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Bildinformationsübertragungs-und -belichtungsvorrichtung Die Erfindung
bezieht sich auf eine Bildinformationsübertragungs- und -belichtungsvorrichtung,
insbesondere auf eine solche, die in Bildinformationsbelichtungsstationen der bisher
vorgeschlagenen oder ausgeführten elektrophotographischen Kopiergeräte der verschiedenen
Typen geeignet ist, um die Bildinformation über Bildübertragungsglieder zu übertragen
und dabei sicherzustellen, daß die Oberfläche eines lichtempfindlichen Mediums mit
gleichbleibender Helligkeit und gleichbleibender Auflösung belichtet wird.
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Die Anmelderin hat früher ein verbessertes elektrophotographisches
Verfahren vorgeschlagen. Dieses elektrophotographische
Verfahren
verwendet ein lichtempfindliches Organ, das grundsätzlich eine Isolierschicht, eine
photoleitende Schicht und eine leitende Tragschicht besitzt, und folgende Schritte
einschließt: Voraufladen der Isolierschicht des lichtempfindlichen Organs mit positiver
oder negativer Polarität in Übereinstimmung mit der N- oder P-Leitfähigkeitsart
der photoleitenden Schicht mit Hilfe einer Elektrode, einem Koronaentlader-oder
einer Flüssigkeitsentlade oder Ladevorrichtung, um damit Ladungen einer der Polarität
der Ladungen in der Oberfläche der Isolierschicht in der Nähe der Berührungsfläche
zwischen der photoleitenden Schicht und der Isolierschicht entgegengesetzten Polarität
zu erzielen; anschließendes Zuführen irgendeiner gewünschten Spannung zu einer Flüssigkeitsmenge
und Inkontaktbringen einer solchen Flüssigkeit mit der Oberfläche der geladenen
Isolierschicht, wobei die Flüssigkeit so äiit wird, daß die Beziehung t < t/Ci.d
erfüllt ist,wonn Y den spezifischen Widerstand der Flüssigkeit, Ci die elektrostatische
Kapazität der Isolierschicht, d die Stärke der Flüss-igkeitsschicht und t die Endlade-.-oder
Ladezeit hedeuten; gleichzeitig damit- oder kurz davor ein Belichten des lichtempfindlichen
Organs mit dem Originalbild, um dabei die Ladungsverhältnisse auf dem lichtempfindlichen
Organ in Sbereinstimmung mit dem Schwarz-Weiß-Muster des Originalbildes zu verändern;
ein anschließendes Entfernen der Entlade- oder Ladeflüssigkeit; und danach ein Belichten
der gesamten Oberfläche der Isolierschicht mit Licht, um dadurch die Ladungen in
der Nähe. der Berührungsç fläche-zwischen der photoleitenden Schicht und der Isolierschicht,
die den Dunkelzonen des Originalbildes entsprechen,
freizugeben,wodu=h
af der Oberfläche des lichtempfindlichen Organs ein elektrostatisches latentes Bild
von hohem Kontrast, das dem Originalbild entspricht, entsteht. Das Verfahren schließt
darüberhinaus die folgenden Schritte ein: das Sichtbarmachen des elektrostatischen
latenten Bildes mit einem Entwickler zur Hauptsache aus geladenen färbenden Teilchen
unter Anwendung eines Flüssigkeits- oder Trockenentwicklungsprozesses; das anschließende
Übertragen des sichtbar gemachten Bildes auf Papier oder ein ähnliches Übertragungsmedium
unter Ausnützung eines inneren oder äußeren elektrisches Feldes und nachfolgendes
Erwärmen und Festigen des übertragenen Bildes mit Hilfe einer Infrarot strahlen
lampe oder dergl.,um eine elektrophotographische Bildkopie zu erhalten; und das
nachfolgende Reinigen der Oberfläche der Isolierschicht, um jeglichen Rest von geladenen
Partikeln davon zu entfernen und das photoempfindliche Organ für einen weiteren
Kopierzyklus verwendbar zu machen. Wo das verwendete lichtempfindliche Organ aus
drei Schichten, nämlich einer Isolierschicht, einer photoleitenden Schicht und einer
Isolierschicht besteht, oder eine weitere leitende Schicht enthält, muß die Entlade-
oder Ladeflüssigkeit, die während der gleichzeitig mit oder unmittelbar vor der
Entladung oder Ladung stattfindenden Belichtung mit dem Bildlicht verwendet wird,
so gewählt sein, daß die Beziehung P CS t(Cl+C2)/Cl.C2.d erfüllt ist, worin t den
spezifischen Widerstand der Flüssigkeit, C1 und C2 die elektrostatischen Kapazitäten
der beiden Isolierschichten, d die Stärke der Flüssigkeitsschicht und t die Entlade-
oder Ladezeit bedeuten; eine solche Flüssigkeit
wird mit irgendeinem
ihr zugeführten, gewünschten Potential verwendet. Diesem folgen weitere Schritte,
die bei dem vorhergehenden elektrophotographischen Verfahren beschrieben wurden.
