-
Flachsclllüssels insbesondere für Kraftfahrzeuge Die Erfindung bezieht
sich auf einen Flachschlüssel in Hammerform, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit
spiegelbildlich gleichem Profil auf beiden Flachseiten. Derartige Schlüssel werden
Wendesciilüssel genannt, weil sie in einer der Schlitzerstreckung entsprechenden
Lage in das Kanalprofil des Schlosses eingesteckt und nach Wenden um 1800 in gleicher
Weise in das I.analprofil des Schlosses eingesteckt werden können, da die Profile
auf den beiden Flachseiten der Schlüssel und die Einkerbungen an den anderen beiden
Seiten der Schlüssel symmetrisch zueinander angeordnet sind, Der bisher bekannte
und verwendete Wendeschlüssel wurde aus drei Teilen hergestellt: aus dem eigentlichen
Schlüssel mit dem Schlüsselschaft mit dem Anschlag und dem Kopf in Ilammerform,
der aus Stahl hergestellt war, einem Kunststoffkopf,
in den der
Schlüssel mit dem Schlüsselschaft zuerst eingesteckt wurde, bis der Hammerkopf im
Inneren des Kunststoffkopfes einen Anschlag fand, und einem auch noch in den Kunststoffkopf
nach dem eigentlichen Schlüssel eingeschobenen Schieber, der zur Verriegelung der
drei Teile im Kunststoffkopf einrastete.
-
Derartige Schlüssel hatten die Nachteile, daß sie aus sprödem Schlüsselmaterial
hergestellt werden mußten, das bei ungeschickter handhabung leicht abbrechen konnte.
-
Weiterhin mußten die Längsnuten in dem Schlüselmaterial, um das Schlüsselprofil
zu bekommen, in Frasoperationen hergestellt werden. Dabei kam es zu einem sehr hohen
Fräserverbrauch und nach dem Auswechseln der Fräser zu aufwendigen Maschineneinstellungsarbeiten.
Dem Schlüsselprofil mußten aus diesem --Grunde entsprechende Toleranzen zugestanden
werden. Da das Schlüsselmaterial nach dem Profilfräsen vernickelt wurde, waren die
anschließend hergestellten Sehlüsselkerben ohne Nickelschutz und die Nickelschicht
der Flachseiten kann, durch das Einkerben verletzt, leicht abblättern und zu Störungen
im Schlüsselkanal führen. Außerdem hatten die bisher verwendeten Schlüssel den Nachteil,
daß relativ viel Material für einen Schlüssel benötigt wurde, daß der ganze Schlüssel
aus mehreren Teilen bestand und zum Zusammenbau sowie zur Herstellung zu viel Herstellungs-
und Montagezeit benötigt wurde.
-
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Herstellung derartiger
Schlüssel zu vereinfachen und zu verbilligen,
dieselben aus weniger
Material herzustellen und weniger @eile für ihre herstellung zu benötigen. Schließlich
ist es auch Aufgabe der Erfindung, die Montage der Schlüssel zu vereinfachen und
wirtschaftlicher zu gestalten. Diese Aufgaben werden durch die Erfindung dadurch
gelöst, daß der Schlüsselschaft mit dem hammerförmigen Kopf aus einem mit Nuten
gezogenen, der Breite des Hammerkopfes entsprechenden Profil hergestellt und mit
dem Hammerkopf in einen, vorzugsweise im Druckgußverfahren hergestellten Schlüsselkopf
eingesetzt ist. Der Schlüsselkopf selbst @ann dabei aus Alunsinium- oder Zinkdruckguß
mit vorgegossenem, fiir die Linfiihrung des Hammerkopfes bestimmten Profilloch bestehen.
Druch die Verwendung von Aluminium- oder Zinkdruckguß für den Schlüsselkopf ist
es auch möglich, den Hammerkopf mit geringerer seitlicher Ausdehnung als bisher
herzustellen und ein gezogenes Naterial zu verwenden, drs von vorneherein der Breite
des Hammerkopfes entspricht, also geringere Breitenausdehnungen hat als das bisher
verwendete Material.
-
Ini übrigen kann der Hammerkopf beidseits Einschnitte aufweisen, in
die nach dem Einsetzen des Hammerkopfes in den Schlüsselkopf Material desselben
eingedrückt wird, um den Hammerkopf gegen Herausziehen aus dem Schlüsselkopf zu
sichern.
-
Um die Unfallgefahr durch Anstoßen des Fahrers am Schlüssel -ZU vermindern,
kann der Schlüsselkopf abgerundet sein und eine Sollbruchstelle aufweisen.
