DE2315244A1 - Verfahren zur herstellung von giessereiformen und -kernen ausgehend von einer selbsthaertenden fliessfaehigen sandmasse - Google Patents
Verfahren zur herstellung von giessereiformen und -kernen ausgehend von einer selbsthaertenden fliessfaehigen sandmasseInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von Grießereiformen und -kernen ausgehend von einer selbsthärtenden fließfähigen
Sandmasse
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von (Jießereiformen und -kernen, ausgehend von einer
selbsthärtenden fließfähigen Sandmasse aus teuiperaturfestem
Sand, einem Bindemittel, einem Härtungsmittel für den Binder, einer Flüssigkeit und einem oberflächenaktiven Mittel, bei
dem der Sandmasse zur Erhöhung ihrer Dichte nach dem Vergießen ein oberflächenaktives Mittel zugesetzt wird, das einen Schaum
erzeugt, dessen lebensdauer (d.h. Zeit, bevor er beginnt, zusammenzufallen) geringer ist als die Zeit bis zum Beginn der
Härtung des Sandes nach Patent .... (deutsche Patentanmeldung P 21 33 585 vom 6.7.1.971).
96-(H 45 62 Cas 34b) NoHe
309841/0447
Das Verfahren nach dem Hauptpatent umfaßt weiterhin Maßnahmen zur noch weiteren Erhöhung der Dichte des Sandes und
der mechanischen Festigkeit der Formen, die darin bestehen,
daß der Sand zwischen dem Zeitpunkt, wo der Sand permeabel wird (d.h. Schaumblasen zerplatzen) und dem Beginn der Härtung
einem Druck oder wiederholten mechanischen Beanspruchungen durch Vibrationen, Stöße oder dergl. unterworfen wird.
Uach dem Hauptpatent wird weiter eine bestimmte Auswahl
hinsichtlich der oberflächenaktiven Mittel getroffen, die
für das Verfahren zur Erhöhung der Festigkeit von G-ießereiformen
und -kernen brauchbar sind, die ausgehend von selbsthärtenden fließfähigen Sandmassen hergestellt werden, bei
denen das Bindemittel ein Alkalisilicat ist.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren
zur Steigerung der mechanischen Festigkeit von Grießereiformen
und -kernen nach dem Hauptpatent unter Verwendung von selbsthärtenden
flüssigen bzw. fließfähigen Sandmassen, deren Bindemittel ein synthetisches Harz vom Harnstoff— Formaldehydtyp
ist. x
Es wurde gefunden, daß die Dichte der flüssigen Sandmischungen,
deren Bindemittel ein Harnstoff-Formaldehydharz oder ein Harnstoff-Formaldehyd-Furfurylalkoholharz ist, gesteigert
und damit die mechanische Festigkeit der mit diesen Mischungen erzeugten Formen erhöht werden kann, wenn man ein
unter den folgenden ausgewähltes oberflächenaktives Mittels
a) Alkylbenzolsulfonate der Formel
30984 1/04
SOJSäe
(I)
in der R^, Rp, R, und R. jeweils ein Wasserstoffatom oder
einen Alkylrest bedeuten, wobei die Alkylreste insgesamt mehr als 9 Kohlenstoffatome aufweisen und, bezogen auf die
Sulfogruppe, am Benzolkern irgendwelche Stellungen einnehmen
können und Me ein V«rasserstoffatom, ein Alkalimetall oder
eine Gruppe HX ist, wobei X ein Amin ist; diese Verbindungen der Formel I können allein oder in Mischung mit einem Alkylbenzolsulfonat
der Formel:
SO5Me
R\ .. _4_ 41— r»2
verwendet werden, in der R'-, und Rf 2 jeweils ein Wasserstoffatom
oder eine C.- bis G^-Alkylgruppe bedeuten;
b) Alkylaminsalze der Formel:
RUH2, YH -(HI)
in der R eine Alkylgruppe von mehr als 9 Kohlenstoffatomen und Y der anionische Rest einer Säure ist; und
c) Verbindungen der Formelί
R-GOM-CH2-CH2-OCO-CH-CH2-CO2Me
309841/0447 sojs
bei der R ein Alkylrest mit mehr als 9 Kohlenstoffatomen
und Me ein Alkalimetallatom ist;
in einer Menge von 0,01 bis 2 Gew.^ (oberflächenaktives Mittel
bezogen auf das Gesamtgewicht, des flüssigen Sandes) verwendet.
Nicht-flüssige Sandmischungen mit einem Harnstoff-Formaldehydharz
als Bindemittel werden wegen ihrer Fähigkeit, sich gut vom Gußmodell bzw. Guß zu lösen, in bekannter
Weise insbesondere für die Herstellung von Kernen von komplizierter Form angewandt. Diese Mischungen erfordern jedoch
die Anwendung hoher Vibrationsenergien oder eines Zusammenpressens
von Hand, damit Lunker bzw. Verdiehtungsfehler
vermieden werden.
Eine Verbesserung von flüssigen Sandmisehungen mit einem
Harnstoff-Formaldehydharz-Bindemittel war daher für die Fabrikation von Kernen von komplizierter Gestalt ohne besondere
Stauch- oder Verdichtungsoperationen von besonderem Interesse. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kann darüber ηΐηβμβ die
Dichte des Sandes und mithin die mechanische Festigkeit dieser Kerne durch Wahl eines geeigneten oberflächenaktiven Mittels
für flüssige Sande mit einem Harnstoff-Formaldehydharz-Bindemittel
gesteigert werden. Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ermöglicht in diesem Falle^nicht nur die
Erhöhung der mechanischen Festigkeit von Formen und Kernen sondern auch eine Verminderung der Härtungszeit des flüssigen
Sandes und bringt diesen damit auf eine Härtungszeit, die
mit derjenigen von nicht-flüssigen Sanden vergleichbar ist.
