Verfugung Innendurchmesser (D) im Querschnitt, der durch stehenden Trägergas, nämlich Luft, möglich, ohne die Oberkante der Seitenöffnungen (6, 7) läuft und explosionsartige Wallungen das Magnesium mit der Höhe (H) der Verdampfer (S, Sa) ab Ober- hohem Wirkungsgrad in die Schmelze einzuführen, kante der Seitenöffnungen (6, 7) bis zur Mündung 25 Da Magnesium bereits bei 1102° C verdampft, einer
Temperatur, die erheblich unter der tatsächlichen Temperatur einer Gußeisenschmelze liegt und aus der Verdampfung von 1 Kilogramm Magnesium ungefähr eine Dampfmenge von 5650 Liter resultiert, ist an und für sich die Gefahr von Wallungen, die explosionsartigen Charakter annehmen können, gegeben. Während man nach dem Stand der Technik dieser Gefahr dadurch zu begegnen versuchte, daß das Feststoffgasgemisch auf seinem Wege bis knapp vor der
des Rohrteils (4) des Blasrohrs (2) in den Verdampfer (5, 5 a) im Bereich von 0,3 bis 0,8 liegt.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Behandlung von flüssigem Roheisen durch Magnesium in Behältern, bei dem das Magnesium in Form von Festkörperteilchen im Strahl eines Trägergases
durch ein Blasrohr mit Verdampfer in das Roheisen 35 Berührung mit der Schmelze gekühlt wird, wird mit
eingeführt wird und auf eint Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit einem Blasrohr, das ein erweitertes Endstück, das als Verdampfer dient und Seitenöffnungen zum Austritt der Magnesiumdämpfe in das zu behandelnde Roheisen aufweist.
Aus der DT-AS 1015 609 sind Verfahren und Vorrichtungen zum Einbringen von feinkörnigen Zusatzstoffen unter der Oberfläche von Metallschmelzen unter Vermittlung eines Trägergases bekannt, woder vorliegenden Erfindung ein Weg aufgezeigt, ohne Kühlung durch günstige Bemessung der Intensität der Magnesiumzufuhr die Verdampfung des Magnesiums als wirksames Mittel für dessen Einführung mit einzu&etzen, ohne daß es durch Entweichen von Magnesiumdämpfen zu hohen Verlusten an Magnesium und zu explosionsartigem Auswurf von Metall kommt. Wenn der Verdampfer entsprechend den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 2 bemessen ist,
bei durch Verwendung eines nur bei tisferen Tempe- 45 wird im Verdampferhohlraum ein Gaspolster gebil-
raturen als Schutzgas wirkenden Trägergases insbesondere Stickstoff das Feststoffgasgemisch auf seinem Wege bis knapp vor der Berührung mit der Schmeb« gekühlt und zweckmäßig- unter der Temperatur, bei det, das eine Zuführung der Dämpfe in das flüssige Metall durch die Öffnungen im Verdampfer gleichmäßig und ohne Pulsierung und Stöße ermöglicht und einer Verstopfung des Verdampfers durch Spritzer
welcher eine Reaktion des Trägergases mit dem Fest- 50 aus flüssigem Metall oder Schlacke entgegenwirkt,
stoff erfolgt, gehalten wird. Nachstehend wird die Erfindung an Hand der Be-
Der vorliegenden Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung einer solchen Kühlung mit normaler Preßluft als Trägergas Schreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine schematische Darstellung der erfin-
eine sichere Einbringung des Magnesiums mit hohem 55 dungsgemäß ausgeführten Einrichtung zum Durchfüh-Wirkungsgrad zu gewährleisten. ren des Verfahrens zur Behandlung von flüssigem
Dies wird erfindungsgemäß bei einem Verfahren zur Behandlung von flüssigem Roheisen durch Magnesium in Behältern, bei dem das Magnesium in
Form von Festkörperteilchen im Strahl eines Träger- 60 Einrichtung.
Roheisen durch Magnesium in Behältern,
F i g. 2 und 3 Abwandlungen der Bauart des Verdampfers an der Wandform der erfindungsgemäßen
