DE2318749A1 - Gasentladungs-anzeigevorrichtung - Google Patents
Gasentladungs-anzeigevorrichtungInfo
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- H01J17/48—Cold-cathode tubes with more than one cathode or anode, e.g. sequence-discharge tube, counting tube, dekatron
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- Gas-Filled Discharge Tubes (AREA)
- Control Of Indicators Other Than Cathode Ray Tubes (AREA)
- Transforming Electric Information Into Light Information (AREA)
Description
Patentanwälte
8 f.iii:t-.V.-;· 2 i:5e April
Sperry Rand Corporation« New York/JSA
Gasentladungs-Anzeigevorrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine GIeIchspannungs-Gasentladungs-Anzeigevorriohtung
und insbesondere auf eine Vorrichtung dieser Art* bei der die Gasentladung zu Speicher
zwecken aufrecht erhalten werden kann.
Ee sind Gleichspannungs-Gasentladungs-Anzeigevorrichtungen
mit einer Vielzahl von Gasentladungs-Anzeigespeicherzellen bekannt, üblicherweise wird ein die Gleichstrom-Gasentladung
aufrecht erhaltendes Potential mit einer Amplitude zwischen den ZUnd- und Löschpotentialen für die Gasentladung der
Zelle längs der Anordnung der Speicherzellen angelegt· Auf diese Welse bleibt die Zelle, wenn eine Gasentladung
selektiv in einer Zelle gezündet wurde, gezündet und stellt damit einen Speicher dar· In ähnlicher Weise bleibt eine
einmal gelöschte Zelle gelöscht» bis sie selektiv wieder
gezündet wird. Eine Art einer derartigen Gasentladungsanzeigevorrichtung ist in der Technik als adressiertes
x-y-Anzeigefeld bekannt. Bei derartigen Vorrichtungen ist
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eine Anzahl von Anoden orthogonal in bezug auf eine Anzahl
von Kathoden angeordnet, wobei deren Schnittpunkte ein x=y«
Gitter bilden. Das Qleichspannungs-Aufreehterhaltungs«-
potential wird zwischen allen Kathoden und allen Anoden angelegt· Zur selektiven Zündung einer Zelle wird das
Potential an einer ausgewählten x-Elektrode und an einer
ausgewählten y-Elektrode derart erhöht, daß lediglich das
Potential am Schnittpunkt der ausgewählten Elektrode das Zündpotential des Gases übersteigt» so daß eine Entladung
in der ausgewählten Zelle gezündet wird. Nach Beseitigen der vergrößerten Potentiale hält das Aufrechterhaltungs=
potential die Entladung aufrecht. Ein ähnliches Verfahren wird beim Löschen einer gezündeten Zelle verwendet, und
zwar werden die Potentiale an einer ausgewählten x-Elektrode und einer ausgewählten y-Elektrode verringert.
Gleichspannungs-Gasentladungs-Anzeigevorrichtungen, die eine Vielzahl von Speicherzellen mit daran angelegten
Gleichspannungs-Aufrechterhaltungspotentialen aufweisen,
können außerdem ausgewählte Speicherzellen durch selektives Zuführen einer Vorionisation an diese Zellen zünden«. Derartige Vorrichtungen sind in den deutschen Patenten »..o»oo
und ...... ο.... (deutsche Patentanmeldungen P 21 57 312 »6
und P 22 jj4 296.7) beschrieben.
Es hat sich bei derartigen Anzeigefeldern herausgestellt,
daß bei Anlegen von Auf rechterhaltungspotentialen längs der Speicherzellen in vielen Fällen ein Punkenübersohlag
zwischen den Zellenelektroden auftritt* so daß sich eine unstabile Anzeige oder eine Beschädigung der Vorrichtungen
ergibt. Eine bekannte Lösung dieses Problems der fehlenden Stabilität bestand darin, einen Widerstand in Reihe mit
jeder der Anzeigezellenentladungen zu verwenden,, wodurch
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der Stromfluß begrenzt und damit eine Funkenüberschlagsbildung
ausgeschlossen wurde. Bei vielen Anwendungen dieser Anzeigefelder ist es häufig anzustreben» große Anordnungen
von Anzeige-Speicherzellen zu verwenden. Bei derartigen Anzeigefeldern ergibt die Verwendung einer großen
Anzahl von einzelnen Widerständen erhebliche Konstruktionsschwierigkeiteno
Weiterhin ist es nicht möglich» einen einzigen Widerstand in Reihe mit einer Zellenanordnung zu
verwenden» well der aufgrund der Zündung mehrerer Zeilen
gezogene Strom einen Spannungsabfall längs des Serienwiderstandes ergibt, so daß die Aufrechterhai tungsspannung, die
längs der Zellenanordnung erscheint» verringert ist· Hierdurch ergeben sich anwachsende Schwierigkeiten beim Versuch
der Zündung einer größeren Anzahl von Zellen. Diese Abhängigkeit der Spannung von der Anzahl der gezündeten
Zellen ruft weitere Instabilitäten der Anzeige hervor.