Die beim erfindungsgemäßen Verfahren als Sandbindemittel verwendeten synthetischen Harze vom Harnstoff-Formaldehydtyp
umfassen im wesentlichen die vorzugsweise mit Furfurylalkohol
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gemischten Polymeren einer Harnstoff-Formaldehyd-Kondensation
sowie Harnstoff-Formaldehyd-Furfurylalkohol-Polykondensate.
Die als Ausgangsmaterial verwendeten Harnstoff-Formaldehyd-Polymeren
sind vom herkömmlichen Typ und besitzen ein Formaldehyd/Harnstoff (f/U)-Verhältnis zwischen 1 und 4, einen
Prozentsatz an Trockenmaterial von 30 bis 80 Ji und eine von
3 /bis 30 Poise veränderliche Viskosität, Sie können allein oder versetzt mit einer sehr geringen Menge Furfurylalkohol
verwendet werden, jedoch muß man dann zur Fluidisierung der
Sandmischung ein Lösungsmittel wie einen Alkohol oder ein Keton (siehe Beispiel 1 weiter unten) hinzufügen! die in
diesem Falle erhaltenen Sande werden speziell für den Formguß von Leichtmetallegierungen verwendet. Meist wird jedoch die
Verwendung der Harnstoff-Formaldehydharze in feisehung mit
Furfurylalkohol in Mengen, die bis zu 55 a/° Furfurylalkohol
pro 45 $ Harnstoff-Formaldehydharz aufweisen können, bevorzugt. Der Furfurylalkohol spielt gleichzeitig die Rolle eines
Fluidisierungsmittels für die Sandmischung und eines Schaumbremsmittels.
Es wurde versucht, den Prozentsatz des zum Harnstoff-Formaldehydharz
hinzugemischten FurfurylalkohoIs zur Verminderung
der beim Metall durch den vom Abbau des Harnstoffformaldehydharzes
beim Guß herstammenden Stickstoff bedingten Fehlerrisiken zu erhöhen. Oberhalb von 55 $ verhindert
der Furfurylalkohol jedoch die Schaumbildung vollständig und der Sand kann selbst in Gegenwart von erheblichen Mengen
an oberflächenaktiven Mitteln nicht mehr verflüssigt werden.
Der Prozentsatz an Furfurylalkohol konnte indessen durch Einführung desselben in das Harz in einer polymerisieren
Form bis auf 85 $> erhöht werden. Als Bindemittel für flüssige
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Sande werden also beim erfindungsgemäßen Verfahren benutzt:
a) Harnstoff-Formalaehy'd-JPurfurylalkohol-PolykOndensate, " ~
die nachfolgend als "(U/f/AF)-Polykondensate" bezeichnet und durch Polykondensation einer Iviischung von Harnstoff,
Formaldehyd und furfurylalkohol in G-egenwart einea alkalischen
Katalysators erhalten werden;
b) Mischungen von Harnstoff-Formaldehydharz und einem
Furfurylalkohol-Formaldehyd-Präkondensat; diese Mischungen werden nachfolgend als " (AF/F)+UF-Harze" bezeichnet;
Furfurylalkohol-Formaldehyd-Präkondensat; diese Mischungen werden nachfolgend als " (AF/F)+UF-Harze" bezeichnet;
c) durch Präpolymerisation einer Mischung von Furfurylalkohol
und einem Harnstoff-Formaldehydharz von geringer Viskosität erhaltene Harze, die nachfolgend als "(AF/UF)-Harze"
bezeichnet werden;
d) Harze, die durch weiter fortgeschrittene Polymerisation
der obigen Präpolymeren c) durch 30 Minuten langes Erhitzen zum Sieden in Gegenwart eines Säure-Katalysators
und anschließendes Neutralisieren erhalten werden; diese werden nachfolgend als "nachpolymerisierte (AF/UF)-Harze" bezeichnet;
der obigen Präpolymeren c) durch 30 Minuten langes Erhitzen zum Sieden in Gegenwart eines Säure-Katalysators
und anschließendes Neutralisieren erhalten werden; diese werden nachfolgend als "nachpolymerisierte (AF/UF)-Harze" bezeichnet;
e) Mischungen von Furfurylalkohol-Präkondensat und Harnstoff-Formaldehydharz,
die nachfolgend als "UF+(AF)-Harze" bezeichnet werden und schließlich
f) Mischungen der Harze c) oder d) mit einem Harnstoff-Formaldehydharz
oder mit Furfurylalkohol.
Bs gelang so, einen bis zu 85 % reichenden Prozentsatz
Furfurylalkohol in die Harze a, b, c, d, e und f unter der
Bedingung einzuführen, daß er darin zumindest teilweise in
polymerisierter Form vorliegt.
Furfurylalkohol in die Harze a, b, c, d, e und f unter der
Bedingung einzuführen, daß er darin zumindest teilweise in
polymerisierter Form vorliegt.
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Die als Ausgangsmaterialien für die Herstellung der Harze e) verwendeten Furfurylalkohol-Präkondensate können
beispielsweise wie folgt erhalten werden: Eine Lösung von 2000 g .Furfurylalkohol und 200 g Wasser, versetzt mit 10 g
verdünnter Phosphorsäure, wird unter Rückfluß erhitzt. Nach Erreichen des gewünschten Polykondensationsgrades wird der
pH-Wert auf 5 bis 6 eingestellt und das Wasser unter vermindertem Druck abdestilliert.
Die als Ausgangsmaterial für die Herstellung der Harze b) verwendeten Präkondensate von !furfurylalkohol und
Formaldehyd können zum Beispiel folgendermaßen erhalten werden:
Eine Lösung von 1500 g Furfurylalkohol, 750 g einer 40 foigen
Formaldehydlösung und 10 ml verdünnter Phosphorsäure wird
je nach gewünschtem Polykondensationsgrad 50 Minuten bis einige
Stunden lang unter Rückfluß erhitzt. Man stellt dann den pH-Wert auf 5 bis 6 ein und destilliert das V/asser unter
vermindertem Druck ab.
