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Matrixdrucker Die Erfindung bezieht eich auf einen Mstrixdrucker,
der aus einem Druckkopf mit Einzeldruckelementen besteht, durch die die abzudruckenden
Zeichen mosaikartig zusammengesetzt werden und bei dem eine relative Bewegung zwischen
dem Druckkopf und der Druckunterlage erfolgt, um die Zeichen in Zeilenrichtung zusammen
- bzw. aneinander su setzen! Derartige Matrixdrucker, die auch unter der Bezeichnung
Nadeldrucker, Mosaikdrucker oder Drahtdrucker bekannt sind, weisen Drucknadeln bzw.
Druckdrähte auf, die übereinander und/oder nebeneinander oder aber auch in Matrixform
in einer Ftlhrungsschablone angeordnet sinda Allgemein üblich ist es, Jedes Druckseichon
aus S5 Druckpunkten zusammenzusetzen, wobei in einer senkrechten Reihe übereinander
sieben Sinzeldruckpunkte vorgesehen sind und fünf derartige Spalten hintereinander
den Abdruck eines Zeichens bewirken.
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Dabei ist es gleich, ob in einem Druckkopf 7 x 5 Nadeln vorgesehen
sind, die im Stande sind, ein Zeichen mit einem Abdruck darzustellen oder ob nur
7 Nadeln übereinander vorgesehen sind, die, in kleinen Schritten fortbewegt, 5 mal
hintereinander zum Abdruck gebracht werden und eo ein Zeichen aus 5 Einzelabdrücken
zusammengesetzt wird.
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Zum Antrieb der einzelnen Drucknadeln dienen Eloktromagnete, die entsprechend
dem abzudruckenden Zeichen erregt werden und die jeweils zugehörige Nadel vorschnellen
lassen. Da derartige Vtrixdrucker sehr schnell sind im Vergleich mit Typendruckern,
werden eie mehr und mehr im Zusammenwirken mit EDV-Anlagen benutzt.
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Kritisch bei derartigen Matrlxdruckern ist der Abstand der Austrittsebene
der Nadeln zu der zu beschriftenden Druckunterlage. 3ei zu geringem Abstand ist
die Durchschlagskraft der Nadeln sehr gering, so daß ein gut lesbarer Abdruck nur
schwer zu erzielen ist und eine Anfertigung von Kopien Schwierigkeiten bereitet.
Umgekehrt ist bei zu großem Abstand zwischen dem Druckkopf und der Druckunterlage
die Gefahr gegeben, daß nur ein Teil der vorschnellenden Nadeln die Druckunterlage
erreicht und so nur Teile der-zu druckenden Zeichen auf der Druckunterlage sichtbar
erscheinen. Bei den meisten Nadeldruckwerken wird ein Abstand-3wischen der Austrittsebene
der Nadeln und dem zu bedruckenden Papier von 0,4 - 0,6 mm angestrebt, wenn die
Druckfrequenz hoch sein soll, um einmal ein einwandfreien Abdruck auf der Druckunterlage
zu erreichen und zum anderen die gröBtmögliche Aufschlagkraft der Nadeln zu erzielen,
damit auch Durchschläge noch gut leserlich bei Bedarf miterstellt werden können.
Es gibt somit für Jede Druckworkausführung einen optimalen Abstand von der Nadelaustrittsebene
zur Druckunterlage (Nadelflugweg), der einen bestmöglichen Druck gewährleistet.
Besondere Schwierigkeiten treten bei Matrixdruckern dann auf, wenn neben der nacheinander
Formulare mit sehr unterschiedlicher Stärke bedruckt werden sollen, da der Druckkopf
in Abhängigkeit von der Dicke des zu beschriftenden Formulars im Hinblick auf den
Abstand der Austrittsebene der Nadeln zu der Druck unterlage vermindert werden muß.
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Es ist durch die Offenlegungsechrift 1 761 956 ein Kettendrucker bekannt
geworden, bei dem ein Abfuhlglied die Dicke eines Formulars abfühlt und entsprechend
dem gemessenen Wert das Druckwiderlager in seinem Abstand zu den Drucktypen so verstellt,
daß ein gewünschter Spalt zwischen der Formularoberfläche und sämtlichen Drucktypen
gebildet wird.
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Die Einrichtung ist sehi aufwendig, da ein elektrischer Verstellmotor
von mehreren Kontakten gesteuert, das Druckwiderlager
über die
gesamte Druckzeile verstellt, Somit ist es auch nicht möglich, bei verschiedener
Dicke der Druckunterlagen,im Bereich einer Druckzeile entsprechende mehrfache Verstellungen
des Spaltes durchzuführen.
