DE2315326A1 - Stoffgemisch - Google Patents
StoffgemischInfo
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- DE2315326A1 DE2315326A1 DE2315326A DE2315326A DE2315326A1 DE 2315326 A1 DE2315326 A1 DE 2315326A1 DE 2315326 A DE2315326 A DE 2315326A DE 2315326 A DE2315326 A DE 2315326A DE 2315326 A1 DE2315326 A1 DE 2315326A1
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- A62D—CHEMICAL MEANS FOR EXTINGUISHING FIRES OR FOR COMBATING OR PROTECTING AGAINST HARMFUL CHEMICAL AGENTS; CHEMICAL MATERIALS FOR USE IN BREATHING APPARATUS
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- A62D1/0071—Foams
- A62D1/0085—Foams containing perfluoroalkyl-terminated surfactant
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Description
■PATEKTAKV/ÄLTE
Dr.-Iric ll.V ·-■' r.LJSCHKE
OipWne.?:".^.: äüULAR
Dr.-Iric ll.V ·-■' r.LJSCHKE
OipWne.?:".^.: äüULAR
EEuLi;) 33
AuBUstä-Viktoiia-StraSf 91
Minnesota Mining and Manufacturing Company, Saint Paul, Minnesota 55101, V.St.v.A.
Stoffgemisch
Die Erfindung bezieht sich, allgemein gesprochen, auf Gemische mit geringer Oberflächenspannung zur Herstellung zäher, haltbarer,
sich schnell bildender und sich ausbreitender Filme auf stark flüchtigen Kohlenwasserstofflüssigkeiten, wobei diese Gemische
ein gemischtes wasserlösliches fluqraliphatisches Netzmittelsystem,
ein wasserlösliches, synthetisches, nichtfaulendes, mit Kohlenwasserstoffen verträgliches, organisches, fluorfreies
Netzmittel und V/asser mit oder ohne Stabilisator enthalten. Diese
Filme können gebildet und auf der Oberfläche einer flüchtigen, wasserunlöslichen Flüssigkeit ausgebreitet werden, um so eine
wirksame Sperrschicht zu schaffen, durch die das Verdampfen der flüchtigen Flüssigkeit in den angrenzenden Luftraum verhindert
wird.
309840/0985
Die Gemische rait geringer Oberflächenspannung nach der Erfindung
haben den Vorteil, dass sie als neutrale oder massig alkalische
Lösungen wirken und gleichzeitig wirksam sind, wenn sie mit sauren
Lösungen vermischt oder bei Brandfällen angewendet werden, die stark'sauren Rauch entwickeln* wie z„B. beim Brennen von chlorhaltigen
Polymerisaten oder Materialien, die Schwefel in hoher Konzentration enthalten. Die Stoffgemische nach der Erfindung
wirken ausserdem auf die Lagerbehälter weniger korrodierend ein als die im allgemeinen sauren Stoffgemische nach dem Stand der
Technik. -
Eine kürzliche Entwicklung, die sich auf das Löschen von brennendem
Brennstoff bezieht (US-Patentschrift 3 562 I56, Prancen),
ist auf Stoffgemische gerichtet, die Wasser, ein wasserlösliches,
fluoraliphatisches Netzmittel und ein wasserlösliches, synthetisches,
nicht faulendes mit Kohlenwasserstoffen verträgliches, organisches, fluorfreies Netzmittel enthalten und einen Film auf
der Brennstoffoberfläche zur Unterdrückung des Verdampfens von
Kohlenwasserstofflüssigkeiten bilden können. _
Die Stoffgemische nach der Erfindung sind, wie festgestellt worden
ist, hinsichtlich des Bekämpfens von Bränden von flüchtigeren
Kohlenwasserstoffbrennstoffen, wie z.B. von Flugzeugbenzin, wirksamer als die Stoffgemische, die in der US-Patentschrift 3 526
156 angegeben sind»
Die Stoffgemische nach der Erfindung bilden zähe, bewegliche, sich
schnell ausbreitende, leicht einen Brand löschende, Dampfsperrschichten
darstellende Filme» Sie können mit relativ geringen Mengen der teueren fluorhaltigen Komponente gemeinsam mit weniger
teuren fluorfreien Komponenten gebildet werden. Sie können in
Form verdünnter wässriger Lösungen betriebsbereit insbesondere für vorsorgliche Anwendungen, wie z.B. zum Verhüten von Bränden
von verschütteten Brennstoffen, aufbewahrt werden. Im allgemeinen . ist es jedoch üblicher, sie in Form eines Konzentrats zu vertreiben
und aufzubewahren, das beim Gebrauch verdünnt werden kann. Besonders vorteilhafte HändeIsprodukte, sind"konzentrierte Stoff-
3 09840/098 5
gemische, die bei der Anwendung in einem Verhältnis von 6 Volumen
Konzentrat auf 9^· Volumen Wasser oder aber von 3 Volumen Konzentrat
auf 97 Volumen Wasser verdünnt werden. Eine übliche im Handel erhältliche Misch- und Austeilungsvorrichtung, wie z.B. ein
Feuerlöscher, ist im allgemeinen für die speziellen Konzentrate geeignet.
Me Stoffgemische bilden, abgesehen von der Bildung eines Films
als Dampfsperrschicht, wenn sie mit grossen Mengen zerstäubtem
Treibmittel oder Luft gemischt werden, relativ haltbare Schäume, insbesondere zum Löschen grosser Brandstellen. In einigen Fällen
kann es erwünscht sein, ein Hilfsschaummittel, wie z.B. ein
teilweise hydrolysiertes Protein, und/oder Hilfsmittel, wie z.B.
Schaumstabilisatoreni beispielsweise Polyäthylenglykol mit hohem Molekulargewicht (z.B. Polyox) und einen Alleyläther vom Alkylenglykol
(z.B. Butoxyhydroxyäthoxyäthan), oder Frostschutzmittel (Glycerin oder Äthylenglykol) zuzugeben. Im allgemeinen sind die
Stoffgemische nach der Erfindung ferner mit festen Feuerlöschmitteln,
wie z.B. mit gepulvertem Kaliumbicarbonat, verträglich.
