DE2318629A1 - Zentriervorrichtung fuer wellenkupplungen o.dgl - Google Patents
Zentriervorrichtung fuer wellenkupplungen o.dglInfo
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Description
KÖLN 1, DEICHMANNHAUS
12. April 1975
Sg/rö
The Gates Rubber Company,
999 South Broadway, Denver, Colorado 80217 / USA*
Zentriervorrichtung für Wellenkupplungen o.dgl.
Die Erfindung betrifft eine Zentriervorrichtung für Wellenkupplungen o.dgl., mit zwei einander entgegengesetzten
Endbereichen, von denen der eine ein Aufnahmeteil aufweist, in das ein vorstehender Ansatz des
anderen Endbereiches zum Zwecke der Zentrierung hineingreift.
Derartige Zentriervorrichtungen bilden ein Zwangs-Rotationszentrum
zwischen zwei Wellen und lassen dabei eine Winkel-Fehlausrichtung der Wellen zu, indem eine
flexible Kupplung zwischen den Wellenenden vorhanden ist. - ■
Zentriervorrichtungen werden in flexiblen Wellenkupplungen verwendet, um ein gemeinsames Zwangs-Rotations-Zentrum
für zwei zueinander fehl-ausgerichtete Wellen zu schaffen und um die Auslauf- und Gleichgewichtsschwierigkeiten möglichst geringzuhalten. Eine Zentriervorrichtung
ist dort erforderlich, wo die Biegeelemente einer Kupplung nicht von sich aus ein kinematisches
Zentrum bilden. Beispielsweise wird eine Zen-
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triervorrichtung normalerweise in. einer flexiblen Federkupplung
oder einer Doppelkardankupplung benötigt. Die bekannten Zentriervorrichtungen enthalten eine Gelenkkugel
an Ordnung, die im Bereich eines Konus eine unbegrenzte
Winkelbewegung erlaubt.
Während die bekannten Zentriervorrichtungen hinsichtlich
ihres Betriebsverhaltens ausreichend sind, haben sie Nachteile beim Zusammenbau und erfordern normalerweise
den Einsatz separater Dichtungseinrichtungen, um ein etwa benötigtes Schmiermittel zurückzuhalten. Ausserdem
ist die Fertigung der Kugelgelenke an sich teuer.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfache und billige Zentriervorrichtung für flexible Kupplungen zu schaffen,
deren Zusammenbau keine Schwierigkeiten bereitet und bei der gleichzeitig für eine Schmiermittelabdichtung gesorgt
ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
daß bei einer Zentriervorrichtung der eingangs genannten Art in dem Aufnahmeteil des einen Endbereiches
ein Elastomer-Ring angeordnet ist, durch den hindurch sich ein zylindrischer Zapfen, der mit dem anderen Endbereich
verbunden ist, erstreckt, daß Mittel zum Festlegen des Elastomer-Ringes innerhalb des Aufnahmebereiches
vorgesehen sind, und daß der Elastomer-Ring eine solche Härte besitzt, daß er den zylindrischen Zapfen radial
positioniert.
Gemäß der Erfindung ist in eine Lagerbüchse, die im
Inneren als Hülse oder rohrformiges Teil ausgebildet ist, ein Elastomer-Ring eingesetzt. Durch den Elastomer-
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Ring hindurch erstreckt sich ein zylindrischer Zapfen in die Hülse hinein. Dieser Zapfen wird radial von dem
Ring abgestutzt.- Eine Winkelv er Schiebung des Zapfens
bezogen auf die Lagerbuchse wird unter Verformung des Elastomer-Ringes ermöglicht.
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Im folgenden werden einige Ausfiihrungsbeispiele der
Erfindung unter Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Axialschnitt einer mit der erfindungsgemäßen Zentriervorrichtung ausgestatteten Wellenkupplung,
Fig. 2 zeigt einen Schnitt ähnlich demjenigen der Fig. 1 durch eine weitere Aus filhrungs form der Erfindung, und
Fig. 3 zeigt einen Schnitt ähnlich demjenigen der Fig. 1
durch eine dritte Aus filhrungs form bei einer anderen Anwendung.