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Die Anmelderin hat auch ein elektrophotographisches Verfahren vorgeschlagen,
das ein lichtempfindliches Organ verwendet, das auf einer Isolierschicht, einer
photoleitenden Schicht und einem leitenden Tragorgan basiert und folgende Schritte
vorsieht: Ein gleichförmiges Aufladen der Oberfläche des lichtempfindlichen Organs
auf positive oder negative Polarität; ein anschließendes Entladen der Oberfläche
der Isolierschicht mit Hilfe einer Entladeelektrode, die elektrische Konkavkonvexität
aufweist, und gleichzeitig damit ein Belichten dieser Oberfläche mit dem Originalbild;
und dann erforderlichenfalls ein gleichmäßiges Belichten der gesamten Oberfläche
der Isolierschicht mit Licht, wobei auf der Oberfläche des lichtempfindlichen Organs
ein elektrostatisches latentes Bild von hohem Kontrast gebildet wird, das dem Originalbild
entspricht; und weitere Schritte ähnlich denjenigen des oben beschriebenen elektrophotographischen
Verfahrens.
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In einem elektrophotographischen Kopiergerät zur Durchführung der
beschriebenen Verfahren muß die Belichtung der licht empfindlichen Oberfläche mit
der Bildinformation insbesondere von einer Bildinformationsquelle wie einer Kathodenstrahlröhre
oder einem Mikrofilmprojektor in der Weise bewerkstelligt werden, daß die Bildinformation
über ein Bildübertragungsglied,
das zwischen der lichtempfindlichen
Oberfläche und der Oberfläche der Bilddarstellung angeordnet list, übertragen wird.
In der Vergangenheit ist eine einzige Lichtfaserplatte zwischen der lichtempfindlichen
Oberfläche und der Oberfläche der Bilddarstellung eingefügt und als Bildübertragungsglied
verwendet worden. Eine derartige einzelne Lichtfaserplatte ist gewöhnlich in der
Weise benutzt worden, daß ihre eine Stirnfläche an der fluoreszierenden Schirmfläche
der Kathodenstrahlröhre oder dem Projektionsschirm für einen Mikrofilm befestigt
war, während die andere Stirnfläche der Faserplatte in einem geringen Abstand von
der lichtempfindlichen Oberfläche angeordnet war. Zum Zwecke der Illustration wird
der Fall einer Kathodenstrahlröhre als Beispiel genommen. Falls die Oberfläche des
lichtempfindlichen Organs nicht gleichförmig glatt sondern wellig war, konnte sich
der Abstand zwischen der Bildinformationsaustrittsfläche der ortsfesten Kathodenstrahiröhre
und der Oberfläche des lichtempfindlichen Organs während des Betriebs des lichtempfindlichen
Organs mehr oder weniger verändern, was zu einer beträchtlichen Verringerung der
Auflösung, Helligkeit und Klarheit des Bildlichtes, das der Oberfläche des lichtempfindlichen
Mediums zugeführt wird, führen konnte. Dies rührt daher, daß die Übertragung der
Lichtinformation über Lichtfasern ein Maximum an Auflösung, Helligkeit und Klarheit
in der Bildinformationsaustrittsfläche verlangt und diese Faktoren veränderbar sind
und infolge der Dispersion des Lichts mit zunehmendem Abstand von einer solchen
Fläche abnehmen.
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Eine Lösung dieses Problems würde dadurch erreicht werden, daß
die
Oberfläche des lichtempfindlichen'Organs ohne jede Welligkeit und mit ideal hoher
Genauigkeit der Oberflächenglätte gefertigt ist, was jedoch nur mit extremen Schwierigkeiten
zu realisieren wäre, da große Sorgfalt bei der Endbearbeitung der lichtempfindlichen
Oberfläche aufgewendet werden müßt.e. Falls die ideale Oberflächenglätte überhaupt
erhalten werden könnte, würde es extrem schwierig oder unpraktikabel sein, einen
gleichmäßigen oder konstanten Abstand zwischen der Oberfläche des licht empfindlichen
Organs und der Bildinformationsaustrittsfläche der Lichtfaser allein mit Hilfe mechanischer
Genauigkeit vorzusehen. Aus diesem Grunde ist es bisher üblich gewesen, entweder
ein Federelement zu verwenden, um ein ganzes Lichtfaserrohr abzustützen und nqrmalerweise
gegenrdie Oberfläche des lichtempfindlichen Organs zu drücken, oder das gesamte
lichtempfindliche Organ in der Weise abzustützen, daß es in Richtung auf das Lichtfaserrohr
gedrückt wird und einen Freiheitsgrad für eine solche Hin- und Zurückbewegung besitzt.