Aufgrund der Schwierigkeiten bei der Konstruktion eines stabilen
großflächigen öleichspannungs-Gasentladungs-Anzeigefeldes
alt Speichereigenschaften wandte sich die Aufmerksamkeit der auf diesem Gebiet tätigen Personen den Wechselspannungs-Anzeigefeldem
zu, von denen eine große Vielzahl von l^rpen bekannt ist«, Bei derartigen Anzeige feldern sind
die Elektroden elektrisch von dem Gasplasma isoliert» so daß durch Funkenbildung hervorgerufene Instabilitäten verhindert
werdenο Es hat sich jedoch herausgestellt» daß
Wechselspannungs-Anzeigefeider vom Aufbau her komplizierter
sind als Gleiehspannungs-Anzelgefelder, so daß sich höhere
Herstellungskosten für die Wechselspannungs-Anzeigevorriehtungen ergaben» Außerdem erfordern die Wechselspannungsanzeigefelder
etwas größere Potentiale als Gleichspannungsanzeigefelder, so daß die zugehörige Anzeigefeld-Schaltung
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komplizierter ist und die Kosten dieser Anzeigefeider
welter vergrößert werden· Weiterhin sind Weohselspannungs-Anzeigefelder
normalerweise nicht mit einigen der einfachen Öleichspannungs-Adressieranordnungen kompatibel, die
für öleichspannungs-Anzeigefelder entwickelt wurden. Eine
derartige einfache Gleichspannungs-Adressieranordnung 1st
in den oben erwähnten deutschen Patent (deutsche
Patentanmeldung P 21 57 312.6) beschrieben.
Eine erfindungsgemäß ausgebildete GIeiohspannungs-Gasentladungsanzeigevorrichtung
umfaßt Anzeigekathodenteile und Anzeigeanodenteile, die ein ionisierbares Gas enthaltende
Gleiohspannungs-Gasentladungsspeicherzellen bilden« Adressier·
einrichtungen zur Ausdehnung von Gassntladungssäulen in
ausgewählte Speicherzellen» wodurch der Ionisationspegel in diesen erhöht wird, und eine Quelle für ein impulsförmiges
elektrisches Signal, die mit den Kathoden- und Anodenteilen verbunden ist, um diesen eine Gasentladungs-Aufrechterhaltungsimpulsfolge
zuzuführen, wobei die-Impulse der Impulsfolge eine derartige Amplitude und Dauer und einen .
derartigen Impulsstand aufweisen, <3a,3 eine ausgewählte
Speicherzelle durch die Impulse bei Vorhandensein des vergrößerten Ionisationspegels von der ausgedehnten Gasentladungssäule
gezündet und bei Anlegen des darauffolgenden Impulses erneut gezündet wird, so daß ungezündete Speicherzellen
bei Anlegen der Impulse gelöscht bleiben<>
Die Quelle für das impulsförmige elektrische Signal kann Einrichtungen zur Lieferung von Impulsen mit einer Amplitude
einschließen, die kleiner als das Zttndpotential des ionlsierbaren
Gases ist, oder sie kann Einrichtungen zur Lieferung
von Impulsen mit einer Amplitude einschließen, die zumindest so groß wie das Zündpotential des ionisierbaren
Gases 1st.
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β/ β
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Weiterhin kann eine erfindungsgemäß ausgebildete Gleiehspannungs-Gasentladungs-Anzeigevorriohtung
Anzeigekathodenteile und Anzeigeanodenteile, die ein ionisierbares Gas
enthaltende Gleichspajinungs-Gasentladungs-Speicherzellen
bilden, sowie eine Quelle für ein impulsförmiges elektrisches Signal umfassen, die mit den Kathoden» und Anodenteilen
zum Anlegen einer die Gasentladung aufrecht erhaltenden Impulsfolge verbunden 1st, wobei die Impulse dieser
Impulsquelle eine derartige Amplitude und Dauer sowie einen derartigen Impulsabstand aufweisen, daß bei Anlegen der
Impulse eine gezündete Speicherzelle erneut gezündet und eine nicht gezündete Speicherzelle gelöscht bleibt, und
wobei die Quelle Einrichtungen zur Lieferung der Impulse mit Amplituden einschließt, die kleiner ale das Zündpotential
des ionisierbaren Gases sind»
Erfindungsgemäß wird auf diese Welse eine stabile Gleiohspannungs-Gasentladungs-AnzeigevorrLchtung
mit Speichereigenschaften geschaffen, bei der die Lichtbogenbildung ohne die Verwendung von Widerständen In Reihe mit den Gasentladungen
durch Verwendung einer Impulsfolge als Gasentladungs-AufrechterhaltungspotentlaX
verhindert wird. Die Impulsamplitude, die Impulsdauer und der Impulsabstand sind derart ausgewählt, daß eine einmal gezündete Speicherzelle
kontinuierlich durch die Aufreohterhaltungsimpulse
wieder gezündet wird und daß eine einmal gelöschte Zelle während des Anlegens der Impulse gelöscht bleibt. Die Dauer
der Impulse ist ausreichend schmal, und der Abstand zwischen den Impulsen 1st ausreichend WeIt9 derart, daß eine Lichtbogenbildung
verhindert wirdο Es ist verständlich, daß bei den Gleichspannungs-Aufrechterhaltwigspotentialen bekannter
Vorrichtungen ein Lichtbogen oder Durchschlage gebildet
werden kann, wenn erhebliche Stromstöße auftreten, wodurch
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Schäden an der Anzeigevorrichtung und der zugehörigen Schaltung hervorgerufen werden. Bei Verwendung der erf
indungsgemäß en Gas en t ladungs -Auf r e chterhal tungspo t ent iale
in Form einer Impulsfolge sind die Impulse der Aufrechterhaltungsspannung
zu schmal« um die Ausbildung eines Lichtbogens zu ermöglichen. Damit ergibt sich durch die
erfindungsgemäße Ausbildung der Anzeigevorrichtung eine größere Anzeigestabilität ohne die Verwendung von Serienwiderständen«
was Insbesondere bei großflächigen Anordnungen von Speicherzellen vorteilhaft- ist.
