DE2316175B2 - Verkleidung für aus einem Seilnetz gebildete Tragwerke - Google Patents
Verkleidung für aus einem Seilnetz gebildete TragwerkeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verkleidung für aus einem Seilnetz gebildete Tragwerke, bestehend aus nebeneinander
angeordneten Verkleidungsplatten, deren Ränder von durchgehenden Einfassungsprofilen
aus alterungs- und witterungsbeständigem elastischem Material umgeben sind, welche zwischen den Längsrändern
von am Seilnetz befestigten Klemmschienen gehalten sind, die den Zwischenraum zwischen den
Verkleidungsplatten überbrücken.
Bekanntermaßen bereitet die Verkleidung von durch Seilnetze gebildeten Tragwerken dann Schwierigkeiten,
wenn die Ränder der Maschen nicht parallel und gegebenenfalls darüber hinaus noch zueinander
windschief angeordnet sind. Solche Verhältnisse entstehen z. B. bei der Anordnung von Seilen in den sich
kreuzenden Erzeugenden eines Rotationshyperboloides. Dabei können durch die sich in den Kreuzungspunkten befindlichen Seilklemmen zusätzlich noch
vorgespannte Meridianseile zur Erzielung einer Vorspannung und einer Verkrümmung der in den Erzeugenden
liegenden Seile geführt werden. Die von diesen Seilen gebildeten Maschen sind je nach Lage auf
dem Seilnetztragwerk unterschiedlich in den Abmessungen, und es ist demzufolge eine Parallelität der
Maschenränder nicht mehr vorhanden. Weitere Schwierigkeiten sind bei einer derartigen Seilnetzkonstruktion
einmal dadurch gegeben, daß durch die gekreuzten Erzeugenden keine rechten Winkel entstehen
und zum anderen dadurch, daß die nebeneinanderliegenden Erzeugenden zueinander windschief
verlaufen und Verkrümmungen aufweisen, die durch vorgespannte Meridianseile hervorgerufen werden.
Aus diesen angeführten Gründen ist die Verkleidung solcher Tragwerke bislang nur mit großem finanziellem
und technischem Aufwand möglich gewesen. So läßt sich z. B. bei einer bekannten Verkleidung
der eingangs angegebenen Art (DE-GM 7106114)
die Neigung der Ränder der Verkleidungsplatten gegenüber der durch die Klemmschienen gebildeten
Ebene nur in verhältnismäßig engen Grenzen ändern.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Verkleidung für aus einem Seilnetz gebildete
Tragwerke zu entwickeln, die es gestattet, die Neigung der Ränder der Verkleidungsplatten in einfacher
weise gegenüber der Ebene der Klemmschienen in möglichst weiten Grenzen einzustellen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Einf assungsprofüe zylinderförmig und die
s Längsränder der Klemmschienen in Anpassung daran zyünderschalenförmig ausgebildet sind, und daß zwischen
den Einfassungsprofilen ein Abstandhalteprofil vorgesehen ist.
Im allgemeinen geht man bei der Verkleidung einer
ι ο Seilnetztragkonstruktion mit dem erfindungsgemäßen System so vor, daß man an einer Seilklemme der gekreuzten
Seile zunächst ein festes oder elastisches Zwischenstück befestigt. Anschließend werden auf
dieses Zwischenstück gegebenenfalls Distanzringe sowie
die untere Klemmschiene montiert und entsprechend ausgerichtet Als nächster Schritt kommt das
Einlegen des Abstandhalteprofils und der Einfassur.gsprofile, wobei diese vorzugsweise bereits die
Ränder der Verkleidungsplatten umgreifen. An-
schließend erfolgt das Auflegen und Befestigen der oberen Klemmschiene. Die Klemmschienen können
dabei entweder jeweils aus einem einteiligen Klemmprofil oder aus zwei in benachbarten Seilnetzknoten
angeordneten und durch ein Dichtungsprofil miteinander verbundenen Knotenplatten gebildet sein.
