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DE2321084A1 - Verfahren zur halogenierung der oberflaechen von synthetischen und/oder natuerlichen gummimaterialien - Google Patents

Verfahren zur halogenierung der oberflaechen von synthetischen und/oder natuerlichen gummimaterialien

Info

Publication number
DE2321084A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rubber
pyridine
halogenating
synthetic
weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE2321084A
Other languages
English (en)
Inventor
Josephus Sychbertus Langerwerf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nederlandse Organisatie voor Toegepast Natuurwetenschappelijk Onderzoek TNO
Original Assignee
Nederlandse Organisatie voor Toegepast Natuurwetenschappelijk Onderzoek TNO
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nederlandse Organisatie voor Toegepast Natuurwetenschappelijk Onderzoek TNO filed Critical Nederlandse Organisatie voor Toegepast Natuurwetenschappelijk Onderzoek TNO
Publication of DE2321084A1 publication Critical patent/DE2321084A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J7/00Chemical treatment or coating of shaped articles made of macromolecular substances
    • C08J7/12Chemical modification
    • C08J7/126Halogenation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2321/00Characterised by the use of unspecified rubbers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatments Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)

Description

DlPL.-CHEM. JOACHIM DRESSLfcfl PATENTANWALT 5202 HENNEF, SIcQ I · ALLNER. ZUM '.ΥΕΙΚΘΑλΤΕΝ 11
den 25. April 1973 1024/73 Dr/gr
Nederlandse Organisatie voor Toegepast-Natuurwetenschappelijk Onderzoek ten behoeve van Nijverheid, Handel en Verkeer,
Juliana van Stolberglaan 148, HAAG (Niederlande)
"Verfahren zur Halogenierung der Oberflächen von synthetischen und/oder natürlichen Gummimaterialien"
Zus amraenfassung:
Gegenstand der Erfindung ist die Halogenierung von Gummimaterialien unter Verbesserung ihres Klebevermögens, dadurch, daß das Gummimaterial mit einem Halogendonator in Kontakt gebracht wird. Erfindungsgemäß besteht dieser Donator aus einer nicht angesäuerten Lösung von N-Halogensulfonamid und Pyridin.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Halogenierung der Oberflächen von synthetischen und/oder natürlichen Materialien, um diese Oberflächen mit Gummi oder anderen Materialien besser verkleben zu können.
Solche Verfahren sind bereits bekannt. Beispielsweise kann das Gummimaterial einige Minuten in eine angesäuerte Bleichlauge getaucht werden. Bei einer Anzahl von Gummi-
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Sorten ergeben sich jedoch keine zuverlässigen Erfolge* Die Verwendung einer Lösung von 2 bis 4 % Chlorgas in Tetrachlorkohlenstoff ist unzweckmäßig wegen der Toxizität und der korrodierenden Eigenschaften der Lösung.
Das Verfahren zur Halogenierung der Oberflächen von synthetischen und/oder natürlichen Gutnmimaterialien mittels eines Halogendonators, um diese Oberflächen mit Gummi oder anderen Materialien besser verkleben zu können, ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß eine nicht angesäuerte Lösung eines N-Halogen-sulfonamids der Formel
in der R = H oder CH3 und X =· H, Cl oder Br sind, in Gegenwart von Pyridin verwendet wird.
Geeignete Lösungsmittel sind Benzol, Toluol, Äthylacetat, Tetrachlorkohlenstoff, Tetrachloräthylen, tert. Butanol und ganz allgemein solche Lösungsmittel, die schwer zu halogenieren sind. Gemische von Lösungsmitteln sind ebenfalls verwendbar. Besonders vorteilhaft als Lösungsmittel ist eine Mischung aus Äthylacetat und tert. Butanol, beispielsweise 1 Gew.-Teil tert. Butanol auf 4 Gew.-Teile Äthylacetat. Vorzugsweise sollen die Lösungsmittel leicht flüchtig sein, da sie sonst auf der Gummioberfläche verbleiben, was für die weitere Behandlung unerwünscht ist.
