DE2315731A1 - Formteil, insbesondere schlauchverbindungsteil - Google Patents
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Description
Formteil, insbesondere Schlauchverbindungsteil
Die Erfindung betrifft ein Formteil, insbesondere ein Schi uchverbindungsteil, wobei ein festes - im allgemeinen
metallisches - Endstück und ein elastomeres Schlauchendstück miteinander durch einen Formvorgang fest verbunden werden,
um eine flüssigkeitsdichte Verbindung, wie auch eine mechanische Verankerung zu erzielen. Das feste Teil ist
im allgemeinen ein zylindrisches, rohrförmiges Teil, das als Nippel bezeichnet wird, von dein ein Verankerungsabschnitt
in das Schlauchende vor einem Vulkanisationsvorgang eingesetzt oder eingebaut wird.
Bei Schlauchverbindungen dieser Art für hohe Beanspruchungen, insbesondere bei großem Schlauchdurchmesser, sind häufig
Schwierigkeiten aufgetreten, die fortschreitend zur allmählichen Ausbildung von Leckstellen führten. Normalerweise wird
das elastomere Schlauchmaterial an den metallischen Nippel, der zur Verbesserung der Verankerung und Flüssigkeitsabdichtung
mit verschiedenen ringförmigen Vorsprühgen versehen ist, anvulkanisiert. Auch wenn man eine Zuflucht zu besonderen
Bindemitteln vor der Vulkanisation genommen hat, so hat
-2-
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sich jedoch gezeigt, daß nach einer gewissen Gebrauchsdauer sich häufig Leckstellen entwickeln.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Schlauchverbindung
zu schaffen, die eine erhöhte flüssigkeitsdichte Verbindung insbesondere am Verankerungsteil des Nippels
oder an anderen entsprechenden und festen Teilen der Anordnung auf die Jauer gewährleistet.
Die Lösung dieser Aufgabe ist erfindungs^emäß bei einem
Schlauchverbindungsteil mit einem iTippel, über de., ein
Schlauchende angeformt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Nippel eine ringförmige Eindrehuno aufweist, in die
während des Formvorganges Elastomermaterial des Schlauches
eintritt und eine flexible, ringförmige Zunge bildet, die von vom Schlauch her unter Druck an sie gelangender Flüssigkeit
gegen eine benachbarte Fläche des Nippels verla^erbar ist. Die ringförmige Eindrehun^ erstreckt sich der Einfachheit
halber im allgemeinen in Achsrichtung des Nippels und kann beispielsweise durch maschinelles Einarbeiten in einen ringförmigen
Teil des Nippels ausgebildet v/erden.
Im allgemeinen besteht der Nippel aus einem metallischen
Rohrstück, das an dem mit dem Schlauch zu verbindenden Ende eine Verjüngung (zur verlängerten Nippelachse hin) aufweist,
während das andere Ende mit einem Gewinde, einem Flansch oder einem anderen Verbindungsmittel für ein entsprechendes
Teil versehen ist. ./ie bereits erwähnt wurde, können ringförmige
Vorsprünge, und zwar von verschiedener Gestaltung, am Verankerungsteil des Nippels angebracht sein. Diese können
z.B. die Form eines D-Ringes haben, dessen ebene, dem Nippel zugewandte Fläche mit diesem beispielsweise durch Schweißen
fest verbunden ist. Die ringförmige. Eindrehung kann in den so entstandenen Vorsprung, vorzugsweise nach, dem ocnweißvorgang,
maschinell eingearbeitet werden., und. zwar mit Vorzug
an einer Stelle, die oberhalb der zylindrischen Oberfläche des rohrförmigen Nippelteils liegt, d.h, an einer Stelle,
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die einen Abstand naeh außen hin von dieser Oberfläche hat,
uiii die Notwendigkeit in der ochweißzone oder in durch
das Schweißen beeinflußtem Material arbeiten zu müssen, zu
verringern.