Diese Systeme sind; für niedrige Kopiergeschwindigkeiten des lichtempfindlichen
Organs geeignet, bei höheren Kopiergeschwindigkeiten ist das Lichtfaserrohr bei
seiner freien Bewegung infolge der Position der Oberfläche des licht empfindlichen
Organs so großen Massen trägheitskräften unterworfen, daß es für das Lichtfaserrohr
schwierig ist, den Lageänderungen der lichtempfindlichen Oberfläche infolge von
Ungleichmäßigkeit oder Welligkeit dieser Oberfläche zu folgen und einen konstanten
Abstand zwischen sich und dem lichtempfindlichen Organ aufrechtzuerhalten.
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Mit der Erfindung soll daher eine verbesserte Bildinformationsübertragungs-
und Belichtungsvorrichtung geschaffen werden, bei der alle dem Stand der Technik
anhaftenden Nachteile eliminiert sind und bei der ein lichtempfindliches Medium
und eine Kathodenstrahlröhre feste Positionen ime haben und dennoch eine gleichförmig
helle und klare Bildinformation von der Kathodenstrahiröhre auf die Oberfläche des
lichtempfindlichen Mediums geleitet werden kann.
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Mit der Erfindung wird eine Vorrichtung dieser Art geschaffen, bei
der ein Lichtfaserrohr ein an der Kathodenstrahlröhre befestigtes Lichtfaserbündel
enthält und ein Ausgleichsorgan vorgesehen ist, das sicherstellt, daß die Oberfläche
des lichtempfindlichen Mediums mit der Bildinformation-von dem Lichtfaserrohr belichtet
wird, indem es einen praktisch innigen Kontakt mit der Oberfläche des lichtempfindlichen
Mediums aufrechterhält.
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Bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung sollen das Lichtfaserrohr
und das lichtempfindliche Medium so angeordnet sein, daß die Bildinformationsaustrittsfläche
des Lichtfaserrohrs und die Oberfläche des lichtempfindlichen Mediums (bei gekrümmten
Flächen die mittleren Tangenten dieser Flächen) einen Winkel innerhalb von 1800
einschließen, in dem ein bewegbares Lichtfaserzwischenbündel mit für einen innigen
Kontakt mit korrespondierenden Oberflächen angepaßten Bildinformationseintritts-
und
-austrittsflächen zwischen dem Lichtfaserrohr und dem lichtempfindlichen
Medium in der Weise untergebracht ist, daß es in Obereinstimmung mit Veränderungen
des Abstandes zwischen dem..Lichtfaserrohr und dem lichtempfindlichen Medium verschieb-
und verstellbar ist, um sicherzustellen, daß die Oberfläche des Mediums mit der
Bildinformation von dem Lichtfaserrohr belichtet wird, indem einimwesentlichen inniger
Kontakt zur OberflAche des lichtempfindlichen Mediums aufrechterhalten wird.
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Erfindungsgemäß ist ferner vorgesehen, eine Menge transparenter Schmierflüssigkeit
zwischen dem ortsfesten LichtfaserbUndel und dem beweglichen Lichtfaserzwischenbündel
vorzusehen, um eine weiche Keilbewegung des beweglichen Lichtfaserzwischenbündels
-sicherzùstellen.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand der Beschreibung von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1(A) eine Schnittansicht der Grundkonstruktion der
erfindungsgemäßen Bildinformationsübertragungs - und -belichtungsvorrichtung,
Fig.
1(B) eine perspektivische Darstellung der Vorrichtung gemäß Fig. 1(A), Fig. 2 eine
schematische Darstellung der Gesamtanordnung eines elektrophotographischen Kopiergeräts,
bei dem eine erfindungsgemäße Bildinformationsübertragungs- und -belichtungsvorrichtung
verwendet wird, Fig. 3, 4 und 5 perspektivische Ansichten weiterer Ausführungen
der Erfindung und Fig. 6 und 7 modifizierte Ausführungsformen der Erfindung.
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Nachstehend wird die Grundkonstruktion der Erfindung unter Bezugnahme
auf die Fig. 1(A) und (B) im Detail beschrieben.