gases durch ein Blasrohr mit Verdampfer in das Roheisen eingeführt wird, dadurch erreicht, daß als Trägergas Preßluft verwendet wird und das Magnesium mit einer Intensität von 2 bis 4,5 g/s.t. bei einer Die Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens zur Behandlung von flüssigem Roheisen enthält folgendes: einen Speichert (Fig. 1), der ein unter Druck stehender Behälter aus Metall ist, aus dem
Konzentration des Magnesiums in der Preßluft von 65 das Magnesium zur Behandlung des Roheisens zu-5 bis 20 kg/ms in das Roheisen eingeführt wird. geführt wird; eine Windform 2, die ein durch feuer-
Aus der Fachliteratur (»Berg- und hüttenmännische Monatshefte«, 115, 1970, S. 167 bis 174) ist es befeste Außenverkleidung 3 ausgestattetes (F i g. 2, 3) Metallrohr 4 ist, das ein erweitertes Endstück 5
3 14
• 91 oder Sa (Fig. 3) mit. Seitenöffnungen 6 Die erfindungsgemäße Einrichtung zum Durchfuh-
* · ^hzw 7 (Fig. 3) aufweist und als Verdampfer ren des Verfahrens zur Behandlung von Roheisen
*Flg inhei'das Pohr4 bei Zuführung des Magne- in Behältern durch Einblasen von pulverformigern
^ T die Pfanne 8 in das Innere des Roheisens Magnesium im Trägergasstrahl ist auf einem B™*en-
$lUfflS in lird.der wert des Vemältnisses zwischen 5 gerüst zu verlegen, unter dem die Roheisenbehana-
Tri'nnendurchmesserlängeD des Verdampfers 5 lung erfolgt. Das Brückengerüstt ist auf dem ßefor-
dI «Tim Querschnitt, der durch die Oberkante derungsweg des Roheisens von der Schmetestelle tns
ierseitenöffnungen 6 bzw. 7 läuft, und der Höhe H zu seiner Verbrauchsstelle, z. B. zwischen H«*°«n-
derSSersS oder 5a ab Oberkante der Seiten- beirieb und Gießerei oder zwischen Hochofenbetrieb
des Vera*·. ^ ^ ^m Aus,auf der öffnung des 10 und Roheisengießmaschine, an der das Roheisen in
uUnJPin den Verdampfers oder 5α liegt ini" Be- Masseln gegossen wird, aufzubauen.
R h von 0 3 bis 0% es sind Rohrleitungen 10, 11 Der Betneb der Einrichtung verläuft in folgender
ΤαΛ vorhanden, von denen die Rohrleitung 10 mit Weise.
T nLue de" Preßluft-Trägergases verbunden wird Das Roheisen gelangt in die Pfanne 8 die dann zur
Λ dadurch Lr Zuführung von Luft in die Rohrlei- 15 Behandlungsstelle des Roheisens durch Magnesium
«111 und 12 bestimmt ist; die Rohrleitung 11 ist befördert wird. . w_„nP
tUKn Speicher 1 zwecks Zuführung des Träger- Der Speichert wird mit pulver for™gem Magne-
m verbunden das zur übergabe von Magnesium sium nach einem beliebigen Verfahren beschickt
Pf, Äeftung 12 erforderlich ist; die Rohrleitung (durch Schüttung, Druckluftbeförderung u a.). ,J
fvtSSt mit der Windform 2 verbunden und zur 20 Beschickung des Speichers mit Magnesium erfolgt
L r--u«.rTa Hes Maenesiums zusammen mit dem durch einen Stutzen 25 (Fig. 1). .
Wmmm, ämmmM
KdS^STder am Unterteil des Speichers 1 Dabei sind die Ventile 14, 15 und 16 offen, das Ven
SSÖSöSä=" SSgpSsr s ί ε
endigung der Roheisenbehandlung und beim Be- dlas im Untert«! aes Verdampfer 5 oder
in den Rohrleitungen H und 12. 50 sammcn au f dem zu ^handelnden Roh-
Die auf den Rohrleitungen angeordneten Mano- (Fig. 3) des,Ve r«amP^rs d Bestandteilen der
SS SS53S i2 dient zu;Kontro: T ; » -SÄ Ä EÄ3 Sp
Das auf der Rohrleitung 10 angeordnete Ver- £^β™^™* Assimilation des Magnesiums brauchsmeßgerät23 ist zur Ermittlung des Trag«- h ermit eine besse einc Reinigung der
gas-Durchsatzes für die Roheisenbehandlung be- du ^.^ ^; njchlmetallischen Einschlüssen stimmt.
Der Belastungsmesser 24, an dem der Speicher 1 60 und Graphit. angehängt ist, dient zur Ermittlung der Magnesium- In Abhängigkeit vom Verlauf des Behandlungsmenge, die in das zu behandelnde Roheisen zugeführt Vorganges (ruhiger oder heftiger) wird im Arbeits-
Als Trägergas dient Preßluft. keit der NiagnesiuiiWiuiuiMung, ... -
Als Trägergas-Quelle dient die Druckluftleitung 65 Roheisen geregelt. Bei einem nicht genug nnw..u
des Betriebes. Es können auch selbständige Preßluft- Prozeßablauf (das Roheisen im Behälter ist schwach quellen — Kompressoren, Flaschen — benutzt gemischt) wird die Magnesiumzuführung erhöht, bei