Die Pyridinmenge beträgt - bezogen auf das fertige Gemisch - vorzugsweise 0,05 bis 20 Gew.%. Die Menge an N-Halogen-
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sulfonamid - bezogen auf das fertige Gemisch - liegt vorzugsweise zwischen 0,3 und 20 %. Bei Konzentrationen von mehr als 20 Gew.% beginnt die Halogenierungswirkung nachzulassen.
Bezüglich der Stabilität des erfindungsgemäßen Halogenierungsmittels läßt sich beobachten, daß die Lösung von N-Halogen-sulfonamid in den genannten Lösungsmitteln unter allen Bedingungen instabil ist und ihre Aktivität schnell nachlässt· Wenn die Lösung Pyridin enthält,ist sie jedoch sehr stabil. Für diesen Zweck sind einige Zehntel Gew.% an'Pyridin bereits ausreichend. Eine Erhöhung der Pyridinkonzentration über 15 Gew.% ist nicht erforderlich, weil die Haltbarkeit der Lösung dann bereits unbegrenzt ist und so die Halogenierungsaktivität für lange Zeit aufrecht erhalten bleibt. Mengen von 0,5 bis 12 Gew.% Pyridin erfüllen alle angemessenen Forderungen der Praxis bezüglich der Haltbarkeit der Lösung. Außerdem neigt die Halogenierungswirkung bei mehr als 20 Gew.% Pyridin dazu, sich zu vermindern.
Selbstvers&ndlich läßt sich die Haltbarkeit der N-Halogensulfonamid-Lösung durch Zugabe einer geringen Menge einer starken Base, wie beispielsweise Natriumhydroxid, erhöhen. Aber bereits eine sehr geringe Menge einer solchen Base (weniger als 0,1 Gew.%) scheint dazu zu führen, daß das Mittel seine Halogenierungswirkung verliert. Dieser Wirkungsverlust wurde dadurch festgestellt, daß ein Klebemittel sich sehr leicht von der mit diesem Mittel halogenierten Gummioberfläche ablöst. Ein Verfahren zur Bestimmung der Klebekraft ist in Techniquir _2 (1968) Seite 59 beschrieben.
Die Oberfläche, an die die Gummioberfläche geklebt wird, kann völlig anderer Art sein, vorausgesetzt, daß das Klebe-
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mittel an dieser Oberfläche selbst haftet. Soll Gummi mit Gummi verklebt werden, wird man vorzugsweise beide Oberflächen halogenieren. Weiterhin ist das Ankleben an Leder und synthetische Werkstoffe, wie beispielsweise Schuhmaterial, an Papier, Textilien, Plastik und dergleichen sehr gut möglich.
Der zu halogenierende Gummi kann kompakt sein, aber auch mikrozellular und sogar porös. Der Gummi kann vulkanisiert oder nicht vulkanisiert sein, wobei jedoch in der Praxis hauptsächlich vulkanisierter Gummi verwendet wird. Das Verfahren ist auch bei thermoplastischem Gummi anwendbar.
Sogleich nach dem Verdampfen des Lösungsmittels aus der aufgetragenen Lösung kann das Verkleben durchgeführt werden. Es wurde kein wesentlicher Unterschied festgestellt zwischen einer Gummioberfläche, die 1 Minute und einer solchen, die 1 Monat nach dem Halogenieren verklebt wurde. Gelegentlich kann es von einigem Vorteil sein, wenn unmittelbar vor dem Halogenieren die Gummioberfläche mit einer kleinen Menge eines Quellmittels, wie beispielsweise, Toluol, Hexan Äthylacetat, bedeckt wird. In einigen Fällen scheint dies sogar geboten zu sein· Es wurde jedoch gefunden, daß in solchen Fällen ebensogute oder noch bessere Ergebnisse erzielt wurden, wenn das Halogenierungsmittel mit etwas größerer Kraft eingerieben wurde·
Es ist bereits bekannt,. daß das Halogenieren von Gummioberflächen zum Anhaften aller Arten von Klebemitteln an der Gummioberfläche führt. In der Schuhindustrie ist es üblich, Klebemittel auf der Basis von Polyurethan oder Polychlorpropylen zu verwenden· Jedoch ergeben solche Mittel auf der Basis von Polyurethan eine bessere Halogenierung der Oberfläche.
— 5 —