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Mit 1 ist ein Lichtfaserrohr bezeichnet, das eine Lichtfaserplatte
3 enthält, die an der Schirmfläche einer Kathodenstrahlröhre 2 befestigt ist. In
einem im wesentlichen V-förmigen Spalt zwischen der Lichtinformationsaustrittsfläche
4 des Lichtfaserrohrs und der Oberfläche 6 eines lichtempfindlichen Mediums 5 ist
eine bewegbare Lichtfaserzwischenplatte 7 angeordnet. Die Lichtinformationseintrittsfläche
8 und die Austrittsfläche 9 der Lichtfaserzwischenplatte 7 können derart eben oder
gekrümmt sein, daß sie in gleichmäßigem Kontakt mit der Lichtinformationsaustrittsfläche
4 der Lichtfaserplatte 3 bzw. der Oberfläche 6 des lichtempfindlichen Mediums 5
stehen oder einen geringen Abstand zu dessen Flächen wahren.
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Speziell ist die Lichtinformationsaustrittsfläche der Lichtfaserzwischenplatte
konzentrisch zur Peripherie des lichtempfindlichen Mediums gekrümmt ausgebildet,
wenn das lichtempfindliche Medium die Form einer Trommel aufweist. Die Lichtfaserzwischenplatte
ist allgemein so konstruiert, daß sie in dem Spalt zwischen der Lichtinformationsaustrittsfläche
der Lichtfaserplatte und der Oberfläche des lichtempfindlichen Mediums im wesentlichen
eingekeilt werden kann und daß sie in Richtung des Pfeils A bewegbar ist, wenn der
Spalt breiter wird, und in Richtung des Pfeils B, wenn der Spalt enger wird, wobei
der konstante und gleichmäßige Kontakt bzw. der geringe Abstand zwischen der Oberfläche
des lichtempfindlichen Mediums und der Lichtinformationsaustrittsflche der Lichtfaserzwischenplatte
und zwischen der Lichtinfornationsaustrittsfläche des
Lichtfaserrohrs
und der Lichtinformationseintrittsfiäche der Lichtfaserzwischenplatte aufrechterhalten
wird. Dies wird mit Hilfe einer Feder lo oder dgl. erreicht, die dafür ausgelegt
ist, normalerweise der Lichtfaserzwischenplatte eine Vorspannung zu erteiien. Die
beschriebene Konstruktion stellt sicher, daß die Lichtinformation von dem Lichtfaserrohr
mit einem maximalen Grad an Auf lösung auf die Oberfläche des lichtempfindlichen
Mediums aufgebracht wird.
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Bei der beschriebenen Konstruktion, bei der die Lichtfaserzwischenplatte
zwischen dem Lichtfaserrohr 1 und dem lichtempfindlichen Medium 5 angeordnet ist,
sei nun angenommein, daß das lichtempfindliche Medium infolge irgendeiner ungleichförmigen
oder welligen Kontur seiner Oberfläche oder infolge irgendeiner Exzentrizität bei
einem trommelförmigen lichtempfindlichen Medium in Richtung des Pfeils o verrückt
wird. Gleichzeitig sei angenommen, daß vor einer derartigen Verrückung die Punkte
a und b auf der Oberfläche des lichtempfindlichen Mediums den Punkten a' und b'
auf der Lichtfaserzwischenplatte entsprachen. Nach der Verrückung wird ein Spalt
zwischen dem lichtempfindlichen Medium und der Lichtfaserzwischenplatte erhalten,
wobei letztere mit Hilfe der Feder aufwärts geführt wird, bis der Spalt zwischen
dem lichtempfindlichen Medium und der Lichtfaserzwischenplatte gleich demjenigen
vor der Verrckung des lichtempfindlichen Mediums wird. Dadurch korrespondieren nunmehr
die Punkte a' und b miteinander. Wenn die Exzentrizität des lichtempfindlichen
Mediums
andererseits in der dem Pfeil 0 entgegengesetzten Richtung vorliegt, entsteht eine
Drehkraft des lichtempfindlichen Mediums in der dem Pfeil 0 entgegengesetzten Richtung;
diese Drehkraft des lichtempfindlichen Mediums wirkt auf die Lichtfaserzwischenplatte
und preßt diese nach unten. Auf diese Weise kann die Verrückung des lichtempfindlichen
Mediums relativ zum Lichtfaserrohr durch die Bewegung der Lichtfaserzwischenplatte
aufgefangen werden.
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Die Form der Lichtfaserzwischenplatte mag aus optischer Sicht vorzugsweise
rechteckig parallelepiped sein, zur Durchführung der oben beschriebenen Bewegung
ist jedoch die Keilform vorzuziehen.
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In den Figuren i(A) und (B) ist der Winkel 0 zwischen der Mitteltangemte
A-B der gekrümmten Oberfläche der lichtempfindlichen Trommel und der Linie C-D auf
der Lichtinformaw tionsaustrittsfläche der Lichtfaserplatte als spitzer Winkel angestellt.
