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Zugfest Rohrverbindung Die Erfindung betrifft eine zugfeste Rohrverbindung
zwisehen einem Muffenende und einem glatten Rohrende.
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Bei Abflußleitungen in Gebäuden, insbesondere bei Abflußleitungen
für Regenwasser, ist mit Staudrücken#zu rechnen, die, vergleichbar mit Druckleitungen,
axiale Zugkräfte in den Abflußleitungen erzeugen. Man war aus diesem Grunde bisher
gezwungen, derartige Abflußleitungen mit Widerlagerkonstruktionen
zu
versehen. Letztere sind bei freier Leitungsführung in den Gebäuden wesentlich komplizierter
und aufwendiger als bei erdverlegten Druckleitungen, abgesehen davon, daß sich räumliche
Schwierigkeiten bei der Verlegung ergeben.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine zugfeste Rohrverbindung
zu schaffen, die eine Verwendung von Widerlagerkonstruktionen überflüssig macht.
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Zur Lösung dieser Aufgabe ist die zugfeste Rohrverbindung nach der
Erfindung gekennzeichnet durch eine auf das Muffenende aufsetzbare Spannschelle
mit daran befestigten Winkeln, deren freie Schenkel radial nach innen ragen und
durch eine auf das glatte Rohrende aufsetzbare Spannschelle mit daran befestigten
Winkeln, deren freie Schenkel radial nach außen ragen.
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Die Spannschellen werden derart montiert, daß die nach innen ragenden,
freien Schenkel derjenigen Winkel, die an der Spannschelle für das Muffenende befestigt
sind, über die nach außen ragenden freien Schenkel derjenigen. Winkel greifen; die
an der Spannschelle für das glatte Rohrende sitzen. Nach dem Festziehen der Spannschellen
ergibt sich
auf diese Weise eine sehr sichere axiale Verriegelung
zwischen dem Muffenende und dem glatten Rohrende. Dabei ist die gesamte Konstruktion
äußerst einfach und wirtschaftlich in der Herstellung und läßt sich darüber hinaus
mühelos montieren, Durch das Übereinandergreifen der freien Schenkel der Winkel
kann ein bestimmtes Maß an Beweglichkit der Rohrveroindung hergestellt werden Ein
weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Rohrverbindung liegt darin, daß der in die
Muffe eingelegte Dichtring von den vor der Stirnfläche der Muffe sitzenden freien
Schenkel der Winkel gegen ein Herausrutschen oder -drücken gesichert wird. Der Dichtring
wird also auch dann festgehalten, wenn Wasserschläge von erheblicher Kraft auftreten.
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Es hat sich herausgestellt, daß die erfindungsgemäße zugfeste Rohrzerbindung
ohne weiteres stoßartigen Innendrückalin der Größenordnung von 6o m Wassersäule
standzuhalten vermag.
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Die Festigkeit der Rohrverbindung hängt u.a. von der Anzahl der Winkel
ab. Die Anzahl kann je nach den Anforderungen frei gewählt werden, jedoch sollten
möglichst mindestens zwei Winkel Verwendung finden.
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Weiterhin hängt die Zugfestigkeit von der Güte des Reibschlusses
zwischen den Spannschellen und den Rohraußenflächen ab. Um diesen Reibschluß möglichst
günstig zu gestalten, sind die Winkel vorzugsweise auf den Außenflächen der Spannschellen
befestigt. Damit stehen die gesamten Innenflächenbereiche der Spannschellen für
den Reibschluß zur Verfügung. Zur weiteren Verbesserung der Haftung schlägt die
Erfindung vor, daß an den Innenflächen der Spannschellen ein perforierter Federbandstahlstreifen
mit Raspelung befestigt ist.
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Die Spannschellen können aus einem Stück bestehen.
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Vorteilhafterweise sind sie jedoch zwei- oder mehrteilig ausgebildet.
Letzteres bietet die Möglichkeit, bereits bestehende Rohrverbindungen zugfest zu
machen. Dies ist von großer Bedeutung, da die gebräuchlichen Widerlagerkonstruktionen
versagen können und es dann erforderlich wird, nachträglich eine Möglichkeit zur
Übertragung von axialen Zugkräften zu schaffen.