Gemäß Fig. 1 ist eine Zentriervorrichtung 10 für ein flexibles Kupp lungs st lick 12 vorgesehen. Die flexible
Kupplung 12 ist im wesentlichen axial zwischen den Enden zweier Wellen 14, 16 beliebiger Konfiguration angeordnet
und mit diesen Wellen verbunden. Der Anschluß der VeIlen
an die Kupplung kann in jeder beliebigen geeigneten Befestigungs- oder Schweißtechnik erfolgen. Die Wellen
sind mit den Endbereichen 18, 20 der Kupplung verbunden. Zwischen den Endbereichen erstreckt sich ein flexibles
Element zur übertragung von Drehmomenten. Das flexible
Element 22 ist vorzugsweise als elastisches Verbindungsglied derart ausgebildet wie in der DT-OS 2 132 9l8
beschrieben. Bei einem solchen Verbindungsglied sind mehrere mit gegenseitigem Abstand konzentrisch angeordnete
Schraubenfeder mit zueinander entgegengesetzt gerichteten Windungen in eine etwa hohlzylindrische
Matrize aus elastischem Werkstoff, vorzugsweise Gummi, haftend eingebettet. Beispiele anderer flexibler Elemente
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und Endbereiche sind in den US-Patentschriften 3*347,06l
und 2,621,67^ beschrieben.
Von einem Endbereich l8 steht eine Lagerbüchse 24 ab,
deren Inneres wie eine birnenförmig erweiterte Hülse 26 ausgebildet ist. Die Lagerbüchse 24 kann auch an den
Endbereich l8 angesetzt sein. In der Hülse 26 ist eine Ringnut 28 angeordnet, die dazu dient, einen Elastomer-Ring
30 festzuhalten. Eine derartige Ringnut zur Aufnahme des Elastomer-Ringes wird wegen ihrer Einfachheit
bevorzugt, obwohl sich grundsätzlich auch andere konstruktive Mittel eignen, den Elastomer-Ring zu positionieren
bzw. festzuhalten. Der Elastomer-Ring 30 kann Jede beliebige Form haben, die komplementär zur Ringnut
28 oder den anderen Haltemitteln ist. Er erstreckt sich radial aus der Hülsenwandung heraus. Derjenige Bereich
des Elastomer-Ringes, der von der Ringnut 28 aus radial nach innen zeigt, kann ebenfalls jede gewünschte Form
erhalten. Beispielsweise können ovale, dreieckige oder rechtwinklige Querschnitte oder Kombinationen derartiger
Querschnitte verwendet werden.
Für den Ring 30 können verschiedene elastomere Materialien
wie Kunststoff, Gummi oder Polyurethan verwendet werden. Das Material darf nicht spröde sein, ist jedoch
vorzugsweise halbhart und ergibt auf dem Härteprüfer eine Shore-Härte im Bereich der oberen Α-Skala. Insbesondere
bevorzugt man ein Material, das eine Shore-Härte von mindestens 90 bei 25° C auf der Α-Skala des Härteprüfers
aufweist. Ein derartiges Material ist beispielsweise ein Polyurethan, das unter dem Handelsnamen BDesogrin"
von der Firma Desogrin Industries vertrieben wird.
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-D-
Von dem gegenüberliegendöiEndbereleh 20 steht ein Zapfen
32 oder ein zylindrisches Teil axial ab, welches durch den Elastomer-Ring 30 hindurch in die Hülse 26 ragt. Der
Zapfendurchmesser ist geringfügig großer als der Innendurchmesser des Ringes 30. Dies führt dazu, daß "der Ring
bei eingesetztem Zapfen verformt wird. Der Ring 30 bildet
eine Radlalabstützung für den Zapfen. Vorzugsweise wird ein Schmiermittel in die Hülse eingebracht, bevor der
Zapfen 32 eingesetzt wird. Dies Ist jedoch nicht unbedingt
nötig. Das Schmiermittel wird dem Ring konstant zugeführt, und der Ring 30 entfaltet eine Doppelwirkung
als Dichtung, indem er das Schmiermittel in der Hülse 26
zurückhält.
An dieser Stelle sollten noch einmal die besonderen Vorteile
beim Zusammenbau der Zentriervorrichtung; 10 erwähnt
werden, die sich durch die Erfindung ergeben. Es genügt, den Ring 30 in die Ringnut 28 * einzusetzen, Schmiermittel
in die Hülse 26 einzubringen und den Zapfen durch den Ring 30 hindurchzuschieben. Ineinander eingreifende
und ineinander einrastende Teile, wie sie normalerweise bei Zentrlervorrichtungen mit Kugelgelenken verwendet werden,
und bei denen eine Vormontage der Vorrichtung durchgeführt werden muß, bevor die Endbereiche und das flexible
Element zusammengesetzt werden, sind nicht vorhanden. Mach der Erfindung können die Endbereiche, das Zentrlertell und
das flexible Element gleichzeitig zusammengesetzt werden.