Die Stoffgemische nach der Erfindung enthalten in Kombination
ein gemischtes fluoraliphatisches Netzmittelsystem, ein wasserlösliches,
synthetisches, nichtfaulendes, mit Kohlenwasserstoffen verträgliches, organisches, fluorfreies Netzmittel und Wasser.
Das gemischte fluoraliphatische Netzmittelsystem enthält besondere
ampholytische Netzmittel und anionische Netzmittel. Die fluoraliphatischen
ampholytischen Netzmittel sind Materialien, die ausser einer endständigen fluoraliphatischen Gruppe ein endständiges
kationisches (positiv geladenes) oder zu einem Kation ionisierbares Zentrum und ein endständiges anionisch (negativ geladenes) oder
zu einem Anion ionisierbares Zentrum enthalten. Das kationische Zentrum, in Basenform, entspricht einer Base mit einer Ionisations-
o -5
konstanten im Wasser bei 25 C von wenigstens Ix 10 ·, primäre,
sekundäre, tertiäre und quarternäre Amine sind bevorzugt, wobei das quarternäre Amin besonders bevorzugt ist. Das anionische Zentrum,
in der Säureform, entspricht einer Säure mit einer Ionisa-
ο -5
tionskonstanten in Wasser bei 25 C von wenigstens 1 χ 10 -\
3G984Ö/0985
2315328
- Λ -' M 3235
Solche ampholytischen Netzmittel können als "nichtlineare" amphotere
Verbindungen mit der allgemeinen Formel
+
W-NPU
W-NPU
-Α"
beschrieben v/erden, worin Rf ein fluoraliphatischer Rest ist,
der 1 bis etwa 20 oder mehr Kohlenstoffatome enthält, und b
eine ganze Zahl von 1 bis 3 ist; B eine hydrolysebeständige organische Gruppe ist, die frei von ionisierbaren Gruppen ist,
mit einer Valenz von (b+2) und einem Molekulargewicht, das genügend niedrig ist, so dass das Molekül mindestens 10'% kohlenstoff
gebundenes Fluor in der -Form von fluoraliphatischen Resten
enthält;
R^. 3 gleiche oder verschiedene Gruppen bedeutet, die auch in
^ 1 2 3
Form von R R R dargestellt werden können, wobei Jede dieser Gruppen unabhängig voneinander Wasserstoff oder vorzugsweise Alkyl mit 1 bis etwa 18 Kohlenstoffatomen, wozu unsubstituiertes verzweigt- oder gradkettiges Alkyl und durch Aryl substituiertes Alkyl, wie z.B. Benzyl, gehören, bedeutet. Beispiele für geeignete wasserlöslichmachende Gruppen sind: -OH, -N(alk)o H , -AH (worin A die oben angegebene Bedeutung hat), Polyäthylenimin A(NHC0H,.) NH0 7 und Polyoxyalkylen A(OC^H0„VOH J3 worin alk niederes Alkyl mit 1 bis K Kohlenstoffatomen bedeutet, m eine ganze Zahl von 0 bis 2 ist, η 2 bis etwa 20 ist und q 2 bis 4 ist. Jede in -NTU oder -NR R Έ? vorhandene löslichmachende Gruppe befindet sich an einem Kohlenstoffatom der Alkyl- oder Aralkylgruppe mindestens ein Kohlenstoffatom entfernt von dem N,
Form von R R R dargestellt werden können, wobei Jede dieser Gruppen unabhängig voneinander Wasserstoff oder vorzugsweise Alkyl mit 1 bis etwa 18 Kohlenstoffatomen, wozu unsubstituiertes verzweigt- oder gradkettiges Alkyl und durch Aryl substituiertes Alkyl, wie z.B. Benzyl, gehören, bedeutet. Beispiele für geeignete wasserlöslichmachende Gruppen sind: -OH, -N(alk)o H , -AH (worin A die oben angegebene Bedeutung hat), Polyäthylenimin A(NHC0H,.) NH0 7 und Polyoxyalkylen A(OC^H0„VOH J3 worin alk niederes Alkyl mit 1 bis K Kohlenstoffatomen bedeutet, m eine ganze Zahl von 0 bis 2 ist, η 2 bis etwa 20 ist und q 2 bis 4 ist. Jede in -NTU oder -NR R Έ? vorhandene löslichmachende Gruppe befindet sich an einem Kohlenstoffatom der Alkyl- oder Aralkylgruppe mindestens ein Kohlenstoffatom entfernt von dem N,
12 d.h., befindet sich nicht näher als in ß-Stellung dazu, RRR
oder PU können bzw. kann gemeinsam mit dem N, an das sie gebunden sind bzw. es gebunden ist, ein stickstoffhaltiger heterocyclischer
Rest sein, wie z.B. Pyridyl, unsubstituiert oder substituiert
durch eine löslichmachende Gruppe, wie oben angegeben ist, oder Piperidyl oder Morpholinyl, und Wasserstoff oder vorzugsweise
12·' eine niedere Alky!gruppe, wie z.B. Ch-,, CpHR. Wenn R , R und
Ir gesondert vorliegen, ist es vorteilhaft, wenn mindestens awei
3Q984Ö/09SS
- 5 - M 3235
von ihnen kleine Gruppen, wie z.B. Methyl, Äthyl oder Hydroxyäthyl,
sind und noch vorteilhafter, vrenn mindestens zwei dieser Gruppen Methyl bedeuten.
W und Y sind zweiwertige Hydrocarbylenreste, die vorzugsweise
-frei von nichtaromatischer Ungesättigtheit sind, z.B. Alkylenoxaalkylen, Alkarylen oder Arylen, mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen
und geeigneterweise mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen in dem Fall von W und von 1 bis etwa 12 Kohlenstoffatomen in dem Fall
von Y;
A, das anionische Zentrum, ist der Rest einer Säure mit einer Ionisationskonstanten in Wasser bei etwa 25° C von mindestens
ι χ io"5, z.B. -COg, -so" -oso", -po(oh)o", -opo(oh)o"
und PO(OaIk)O", worin "alk" niedres Alkyl ist.