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Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, das Bedrucken verschieden
starker Formulare zu ermöglichen, wobei der Abstand zwischen dem Druckkopf und der
Druckunterlage den optimalen Wert erhält,ohne daß er mit komplizierten Mittein oder
gar manuell - zwischen den DrucIcorgängen -verändert werden muß. Diese Aufgabe wird
bei der vorliegenden Erfindung durch die im Anspruch 1~festgelegten Merkmale gelöst.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen an einem Ausführungebeispiel
näher erläutert. Es zeigt die Fig. 1 in Seitenansicht die zur Erläuterung wesentlichen
Teile eines Matrixdruckers, Fig. 2 a-c Draufsichten in Richtung des Pfeiles X, die
verschiedene mögliche Stellungen des Druckkopfes zeigen und bei denen die sichtverdeckenden
Teile der Fig. 1 fortgelassen sind.
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In der Figur 1 ist mit D ein Nadeldruckkopf bezeichnet,.
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der fest auf einem Schlitten S sitzt, der seinerseits auf einem Tabulierschlitten
TS angeordnet, mit diesem über die gesamte Länge einer zu schreibenden Druckzeile
auf Gleitschienen G bewegt werden kann. Vor dem Druckkopf D ist eine Druckwalze
W als die Druckunterlage tragendes Teil vorgesehen, die gehäusefest ist und nur
die entsprechenden Zeilenschaltungen ausführt.
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Der Schlitten S ist seinerseits auf Gleitschienen GS zur Walze W hin
oder von ihr weg bewegbar. Eine Feder Z ist
bestrebt, den Schlitten
S zur Walze W hinzuziehen. Zwei M.bstandsglieder, nämlich Rollen Al und A2, begrenzen
die Bewegungen des Schlittens S zur Walze W hin.
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Bei dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sei
angenommen, dß der Druckkopf D vor einer stillstehenden Druckwalze W für die Druckunterlagen
über die Zeilenbreite waagerecht bewegt werden kann. Die Walze W, die die Druckunterlagea
aufnimmt und führt, steht somit still und dient ausser als iruckwi-derlage zum Einziehen
von Formularen zum Beispiel einem Journal J und für Zeilenschaltungen. Vor der Walze
W kann auch. eine plane Vorsteckeinrichtung eingeschwenkt werden, um nach dem Druck
auf dem von der Walze W geführten Journal J einen Abdruck in ein Sparbuch SB oder
eine ähnliche Vorlage zu ermöglichen.
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Mit noch besserem Erfolg kann auf einer Seite der Walze W eine Vorsteckeinrichtung
angeordnet sein, während auf der anderen Seite der Walze W das Journal J geführt
wird.
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Die Rolle Al ist mit ihrer Achse so auf dem Schlitten S fest eingestellt,.daß
sie, die Abstützung auf einer zu bedruckenden Unterlage SX, dann überninmt, wenn
diese dicker ist, als der-fUr optimal definierte Abstand des Druckkopfes D bzw.
dessen Austrittsebene für die Drucknadeln zur Oberfläche der Druckunterlage z.B.
0,4 mm.
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Dadurch wird ein einwandfreier Abdruck der Zeichen auf der Unterlage
SB gewährleistet. Bei Verschiebungen des Druckkopfes D in Zeilenrichtung rollt die
Rolle Al über die Druckuntorlage hinweg. Bei den Unterlagen SX handelt es sich in
vorliegendem Falle in der Hauptsache um Sparbücher, die in Heftform eine verschiedene
Dicke der gegenüberliegenden, aufgeklappten Seiten aufweisen, wie dies in Fig. 2a
dargestellt ist und weiter besteht das Problem, den Druckkopf D ohne Berührung mit
der Druckunterlage über die Mitte des Sparbuches mit dem Falzrand hinweg zu bewegen.
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Da, wie die Fig. 1 dies zeigt, die Rolle Al direkt unter der Austrittsebene
des Druckkopfes D vorgesehen ist, werden diese Probleme optimal gelöst. Die Rolle
Al erzeugt zusätzlich im Bereich der Druckstelle eine Andruckkraft, die, besonders
bei mehrlagigem Papier, die einzelnen Papierbahnen oder -Seiten satt aufeinanderliegen
last und somit für ein gutes Druckbild äußerst vorteilhaft ist.
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Anders liegen die Probleme beim Druck auf das Journal J oder andere
wesentlich dünnere Druckunterlagen als ein Sparbuch. Bei diesen werden meist Kopien
verlangt, die durch eingelegtes Kohlepapier oder die Verwendung von drucken empfindlichen
Papieren miterstellt werden. Hier würde die Rolle Al unerwünschte Querlinien auf
den Kopien erzeugen, so daß gewährleistet sein muß, daß beim Druck auf diese dünnen
Formulare, die Rolle Al nicht auf der Druckoberfläche anliegt bzw. über sie hinwegrollt.