' Die Harnstoff-Formaldehyd- und Harnstoff-Formaldehyd-Furfurylalkoholharze
werden in die flüssigen Sandmischungen nach dem erfindungsgemäßen Verfahren in Mengen von 0,5 bis
5 Gew.?fa des verwendeten Sandes eingeführt.
Die Harnstoff-Formaldehydharze als Bindemittel enthaltenden
Mischungen flüssigen Sandes enthalten ebenfalls einen Härtungskatalysator, der durch eine Mineral- oder organische
Säure insbesondere Phosphorsäure, Schwefelsäure oder SuIfonsäure gebildet wird und Wasser oder einen Alkohol oder ein
Keton.
Es wurde gefunden, daß die Dichte der flüssigen Sand-
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mischungen, die als Bindemittel ein Harnstof.i-Formaldeh.y-aharz
oder ein Harnstoff-Formaldehyd-Furfurylalkaholiaarz enthalten, bei dem Verfahren nach dem Hauptpatent erhöht werden
kann, wenn man als oberflächenaktives Mittel ein Alkylb;enzalsulfonat
der Formel: -«.--.-
SO ,Ee I J
(I)
■ζ und R. ein Wasserstoffatom oder
verwendet, in der IL, Rp>
eine Alkylgruppe bedeuten, wobei die Alkylgruppen insgesamt mehr als 9 Kohlenstoffatome aufweisen- und - bezogen auf die SuIfo- bzw. Sulfonatgruppe - irgendeine Stellung am Benzolkern einnehmen können und Me ein Wasserstoffatom, ein Alkali metallatom oder eine Gruppe HX sein kann, wobei X ein Amin ist; die.se Alkylb enzol sulfonate der Formel I können allein oder in Mischung mit einem Alkylbenzolsulfonat der Formel:
eine Alkylgruppe bedeuten, wobei die Alkylgruppen insgesamt mehr als 9 Kohlenstoffatome aufweisen- und - bezogen auf die SuIfo- bzw. Sulfonatgruppe - irgendeine Stellung am Benzolkern einnehmen können und Me ein Wasserstoffatom, ein Alkali metallatom oder eine Gruppe HX sein kann, wobei X ein Amin ist; die.se Alkylb enzol sulfonate der Formel I können allein oder in Mischung mit einem Alkylbenzolsulfonat der Formel:
SO3Me
R1
(II)
verwendet werden, in der R1^ und R1 2 ein Wasserstoffatom
oder eine C,- bis C-,-Alkylgruppe bedeuten.
Die gemäß vorliegender Erfindung verwendeten oberflächenaktiven Mittel der Formel I sind vorzugsweise n-Bodeeylbenzol-
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-r 9 ~
sulfonat und Tetraisopropylbenzolsulfonat. Dabei kann jede
dieser Verbindungen allein als oberflächenaktives Mittel verwendet werden, bevorzugt benutzt man jedoch eine Mischung
von einer dieser Verbindungen mit einem Alkylbenzolsulfonat
der !formel II, das die Punktion hat, die löslichkeit des oberflächenaktiven
Mittels I in Wasser und Säuren zu erhöhen und die Stabilität seiner Schäume zu vermindern.
Die gemäß vorliegender Erfindung verwendeten Alkylbenzolsulfonate der Formel II sind beispielsweises Benzolsulfonat,
Dimethylbenzolsulfonat, Isopropylbenzolsulfonat, Diäthylbenzolsulfonat
und vorzugsweise p-Toluolsulfonat.
Die Verbindungen der Formel I und diejenigen der Formel II werden zum flüssigen Sand vorzugsweise in Form der freien
Sulfonsäure hinzugegeben (bei denen Me ein Wasserstoffatom ist),
Sie spielen dann nicht nur die Rolle von oberflächenaktiven Mitteln sondern zusammen mit den anderen zur Sandmischung
hinzugegebenen Säuren auch diejenige von Härtungskatalysatoren. Sie können in Form der Alkalimetallsalze oder der Aminsalze
zugesetzt werden; in Gegenwart eines als Härtungsmittel hinzugegebenen Säure-Katalysators (Η,ΡΟ. oder HpSO.) wirken sie
jedoch in der Mischung in Form der freien Säure.
Andererseits wurde gefunden, daß man gemäß der vorlie-,
genden .Erfindung die Dichte flüssiger Sande bei dem Verfahren
nach dem Hauptpatent unter Verwendung von Harz vom Harnstoff-Formaldehyd-Typ
als Bindemittel erhöhen kann, wenn man noch als oberflächenaktivesMittel entweder ein kation-aktives Mittel,
d.h. ein Alkylaminsalz der Formel R-MHp,YH, in der Y
der anionische Rest einer Säure ist und die Alkylkette R mehr als 9 Kohlenstoffatome aufweist und das insbesondere durch
Laurylaminacetat oder Oleylaminacetat gebildet wird oder
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eine anion-aktive Verbindung der Formel;.
R-GONH-GH2-CH2-OGO-CH-GH2-GO2Me
SO3Me
wobei R in der vorstehenden Formel eine Alkylgruppe mit mehr
als 10 Kohlenstoffatomen und Me ein Alkalimetallatom ist
und insbesondere ein Alkalimonolauryläthanolamidsulfosuccinat verwendet.
In allen Fällen wird das oberflächenaktive Mittel zum
flüssigen Sand in Mengen von insgesamt 0,01 bis 2 Gew.^ der Sandmischung hinzugegeben.