Eine in geeigneter Weise herzustellende bevorzugte Klasse solcher ampholytischen Netzmittel entspricht der allgemeinen Formel
(Rf)bXpQN
W-NR^
Y-A"
Y-A"
worin X eine zweiwertige Bindungsgruppe mit 1 bis etwa 12 Kohlenstoffatomen
ist, die keine ionisierbaren Gruppen und vorzugsweise keine nichtaromatische ungesättigte Bindungen, wie z.B. Äthylenoder
Acetyleribindungen, enthält;
ρ ist 0 oder 1;
Q ist -SO2- oder -CO-.
ρ ist 0 oder 1;
Q ist -SO2- oder -CO-.
Im spezielleren ist der fluorierte aliphatische Rest Rf eine
fluorierte, gesättigte, im allgemeinen einwertige, nichtaromatische, aliphatische Gruppe. Die Kette kann gerade, verzweigt
oder, wenn sie genügend lang ist, cyclisch sein und kann durch zweiwertige Sauerstoffatome oder dreiwertige Stickstoffatome,
die nur an Kohlenstoffatome gebunden sind, unterbrochen sein.
Eine vollständig fluorierte Gruppe wird bevorzugt,doch können
30984Q/Ö98S
Wasserstoff- oder Chloratome als Substituenten in der fluorierten
aliphatischen Gruppe vorhanden sein., vorausgesetzt, dass nicht
mehr als ein Atom von jedem in der Gruppe für jeweils zwei Kohlenstoffatome
vorhanden ist und dass die Gruppe mindestens eine endständige Perfluormethylgruppe enthält. Der hier benutzte Ausdruck
"endständig" bezieht sich auf die Stellung in der Gerüstkette,
die am weitesten von dem Abzweigungspunkt der drei funktioneilen'
Gruppen, wie z.B. dem Amidos ticks toff atom in der bevorzugten Klasse,
entfernt ist. Die fluorierte aliphatische Gruppe enthält vorzugsweise nicht mehr als 20 Kohlenstoffatome, weil eine grosse
Gruppe zu einer ungenügenden Ausnutzung des Fluorgehalts führt.
Die angegebene Formel stellt die Zwitterionenform der Verbindungen
nach der Erfindung dar. Diese Zwitterionenform liegt im allgemeinen in neutralen oder alkalischen Lösungen vor. Unter sauren Be- ·
dingungen ist der saure Rest oder die saure gruppe teilweise oder vollständig protonisiert und die Ladung an dem positiven Stickstoffatom
durch ein Anion, wie z.B« ein Anion des zum Ansäuern verwendeten Materials, neutralisiert. Diese-Formen werden einfach als saure Salze des Zwitterions bezeichnet, unter hinreichend basischen Bedingungen werden basische Salze gebildet, und
die Erfindung erfasst die Verwendung von Zwitterionen und sauren
und basischen Salzen davon» ·
Im allgemeinen dient die innere Bindungsstruktur des Moleküls,, d.h.
A ■ ■ '■ ■■ ■■ ■
-B in der oben angegebenen Formel, dazu, die drei endstän-
digen Gruppen miteinander zu verbinden, und es ist nur erforderlich,
dass diese Struktur keine Gruppen enthält, die ionisierbar sind, wie z.B. basische oder saure Gruppen^°wie keine Gruppen
enthält, die leichter hydrolysiert werden als eine Urethanbindung, und vorzugsweise keine nichtarornatische Ungesättigtheit, wie z.B.
eine äthylenische oder acetylenische Bindung, aufweist. So führt ein relativ hoher Kohlenwasserstoffgehalt in der Bindungsgruppe ,
zu einer Erhöhung' der Löslichkeit in Kohlenwasserstoffbrennstoffen,
und Bindungsgruppen mit hohem Molekulargewicht fördern die Abnahme
3 0 9Ö 4 0/0 9-8 S
der Löslichkeit des Netsmittels in wässriger Lösung. Obwohl das Molekulargewicht der inneren Struktur ziemlich hoch sein kann,
vorausgesetzt, dass das Molekül 10 % oder mehr kohlenstoffgebundenes
Fluor enthält, ist das Molekulargewicht im allgemeinen 1000 oder geringer und "vorzugsweise unter eti^a βΟΟ.
Obwohl geeignete ampholytesehe Netzmittel erhalten werden, wenn
R^ oder R , R und R^ unsubstituierte Alky!gruppen oder Wasserstoff
bedeutet bzw. bedeuten, erhöht das Vorhandensein von Gruppen, die durch polare, löslichniachende Reste substituiert sind,
die relative Löslichkeit von bestimmten Ketzmitteln in wässrigen
Lösungen. Zu solchen polaren, löslichmachenden Gruppen gehören anionische Substituenten, wie z.B. B. -Ah, worin A die oben angegebene
Bedeutung hat, kationische Substituenten, wie z.B. -NHp,
-N(CH-,)-,Cl, -(C0Hi.NK);,H, und neutrale Substituenten, wie z.B.
J j d. "e 4
-OH, -(CoHJiO)1OH. in entsprechender Weise können andere Substituentsn
vorhanden sein.
Die Fälligkeit dieser ampho Iy tischen fluor aliphatischen Netzmittel,
wässrigen Lösungen eine geringe Oberflächenspannung innerhalb
eines breiten pH-Bereichs d.h., sowohl in alkalischen als auch in sauren Lösungen sowie auch in praktisch neutralen Lösungen,
zu verleihen, ist sehr wertvoll.
Zu typischen Verbindungen nach der Erfindung gehören:
3 6"' " yz^ 'a d. '(
C. JLr 3
J D
309840/0 98S
N
C
C
- 8 - M 3235
3H6so3 C3H6S03
C4P9CON-C3H6N(CH3)
DN(CH
^H^
3 6
3 6
+ C8F17SO2N-C3H6N(CH3)(CH2C6H5) C2H4OH
CllH22S03
C3F6 (0-CFCF2)40CFC0N-Ci;lH22N( CT4H9) 2 (CH2J3SO
^ C11H00CO0H
3 -L-*- e-c- c-
C3F7C0NCH2C6H4CH2N(CHj2(GHgCHgO) H
CllH22S03
309840/0 98B
. M
CH0 CH,
CHz-SO, CH^
^F1 ,-CON-CH0CH0-N
J/} , d d
C2H4CO2
L2
H H
CH
-C
H H
CgF17CH2-CH-COO
(CHx).