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daB mindestens
einer der Winkel an den Seiten seines freien Schenkels abstehende Vorsprünge trägt.
Diese Vorsprünge legen sich im montierten Zustand an die Seiten des zugeilörigen,
an der anderen Spannschelle befestigten Winkels
an und schaffen
auf diese Weise eine Verdrehsicherung.
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Das glatte Rohr wird also torsionsfest mit dem Muffenrohr verbunden,
und es besteht keine Möglichkeit, daß sich die Rohrverbindung durch eine Relativdrehung
entkuppelt.
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Gleiches erreicht man, wenn, wie es nach der Erfindung vorgeschlagen
wird, mindestens zwei Winkel an zwei unterschiedlichen Seiten ihrer freien Schenkel
jeweils einen abstehenden Vorsprung tragen.
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Vorzugsweise sind die Winkel an ihren Krümmungsstellen mit einer
Sicke versehen. Dieses Merkmal verleiht den Winkeln einen höheren Widerstand gegen
Aufbiegen und trägt somit zur Verfestigung der Rohrverbindung bei.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
im Zusammenhang mit der beiliegenden Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt
in: Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Rohrverbindung; Fig. 2 einen Schnitt
durch eine Spannschelle; Fig. 5 eine abgebrochene perspektivische Ansicht von zwei
übereinandergreifenden Winkeln;
Fig. 4 eine abgebrochene Seitenansicht
eines Winkels.
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Nach Fig. 1 besteht die Rohrverbindung aus einem Muffenende 1 und
einem glatten Rohrende 2, die ineinandergesteckt sind.
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Das Muffenende 1 trägt eine Spannschelle ), und das glatte Rohrende
2 eine Spannschelle 4. Auf der Außenfläche der Spannschelle 9 sitzen Winkel 5, von
denen lediglich einer dargestellt ist. Ein freier Schenkel bades Winkels 5 ragt
vor der Stirnfläche des Muffenendes radial nach innen und übergreift einen radial
nach außen rageriden freien Schenkel 7 eines Winkels 8, welcher auf der Außenfläche
der Spannschelle 4 befestigt ist. Der gegenseitige Eingriff der Winkel schafft eine
zugfeste Verbindung zwischen dem Muffenende 1 und dem glatten Rohrende 2, Außerdem
sorgen die Winkel dafür, daß eine in das Muffenende eingeschobene Dichtung am Herausquetschen
oder -rutschen gehindert wird.
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Um die Haftung zwischen den Spannschellen und den Rohraußenflächen
zu erhöhen, tragen die Spannschellen auf ihren Innenflächen einen Federbandstahlstreifen
9 mit Raspelung.
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Dies ergibt sich aus#der Schnittdarstellung gemäß Fig. 2 im Zusammenhang
mit der Spannschelle ).
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Fig. v zeigt eine Möglichkeit zur Herstellung einer drehfesten Rohrverbindung.
Der Winkel 8 trägt an den Seiten seines freien Schenkels 7 abstehende Vorsprünge
lo, von denen
e freie Schenkel des Winkels 5 U-förmug umgriffen
wird.
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Damit läßt sich eine selbsttätige Entkuppelung der Rohrveroindung
vermeiden.
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#bweichend von dieser Anordnung besteht die Möglichkeit, den dinkel
8 beispielsweise nur an der rechten Seite mit einem Vorsprung zu versehen und einen
weiteren Vorsprung an der linken Seite eines anderen Winkels 8 anzuordnen.
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Auch kann man die Konstruktion dahingehend umdrehen, daß der Winkel
5 mit Vorsprüngen versehen wird, die dann den freien Schenkel des Winkels 8 U-förmig
umgreifen.
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Zur Erhöhung der Biegesteifigkeit sind die Winkel an ihren Krümmungsstellen
mit einer Sicke 11 versehen. Dies ergibt sich sowohl aus Fig. ), als auch aus Fig.
4.
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Die Spannsehellen ~ und 4 sind zweiteilig ausgebildet, um die Möglichkeit
zu schaffen, eine bereits bestehende Rohrverbindung nachträglich zugfest zu machen.