Das Zentrierteil wird lediglich als Blindeinsatz montiert.
Wenn eine flexible Kupplung 12 unter Verwendung der Zentrlervorrichtung
10 verwendet werden soll, werden die Endbereiche l8, 20 der Kupplung an die getrennten drehbaren
Wellen 14, l6 angesetzt. Die Wellen sind axial frei und
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können sich zueinander im Winkel verschieben, wodurch
das flexible Element 22 verformt wird. Gleichzeitig wird
die Lagerbüchse 24 gegenüber dem Zapfen 32 im Winkel versetzt,
da die Lagerbüchse und der Zapfen an ihren jeweiligen Endbereichen l8, 22 starr befestigt sind. Der
Elastomer-Ring 30 wird in Anpassung an die Relativbewegung zwischen der Lagerbüchse 24 und dem Zapfen 32
verformt. Der Elastomer-Ring 30 stützt den Zapfen 32
weiterhin auch während seiner Verformung und bildet dabei ein zwangsläufiges gemeinsames Rotationszentrum für die
Wellen 14 und 16. Die birnenförmige Innenkontur der Hülse 26 ist in Anpassung an die Taumelbewegung des Zapfenendes während der Winkelauslenkung gewählt.
In Pig. 2 ist eine Ausführungsform einer Zentriervorrichtung
3^ für eine Wellenkupplung dargestellt, die ähnlich derjenigen der Fig. 1 ausgebildet ist. Die Hülse
ist durch ein rohrförmiges Teil' 26 und der Zapfen durch ein Zylinderteil 38 ersetzt, so daß sich eine geänderte
Konstruktionsform ergibt. Außerdem wird ein Elastomer-Ring
40 mit anderem Querschnitt verwendet. Die Zentriervorrichtung 34 arbeitet in der oben schon anhand von
Fig. 1 erläuterten Weise.
Die Zentriervorrichtung kann auch in Ge-lenkkupplungen
verwendet werden, bei denen ein festes kinematisches Zentrum nicht definiert ist. Beispielsweise kann die
Zentriervorrichtung 42 in einem Doppel-Kardangelenk gemäß
Fig. 3 verwendet werden. Das erste Querglied 44 und das zweite Querglied 46 sind mit einem Kupplungs-Gabelgelenk
48 verbunden und bilden ein flexibles Element. Die Zentriervorrichtung wird dazu benötigt, die Gelenkbiegung
gleichmäßig zwischen dem ersten Querglied und dem zweiten
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Querglied zu verteilen. Die Zentriervorrichtung 42 nach der Erfindung ist zwischen den Gabelgelenken 50, 52 der
beiden Querglieder 44, 46 angeordnet. Ein Gabelgelenk 50 bildet eine Hülse 54, während das andere Gabelgelenk einen
Zapfen 56 aufweist. Die Zentriervorrichtung arbeitet
ähnlich wie diejenige, die anhand von Fig. 1 beschrieben ist. -
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Claims (3)
- 7318629_ α Ansprüche( 1.) Zentriervorrichtung für Wellenkupplungen o.dgl., mit zwei einander entgegengesetzten Endbereichen, von denen der eine ein Aufnahmeteil aufweist, in das ein vorstehender Ansatz des anderen Endbereiches zum Zwecke der Zentrierung hineingreift, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Aufnahmeteil des einen Endbereiches (l8) ein Elastomer-Ring (30) angeordnet ist, durch den hindurch sich ein zylindrischer Zapfen (32), der mit dem anderen Endbereich (20) verbunden ist, erstreckt, daß Mittel (28) zum Pestlegen des Elastomer-Ringes (30) innerhalb des Aufnahmebereiches vorgesehen sind, und daß der Elastomer-Ring eine solche Härte besitzt, daß er den zylindrischen Zapfen (32) radial positioniert.
- 2. Zentriervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich in dem Aufnahmebereich hinter dem Elastomer-Ring (30) ein Schmiermittel befindet.
- 3. Zentriervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Elastomer-Ring (30) außerdem eine Dichtung zwischen der den Aufnahmebereich begrenzenden Hülse (26) und dem Zapfen (32) bildet, durch die das in der Hülse (26) befindliche Schmiermittel zurückgehalten wird.h. Zentriervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ihre Verwendung bei einem Doppel-Kardangelenk (Fig. 3)·4PLeerseite
Applications Claiming Priority (1)
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8239 | Disposal/non-payment of the annual fee |