Ein der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Anzeigevorrichtung eigener Vorteil besteht darin, daß eine geringere
Betriebsleistung erforderlich ist und daß damit ein geringerer Leistungsverbrauch und eine geringere Wärmeerzeugung
in der erfindungsgemäßen Gasentladungs-Vorrichtung verglichen mit bekannten Anordnungen unter Einschluß von
derartigen Anordnungen, die keine Serienwiderstände verwenden . auftritt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen a
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbe!spielen noch näher erläutert»
In der Zeichnung zeigen:
Fig» 1 eine auseinandergebogene perspektivische Ansicht eines Teils, einer Ausführungsform
eines Gasentladungs-Anzeigefeldes, der einen Teil der Anzeigevorrichtung bildetj
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Flg. 2 eine geschnittene Aufrißansicht des Teils des Anzeigefeldes nach Fig. 1 im zusammengebauten
Zustand;
Fig. 3 eine Kurve der Strom-Spannungs-Charakteristik
einer typischen Kaltkathoden-Gasentladung unter Verwendung einer Oleichstromerregung;
Fig. 4A Schwingungsform-Diagramme zur Erläuterung
bis 4E der Betriebsweise der Aus führungs form der Anzeigevorrichtung;
Fig. 5 eine Kurve der Strom-Spannungs-Charakteristik
einer Kaltkathoden-Gasentladung unter Verwendung einer impulsförmigen Erregung.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Qasentladungs-Anzelgefeld von
der Art dargestellt, wie es in dem deutschen Patent ...... (deutsche Patentanmeldung P 21 57 312.,6) beschrieben ist.
Well der Aufbau und die Betriebsweise eines derartigen Anzeigefeldes
ausführlich in diesem Patent beschrieben ist, wird im folgenden aus Gründen der Kürze nur eine gedrängte
Beschreibung dieses Anzeigefeldes gegeben.
Das Anzeigefeld schließt einen Anzeige-Speicherabschnitt mit einer Vielzahl von Gasentladungs-AnzeigezeIlen ein.
Benachbart zum Anzeigeabschnitt 10 1st ein Stapel von Adressierelektroden 11 angeordnet, wobei lediglich die
letzte Adressieranode 12 in dem Stapel 11 dargestellt ist. In der Nähe des Stapels von Adressierelektroden 11 befindet
sich ein Gasplasmareservoir, das hier aus Gründen der Einfachheit nicht dargestellt ist^
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Der Anzeige-Abschnitt 10 des Anzeigefeldes schließt eine Anzeigeanodenstruktur 13 ein, die eine Metallplatte mit
einer Matrix von durch diese Platte hindurchgehenden öffnungen umfaßt. Der Anzeige-Abschnitt; 10 schließt außerdem
eine Anzeige-Kathodenanordnung 14 ein, die eine Metallplatte
mit einer Matrix von durch diese Metallplatte hindurchgehenden öffnungen in einer Welse umfaßt, die der
Kathodenplatte 13 ähnlich ist. Eine Isolierplatte 15, die
ebenfalls eine Matrix von hindurchgehenden öffnungen aufweist,
ist zwischen den Platten 13 und l4 angeordnet. Eine durchsichtige Prontplatte l69 durch die das Anzeigendster
betrachtet werden kann, ist außerdem in den Anzeige-Abschnitt 10 eingefügte Zwei perforierte isolierte Platten
17 und l8 sind zwischen der Kathodenplatte 14 und der durchsichtigen Prontplatte 16 angeordnet, um eine Materialzerstäubung
von der Kathodenplatte 14 auf die Prontplatte zu verhindern* weil ein derartiges zerstäubtes Material
die Anzeige verdecken Hürde.
Eine perforierte Isolierplatte 19 ist zwischen der Anzeige-Anodenplatte
13 und der Adressieranode 12 angeordnet. Es ist verständlich, daß die Platten 12 bis 19 nahe aneinander
stapeiförmig angeordnet sind;, wobei die Matrizen der öffnungen
durch die jeweiligen Platten miteinander ausgerichtet sind, um gasleitende Kanäle zu bilden, und daß die Kanten
abgedichtet sind, um eine gasdichte Anordnung in der Weise zu bilden, wie sie in dem deutschen Patent ««»«.. (deutsche
Patentanmeldung P 21 57 312,6) beschrieben ist.
Es sind Adressierschaltungen 24 vorgesehen, um selektiv Potentiale an Teile der Adressieranodenplatte 12 sowie an
Teile der übrigen Adressieranodenplatten des Adressierstapels 11 in der Weise anzulegen, wie sie ebenfalls aus-
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führIich in der gerade genannten deutschen Patentschrift
beschrieben isto
Das Anzeigfeld schließt weiterhin eine Quelle für impulsförmige
elektrische Signale in Form von Schaltungen 25 ein, die eine die Gasentladung aufrecht erhaltende Impulsfolge
zwischen der Anzeige-Anodenplatte 13 und der Anzeige-Kathodenplatte
14 in einer noch zu beschreibenden Weise anlegen.