Durch die weitgehende Verschwenkbarkeit der Ränder der einzelnen Verkleidungsplatten mit dem
sie umfassenden Einfassungsprofil zwischen der oberen und unteren Klemmschiene ist eine hinreichende
j« Anpassung der Platten an die zu verkleidende gekrümmte
Fläche möglich.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher
beschrieben. Es zeigt
j5 Fig. 1 eine Unteransicht von zwei die Ränder
zweier benachbarter Verkleidungsplatten umgreifenden Klemmschienen im Bereich eines Seilnetzknotens,
Fig. 2 einen Schnitt durch zwei Knotenplatten, die
4(i im Bereich eines Seilnetzknotens die Klemmschienen
bilden und die zwischeneinander zwei Einfassungsprofile und ein Abstandhalteprofil aufnehmen,
Fig. ? ein Einfassungsprofil mit wellenförmiger Aufnahmenut für den Rand einer wellenförmig profi-
v, lierten Verkleidungsplatte,
Fig. 4 eine mögliche Randverstärkung für eine gewellte Verkleidungsplatte, und
Fig. 5 eine Draufsicht auf eine Knotenplatte für vier Verkleidungsplatten und auf zwei zu den benachharten
Knotenplatten führende Dichtungsprofile.
Fig. 1 zeigt die Lage eines festen oder eines elastischen Zwischenstücks 1.1 und möglicher Distanzringe
1.3 an einer Seilklemme für die gekreuzten Seile eines Seilnetztragwerks. Die Befestigung de* Zwischen-
Y, Stücks 1.1 an der Seilklemme erfolgt mit Hilfe einer
Klemmschraube 1.2.
Zwei darauf aufgebrachte aus durchgehenden Profilen gebildete Klemmschienen werden durch Schrauben
1.4 miteinander verbunden. Im allgemeinen wird
b0 als Zwischenstück 1.1 ein Zylinder verwendet, dessen
Abmessungen sich nach den aufzunehmenden Kräften richten.
Die Verwendung von elastischen Zwischenstücken 1.1 einerseits und von festen Zwischenstücken 1.1 an-
b5 dererseits ist aufgrund der doppelten Funktion der
Zwischenstücke 1.1 erforderlich. So ist es Aufgabe des elastischen Zwischenstückes 1.1, mögliche Verschiebungen,
z. B. durch thermische Ausdehnung der
Verkleidung hervorgerufen werden können, ohne Zwängungen aufzunehmen, während das feste Zwischenstück
1.1 ein Abgleiten der Verkleidung verhindern soll. Ein festes Zwischenstück 1.1 ist aus diesem
Grunde stete noch mit den Seilklemmen benachbarter Seilnetzknoten unverschieblich verbunden. Im allgemeinen
sind bei einer Seilnetztragkonstruktion die festen Zwischenstücke 1.1 gegenüber den elastischen
in der Minderheit
Als Material für das elastische Zwischenstück 1.1 ist grundsätzlich jeder vulkanisierte Kautschuk mit
genügender Festigkeit geeignet. Bevorzugt werden natürlich solche Kautschuke eingesetzt, die besonders
wittenmgs- und alterungsstabil sind, wie z. B. Butylkautschuk,
Polychloropren und ungesättigter Äthylen-Propylen-Kautschuk.
Um das elastische Zwischenstück 1.1 gegen Abreißen von der Seilklemme bzw. von der unteren Klemmschiene zu sichern, ist
es zweckmäßig, noch eine geeignete Verstärkung, z. B. in Form eines gewendelten Drahtseils, einzuarbei
ten.
Das feste Zwischenstück 1.1 kann aus dem gleichen Material wie das elastische bestehen, entscheidend ist
jedoch, daß die bereits erwähnte unverschiebbare Verbindung zu den Seilklemmen benachbarter Seilnetzknoten
besteht. Darüber hinaus kann das feste Zwischenstück 1.1 natürlich auch aus Metall oder aus
einem anderen witterungsstabilen und genüg, nd tragfähigen Werkstoff gefertigt werden.
In Fig. 2 sind zwei, mittels einer Klemmschraube 2.7 an dem Zwischenstück 1.1 befestigte Knotennlatten
2.1 und 2.2, die im Bereich eines Seilnetzkndtens die Klemmschienen bilden, sowie ein Abstandhalteprofil
2.3 und zwei Einfassungsprofile 2.4 dargestellt. Dabei wird die Klemmschraube 2.7 zweckmäßigerweise
so angebracht, daß sie die untere Klemmplatte
2.1 durchdringt und durch eine passende Öffnung in der oberen Klemmplatte 2.2 und in dem Abstandhalteprofil
2.3 zugänglich ist.