Dieser Winkel kann jedoch innerhalb von 180° gewählt werden, wobei die Lichtfaserzwischenplatte
die dem gewählten Winkel entsprechende Gestalt erhält. Der Winkel e wird durch die
Auflösung bestimmt, mit der die Bildinformation auf die Oberfläche des lichtempfindlichen
Mediums gebracht wird.
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Nachstehend wird die Beschaffenheit des Kontakts zwischen der Lichtinformationsaustrittsfläche
des tichtfaserrohrs
und der Lichtinformationseintrittsfläche der
Lichtfaserzwischenplatte diskutiert. Der Kontakt kann.so sein, daß ein geringer
Spalt zwischen den kdden Flächen verbleibt, wobei ein solcher Spalt zu einer besseren
Gleitwirkung zwischen den beiden Lichtfaserplatten führen kann, wenn er mit einer
transparenten Flüssigkeit mit guten Schmiereigenschaften gefüllt wird.
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Wo eine derartige Flüssigkeit zwischengeschaltet wird, muß darauf
geachtet werden, daß das Licht von der Faserplatte des Lichtfaserrohrs in der Kontaktfläche
nicht infolge von Diffusion, Reflexion und dergleichen geschwächt wird. Zu diesem
Zweck muß der Brechungsindex der Flüssigkeit beachtet werden. Ausserdem ist es erforderlich,
daß die Flüssigkeit hermetisch abgedichtet wird, um den Zutritt von Luft oder Staub
oder ein Verdunsten oder Eintrocknen der Flüssigkeit zu verhindern.
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Es soll nun die Brechung und Reflexion des Lichts in der Kontaktfläche
genauer betrachtet werden. Was die Brechung anbelangt, so sollte vorzugsweise eine
Flüssigkeit von höherem Brechungsindex wie beispielsweise öl zum Eintauchen, Siliciumöl
od. dgl. Verwendung finden,um die Lichtdiffusion in der Fläche zwischen den beiden
Faserplatten zu verhindern oder so klein als möglich zu halten. Ferner sollte die
Flüssigkeit einen Brechungsindex besitzen, dessen Wert mit dem der Fasern
der
Faserplatten übereinstimmt, um die Lichtreflexion in dem überlappten Abschnitt so
klein als möglich zu halten.
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Diese Bedingungen sind im Hinblick auf die Brechung und Reflexion
in der Fläche zwischen den beiden Faserplatten wünschenswert; ein solcher Brechungsindex
der Flüssigkeit kann von verschiedenen Faktoren der erfindungsgemäßen in einem elektrophotografischen
Kopiergerät angewendeten Bildinformationsübertragungs- und -biichtungsvorrichtang
bestimmt werden, beispielsweise durch die optische Auf lösung, die Helligkeit des
Lichtfaserrohrs, die Lichtempfindlichkeit des lichtempfindlichen Mediums usw.
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Nachstehend werden die Einflüsse beschrieben, die von der Überlappung
zwischen der an dem Lichtfaserrohr befestigten Lichtfaserplatte und der Lichtfaserzwischenplatte
ausgehen.
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Einer dieser Einflüsse besteht in einer Reduzierung der Auflösung.
Für die Auflösung bei zwei überlappten Faserplatten kann allqemein folgender Ausdruck
qeschrieben werden
worin W1 und W2 die Auflösung (LinienJmm) der einzelnen Faserplatten bedeuten. Aus
der Überlappung der zwei Faserplatten resultiert also unvermeidbar eine Reduktion
der Auflösung; diese kann jedoch dadurch unschädlich gemacht werden, daß die Durchmesser
der Fasern der Faserplatten nach der
gewünschten Auflösung des
schließlich auf der Oberfläche des lichtempfindlichen Mediums erhaltenen projezierten
Bildes durch Rückrechnung der vorstehenden Formel gewählt werden.
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Falls die optischen Achsen der überlappten Faserplatten in einem Winkel
zueinander angeordnet sind, wird darüber hinaus die numerische Apertur der Faserplatten
verändert, so daß das kondensierte cder emittierte Licht dadurch eine Bündelung
erfahren wird. Wenn'die optischenAchsen der beiden Faserplatten, wie in den Figuren
4 und 5 dargestellt, in einem Winkel zueinander stehen, muß daher eine solche aus
der Bündelung von Licht resultierende Veränderung im Kondensierungsvermögen in Betracht
gezogen werden, und der Winkel zwischen den optischen Achsen kann nicht beliebig
groß gewählt werden.
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Wenn die Vorrichtung bei einem elektrophotografischen Kopiergerät
verwendet wird, wird der Winkel zwischen den optischen Achsen innerhalb eines Bereichs
gewählt, der der gewünschten optischen Auflösung gerecht wird.
