DE2317375B2 - In streifenleitertechnik, insbesondere duennfilmtechnik, aufgebaute schaltung mit induktivitaeten - Google Patents
In streifenleitertechnik, insbesondere duennfilmtechnik, aufgebaute schaltung mit induktivitaetenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine in Streifenlcitertechnik,
insbesondere in Dünnfilmtechnik aufgebaute Schaltung mit Induktivitäten, bei welcher diese Induktivitäten
durch gegenüber der Wellenlänge kurz ausgebildete Leitungsabschnitte auf der einer Massefläche gegenüberliegenden
Oberfläche einer Trägerplatte gebildet sind und wie sie insbesondere als Filter im GHz-Bereich
Anwendung finden kann.
Der induktive Blindwiderstand einer in Streifenleitertechnik
aufgebauten Induktivität dieser Art ist nach der Formel
(itL = jZ0 ■ tan ·
30
bestimmt. Daraus ist ersichtlich, daß die Induktivität L über die Tangens-Funktion frequenzabhängig ist. Um
diese für viele Anwendungsfälle, insbesondere für den Aufbau von Filtern, ungünstige Eigenschaft solcher
Induktivitäten zu vermeiden, ist es bekannt, den die Induktivität bildenden Leitungsabschnitt in seiner
Länge /kurz gegen die Wellenlänge λ zu halten und die gewünschte Induktivität durch Wahl eines relativ hohen
Wellenwiderstandes Zn zu realisieren. Mit den in der
Dünnfilmtechnik üblichen Trägerplatten aus Glas, Keramik oder Saphir mit einer Dielektrizitätskonstante
von etwa 9 bis 10 sind der Größe des Wellenwiderstandes jedoch Grenzen gesetzt. Für einen Wellenwiderstand
von beispielsweise 150 Ω wäre in der bekannten Dünnfilmtechnik beispielsweise eine Breite des Leitungsabschnittes
von nur einigen Tausendstel mm nötig, was nicht nur Herstellungsprobleme, sondern auch
erhebliche Dämpfungen mit sich bringt.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine einfache Maßnahme aufzuzeigen, mit der solche in Streifenleiter-Schaltungen
eingebaute Induktivitäten in einem breiten Frequenzbereich im wesentlichen frequenzunabhängig
gemacht werden können, ohne dabei die Verluste unnötig zu erhöhen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Schaltung nach dem Patentanspruch.
Mit der sehr einfach realisierbaren erfindungsgemäßen Maßnahme, unterhalb des die Induktivität in einer
solchen Schaltung bildenden Leitungsabschnittes eine entsprechende Aussparung der Massefläche und gegebenenfalls
der darunterliegenden Bodenfläche eine Aussparung vorzusehen, kann in einer sonst unverändert
bleibenden Streifenleiter-Schaltung die zu bildende Induktivität in einem breiten Frequenzband nahezu
frequenzunabhängig gemacht werden, da der die Induktivität bildende Leitungsabschnitt der Schaltung
einerseits in an sich bekannter Weise gegenüber der Wellenlänge sehr kurz ausgebildet werden kann und
damit die Tangens-Funktion in ihrem linearen Bereich bleibt und andererseits durch die Aussparung des
rückwärtigen Massebclagcs ein relativ hoher Wellenwiderstand realisiert werden k.inn, ohne daß der
Leitungsabschnitt hierzu extrem schmal ausgebildet zu werden braucht. Damit wird nicht nur der Aufbau einer
solchen Induktivität sehr vereinfacht, sondern es werden vor allem auch die Verluste extrem klein
gehalten. Durch die erfindungsgemäße Aussparung unterhalb des die Induktivität bildenden Leitungsabschnitles
in der Masseflächc wird nämlich die Phasengeschwindigkeit auf diesem Leitungsabschnitt herabgesetzt
und damit der Wellenwiderstand erhöht. Darüber hinaus wird durch diese Maßnahme auch noch der
überraschende Vorteil erzielt, daß die elektrische Länge dieses Leitungsabschnittes gegenüber den gegebenen
mechanischen Abmessungen noch weiter verkürzt wird und somit die Frequenzunabhängigkeit noch weiter
verbessert wird. Durch das funktioneile Zusammenwirken dieser beiden vorteilhaften Effekte wird eine
Induktivität geschaffen, mit der insbesondere im Höchstfrequenzbereich von 1 bis 12GHz nahezu
frequenzunabhängige, im Durchlaßbereich extrem geringe Dämpfung aufweisende Filter in Streifenleitungstechnik
aufgebaut werden können.
Die Erfindung sowie Einzelheiten derselben werden im folgenden an Hand schematischer Zeichnungen an
einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Fig. \ zeigt die Draufsicht auf eine in Dünnfilmtechnik
aufgebaute Filteranordnung mit erfindungsgemäß realisierten Induktivitäten;
F i g. 2 zeigt einen Querschnitt dieser Filteranordnung längs der Schnittlinie A-A nach Fig. I.