Zur Lösung dieses Problems ist die Rolle A2 vorgesehen die beim Vorgehen des Schlittens
S zur Walze W hin, mit einer BUhrungsschiene F Berührung findet, wenn die Austrittsebene
der Nadeln des Druckkopfes D gegenüber der Druckunterlage den für das Druckwerk
optimalen Wert erreicht hat. Die Rolle A2 übersteuert somit die Rolle Al, sobald
nur dünne Formulare,wie beispielsweise das Journal J,sich vor dem Druckkopf D befinden.
Die Rolle Al hat dabei keine Berührung mit der Druckunterlage, wie dies die Fig.
2b deutlich zeigt. Außerdem ermöglicht es die Führungsschiene F mit der Rolle A2,
die Parallelität zwischen Druckunterlage und Druckschlitten unabhängig von Teile-
und Montagetoleransen genauestens einzustellen, was für die Schriftqualität ebenfalls
unerläf3lich ist.
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Durch die Rolle A7 ist somit der Druckkopfabstand automatisch der
jeweils vor dem Druckkopf D befindlichen Papierdicke angepasst, wobei diese sogar
von Zeichen zu
Zeichen variabel sein kann. Die Rolle A2 verhindert,
daß der Druckkopf D bei fehlendem oder sehr dünnen Formular J in BerUhrung mit der
Walze oder der dünnen Druckunterlage gelangen kann. Somit kann der Druckkopf D ungehindert
über die gesamte Zeilenbreite gefahren werden und es ist automatisch ebchergestellt,
das er sich stets in dem richtigen Abstand zur jeweiligen Druckunterlage befindet,
unabhängig davon, wie viele Druckunterlagen verschiedenster Dicke in der Druckzeile
vorhanden sind.
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Mit diesen den Abstand des Druckkopfes D festlegenden Einrichtungen
ist es möglich, das Journal J zuerst zu bedrucken und danach das Sparbuoh SB in
eine nicht dargestellte Vorsteckeinrichtung vor das Journal J zu stecken und dieselben
Werte nun in das Sparbuch SB zu drucken. Diese Reihenfolge kann natürlich auch umgekehrt
werden.
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Man kann bei breiteren Walzen W auch die Vorsteckeinrichtung an einer
Walzenseite vorsehen und das Journal J an der anderen Walzenseite, so wie dies eingangs
bereits angedeutet wurde. Somit läßt'sich mit demselben Ropf D zuerst das Sparbuch
SX und danach in der gleichen Druckzeile das Journal J bedrucken oder umgekehrt.
Es ist mit breiter Walze W weiterhin möglich, zwei Druokköpfe D vorzusehen, um mit
einem Kopf D das Sparbuoh XB und mit dem anderen das Journal J simultan zu bedrucken.
Dabei muß lediglich, der das Sparbuch SB bedruckende Kopf D mit den vorerwähnten
Einrichtungen S, Al, A2, F, GS und Z versehen sein, während der das Journal J bedruckende
Kopf D fest eingestellt ohne Bewegungsmdglichkeiten in Richtung zur Walze W - also
fest auf dem Tabulationsschlitten TS - angeordnet sein kann.
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Es versteht sich von selbst, daß in kinematischer Umkehrung, die Druckwalze
in Zeilenrichtung bewegbar sein kann, wie diee bei den meisten Schreibmaschinen
der Fall ist. Dann iat
der Kopf D in Zeilenrichtung unbeweglich
fest am Gehäuse so vorgesehen, als wäre das Teil TS ein Teil des Druckwerkgohäuser
Abschließend sei noch auf eine vorteilhafte Ausgestaltung derPt1hrungsschiene F
hingewiesen. Diese kann außerhalb des zu bedruckenden Teils der Zeile, also vor
dem Zeilenanfang und am Zeilenende, in Schrägbahnen auslaufen, die über die Rolle
A2 den Druckkopf D mit dem Sohlitten S so weit von der Walze W zurückziehen, daß
ein Vorsteoken oder ein Herausnehmen dickerer Formulare wesentlich erleichtert wird.
Dies zeigt die Fig. 2c.
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Außerdem werden in dieser zurückgezogenen Stellung des Druckkopfes
D Zeilenschaltungen durchgeführt, bei denen die sonst auf der Druckunterlage SB
aufliegende Rolle A1 stören würde.
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In einer besonderen Ausführungsform, bei der stets nur von links nach
rechts - wie bei der Schreibmaschine - gedruckt wird, ist eine nicht dargestellte
Klinke vorgesehen, die den Schlitten S in der zurückgezogenen Lage - während der
Rückführung des Schlittens S in die linke Anfangsstellung -festhält und erst dort
wieder freigibt. Dadurch vird ermöglicht, ein neues Sparbuch SB oder ein ähnlich
dickes neues Formular während des Rücklaufen des Schlittens S vorzustecken, ohne
daß die Rolle Al dabei stört.