CH2-CH-(CH2)gCOO"
N(CH ) + -> J
CH2COO" CgF17SO2N-CH2
!H2N(CH3).
CH2COO
N( CH3)
309840/0385
CH0CH COO
2
CHpN(CH,)-
CH2-CH2-P.
OR
CF(CF^ CH2COO'
CF(CFj,
CH2CH2COO
ρ ρ
CF3-CF2-CF2-O-CF-CF2-OCf-CF2-SO2-N-(CH2),n( CH3J3
CH^CH CO .2
tL «
C8F17(CH2CH2O)3SO2N
(CHg)4N(CH5).
309840/0S3B
(cH2)2so;
CF3CF2CF2/~0CF(CF
(CH2) CO2
(CH2)2N(C2H5)
C6P15C6H4SO2N
N(CH,).
CgF SO2NHCH2CH(OC3H6So3)CH2O2CNHC6H (CHJNHCO2C2H^N(CH3)-
Die ampholytischen Netzmittel werden im allgemeinen nach dem Fachmann
bekannten Verfahrensweisen hergestellte Ein geeigneter Weg besteht darin, dass zunächst ein fluoraliphatisches. Sulfonyl- oder
Carbonylhalogenid, z.B. R-X QCl, oder ein solcher Ester mit
12 P
einem Diamin H2NWNR-R , das eine einzige primäre aliphatische
einem Diamin H2NWNR-R , das eine einzige primäre aliphatische
309840/09 8S
■■- 12 - M 3235
Aminogruppe enthält, umgesetzt wird. In solchen Diaminen sind
beide Aminogruppen an die Bindungskette durch aliphatische Kohlenstoff
atome gebunden, wobei die eine Aminogruppe eine primäre und die andere eine tertiäre Aminogruppe ist. Polyamine, in denen
alle Aminogruppen bis auf eine Aminogruppe tertiäre Aminogruppen sind, können verwendet werden, doch können die Produkte in unerwünschter
Weise komplex sein. Das als Zwischenprodukt gebildete
1 2
Acylamidotert.-amin, RJC QNHWNR R , kann mit einem Alkylierungsmittel, wie z.B. einem Lacton oder Sulton, unter Bildung einer
Acylamidotert.-amin, RJC QNHWNR R , kann mit einem Alkylierungsmittel, wie z.B. einem Lacton oder Sulton, unter Bildung einer
1 2 Zwischenverbindung, wie z.B. RJi QMNR R , umgesetzt und dann
YAH
kann die tertiäre Aminogruppe quarternisiert werden. Andererseits kann auch ein Überschuß von Alkylierungsmittel benutzt
werden, um den Amidstickstoff- zu substituieren und gleichzeitig
den Aminostickstoff zu quarternisieren. Nach einer weiteren
Möglichkeit kann der Aminostickstoff zerst quarternisiert und
das quarternisierte Produkt anschliessend mit dem Lacton oder
Sulton umgesetzt werden. Andere Verbindungen werden hergestellt, indem in einer Verfahrensstufe eine ungesättigte Verbindung
und ein fluoraliphatisches Sulfonylchlorid unter Abspaltung der Sulfonylgruppe verbunden werden.
Das nachfolgend beschriebene Verfahren wird zur Herstellung eines besonders typischen ampholitischen fluoraliphatischen Netzmittels
nach der Erfindung angewendet.
Eine Lösung von 48,4 g (0,1 Mol) CgF-^SO2NHC^HgN(CH^)2, gelöst
in 60 g tert.-Butanol wird am Rückfluss erwärmt, und 13 g Äthylenoxid
werden unter Rühren in die Lösung eingeleitet. Nach Beendigung der Zugabe wird das Butanol bei Atmosphärendruck verdampft,
und es wird ein Rückstand von 55,8 g erhalten, der hauptsächlich aus einem Gemisch äquimolarer Mengen von
C6P13SOgNC-H6N(CH3J2CH2CH2OH -
und . - '
C6F13SO2NC Ji6N(CH3)2 1CH2CH2O)2H
besteht. 3098 40/098 S
Die Herstellung wird wiederholt, und 6 g des als Produkt erhaltenen
Gemischs werden aus 20 g heissem Isopropanol umkristallisiert. Das an der Luft getrocknete Produkt schmilzt bei 210 bis
214° C. +
Berechnet für C0F13SO2MC H6N(CH,)gCHgCHgOH: C - 29,55, H = 3,2,
N - 5,3, P - 46,7, OH- 3,2
Gefunden: C = 29,4, H = 3,2, N - 5,3, F = 46,1, OH - 3,2.
33 g (0,07 Mol) von dem oben genannten Gemisch werden in 40 g
-, in einem 240 ml-Glaskolben gelöst, 8,5 g (0,07 Mol)
p-0 werden zugegeben, und das Gemisch wird am Rückfluss
unter Rühren 5 Stunden erwärmt. Nach dem Entfernen des Lösungsmittels auf dem Dampfbad unter reduziertem Druck wird
ein Rückstand von 45,8 g erhalten, der aus einem Gemisch von etwa äquimolaren Mengen
CT? QP
und
besteht.
besteht.
Die Infrarotspektren des Produkts stimmen mit diesen Strukturen
überein. Das Produkt stellt ein ausgezeichnetes, das Verdampfen unterdrückendes, schaumbildendes Mittel dar.
Die anionischen Netzmittel können als Salze von fluoraliphatische Gruppen enthaltenden Säuren oder als die Säuren selbst beschrieben
werden, die eine Ionisationskonstante über etwa 1 χ ίο"-"5 in
Wasser bei 25° C haben. Typisch dafür sind fluoraliphatische Gruppen
enthaltende Sulfate, Phospnte, Phosphonate, Carboxylate und Sulfonate. Sulfonate mitäsr Formel RJC S0J3, in denen das
Schwefelatom direkt an ein Kohlenstoffatom gebunden sind, sind besonders bevorzugte Netzmittel. Sie können in Form der freien
Säuren, aber noch einfacher in Form der massig wasserlöslichen Salze, wie z.B. der Ammonium-, Natrium- und Calciumsalze und
dergl. Salze, angewendet werden. Entsprechende Carboxylderivate
sind in neutralen oder alkalischen Lösungen ziemlich wirksam, haben aber unter sauren Bedingungen eine verminderte Wirksamkeit.