Form und Abmessungen der Knotenplatten 2.1 und
2.2 richten sich nach den gegebenen Verhältnissen des zu bekleidenden Tragwerks. So können z. B. die beiden
KJemmplatten 2.1 und 2.2 symmetrisch oder unsymmetrisch sowie mit zusätzlichen Verstärkungsrippen 1.5 und 1.6 einteilig ausgeführt werden,
Außerdem können die Klemmplatten 2.1 und 2.2 auch jeweils zwei z. B. durch Heftung, Klebung, Nietung
oder Schweißung miteinander verbundenen Ein- ^elplatten bestehen. Diese Ausführungsform empfiehlt
sich besonders beim Einsatz von Blechen als Werkstoff. Man kann dann so vorgehen, daß man eine
Einzelplatte der Klemmplatte 2.1 oder 2.2 tiefzieht oder preßt, um die gegebenenfalls notwendigen Verstärkungsrippen
1.5 und 1.6 einzuprägen. Die andere Einzelplatte ist so gestaltet, daß sie weitgehend vollflächig
am Abstandhalteprofil 2.3 und am Einfassungsprofil 2.4 anliegt.
Andere Werkstoffe zur Herstellung der Knotenplatten 2.1 und 2.2 sind z. B. verstärke Kunststoffe,
wie z. B. glasfaserverstärkte Polyester oder Stahlguß. Auch geschmiedete Knotenplatten 2.1 und 2.2 können
verwendet werden. Beim Einsatz von z. B. verstärkten Kunststoffen können die Knotenplatten 2.1
und 2.2 z. B. auf einer Profilziehanlage formgerecht hergestellt werden und mit den Verstärkungsrippen
1.5 und 1.6 versehen werden.
Statt einzelner mit Dichtungsprofilen 5.1 zusammenwirkender Knotenplattcn 2.1 und 2.2 können aus
konstruktiven Gründen auch aus durchgehenden Profilen gebildete Klemmschienen eingesetzt werden. Die
vorher zu den Knotenplatten 2.1 und 2.2 gemachten Ausführungen gelten dabei für diese Profile sinngemäß.
Das zur Regulierung des Abstandes der Knotenplatten 2.1 und 2.2 dienende Abstandhalteprofil 2.3
erstreckt sich stets über die gesamte Länge der Knotenplatten 2.1, 2.2. Beim Einsatz eines durchgehenden
Profils ist dieses entsprechend als Band ausgebildet. Als Werkstoff zur Herstellung des Abstandhalteprofils
2.3 eignen sich bevorzugt alterungs- und witterungsstabüe vulkanisierte Elastomere, wie z. B.
Butylkautschuk, Polychloropren und ganz besonders ungesättigter Äthylen-Propylen-Kautschuk.
Die Einfassungsprofile 2.4 bestehen ebenfalls aus den zur Herstellung der Abstandhalteprofile 2.3 geeigneten
Elastomeren. Ihre Querschnittform ist ein Zylinder mit kreisförmigem Querschnitt. Sie umfassen
durchlaufend die Ränder der Verkleidungsplatten 1.7. Zur Aufnahme der Ränder der Verkleidungsplatten
1.7 ist in den Einfassungsprofilen 2.4 eine diesen Rändern angepaßte Nut 2.8 erforderlich, die entweder bei
der Extrusion der Einfassungsprofile 2.4 oder durch nachträgliches Ausfräsen angebracht werden kann.
Durch eine Einlage aus z. B. Stahlblech, Cord- oder Drahtgewebe können die Einfassungsprofile 2.4 noch
verstärkt werden.
Fig. 3 zeigt ein Einfassungsprofil 2.4 mit wellenförmiger Nut 2.8, wie sie z. B. zur Aufnahme einer
gewellten Verkleidungsplatte 1.7 erforderlich ist. Ein Einfassungsprofil 2.4 braucht nicht unbedingt einteilig
zu sein. Es kann auch auch aus zwei oder mehr Teilen bestehen, wenn dadurch die Fertigung oder die Anbringung
der Nut 2.8 vorteilhafter ist.
