DE2320044C3 - Vorrichtung zum Reinigen der Innenflächen von Behältern und Rohren aller Art - Google Patents
Vorrichtung zum Reinigen der Innenflächen von Behältern und Rohren aller ArtInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen der Innenflächen von Behältern und Rohren aller
Art, bestehend aus einer als Zuflußstutzen für Reinigungsflüssigkeit ausgebildeten feststehenden hohlen
Achse und einem Düsenkopf mit zumindest einer Rotationsdüse, welcher bei Beaufschlagung der Rotations- <>5
düse mit Reinigungsflüssigkeit auf der hohlen Achse umläuft, und aus einer von dem umlaufenden Düsenkopf
angetriebenen koaxial dazu angeordneten Flüssigkeitspumpe, welche einen eigenen, über eine einstellbare
Drosselstelle geführten Flüssigkeitskreislcuf aufweist.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art trägt ein
feststehender Zuflußstutzen für Reinigungsflüssigkeit den umlaufenden Düsenkopf. Der Zuflußstutzen ist aus
mehreren Teilen zusammengesetzt und unter Zwischenschaltung einer Nippelverbindung an ein besonders
gestaltetes Gehäuse angeschlossen. In diesem Gehäuse ist eine drehbar gelagerte Hohlwelle angeordnet,
welche zugleich praktisch Lagerwelle für den Düsenkopf ist. Dazu ist der Düsenkopf unter Zwischenschaltung
von Kegelrädern auf dem Gehäuse abgestützt. Darüber hinaus treten die Strahlen der Reinigungsflüssigkeit
parallel zur Längsrichtung der Hohlwelle bzw. des Zuflußtstutzens aus, wodurch zusätzliche Umlenkglieder
erforderlich werden. Tatsächlich wird bei dieser bekannten Reinigungsvorrichtung eine verhältnismäßig
kompiizierte Bauweise verwirklich!. .So is! zunächst
eine aufwendige Lagerung für die mittig angeordnete Hohlwelle erforderlich, welche einerseits die Funktion
einer Lagerwelle für den Düsenkopf, andererseits die Funktion einer Antriebswelle für die Flüssigkeitspumpe
erfüllt. Aber nicht nur die Lagerung der Hohlwelle ist verhältnismäßig kompliziert, sondern auch die Montage
der Flüssigkeitspumpe zwischen Zuflußstutzen und umlaufendem Düsenkopf, die zu einem verhältnismäßig
großen Durchmesser der Vorrichtung führt. Hinzu kommt, daß eine orthogonal zur Längsachse der Hohlwelle
erfolgende Rotationsbewegung der Rotationsdüsen angestrebt wird, um unter Zwischenschaltung des
Kegelradgetriebes den Umlauf der Hohlwelle und damit den Antrieb der Flüssigkeitspumpe zu erreichen.
Zwangsläufig kragen daher die Rotationsdüsen bei der bekannten Ausführungsform aus dem Düsenkopf vor
und vergrößern den Gesamtdurchmesser der Vorrichtung noch weiter. Folglich läßt sich schon deshalb keine
geschlossene und kompakte Bauform mit extrem kleinen Außenmaßen erreichen (vgl. DT-OS 20 31 766).