30984Ö/098S
Die genaue Struktur des anionischen fluoraliphatischen Netzmittels
ist nicht kritisch, vorausgesetzt, dass das Netzmittel mindestens
eine fluoraliphatische Gruppe mit wenigstens'4 Kohlenstoffatomen,,
die eine endständige Perfluormethylgruppe aufweist., sowie eine
anionische Gruppe enthält, die in der Form einer Säure eine Ionis
at ions konstante über 1 χ 10 in wässriger Lösung bei Raumtemperatur
hat.
Es ist vorteilhaft, wenn nur eine solche anionische Gruppe und
keine anderen ionisierbaren Gruppen in dem Molekül vorhanden sind. Der Sulfonsäurerest ^CSO" ist die bevorzugte anionische
Gruppe. Das anionische Netzmittel soll 30 bis 65 Gew.-^ kohlenstoff gebundenes Fluor enthalten, um die geeigneten Löslichkeits~
eigenschaften zu schaffen« Eine bevorzugte Stoffklasse ist eine solche, die aus der Umsetzung eines fluoraliphatischen Carbonyl-
oder Sulfony!halogenide mit einem aromatischen Amin, in dem die
Amingruppe von dem aromatischen Ring, vorzugsweise dem Benzolring,
durch 1 bis 6 Kohlenstoffatome getrennt ist, herstammt, wobei
dann der Ring anschliessend monosulfoniert wird, wie z.B. R-SO2-NHCHpCgH1,SO
H. Andere geeignete Sulfonate sind in den IIS-Patentschriften
2 732 398, 3 595 689 und 3 519 683 beschrieben.
Nachfolgend wird ein Verfahren zur Herstellung eines Perfluoralkansulfonamidsulfonats,
eine bevorzugte Klasse von anionischen Netzmitteln, beschrieben:
In ein Reaktionsgefäß aus korrosionsfestem Stahl, das mit Vorrichtungen
zum Erwärmen, Kühlen, Rühren und Destillieren ausgestattet ist, werden 750 Teile Hexan und 23I Teile Benzylamin (CgH5CH2NH2)
eingetragen. Das Gemisch wird erwärmt, und das Hexan wird abdestilliert,
und wird dekantiert, bis vorhandenes Wassßr entfernt
worden ist, wobei das Hexan in das Reaktionsgefäss zurückgeführt
wird. Die Lösung wird dann auf 55° C abgekühlt, und 500 Teile Perfluoroctansulfonylchlorid werden langsam zugegeben, wobei
die Temperatur unte=r 650C gehalten wird. Das Rülien wird bei
etwa 60° C fortgesetzt, bis kein Sulfonylfluorid mehr vorhanden
ist, was etwa 4 Stunden dauert. 240 Teile Wasser werden dann zu-
30984070985
M 323
23153
gegeben, das Reaktionsgut wird vermischt, das Gemisch kann sich
dann trennen, und die Wasserphase wird entfernt. Dann wird drei mal mit Wasser gewaschen. Das Produkt besteht aus einer Hexanlösung
von CoP17SO
Zu einer bestimmten Menge der vorstehenden Hexanlösung, die 400 g Amid enthält, werden 197 Teile 20 #ige rauchende Schwefelsäure
bei 50 bis 650 C gegeben. Das Gemisch wird bei 60° C 3 Stunden
lang gerührt, dann auf 40° C abgekühlt. Das Lösungsmittel wird bei 45 C und einem reduzierten Druck von 40 mm Hg verdampft.
Zu dem Rückstand werden 400 Teile Isopropyläther und 40 Teile Schwefelsäure und dann 36O Teile Wasser gegeben, wobei die Temperatur
bei 25° C gehalten wird. Die Isopropylätherphase wird abgetrennt. Zur Reinigung wird der Isopropyläther z.B. durch
Butylcarbitol und/oder Wasser ersetzt, die Lösung neutralisiert und mit Hilfe von Diatomeenerde filtriert. Die erhaltene Lösung
kann direkt zur Herstellung eines Feuerlöschschaumkonzentrats benutzt werden. Andererseits kann CoPT^SO0NHCH0Cz-H)1SO-ZNa durch
ο 17 2 2 ο 4 3
Neutralisieren der Ätherlösung mit Natronlauge, Filtrieren und
Verdampfen des Lösungsmittels gewonnen werden.
Obwohl keine zuverlässige Theorie für die' Erkl-'ärung der gemeinsamen
Wirkung von Gemischen von verträglichen Netzmitteln zur Verfügung steht, ist festgestellt worden, dass die besonderen
Stoffgemische nach der Erfindung in unerwartet wirksamer Weise die Oberflächenspannung von wässrigen Lösungen herabsetzen, die
zur Herstellung von Feuerlöschschäumen in Form von dampfunterdrückenden
Filmen geeignet sind.
Experimente haben gezeigt, dass wässrige Stoffgemische mit Oberflächenspannungen
von 17,5 Dyn/cm oder weniger besonders zur Bildung von zähen, haXbaren, sich schnell bildenden, sich ausbreitenden
und als solche wirkenden Filmen auf flüchtigeren Kohlenwasserstoffbrennstoffen,
wie z.B. Flugzeugbenzin und n-Heptan, geeignet sind. Um diese Wirksamkeit zu demonstrieren, wurde eine wässrige
Lösung hergestellt, die 0,22 Teile CnH17C^H1. (OC0H UnOH und 1,9
309840/0985 7 4 3
- 16 - * . · M 3235
Teile C^HgOCgH^OCgH^OH enthielt. Der pH-Wert dieser (und der nach
folgenden) Lösung wurde entweder mit verdünnter Natronlauge oder
mit Schwefelsäure auf 7,0 bis 7,5 eingestellt.