Die nachfolgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der
Erfindung. Im Rahmen dieser Beispiele wurden jeweils wie beim Hauptpatent die.folgenden Kurven (siehe Fig. 1 bis 11) aufgenommen;
1) Eine Kurve für das Absetzen bzw. die Senkung (T) des
Sandes (in Millimetern längs einer linearen Skala) in Abhängigkeit von der Zeit t (in Minuten, längs einer
logarithmischen Skala aufgetragen); diese voll ausgezogenen
Kurven werden jeweils mit "1" bezeichnet;
2) eine Kurve für die Härtung bzw. -Verfestigung des Sandes,
bei der die Schub- oder Scherkraftschwelle SC bzw. der Zusammenhalt (in dyn/cm ; aufgetragen längs einer logarithmischen
Skala) in Abhängigkeit von der Zeit t (wie oben) angegeben wird; diese Kurven sind gestrichelt dargestellt
und jeweils mit "3" bezeichnet; bei diesen Versuchen wurde vor der Härtung eine zusätzliche Senkung des
Sandes durch Vibrationen oder Stöße herbeigeführt;
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3) eine Permeabilitätskurve, bei der der Permeabilitätsindex ρ (ausgedrückt als AFS-Index; längs einer logarithmischen
Skala aufgetragen) in Abhängigkeit von der Zeit t (wie oben) wiedergegeben wird; diese Kurve wird mit "4"
bezeichnet und ist mit starkem Strich ausgezogen. Diese Kurve konnte nur für Beispiel 2 gezeichnet werden. Bei
den anderen Beispielen trat das Phänomen der Permeabilität so rasch auf, daß die Permeabilitätskurven nicht gezeichnet
werden konnten.
Der Sand wurde Vibrationen oder Stoßen ausgesetzt, sobald
das natürliche· Absetzen des Sandes erfolgt war.
Ein flüssiger Sand wurde aus folgenden Bestandteilen hergestellt?
50 kg Kieselsäuresand mit einer Korngrößenverteilung
entsprechend 60 AI1S (amerikanische Horm);
-.. 1 kg Harnstoff-Formaldehydharz mit folgenden Charakteristiken:
]?/U = 1,9; Trockenmaterial: 66 fo\ Viskosität,
V = 30 Poise; pH-Wert = 7,5; Brechungsindex (BI) = 1,46;
- 0,492 kg Aceton;
- 0,600 kg Wasser und
- 0,108 kg n-Dodecylbenzolsulfonsäure als oberflächenaktives
Mittel.
Die Mischung dieser Bestandteile erfolgte in einem Knetwerk, wie es im Hauptpatent beschrieben ist, indem zunächst
die neutralen Bestandteile, d.h. Sand und Harz eine Minute lang vermischt und dann die flüssigen Bestandteile, d.h. Aceton,
Wasser und oberflächenaktives Mittel hinzugegeben wurden und die Mischung erneut 30 Sekunden lang durchgearbeitet wurde.
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Die verschiedenen Messungen wurden bei einer Temperatur von 18 bis 20 C durchgeführt und die Kurven 1 und 3, wie im Hau}
patent beschrieben, aufgenommen. Fig. 1 zeigt diese Kurven.
Die Fließfähigkeit dieses flüssigen Sandes, war derart,
daß bei ihrer Ermittlung unter Verwendung des Abrahms-Konus1,
wie im Hauptpatent beschrieben, ein Ausbreitungsdurchmesser auf der Platte von 370 mm erhalten wurde. Die Permeabilitäten
konnten wegen der Geschwindigkeit dieser Phänomene nicht gemessen werden, und die Sandmischung wurde Vibrationen ausgesetzt,
sobald sich die natürliche Absetzung bzw. Senkung desselben stabilisiert hatte, d.h. nach einer sehr kurzen Zeit
von maximal 2 Minuten. Mach den Vibrationen wurde so eine Senkung von 70 mm und eine Dichte des Sandes von 1,55 erhalten.
Die Druckfestigkeit des so erhaltenen flüssigen Sandes wurde gemessen und folgende Ergebnisse erhalten:
- nach 30 min (R 30) ! 3,9 dalf/cm2;
C p
- nach 1 Std. "(R 1) s 6,0 daN/cm ;
- nach 5 Std. (R 5) : 11-,0 daN/cm2;
nach 24 Std. (R 24) : 15 dal/cm2.
In gleicher Weise wie vorstehend wurde ein anderer flüs
siger Sand mit folgenden Bestandteilen hergestellt:
- 50 kg Kieselsäuresand einer Korngrößenverteilung entsprechend
60 Ai1S;
- 1 kg Harnstoff-Formaldehydharz mit gleichen Eigenschaf
ten wie vorstehend;
- 0,11 kg Furfurylalkohol;
- 696 g Wasser;
46 g Phosphorsäure;
13 g Dodecylbenzolsulfonsäure und
- 45 g p-Toluolsulfonsäure als oberflächenaktive Mittel.
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Die Mischung erfolgte, indem zunächst. 1 Minute lang Sand, Harz und Furfurylalkohol vermischt bzw. durchgehet et
und dann nach Zusatz der anderen flüssigen Bestandteile erneut 30 Sekunden lang vermischt wurde. Der so erhaltene Sand
hatte die gleichen Eigenschaften wie der vorangehend erhaltene Sand und die Kurven 1 und 3 waren annähernd identisch.
Dieses Beispiel zeigt, daß man durch das Verfahren nach dem Hauptpatent die Dichte von flüssigem Sand, dessen
Bindemittel ein Harnstoff-Formaldehydharz ist, das entweder allein oder mit Zusatz von etwas Furfurylalkohol fließfähig
gemacht werden kann, erhöhen kann, indem man ein oberflächenaktives
Mittel benutzt, das entweder n-Dodecylbenzolsulfonsäure
allein oder eine Mischung dieser Säure mit p-Toluolsulfonsäure
ist.
Diese Sande, deren Bindemittel durch ein Harnstoff-Formaldehydharz
gebildet wird, werden insbesondere für den Leichtmetallguß verwendet, wobei das sich gegen 700 G zu zersetzende
Harz nicht mit den Leichtmetallegierungen reagiert.