einem heftigen Ablauf des Vorganges aber (es ent-
stehen Auswürfe des Roheisens aus dem Behälter) wird die Magnesiumzuführung bis zur Unterbrechung der Metallverschüttungen vermindert.
Der Solldruckwert im Speicher 1 wird im Verlauf der Roheisenbehandlung durch das Ventil 15 eingehalten.
Nach der Einführang der Magnesiumsollmenge in das zu behandelnde Roheisen wird die Magnesiumzuführung aus dem Speicher 1 in die Rohrleitung 12 unterbrochen und die Windform 2 aus dem Roheisen gehoben.
Nach dem Entfernen der Windform 2 aus dem Roheisen wird die Zuführung des Trägergases in die Rohrleitungen 11 und 12 durch die Ventile 15 bzw. 16 oder durch das Ventil 14 unterbrochen, die unter Druck im Speicher 1 vorhandene Luft wird durch das Ventil 17 über den Stutzen 26 in die Außenluft geleitet. Hiermit ist der Prozeß der Roheisenbehandlung beendet.
Die Dauer des Roheisenbehandlungsvorganges durch Magnesium ist von der Masse des zu behandelnden Roheisens im Behälter, vom erforderlichen Magnesiumverbrauch pro Tonne Roheisen und von der Intensität der Magnesiumzuführung in die Schmelze abhängig.
Nachstehend werden Beispiele der Behandlung von flüssigem Roheisen durch Magnesium nach dem erfindungsgemäßen Verfahren und in der erfindungsgemäßen Einrichtung angeführt.
Die Roheisenbehandlung erfolgte durch granuliertes Magnesium, das mit einem Preßluftstrahl in das Roheisen zugeführt wurde, und verlief direkt in Roheisentransportpfannen, in denen das Roheisen nach dem Abstrich aus dem Hochofen zur Behandlungsstelle befördert wird.
Das Magnesium wurde in das Roheisen durch eine Windform mit Verdampfer eingeführt, bei dem das Verhältnis zwischen dem Innendurchmesser im Querschnitt, der durch die Oberkanten der öffnungen läuft, und der Höhe des Verdampfers ab Oberkante der öffnungen bis zum Auslauf der Windformrohröffnung in den Verdampfer 0,5 beträgt.
Beispiel 1
Die Behandlung wurde zwecks Entschwefelung (bis auf einen Schwefelgehalt von höchstens 0,005 %>) und zur Erzeugung von Masselroheisen höherer Güte ausgeführt. Der ursprüngliche Schwefelgehalt im Roheisen bis zur Behandlung betrug 0,045%; der Sauerstoffgehalt 0,011%. Die Roheisenmenge in der Pfanne betrug 96 t (Nenninhalt der Pfanne 120 t). Das Roheisen wurde unter Einhaltung der durch diese Erfindung festgelegten Kenngrößen behandelt: Intensität der Magnesiumzuführung in das Roheisen 2,5 g/s. t, Magnesiumkonzentraton in der Luft 6,0 kg/ ms.
Der Magnesiumverbrauch betrug 0,7 kg pro Tonne Roheisen, Behandlungsdauer 4,6 min.
Das Roheisen wurde nach der Entschwefelung in der Gießmaschine in Masseln gegossen.
Folgende Ergebnisse wurden erhalten:
Schwefelendgehalt im Roheisen ... 0,004%
Sauerstoffgehalt im Roheisen 0,003 %
Entschwefelungsgrad des Roheisens 91 %
Ausnutzungsgrad des Magnesiums
zur Entschwefelung und
Desoxydation des Roheisens 61%
Beispiel 2
Das Roheisen wurde unter Einhaltung von Kenngrößen behandelt, die sich von den erfindungsgemäßen Kenngrößen unterscheiden: Intensität der Magnesiumzuführung in das Roheisen 1,2 g/s. t., Magnesiumkonzentration in der Luft 4,0 kg/m:t.
Nenninhalt der Pfanne und Roheisengewicht in dei Pfanne waren dieselben wie im Beispiel 1. Der ur-ίο sprüngliche Schwefelgehalt im Roheisen bis zur Behandlung betrug 0,045%, der Sauerstoffgehall 0,011%, die Behandlungsdauer 10 min, der Magnesiumverbrauch 0,7 kg pro Tonne Roheisen.
Nach der Entschwefelung wurde das Roheisen wie im Beispiel 1 an der Gießmaschine in Masseln gegossen.
Folgende Ergebnisse wurden erhalten:
Schwefelendgehalt im Roheisen
nach Behandlung des letzteren ... 0,020%
Sauerstoffendgehalt 0,006%
Entschwefelungsgrad des Roheisens 55%
Ausnutzungsgrad des Magnesiums
zur Entschwefelung und