Es ist verständlich, daß die Anzeige-Anodenplatte 13 und
die Anzeige-Kathodenpiatte 14 zusammen mit der Isolierplatte 15 eine Vielzahl von Gasentladungs-Anzeigezellen in
der Weise bilden, wie sie in der vorstehend genannten deutschen Patentschrift beschrieben ist* Beispielsweise bildet
eine öffnung 26 in der Isolierplatte 15 eine Gasentladungszelle,
deren Anoden- und Kathodenelektroden durch Teile der Platten 15 bzw. l4 in der Nähe der öffnung 26 gebildet
werden·
Wenn die Schaltungen 25 eine Gasentladungs-Aufrechterhaltungs-Spannungs-Impulsfolge
zwischen den Anzeigeelektroden 13 und l4 in einer noch zu beschreibenden Weise liefern, wird eine
Anzeigezelle in dem Speicherabschnitt 10 selektiv so gezündet, wie es ausführlich in der vorstehend genannten
deutschen Patentschrift beschrieben is to, Die Art und Weise, in der eine Speicherzelle gezündet wirdj, wird aus Gründen
der Vollständigkeit hier kurz erläutert« Bei Anlegen geeigneter Adressierpotentiale von den Adressierschaltungen 2k
an Teile der Anoden des Adresslerstapels 11 wird eine Gasplasmasäule
von dem Plasmareservoir ausgedehnt oder erstreckt, die auf eine ausgewählte öffnung in der Adressieranode 12
auftrifft. Wenn beispielsweise eine öffnung 27 in der Anode
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12 durch, den Stapel von Elektroden 11 hindurch adressiert
wird, erstreckt sioh eine Gasplasmasäule ^Q von dem
durch „
Reservoir aus, die sioh /die öffnung 27 und dann durch eine öffnung 28 in der Anzeige-Kathodenplatte 13 hindurch erstreckt« Weil die Aufrechterhaltungsspaimungs-Impulsfolge zwischen den Anzeigeelektroden 13 und l4 angelegt ist» wird eine Gasentladung in der Speicherzelle 26 durch die Ionisation gezündet, die in dieser durch die Plasmasäule eingeführt ist» Wenn die Adressierpotentiale von den Schaltungen 2h beseitigt werden und damit die Zuführung der Plasmasäule 30 an die öffnung 28 beendet wird, bleibt die Anzeigezelle 26 gezündet3 und zwar aufgrund der Aufrechterhai tungswirkung der Impulsfolge, die von den Schaltungen 25 in einer noch zu beschreibenden Weise geliefert wird. Es ist somit verständlich, daß ein Informationsschema von dem Speicherabschnitt 10 durch selektives Zünden seiner Anzeigezellen angezeigt v/erden kann. Ein angezeigtes Schema kann dadurch gelöscht werden* daß momentan die Aufrechterhaltungspotential-Impulsfolge an den Elektroden 13 und l4 beseitigt wird.
Reservoir aus, die sioh /die öffnung 27 und dann durch eine öffnung 28 in der Anzeige-Kathodenplatte 13 hindurch erstreckt« Weil die Aufrechterhaltungsspaimungs-Impulsfolge zwischen den Anzeigeelektroden 13 und l4 angelegt ist» wird eine Gasentladung in der Speicherzelle 26 durch die Ionisation gezündet, die in dieser durch die Plasmasäule eingeführt ist» Wenn die Adressierpotentiale von den Schaltungen 2h beseitigt werden und damit die Zuführung der Plasmasäule 30 an die öffnung 28 beendet wird, bleibt die Anzeigezelle 26 gezündet3 und zwar aufgrund der Aufrechterhai tungswirkung der Impulsfolge, die von den Schaltungen 25 in einer noch zu beschreibenden Weise geliefert wird. Es ist somit verständlich, daß ein Informationsschema von dem Speicherabschnitt 10 durch selektives Zünden seiner Anzeigezellen angezeigt v/erden kann. Ein angezeigtes Schema kann dadurch gelöscht werden* daß momentan die Aufrechterhaltungspotential-Impulsfolge an den Elektroden 13 und l4 beseitigt wird.
Eine Kaltkathoden-Gasentladung erfordert normalerweise eine niedrigere Spannung zur Aufrechterhaltung der Entladung
als sie zur Zündung benötigt. Eine an eine Anordnung von Gasentladungszellen angelegte Aufrechterhaltungsspannung
ruft keine Zündung einer der Zellen hervor, bis eine Spannung, die größer als die Aufrechterhaltungsspannung ist,
an ausgewählte Zellen angelegt wird* oder bis die Sund·=«
spannung von ausgewählten Zellen beispielsweise durch örtliche Vorionisation verringert wird» Die Zellen in der
Anordnung weisen Speichereigenschaften In dem Sinn auf,
daß die Zellen gezündet bleiben, nachdem die ursprünglichen, die Zündung hervorrufenden Vorgänge, d.h. der Impuls mit
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höherer Spannung oder die Vorionisation beseitigt wird«,
In Pig· 3 ist die Strom-Spannungs-Charakteristik einer
typischen Kaltkathoden-Gleichspannungs-Gasentladung dargestellt» Der Punkt P stellt einen typischen Betriebszustand
mit einer Auf reohterhaltungsspannung V, dar» die
aus einer Aufrechterhaltungs-Spannungsquelle Über einen
Widerstand in Reihe mit der Entladung zugeführt werden kann« wie dies durch die Bezugsziffer Vp dargestellt 1st.
Alternativ kann die Aufrechterhaitungsspannung V. von
einer Spannungsquelle ohne die Verwendung eines Reihen-Widerstandes
zugeführt werden 3 wie dies durch die Bezeichnung
V. angezeigt ist« Ein Betrieb ohne einen Serienwiderstand ist erforderlich, wenn viele Anzeigezellen ihr
Aufrechterhaltungspotential von der gleichen Leistungsversorgung beziehen sollen, damit Änderungen der Zellenspannungen vermieden werden, wenn unterschiedliche Anzahlen
von Zellen gezündet sind. Eine Speicherwirkung wird erzielt, weil die Spannung längs einer Zelle auf Vp vergrößert
werden muß, bevor eine Zündung auftritt. Wenn eine Zelle gezündet wurde, kann ihre Entladung mit Hilfe einer
niedrigen Spannung, beispielsweise V, aufrecht erhalten werden, weil starke Räumentladungsfeider an der Zellenkathode
ausgebildet werden, wodurch deren Emissionswirkungsgrad vergrößert wird.