Es ist auch schon eine Reinigungsvorrichtung bekannt, welche im wesentlichen aus zwei koaxialen
Rohrabschnitten mit in den Rohrmänteln angeordneten Durchtriltsöfffnungen für die Reinigungsflüssigkeit aufgebaut
ist. Dabei ist der äußere Rohrabschnitt unter Bildung eines Ringzwischenraumes drehbar um den inneren
Rohrabschnitt gelagert. Insoweit bilden die Durchtrittsöffnungen in dem Mantel des äußeren Rohrabschnittes
gleichsam ebenfalls Rotationsdüsen. In diesem Fall ist jedoch eine Flüssigkeitspumpe zur Drehzahlregulierung
bzw. Regulierung der Umlaufgeschwindigkeit nicht vorgesehen (vgl. FR-PS 46 749).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Reinigen der Innenflächen von Behältern
und Rohren aller Art der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, die sich durch besonders einfache, kompakte
und geschlossene Bauweise mit extrem kleinen Außenmaßen, und zwar besonders hinsichtlich ihres
Außendurchmessers, auszeichnet und dennoch unter extremen Betriebsbedingunen hinsichtlich Druckbereich
und Umlaufgeschwindigkeit einwandfrei arbeitet. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß in Verlängerung an den umlaufenden Düsenkopf an seiner der hohlen Achse abgewandten Seite ein
mit dem Düsenkopf umlaufend angetriebenes Pumpengehäuse und an die feststehende hohle Achse ein demgegenüber
feststehendes inneres Teil der Flüssigkeitspumpe drehfest angeschlossen ist, daß die Ausströmrichtung
der Rotationsdüse im wesentlichen quer zur
hohlen Achse verläuft und daß der Düsenkopf auf Dichtringen aus einem mit Polytetrafluoräthylen imprägnierten
Garngeflecht, z. B. gepreßten und gebleichten
Garngeflecht, und zugeordneten Stützringen umläuft.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird in besonders vorteilhafter Weise zunäcrst einr besonders
einfache Bauweise vt> wl, Glicht, v.ci! der n'Kenkopf unmittelbar
auf der hohlen Achse umläuft und damit die an den Düsenkopf in seiner Verlängerung bzw. Hintereinander-Anordnung
angeschlossene Flüssigkeitspumpe. Dabei stehen die hohle Achse und das daran angeschlossene
innere Teil der Flüssigkeitspumpe fest, so daß mit dem Umlauf von Düsenkopf und Pumpengehäuse
zugleich das Reinigen der Innenflächen des betreffenden Behälters oder Rohres erfolgen kann. Darüber
hinaus ist von Vorteil, daß zugleich eine kompakte und geschlossene Bauform verwirklich! werden kann,
welche einen extrem kleinen Außendurchmesser zuläßt, so daß die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung
zum Einführen selbst in kleinste Eindringöffnungen geeignet ist. Wegen der langgestreckten Bauweise
mit der fliegenden Lagerung von Düsenkopf und Flüssigkeitspumpe am anschlußseitigen Ende der Vorrichtung
ist die besondere Art der Lagerung von Bedeutung, zumal hohe Drücke und Drehzahlen angestrebt
sind. Es handelt sich dabei praktisch um eine Gleitringdichtung. Überraschenderweise hat sich herausgestellt,
daß sich die bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehenen Dichtringe durch extreme Volumenbeständigkeit
auszeichnen. Dadurch ist bei hohen und höchsten Druckdifferenzen eine einwandfreie Abdichtung
gewährleistet, insbesondere wird der Innendruck mit zum Anpressen der Dichtringe und damit zum Abdichten
herangezogen. Tatsächlich ist die Gleitringdichtung der erfindungsgemäßen Vorrichtung auch
noch bei extremen Betriebsbedinungen funktionstüchtig, z. El. in Druckbereichen bis zu 750 bar, in Temperaturbereichen
bis zu 3000C und bei Umlaufgeschwindigkeiten bis zu 0,5 m/sec. Da die Dichtringe darüber hinaus
zwischen Stützringen eingebettet sind, übernimmt die so ausgebildete Gleitringdichtung Lagerfunktion
für den Düsenkörper auf der hohlen Achse. Im ganzen entsteht eine besonders einfache und funktionsgerechte
Reinigungsvorrichtung.
Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind im folgenden aufgeführt. So kann
vorgesehen sein, daß der Düsenkopf in an sich bekannter Weise eine die hohle Achse im Bereich von Durchtrittsöffnungen
für die Reinigungsflüssigkeit unter Zwischenschaltung von Dichtungsmitteln umgebende Verteilerkammer
aufweist, mit der sich zwei diametral gegenüberliegende und tangential angeordnete Rotationsdüsen
über Radialkanäle verbunden sind. Die Tangentialanordnung der Rotationsdüsen sorgt dabei für
den Umlauf des Düsenkopfes, über den auch die Flüssigkeitspumpe angetrieben wird. Die Rotationsdüsen
können als Rundstrahldüsen ausgeführt und in tangentiale Bohrungen des Düsenkopfes eingesetzt sein. Ferner
sind in die tangentialen Bohrungen Verlängerungsrohre von z. B. 100 bis 250 mm einsetzbar, wenn nämlich
die Innenflächen von Behältern oder Rohren größerer Weiten gereinigt werden sollen. Im übrigen ist
vorgesehen, daß das P'jmpengehäuse auf den Düsenkopf
und die Flüssigkeitspumpe in den Düsenkopf unter Zwischenschaltung von Dichtungsmitteln auf- bzw.
eingeschraubt ist. Besondere Bedeutung kommt auch dem Vorschlag zu, wonach das Pumpengehäuse und
der Düsenkopf gleichen Düivimicsser aufweisen, so
daß die gesamte erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung eine gleichsam bombenförmige und daher einführungsleichte
Bauform besitzt.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer lediglich
ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Reinigen der Innenflächen von Behältern und Rohren im
Axialschnitt und
F i g. 2 einen Querschnitt durch den Gegenstand der
F i g. 1 gemäß Linie A-A.
In den Figuren ist eine Vorrichtung zum Reinigen der Innnenflächen von Behältern und Rohren aller Art
dargestellt, die in ihrem grundsätzlichen Aufbau aus einer als Zuflußstutzen für Reinigungsflüssigkeit ausgebildeten
feststehenden hohlen Achse 1 und einem Düsenkopf 2 mit zumindest einer Rotationsdüse 3, welcher
bei Beaufschlagung der Rotationsdüse 3 mit Reinigungsflüssigkeit auf der hohlen Achse I umliuft, besteht.
An der. umlaufenden Düsenkopf 2 ist koaxial ein mitumlaufendes Pumpengehäuse 4 und eine darin angeordnete
Flüssigkeitspumpe 5, an die feststehende hohle Achse 1 ist koaxial ein feststehendes inneres Teil
6 der Flüssigkeitspumpe 5 drehfest angeschlossen, wobei die Flüssigkeitspumpe 5 einen eigenen über eine
einstellbare Drosselstelle 7 geführten Flüssigkeitskreislauf aufweist. Der Düsenkopf 2 besitzt eine die hohle
Achse I im Bereich von Durchtrittsöffnungen 8 für die Reinigungsflüssigkeit unter Zwischenschaltung von
Dichtungsmitteln umgebende Verteilerkammer 9, mit welcher zwei sich diametral gegenüberliegende und
tangential angeordnete Rotationsdüsen 3 über Radialkanäle 10 verbunden sind. Die Dichtungsmittel bestehen
aus vor und hinter den Durchtrittsöffnungen 8 angeordneten Dichtringen 11 und diesen zugeordneten
Stützringen 12, die zugleich Lagerfunktion für den Düsenkopf 2 auf der Trägerwelle 1 übernehmen, wobei die
Dichtringe 11 aus einem mit Polytetrafluoräthylen imprägnierten Garngeflecht, z. B. gepreßten und gebleichten
Seidengarn-Geflecht, bestehen. Die Rotationsdüsen 3 sind als Rundstrahldüsen ausgeführt und in tangentia-Ie
Bohrungen 13 des Düsenkopfes 2 eingesetzt. In die tangentialen Bohrungen 13 können zusätzlich Verlängerungsrohre
eingesetzt werden, was nicht dargestellt ist. Das Pumpengehäuse 4 ist auf den Düsenkopf 2
und die Flüssigkeitspumpe 5 in den Düsenkopf 2 unter Zwischenschaltung von Dichtungsmitteln !4 auf- bzw.