Wenn 0,36 Teile von dem ampholytischen Netzmittel CgF-^SOg^CJL--SO
)C0IgN(CH^J2C2H1^OH in der Lösung gelöst wurden, 'betrug die
Oberflächenspannung bei etwa 25° C 18,9 Dyn/cm. Eine solche Lösung
bildete schnell einen dampfunterdrückenden Film auf Kohlenwasserstoff
lüssigkeiten, wie z.B. Petroleum oder Cyclohexan, aber
nur mit Schwierigkeiten auf flüchtigerem Flugzeugbenzin oder
n-Heptan. Eine Reihe von fluoraliphatischen Netzmittelh wurde
dann mit dem vorstehenden ampholytischen Netzmittel in verschiedenen Anteilen kombiniert, und 0,36 Teile von jedem dieser Gemische
wurden der Lösung zugegeben.·
Wenn die zweite fluoraliphatische Komponente ein kationisches
oder nichtionisches Netzmittel war, auch wenn Lösungen der zweiten
Komponente allein eine Oberflächenspannung von 17*5 Dyn/cm
oder weniger aufwiesen, war die Oberflächenspannung der erhaltenen
Lösung von gemischten fluoraliphatischen Netzmitteln im allgemeinen
über 17,5 Dyn/cm; diese Lösungen ergaben keine befriedigenden Filme auf n-Heptan. Es wurde ausserdem festgestellt, dass an-ionische
Netzmittel, die zwei oder mehrere fluoraliphatische Gruppen enthielten, offenbar zu unlöslich in der Lösung waren, so
dass:dieerhaltenen Lösungen Oberflächenspannungen von im allgemeinen
über 17,5 Dyn/cm hatten.
Demgegenüber ergaben Netzmittel mit einer einzigen fluoraliphatischen
Gruppe und mit einem einzigen anionischen Zentrum Gemische, die Oberflächenspannung unter etwa 17,5 Dyn/cm aufwiesen und leicht
befriedigende dampfunterdrückende Filme auf Flugzeugbenzin und
n-Heptan bildeten.
Das Verhältnis von ampholytischen Netzmitteln zu anionischen Netzmitteln
in dem fluoraliphatischen Netzmittelgemisch kann innerhalb
eines grossen Bereichs variiert werden. Geeignete Kombinationen können so wenig wie 10 % von entweder dem ampholytischen oder dem
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- 17 - M 3235
anionischen Netzmittel enthalten, doch ist es vorteilhaft, ei-n
Verhältnis zwischen 1:4 bis 4:1 zu nehmen.
Gemeinsam mit dem gemischten fluoraliphatischen Netzmittelsystem sind fluorfreie Netzmittel, wie sie beispielsweise in der US-Patents
ehr iff 3 562 156 (Franc-en) angegeben sind, erforderlich,
um einen befriedigenden dampfunterdrückenden Film zu bilden. Kationisohe fluorfreie Netzmittel sind natürlich gemeinsam mit
einem anionischen fluorhaltigen Netzmittel ungeeignet. Anionische und amphoIytische Netzmittel sind geeignet, doch werden nichtionische fluorfreie Netzmittel bevorzugt, weil sie die besten
Filmeigenschaften ergeben können. Die stärker hydrophilen Netzmittel wirken ausserdem als Schaumverstärkungsmittel und verleihen
dem Konzentrat der Stoffgemische ein hohes Maß an Verträglichkeit
mit Meerwasser. Das Gewichtsverhältnis von denfluorhaltigen Netzmitteln zu den fluorfreien Netzmitteln sollte im allgemeinen
zwischen 1:10 und 10:1, vorzugsweise bei 1:8 bis 8:1 liegen. In den meisten Fällen werden annähernd gleiche Anteile
von den beiden Netzmitteln angewendet.
Das die Filmbildung fördernde, fluorfreie Netzmittel muss wasserlöslich
sein, damit es in geeigneter Weise angewendet werden kann, obwohl natürlich ein unlöslicher Rest von einem echt löslichen
Anteil in einem wässrigen Trägermittel dispergiert sein kann,, um später, z.B. beim Verdünnen des Konzentrats zur Bildung der endgültigen
filmbildenden Lösung, gelöst zu werden. Der Einfachheit halber sollte das fluorfreie Netzmittel jedoch mindestens zu etwa
0,02 Gew.-%, vorzugsweise zu 0,2 Gew.-%, in Wasser bei 25° C löslich
sein. Eine ungenügende Löslichkeit in der Brennstoffphase
führt hinsichtlich der Ausbreitungseigenschaften der filmbildenden
wässrigen Lösung von fluDJrtialtigem Netzmittel und fluorfreiern
Netzmittel zu keiner Verbesserung, d.h., das fluorfreie Netzmittel muss mit Kohlenwasserstoffen verträglich sein. Wenn andererseits
das fluorfreie Netzmittel in der Kohlenwasserstoffbrennstoffphase im Vergleich zu der Wasserphase zu löslich ist, wird
es schnell entfernt und fällt der Film.zu schnell zusammen, um geeignet zu sein. Brauchbare fluorfreie Netzmittel sind nicht so
sehr durch die absolute Löslichkeit des Materials in der Kohlen-
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wasserstoffbrennstoffphase ausgezeichnet als vielmehr durch die
Verteilung des Materials zwischen der Kohlenwasserstoffbrennstoffphase und der wässrigen Phase. Der hier benutzte Ausdruck
"fluorfrei" bezieht sich auf eine Verbindung, die frei von fluoraliphatischen
Gruppen ist und nicht mehr- als höchstens 5 Gew.-^
kohlenstoff gebundenes Fluor enthält«,
Wie oben angegeben ist, ist das organische, fluorfreie, die Filmbildung
fördernde Netzmittel, abgesehen von der Wasserlöslichkeit und der Verträglichkeit mit.Kohlenwasserstoffen, ausserdem synthetischer
Natur und nichtfaulend. Weil die"Stoffgemische nach
der Erfindung aufbewahrt werden sollen, entweder in Form des Konzentrats oder als verdünnte wässrige Lösungen, und zwar über
längere Zeitspannen hinweg bei wechselnden 'Umweltsbedingungen, ist es sehr erwünscht, dass die fluorfreie Netzmittelkomponente
nichtfaulend ist, um eine beständige Lagerfähigkeit der Stoffgemische
sicherzustellen und zweitens für geruchlose Mittel beim Gebrauch zu sorgen. Es ist festgestellt worden, dass bestimmte
synthetische organische Verbindungen diese Eigenschaften ausser
den anderen vorstehend und nachfolgend angegebenen Eigenschaften besitzen.