Als Verkleidungsplatten 1.7 eignen sich grundsätzlich alle Platten, die über die gewünschte Spannweite
tragfähig und außerdem witterungsstabil sind. Als Werkstoffe kommen dabei in erster Linie Metalle,
vorzugsweise Aluminium und Kunststoffe, wie z. B. schlagzähes Polyvinylchlorid und glasfaserverstärkter
Polyester in Frage. Die Verkleidungsplatten 1.7 können sowohl als einwandige wie auch als geschichtete
Platten ausgeführt sein. Außerdem sind alle gängigen Profilierungen möglich. Eine bevorzugte Ausführungsform
für die Verkleidungsplatte 1.7 ist die gewölbte Kunststoff-Wellplatte. Bei Verwendung solcher
gewellter Platten ist es zweckmäßig, die in den Einfassungprofilen 2.4 gehaltenen Plattenränder zu
verstärken. Eine mögliche Form der Verstärkung zeigt Fig. 4. Sie wird vorteilhaft aus Blech gefertigt und
mit den Verkleidungsplatten 1.7 punkt- oder flächenförmig verbunden, z. B. durch Heftung, Nietung, Verschraubung
oder Verschweißung.
Die Randverstärkung gemäß Fig. 4 kann Falzungen 4.1 aufweisen, die in den Aufnahmenuten 2.8 der
Einfassungsprofile 2.4 festhaken. Diese Falzungen 4.1 können noch eine verstärkende Einlage erhalten, z. B.
in Form eines Drahtes. Eine Abkantung 4.2 auf dem Rücken der Randverstärkung ist dann vorteilhaft,
wenn die randverstärkte Verkleidungsplatte 1.7 besonders fest gegen Ausreißen und Abgleiten aus dem
Einfassungsprofil 2.4 geschützt werden soll. Mit Hilfe dieser Abkantung 4.2 würde nämlich ein Verbund mit
dem Einfassungsprofil 2.4, z. B. durch Verschraubung, hergestellt werden können.
Eine zusätzliche Innendichtung 4.3 der Randverstärkung gemäß Fig. 4 ist ebenfalls dargestellt. Vor-
zugsweise werden für die Innendichtung 4.3 die vorher
genannten Elastomeren verwendet.
Im allgemeinen werden durch eine Knotenplatte 2.1, 2.2 vier Verkleidungsplatten 1.7 gemäß Fig. 5
an den Ecken gehalten. Dabei ist es zur Bildung der durchgehenden Klemmschiene noch notwendig, die
von den Verkleidungsplatten 1.7 zwischen zwei Knotenplatten 2.1, 2.2 nicht bedeckte Fläche durch ein
zusätzliches Dichtungsprofil 5.1, vorzugsweise aus Metall oder Kunststoff gefertigt, abzudecken. Das
Dichtungsprofil 5.1 kann dabei den Querschnitt der Knotenplatte 2.1, 2.2 aufweisen und wird von dieser
durch Einklemmen mittels Schrauben 5.2 gehalten. Die Schrauben 5.2 haben außerdem die Aufgabe, das
Abgleiten der Verkleidungsplatten 1.7 zu verhindern. Die Einfassungsprofile 2.4, die Abstandhalteprofile
2.3 oder die Knotenplatten 2.1 und 2.2 können Ausnehmungen in der Dicke der Dichtungsprofile 5.1 erhalten,
damit diese durch die Knotenplatten 2.1 und 2.2 gleichmäßig festgeklemmt werden können.
Beim Einsatz von durchgehenden Profilen zur Bildung der Klemmschienen erübrigen sich in Ermangelung
nicht abgedeckter Flächen diese Dichtungsprofile 5.1.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verkleidung für aus einem Seilnetz gebildete Tragwerke, bestehend aus nebeneinander angeordneten Verkleidungsplatten, deren Ränder von durchgehenden Einfassungsprofilen aus alterungs- und witterungsbeständigem elastischem Material umgeben sind, welche zwischen den Längsrändern von am Seilnetz befestigten Klemmschienen gehalten sind, die den Zwischenraum zwischen den Verkleidungsplatten überbrücken, dadurch gekennzeichnet, daß die Einfassungsprofile (2.4) zylinderförmig und die Längsränder der Klemmschienen in Anpassung daran zy'inderschalenf örmig ausgebildet sind, und daß zwischen den Einfassungsprofilen (2.4) ein Abstandhalteprofil (2.3) vorgesehen ist.
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