Desoxydation des Roheisens 38%
Beispiel 3
Die Behandlung des Roheisens wurde zwecks Mo difizierung des letzteren und zur Erzeugung vor Gußstücken (Kokillen) mit Kugelgraphit ausgeführt Der ursprüngliche Schwefelgehalt im Roheisen bii zur Behandlung betrug 0,040%; der Sauerstoffgehal 0,010%; die Roheisenmenge in der Pfanne 60 (Nenninhalt der Pfanne 80 t).
Das Roheisen wurde unter Einhaltung der erfin
dungsgemäßen Kenngrößen behandelt: Die Intensitä der Magnesiumzufuhr in das Roheisen betrui 4,0 g/s. t.; die Magnesiumkonzentration in der den
Roheisen zugeführten Luft betrug 17,0 kg/m3.
Der Magnesiumverbrauch betrug 1,70 kg pn Tonne Roheisen, Behandlungsdauer 8,5 min.
Die Pfanne mit dem Roheisen wurde nach der Mo difizierung in die Gießerei zum Gießen von Kokillei befördert.
Folgende Erzeugnisse wurden erhalten:
Schwefelendgehalt im Roheisen
nach der Behandlung 0,004%
Sauerstoffgehalt 0,001%
Bleibender Magnesiumgehalt
im Roheisen 0,05%
Assimilationsgrad des Magnesiums
durch das Metall 53%
Aus den angeführten Beispielen (1 und 3) ist er
sichtlich, daß beim Einblasen von Magnesium in da:
Roheisen durch eine Windform mit Verdampfer er
findungsgemäßer Bauart und beim Einhalten de Vorgangskenngrößen in den erfindungsgemäßen Be
reichen (Intensität der Magnesiumzuführung in da:
Roheisen im Bereich von 2,^5 bis 4,0 g/s. L und Kon
zentration des Magnesiums in der dem Roheisen zu
geführten Luft von 6 bis 17 kg/m3 und Magnesium
verbrauch 0,7 kg pro Tonne Roheisen) eine tiefe Ent
Schwefelung des Metalls erreicht wird, wobei der Schwefelgehalt im Roheisen 0,0041ViI und der Assimilationsgrad des Magnesiums mehr als 6011O betragen.
Unter denselben Verhältnissen, aber bei einem Magnesiuniverbrauch von 1,70 kg pro Tonne Roheisen wird im Metall ein hoher bleibender Magnesiumgehalt erzielt, wie er zur Erzeugung von Gußstücken aus solchem Roheisen mit Kugelgraphit erforderlich ist (im Beispiel 3 beträgt der bleibende Magnesiumgehalt im Roheisen 0,05 °/o).
Aus dem Beispiel 2 ist ersichtlich, daß die Abweichung von den erfindungsgemäßen Kenngrößen des Roheisenbehandlungsvorganges eine Verschlech-
lerung der Vorgangsergebnisse verursacht: es wird keine tiefe Entschwefelung des Roheisens erreicht, der Magnesiumsassimilationsgrad wird dabei ebenfalls stark vermindert.
Das erfmdungsgemaße Verfahren ermöglicht es, die Behandlung von großen Massen Roheisens durch Magnesium im Arbeitsablauf des Hüttenbetriebes auszuführen, da der Vorgang der Roheisenbehandlung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren leicht in der ίο Arbeitsablauf eines Hüttenwerkes eingebaut werder kann; das Verfahren ist hochleistungsfähig und regelbar und durch seine Einfachheit sowie hohe Effek tivität gekennzeichnet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Behandlung von flüssigem Roheisen durch Magnesium in Behältern, bei dem das Magnesium in Form von Festkörperteilchen im Strahl eines Trägergases durch ein Blasrohr mit Verdampfer in das Roheisen eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, kannt, daß gut förderbare Gemische sich dann ergeben', wenn das Verhältnis Feststoffgewicht zu Gasgewicht ungefähr 10: 1 beträgt, so daß beim erfindungsgemäßen Verfahi en gut förderbare Gemische gegeben sind.
Eine vorteilhafte Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einem Blasrohr, das ein erweitertes Endstück, das als Verdampfer dient und Seitenöffnungen zum Austritt der Ma-
DE19732321495 1973-04-27 Verfahren zur Behandlung von flüssigem Roheisen durch Magnesium in Behältern und Einrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens Expired DE2321495C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US391252A US3880411A (en) 1973-08-24 1973-08-24 Device for treatment of molten cast iron in vessels