Durch Zugabe eines wasserlöslichen Elektrolyten, wie z.B. von
Natriumchlorid, Magnesiumsulfat und dergl., zu einer wässrigen.
Netzmittellösung kann die Löslichkeit von Netzmitteln vermindert und nicht selten ein Ausfallen der Netzmittel bewirkt werden. Es
ist festgestellt worden, dass die Anwesenheit eines in dem Wasser
gelösten. Elektrolyten (auch bei Konzentrationen von sogar 7 Gew.-%
oder mehr) die Wirksamkeit dieser Lösungen von fluorfreien Netzmittel und fluoraliphatischen Netzmitteln nicht beeinträchtigen.
In vielen Fällen wird das Filmausbreitungsvermögen praktisch verbessert. Dadurch werden nicht nur die Anforderungen an das
zum Verdünnen verwendete Wasser zur'Herstellung filmbildender
Lösungen zum Aufbringen auf Brennstoffoberflächen vereinfacht,
sondern es ist möglich, diese gemischten Netzmittellösungen, z.B. auf Schiffen auf See zu benutzen, wenn das einzige leicht erhältliche
Wasser zum Verdünnen Meerwasser mit einem relativ hohen
3Ό-98Α0/09-8Β
23^6
Salzgehalt ist.
Zur Feststellung der Wirksamkeit eines Stoffgemisehs nach der Erfindung bei einem Großbrand wurde das folgende Stoffgemisch
zur Brandbekämpfung hergestellt:
Gew.-^
817642H4)300H ("Triton X-305")
C4H9(OC2H^)2OH
| 2 | si |
| 1 | ,8 |
| 2 | ,8 |
| 30 | |
| 62 | ,7 |
Vi asser
Der pH-Wert der Konzentratlösung wurde auf 7,5 mit verdünnter Natronlauge eingestellt.
Es wurde festgestellt, dass die Konzentratlösung ein spezifisches Gewicht bei 24° C von 1,025 und Viskositäten von 5 cP bei 24° C,
11 cP bei 5° C und I5 cP bei -4° C hatte. Der Gefrierpunkt der
Konzentratlösung war -5 C. Es wurde angenommen, dass das Stoffgemisch nach der Erfindung eine befriedigende Wärmebeständigkeit
besitzt, wenn festgestellt wurde, dass keine Änderungen bei irgendeiner Konzentratlösung oder bei der verdünnten Lösung nach
einem Altern von 10 Tagen bei 66° C auftraten.
Die mit l6 Teilen Wasser verdünnte Konzentratlösung hatte, wie
festgestellt wurde, eine Oberflächenspannung von etwa 16,5 Dyn/cm und eine Grenzflächenspannung mit Cyclohexan von 4 Dyn/cm.
Die so verdünnte wässrige Lösung wurde dann bei einem (kreisförmi-
gen) Flugzeugbenzinbrand von etwa 37 m getestet. Die Testbedingungen
und die Ergebnisse waren wie folgt:
Windbedingung: Obis 3 Meilen je Stunde.
Brennstoff: 454 1 Flugzeugbenzin auf etwa 5 om Wasser. Der Brennstoff
wird angezündet und kann I5 Sekunden brennen,
be —
bevor mit dem Löschen gönnen wird.
bevor mit dem Löschen gönnen wird.
309840/098B
- 20 - M 3255
Austragsvorrichtung: Luft ans äugende SchaumbiIdungsdüse, die bei
7 Atm betrieben wird und 16 l/min abgibt,
Schaumexpansion von 7 bis 15ο
Angewendete Lösung: . 16 1. ·
Löschzeit: 60 s .
25 <£ Burnback: 15*5 min. " '
Die vorstehenden Ergebnisse sind im Hinblick auf die Bedingungen
für einen Feuerlöschschaum., die von U.S. Navy aufgestellt worden
sind, sehr eindrucksvoll. Nach MIL-F-24jü85 wird für ein Feuer
mit einer Ausdehung von 2,6 m eine Löschzeit von weniger als
84 Sekunden und eine Zeit für 25 % Burnback über 240 Sekundengefordert
ο
- Patentansprüche -
309840/098S
Claims (1)
- - 21 - M 3235Patentans prüche1. Zum Löschen.von Bränden von stark flüchtigen Kohlenwasserstoffen geeignetes wässriges Stoffgemisch, dadurch gekennzeichnet, dass es Wasser, ein gemischtes, wasserlösliches, fluoraliphatlsehes Netzmittelsystem und ein wasserlösliches, synthetisches, nichtfaulendes, mit Kohlenwasserstoffen verträgliches, organisches fluorfreies Netzmittel enthält, im wesentlichen frei von flüchtigen, brennbaren Stoffen ist und einen zähen, haltbaren, sich schnell bildenden und sich ausbreitenden Film auf der Oberfläche des Kohlenwasserstoffs zu bilden und dadurch das Freiwerden von brennbaren Dämpfen des Kohlenwasserstoffs zu verhindern vermag.2. Stoffgemisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das gemischte fluoraliphatische Netzmittelsystern ein fluor^ aliphatisches ampholytisches Netzmittel, das ausser einer endständigen fluoraliphatischen Gruppe mindestens ein endständiges kationisches oder zu einem Kation ionisierbares Zentrum sowie mindestens ein endständiges anionisches oder zu einem Anion ionisierbares Zentrum enthält, und ein anionisches fluoraliphatisches Netzmittel enthält, das mindestens eine fluoraliphatische Gruppe mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen mit einer endständigen Perfluormethy!gruppe und eine anionische Gruppe enthält.3 0 9 8 4 Q / 0 9 8 fa- ■■ - 22 - ■ . ■ - M2315328Stoffgemiseh nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das fluoraliphatische amphoIytische Netzmittel die allgemeine FormelW-NR^hat, worin Rf ein fluoraliphatischer Rest ist, der 1 bis etwa 20 oder mehr Kohlenstoff atome enthält und b eine . ganze Zahl von 1 bis j5 ist,B eine hydrolysebeständige organische Gruppe, ist, die frei ■ von ionisierbaren Gruppen ist, eine Valenz von (b+2) hat und dass das kohlenstoff gebundene Fluor der R^-Gruppe mindestens 10 Gew.