Bin flüssiger Sand wurde mit folgenden Bestandteilen hergestelltί
50 Kg Kieselsäuresand mit einer Korngröße entsprechend 60 AFS;
1 kg einer Mischung aus 45 i° Harnstoff-Formaldehydharz
und 55 °/o Furfurylalkohol; das Harnstoff-Formaldehydharz
hatte dabei die folgenden Eigenschaften} F/U = 1,6; Trockenmaterial : 60 $; Viskosität : 6 Poise;
pH-Wert = 7,5; BI = 1,46; die Harnstoff-Formaldehydharz-
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Jurfurylalkohol-Mischung hatte eine Viskosität von
0,6 Poise und einen .Brechungsindex von 1,48. 15 g 8.5 '/»ige Phosphorsäure;
-9g Schwefelsäure;
-5g Methanol;
- 550 g V/asser;
-6g Dodecylbenzolsulfonsäure und
- 10 g p-Toluolsulfonsäure als oberflächenaktive iviittel.
Zur Vermischung dieser Bestandteile wurden zunächst Sand und Harzmischung 1 Minute lang durchgearoeitet und dann
die gesamte Mischung nach Zusatz der übrigen flüssigen—Bestandteile erneut 30 Sekunden lang durchmischt bzw. durchgeknetet.
Die verschiedenen Messungen erfolgten bei einer Temperatur
von 18 bis 20 G und die Kurven 1,3, und 4 wurden, wie im Hauptpatent beschrieben, aufgetragen. Diese Kurven sind in Pig. 2
dargestellt.
Der so hergestellte Band hatte folgende Eigenschaften: Seine Fließfähigkeit entsprach einem Ausbreitungsdurchmesser
von 370 mm; die nach Vibration des Sandes erhaltene Senkung betrug 100 mm und die Dichte des Sandes lag dann bei 1,60.
Die Druckfestigkeitsmessungen ergaben folgende Vierte:
Rc 30 mint 1 daN/cm2
R0 1.Std.; 6 da¥/cm2
R0 5 Std.: ii daN/cm2
Rn 24 Std.s 17
30984 1/044?
Ein flüssiger Sand wurde mit folgenden Bestandteilen
hergestellt:
50 kg Kieselsäuresand mit einer Korngrößenverteilung entsprechend 60 APo,
- 1 kg einer kisehung von 45 fi Harnstoff-Formaldehydharz
und 55 fo i'urfurylalkohol, wobei das Harnstoff-Formaldehydharz
folgende Eigenschaften hatte: E/U = 1,6; Trockenmaterial: 56 ^, Viskosität« 3 Poise;
pH 8; BI: 1,46; die Mischung von Harnstoff-Formaldehydharz und Furfurylalkohol hatte eine Viskosität von 0,5
Poise und einen Brechungsindex von 1,48.
Die übrigen Bestandteile der flüssigen Sandmisehung waren abgesehen vom Methanol die gleichen wie im vorangehenden Beispiel
und in gleicher Menge vorhanden.
Das Vermischen erfolgte in gleicher Weise wie in .cseispiel
2 und es wurde ein flüssiger Sand mit folgenden Eigenschaften
erhalten:
| Ausbreitungsdurchmesser: | 370 | mm; | daK/cm |
| Senkung nach Vibration: | 100 | mm; | daii/cm |
| Dichte: 1,60; | daN/cm | ||
| Druckfestigkeit: Ec 30 | min | : 2 | daii/cm |
| Sc 1 | St d. | : 12 | |
| Rc 5 | Std. | : 17 | |
| Rc 24 | Std. | : 20 | |
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Es wurde ein flüssiger Sand mit den gleichen Bestandteilen
wie in Beispiel 3 hergestellt, nur daß die Harnstoff-Formaldehydharz-Furfurylalkohol-Mischung
in einer Menge von 1,5 °/o (anstelle von 2 $) verwendet wurde. Die verschiedenen
Bestandteile wurden in folgenden Mengen angewandt:
- 50 kg Kieselsäuresand einer Korngröße entsprechend 60 Ii1S;
0,750 kg Harnstoff-Formaldehydharz-i'urfurylalkohol-Mi.-schung;
201 g Phosphorsäure;
138 g Schwefelsäure;
561 g Wasser;
58 g Dodecylbenzolsulfonsäure und
138 g Schwefelsäure;
561 g Wasser;
58 g Dodecylbenzolsulfonsäure und
- 102 g p-Toluolsulfonsäure als oberflächenaktive Mittel.
Man erhält einen flüssigen Sand mit folgenden Eigenschaftenj
- Ausbreitungsdurchmesser: 370 mm;
- Senkung nach Vibration: 90 mm;
- !Dichte: 1,60; .
- Durckfestigkeit: EQ 30 min: 1 daN/em ;
Ec 1 Std.: 3 daN/cm2;
5 Std.: 5 daN/cm2;
R~ 24 Std.: 8 dali/cm2.
Die wie in den vorangehenden Beispielen angegeben aufgetragenen
Kurven 1 und .3 sind in Pig. 4 gezeigt.
Beispiel 5 (Pig. 5)
. ' -
Bin flüssiger Sand wurde mit folgenden Bestandteilen
hergestellt:
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50 kg Kieselsäuresand einer Korngrößenverteilung entsprechend 60 Ai1S;
1 kg eines Harnstoff-Formaldehyd-Furfurylalkohol-Polykondensationsharzes
(U/F/AF), bei dem der Furfurylalkohol 60 5& des Harzes ausmacht; F/U = 2,3; Viskosität j
1,5 Poise;
220 g Phosphorsäure
220 g Phosphorsäure
- 120 g Schwefelsäure
- 510 g Wasser;
50 g Dodecylbenzolsulfonsäure und 10 g p-Toluolsulfonsäure als oberflächenaktives Mittel.
Das Vermischen erfolgte unter den gleichen Bedingungen wie in den obigen Beispielen, und es wurde ein flüssiger Sand
mit folgenden Eigenschaften erhalten:
- Ausbreitungsdurchmesser: 375 mm;
- Senkung nach Vibration» 100 mm;
- Dichte: 1,62.
Die wie zuvor aufgetragenen Kurven 1 und 3 sind in Fig. dargestellt.