Es 1st daher verständlich, daß bei bekannten Gleichspannungs-Gasentladungs-Aniseigefeidern,
d„h. bei Anzeigefeldern, deren Zellenelektroden in Berührung mit der Gasentladung
stehen und die mit Glelohspannungspotentialen betrieben
werden, ein Gleiöhspannungs-Aufrechterhaltungspotential
üblicherweise längs der Anzeigezellen angelegt ist, um so
die Speicherfunktion zu bewirken. Wie es eingangs erwähnt
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wurde, weist die Verwendung eines Gleiohspannungs-Aufreehterhaltungspotentials
Nachteile auf«, Daher liefert erfindungsgemäß die Speicherimpulsquelle 25 nach Fig. 1 eine
Impulsfolge, wie sie in Pig. 4A dargestellt ist, wobei diese Impulsfolge Impulse mit der Dauer t, der Amplitude V,
und dem Impulsabstand T aufweist« Diese AufrechterhiLtungs-Impulsfolge
wird zwischen der Anodertplatte IJ und der
Kathodenplatte l4 der Anzeige-SpeicherzeIlen 10 nach Figo
angelegt. Schaltungen zur Lieferung von ImpulsfοIgen, wie
sie in Fig. 4a dargestellt sind, sind in der Technik gut
bekannt und werden daher aus Gründen der Kürze nicht weiter beschrieben.
Bei längs der Speicherzellen 10 angelegter Impulsfolge nach Fig. 4A kann die Elektronendichte gezündeter Zellen einer
Kurve 35 folgen, wie sie in Fig. 4B dargestellt ist und die
Elektronendichte von nicht gezündeten Zellen kann nicht über den Pegel 36 ansteigen, wie es weiter in Fig. 4B dargestellt
ist. Somit steigt in gezündeten Zellen, wenn der Durchbruch während des Anlegens eines Aufrechterhaltungsimpulses
mit der Dauer t erfolgt, die EXektronendichte in
der Zelle auf einen relativ großen Wert an und sinkt während des ZeitIntervalls T zwischen Spannungsimpulsen auf einen
Minimalwert Y ab. Wenn die Elektronendichte bis auf den Punkt Y abgesunken ist, tritt der nächste Aufrechterhaltungsimpuls
auf, wodurch die Zeile erneut gezündet wird und die Elektronendichte in dieser Zelle auf einen großen
Wert erhöht wird. Es ist verständlich;, daß die Parameter
der Aufrechterhaltungs-Impulsschwingung nach Flg. 4A so gewählt
werden müssen, daß die Elektronen-ichte in gesundeten
Zellen zwischen Impulsen ,ausreichend hoch bleibt, so daß die Zellen kontinuierlich bei Anlegen jedes der Auf-
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reohterhaltungsimpulsa erneut gezündet werden. In nicht gezündeten Zellen sind die Parameter der Aufrechterhaitungs-Impulsfolge
nach Fig« 4A jedoch so gewählt« daß die
Elektronendichte innerhalb nicht ge:sür.ideter Zellen unter
einem Punkt X bleibt» der beträchtlich niedriger als der Punkt Y 1st. Somit erreicht die Elektronendichte in nicht
gezündeten Zellen keinen derartigen Wert, daß die Aufrecht«
erhaltungsimpulse in diesen eine Zündung hervorrufen. Pig. 4C zeigt den von gezündeten Zellen während des Anlegens
der Aufrechterhaltungs-Impulsfolge nach Pig. 4A gezogenen
Strom.
Somit ist zu erkennen,, daß eine Speicherwirkung erzielt
wird« weil die Dauer t der angelegten Spannungsimpulse
ausreichend kurz gewählt 1st, damit die Impulse eine Zündung nur in den Zellen hervorrufen, die während des vorher
auftretenden Impulses gezündet worden waren, weil die Elektronendichte in diesen Zellen relativ hoch ist. Zusätzlich
ist das Intervall T zwischen Impulsen ausreichend kurz gewählt, so daß die Elektronendichce zu den Zeitpunkten,
an denen die Spannungsimpulse angelegt werden, noch beträchtlich höher als die Umgebungs-Slektronendichte
in Zellen ist, die nicht gezündet werden waren, wie dies
durch die Punkte Y bzw. X nach Fig. 4-B dargestellt ist.
In Fig. 5 ist eine der in Fig» 3 dargestellten ähnliche
GHeichspannungs-3trom-/Spannungs»Gasent3.adungs-Charakteristik
dargestellt. Wenn die Aufreohterhaltungsspannungs-Impulsfolge
nach Fig» 4A die Amplitude V-. aufweist, so wird ein Betriebszustand am Punkt Q ausgebildet, Wenn die Amplitude
der Aufrechterhaltungs-Spannungs-Impulsfolge V, sein würde, so würde sich ein Betriebszustand am Punkt Q' ergeben.