;/enn die Absicht besteht, die Verankerung zwischen Schlauch
und Nippel durch einen Kleber zu verbessern, so ist es wichtig, daß der Kleber die Eindrehung, in der die flexible
ringförmige Zunge ausgebildet wird, freiläßt, da es für das erfolgreiche Arbeiten des erfindungsgemaßen Schlauchverbindungsteils
notwendig ist, daß diese flexible Zunge sich unter dem Einfluß von Flüssigkeitsdruck frei bewegen kann. ,
.'■/eitere erfindun^swesentliche i.erkmale und Vorteile ergeben
sich für den Fachmann aus der folgenden Beschreibung von Ausführun^sbeispielen des Srfindungsgegenstandes.
Fig. 1 zeigt teils eine Ansicht, teils einen Längsschnitt durch einen Nippel gemäß der Erfindung mit einem
Vorsprung.
Fig. 2 und 3 zeigen teils in Ansicht, teils im Längsschnitt
einen Nippel gemäß der Erfindung mit zwei Vorsprüngen.
Fig. 4 zeigt eine den Fig. 2 und 3 gleiche Darstellung mit einer
bevorzugten Ausführungsform für die'Eindrehung.
Fig. 5 zeigt eine der Fig. 4 entsprechende Darstellung mit dem
Schlauchende nach der Vulkanisation.
Fig. 6 zeigt teils in Ansicht, teils im Längsschnitt einen Nippel mit einer anderen Ausbildung der Eindrehung.
Fig. 7 zeigt einen Ausschnitt aus Fig. 6 in vergrößertem L-aßstab.
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Der Nippel bestellt aus einem zylindrischen, rohrförmigen Teil 1 aus beispielsweise Metall oder Kunststoff mit einem
sich verjüngenden Endabschnitt 2 , der in ein Schlauchende eingesetzt wird, das dann vulkanisiert wird.Zwischen den
Enden des Nippels ist ein D-Ring 4 an seiner ganzen Innenfläche mit dem rohrförmigen Teil 1" verschweißt, der
maschinell bearbeitet wird, so daß eine Eindrehun^ 5 in Form
einer Untersehneidung ausgebildet wird. Wie gezeigt ist,
liegt die Basis der Eindrehung 5 ϊε* wesentlichen parallel zur
Außenoberfläche des rohrförmigen Teils 1 bzw. zu dessen Achse. Wenn der Nippel in ein Schlauchende eingesetzt wird,
das an ihm anvulkanisiert werden soll, so wird der D-Ring 4, nicht jedoch der gesamte Nippel, überdeckt, woraufhin der
Vulkanisationsvorgang bei Hitzeund Druck ausgeführt wird, um eine Zunge aus dem elastomeren Material des Schlauches,
die eine flexible Lippendichtung bildet, welche dem vorher erwähnten Abdichtungszweck dient, tritt in die Eindrehung 5
ein.
Wie Fig. 2 zeigt, können zwei D-Ringe 6 und 7 vorgesehen werden,
die beide mit einer ringförmigen Eindrehung versehen werden (Fig. 2) oder von denen nur einer - entweder der Ring 6
oder der Ring 7 - eine Eindrehung 5 erhält (Fig.3).
Die Fig. 4 zeigt eine bevorzugte Ausbildung für die Eindrehung 5»
wobei der D-Ring 4 im allgemeinen so unterschnitten wird, wie Fig. 1 das zeigt, der Durchmesser der parallel zur Nippelachse
liegenden Fläche der Eindrehung aber größer ist, so daß die Eindrehung nicht in der Schweißzone zwischen D-Ring 4 und
rohrförmigen! Teil 1 liegt. Das erleichtert nicht nur die
maschinelle Bearbeitung, in dem das Schneidwerkzeug vom rohrförmigen Teil 1 vollkommen frei ist, sondern die Sindrehung
wird in Metall ausgeführt, das durch den Schweißvorgang weniger beeinflußtworden ist. Ferner verläuft die Eindrehung,
wie Fig. 4 zeigt, zwar normalerweise konisch, sie kann jedoch im Gegensatz zu der nach Fig. 1 auch eine abgestumpfte
Basis haben,
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In Fig. 5 ist das anvulkanisierte Schlauchende gezeigt.