Die Figuren zeigen eine in Dünnfilmtechnik aufgebaute Filteranordnung beispielsweise für den Frequenzbereich
von 1 bis 12GHz. Sie besteht aus mehreren in bestimmter Weise miteinander verknüpften Induktivitäten
und Kapazitäten, gegebenenfalls zusätzlichen ebenfalls in Dünnfilmtechnik realisierten Widerständen
und anderen passiven oder aktiven Bauelementen. Zur Verdeutlichung der Realisierungsmöglichkeiten für
diese verschiedenen Bauelemente in der Streifenleiterbzw. Dünnfilmtechnik ist die Filteranordnung des
Ausführungsbeispiels aus folgenden in Dünnfilmtechnik auf der der Massefläche 1 gegenüberliegenden Oberfläche
einer Trägerplatte 2 aus Glas, Keramik oder Saphir ausgebildeten Einzelelementen aufgebaut: Der Anschlußstecker
3 steht mit einem kurzen Eingangsleitungsabschnitt 4 in Verbindung, der in eine durch eine
Vergabelung gebildete Serienkapazität 5 übergeht. Nach einem weiteren kurzen Verbindungsleitungsstück
6 folgt eine Serieninduktivität 7, die aus einem gegenüber der Breite der Leitungsabschnitte 4 und 6
schmäleren Leitungsstück gebildet ist. Am Ende dieses eine Induktivität bildenden schmalen Leitungsabschnittes
7 verbreitert sich der Leiterbelag wieder zu einer Kapazität 8. Parallel zur Kapazität 5 ist zur Verdeutlichung
der Realisierungsmöglichkeit für eine Parallelinduktivität ein weiterer schmaler Leitungsabschnitt 9
zwischen dem Eingangsleitungsabschnitt 4 und dem Verbindungsabschnitt 6 vorgesehen.
Erfindungsgemäß sind unterhalb der gegenüber den normalen Leitungsabschnitten 4 und 6 verschmälerten,
die Induktivitäten bildenden Leitungsabschnitten 7 und 9 Aussparungen 10 und 11 im rückwärtigen Massebelag
1 ausgebildet.
Solche in Dünnfilmtechnik aufgebaute Schaltungen werden meist aus Stabilitätsgründen mit ihrem Masse-
belag 1 auf einer geeigneten Mciallplatle befestigt, in
dem gezeigten Alisführungsbeispiel auf dem Boden 12 eines Gehäuses 13. In diesen Fällen wird erfindungsgcniäß
auch dieser Boden 12 im Bereich unterhalb der die Induktivitäten bildenden schmalen Leitunesabschnittc 7
und 9 ausgespart, wie dies durch die Löc.ier 14 und 15
dargestellt ist.
An Stelle der dargestellten und sich über die gesamte
Länge des die Induktivität bildenden schmalen Leitungsabschnittes 7 bzw. 9 erstreckenden Aussparungen
10, 15 bzw. 11, 14 können selbstverständlich bei Bedarf
auch mehidre einzelne nebeneinanderliegende Aussparungen
vorgesehen sein, wenn dies aus Stabilitätsgrün-
den beispielsweise für den Roden nötig sein sollte. Die Größe dieser Ausnehmungen richtet sich nach dem
gewünschten Wert des Wellenwiderstandes der Induktivität und der zusätzlich gegebenenfalls noch gewünschten
weiteren elektrischen Verkürzung dieses die Induktivität bildenden und gegenüber der Wellenlänge
kurz gewählten schmalen Leitungsabschnittes. Auch die Breite dieser schmalen Leitungsabschnitte 7 und 9
richtet sich nach dem gewünschten Wellenwiderstandswert, kann durch die erfindungsgemäße Maßnahme
aber immer wesentlich breiter ausgebildet werden als bei den bekannten Anordnungen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:In Streifenleitertechnik, insbesondere Dünnfilmtechnik, aufgebaute Schaltung mit Induktivitäten, die durch gegenüber der Wellenlänge kurz ausgebildete Leitungsabschnitte auf der einer Masseflächc gegenüberliegenden Oberfläche einer Trägerplatte gebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Massefläche (1. 12) im Bereich unterhalb des die Induktivität bildenden Leitungsabschnittes (7, 9) ausgespart ist (Aussparungen 10,11,14,15).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732317375 DE2317375B2 (de) | 1973-04-06 | 1973-04-06 | In streifenleitertechnik, insbesondere duennfilmtechnik, aufgebaute schaltung mit induktivitaeten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732317375 DE2317375B2 (de) | 1973-04-06 | 1973-04-06 | In streifenleitertechnik, insbesondere duennfilmtechnik, aufgebaute schaltung mit induktivitaeten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2317375A1 DE2317375A1 (de) | 1974-10-24 |
| DE2317375B2 true DE2317375B2 (de) | 1978-01-19 |
Family
ID=5877259
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732317375 Withdrawn DE2317375B2 (de) | 1973-04-06 | 1973-04-06 | In streifenleitertechnik, insbesondere duennfilmtechnik, aufgebaute schaltung mit induktivitaeten |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2317375B2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3128197A1 (de) * | 1981-07-16 | 1983-02-03 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Als planare struktur aufgebaute schaltungsanordnung |
Families Citing this family (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4213195C2 (de) * | 1992-04-22 | 1995-01-19 | Rohde & Schwarz | Mehrkreisiges Leitungsfilter |
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| US7437187B1 (en) | 2000-10-30 | 2008-10-14 | Conductus, Inc. | Superconductive filter with capacitive patches providing reduced cross-coupling |
| US7610072B2 (en) | 2003-09-18 | 2009-10-27 | Superconductor Technologies, Inc. | Superconductive stripline filter utilizing one or more inter-resonator coupling members |
-
1973
- 1973-04-06 DE DE19732317375 patent/DE2317375B2/de not_active Withdrawn
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| DE3128197A1 (de) * | 1981-07-16 | 1983-02-03 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Als planare struktur aufgebaute schaltungsanordnung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2317375A1 (de) | 1974-10-24 |
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