Es 1st zu erkennen, daß die Impulsamplituden V,
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oder Vy normalerweise In der Nähe des Zündpotentials V51
der Gasentladung gewählt sind. Die iJpitzenspannungen V-*
oder vl können im wesentlichen unter bzw„ über Vp liegen,
und zwar in Abhängigkeit von den Wessen für t und T=
PUr große Werte von T und kleine Wes'te von t wird eine
Amplitude v4 normalerweise größer als Vp gewählt, während
fUr kleine Werte von T und große Werte von t die Spitzenspannung V, normalerweise unter dem Zündpotential V5, gewählt
wird. Die Wahl von t und T hängt von der Gaszusammensetzung
der Entladung ab, weil sich dia Durchbruch-Bedingungen
und die Absinkgeschwindigkeit der Elektronen«
diohte als Funktion der Gaszusammensetzung ändern» Es ist verständlich, daß die Spitzenspannungen V-, oder Vi einen
weiten Bereich von Werten annehmen können, die kleiner, gleich und größer als die Zündspannung Vp des Gases sein
können.
Die Schwingungsfortn der Aufrechterhaltungs-Impuls folge
nach Fig. 4A ruft an sich keine Zündung hervor» Um eine
ausgewählte Zelle zu zünden, wird'entweder eine Ionisation
eingeführt, um den Umgebungs-Elektronendichte-Pegel X auf
den Pegel Y (Fig. 4B) anzuheben oder es werden ein oder mehrere der Aufrechterhaltungsspannungs^Impulse in ihrer
Amplitude und/oder Breite vergrößert;„ Das erste Verfahren
zur Zündung der Zellen würde bei Anzeige feldern der Art verwendet, wie sie in den deutschen Patenten 3 ««»<
>. und ..cc«, (deutsche Patentanmeldungen P 21 57 jH2o6 und
P 22 J4 296.7) beschrieben sind, und swar unter Verwendung
der in diesen Patentschriften beschriebenen Verfahren« Das zweite Verfahren zur Zündung der Zellen würde bei
adressierten x=y=Anzeigefeldern der in der Technik bekann·=
ten Art verwendet, bei denen dis Amplitude oder Breite
α/ β
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der Aufrechterhaltungsimpulse einer x°Elektrode sowie
einer y-Elektrode vergrößert werden würde, mn selektiv
eine Zündung an der Zelle hervorzurufen, die am Schnittpunkt dieser Elektroden angeordnet isto Eine Zelle kann
in einem adressierten x-y«Anzeigefeld dadurch gelöscht
werden» daß die Aufrechterhaltungspotentiale an ausgewählten x- und y-Elektroden derart verringert werden, daß
das Potential an den Schnittpunkten dieser Elektroden unter die Löschspannung der Entladung verringert wird.
Bei Anzeigefeldern der in den deutschen Patenten
und (deutsche Patentanmeldungen P 21 57 312.6 und
P 22 34 296.7) beschriebenen Art können die Zellen dadurch
gelöscht werden, daß momentan die Zuführung der Aufrechterhai tungs-Impulsfolge unterbrochen wird.
Es ist verständlich, daß die Lehren der vorliegenden Erfindung
bei einer großen. Vielzahl von Anzeigefeld-Formen angewendet werden können, wobei eine große Vielzahl von
Parametern für das Potential der Aufrechterhaltungs-Impulsfolge
auswählbar ist. Aufgrund der vorstehenden Beschreibung ist es ohne weiteres möglich, die Abmessungen der
Anzeigefelder und die Parameter der Aufrechterhaltungs-Impulsfolge
in Verbindung mit gut bekannten Gesetzen für Gasentladungen zu wählen*
Ein beispielhaftes Qasentladungs-Anzeigefeld, das befriedigende
Betriebseigenschaften aufweist, kann, wie folgt aufgebaut sein, wobei sich die Angaben der Bezugsziffern
auf die Fig* i und 2 beziehen: Die Kathode l4 ist eine 0,125 mm (0,005 Zoll) dicke Nickel-Eisen-Legierungs-Platte
mit einer quadratischen 52 χ 32 - Anordnung von öffnungen
mit einem Durchmesser von 0,36 mm (0,014 Zoll) und mit
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einem Mittenabstand von 0,8 mm (0,0>l Zoll) · Die Anodenplatte 15 weist eine ähnliche Konstruktion wie die Kathodenplatte 14 auf, jedoch mit der Ausnahme, daß die Durch- a
messer der öffnungen eine Größe .von 0,25 mm (0,010 Zoll)
aufweisenο Die Anodenplatte 13 und ale Kathodenplatte 14
sind durch eine Glasplatte 15 mit einer Dicke von 0,15 mm.
(0,006 Zoll) und öffnungen mit einem Durchmesser von 0,46 mm (0,018 Zoll) getrennt.. Zwei identische perforierte Glasplatten
17 und l8 trennen die Kathodenplatte l4 von der vorderen Glasdeckplatte 16, um e ine Materialserstäubung
zu verringernc
Dieses Anzeigefeld war mit Neon- und Quecksilberdampf bei einem Druck von 100 Torr gefüllt und arbeitete in befriedigender
Weise mit einer Aufrechterhaltungs-»Impulsfolge,
bei der V, » 205 V, t =>
2 Mikroselcunden und T = 14 Mikrosekunden
war ο Die Betriebsstrom»Schwingungsform für eine
derartige Anordnung ist in Figo 4C dargestellt» Weil die
Gleiohspannungs-Zündspannung Vp für dieses Anzeigefsld
210 V beträgt, zeigt der Wert von V, von 205 V einen Betrieb,
bei dem die Amplitude der Aufrechterlmltungsimpulse unterhalb
von Vj, liegt.