Der Schlauch besteht aus einem Hauptkörper 8' mit einer Auskleidung 9» wobei ein Teil der letzteren in die Eindrehung
5 eintritt und während des Vulkanisationsvorgangs die nachgiebige Zunge IO bildet. Der Schlauch bedeckt nur
einen Teil des Nippels, so daß ein Endabschnitt 3» von dem nur ein Stück gezeigt ist, frei bleibt, an welchem ein entsprechender
Teil einer vollständigen Schlauchverbindung befestigt ist oder anliegt.
In Fig. 6 sind dieselben Bezugszahlen wie in Fig. 4 verwendet.
Wie insbesondere Fig. 7 zeigt, ist ein Flächenbereich 11, der von der Oberfläche der Eindrehung 5 und einem kleinen Teil
der dieser unmittelbar benachbarten Fläche gebildet wird, vorbehandelt, um die Ausbildung einer Verbindung zwischen
dem Material des Nippels - im allgemeinen Metall - und der beim Aufbau des Schlauches aufgebrachten Gummimasse zu
verhindern· Beispielsweise wird der Bereich 11 in g3eigneter
Weise durch Aufpinseln oder Aufsprühen einer anhaftenden oder klebenden Masse, z.B. Silikonfett, bedeckt. Beim folgenden
Aufbau des Schlauches wird die Eindrehung 5 vollständig von der Schlauchmasse ausgefüllt, und wenn der Schlauch vulkanisiert
wird, wird eine Lippe oder Zunge gebildet, die mit der Form der Eindrehung 5 übereinstimmt, wie in Fig. 5 die Zunge 10»
Die Eindrehung 5 und die in diese passende Zunge 10 bilden zusammen eine Druckdichtung gegen einen Flüssigkeitsdurchtritt
zwischen Nippel und Schlauch, weil der auf eine Seite der Zunge wirkende Druck diese gegen die gegenüberliegende Seite
der Eindrehung preßt·
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Claims (8)
1.) Schlauchverbindungsteil mit einem Nipoel, über dem ein
Schlauchende ausgeformt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Nippel (1) eine ringförmige Eindrehung (5) aufweist,
in die während des Formvorganges Elastomermaterial des Schlauches (8,9) eintritt und eine flexible, ringförmige
Zunge (10) bildet, die von vom Schlauch her unter Druck an sie gelangender Flüssigkeit gegen eine benachbarte
Fläche des Nippels verlagerbar ist.
2. Schlauchverbindungsteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die ringförmige Eindrehung (5)» in einem
ringförmigen, einen Teil des Nippels (1) bildenden Vorsprung (4,6,7») durch maschinelle Bearbeitung ausgebildet ist.
3. Schlauchverbindungsteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Nippel aus einem an seiner endseitigen
Außenoberfläche, die in den Schlauch eintritt, mit einer
Verjüngung (2) versehenen Metallrohrstück (1) besteht,
dessen anderes Ende mit einer Gewinde-Flanschverbindung od.dgl. zum Anschluß an ein entsprechendes Teil versehen ist.
4. Schlauchverbindungsteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der in den Schlauch eingesetzte Verankerungsteil des Nippels mit einem oder mehreren
ringförmigen, den Nippel gegen Herausziehen aus dem Schlauch
haltenden Vorsprüngen (4,6,7,) versehen ist.
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5. Schlauchverbindungsteil nach Anspruch 4-, dadurch gekennzeichnet,
daß der oder die ringförmigen Vorsprünge aus einem Ring mit einer zylindrischen Innenfläche bestehen,
die mit der anliegenden Fläche des Nippels durch Schweißen fest verbunden ist.
6. Schlauchverbindungsteil nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet,
daß die ringförmige Eindrehung (5) in einem freiliegenden Flächenabschnitt des eingeschweißten Ringes
(4,6,7») eingearbeitet ist.
7. Schlauchverbindungsteil nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Nippel mit dem zugeordneten Schlauchende durch einen auf den Nippel mit Ausnahme der
ringförmigen Eindrehung (5) aufgebrachten Kleber verbunden ist,
8. Schlauchverbindun^steil nach einem der Ansprüche 1 bis 7»
dadurch gekennzeichnet, daß die Haftung zwischen dem Schlauchmaterial und der Nippeleindrehung drach Auftragen
eines Adhäsivmittels auf die Fläche der
verhindert wird. *■
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