-
In der Zeichnung ist zunächst ein bisher verwendeter Schlüssel und
dem gegenübergestellt ein Schlüssel gemäß der Erfindung dargestellt. Es zeigen .
-
Fig. 1 Teile eines bisher verwendeten Sclllüssels, Fig. 2 einen Abschnitt
des zur Schlüsselherstellung verwendeten aus Edelstahl gezogenen Profils mit eingezeichneten
Grenzen für das abzustanzende Naterial, Fig. , den eigentlicllen gestanzten Schlüssel
und den Schlüsselkopf in Explosionsdarstellung, Fig. 4 den fertig zusammengesetzten
Schlüssel.
-
Die bisher verwendeten Schlüssel wurden gema. Fig. 1 aus drei Teilen
zusammengesetzt, dem eigeiitlichen Schlüssel 1 aus sprödem Metall mit der Schaft
2 und dem Hammerkopf 3.
-
Für den eigentlichen Schlüssel mußte also verhältnismäßig breites,
der Breite des liammerkopfes 3 entsprechendes N-terial verwendet werden. @ Außerdem
mußten in den Scliaft auf jeder Seite jeweils zwei Nuten 4 eingefräst werden. Durch
den auf den Schlüsselsciiaft beim Fräsen notwendigerweise aufzubringenden Druck
kam es leicht zu Verkantungen, die zu Ungenauigkeiten bei der Schlüsselherstellun
führten.
-
Der fertige Schlüssel 1 wurde dann mit dem Schaft 2 voraus in einen
kunststoffkopf 5 so weit eingeschoben, bis der Hammerkopf 3 an der Wandung 6 des
kunststoffkopfes 5 einen Anschlag fand. In den gleichen Schlitz des Kunststoffkopfes
5, in den der Schlüssel 1 eingeschoben worden ist, wird nach dem Einschieben desselben
auch der Schieber 7 eingeschoben, der dieselbe Dicke wie der Schlüssel 1 hat. Der
Schieber
7 hat Nasen 8, die in entsprechende im Inneren des Kunststoffkopfes 5 vorgesehene
@erben 9 einrasten und somit die drei @eile fest zusammenhalten.
-
Nachteilig ist bei der herstellung des be@annten Schlüsseis insbesondere
die Anbringung der Nuten 4, die notwendige Breite für das Rohmaterial des Schlüssels,
die große Anzahl der verwendeten einzel@en Teile und die relativ aufwendige Montage
und die Anzahl der dazu benötigten Teile.
-
Erfindungsgemäß wird iiun der Schlüssel aus einem gezogenen Profilmaterial
11 hergestellt. Dies Material hat von vornherein das in Fig. 2 im Querschnitt 12
sichtbare Profil, das auch nach Fertigstellung des gesamten Schlüssels in der gleichen
Form fur den fertigen Schlissel verwendet wird.
-
Durch Stanzen worden nun dic Teile 13, 1-, 15 entfernt so daß die
in Fig. 3 dargestellte Form 16 des Schlüssels übrig blcibt. Diese Sciiiüsselform
hat zugleich den benötigten Hammerkopf 17, der in einen entsprechenden vorgegossenen
Schlitz 18 des Schlüsselkopfes 19 eingeschoben wird, der aus Ziiff- oder Aluminiumguß
hergestellt ist. Nach dem Zusammenschieben von Hammerkopf 17 und Schlüsselkopf 19
entsteht der in Fig. 4 dargestellte Schlüssel. Dieser weist noch Eindrückungen 21
auf, durch deren Eindrücken Material des Schlüsselkopfes 19 in die Ausnehmungen
14 und 15 eingedrückt worden ist, wodurch sichergestellt ist, daß der Hammerkopf
17 nicht mehr aus dem Schlitz 18 herausgezogen werden kann.
-
Durch diese frt der Herstellung des Schlüssels entfällt das Profilfräsen.
Das Profil kann mit einer größeren Genauigkeit
hergestellt werden.
Da der Schlüssel aus Edelstahl hergestellt ist, entfällt auch eine Oberflächenbehandlung
und damit eine durch galvanischen Aufschlag bedingte Ungenauigkeit. Dadurch, daß
der Hammerkopf schmaler gehalten werden kann als bei der bisher belcnnnten Art der
Schlüssel, gibt es auch weniger Abfallmaterial.
-
m Unfailfolgen zu verringern, kann der Schlüsselkopf beliebig gerundet
werden und eine Sollbruchstelle haben.
-
Der Hammerkopf Icnnn auch mit Kunststoff so umspritzt werden, daß
dieser dann den Schlüsselkopf bildet.