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Nachstehend werden einige bestimmte Ausführungsformen der Erfindung
unter Bezugnahme auf die Zeichnung im Detail erlautet.
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Figur 2 zeigt eine erfindungsgemäße Bildinformationsübertragungs-
und-belichtungsvorrichtung in ihrer Anwendung im einem elektrophotografischen Kopiergerät.
Die Bezugsziffer 11 bezeichnet eine Trommel, die in Richtung des gezeichneten Pfeils
verdrehbar ist und auf ihrem Umfang ein lichtempfindliches
Medium
aus übereinander liegenden Schichten, nämlich einer leitenden Tragschicht 12, einer
photoleitenden Schicht 13 und einer Isolierschicht 14, trägt. Anstelle der verdrehbaren
Trommel könnte auch ein endloses Band oder dgl. vorgesehen sein. Das.lichtempfindliche
Medium wird zunächst über seine gesamte Oberfläche mit Hilfe einer Ladevorrichtung
15 gleichmäßig aufgeladen und anschließend mit der Bildinformation belichtet, die
von einem Lichtfaserrohr 18 über eine Lichtfaserzwischenplatte 20, die mit Hilfe
einer Feder 19 auf- und abbewegbar ist, übertragen wird; das Lichtfaserrohr 18 weist
eine Kathodenstrahlröhre 16 und eine an dieser befestigte Lichtfaserplatte 17 auf.
Zwischen der Lichtfaserplatte 17 und der bewegbaren Lichtfaserzwischenplatte 20
ist eine-Menge Schmierflüssigkeit L1 vorgesehen, um eine gleichmäßige Gleitbewegung
der Lichtfaserzwischenplatte zu gewährleisten. Andererseits wird eine Menge von
Entlade- oder Ladeflüssigkeit L2 in den Spalt zwischen der lichtempfindlichen Trommel
und der Lichtfaserzwischenplatte gespeist; die Flüssigkeit gelangt mit Hilfe einer
Pumpe 22 aus einem Speicher-und Sammelbehälter 21 über eine Flüssigkeitszuführungsleitung
23 in diesen Spalt; der Flüssigkeit L2 wird eine geeignete Spannung (einschließlich
eines Erdpotentials) zugeführt, wobei die Bildinformationsübertragung und Belichtung
gleichzeitig mit oder unmittelbar vor dem gleichzeitigen Einsetzen des Bildlichts
und der Entladung oder Ladung MsEL mdet Die auf diese rk is für die Entladung der
Ladung verwendete Flüssigkeit wird dann von der Oberfläche des lichtempfindlichen
Mediums mit Hilfe
eines Abstreifmessers 25 entfernt. Das Anlegen
einer geeigneten Spannung an die Entlade- oder Ladeflüssigkeit kann durch Zuführen
der Spannung zu einer dünnen leitenden Schicht auf der Stirnfläche der Lichtfaserzalischenplatte,
die der lichtempfindlichen Trommel gegenüberliegt, erfolgen oder durch Zufuhr der
Spannung zu dem die Flüssigkeit entfernenden Abstreifmesser, wenn dieses im Hinblick
auf eine Leitfähigkeit vorbehandelt ist, oder durch Anlegen der Spannung an eine
für diesen Zweck besonders vorgesehene Elektrode.
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Die Entlade- oder Ladeflüssigkeit kann darüber hinaus die erwähnte
Schmierflüssigkeit darstellen. Nachdem die Entlade-oder Ladeflüssigkeit auf diese
Weise mit Hilfe des Abstreifmessers entfernt worden ist, kann die Oberfläche des
lichtempfindlichen Mediums erforderlichenfalls mit einem Blastrockenapparat 26 getrocknet
werden; sie wird dann mit Hilfe einer Gesamtbelichtungsvorrichtung 27 einer totalen
Belichtung unterworfen, wonach ein Entwicklungsprozess beginnt. Gemäß der Darstellung
wird die Entwicklung unter Verwendung einer Flüssigkeitsentwicklungsvorrichtung
28 durchgeführt, es ist jedoch offensichtlich, daß auch eine Trockenentwicklung,
bei der eine magnetische Bürste, eine Haarbürste oder dgl. Verwendung findet, durchgeführt
werden kann. Das so entwickelte lichtempfindliche Medium wird weiter gedreht, so
daß jeglicher Rest noch darauf befindlicher Entwicklerflüssigkeit durch einen Quetschlader
29 weggepreßt wird. Die auf diese Weise weggepreßte Flüssigkeit kann entweder für
eine Wiederverwendung
in der Entwicklungsuorrichtung 28 gesammelt
oder aus dem Gerät herausgeführt werden. Wenn eine Trockenentwicklung vorgenommen
wird, wird der Quetschlader als Nachlader zur Erhöhung des übertragungsvermögens
des Entwicklungstoners verwendet.