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Eine sehr große Anzahl verschiedener Arten und Typen von Gummi sind untersucht worden, um den Unterschied zwischen der Klebung an behandelten und nicht behandelten Oberflächen zu bestimmen. In allen Fällen war die Klebung bei Gummioberflächen, die behandelt worden waren, wesentlich bis sehr viel besser als die Klebung an nicht behandelten oder an aufgerauhten Oberflächen. Viele dieser Proben wurden mit Halogenxerungsmxschungen durchgeführt, die eine 10 Gew.%-ige Lösung von N-Monochlor-sulfonamid und 1,0 bis 10,0 Gew.% Pyridin enthielten, wobei das ganze in einer Mischung von 20 Gew.% tert. Butanol und 80 Gew.% Äthylacetat gelöst war. Die Stärke der Klebeverbindungen variierte in einer Anzahl von Fällen zwischen 110 und 150 N/cm Streifenlänge. Diese Schwankung ist kein Ergebnis der Pyridinmenge, sondern der Schwankung der Stärke des Gummis.
Es ergibt kaum einen Unterschied, ob der Gummi zuvor aufgerauht worden war oder nicht, weshalb das Aufrauhen praktisch unterlassen wurde.
N-Chlor- wie auch N-Brom-sUlfonamide können als Halogendonatoren verwendet werden; die Chlorverbindung ist billiger und daher wurde diese bei den meisten Proben verwendet.
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Claims (5)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Halogenierung der Oberflächen von synthetischen und/oder natürlichen Gummimaterialien mit einem Halogendonator, um diese Oberflächen an Gummi oder andere Materialien besser kleben zu können, dadurch gekennzeichnet, daß eine nicht angesäuerte Lösung eines N-Halogen-sulfonamids der allgemeinen Formel
in der R=H oder CH3 und X=H, Cl oder Br sind, ■ , ■
in Gegenwart von Pyridin verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß - bezogen auf die fertige Lösung - die Menge des N-Halogen-sulfonamids 0,3 bis 50, vorzugsweise weniger als 20 Gew.% beträgt.
3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß - bezogen auf die fertige Lösung - die Pyridinmenge 0,05 bis 20, vorzugsweise 0,5 bis 12 Gew.% beträgt.
4. Manufakturwaren, die vollständig oder teilweise aus Gummi bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Klebeverbindung einer Gummioberfläche aufweisen, die gemäß dem Verfahren nach einem der vorstehenden Patent—
■ ansprüche behandelt worden ist.
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5. Mittel zur Durchführung des Verfahrens nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es in einem schwer oder gar nicht halogenierbaren organischen Lösungsmittel 0,3 bis 20 Gew.% eines N-HaIogen-sulfonamids der allgemeinen Formel (1) und 0,05 bis 20 Gew.% an Pyridin enthält.
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DE2321084A 1972-04-26 1973-04-26 Verfahren zur halogenierung der oberflaechen von synthetischen und/oder natuerlichen gummimaterialien Pending DE2321084A1 (de)

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DE2321084A Pending DE2321084A1 (de) 1972-04-26 1973-04-26 Verfahren zur halogenierung der oberflaechen von synthetischen und/oder natuerlichen gummimaterialien

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US (1) US3845031A (de)
AT (1) AT325851B (de)
BE (1) BE798671A (de)
CA (1) CA984570A (de)
CH (1) CH573974A5 (de)
DE (1) DE2321084A1 (de)
ES (1) ES413962A1 (de)
FR (1) FR2182058B1 (de)
GB (1) GB1376861A (de)
IT (1) IT991569B (de)
NL (1) NL7205638A (de)
ZA (1) ZA732833B (de)

Also Published As

Publication number Publication date
CH573974A5 (de) 1976-03-31
IT991569B (it) 1975-08-30
ZA732833B (en) 1974-04-24
FR2182058A1 (de) 1973-12-07
BE798671A (nl) 1973-10-25
FR2182058B1 (de) 1977-12-30
GB1376861A (en) 1974-12-11
ES413962A1 (es) 1976-02-01
AT325851B (de) 1975-11-10
NL7205638A (de) 1973-10-30
ATA365373A (de) 1975-01-15
US3845031A (en) 1974-10-29
CA984570A (en) 1976-03-02

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