Eine flüssige Sandmischung wurde mit folgenden Bestandteilen hergestellt:
- 50 kg Kieselsäuresand der Korngrößenverteilung entsprechend
60 AFS;
- 0,75 kg (U/F/AF)-Harz, bei dem der Furfurylalkohol 85 $
des Harzes ausmacht und das die folgenden Eigenschaften hat: Ii2 = 0,75 CM Viskosität: 0,4 Poise; BI = 1,50;
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- 229 g Phosphorsäure; . 153 g Schwefelsäure;
- 663 g wasser; L·'
52 g Methanol; '
- 88 g Dodecylbenzolsulfonsäure und
115 g p-Toluolsulfonsäure.
Die Kurven 1 und 3 wurden in gleicher Weise, wie vorangehend
beschrieben, aufgenommen und es wurde ein flüssiger Sand mit folgenden Eigenschaften erhalten:
| Ausbreitungsdurchmesserj | 360 | mm; | dali/cm ; |
| Senkung nach Vibration : | 75 | mm; | ääS/em ; |
| Dichte: 1,55; | |||
| Druckfestigkeit : Rn 1 | Std. ; | 2 | |
| E„ 5 | Std. s | 4 | |
R. 24- Std.: 10 dal/cm2.
Dieses Beispiel zeigt;, daß der ltirfurylalkoholanteil.
im'Harz 85 fa erreichen kann, vorausgesetzt, daß dieser Alkohol
in einer polykondensierten Porm vorliegt. Der Prozentsatz,
dieses Bindemittels in der flüssigen Sandmischung ist indessen
auf 1,5 io reduziert (anstelle von 2 c/o in den meisten vorangehenden
Beispielen), da die Sandmischung bei Verwendung höherer Prozentsätze nicht mehr fließfähig gemacht werden kann.
Die mechanischen Festigkeiten des erhaltenen Sandes sind daher
ziemlich gering. Der prozentuale Stickstoffgehalt im Harz ist sehr niedrig und diese Sandmischung ware daher für
den Stahlguß geeignet.
309841/0447
Eine flüssige Sandmischung wurde mit folgenden Bestandteilen hergestellt:
50 kg band einer Korngrößenverteilung entsprechend 60 AFS;
1 kg Harz, das durch eine Mischung aus einem Furfurylalkohol-Formaldehyd-Präkondensat
zum einen .und Harnstoff-Formaldehydharz zum anderen gebildet wird KAF/fJ+UFJ;
der Furfurylalkohol bildet 70 uß> dieser Mischung und das
verwendete Harnstoff-Formaldehydharz hat folgende Eigenschaften:
F/U = 1,9; Trockenmaterial: 66 yo; Viskosität: 6 Poise;
BI: 1,46;
220 g Phosphorsäure;
180 g Schwefelsäure;
- 500 g Wasser;
180 g Schwefelsäure;
- 500 g Wasser;
50 g Dodecylbenzolsulfonsäure und 50 g p-Soluolsulfonsäure.
Die Kurven 1 und 3 wurden in gleicher Weise, wie oben beschrieben, aufgenommen, und die erhaltene flüssige Sandmischung
hatte folgende Eigenschaften:
| Ausbreitungsdurchmesser | : | 375 | mm; | 2 | dsN/cm ; |
| - Senkung nach Vibration: | 90 | mm; | 5 | daN/cm ; | |
| - Dichte: 1,58; | daN/cm ; | ||||
| - Druckfestigkeit: RQ 30 | min | : | 1, | daN/cm2. | |
| Rc 1 | Std | 0 | 4, | ||
| Hc 5 | Std | • • t |
8 | ||
| Rc 24 | Std | • • « |
13 | ||
Man erhält also mit einem Bindemittel, das wenig Stickstoff und viel Furfurylalkohol enthält, eine Sandmischung,
deren mechanische Festigkeiten besser sind als bei dem im vorangehenden Beispiel erhaltenen Sand.
309841/04 47
Es wurde versucht, eine flüssige Sandmisehung mit folgenden
Bestandteilen herzustellen:
50 kg Kieselsäuresand einer Korngrößenverteilung entsprechend 60 AFS;
1 kg eines durch Prepolymerisation eines Harnstoff-Formaldehyd
sirups mit Furfurylalkohol in Mengenverhält-nissen·
von 60 cß> Furfurylalkohol und 40 fo Harnstoff-Formaldehydharz
erhaltenen Harzes mit einem Stickstoffgehalt von 5,8.5 °/o. Dieser Sand konnte jedoch unabhängig
von den Mengenverhältnissen und der Art des oberflächenaktiven Mittels und der ausprobierten Verdünnungsmittel
nicht fließfähig gemacht werden.
Ein flüssiger Sand wurde mit folgenden Bestandteilen hergestellt: _
- 50 kg Sand einer Korngrößenverteilung entsprechend 60 AFS;
1 kg Harz aus dem vorstehenden (AF/UF)-Harz mit einem
in der Weise hinzugefügten Harnstoff-Formaldehydharz, daß ■ der Prozentsatz Furfurylalkohol in der Mischung auf 55 i°
gebracht wurde; das F/U-Yerhältnis des Harnstoff-Formaldehydharzes
lag bei 2,3|
- 150 g Phosphorsäure;
90 g Schwefelsäure;
50 g Methanol;
50 g Methanol;
- 55Og Wasser;
60 g Dodecylbenzolsulfonsäure und 100 g p-Toluolsulfonsäure.
09841/0447
Es wurde ein flüssiger Sand mit folgenden Eigenschaften erhalten:
- Ausbreitungsdurchmesser j 365 mm;
- Senkung nach Vibration : 70 mm;
- Dichte: 1,60;
- Druckfestigkeit:
| Rc | 30 | min | * φ |
2 | daii/cm |
| 1 | Std. | X | 5 | daN/cm2 | |
| H | 5 | Std. | j | 13 | daK/cm |
| Rc | 24 | Std. | t | 21 | daU/cm |
Die - wie oben angegeben - aufgenommenen Kurven sind in Fig. 8 wiedergegeben.