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Das lichtempfindliche Medium mit dem auf diese Weise sicht bar gemachten
Bild erreicht eine Übertragungsstation, wo es von einem Übertragungsmedium 30 berührt
wird das in Richtung der Pfeile bewegt wird, wobei das Bild mit Hilfe eines über
tragungskoronaladers 31 auf das Übertragungsmedium übertragen, wird. Der so übertragene
Toner wird mit Hilfe einer Befesti gungsvorrichtung 32, die Wärme oder dgl. verwendet,
auf dem Übertragungsmedium befestigt. Nachdem die Bildübertragung stattgefunden
hat, wird das .iichtempfindliche Medium für seine Wiederverwendung mit einer Reinigungsvorrichtung
34, die mit einem Reinigungsmesser 33 ausgestattet ist, gereinigt. Auf diese Weise
wird die Information von der Kathodenstrahlröhre 16 auf das Ubertragungsmedium kopierte
Fig. 3 zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung, bei der ein ebenes lichtempfindliches
Blatt 35 in Richtung des Pfeils linear bewegbar durch die Bildinformation von dem
Lichtfaserrohr 36 belichtet wird, wobei eine bewegbare Lichtfaserzwischenplatte
37 in innigen Kontakt mit dem lichtempfindlichen Blatt gebracht ist. Bei dieser
Ausführungsform wird die bewegbare Lichtfaserzwischenplatte stets mit Hilfe ihres
eigenen Gewichts und der Bewegung des lichtemDfindllchen Blattes zwischen diesem
und dem Lichtfaserrohr eingepaßt und
ist in Übereinstimmung mit
der änderung des Abstandes zwischen dem lichtempfindlichen Blatt und dem Lichtfaserrohr
auf- und abbewegbar, um dabei den innigen Kontakt für die Belichtung aufrechtzuerhalten.
Da das lichtempfindliche Blatt eine wölbungsfreie Ebene bildet, bildet die Lichtinformationsaustrittsfläche
der Lichtfaserzwischenplatte eine komplementäre wölbungsfreie Ebene. Mit dem Bezugszeichen
38 ist eine Menge von S-chmierflüssig,keit bezeichnet, die die relative Gleitbewegung
des Lichtfaserrohrs und der bewegbaren Lichtfaserzwischenplatte begünstigt.
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Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei
dem das Bild eines Mikrofilms anstelle des Bildes von dem Lichtfaserrohr, das die
Bildinformationsquelle bei der Ausführung gemäß Fig. 1 darstellt, mit Hilfe einer
Lampe 40 über eine Projektionslinse 41 auf einen Projektionsschirm 42 projiziert
werden kann. Das auf dem Projektionsschirm 42 erscheinende Bild kann über eine ortsfeste
Lichtfaserplatte 43 und darüberhinaus über eine bewegbare Lichtfaserzwischemplatte
45, die von einer Feder 44 nach oben gepreßt wird, auf ein lichtempfindliches Medium
48 übertragen werden, das sich in engem Kontakt mit der Platte 45 befindet, und
mit dem Bild von dem Mikrofilm belichtet wird.
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Fig. 5 zeigt noch eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei
der ein Bild von einer Bildinformationsquelle in Form eines gekrümmten Originalblattes
0 mit Hilfe einer Lichtquelle 47 und einem Reflektor 48 projiziert werden kann,
um
eine ortsfeste Lichtfaserplatte 49 und darüberhinaus eine Lichtfaserzwischenplatte
51, die von einer Feder 50 nach oben gedrückt wird, zu passieren und auf der Oberfläche
einer lichtempfindlichen Trommel 52 aufzutreffen, die in innigem Kontakt mit der
Lichtfaserzwischenplatte steht. Bei dieser Ausführungsform besitzt die Lichtinformationseintrittsfläche
der ortsfesten Lichtfaserplatte 49 eine gekrümmte Form, die derjenigen des gekrümmten
Originaiblattes komplementär ist.
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Die Fig.. 6 und 7 zeigen Modifikationen der Ausführungen gemäß den
Fig. 1 bis 5. Bei den vorhergehenden Ausführungen sind die Lichtinformationseintritts-
und -austrittsflächen der Lichtfaserpatten in Bezug auf die Richtung der Lichtfasern
in Übereinstimmung mit der Ausführungsform schräg angeordnet, was zu einem großen
Verlust an Licht und Auflösung führt, wenn die Lichtinformation in die Lichtfaserplatte
eintritt und aus dieser austritt. Die vorliegende Modifikation vermeidet diese Nachteile,
indem die Lichtinformationseintritts-und -austrittsflächen senkrecht zur Richtung
der Lichtfasern.