eingeschraubt. Pumpengehäuse 4 und Düsenkopf 2 weisen den gleichen Durchmesser auf. Die Drosselstelle 7
besitzt ein Drosselventil 15. Dieses Drosselventil 15 ist von außen mittels einer Stellschraube 16 gegebenenfalls
unter Zwischenschaltung eines axial geführten Jochs 17 betätigbar.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Reinigen der Innenflächen von Behältern und Rohren aller Art, bestehend aus
einer als Zuflußstutzen für Reinigungsflüssigkeit ausgebildeten feststehenden hohlen Achse und
einem Düsenkopf mit zumindest einer Rotationsdüse, welcher bei Beaufschlagung der Rotationsdüse
mit Reinigungsflüssigkeit auf der hohlen Achse umläuft, und aus einer von dem umlaufenden Düsenkopf
angetriebenen, koaxial dazu angeordneten Flüssigkeitspumpe, welche einen eigenen, über eine
einstellbare Drosselstelle geführten Flüssigkeitskreislauf
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in Verlängerung an den umlaufenden Düsenkopf
(2) an seiner der hohlen Achse (1) abgewandten Seite ein mit dem Düsenkopf (2) umlaufend
angetriebenes Pumpengehäuse (4) und an die feststehende hohle Achse (1) ein demgegenüber
feststehendes inneres Teil (6) der Flüssigkeitspumpe (5) drehfest angeschlossen ist, daß die Ausströmrichtung
der Rotationsdüse im wesentlichen quer zur hohlen Achse (1) verläuft und daß der Düsenkopf
(2) auf Dichtringen (11) aus einem mit Polytetrafluoräthylen
imprägnierten Garngeflecht, z. B. gepreßten und gebleichten Garngeflecht, und zugeordneten
Stützringen (12) umläuft.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Düsenkopf (2) in an sich bekannter
Weise eine die hohle Achse (1) im Bereich von Durchtrittsöffnungen (8) für die Reinigungsflüssigkeit
unter Zwischenschaltung von Dichtungsmitteln umgebende Verteilerkammer (9) aufweist, mit der
zwei sich diametral gegenüberliegende und tangential angeordnete RotationsJüsen (3) über Radialkanäle
(10) verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rotationsdüsen (3) als
Rundstrahldüsen ausgeführt und in tangentiale Bohrungen (13) des Düsenkopfes (2) eingesetzt sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in die tangentialen
Bohrungen (13) Verlängerungsrohre einsetzbar sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Pumpengehäuse
(4) auf den Düsenkopf (2) und die Flüssigkeitspumpe (5) in den Düsenkopf (2) unter Zwischenschaltung
von Dichtungsmitteln (14) auf- bzw. eingeschraubt ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 'bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Pumpengehäuse
(4) und der Düsenkopf (2) gleichen Durchmesser aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732320044 DE2320044C3 (de) | 1973-04-19 | Vorrichtung zum Reinigen der Innenflächen von Behältern und Rohren aller Art |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732320044 DE2320044C3 (de) | 1973-04-19 | Vorrichtung zum Reinigen der Innenflächen von Behältern und Rohren aller Art |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2320044A1 DE2320044A1 (de) | 1974-10-31 |
| DE2320044B2 DE2320044B2 (de) | 1975-09-11 |
| DE2320044C3 true DE2320044C3 (de) | 1976-04-15 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102009050294A1 (de) * | 2009-10-16 | 2011-05-05 | Panciera, Mirko | Vorrichtung zum Trocknen und/oder Reinigen von Gegenständen |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102009050294A1 (de) * | 2009-10-16 | 2011-05-05 | Panciera, Mirko | Vorrichtung zum Trocknen und/oder Reinigen von Gegenständen |
| DE102009050294B4 (de) * | 2009-10-16 | 2014-09-11 | Mirko Panciera | Vorrichtung zum Trocknen und/oder Reinigen von Gegenständen |
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