In diesem Beispiel wurde als Bindemittel das Harz von Beispiel 8bis nach weiter vorangetriebener Polymerisation
durch 1,5 Stunden langes Erwärmen bis zum Sieden in Gegenwart eines Säure-Katalysators und anschließendes Stabilisieren
durch Einstellung von pH 7 verwendet.
Eine Sandmischung mit den folgenden Bestandteilen wurde dann hergestellt:
50 kg Sand einer Korngrößenverteilung entsprechend 60 AS1S;
1 kg "nachpolymerisiertes (Ai1/UF)~Harz1.1 mit einem Ii1Urfurylalkoholgehalt
von 60 yo, einer Viskosität von 35 Poise, einem P/ü-Verhältnis von 2,3 und einem Brechungsindex
von 1,50}
150 g Phosphorsäure}
150 g Phosphorsäure}
90 g Schwefelsäure;
50 g Methanol}
- 550 g Wasser}
- 550 g Wasser}
309841/0447
60 g Bodecylbenzolsulfonsäure; 10 g p-Toluolsulfonsäure.
Die wie vorangehend aufgenommenen Kurven 1 und 3 sind in I1Xg. 9 wiedergegeben, und die Eigenschaften des erhaltenen
Sandes waren folgende:
Ausbreitungsdurchmesser : 375 mm; Senkung nach Vibration i 90 mm;
- Dichte: 1,60.
Eine flüssige Sandmischung wurde unter Verwendung des "nachpolymerisierten" Harzes von Beispiel"9 hergestellt,
dem Furfurylalkohol in der Weise hinzugefügt worden war, daß dessen Prozentgehalt in der Mischung bei 65 Ψ lag; die verschiedenen Bestandteile der Mischung waren mithin folgende:
- 50 kg Sand einer Korngröße entsprechend 60 AFS;
- 0,870 kg "nachpolymerisiertes (AF/UF)-Harz";
- 0,130 kg Furfurylalkohol; 150 g Phosphorsäure; 90 g Schwefelsäure;
50 g Methanol;
- 500 g Wasser;
- 110 g Dodecylbenzolsulfonsäure und
100 g p-Toluolsulfonsäure.
Es wurde ein flüssiger Sand mit den folgenden Eigenschaften erhalten:
- Ausbreitungsdurchmesser : 370 mm;
- Senkung nach Vibration: 100 mm;
- Dichte: 1,58.
3 0 9841/0447
Es wurden einige Versuche durchgeführt, bei denen durch Zugabe von Furfurylalkohol zu dem "nachpolymerisierten
(AF/tTF)-Harz", dessen Furfurylalkoholgehalt bis auf 70 y, erhöht
wurde, jedoch ist dann der Gehalt an freiem Furfurylalkohol zu hoch, und die Fluidisierung der Mischungen wird
nicht mehr erreicht.
Es wurde eine flüssige Sandmischung unter Verwendung einer Mischung eines Präkondensats von Furfurylalkohol
und eines Harnstoff-Formaldehydharzes als Bindemittel hergestellt,
wobei der'Furfurylalkoholgehalt in dieser Mischung 70 °/o erreichte. Trotz des erhöhten Furfurylalkoholgehalts
in dieser Mischung wurde deren Fluidisierung erreicht und ein Sand erhalten, dessen Eigenschaften etwa mit denjenigen
von Sand gemäß Beispiel 7 vergleichbar waren.
Die Beispiele 5 bis 11 zeigen also, daß man bis zu 70 $
und sogar 85 $ Furfurylalkohol enthaltende Harze verwenden kann, vorausgesetzt, daß dieser in einer polykondensierten
Form vorliegt.
Dieses Beispiel zeigt, daß man einen flüssigen Sand mit einem Harnstoff-Formaldehyd-Furfurylalkohlharz unter Verwendung
eines anion-aktiven Mittels als oberflächenaktives kittel herstellen kann.
Eine flüssige Sandmischung wurde mit den folgenden Bestandteilen hergestellt:
309841/0447
50 kg Sand einer Korngrößenverteilung entsprechend
60 Ai1S; ; ■ .
60 Ai1S; ; ■ .
1 kg einer mischung mit 45 Y° Harnstoff-Formaldehydharz
pro 55 7° Furfurylalkohol, bei der die Eigenschaften
des Harnst of f-I1Ormaldehydharzes die gleichen waren wie
bei Beispiel 3;
- 0,90 kg eines durch 17 $> Phosphorsäure, 21 °/o Schwefelsäure
und 62 io Wasser gebildeten Katalysators;
- 0,15 kg itfatrium-monolauryläthanolamidsulfosuccinat als
oberflächenaktives Mittel;
- 0,10 kg Wasser..
Das Vermischen wurde in folgender feise durchgeführt:
Sand, Harz, oberflächenaktives Mittel und Wasser wurden zunächst 1 Minute lang durchgeknetet; dann wurde nach Zugabe
des Säure-Katalysators 30 Sekunden lang zusätzlich gemischt.
Bs wurde ein flüssiger Sand mit den folgenden Eigenschaften erhalten:
| Ausbreitungsdurchmesser | : 360 | min | : | mm; | daN/cm ; |
| Senkung nach Vibration: | 30 | Std. | • • |
mm; | daU/cm ; |
| Dichte: 1,50; | Std. | « • |
äaM/cm ; | ||
| Druckfestigkeit: Rc 30 | Std. | i | 0,5 | dali/cm . | |
| ßc 1 | .2 | ||||
| - Rc 5 | 4 | ||||
| H0 24 | 9 | ||||
Die - wie weiter oben angegeben - aufgenommenen Kurven und 3 sind in Pig. TO wiedergegeben.