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2321495A1 DE2321495A1 (de) 1974-11-07
DE2321495B2 true DE2321495B2 (de) 1976-04-01
DE2321495C3 DE2321495C3 (de) 1976-11-25

Family

ID=

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2904925A1 (de) * 1979-02-09 1980-08-21 Inst Tschernoj Metallurg Verfahren zur behandlung von fluessigem roheisen in behaeltern

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2904925A1 (de) * 1979-02-09 1980-08-21 Inst Tschernoj Metallurg Verfahren zur behandlung von fluessigem roheisen in behaeltern

Also Published As

Publication number Publication date
US3880411A (en) 1975-04-29
FR2227326B1 (de) 1976-11-12
FR2227326A1 (de) 1974-11-22
SE381283B (sv) 1975-12-01
DE2321495A1 (de) 1974-11-07
BE798224A (fr) 1973-10-15
SE7405228L (sv) 1975-10-20

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1941282A1 (de) Verfahren zur Veredelung von Stahl durch Umschmelzen in einem Plasma-Lichtbogen
DE2807527C3 (de) Verfahren zum Impfen oder Veredeln von Metallschmelzen
DE1922680A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Giessen von Metallen,insbesondere von Stahl,in Kokillen
AT390083B (de) Verfahren zum ausruesten eines giessgefaesses fuer eine gasbehandlung einer metallschmelze, verfahren zum behandeln von metallschmelze in einem so ausgeruesteten gefaess sowie vorrichtung zum behandeln von metallschmelze in einem giessgefaess
DE2321495B2 (de) Verfahren zur behandlung von fluessigem roheisen durch magnesium in behaeltern und einrichtung zum durchfuehren dieses verfahrens
WO1979000481A1 (fr) Procede, dispositif et moyen pour le traitement de fer en fusion avec un metal alcalin ou un metal alcalino-terreux
DE2633025C2 (de) Verfahren zur Modifizierung von Roheisen
DE2321495C3 (de) Verfahren zur Behandlung von flüssigem Roheisen durch Magnesium in Behältern und Einrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens
DE2558263B2 (de) Verfahren zur Behandlung von flüssigem Roheisen durch Magnesium
DE2455029A1 (de) Schmelzenpfanne und verfahren fuer die herstellung von vakuumstahl
DE2801926C3 (de) Verfahren zum dosierten Einführen von Zusätzen in Metallschmelzen und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE2026780A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von rostfreiem Stahl
DE7811646U1 (de) Vorrichtung zur Zugabe von Pulver an Stahl während des Stranggießens
DE3850578T2 (de) Verfahren zum erzchargieren bei der schmelzreduktion.
DE2216121C3 (de) Verfahren zum Frischen von Hämatitroheisen
AT384242B (de) Verfahren zum abstechen bzw. abgiessen von metallschmelzen
AT399343B (de) Verfahren zur verminderung des gehaltes an verunreinigungen von heissem metall
DE1015609B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einbringen von feinkoernigen Zusatzstoffen unter die Oberflaeche von Metallschmelzen
AT218050B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stahl mit niedrigem P-Gehalt durch Frischen eines Eisenbades
DE2438711A1 (de) Abgussvorrichtung fuer schmelzen
AT204198B (de) Verfahren zum Gießen von Stahl
AT255461B (de) Verfahren und Frischgefäße zur Umwandlung von Roheisen in Stahl
DE2511297C2 (de) Verfahren zur Reinigung, Modifizierung und Temperaturerhöhung von Gußeisenschmelzen
AT204713B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Gießen von Blöcken u. dgl. aus Eisen oder Eisenlegierungen, insbesondere aus Stahl
DE1433651C (de) Verfahren zum Vergießen unberuhigt erstarrenden Stahles

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
8339 Ceased/non-payment of the annual fee