An diesem Anzeigefeld wurden Betriefosp-aranieter-»Messungen
in bezug auf den mittleren Leistungsverbrauch pro Zelle,
den Anzeigezellen-Speicherspielraum und die Anzeigeseilengleichförmigkeit
durchgeführt^ wobei der Speichersplelrauin
ein Maß des Unterschieides zwischen der sur Zündung und zum
Löschen einer ftnardnung von Zellen erforderlichen Spannungsimpuls
amplituden ist -und wobei die Gleichförmigkeit @ln Maß
für den Bereich 3er L8schspami-ungr>«Impi3sampiituden in
bezug auf die Unordnung der Seilen 1st» Es hat sich bei
dem vorstehend baschriebenen Anaeitgefelc? herausgestellt,
-3 098Λ3/0921 ·/«
daß der mittlere LeIstungsverbrauch pro Zelle nur ungefähr
halb so groß war wie der für ein Gleichspannungs-Aufrechterhaltungspotential war, das ohne die Verwendung
eines Reihenwiderstandes angelegt ist» Der Speicherspielraum für die Zellen war etwas geringer als der., der mit
einem Gleichspannungs-Aufrechterhaltuiigspotential erzielbar
war, er war ,jedoch beträchtlich größer als der, der mit einem typischen bekannten Wechselspannungs-Plasma-Anzeigefeld
erzielt wurde. Die Zellengleicnffrrmigkeit für das
vorstehend beschriebene Anzeigefeld hat sich für den Betrieb bei praktischen Anwendungen der Erfindung als befriedigend
herausgestelltο
Das vorstehend beschriebene Anzeigefeld wurde außerdem mit einer Aufrechterfcaltungs-Impulsfolge betrieben, bei
der Yi * 220 V, t « 2 Mikrosekunden und T»21 Mikrosekunden
war» Weil* wie es weiter eben beschrieben wurde,
die Zünd-Gleiohspannung V- 210 V beträgt, zeigt der Wert
von Vi eiäen Betrieb mit der Amplitude der Aufrechterhaitungsimpulse
oberhalb von V™·» Es wurds ein Speicherspielraum
erzielt, der gleich dem des Anzeigefeldes unter Verwendung
der weiter oben beschriebenen Aufrechterhaltungs-Impulsfolge
mc»
In einer etwas? abweichenden Betriebsart sind Schwingungs«*
formen, wie sie in den Figo 4D und 4E dargestellt sind,
außerdem erzisl'aar, Kenn eine Aufreohäerhaltungssohwingungsform
mit vergrößerter Impulsdauer und »abstand verglichen
mit der vorstehend beschriebenen SehwiBgungsform^verwendet
werden, beispielsweise mit t = 4 MikrosekunSen und T =
40 Mikrosekundenο In dieser Betriebsart benötigt das Gas
eine längere Zeit zum Durchbruoh und die effektive Arbeitsperiode und *5fimlt der Leistungsverbrauch werden weiter ver-
30 984 3/0921 e/,
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ringert, und zwar verglichen mit einem Gleichspannungs-Aufreohterhaltungspotential
fast um den Faktor von 3» Der
unter diesen Bedingungen erzielte Speioherspielraum war
jedoch beträchtlich geringer.
Mit den vorstehend beschriebenen vergleichbare Ergebnisse wurden außerdem mit einer Penning-Mischung (beispielsweise
99#5 % Neon und 0,5 # Argon) und Quecksilberdampf bei
einem Druck von 100 Torr erzielt. Bei den erfindungsgemäßen
Impulsbedingungen kann jedoch ein größerer Speicher» Spielraum erzielt werden als er mit einer Gleichspannungs-Aufrechterhaltungs
spannung erzielbar ist. Dies ergibt sich daraus, daß die kurze Dauer der Spannungsimpulse die
Bildung einer beträchtlichen Dichte von metastabilen Neonatomen,
auf denen der Penning-Effekt, d.h. die Ionisation von Argonatomen durch einen Zusammenstoß mit metastabilen
Neonatomen, beruht, nicht ermöglicht. Somit ist unter Impuls bedingungen die Zündspannung unverhältnismäßig hoch, wodurch
sich ein vergrößerter Speicherspielraum ergibt· Beispielsweise wird mit t « 1 Mikrosekunde und T » 8 Mikrosekunden
ein Speicherspielraum, der al3 4 (V-, = ^)/ V~
definiert ist, von 0,5 erreicht, und zwar gegenüber einem Wert von 0,35 unter Bedingungen mit einer Aufrechterhaltungs
Qleichspannung. Es ist verständlich, daß andere Gasmischungen, die den Penning-Effekt aufweisen, genau so bei der
Ausführung der Erfindung verwendet werden können, um den vergrößerten Speicherspielraura, verglichen mit einem Gleich-Spannungsbetrieb,
zu erzielen, wie es weiter oben beschrieben wurde. Weiterhin ist, obwohl bestimmte ionisierbare
Oase angegeben wurden* eine große Vielzahl von geeigneten ionisierbaren Gasen zur Verwendung bei der Ausführung der
Erfindung verfügbar.
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1319749
Aus dem vorstehenden ist zu erkennen, daß die Erfindung eine erheblich vergrößerte Stabilität gegen die Bildung
von Lichtbögen bei Plasma-Anzeigefeldern ohne die Verwendung von Widerständen in Reihe mit den Entladungen ergibt.