30984 1/04 47
Dieses Beispiel zeigt, daß man eine flüssige Sandmischung herstellen kann, deren Bindemittel durch ein Harnstoff-Formaldehyd
-Pur fur ylalkoholhar ζ gebildet wird, indem man als oberflächenaktives Mittel ein kation-aktives Mittel verwendet.
Mit den folgenden Bestandteilen wurde eine Mischung hergestellt i
- 50 kg Sand einer Korngrößenverteilung entsprechend 60 AS1S;
- 1 kg einer Mischung von 45 i» Harnstoff-Formaldehydharz
(mit den gleichen Eigenschaften wie das von Beispiel 3) und 55 0A Furfurylalkohol;
1 kg eines 18 $ Phosphorsäure, 18 ψ Schwefelsäure und
64 c/o Wasser enthaltenden Katalysators;
- 0,05 kg Laurylaminacetat als oberflächenaktives Mittel;
- 0,05 kg Wasser.
Das Vermischen erfolgte in gleicher Weise.wie im vorstehenden
Beispiel, indem zunächst Sand, Harz, oberflächenaktives
Kittel und Wasser 1 Minute lang durchgeknetet, dann mit dem Säure-Katalysator versetzt und erneut 30 Sekunden
lang durchgemischt wurden.
Es wurde ein flüssiger Sand mit den folgenden Eigenschaften erhalten:
- Ausbreitungsdurchmesseri 390 mm}
- Senkung nach Vibration! 90 mm;
- Dichte» 1,60}
- Druckfestigkeit! RQ 30 min ; 1,5 daN/cm ;
Rn 1 Std. t 3 daN/cm2;
309841/04A7
R 5 Std.. ι 5 däH/cm2·,
R 24 Stdo g 10 daM/cm2 0
Die - wie weiter oben angegeben - aufgenommenen Kurven
1 und 3 sind in Fig. 11 wiedergegeben.
Es wurde ein flüssiger Sand in der gleichen V/eise wie vorstehend hergestellt,- nur daß Oleylaminacetat anstelle
von Laurylaminacetat verwendet wurde ο Es wurden identische
Ergebnisse erhalten.
Von diesen beiden letzten Beispielen ist zu bemerken, daß die Festigkeiten des erhaltenen Sandes weniger hoch waren
als bei Sanden, bei denen das oberflächenaktive Mittel eine Säure oder eine Mischung von Alkylbenzolsulfonsäure war, obgleich
die Prozentsätze des Säure-Katalysators erhöht waren«,
30984 1/044?
Claims (1)
- Patentansprüche1. Verfahren zur Herstellung von Gießereiformen und -kernen, ausgehend von einer selbsthärtenden fließfähigen Sandmasse aus temperaturfestem Sand, einem Bindemittel, einem Härtungsmittel für den Binder, einer flüssigkeit und einem oberflächenaktiven Mittel, bei dem der Sandmasse zur Erhöhung ihrer Dichte nach dem Vergießen ein oberflächenaktives Mittel zugesetzt wird, das einen Schaum erzeugt, dessen Lebensdauer geringer ist als die Zeit bis zum Beginn der Härtung des Sandes nach Patent .... (deutsche Patentanmeldung P 21 33 585.3 vom 6*7.1971)» wobei Sandmischungen zur Anwendung kommen, deren Bindemittel ein Harnstoff-Formaldehydharz oder Harnstoff-Formaldehyd -Purfurylalkoholharz ist, dadurch gekennzeichnet, daß man ein oberflächenaktives Mittel verwendet, das unter den folgenden ausgewählt wird:a) Alkylbenzolsulfonat der Formel Ii(Din der E-, Rp» % und sa jeweils ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe. bedeuten, wobei die Alkylgruppen insgesamt mehr als 9 Kohlenstoffatome aufweisen und, bezogen auf die Sulfogruppe, am Benzolkern irgendwelche Stellungen einnehmen können und Me ein Wasserstoffatom oder ein Alkalimetall oder309841/0447eine Gruppe HX ist, wobei X ein Aniin sein soll, allein oder in Mischung mit einem Alkylbenzolsulfonat der Formel II:SO3Me(II)in der R1 ^ und R'2 jeweils ein Wasserstoffatom oder einen Cj- bis C5-Alkylrest bedeuten;b) Alkylaminsalζ der Formel Ills, TE (III)in der R ein Alkylrest mit mehr als 9 Kohlenstoffatomen und Y der anionische Rest einer Säure ist;c-)- eine Verbindung der Formel:R-GOIiH-CH2-GH2-OCO-GH-CH2-GO2MeSO5Mein der R ein Alkylrest mit mehr als 9 Kohlenstoffatomen und Me ein Alkalimetallatom ist;und daß man den Mengenanteil des oberflächenaktiven Mittels, bezogen auf das Gesamtgewicht des flüssigen Sandes von 0,01 bis 2 Gew.% wählt.3G9841/Ö4472. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das allein als oberflächenaktives Mittel verwendete Alkylbenzolsulfonat der Formel I ein n-Dodecylbenzolsulfonat oder ein Tetraisobutylbenzolsulfonat ist.5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das oberflächenaktive Mittel eine Mischung von n-Dodecylbenzolsulfonat und p-Toluolsulfonat ist.4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als oberflächenaktives Mittel die Verbindungen der I'ormeln I und II verwendet, bei denen Me ein V/asserstoffatom ist.5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als oberflächenaktives Mittel Laurylaminacetat oder öleylaminacetat verwendet.6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das oberflächenaktive Mittel ein Alkali-mono-lauryl-äthanolaniinsulfosuccinat ist.7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man als Bindemittel eine liischung von Harnstoff-Formaldehydharz, dessen F/U-Verhältnis zwischen 1 und 4 liegt und jmrfurylalkohol in einem unter oder bei 55 dieser kischung liegenden Anteil verwendet.8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man als .bindemittel ein Harz verwendet, das durch ein Polykondensat von Harnstoff, Formaldehyd und Furfurylalkohol gebildet wird und bis zu 85 i» Furfurylalkohol enthält.309841/0447
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