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verlaufen. Gemäß Fig. 6 wird dies speziell dadurch erreicht, daß ein
Bündel von Lichtfasern im wesentlichen in einem rechten Winkel gebogen wird, und
gemäß Fig. 7 dadurch, daß die Lichtinformationseintritts- und -austrittsflächen
des ortsfesten Lichtfaserbündels und jene des beweglichen Lichtfaserzwischenbündels
sämtlich senkrecht zur Richtung der Fasern verlaufen und daß die einzelnen Fasern
an jedem der geteilten Enden untereinander befestigt sind, wobei die dazwischenliegenden
Teile
jedes Lichtfaserbündels aufgelockert sind, so daß die Lichtinformationseintritts-
und eustrittsflächen jedes der Lichtfaserbündel wie gewünscht ausgerichtet werden
können.
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In den Fig. 6 und 7 bezeichnen die Bezugsziffern 53 und 58 die Lichtfaserrohre,
die Bezugszifferns 54 und 59 die ortsfesten Lichtfaserbündel, die Bezugsziffern
55 und 60 die Federn für die Belastung der Lichtfaserzwischenbündel 56 und 61 und
die Bezugsziffern 57 und 62 die lichtempfindlichen Trommeln, die in Pfeilrichtung
verdrehbar sind.
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Die vorstehende Beschreibung zeigt, daß die erfindungsgemäße Bildinformationsübertragungs-
und -belichtungsvorrichtung ein Lichtfaserbündel als Bildinformationsübertragungsglied
benützt, das an der (fluoriszierenden) Schirmfläche einer Kathodenstrahlröhre oder
dem Projektionsschirm für einen Mikrofilm oder dergleienen befestigt ist, und ein
bewegliches Lichtfaserzwischenbündel zum Auffangen jeder Veränderung in dem Abstand
zwischen der Oberfläche eines lichtempfindlichen Mediums und der Lichtinformationsaustrittsfläche
des Lichtfaserbündels, wenn die Bildinformation auf das lichtempfindliche Medium
zum Zwecke der Belichtung über tragen werden soll. Die Anordnung des Lichtfaserzwischenbündels
kann darüberhinaus mannigfaltig verändert werden, um dabei die Position der Bildinformationsquelle,
beispielsweise der Kathodenstrahlröhre oder dergl., in Bezug auf das lichtempfindliche
Medium zu verändern, was zu einer effektiven Ausnützung des Raums in einem elektrophotographischen
Kopiergerät, bei dem die Vorrichtung anwendet werden kann, beiträgt und demgemäß
eine
Verringerung der Größe solcher Geräte erzielen läßt.
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Obwohl die vorstehenden speziellen Ausführungen der Erfindung in
Verbindung mit ihrer Anwendung bei einem besonderen elektrophotographischen System
und und,besonderen Formen von Bildinformationsquellen beschrieben sind, -stellen
diese nicht die einzig möglichen Anwendungsfälle dar, vielmehr kann die Erfindung
selbstverständlich bei allen der verschiedenen bekannten elektrophotographischen
Systeme zur Anwendung gelangen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann darüberhinaus
als eine Vorrichtung zum Aufbringen'einer Bildinformation auf die Oberfläche eines
lichtempfindlichen Mediums und gleichzeitigen Entladen einer solchen Oberfläche
dienen und ist auch als Vorrichtung einfach zum effektiven Belichten mit einer Bildinformation
brauchbar.
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Die erfindungsgemäße Bildinformationsübertragungs-und -belichtungsvorrichtung
ist in verschiedenen Typen von ein lichtempfindliches Medium benützenden elektrophotographischen
Kopierapparaten anwendbar und enthält eine Bild in formationsquelle, eine Lichtfaserplatte
bzw. ein Lichtfaserbündel, die oder das an der Bildinformationsquelle befestigt
ist, und eine bewegliche Lichtfaserzwis chenplatte bzw. ein bewegliches Lichtfaserzwischenbündel
in einer solchen Anordnung, daß die Bildlnformation von der Bildinformationsquelle
über die ortsfeste Lichtfaserplatte bzw. das ortsfeste Lichtfaserbündel auf die
Oberfläche des lichtempfindlichen
Mediums gelangt und diese belichtet.
Die Lichtfaserzwischenplatte bzw. das Lichtfaserzwischenbündel steht mit seinen
Bildinformationseintritts- und -austrittsflächen der Bildinformationsaustrittsfläche
der ortsfesten Lichtfaserplatte bzw.
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des ortsfesten Lichtfaserbündels und der Oberfläche des licht empfindlichen
Mediums gegenüber.