Wenn ein erheblicher Stromstoß bei bekannten Weehselstromvorriohtungen
auftritt, kann ein Lichtbogen eingeleitet werden, der Schäden an der Vorrichtung und den zugehörigen
Schaltungen hervorruft, wie dies bereits erwähnt wurde. Bei der Speioherbetriebsweise mit Impulsen gemäß
der Erfindung sind die Aufrechterha3.tungsimpulse zu kurz,
um die Entwicklung eines Lichtbogen*:; zu ermöglichen. Weiterhin ist die Neigung der Kurve des mittleren Stromes gegenüber
der Spannung für die impulsförmige Betriebsweise kleiner als die Neigung der GIeichspannungs-/Stromkurve,
wodurch weiterhin die Stabilität vergrößert wird, ohne daß Reihenwiderstände erforderlich sind*
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Anzeigefelder
ergibt sich eine geringere Be triebs3,e istung und damit ein geringerer Leistungsverbrauch und Wllrmeverlust in der
Gasentladungsvorrichtung, verglichsr.. Kit bekannten Anordnungen.
Obwohl die Spitzenströme und die Spannungen, die bei der Aufrechterhaltung der Gasentladung auftreten,
höher sein können als bei der bekannten Technik mit Aufrechterhaltungs-Gleichspannungen,
ergibt das niedrige Tastverhältnis oder die Arbeitsperiode der Impuls-Schwingungsform im Endergebnis eine Verringerung des Leistungsverbrauchs,
selbst verglichen mit dem minimalen Gleiehspannungs-Aufrechterhaltungspotential,
das erforderlich ist, um eine Speicherung bei einer vorgegebenen Anordnung zu erzielen.
Dies ist insbesondere wichtig bei Vorrichtungen mit hoher Auflösung, die eine hohe Dichte von bei hohen
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Spitzenströmen arbeitenden Zellen aufweisen können. Die
vorliegende Erfindung ergibt außerdem die Möglichkeit einer Verringerung der Helligkeit der Anzeige. Die Helligkeit
der Zellen kann durch Änderung der Tastverhältnisae der zugefUhrten Aufrechterhaltungsspannungs-Schwingungsformen
geändert werden.
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Claims (7)
- Patentansprüche1J Gleichspannungs-Gasentladungs-Anze igevorrichtung mit Anzeige-Kathodenteilen, Anzeige-Anodenteilen, einer Anzahl von Speicherzellen, die ein ionisierbares Gas enthalten, und mit einer Quelle für ein impulsförmiges elektrisches Signal, die mit den Kathoden- und Anodenteilen zur Zuführung einer die Gasentladung aufrecht erhaltenden Impulsfolge verbunden ist, deren Impulse eine derartige Amplitude und Dauer und einen derartigen Impuleabstand aufweisen, daß eine ausgewählte Speicherzelle durch die Impulse bei Vorhandensein eines vergrößerten Ionisationspegels in dieser Zelle gezündet und bei Anlegen des darauffolgenden Impulses erneut gezündet wird und daß ungezündete Speicherzellen bei Anlegen der Impulse gelöscht bleiben, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeige-Kathodenteile (3Λ) und die Anzeige-Anodenteile (13) die Anzahl der Speicherzellen (10) bilden und daß Adressiereinrichtungen (ll) vorgesehen sind, um Gaeentladungssäulen (JO) an ausgewählte Speicherzellen auszudehnen, um den vergrößerten Ionisationspegel in diesen zu erzeugen»
- 2. ' Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Quelle (25) für das impulsfönnige elektrische Signal Einrichtungen zur Lieferung von Impulsen mit einer Amplitude, die kleiner als das Zündpotential des lonisierbaren Gases ist, einschließt.309843/0921J. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet* daß die Quelle (25) für das irapulsförmige elektrische Signal Einrichtungen zur Lieferung von Impulsen mit einer Amplitude, die zumindest so groß wie da
- 3 Zündpotential des ionisierbaren Gases ist, einschließt.
- 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das lonisierbare Gas ein Gas ist, dass den Penning-Effekt aufweist, so daß der Speicherspielraum der Speieherzellen (10) gegenüber dem mit einem Gleichspannungs-Gasentladungs-Aufrechterhaltungspotential erzielten vergrößert ist.
- 5. Vorrichtung naoh einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß das ionisierbare Gas eine Penning-Mlsehung umfaßt.
- 6. Vorrichtung nach einem dar vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennze .Lehne t , daß die Quelle (25) für das impulsförmigo elektrische Signal Einrichtungen zur Lieferung einer Im}3uXsfolge einschließt, deren Impulse eine derartige Amplitude und Dauer sowie einen derartigen Impulsabstand aufweisen, daß eine geringere GeBamt-Gasentladungs-Aufrechterhaltungs-Leistung, verglichen mit der erforderlich ist, die bei Verwendung eines minimalen Gleichspannungs-Gasentladungs-Äufrechterhaltungspotentials erforderlich ist.309843/09212318743
- 7. Vorrichtung nach einem cer vorhergehenden Ansprüche mit Anzeige-Kathodenteilen, Anzeige-Anodenteilen, einer Anzahl von Speicherzellen, die ein ionisierbares Gas enthalten und mit einer Quelfe für- ein impulsförmiges
elektrisches Signal, die mit den Kathoden- und Anodenteilen zur Zuführung einer Gasentladungs-A-ufrechterhaltungs-Impulsfolge verbunden ist, deren Impulse eine derartige
Amplitude und Dauer und einen derartigen Impulsabstand
aufweisen, daß eine gezündete Speicherzelle erneut gezündet und eine nicht gezündete Speicherzelle bei Anlegen der Impulse gelöscht bleibt, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeige-Kathodenteile (14) und die Anzeige-Anodenteile (15) die Anzahl von Speicherzellen (10) bilden und daß die Quelle (2f>) für das irapulsförmige elektrische Signal Einrichtungen zur Lieferung der Impulse mit Amplituden einschließt, die kleiner als das Zündpotential des
ionisierbaren Gases sind«309843/0921Leerseite
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|---|---|---|---|
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