->% des Netzmittels ausmacht,R^ j> gleiche oder verschiedene ünsubstituierte Älky!gruppen mit 1 bis etwa 18 Kohlenstoffatomen oder Alkylgruppen mit 1 bis etwa 18 Kohlenstoffatomen, die mit wasserlösliehmachenden Gruppen substituiert sind, oder geraeinsam mit dem Stickstoffatom, an das Rv gebunden ist, einen heterocyclisehen Rest, in Kombination mit nicht mehr als einer niederen Alkylgruppe bedeutet, . .W und Y zweiwertige Hydrocarbylengruppen mit 1 bis etwa.12 Kohlenstoffatomen sind undA, das anionische Zentrum, der Rest einer Säure mit einer Ionisationskonstanten in V/asser bei etwa 25° G von mindestens 1 χ 10"5 istund das ampholytische fluoraliphatische Netsmittel in Form der Salze vorliegen kann. .4. Stoffgemiseh nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dasa das fluoraliphatische ampholytische Netzmittel die Formel-NEU
"■■■>.-Y-A
hat, worin R- ein fluoraliphatischer Rest mit 1 bis etwa 20309840/09Ö&- - 25 - M 3235Kohlenstoffatomen ist,X eine zweiwertige Bindungsgruppe mit 1 bis etwa 12 Kohlenstoffatomen ist,
ρ 0 oder 1 ist,
Q -SO2- oder -GO- ist,R, 3 gleiche oder verschiedene unsubstituierte Alky!gruppen mit 1 bis etwa 18 Kohlenstoffatomen oder Alkylgruppen mit 1 bis etwa 18 Kohlenstoffatomen, die durch wasseriösliehmachende Gruppen substituiert sind, oder gemeinsam mit dem Stickstoffatom, an das R gebunden ist, einen heterocyclischen Rest in Kombination mit nicht mehr als einer niederen Alky!gruppe bedeutet,W eine zweiwertige Hydrocarbylengruppe mit 2 bis etwa 12 Kohlenstoffatomen ist, -Y eine zweiwertige Hydrocarbylengruppe mit 1 bis etwa 12 Kohlenstoffatomen ist,A der Rest einer Säure mit einer Ionisationskonstanten inο -1SWasser bei etwa 25 C von mindestens etwa Ix 10 J ist, sowie in Form der Salze vorliegen kann, und das anionisehe fluoraliphatische Netzmittel ein eine fluoraliphatische Gruppe enthaltendes Sulfonat mit der -allgemeinen Formel RJC SO^H ist, worin R„ und X die oben angegebenen Bedeutungen haben,
sowie in Form der Salze vorliegen kann.5. Zum Löschen von Bränden von stark flüchtigen Kohlenwasserstoffen geeignetes Stoffgemischkonzentrat, dadurch gekennzeichnet, dass es(a) ein gemischtes fluoraliphatisches Netzmittelsystem von einem amphoIytischen fluoraliphatischen Netzmittel und einem anionischen fluoraliphatischen Netzmittel in einem Verhältnis zwischen 1:4 und 4:1 und(b) ein synthetisches, niehtfaulendes, mit Kohlenwasserstoffen verträgliches, organisches, fluorfreies Netzmittel enthält, wobei das Verhältnis der fluorhaltigen Netzmittel zu dem fluorfreien Netzmittel 1:10 bis 10:1 ausmacht, sowie3098407098b(c) einen wasserlöslichen Stabilisator,, der aus Alky lather n vom Alkylenglykol.oder Glycerin besteht, und(d) Wasser enthält,das Stoffgemischkonzentrat nach dem Verdünnen mit etwa 16 Gewichtsteilen Wasser feuerlöschenden Schaum zu bilden vermag, der nach dem Zerfallen einen zähen, haltbaren, schnell entstehenden und sich ausbreitenden Film auf der Oberfläche des Kohlenwasserstoffs bildet und dadurch das Freiwerden von brennbaren Kohlenwasserstoffdämpfen verhindert."Dr.Ve./Br.30984 L) / U 9 8 b
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US23794772A | 1972-03-24 | 1972-03-24 | |
| US23794772 | 1972-03-24 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2315326A1 true DE2315326A1 (de) | 1973-10-04 |
| DE2315326B2 DE2315326B2 (de) | 1976-04-01 |
| DE2315326C3 DE2315326C3 (de) | 1976-11-18 |
Family
ID=
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3021468A1 (de) * | 1979-06-08 | 1980-12-18 | Minnesota Mining & Mfg | Handfeuerloescher, feuerloeschverfahren und feuerloeschmittel |
| EP0083312A1 (de) | 1981-12-28 | 1983-07-06 | Ciba-Geigy Ag | Auf Wasser basierende Schaumzusammensetzungen zum Feuerlöschen, die stabilisierende Oligomere mit Kohlenwasserstoffsulfidendgruppen enthalten |
| DE202014007301U1 (de) | 2014-09-13 | 2015-12-16 | Envites Energy Gesellschaft für Umwelttechnik und Energiesysteme mbH | Vorrichtung zur gefahrlosen Beherrschung eines Brandes oder Stoffaustrittes und der Verminderung seiner Ausbreitung und Auswirkungen |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AU5372473A (en) | 1974-09-26 |
| IL41860A (en) | 1976-09-30 |
| IT979993B (it) | 1974-09-30 |
| DE2315326B2 (de) | 1976-04-01 |
| BE797208A (fr) | 1973-09-24 |
| JPS498097A (de) | 1974-01-24 |
| FR2177889B1 (de) | 1976-09-10 |
| IL41860A0 (en) | 1973-05-31 |
| JPS5239599B2 (de) | 1977-10-06 |
| FR2177889A1 (de) | 1973-11-09 |
| AR195911A1 (es) | 1973-11-15 |
| CA994998A (en) | 1976-08-17 |
| BR7302089D0 (pt) | 1974-08-29 |
| NL7303551A (de) | 1973-09-26 |
| GB1415400A (en) | 1975-11-26 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |